DE2233013A1 - Verfahren und vorrichtung zur regelung der partialdruecke einer gasmischung - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur regelung der partialdruecke einer gasmischungInfo
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Description
410-18.996P- 5. 7. 1972
COMMISSARIAT λ L'ENERGIE ATOMIQUE. Paris ■
(Frankreich)
Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Partialdrücke einer Gasmischung,
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung durch Abtastung der Partialdrücke einer Gasmischung in
mindestens einem abgeschlossenen Raum, der mindestens einen Organismus enthält, der diese Teildrücke verändern
kann, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
.
Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung liegen auf landwirtschaftlichem
und veterinärmedizinischem Gebiet, insbesondere aber in der Untersuchung der Entwicklung von Pflanzen
oder Tieren in Abhängigkeit von der Atmosphäre, in der diese leben.
'HO-(B h)h6.-))-Ko-r (8)
2 ΟίΗίίΠ/Π837
Es gibt Geräte, die es erlauben, diese Art von Untersuchungen
durchzuführen« Diese Geräte überwachen oder steuern in Wirklichkeit jedoch nur die klimatischen Parameter
(Temperatur, Feuchtigkeit, Beleuchtung) und ggf. einen einzigen
Partialdruck eines der in dem abgeschlossenen Raum enthaltenen Gase.
Diese Geräte weisen mehrere Nachteile auf;
Sie erlauben nicht die Regelung von mehreren Partialdrücken eines abgeschlossenen Raumes und noch weniger von
mehreren abgeschlossenen Räumen;
sie beseitigen keine automatische Einrichtung, die es erlaubt, den Gegenstand zu schwenken, um seinen Inhalt in
die freie Atmosphäre zu entlassen;
sie sind mit keinen Einrichtungen ausgerüstet, die die Gasprodukte oder den Gasverbrauch des Organismus in dem abgeschlossenen
Raum aufzeichnen. Diese Mangel können einen Versuch fehlschlagen lassen.
Durch die Erfindung werden diese Mangel beseitigt; denn es ist möglich, mehrere Partialdrücke für jeden abgeschlossenen
Raum in einer großen Anzahl von verschiedenen (beispielsweise 2O) abgeschlossenen Räumen um einen Soll- oder
Einstellwert zu regeln. Weiterhin ist es möglich, einen oder mehrere Partialdrücke abhängig von dem Organismus zu verändern.
Sodann können andere, den abgeschlossenen Räumen zugeordnete physikalische Parameter beobachtet werden.
Schließlich können die auf das Verhalten des Organismus bezogenen Inforrriationen aufgezeichnet und Mangel oder Ausfälle
angezeigt werden.
',' Π Π :"? R . V Π 8 3 7
Die Erfindung betrifft genauer ausgedrückt ein Verfahren zur Regelung durch Abtastung der Partialdrücke eines
Gasgemisches in mindestens einem abgeschlossenen Raum, der
mindestens einen Bestandteil enthält, der die Partialdrücke verändern kann, wobei die Regelung unabhängig auf die einzelnen
Partialdrücke wirkt, und ist dadurch gekennzeichnet, daß jeder Partialdruck während zweier Regelungsarten, nämlich
einer "unterhaltenen" Regelung und einer "unscharfen" Regelung geregelt wird, daß während der "unterhaltenen" Regelung
der Druck in der Nähe eines Sollwertes gehalten wird, und daß während der "unscharfen" Regelung sich der Druck frei,
abhängig von den durch den in dem abgeschlossenen Raum enthaltenen
Bestandteil eingeführten Veränderungen entwickelt, bis dieser eine vorbestimmte Grenze erreicht, ab welcher der
Druck auf den Sollwert zurückgeführt wird.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Diese Vorrichtung ist dadurch
gekennzeichnet, daß jede der zweiten elektronischen Schaltungen zur "unterhaltenen" Regelung enthält ein Einstellpotentiometer
für den Sollwert, ein Operationsverstärker für die Anpassung der Impedanz, eine Vergleichsschaltung zwischen
dem durch das Spektrometer angezeigten Druck und dem Solldruck, eine Speicherschaltung, deren Ausgangssignal abhängig
vom Vorzeichen der gespeicherten Größe steuert einerseits eine Gaseinspeisungsschaltung mit einem Operationsverstärker
mit einem veränderbaren Verstärkungsfaktor, einen Strom-Spannungs-Umsetzer, einen Strom-Frequenz-Umsetzer und
eine monostabile und auf das Einspeisungs-Absperrorgan wirkende
Schaltung und andererseits eine Ausströmschaltung mit
einem Spannungs-Zeit-Umsetzer, der das Ausström-Absperrorgan
betätigt.
209383/0837
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher
erläutert. Es zeigen?
Fig. 1 ein Schema zur Erläuterung des Prinzips des Verfahrens,
Fig. 2 die erfindungsgemäße Vorrichtung anhand eines
Blockschaltbildes,
Fig. 3 ein Blockschaltbild der dieser Vorrichtung folgenden
Schaltung,
Fig. h eine Schaltung zur vorgenommenen Regelung,
Fig. 5 eine Schaltung zur Gasinjektion, die schematisch
in der Fig. k in dem oberen gestrichelten Rechteck angedeutet ist,
Fig. 6 eine Gasfallenschaltung, die schematisch in der
Fig. h in dem unteren, gestrichelten Rechteck
angedeutet ist, und
Fig. 7 eine Schaltung für eine "unscharfe" oder nicht vorgenommene Regelung.
In der Fig« 1 bezeichnen C einen Sollwert und P den augenblicklichen Wert eines Druckes. T und T„ sind die Regelungsperioden,
während T3 und T^ die Perioden einer "unscharfen"
oder nicht vorgenommenen Regelung bedeuten. Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert?
209 8 83/0 837
Während der vorgenommenen Regelung (Phasen T. und T„)
wird der Partialdruck P dauernd um den Sollwert C gehalten, dank einer Gaseinspeisung (ig), sei es von dem verbrauchten
(conso) oder von dem ausgeströmten (pg) Bestandteil oder Element, sei es von dem erzeugten Bestandteil oder Element
(prod.), Während der "unscharfen" oder nicht vorgenommenen Regelung (Phasen T und Tr) entwickelt sich der Partialdruck
P frei abhängig von dem Organismus, der dieses Gas verbraucht, und dies bis zu einem Grenzwert X$ von C (weniger
einem festen minimalen Schwellenwert s), ab welchem eine Gaseinspeisung den Partialdruck P bis zu dem Sollwert C weniger
dem festen minimalen Schwellenwert zurückführt. Danach folgt wieder die "unscharfe" oder nicht vorgenommene
Regelung. Die Wiederaufnahme der Regelung (Phase T„) führt den Wert P in den Bereich von C zurück. Eine "unscharfe"
Regelungsperiode Tj mit einer teilweisen Gaserzeugung ist
auf gleiche Weise mit einem oberen Grenzwert X^ von C weniger
einem festen minimalen Schwellwert ausgestattet, ab welchem P zu dem Wert C plus dem minimalen festen Schwellwert
zurückgeführt wird.
In der Fig. 2 bezeichnet 21 ein Massenspektrometer, das die Analyse der .Zusammensetzung der Gasmischungen in
abgeschlossenen Räumen A, B, C usw. erlaubt. Mit 22, 23 und 23' sind synchrone Verteiler oder Weichen bezeichnet.
Mit 2h ist-ieiöe erste elektronische Schaltung zur Speicherung
bekannter Größen bezeichnet. Mit 25 ist eine erste
Gruppe von elektronischen Regelungsschaltungen bezeichnet.
Mit 26 ist eine zweite Gruppe von elektronischen Schaltungen für eine "unscharfe11 Regelung bezeichnet. VI ist eines
von Absperrorganen oder Schiebern für die Einspeisung von Gas. VP ist eines von Absperrorganen oder Schiebern zum
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Ausströmen von Gas aus dem abgeschlossenen Raum A. Diese
Absperrorgane oder Schieber werden durch die Schaltung 25 gesteuert. Mit 27 ist eine Taste bezeichnet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet wie folgts
Der Verteiler 23 verbindet nacheinander das Massenspektrometer
2 1 mit den abgeschlossenen Räumen A, B9 C usw. Das Massenspektrometer analysiert nacheinander die Partialdrücke
P der in jedem abgeschlossenen Raum enthaltenen Gase (beispielsweise h Partialdrücke und 20 abgeschlossene Räume).
Das Spektrometer liefert zwei Signale: einerseits eine Spannung
in der Form einer Stufe, die durch den Verteiler 22 zur elektronischen Schaltung 25 abgezweigt wird, und andererseits
die Partialdriicke des abgeschlossenen Raumes A, die
durch den Verteiler 23' zu derselben Schaltung 25 abgezweigt
werden. Die Schaltung 25 umfaßt ebensoviele Regelungsschaltungen,
wie Partialdrücke zu regeln sind (beispielsweise h). Die Weiche oder Taste 27 legt die Art der
Regelung fest, ob eine Regelung unterhalten wird (Verwendung der Schaltung 25) oder ob eine "unscharfe" oder keine
Regelung unterhalten wird (Verwendung der Schaltung 26) „ Die Schaltung 26 zur "unscharfen" Regelung umfaßt ihrerseits ebensoviele Schaltungen wie Partialdrücke in Jedem
abgeschlossenen Raum zu regeln sind. Während der Regelung bewirkt eine der Schaltungen 25» die einem bestimmten Gas
zugeordnet ist, den Vergleich zwischen dem Wert von P und: dem Sollwert C. Sie steuert das Einspeisungsabsperrorgan
VI des betrachteten Gases, wenn P-C <0 und das Ausströmabsperrorgan VP, wenn P-C
> 0, Während der "unscharfen" Regelung löscht die Schaltung 26 die vorausgegangenen Einspeisungs-
und Ausflußfunktionen. Die Schaltung 25 ver-
2 (Kitt 8 3 /0837
gleicht dann den Wert des Partialdruckes P mit dem Grenzwert
X$ von C, weniger dem festen minimalen Schwellenwert.
Wenn P diesen Wert erreicht, dann werden die Einspeisungs- oder Ausflußfunktionen wieder aufgenommen.
Nachdem die Analyse eines abgeschlossenen Raumes durch das Spektrometer durchgeführt wurde, analysiert dieses den
Inhalt eines anderen abgeschlossenen Raumes, der durch den Schalter 23 festgelegt wird. Die vom Spektrometer ausgesandten
Signale werden durch die Verteiler 22 und 23' zu den Schaltungsgruppen abgezweigt,,die dem neu analysierten
abgeschlossenen Raum zugeordnet sind. Nachdem alle abgeschlossenen
Räume analysiert wurden, wird das Spektrometer erneut mit dem abgeschlossenen Raum A durch den Verteiler
23 verbunden. Es mißt die neu erhaltenen Partialdrücke, so
daß dadurch der Regelungskreis geschlossen wirdo Die Schaltung
2h speichert die Einspeisungsfrequenzen und die Ausflußzeiten. Sie erlaubt es, jedem Zyklus eine genaue Messung
der Eingangs-Ausgangs-Bilanz des geregelten Systems zuzuordnen.
Die elektronische Schaltung 25 der Figo 2 erfüllt
zwei Funktionen. Die erste besteht darin, daß sie nacheinander jede der Schaltungen in Betrieb nimmt, die zur
unterhaltenen Regelung eines der Gase des betrachteten abgeschlossenen Raumes dient. Die zweite Funktion betrifft
die Regelung selbst.
In der Fig. 3 ist eine Schaltung dargestellt, die die zuerst genannte Funktion erfüllt.
In dieser Figur ist mit 31 ein Anschluß bezeichnet.
209883/08
Mit 32 und 33 sind Widerstände von 470 k jQ , mit 34 ist ein
Widerstand von 470 .Ω , mit 35 ein Widerstand von 150_Ω , mit
36 ein Operationsverstärker, mit 37 ein Widerstand von 47 M LJ. ,
mit 38 eine monostabile Schaltung mit einer Zeitdauer von
170 ms und mit 39 und 40 sind Anschlüsse bezeichnet.
Diese Schaltung arbeitet wie folgts
In den Anschluß 31 wird eine sägezahnförmige oder stufenförmige
Spannung vom Spektrometer eingespeist. Diese Spannung ist in jedem Augenblick proportional zum Molekulargewicht
des Gases, für das das Spektrometer in diesem Augenblick den Druck ermittelt. Die aus den Widerständen 33» 34
und 35 gebildete Brücke legt eine Spannung am positiven Eingang des Operationsverstärkers 36 fest, die charakteristisch
ist für das Molekulargewicht des Gases, dessen Druck geregelt werden soll. Wenn die sägezahnförmige Spannung noch
nicht die das Gas kennzeichnende Spannung erreicht hat, dann beträgt die Spannung am Ausgang des Operationsverstärkers
36+15 Volt. Wenn die Sägezahnspannung mit der charakteristischen
Spannung des betrachteten Gases zusammenfällt, dann kippt der Operationsverstärker 36 um, und am Ausgang
vom Operationsverstärker 36 liegen dann -15 Volt. Dieses
Umkippen schaltet die monostabile Schaltung 38 mit der Zeitdauer
170 ms ab, die einen Rechteckimpuls durch den Anschluß
40 zu nicht dargestellten Programmierschaltungen und durch den Anschluß 39 zu einem Relais sendet, dessen
Funktion näher anhand der Fig. k beschrieben wird.
In der Fig. 4 ist mit 41 ein Einstellpotentiometer bezeichnet,
mit 42 ein Operationsverstärker mit dem Verstärkungsfaktor
"1", mit k3 eine Spannungsspeichereinrichtung,
2 0 9 8 8 3 / Π 8 3 7
mit 44 ein Relais, mit 45 ein Operationsverstärker mit dem
Verstärkungsfaktor K-, der zwischen 1 und 20 liegt, mit 46 ein Strom-Spannungs-Umsetzer, mit 47 ein Strom-Frequenz-Umsetzer,
mit 48 eine monostabile Schaltung der Zeitdauer 300 ms, rait VI ein Einspeisungsabsperrorgan, mit 49 ein
Spannungs-Zeit-Umsetzer, mit 50 ein Zeit-Zeit-Umsetzer, mit VP ein Ausströmabsperrorgan.
Diese Schaltung arbeitet wie folgts Der Sollwert C wird
in den mittleren Anschluß des Potentiometers 41 eingespeist, dessen Impedanz durch den Operationsverstärker 42 angepaßt
wird. Dieser Sollwert wird in der Einrichtung 43 mit dem
maximalen Wert P des durch das Spektrometer und seine zugeordneten Schaltungen eingespeisten Signals verglichen (Verstärkung
des Signals und Erfassung des Maximums; nicht dargestellte Schaltungen liefern immer eine negative Spannung).
Wenn das vom Spektrometer kommende Signal mit dem Gas übereinstimmt, dessen Druck geregelt werden soll, dann wird
das der Schaltung 43 zugeordnete Relais 44 während 170 ms geschlossen, dank des durch die monostabile Schaltung 38
der Fig. 3 eingespeisten Signals (die Wirkungsweise der anhand der Fig. 3 beschriebenen Schaltung wurde oben erläutert).
Alle dem abgeschlossenen Raum A zugeordneten Regelungsschaltungen
(vier im Ausführungsbeispiel) empfangen die Analysensignale des Spektrometers, aber nur diejenige,
deren Relais geschlossen ist, regelt tatsächlich einen Partialdruck.
Die Schal bung 43 bildet eine Fehlerspannung P-C. Diese
Schaltung enthält ein Relais, das, wenn es geschlossen ist,
es erlaubt, die Spannung P-C zu speichern.
Für die Regelungsschaltung, die dank der Schaltfolge
in Betrieb gesetzt wurde, ergibt sich also am Ausgang der Einrichtung 43 die gespeicherte Spannung P-C.
Der Verstärkungsfaktor K? des Operationsverstärkers
regelt die Verstärkung des Einspeisungsabsperrorgans VI. Am Ausgang des Operationsverstärkers 45 liegt eine Spannung
V = K?(P-C). Der Umsetzer 46 transformiert diese Spannung
in einen Strom I = K1V0 Die Schaltung 47 setzt diesen
Strom in eine Impulsfolge um, deren Wiederholfrequenz proportional zum Strom I ist. Diese Impulse betreiben über die
monostabilen Schaltungen 48 die Öffnungen des Einspeisungsabsperrorgans VI mit der Frequenz f = KI = K K2K„(P-C).
Die Schaltungen 46 und 47 im oberen Rechteck werden weiter
unten näher anhand der Fig. 5 beschrieben. Sie können nur arbeiten, wenn P-C
< 0. Wenn P-C > O, dann transformiert
die Schaltung 49 die Spannung V = P-C in eine Zeitdauer T ,
die umgekehrt proportional ist zu V % X = KjVv. Eine logische
Schaltung 50 transformiert T in t = T - T , wobei T
die Analysendauer der gesamten Vorrichtung darstellt. Diese Zeit legt die Öffnungszeit des Ausströmabsperrorgans VP
fest. Die Schaltung 49 arbeitet nur, wenn P-C > 0. Dies
wird weiter unten näher anhand der Fig. 6 beschrieben.
Die der Einspeisung dienenden Schaltungen 46 und 47 werden nun näher anhand der Fig. 5 beschrieben.
In der Fig. 5 ist mit 51 ein Anschluß bezeichnet, mit
52 ein Widerstand von 15 kü, mit 53 und 531 zwei Widerstände
von 7»5 k CX , mit 54 und 54' zwei Widerstände von
5,6 kil , mit 55 ein Feldeffekttransistor, mit 56 eine Diode,
7 0 Π R f! 'M Π 8 3 7
mit 57 ein Operationsverstärker, mit 58 ein Kondensator
von 100 AiF,- mit 59 eine Schaltung, die im wesentlichen
einen Unijunctiontransistor umfaßt, und mit A ein Anschluß.
Diese Schaltung arbeitet wie folgts Während der unterhaltenen
Regelung liegen am Anschluß A. -15 V. Der Feldeffekttransistor
55 ist geöffnet. Der positive Eingang des Operationsverstärkers 57 liegt also an 7,5 kO + 7,5 kß =
15 kjQ . Die-Widerstände 52 und 53 + 53' sind also gleich,
ebenso die Widerstände 5h und 5^'· Unter diesen Bedingungen
transformiert der Operationsverstärker 57 die Spannung V =
Kp(P-C), die am Anschluß 51 auftritt, in einen konstanten
Strom I, der den Kondensator 58 auflädt. Die Spannung an
den Klemmen des Kondensators 58 wächst also linear mit der
Zeit und erreicht den Schwellenwert des Unijunktionstransistors»
Der Kondensator 58 entlädt sich dann, und hinter der Schaltung 59 erscheint ein Impuls. Der Vorgang wiederholt
sich und legt so eine Impulsfrequenz fest, die proportional zum Strom I ist, der seinerseits proportional zur
Spannung V ist. Die Vorrichtung arbeitet nur, wenn P-C
< 0, denn wenn P-C >■ 0, dann lädt sich der Kondensator 58 im
entgegengesetzten Sinn auf und erreicht niemals den positiven Schwellenwert des Unijunktionstransistors.
Wenn an den Anschluß A1 + 15 V gelegt werden, dann
gleicht der Feldeffekttransistor einem Kurzschluß, und der Widerstand 53' wird zu O. Die Widerstände 52 und 53 + 53'
werden dann ungleich, was die Schaltung aus dem abgeglichenen Zustand bringt. Dadurch wird die Strom-Spannungs-Umsetzung
unterbrochen. Damit wird die Gaseinspeisung abgeschaltet.
2098R3/0837
Die Ausströmschaltung 4°- der Fig. ^l wird nun anhand
der Fig. 6 näher beschrieben ι
In der Fig. 6 ist mit 61 ein Anschluß bezeichnet, mit
62 ein Kondensator von 250 /uF, mit 63 ein Feldeffekttransistor,
mit 6k ein Widerstand von 65O-Q , mit 65 ein Widerstand
von 27 kjQ , mit 66 und 67 Widerstände von k,7 k£3 ,
mit 68 ein Operationsverstärker, und mit A3 ein Anschluß.
Diese Schaltung arbeitet wie folgt? Während der unter«
haltenen Regelung liegen am Anschluß A2 -15 V. Der Feldeffekttransistor
63 ist geöffnet. Die Spannung (P^C) Z>
0, die in den Anschluß 61 eingespeist wird, lädt den Kondensator 62 auf. Die Ladung wächst exponentiell. Hinter dem Operationsverstärker
68 tritt ein positives Signal auf, solange die Spannung an den Klemmen des Kondensators 62 nicht einen
gewissen Schwellenwert erreicht hat. Die zum Umkippen des Operationsverstärkers 68 erforderliche Zeitdauer entspricht
also dem nach dem Operationsverstärker 68 erhaltenen Rechteckimpuls. Diese Zeit ist umgekehrt proportional zur Aufladespannung
P-C. Da die Ausströmzeit eine wachsende Funktion von P-C sein soll, vervollständigt man diese Schaltung
durch eine logische Schaltung, die T in T - L . transformiert, wenn T die Periode der Analyse der vollständigen
Vorrichtung ist, wie dies anhand der Fig. k erklärt wurde (für 20 umschlossene Räume und ^l zu regelnde Drücke in einem
abgeschlossenen Raum ist P = 36Ο s). Das Ausströmabsperrorgan
wird nur dann betätigt, wenn die Zeitdauer der monosiabilon Schaltimg ahgelaxifen ist.
Wenn P-C < 0, dann lädt sich der Kondensator im entgegengesetzten
Sinn auf, und die Spannung erreicht niemals
?09Rfn/n β 3 7
den Schwellenwert, der bewirkt, daß die monostabile Schaltung
umkippt. Diese Schaltung arbeitet also nur, wenn P-C >■ O1
Wenn am Anschluß A? + 15 V liegen, dann entspricht der Feldeffekttransistor
63 einem Kurzschluß, der den Kondensator aufhebt, und der zur gleichen Zeit eine Spannungs-Zeit-Umsetzung
bewirkt. Dadurch wird diese Funktion beseitigt.
Die "unscharfe" oder nicht unterhaltene Regelung, deren Schaltungsweise anhand der Schaltung 26 der Fig. 2 schematisch
erläutert wurde, wird nun im einzelnen anhand der Fig. 7 näher erläutert;
In dieser Figur ist mit 71 ein Anschluß bezeichnet, mit
72 und 73 Widerstände von 100 k jQ , mit lh ein Operationsverstärker,
mit 75 ein Feldeffekttransistor, mit 76 ein Einstellpotentiometer,
mit 77 ein Widerstand von einem Mß , mit 78 ein Widerstand von 2,2 ki2 , mit 79 eine Diode, mit
80 eine Umsetzer taste, und mit A und A? verschiedene Anschlüsse.
Diese Schaltung arbeitet wie folgts Während der Umtregelung
verbindet die Taste 80 die An A0 mit dem Ausgang des Operationsverstärkers
schaltregelung verbindet die Taste 80 die Anschlüsse A. und
Am Anschluß 7' liegt dio Spannung P-C5 Diese Spannung
wird durch eine nicht dargestellte Schaltung immer negativ ,gehalten» Der Schwellenwert X$ von C wird durch das Potentiometer
76 eingestellt. Der in bezug zum Widerstand 78 große
Widerstandswert des Widerstandes 77 legt am negativen Eingang
des Operationsverstärkers 7h eine sehr geringe Spannung
6 in der Größenordnung von 30 mV fest, Am positiven Eingang
des Operationsverstärkers 7h liegt die Spannung X# - (P-C),
20 9 883/0 837
wenn der Feldeffekttransistor 75 kurzgeschlossen ist und
P-C, wenn der Feldeffekttransistor 75 geöffnet ist.
Nachstehend wird die mögliche Zustandsfolge beschrieben
s Es wird zunächst angenommen, daß P-C = O gilt. Man findet dann eine Spannung von X$ am positiven Eingang des Operationsverstärkers
lh und von £, am negativen Eingang des Operationsverstärkers 7^· Am Ausgang des Operationsverstärkers
lh liegt dann eine positive Spannung von 15 V, und £ hat
einen positiven ¥ert. Der Feldeffekttransistor 75 ist also
kurzgeschlossen. Die Spannung + 15 V wird durch die Taste an die Anschlüsse A und A_ übertragen. Diese Anschlüsse
entsprechen den Anschlüssen der Fig. 5 und 6, die die Einspeisung
und das Ausströmen bewirken. Die Spannung + 15V
wird also an das Tor des Feldeffekttransistors 55 der Fig.
und an das Tor des Feldeffekttransistors 63 der Fig. 6 gelegt.
Diese Feldeffekttransistoren verhalten sich also wie
Kurzschlüsse, und wie oben näher erläutert, wird die Einspeisurigs-
und Aus s trönif unk tion dadurch unterdrückt.
Der Partlaldruck entwickelt sich also abhängig von dem
in dem abgeschlossenen Raum enthaltenen Organismus, und P-C erhöht seinen absoluten Wert. Solange |P-C| kleiner ist als
X$, liegen die gleichen Verhältnisse vor, wie oben beschrieben
wurde.
Wenn X$ - j P-CJ kleiner wird als £ , kippt der Operationsverstärker
um und liefert -15 V ein seinem Ausgang.
Diese Spannung wird ein das Tor des Feldeffekttransistors
75 gelegt, der sich öffnet. An dor positiven Klemme des
Opera t ions vera tärkers "lh liegt dann die positive Spannung
P-C und an der negativen Klemme die Spannung 6 1 die nun
2 ο η 8 η :ι 1 ο R 3 7
kleiner ist als O. Darüber hinaus wird die Spannung -15 V
in die Anschlüsse A1 und A eingespeist, wodurch die beiden
Feldeffekttransistoren 55 und 63 der Einspeisungs- und
Ausströmschaltungen geöffnet werden. Die eine oder die andere dieser beiden Funktionen liegt abhängig vom Vorzeichen
von P-C vor. Es wird nun angenommen, daß P-C < O. Die Gasinjektion
läßt P anwachsen, bis P-C gleich wird mit t(t <O).
In diesem Fall kippt der ,Operationsverstärker um, und die Spannung hinter dem Operationsverstärker 7k beträgt -15 V.
Die drei Feldeffekttransistoren sind kurzgeschlossen, und die Einspeisungs- und Ausströmfunktionen sind erneut blökkiert.
Der Schwellenwert X$ tritt wieder an der positiven Klemme auf, und 6 wird wieder positiv. Der Vorgang wiederholt
sich, wie dies weiter oben beschrieben wurde.
Der feste minimale Schwellenwert & ist dazu bestimmt,
zu vermeiden, daß die Vorrichtung nicht auf äußere Störungen anspricht.
¥enn zur unterhaltenen Regelung zurückgekehrt werden soll, dann läßt man die Taste 80 auf die Spannung -15 V umschalten.
Der Feldeffekttransistor 55 der Fig. 5 und der
Feldeffekttransistor 63 der Fig. 6 sind geöffnet, und die Einspeisungs- und Ausströmfunktionen laufen entsprechend
der unterhaltenen Regelung ab.
Die bei der unterhaltenen Regelung erhaltene Genauigkeit
hängt von der Anzahl der abgeschlossenen Räume ab, deren Drücke geregelt werden. Für beispielsweise zwanzig
umschlossene Räume und vier Pariial drücke, die für einen
abgeschlossenen Raum geregelt werden, bewegt sich der Durck
P in -bezug auf den Sollweri C in den Grenzen von λ 5 $.
2 0 9 B 8 3/0837
Während der "unscharfen" oder nicht unterhaltenen Regelung, während der sich der Druck P beträchtlich vom Sollwert C entfernen kann, werden Mangel angezeigt, und, was
nicht beschrieben ist, unterdrückt.
Die elektronische Schaltung 2k (Fig» 2) kann mit einer
Einrichtung mit einem Band verknüpft sein, die es erlaubt, die Entwicklung der Partialdrücke oder der anderen Parameter
wie beispielsweise der Temperatur zu verfolgen. Darüber hinaus kann jeder abgeschlossene Raum eine Einrichtung umfassen,
die Mangel von allen Teilen anzeigt, deren Ausfall einem Versuch schaden könnte.
209RR3/0 837
Claims (2)
- - 17 - . 2233D13Patentansprüchei.] Verfahren zur Regelung durch Abtastung der Partialdrücke eines Gasgemisches in mindestens einem abgeschlossenen Raum, der mindestens einen Bestandteil enthält, der die Partialdrücke verändern kann, wobei die Regelung unabhängig auf die einzelnen Partialdrücke wirkt, dadurch g e kennzeichne t , daß jeder Partialdruck während zweier Regelungsarten, nämlich einer "unterhaltenen" Regelung und einer "unscharfen" Regelung geregelt wird, daß während der- "unterhaltenen" Regelung der Druck in der Nähe eines Sollwertes gehalten wird, und daß während der "unscharfen" Regelung sich der Druck frei,' abhängig von den durch den in dem abgeschlossenen Raum enthaltenen Bestandteil eingeführten Veränderungen entwickelt, bis dieser eine vorbestlimnte Grenze erreicht, ab welcher der Druck auf den Sollwert zurückgeführt wird.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Massenspektrometer (21) zur Analyse der Zusammensetzung, der Gasgemische, eine erste elektronische Schaltung (2^) zur Speicherung von gegebenen Werten, eine zweite, dem Massenspektrometer (21) zugeordnete, elektronische Schaltung (-5) zur "imterhaLtenen" Regelung von jedem der Partialdrücke, Einspeisungs- und Ausström-Absperrorgane (VI, VP) für das Gas, die durch die zweite Schaltung (25) gesteuert werden, und durch eine dritte elektronische SchaLtung (26) für die "unscharfe" Regelung, die die Eingangs- und AusströmrAbsperrorgane (VI, VP) für das Gas steuert, wobei das Massenspektrometer (21)2 0 S B Π 3 / Π B :? 7die Partialdrücke unter der Wirkung der zweiten und der dritten elektronischen Schaltung (25» 26) in einem geschlossenen Kreis steuert.1, Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede der zweiten elektronischen Schaltungen (25) zur "unterhaltenen" Regelung enthält ein Einstellpotentiometer (-M ) für den SolLwert, ein Operationsverstärker (^2) fur die Anpassung der Impedanz, eine Vergleichsschaltung (^3) zwischen dem durch das Spektrometer (21) angezeigten Druck und dem Solldruck, eine Speicherschaltung, deren Ausganges ignal abhängig vom Vorzeichen der gespeicherten Größe steuert einerseits eine Gaseinspeisungsschaltung mit einem Opera t lon.svers tärker· mi. t einem veränderbaren Verstärkungsfaktor, einen S troin-Sparmun;r;s-Umse tzer (h6) , einen Strom-Freqiuüiz-Unise tzer (^7) und eine monostabile und auf das FO Lnspe Lsuiigs-Absperrorgan (Vl) wirkende Schaltung (48) und andererseits eine Ausströmschaltung mit einem Spannungs-Zei t-liirise tzer (h()) , der das Ausström-Absperrorgan (VP) betätigt.·'(·. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede der dritten elektronischen Schaltungen (26) zur "utifachai fon" RegeLimg umfaßt einen Operationsverstärker (?'O mit zwei Eingängen und einem Ausgang, eine mit dem negativem Eingang und dem Ausgang des Operationsverstärkers (7-t) verbundene Widers tandsbrilcke, einen mit dem positiven Eingang und einem SchweILenwerteinstelipotentionieter (76) verbundenen Feldeffekttransistor (75), dessen Tor mit dem Ausgang des Operationsverstärkers (7^0 verbunden "u L, und Anschlüsse (A , Ari), die den Ausgang des Ver-2 0 OR Ml/08 3 7stärkers über die zweiten elektronischen Schaltungen mit den Einspeisungs- und Ausström-Absperrorganen verbinden, wobei dabei der positive Eingang ein Signal empfängt, das der Differenz des Sollwertes und des durch das Massenspektrometer (21) angezeigten Druckes entspricht.5· Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3» dadurch gekennzeichnet, daß die erste elektronische Schaltung (2k) mit jeder der zweiten elektronischen Schaltungen (25) zur Regelung verbunden ist und. daß die erste elektronische Schaltung (2k) umfaßt eine Zählschaltung, die die Signale an den Einspeisungs- und Ausström-Schaltungen empfängt und speichert, und eine Schaltung, die einen Locher steuert, in dem die gespeicherten Signale gelocht sind.209883/0837
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