DE223287C - - Google Patents
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- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 223287 KLASSE 71 c. GRUPPE
Maschine zum Auftragen von Klebstoffen auf Leder.
Maschinen zum Auftragen von Klebstoffen auf Leder, bei welchen das Werkstück von
zwei das letztere zwischen sich fassenden Rädern vorgeschoben und von einem der Vorschubräder
gleichzeitig mit Klebstoff versehen wird, sind bereits bekannt. Das Neue der Erfindung
besteht darin, daß die Maschine mit einer Schlitzvorrichtung derart ausgerüstet ist,
daß die letztere, sobald sie von dem Arbeiter
ίο eingerückt worden ist, auf dieselbe Stelle des
Werkstückes einwirkt wie die Vorschubräder. Durch die vom Arbeiter einzurückende Schlitzvorrichtung
kann der Rand gleichzeitig mit dem Zementieren an den gekrümmten oder auch an jeder anderen Stelle nach Bedarf geschlitzt
werden. Obwohl die Maschine besonders zum Zementieren bzw. zum Zementieren und Schlitzen von Oberlederstücken geeignet
ist/kann dieselbe auch bei anderen ähnlichen Gegenständen Verwendung finden.
Auf den Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
Fig. ι stellt eine Ausführungsform der Erfindung
in Seitenansicht dar.
Fig. 2 ist eine schaubildliche Darstellung dieser Ausführungsform des Zementier- und
Schlitzrades in vergrößertem Maßstabe.
Fig. 3 zeigt diese Ausführungsform der Erfindung in Vorderansicht.
Fig. 4 ist eine Draufsicht eines auf der Maschine bearbeiteten Oberlederstückes.
Fig. S ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 1. '
Fig. 6 ist ein senkrechter Querschnitt des Vorschubrades.
Fig. 7 zeigt das Vorschubrad in Hinteransicht.
Fig. 8 ist eine Vorderansicht der Kurvenscheibe zur Bewegung des Schlitzmessers.
Fig. 9 zeigt die gegenseitige Lage dieser Kurvenscheibe und der Schlitzmesser.
Fig. 10 zeigt die zweite Ausführungsform der Erfindung in Seitenansicht.
11 ist eine Vorderansicht derselben. ·
12 ist ein wägerechter Längsschnitt die Grundplatte dieser Ausführungs-
Fig.
Fig. durch form.
Fig. 13 ist eine schaubildliche Darstellung des Zementierrades dieser Ausführungsform.
Fig. 14 und 15 stellen Einzelheiten dieser
Ausführungsform dar.
Bezugnehmend auf Fig. ι bis 9 der Zeichnungen ist die Grundplatte 1 der Maschine mit
zwei Ständern 2 versehen, an welchen ein nach vorn ragender Arm 3 befestigt ist. In Lagern
an beiden Enden dieses Armes ist eine,mittels Riemenscheibe 7 angetriebene Welle 6 gelagert,
an deren vorderem Ende das Zementier- und Schlitzrad 8 durch eine Schraubenmutter 9 festgeklemmt
ist. Oberhalb dieses Rades befindet sich der Zementbehälter 10, aus welchem der
Zement durch eine Öffnung 11 auf den Rand ' des Rades 8 hinabfließt. Das Vorschubrad 12
ist unmittelbar unterhalb des Rades 8 auf dem vorderen Ende einer Welle 13 durch eine
Schraubenmutter 14 festgeklemmt. Diese Welle 13 wird durch ein Zahnrad 25, das auf dem anderen
Ende der Welle 13 angebracht ist und mit einem auf der Welle 6 befestigten Zahnrad
24 im Eingriff steht, zwangläufig in Drehung
*t "}■ Λ
versetzt, so daß das zwischen den Rädern 8 und 12, wie in Fig. ι veranschaulicht, eingefügte
Werkstück 15 zwangläufig' vorgeschoben
wird. Das Werkstück wird hierbei durch eine bei 17 am Wellenlager. 4 verstellbar angeordnete
Randführung 16 geführt. Bei manchen Arbeitern und bei gewissen Arten von Arbeit
empfiehlt es sich, diese Randführung wegzulassen. Das hintere Lager der Welle 13 ist bei
23 in der die Achsen der Wellen 6 und 13 aufnehmenden
senkrechten Ebene schwenkbar angeordnet, und das andere Lager 18 derselben
ist bei 19 an dem gabelförmigen oberen Ende einer Stange 20 angelenkt, die in einer Füh-
.15 rung 22 senkrecht verstellbar und von einer Feder 21 nachgiebig unterstützt ist, so daß das
Rad 12 für Werkstücke verschiedener Stärke gegen das Rad 8.verstellt werden kann.
Das Rad 8 (Fig. 2 und 5) ist von besonderer Bauart, indem in seinem Umfang zwei Reihen
von äußerst schmalen, den Zement aufnehmenden Taschen vorgesehen sind, die durch Wände
ringsum voneinander abgegrenzt sind, um das Fließen und Sich-in-Fäden-ziehen des Zementes
zu verhindern, und die denselben in einer schmalen, scharfbegrenzten Linie auf das
Werkstück zu bringen. Dies wird bei dieser Ausführungsform der Erfindung so bewirkt,
daß in dem Umfang des Rades 8 zwei schmale Nuten 26,27 vorgesehen sind, so daß drei
Rippen 28, 29 und 30 entstehen. Die Nut 26 wird dann in gewünschten Abständen von
flachen Quernuten durchkreuzt, in welche dünne. Stahlplatten eingesetzt werden, welche
also Querrippen 31 bilden, die aber bei der mittleren Längsrippe 29 endigen. Hierdurch
wird die Nut 26 in eine Reihe von nach allen Seiten abgegrenzten Taschen geteilt. Der
hintere Teil des Rades 8 ist mit einer Reihe von radialen Schlitzen 32 versehen, -die vorzugsweise
mit den Wänden 31 in derselben Ebene liegen, und in welchen die Schlitzmesser
33, wie in Fig. 2, 5 und 9 veranschaulicht, angeordnet sind, indem jedes Messer mit einem
Ansatz 34 versehen ist, der in eine Kurvennut 35 einer auf der Welle 6 lose sitzenden Kurvenscheibe
36 eingreift (Fig. 9). Die Kurvennut 35 ist zum größten Teil konzentrisch zur Welle 6, und die Ansätze 34 sind in solcher
■50 Lage auf den Schlitzmessern vorgesehen, daß die Messer, deren Ansätze in diesem konzentrischen
Teil der Nut 35 stehen, in der Normalbzw. Ruhelage in den Schlitzen 32 zurückgezogen
sind, derart, daß ihre Schneiden mit den Rippen 29, 30 genau abschneiden, wodurch die
flache Nut 27 ebenfalls in eine Reihe von Taschen geteilt wird, ähnlich denjenigen auf
der vorderen Hälfte der Randfläche des Rades 8 (Fig. 2 und 9). Die Kurvennut 35 wird
aber bei 45 plötzlich exzentrisch, so daß die Messer, deren Ansätze sich in diesem Teil der
Nut befinden, vom Rand des Rades 8 hervorstehen. Auf der Kurvenscheibe 36 ist vorn bei
39 das eine Ende eines Lenkers 38 verzapft, dessen anderes Ende mit einer auf einer Welle
40 vorgesehenen Kurbel 37 verzapft ist. Auf dem anderen Ende der Welle 40 ist ein Hebel
41 vorgesehen, der mittels einer Stange 43 mit einem Trethebel (nicht gezeichnet) gelenkig
verbunden ist. Durch eine Feder 44 wird die Stange 43 in der Normalstellung emporgehalten,
wobei der exzentrische Teil 45 der Kurvennut 35 sich in der auf Fig. 3 veranschaulichten
seitlichen Lage befindet, so daß die beim Drehen des Rades 8 an diesem exzentrischen
Teil der Kurvennut vorbeigeführten Messer seitlich aus dem Rad 8 hervorgeschnellt und
wieder zurückgezogen werden, ohne auf das Werkstück einzuwirken, welches also nur
zementiert wird. Drückt nun der Arbeiter mit dem Fuß auf den Trethebel, so wird dadurch
die Kurvenscheibe 36 gedreht, bis der exzentrische Teil 45 der Kurvennut nach unten, unmittelbar
über der Berührungsstelle des Rades 8 mit dem Werkstück steht, und das Werkstück
wird während des Zementierens ■ geschlitzt. Um dies zu gestatten, ist das Vorschubrad
12 ringsum mit einer Reihe von radialen Schlitzen 46 (Fig. 6 und 7) versehen,
die in Zahl und Lage mit den Schlitzmessern übereinstimmen. Der Boden dieser Schlitze
ist konkav, so daß der Zement sich von selbst wieder aus ihnen entfernt (Fig. 6). Um zu
verhindern, daß das Rad 8 in seinen Taschen zu viel Zement mit sich nimmt, sind seitlich
vom Radrand Schabkissen 47 durch Klemmvorrichtungen 48 an der Behälteröffnung befestigt,
während vorn und hinten an dieser Öffnung weitere Schabkissen 49 mittels Klemmvorrichtungen
50 angeordnet sind, welche die Randfläche des Rades 8 durchkreuzen. Diese
Schabkissen können nach Bedarf nachgestellt werden. Die vier Schabkissen haben an den
vier Ecken dichten Anschluß aneinander, so daß aus der Öffnung 11 (Fig. 1 und 3) nur
der in den Taschen des Rades 8 enthaltene Zement vom Rad mitgenommen wird.
Beim Gebrauch nimmt der Arbeiter das Oberlederstück 15 (Fig. 4) und legt das Randende
52 zwischen die Räder 8 und 12 und an die Randführung 16 an. Das Werkstück wird
nun durch die Drehung der Räder 8 und 12 vorgeschoben, und infolgedessen wird das
Oberlederstück am Rand entlang mit einem Streifen Zement 53 bestrichen (Fig. 4). Ist
die Biegung 54 erreicht, so drückt der Arbeiter mittels des Trethebels die Stange 43 nieder, so
daß durch die Messer der Rand geschlitzt wird. ' Dies dauert so lange fort, bis' der Arbeiter
die Stange 43 wieder emporgehen läßt, was der Arbeiter gewöhnlich tut, wenn das
Ende des gebogenen Randteiles erreicht ist.
Die Ein- und Ausrückung der Messer geschieht, ohne den fortlaufenden Vorschub und
das fortlaufende Zementieren im geringsten zu stören. In dieser Ausführungsform der Erfindung
ist es besser, wenn die Schlitzmesser, wie gezeigt, in dem Zementierrad angeordnet
sind und in die Nuten des Vorschubrades einschneiden, und nicht umgekehrt, da auf diese
Weise die Messer zur Bildung der Taschen
ίο beitragen, und der ganze Apparat sich von
selbst rein hält. Die fortlaufende Bewegung der Messer verhindert, daß sie durch den klebrigen
Zement stecken bleiben oder unwirksam werden. Diese Ausführungsform der Erfindung
ist besonders für den Gebrauch des dünnflüssigen, klebrigen und flüchtigen, aus in
Naphtha gelöstem Gummi o. dgl. bestehendem Zement geeignet, könnte aber leicht zum Gebrauch
von anderen Zementarten umgeändert werden.
In der auf Fig. 10 bis 15 veranschaulichten
Ausführungsform der Erfindung ist das Ze-. mentierrad 8 auf der Welle 6 und das Vorschubrad
auf der Welle 13 angeordnet. Die Welle 6 ist mit dem Zahnrad 24 versehen, welches
in das Zahnrad 25 der Welle 13 eingreift, " wobei das hintere Lager der letzteren bei 23
drehbar im Maschinengestell gelagert ist. Das vordere Lager der Welle 13 ist bei 19 drehbar
im gabelförmigen Oberende der Stange 20 gelagert, welch letztere in der Führung 22 senkrecht
verschiebbar ist und durch die Feder 21 emporgehalten wird. An dem unteren Ende der Stange 20 ist ein Ansatz 57 angebracht,
Avelcher mit einem mittels Handhebels 59 (Fig. 12) drehbaren Exzenter 58 in Berührung
steht, so daß das Vorschubrad 12 in senkrechter Richtung beliebig verstellt werden
kann, wobei die Feder 21 die Einstellung des Rades 12 auf Material von verschiedener
Stärke erlaubt.
In der ersten Ausführungsform der Erfindung ging das Zementieren und Schlitzen ohne
Anhalten der Maschine vor sich, indem daä Zementieren, Schlitzen und der Vorschub fortlaufend
und gleichzeitig bewirkt wurden. In manchen Fällen wird aber ein besseres Resultat
erhalten, wenn der Vorschub während des Schützens angehalten wird, und wenn dieses
Anhalten nur sehr kurz ist und der Vorschub und das Anhalten so schnell aufeinander folgen,
daß es fast unbemerkbar ist, erhält man nicht nur genauere Arbeit mit weniger Abnutzung
der Maschine, sondern die Maschine arbeitet auch schneller, und die allgemeine Leistungsfähigkeit
der Maschine wird erhöht. Eine solche schnelle, aber gleichzeitig absolut
zwangläufige, stufenweise Be\vegung wird in dieser Ausführungsform der Erfindung
(Fig. 10 bis 15) durch eine auf einer Welle 61
. festsitzende Muffe 62 erzielt, mit zwei Gewinden 64 und 65, von welchen das erstere . in
einer zur Längsachse der Welle 61 geneigten und das letztere in einer zu dieser Achse senkrechten
Ebene liegt (Fig. 14). Diese beiden Gewinde stehen mit einem auf der Welle 13
festsitzenden Zahnrad 63 in Eingriff, und ihr geringster Abstand entspricht am besten der
Breite eines Zahnes des Rades 63, während ihr größter Abstand der Breite zweier solcher
Zähne gleicht.
Die Gleichförmigkeit und die Geschwindigkeit des Vorschubes hängen von der Neigung
des Gewindes 64 ab. Durch das Gewinde 65 wird die Maschine während des Schützens
zwangläufig verriegelt, damit während der Ausführung dieser empfindlichen, und wichtigen
Tätigkeit keine Schwankungen oder Unbestimmtheiten möglich sind, während durch das Gewinde 64 der Vorschub bewirkt wird.
In dieser Ausführungsform der Erfindung ist die Einrichtung so getroffen, daß der Vorschub
und das Anhalten gleiche Dauer haben, und folglich erstreckt sich das Gewinde 64 nur
halb um die Muffe 62 auf der einen Seite derselben, während das Gewinde 65 sich halb um
die Muffe auf der entgegengesetzten Seite derselben erstreckt (Fig. 15). Auf der Welle
61 ist auch eine Hubscheibe 66, deren Umfang auf Fig. 10 punktiert dargestellt ist. Auf einer
Schwingwelle 70 (Fig. 12) ist einerseits eine Kurbel 71 und andererseits bei 69 ein gebogener Hebel 68 befestigt, welch letzterer mit
einer Rolle 67 versehen ist, die auf dem Umfang der Hubscheibe 66 ruht. Die Kurbel 71
ist an dem unteren Ende einer in einer Führung 73 senkrecht verschiebbaren und oben ein
Schlitzmesser 74 tragenden Stange 72 angelenkt. Eine Feder 75, die einerseits am Maschinengestell
und andererseits an einem in der Welle 70 festsitzenden Stift 76 befestigt ist, ist bestrebt, die Rolle 67 mit dem Umfang der
Hubscheibe 66 in Berührung zu halten (Fig. 10 und 12).. Die Rolle wird aber in der Normalstellung
der Teile durch einen Arm JJ, welcher mit einem auf der Welle 70 festsitzenden Arm
78 in Eingriff steht (Fig. 11), außer Eingriff mit der Hubscheibe gehalten. Der Arm _JJ ist
auf einer Welle befestigt, an deren äußerem' Ende (Fig. 12) ein Hebel 80 festsitzt, welcher no
in der Normalstellung durch eine Feder 79 derart gehalten wird, daß der Arm JJ mit dem
Arm 78 in Eingriff steht. Auf der Welle des Armes 77 ist ein Hebel 81 befestigt, der mittels
einer Stange 82 mit einem Trethebel (nicht gezeichnet) verbunden ist. Durch Abwärtsdrücken
des Trethebels wird der Arm Jj außer Eingriff mit dem Arm 78 gebracht, die
Feder 75 bringt die Rolle 67 mit der Hubscheibe 66 in Berührung, und das Schlitzmesser
wird bewegt. Die Hubscheibe 66 ist so geformt und mit Beziehung auf die Gewinde
■ J
64 und 65 angeordnet, daß ihre ganze Tätigkeit nur. während des Zeitraumes stattfindet,
während dessen das Gewinde 65 mit dem Zahnrad 63 in Eingriff ist, also während die Maschine
sonst in Ruhe ist. Der Umfang der Hubscheibe ist überall konzentrisch mit ihrer Welle 61, mit Ausnahme von einer einzigen
Stelle 83 (Fig. 10). Auf diese Weise erhält man eine rasche Schneidbewegung des Messers,
wodurch die besten Resultate erzielt werden. In der inneren Fläche des Vorschubrades 12 ist
eine Ringnut 84 vorgesehen, welche das Messer umfaßt (Fig. 10), und der äußere
Rand dieser Ringnut ist in geeigneten Abständen mit Schlitzen 85 versehen, durch
welche das Messer in das Arbeitsstück einschneidet. Auf diese Weise kann das Messer
das Werkstück unmittelbar an dessen Rand oder am Rand des Zementstreifens schlitzen.
Das Zementierrad 8 ist am Umfang mit drei Rippen 86, 87, 88 versehen, welche Querrippen
89 schneiden, so daß zwei Reihen von Taschen 90,91 entstehen, von welchen die letzteren
senkrecht in einer Ebene mit dem die Ringnut 84 deckenden Teil des Vorschubradrandes liegen
und mit Einschnitten 92 versehen sind, in - welche die Schneide des Schlitzmessers beim
Schlitzen eingreift. Die Einschnitte sind tief genug, um ein sicheres Durchschneiden des
Werkstückrandes zu ermöglichen, wobei die Ecken 93 der Rippen 88 abgerundet sind, um
das Eindringen des Messers in die Einschnitte zu erleichtern. Die Querrippen 89 gehen von
der Rippe 86 bis zur Rippe 88 und bilden so die beiden Reihen von Taschen. Auf Fig. 13
ist diese Bauart verzerrt dargestellt. In Wirklichkeit sind die Einschnitte 92 nur groß
genug, um das Eintreten der Messerschneide in dieselben zu ermöglichen, und die Breite des
Radumfanges ist in der Praxis gewöhnlich weniger als 8 mm zum Zementieren von Oberlederteilen.
In dieser Ausführungsform werden ebenfalls Schabkissen 47, 48 gebraucht.
Der Antrieb der Welle 61 geschieht mittels einer Reibungskupplung 94, 96, von welcher das eine Glied aus einer auf. der Welle verschiebbaren, losen Scheibe gebildet wird, die durch einen Riemen 95 in Drehung versetzt wird. Eine Feder 97 hält die beiden Glieder der Kupplung in der Normalstellung auseinander. Die Verschiebung der Scheibe zum Einrücken der Kupplung geschieht mittels eines auf einer Welle 99 angeordneten Hebels 98, wobei das äußere Ende der Welle mittels eines Armes 100. und einer Kette 101 mit einem Trethebel (nicht gezeichnet) verbunden ist (Fig. 10).
Der Antrieb der Welle 61 geschieht mittels einer Reibungskupplung 94, 96, von welcher das eine Glied aus einer auf. der Welle verschiebbaren, losen Scheibe gebildet wird, die durch einen Riemen 95 in Drehung versetzt wird. Eine Feder 97 hält die beiden Glieder der Kupplung in der Normalstellung auseinander. Die Verschiebung der Scheibe zum Einrücken der Kupplung geschieht mittels eines auf einer Welle 99 angeordneten Hebels 98, wobei das äußere Ende der Welle mittels eines Armes 100. und einer Kette 101 mit einem Trethebel (nicht gezeichnet) verbunden ist (Fig. 10).
Diese Ausführungsform wirkt folgendermaßen : Der Arbeiter setzt die Maschine in
Gang durch Einrückung der Kupplung. Er bringt dann den Werkstückrand zwischen das
Vorschubrad 12 und das Zementierrad 8, wobei dasselbe am Rand durch die Rippe 88 geführt
wird, so daß das Werkstück am Rand mit einem schmalen Zementstreifen bestrichen wird. Der Vorschub geschieht so rasch, daß er
einem zufälligen Zuschauer als kontinuierlich erscheint, indem die stufenweise Bewegung
durch das abwechselnde Eingreifen der beiden Gewinde 64 und 65 mit dem Zahnrad 63 so geschickt
und schnell geschieht, daß das Werkstück sich sehr schnell bewegt, wobei jedoch während der Pausen das Werkstück absolut
und zwangläufig· angehalten wird, indem das Gewinde 64 die Teile derart sperrt, daß jede
durch Trägheit oder irgendwelche andere Ursache hervorgerufene Bewegung der Teile,
durch welche dieselben aus der genau richtigen Stellung gebracht werden könnten, ausgeschlossen
ist. Wenn der gekrümmte Teil des Werkstückrandes erreicht ist, drückt der Arbeiter den Trethebel, durch welchen das
Messer in Tätigkeit gesetzt wird, nieder, worL auf das Messer rasch auf und ab bewegt wird
und bei jeder Aufwärtsbewegung in der schon beschriebenen Weise einen Schlitz in den
Werkstückrand macht, und während des Augenblickes, in dem jeder Schnitt gemacht wird, werden das Vorschubrad und das Zementierrad
durch den Eingriff des Gewindes 64 mit dem Zahnrad 63 stillgehalten. Sobald der krumme Teil des Werkstückrandes vorbei ist,
läßt der Arbeiter den Trethebel emporgehen, und das Schlitzmesser wird, wie oben beschrieben,
außer Tätigkeit gebracht, wobei das 9^ Zementieren und der Vorschub weitergehen.
Das Schlitzmesser kann so oft und so lange, wie es der Arbeiter wünscht, in Tätigkeit gesetzt
werden.
Claims (8)
1. Maschine zum Auftragen von Klebstoffen auf Leder, bei welcher das Werkstück
von zwei das letztere zwischen sich !°5
fassenden Rädern vorgeschoben und von einem der Vorschubräder gleichzeitig mit Klebstoff versehen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Maschine mit einer Schlitzvorrichtung (33, Fig. 9 bzw. 74, no
Fig. 10) derart ausgerüstet ist, daß die letztere, sobald sie von dem Arbeiter eingerückt
(43, 40, 38, 36, Fig. i, 3 und 8 bzw. 82, yy, 78, Fig. 11 und 12) worden ist, auf
dieselbe Stelle des Werkstückes einwirkt 1X5
(6,8,34,45, Fig. i, 8 und 9 bzw. 61,66,
67, 72, 85, Fig. 10 und 12) wie die Vorschubräder (8, 12).
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzmesser (33,
Fig. ι bis 9) bzw. das Schlitzmesser (74, Fig. 10 bis 15) sich selbsttätig (6,8,34,
M. Os ti
45, Fig. ι, 8 und 9 bzw. 61, 66, 67, 72,
Fig. 10 und 12) in radialen Nuten (32, Fig. 9) bzw. in einer der radialen Nuten
(85, Fig. 10) des einen (8, Fig. 1 und 9 bzw. 12, Fig. 10) Vorschubrades hin und
her bewegen bzw. bewegt, um das Werkstück zu schlitzen, und daß das andere (12,
Fig. i, 6 und 7 bzw. 8, Fig. 10 und 13)
Vorscnubrad mit Schlitzen (46, Fig. 6 und 7 bzw. 92, Fig. 13) zur Aufnahme der
Schneiden der Schlitzmesser (33, Fig. 2, 5 und 9) bzw. der Schneide des Schlitzmessers
(74, Fig. 10) versehen ist.
.
.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch
x5 gekennzeichnet, daß die Schlitzvorrichtung
(33) an der Vorschubbewegung teilnimmt (6,8), so daß sie, sobald sie eingerückt
(43, 40, 38, 36) worden ist, jegliches Gleiten des Werkstückes zwischen den Vorschubrädern
(8, 12) verhindert (Fig. 1, 3 und 8).
4. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneiden der
.radial hin und herbewegten (6,8,34,45) Schlitzmesser (33) im Verein mit Querrippen
(31) und mit rund um den Umfang des Klebstoffzuführungrades (8) verlaufenden
Rippen (28, 29, 30) Taschen zur Aufnahme des Klebstoffes bilden (Fig. 1,
2, 8 und 9).
5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Ausrücken
(44, 43, 40, 38, 36) der Schlitzvorrichtung
(33) die letztere selbsttätig weiterbewegt (6, 8, 34, 35, 45) wird, solange der Antrieb
(7, 24, 25, 6, 13) der Vorschubräder (8, 12) läuft, daß jedoch die ausgerückte Schlitzvorrichtung
nicht mehr mit dem Werkstück in Berührung kommt (Fig. 1, 3, 8 und 9).
6. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubräder
(12,8) absetzend (64, 65) bewegt (61,
64, 65, 25, 24, 13, 6) werden, und daß die Schlitzvorrichtung (74) während der Ruhepausen
(65) des Vorschubes in das Werkstück einschneidet (61, 66, 67, 70, 72,
Fig. 10, 12, Hund 15).
7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (61, 64,
65, 25, 24, 13, 6) der Vorschubräder (12, 8)
während der Ruhepausen zwangläufig gesperrt (65, 63) wird (Fig. 10, 12, 14
und 15).
8. Maschine nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß der Umfang des Klebstoffzuführungrades
(8) durch Querrippen (89) und durch rund um seinen Umfang verlaufende Rippen (86, 87, 88) in Taschen
eingeteilt ist, und daß die zur Aufnahme der Schneide des Schlitzmessers (74) dienenden
Schlitze (92) in den Böden der Taschen einer (91) der Taschenreihen (90,
9.1) angeordnet sind, welche rund um den Umfang des Klebstoffzuführungrades (8)
verlaufen (Fig. 10 und 13).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE223287C true DE223287C (de) |
Family
ID=484120
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT223287D Active DE223287C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE223287C (de) |
-
0
- DE DENDAT223287D patent/DE223287C/de active Active
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