DE2235366A1 - Verfahren und schaltung zur stoersignalbestimmung fuer elektronische teilchenanalysegeraete - Google Patents
Verfahren und schaltung zur stoersignalbestimmung fuer elektronische teilchenanalysegeraeteInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
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- G01N15/00—Investigating characteristics of particles; Investigating permeability, pore-volume or surface-area of porous materials
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- G01N15/12—Investigating individual particles by measuring electrical or magnetic effects by observing changes in resistance or impedance across apertures when traversed by individual particles, e.g. by using the Coulter principle
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Description
8 MÜNCHEN 9O MARXAHTLFPLATZ ί&β
DA-4-966 " Beschreibung
zu der
zu der
Patentanmeldung
der Firma
der Firma
Coulter Electronics Limited High Street South, Dunstable Bedfordshire LU6 3HT,England
betreffend
Verfahren und Schaltung zur Störsignalbestimmung für
elektronische Teilchenanalysegerate
(Priorität: 22. Juli 1971, USA, Nr. 165 276)
Die Erfindung bezieht sich auf die Unterscheidung bzw· Unterdrückung von Störungen bei elektronischen Teilchenanalysatoren,
insbesondere auf die Störungsunterdrückung für Geräte, mit denen nach dem Coulter-Meßpr^nzip Teilchensysteme untersucht
werden, um eine genauere Größeninformation als bisher
zu erhalten. ■ \
Das Coulter-Meßprinzip ist in!der US-PS .2 656'508
(DP 964 810) beschrieben. Nach diesen Prinzip tritt eine ;
momentane Änderung der elektrischen Impedanz des Elektroly-
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ten im Bereich eines elektrischen Feldes geringer Abmessungen ein, wenn ein im Elektrolyten suspendiertes mikroskopisches
Teilchen durch das Feld hindurchtritt. Diese Impedanzänderung leitet einen Teil der Erregungsenergie in die zugehörige
Schaltung ab, so daß ein elektrisches Signal erzeugt wird. Ein derart erzeugtes Signal bildet ein hinreichend genaues
Maß für das Teilchenvolumen für die meisten biologischen und industriellen Zwecke. Das Gerät nach der US-PS 2 656 508
und der US-PS 3 259 842 (deutsche Patentanmeldung P 16 98 537.8)
wird zur Zählung und Größenbestimmung von Teilchen in biologischen
Fluiden, industriellen Pulvern und Schlämmen usw. verwendet. Es ist unter dem Warenzeichen "Coulter Counter" (Coulter-Zähler)
bekannt.
Bei kommerziellen Ausführungsformen des nach dem Coulter-Meßprinzips
arbeitenden Teilchenanalysators wird das kleine elektrische Feld durch einen mikroskopischen Kanal, eine
mikroskopische öffnung oder ein mikroskopisches Fenster gebildet,
das in einer isolierenden Wandung zwischen zwei Flüssigkeitsmassen vorgesehen ist, in denen die zu untersuchenden
Teilchen suspendiert sind. Die elektrische Erregungsenergie wird den beiden Flüssigkeiten mittels jeweils in diesen an-.
geordneten Elektroden zugeführt. Man läßt die Teilchensuspension durch das Fenster hindurchfließen und die elektrischen
Signale werden durch die momentanen Impedanzänderungen erzeugt, die durch die jeweiligen, durch das Fenster hindurchtretenden
Teilchen erzeugt werden. Das elektrische Feld ist in dem Fenster konzentriert, wobei normalerweise ein elektrischer Strom
zusammen mit der Suspension durch das Fenster hindurchtritt.
Durch Zählung der erzeugten Signale können bis zu mehreren tausend je Sekunde durch das Fenster hindurchtretende
Teilchen gezählt werden. Durch Unterscheidung zwischen verschiedenen Impulsamplituden können Untersuchungen hinsichtlich
der Teilchengröße und -verteilung durchgeführt werden. Wegen ihrer Größenunterschiede können verschiedene Teilchenarten
identifiziert werden»
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Bei der Erzeugung von· Teilchensignal-en entstehen jedoch
auch Störsignale. Die Störsignale haben normalerweise im Vergleich zu den Nutzsignalen geringe Amplituden, so daß
sie durch Unterscheidung bzw. Unterdrückung mittels eines niedrigen Schwe'llwerts ausgeblendet werden können. Die Schwellwertunterscheidung
bzw. -unterdrückung hat sich gemäß der· genannten US-PS 3 259 842 bei der Größenbereichsanalyse bewährt.
Bei der Analyse von Teilchensystemen mit einem weiten Bereich von Teilchengrößen, wie es beispielsweise bei industriellen
Untersuchungen der Fall ist, sind die durch die· Störungen verursachten Schwierigkeiten nicht einfach durch
einen geringen Schwellwert zu lösen, da die Amplitude von kleinen Nutzsignalen oftmals angenähert oder ebenso groß ist
wie die mancher Störsignale. Auch werden die Störsignale oftmals den Teilchenimpulsen überlagert, was die Amplitudenunterscheidung
weiter erschwert. Die Störungsbestimmung bzw. -unterdrückung ist daher nach wie vor schwierig.
Eine weitere bei Impulsverarbeitungsgeräten bestehende Schwierigkeit, die auch bei nach dem Coulter-Meßprinzip
arbeitenden Teilchenanalysatoren vorliegt, besteht darin, daß die maximale Ansprechgeschwindigkeit geringer sein kann als
die Geschwindigkeit bzw. die einlaufende Menge an Eingangsdaten. Wenn Datenimpulse mit einer höheren Geschwindigkeit
einlaufen, als das Analysegerät sie verarbeiten kann, gehen entweder einige der Daten verloren oder sie werden im Analysegerät
insgesamt verzerrt oder fehlerhaft verarbeitet. Wenn bei dem Gerät gemäß der US-PS 3 259 842 zwei Teilchen
in den Meßbereich des Teilchenmeßfensters eintreten, so daß die beiden durch die Teilchen erzeugten Impulse zu nahe aneinander
liegen, als daß das zweite genau analysiert werden könnte, wird durch eine Schaltung das Gerät gesperrt, so daß es auf den zweiten
Impuls nicht anspricht. Statistische Untersuchungen haben gezeigt, daß, wenn eine eine genügende Datenmenge liefernde
Probe vorliegt und unter der Annahme, daß der angenommene Impuls ein Nutz- bzw. Datenimpuls und kein Störsigri'al ist,
diese Arbeitsweise, bei der der erste Impuls angenommen und der zweite zurückgewiesen wird, zu sehr befriedegenden Teil-
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chenverteilungsergebnissen führt. Ist der erste Impuls ein
Störimpuls, so wird die Störung analysiert und der Nutzimpuls zurückgewiesen. Dies ist nicht zulässig, wenn dieser Zustand
im Vergleich zur Gesamtmenge der Datenimpulse häufig eintritt, insbesondere wenn die Datenimpulse eine geringe Amplitude
haben.
• Bisher werden die Auswirkungen von Störungen durch sorgfältige Auslegung der Schaltung auf das mögliche Minimum
verringert, um die Störungen selbst zu verringern. Ferner werden Störungsunterdrückungssclialtungen und niedrige Schwellenwerte
verwendet. Damit hat sich bisher bei der Teilchenanalyse das oben erwähnte Verfahren der Annahme des ersten
und Zurückweisung des zweiten Impulses als zufriedenstellend erv/iesen. V/egen der immer höheren Anforderungen an die Genauigkeit
und die verschiedenen kommerziellen Verwendungen des Teilchenanalysators muß jedoch die StörungsbeStimmung und -unterdrückung'
weiter verbessert Worden.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren und mit Hilf e der erfindungsgemäßen Schaltung werden die Störsignale dadurch
unterschieden, daß die Anstiegszeit, d.h. die Dauer der Stirnflanke jedes vom Ausgang des Teilchenmeßteils des Analysators
abgegebenen Signals gemessen wird. Eine andere Definition der Anstiegszeit ist die Zeit eines Impulses vom "Tal" zwischen
zwei Signalen bis zur nächsten Spitze. Sämtliche Signale, deren Anstiegszeit geringer ist als ein vorherbestimmtes Minimum,
werden zurückgewiesen, während alle anderen zu den nachfolgenden Stufen des Analysators geleitet werden. Die vorher-.
bestimmte minimale Anstiegszeit ist eine Funktion der Probonsuspension und der bekannten Variablen des Teilchenanalysators.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Störsignalunterscheidung zur Anwendung bei der elektronischen Analyse von Teilchen,
bei der von jedem Teilchen ein teilchonerzeugter Impuls abgeleitet
wird, zeichnet sich dadurch aus, daß als normal die
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minimal zulässige Anstiegszeit für teilchenerzeugte Impulse
bestimmt wird, daß die Anstiegszeit sämtlicher Störsignale und Teilchenimpulse festgestellt wird, daß die festgestellten
Anstiegszeichen mit dem Normal verglichen werden, daß sämtliche
festgestellten Signale und Impulse, deren Anstiegszeit kürzer ist als das Normal, zurückgewiesen bzw. unterdrückt werden,
und daß sämtliche festgestellten Signale und Impulse, deren
Anstiegszeit größer ist als das Kormal, angenommen werden.
Die erfindungsgemäße Storsignalbestimmugsschaltung zur
Verwendung bei elektronischen Teilchenanalysegeräten, bei denen für jedes Teilchen ein teilchenerzeugter Impuls abgeleitet
wird,' zeichnet sich aus durch eine Schaltung zur Bestimmung
der minimalen zulässigen Anstiegszeit für teilchenerzeugte Impulse als Normal,durch eine Schaltung zur Feststellung der
Anstiegszeit der Störsignale und der Teilchenimpulse, die dieser zugeführt werden, durch eine Schaltung zum Vergleich der
festgestellten Anstiegsζeiten mit dem Normal, durch eine Schaltung zur Zurückweisung bzw.- Unterdrückung sämtlicher festge_
stellter und verglichener Signale und Impulse, deren Anstiegszeit kürzer ist als das Normal, und durch eine Schaltung zur
Annahme sämtlicher festgestellter und verglichener ,Signale und Impulse, deren Anstiegszeit größer ist als das Normal.
Anhand der in der beigefügten Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele wird die Erfindung im folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 das Blockschaltbild eines mit einer erfindungsgemäßen Störungsbestimmungs- bzw. Unterdrückungsvorrichtung
versehenen Teilchenanalysators;
Fig. 2 in einem schematischen Teilschnitt den öffnungs- bzw.
Fensterbereich eines nach dem Ooulter-Meßprinzip aufgebauten
Teilchenanalysators;
Fig. 3 in einem Diagramm die Darstellung von Signalen, die
sich aus Störungen und aus durch das Fenster hindurchtretenden Teilchen ergeben; und
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Fig. 4 das schematische Schaltbild eines Ausführungsbei- · *
spiels der Störungsunterdrückungsschaltung.
Das in Fig. 1 gezeigte System enthält das Gestell und den Detektorteil eines typischen Teilchenanalysators 10, der
nach dem Coulter-Meßprinzip arbeitet, einen Impulshöhenanalysator 12, eine zwischen den Detektor und den Impulshöhen- *
analysator in Reihe geschaltete Schwellwerteinrichtung 14-, die aus einer einfachen Schaltung mit niedrigem Schwellwert
bestehen kann, eine den Hauptgegenstand der vorliegenden Erfindung
bildende Störungsbestimmungs- oder Unterdrückungsschaltung 16 und ein Gatter 18, das zum Eingang des Impulshöhenanalysators
12 führt. Das "Gestell" kann einen ersten Behälter zur l'ufnahme einer Suspension der zu untersuchenden
Teilchen und einen zweiten Behälter zur Aufnahme der Suspension enthalten, nachdem diese durch das Fenster in einem der
Behälter durchgetreten ist. Dieser Behälter wird allgemein als Meß- oder Fensterröhre bezeichnet. Das Gestell enthält
ferner Einrichtungen zum Pumpen und Messen des Fluids. Zwei Elektroden sind an einander gegenüberliegenden Enden des
Fensters angeordnet, wobei eine Impedanzänderung im Weg des Fensters infolge des Vorhandenseins eines Teilchens in dem-.
selben dazu führt, daß die Elektroden das Teilchen messen bzw. "fühlen". Diese Elektroden bilden den Eingang des Detektorteils,
der in einem einfachen Beispiel einen Verstärker darstellt. Die US-PS 3 259 842 beschreibt das Gestell
und ein Ausführungsbeispiel des Detektor- bzw. Meßteils.
Fig. 2 zeigt einen stark vergrößerten Querschnitt des Teils einer Fensterröhre 20 mit einer Mündung 22, über der
ein ringförmiges Plättchen 24 befestigt ist. In der. Mitte des
Plättchens 24 ist eine mikroskopische öffnung 26 vorgesehen,
die das oben erwähnte Meßfenster bildet. Die Teilchensuspension 28 strömt durch das Meßfenster 26, durch das gemäß Fig.2
gerade ein kleines Teilchen 30 und darauf ein größeres Teilchen
32 hindurchgetreten sind.
Fig. 3 zeigt die sich ergebenden teilchenerzeugten Im-209885/0972
pulse 30 und 32. Der Impuls 32 ist im Verhältnis größer, ·-
da das Teilchen 32 größer ist als das Teilchen 30. Fig. 3
zeigt weiter den niedrigen Schwellenpegel 14, der von der Schwellwerteinrichtung 14 abgeleitet ist. Es sind mehrere
Störsignale .34, 36, 38, 40 und-42 dargestellt. Diese Signale
könnten bei bekannten Analysatoren gezählt werden oder zu
einer Zurückweisung der Teilchenimpulse 30 und 32 führen.
Sie sollen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren und mit Hilfe
der erfindungsgemäßen Vorrichtung voneinander unterschieden
werden.
Gemäß Fig. 3 haben die teilchenerzeugten Impulse und 32-ein allgemein glockenförmiges Profil, während die
Störsignale eine spitze Form haben. Die teilchenerzeugten Impulse sind nicht stets symmetrisch noch haben sie stets
eine einfache stetige Krümmung über ihre Maximalamplitude. So können' die Impulse zuweilen zwei Hocker aufweisen. Beobachtungen
und Untersuchungen haben jedoch ergeben, daß die Stirnflanke der Teilchenimpulse sich von der Stirnflanke
der meisten Störsignale unterscheidet. Die Gründe für die unterschiedliche Gestalt dürften im Rahmen der vorliegenden
Beschreibung nicht interessieren. Sie rühren hauptsächlich aus den physikalischen und elektrischen Bedingungen des
Durchtritts eines Teilchens durch das Meßfeld des Fensters 26. , ■
Einige der Parameter des Systems, die die Form der Teilchenimpulse beeinflussen, sind die Größe des Meßfensters
26, dTer Strömungsdurchsatz der Suspension 28 durch das
Fenster, die elektrische Impedanz der Suspension und der
elektrische Strom oder das Feld, die die Bahn durch das Fenster umgeben. Obwohl diese Parameter.von Zeit zu Zeit in
einem bestimmten Gerät Änderungen unterworfen sind und bei
vei'sclri f'douoi] Geräten- die Fenster unterschiedlich groß sein
können, bleibt die Grund-Impulsform im wesentlichen die gleiche,
d.h. die ; üjrnflynke der Impulse hat eine größere Anstiegszeit
alo die·-»ti.· is ten otörsignalo.
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Die Anstiegszeit bedeutet die Zeitdauer von der minimalen Signalamplitude bis zur maximalen Amplitude während
eines Verlaufs in einer Richtung, d.h., es wird vom Tal bis zur Spitze des Impulses gemessen. In Fig. 3 liegen die Anstiegszeiten
der Störsignale 34 "bis 42 zwischen den Zeiten
ty, bis t2, t-2 bis t^, tr-, bis tg, t~ bis t^Q bzw. t^ bis t^.
Die Anstiegszeiten der Teilchenimpulse 30 und 32 liegen zwischen
den Zeitpunkten t,- und tg bzw. t^ bis- t^,^.
Die Anstiegszeiten der Teilchenimpulse sind bedeutend langer als die der Störsignale. Die Anstiegszeit kann daher
die Basis für die Störungsunterscheidung und -unterdrückung bilden.· Diese Funktion hat die Störungsbestimmungsschaltung
bzw. der Diskriminator 16. Dieser kann verschiedene Kombinationen von Elementen enthalten, nämlich beispielsweise Impulsform-Analyse-
und Meßeinrichtungen, Stirnflankentrigger, Integratoren, Analog- und Digitalwandler, Komparatoren usw..
Den Hauptbestandteil eines solchen Diskriminators bildet die
Messung der Anstiegszeit eines Signals und der Vergleich dieser Anstiegszeit mit dem Annahmönormal. Dieses Normal ist die
minimale Anstiegszeit des kleinsten Teilchenimpulses, der vom Analysator verarbeitet werden soll. Signale mit einer Anstiegszeit,
die höher ist als der Normalwert, werden als Teilchenimpulse betrachtet und vom Diskriminator zum Impulshöhenanalysator
12 (mit den im folgenden noch zu erwähnenden Ausnahmen) geleitet, während alle anderen Signale zurückgewiesen
werden-.
•Es sei für die folgende Beschreibung angenommen, daß
das Annahmenormal 4 Mikrosekunden beträgt. Diese Zeitdauer liegt in Fig. 3 zwischen den Zeitpunkton t^,- und t.g. Wie
leicht zu erkennen ist, sind die Anstiegszeiten der Teilchenimpulse
30 und 32 wesentlich größer als das Normal, während
die Anstiegszeiten der Störsignale kleiner als das Normal sind. Eine Ausnahme bildet das Signal 36» dessen Anstiegszeit zwischen
t, und t^ größer als 4 Mikrosekundon sei. .
Der erfindungsgemäße Störunp;sd:i.akriminator unterdrückt
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die Störsignale,34, 38, 40 und 42, die an seiner Eingangsklemme 44 einlaufen. Das Signal 36 und die Impulse 30 und
werden angenommen.
Ohne die Schwellwerteinrichtung 14 und das Gatter 18
wurden das Signal 36 und die Impulse 30 und 32 von der Ausgangsklemme
46 des Diskriminators weiter zum Impulshohenanalysator
12 laufen. Durch die Schwellwerteinrichtung 14 und' das Gatter 18 werden nur solche Impulse und Signale, deren
Amplitude größer ist als der Schwellenpegel 14 durch das Gatter 18 vom Ausgang des Diskriminators 16 zum Impulshohenanalysator
12 weitergegeben. Demzufolge sperren die Signale 36 und-40, die kleiner sind als der Schwellenpegel 14, das
'Gatter 18. Das vom Diskriminator durchgelassene Signal 36
kann daher am Impulshohenanalysator .12 nicht empfangen werden. Der Impulshohenanalysator 12 empfängt nur die teilchenerzeugten
Impulse 30 und 32, während sämtliche Störsignale zurückgewiesen werden. '
Das oben beschriebene Beispiel stellt einen Idealzustand
dar. Tatsächlich können einige Störsignale erzeugt werden, die den niedrigen Schwellenpegel überschreiten und deren
Anstiegszeit größer ist als das Unterdrückungsnormal des Diskriminators. Trotzdem wird durch das beschriebene Verfahren
und die Schaltung ein großer Teil der Störsignale zurückgewiesen. Versuche haben gezeigt,, daß ein großer Teil der nicht
zurückgewiesenen Störsignale nach anderen Kriterien und Schaltungen
identifiziert werden kann, so daß die gesamte Teilchenanalyse wesentlich verbessert wird,
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Störungsdiskriminators
16. Dies ist nicht das notwendigerweise, einfachste und" andererseits kein kompliziertes Gerät. Es ist jedoch
äußerst zuverlässig und kann leicht in Teilchenanalysatoren eingebaut
v/erden. Es ist besonders einfach und billig in Änalysatoren
einzubauen, die einen Taktimpulsgenerator aufweisen.
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Zusätzlich zu einem Taktgenerator 48 ist die einzige
weitere Hauptkomponente eine Mehrfunktionsschaltung in Form
eines Zählelements 50. Ein einfaches 4-Bit-Binärzähler-Ghip erfüllt die notwendigen Zähl- und Vergleichsforderungen. Ein
Zählelement 50, das mehrere verschiedene Zählwert-Ausgänge
aufweist, kann "bei verschiedenen Teilchenanalysatoren verwendet
werden und liefert verschiedene Zeitunterseheidungs-Normale. Ein NAND-Gatter 52 und eine Umkehrstufe 54 vervollständigen
die Störungsbestimmungsschaltung 16.
Ein 4-Bit-Chip enthält im wesentlichen 4 hintereinander
geschaltete Flip-Flops init einem gemeinsamen Rücksetzeingang R', einem Taktimpuls eingang CLK, der das erste Flip-Flop
speist, wobei jedes Flip-Flop an seiner Ausgangsklemme ein bezogenes binäres Zähl-Ausgangssignal liefert. Für das hier
gewählte Beispiel seien die Ausgangssignale als 1-, 2-, 4- und 8-p- s-Ausgangssignale bezeichnet.
Gemäß Fig. 4 bildet der Rücksetzeingang R des '.
Zählers 50 den Eingang zum Diskriminator 16. Er ist mit der
Eingangsklemme 44 an den Detektor des Teilchenanalysators angeschlossen (Fig. 3)j so. daß er sämtliche Signale und Impulse
empfängt.
Je nach den Polaritätsbedingungen kann es notwendig sein, eine nicht gezeigte Umkehrstufe einzufügen, so daß der
Rücksetzeingang R Eingangssignale empfängt, deren Polarität
entgegengesetzt der vom Analysator 10 übertragenen ist. Die Rückenflanke jedes Impulses und Signals setzt den gesamten
Diskriminator 16 zurück, so daß der Zähler 50 zur Messung
der Dauer der nächstfolgenden Stirnflanke oder Anstiegszeit
bereit ist. Während der Rücksetzerregung (Rückenflanke) ist der Zähler gesperrt und spricht auf die Taktimpulse nicht an,
die am Eingang CLK empfangen werden können. Hierdurch wird weiter verhindert, daß am 4-p- s-Ausgang "4^" und an der
Ausgangsklemme 46 ein Ausgangssignal erzeugt wird. i)urch das fehlende Ausgangssignal wird das Gatter 18 gesperrt.
209885/0972 ^
Die Punktion des. Störungsdiskriminators 16 der Fig.4
soll nunmehr anhand der in Pig. 3 gezeigten Signale erläutert
werden. Während der Zeit von tQ bis ty, erfolgt die Rücksetzung.
Damit kann der Zähler zwischen t^ und tp Taktimpulse empfangen.
Das NATiD-Gatt er 52 schaltet zwischen den Zeiten ty, und
tp die Taktimpulse durch, da vom 4-/* -Ausgang der Umkehrstufe
52 kein Sperrsignal zugeführt wird. Wie erwähnt, ist die Zeitspanne
zwischen ty, und tp ge"ringer als 4 MikroSekunden. Daher
endet die Anstiegszeit, bevor die Taktimpulse den Zähler bis in den 4-/>-Ausgangszustand fortgeschaltet haben. Wenn bei
tp die Spitze erreicht ist und das Signal 34- zum Minimum bei
ty, zu fallen beginnt, erfolgt die Rücksetzung und der Zähler
wird gelöscht. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde vom Diskriminator kein Datensignal abgegeben.
Während der Anstiegszeit des Signals 36 zwischen den
Zeitpunkten t^ bis t., werden die Taktimpulse wieder in den
Zähler eingespeist. Da diese Dauer größer als 4 MikroSekunden
ist, liegt an der 4-μ.—Ausgangsklemme ein Ausgangssignal
an, und damit ein entsprechendes Eingangssignal von der Klemme 46 am Gatter 18. Sobald das 4-/λ.-Signal erzeugt wird,
speist die Umkehrstufe 54 ein Sperrsignal zum NAND-Gatter 52*
Hierdurch wird jede weitere Zählung verhindert. Da das Signal 36 durch die Schwellwerteinrichtung 14 wie oben -beschrieben,
blockiert wird, kann das 4-yw--Ausgangssignal nicht durch das
Gatter 18 hindurchlaufen.
Durch die Rückenflanke des Signals 36 erfolgt zwischen
den Zeitpunkten t^, und t^ die Rücksetzung. Zum Zeitpunkt t^
wird das 4-/*--Ausgangssignal beendet, so daß das NAND-Gatter
52 wieder eingeschaltet wirdo Der Teilchenimpuls 3O1 dessen
Anstiegszeit zwischen den Zeitpunkten tj- bis tfi größer als
4 Mikrosekunden ist, führt zu einem logisch getreuen Ansprechen des Diskriminators 16 in der gleichen Weise wie das
Störni-gnal 36. Da der Impuls 30 die Schwellenspannung 14 jedoch
übersteigt, wird das sich ergebende Daten-Ausgangssignal
durch das Gatter 18 zum Impulshöhenanalysator 12 weitergeschaltet.
Die Zurückweisung bzw. Unterdrückung der Signale 38,
40 und 42 sowie die Annahme des Impulses 32 dürften aus den
obigen Erläuterungen ohne weiteres klar sein.
Die Erfindung erstreckt sich auch auf durch besondere Bedürfnisse oder Gegebenheiten bedingte Abwandlungen.
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Claims (18)
1. Verfahren zur Störsignalbestimmung bei der elektronischen Teilchenanalyse, bei der von jedem Teilchen ein
teilchenerzeugter Impuls abgeleitet wird, dadurch gekennz eichnet, daß die minimal zulässige
Anstiegszeit der teilchenerzeugten Impulse als Normal bestimmt wird, daß die Anstiegszeit sämtlicher Störsignale
und Teilchenimpulse festgestellt wird, daß die festgestellten Anstiegszeiten mit dem Normal verglichen werden,
daß sämtliche, festgestellten Signale und Impulse
zurückgewiesen werden, deren Anstiegszeit geringer ist als das Normal, und daß sämtliche festgestellten Signale
und Impulse angenommen werden, deren Anstiegszeit größer ist als: das Normal.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß die Normalwertbestimmung hauptsächlich abhängig ist von durch das Verfahren und das Gerät
zur Teilchenanalyse vorgegebenen Parametern.
3· Verfahren nach Anspruch 11 oder 2, dadurch
gekennze i c hnet, daß der Vergleich in digitaler Form erfolgt.
4-, Verfahren nach Anspruch 3» dadurch g e k e η η -
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zeichnet, daß die festgestellten Anstiegszeiteri
binär gezählt werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche-1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Teilchenanalyse nach
dom Coulter-Teilchenmeßprinzip erfolgt.
6. Schaltung zur Störsignalbestimmung für elektrische Teilchenanalysegeräte, bei denen für. jedes Teilchen ein
teilchenerzeugter Impuls abgeleitet wird, gekennzeichnet durch eine Schaltung (50; 4/*) zur Bestimmung
der für teilchenerzeugte Impulse minimal zulässigen Anstiegszeit als Normal, durch eine Schaltung (48, 50, 52)
zur Feststellung der Anstiegszeit der dieser zugeführten Störsignale und Teilchenimpulse, durch eine Schaltung
(50, 52, 4/t) zum Vergleich der festgestellten Anstiegszeiten
mit dem Normal, durch eine Schaltung (50) zur Zurückweisung sämtlicher festgestellter und verglichener
Signale und Impulse, deren Anstiegszeit kürzer ist als das Normal, und durch eine Schaltung (46, 50, 4 μ.} zur
Annahme sämtlicher festgestellter und verglichener Signale
und Impulse, deren Anstiegszeit größer ist als das Normal.
7. · Schaltung nach Anspruch 6, dadurch g e k e η η zeichnet,
daß die Bestimmungs-, Feststellungs-,
Vergleichs-," Zurückweisungs- und Annahmeschaltungen ein
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gemeinsames Schalt element.,-.(50) umfassen, und in der Hauptsache
aus diesem bestehen. . ■ :
8. Schaltung nach Anspruch 7» dadurch g e k e η η Z^e
i c h η e tT daß das Schaltelement (50) so gewählt (4/W-)
ist, daß es auf jede der festgestellten Anstiegszeiten anspricht,
wenn diese ein digitalisiertes Maß des Normals
überschreiten. . ;
9. Schaltung nach Anspruch 8, g e k e η η ζ e i c h η
et durch einen Taktimpulsgenerator (48), durch den . dem gemeinsamen Schaltelement (50) eine Zeitbasis vorgegeben
wird, so daß das digitalisierte Maß auch ein Zeit« maß darstellt. -
10. Schaltung nach Anspruch 9» -g ©kennzeichne
t durch ein zwischen einen Taktimpulseingang (CLK)
des gemeinsamen Schaltelements (50) und den Taktimpulsgenerator
(48) eingefügtes Gatter (52),das ferner so an*« geschlossen (54, 4 /U.) ist, daß es, auf die Annahme jedes
verglichenen Signals oder Impulses durch das gemeinsame Schaltelement (50) anspricht, so daß die Taktimpulse'für
Zeiten außerhalb der Anstiegszeit des Signals oder Impulses
gegenüber dem gemeinsamen Schaltelement gesperrt
-^ werden. - .
11. Schaltung nach einem der Ansprüche 7.bis 10, da- . _*.
durch geke nn zeichnet, daß das gemeinsame
2098WB/0972
Schaltelement (50) einen Rücksetzeingang (R) aufweist,' der
zum Rücksetzen des gemeinsamen Schaltelements nach jeder Anstiegszeit an seinem Eingang (44) jeden Impuls und jedes
Signal empfängt.
12. ' Schaltung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß daa gemeinsame Schaltelement aus einem Zählelement (50) besteht.
13. Schaltung nach Anspruch 12, dadurch g e k e η η - ζ e i'6 h η e t, daß das Zählelement (50) ein Binärzähler
ist.
14. , Schaltung nach Anspruch 12 oder 13» dadurch
gekennz eichnet, daß das Zählelement (50) mehrere Ausgänge (1^. ,_2yu, 4/λ , 8 J*) aufweist, die je eine
unterschiedliche Anstiegszeitdauer vorgeben.
15· Schaltung nach einem der Ansprüche 6 bis 14, gekennzeichnet durch die Verbindung mit einnem
elektronischen Teilchenanalysator (10) zur Erzeugung der teilchenerzeugten Impulse (30, 32), und einer Einrichtung
(44) zur Zufuhr der Impulse zu der Schaltung.
16. Kombination nach Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet,
daß der Toxlchenanalysator (10) aus einem nach dem Coulter-Teilchenmeßprinzip arbeitenden Teilchen-
2098 86/0972
analysator besteht, und daß dessen Teilchendetektorteil
einen Ausgang aufweist, der. an den Eingang (44) der Störsignalbestimmungsschaltung
^16) angeschlossen ist.
17. Kombination nach Anspruch 15 oder 16, gekennz'e
i c h η e t durch ein an den Ausgang (4-6) der Schaltung (16) angeschlossenes Koinzidenzgatter (18) und durch
eine Einrichtung (14) mit einem niedrigen Schwellwert,, die parallel zu der Schaltung (16) geschaltet ist und einen
Steuereingang zum Koinzidenzgatter (18) aufweist.
18. Kombination nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch einen an den Ausgang des Koinzidenzgatters
(18) angeschlossenen Impulshohenanalysator (12).
20988B/0972
ie
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Family Applications (1)
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| US3548206A (en) * | 1969-01-14 | 1970-12-15 | Royco Instr Inc | Noise rejection circuits for particle counters |
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-
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- 1972-07-19 DE DE2235366A patent/DE2235366C3/de not_active Expired
- 1972-07-19 GB GB3382472A patent/GB1394182A/en not_active Expired
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- 1972-07-22 JP JP7305272A patent/JPS539559B1/ja active Pending
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