DE2231691C3 - Verfahren zum Fixieren von Drucken mit Reaktivfarbstoffen auf Textilmaterialien aus nativer oder regenerierter Cellulose und deren Mischungen mit Synthesefasern - Google Patents
Verfahren zum Fixieren von Drucken mit Reaktivfarbstoffen auf Textilmaterialien aus nativer oder regenerierter Cellulose und deren Mischungen mit SynthesefasernInfo
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Description
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Aus den deutschen Offenlegungsschriften 14 69 722 und 16 19 492 sind bereits Verfahren zum Fixieren von
Drucken mit Reaktivfarbstoffen bekannt. Dabei erfolgt die Farbstoffixierung in der Weise, daß man den in
erster Phase aus einer neutralen Druckpaste auf das Gewebe aufgebrachten Farbstoff nach dem Trocknen in
einer zweiten Phase mit einer mehr oder weniger stark alkalischen, elektrolythaltigen Lösung imprägniert und
anschließend durch Einwirkung von Wärme, etwa nach dem Zweiphasendämpfverfahren, Naßfixierverfahren
oder nach dem Kaltverweilverfahren fixiert. ·*
Die Verwendung alkalischer, salzhaltiger Flotten als Fixiermedium hat jedoch den Nachteil, daß bereits
geringe Schwankungen der Elektrolytkonzentration, der Fixierdauer und -temperatur die Farbstoffausbeute
und den Druckausfall beeinflussen. Außerdem führen «lie verhältnismäßig hohen Alkalikonzentrationen um
100 ml Natronlauge 38° Be pro Liter salzhaltiger Klotzflotte während der erforderlichen Fixierzeit bei
«iner Reihe von Farbstoffen zu mehr oder weniger •tarken Farbtonverschiebungen infolge Hydrolyse.
Diese Schwierigkeiten ließen sich durch die Verwendung von reinem flüssigen Alkaliwasserglas von 48 bis
32° Be bei einem pH-Wert von etwa 11 bis 12 als
Fixiermedium vollkommen beseitigen. Derartige Fixierverfahren werden beispielsweise in den deutschen
Offenlegungsschriften 16 19 503 und 16 19 502 beschrieben.
Wasserfreies Wasserglas in diesem Konzentrationsbereich mit einer Dichte von 1,48 bis 1,55 und
einem Gewichtsverhältnis Na2O : SiO2 von 1 :2,1 bis
1 : 3 ist jedoch eine ziemlich hochviskose Lösung, deren technische Handhabung in der Praxis eine Reihe
schwerwiegender Nachteile mit sich bringt. So ist es zur besseren Verarbeitung nötig, das Wasserglas auf 40 bfc
50°C vorzuwärmen, wodurch es dünnflüssiger wird. Beim Imprägnieren tritt jedoch durch den Luftgang
zwischen Chassis und Foulard und vor allem auf den Foulardwalzen selbst eine so starke Abkühlung ein, daß
sich zunächst klebrige Ablagerungen bilden, die bei längerem Maschinenlauf durch Kristallisation verhärten,
nur schwer zu entfernen sind und zu großen maschinellen Laufschwierigkeiten führen. Beim Arbeiten
nach dem Kaltverweil verfahren verklebt außerdem die imprägnierte Druckware beim Abtafeln oder
Aufrollen sehr stark und läßt sich dadurch nur schwer weiterverarbeiten. Desgleichen verkleben die Foulardwalzen
bei Maschinenstillständen so rasch, daß die Ware beim Wiederanlaufen meist abreißt.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß man diese vielfachen Schwierigkeiten in einfacher Weise
vermeiden kann, wenn man dem zur Fixierung der
Drucke mit Reaktivfarbstoffen verwendeten Alkaliwasserglas geringe Mengen Natronlauge zusetzt.
Gegenstand der Erfindung ist deshalb ein Verfaliren
zum Fixieren von Drucken mit Reaktivfarbstoffen auf Textilmaterialien aus nativen oder regenerierten Cellulosefasern
und Fasermischungen, die solche Fasern in Mischung mit Synthesefasern enthalten, wobei man
Reaktivfarbstoffe in der üblichen Druckpastenzusammensetzung auf das Textilmaterial aufdruckt, trocknet,
mit einem Alkali imprägniert und fixiert, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das Alkali eine Mischung aus
flüssigem Alkaliwasserglas von 37 bis 52° Be und konzenirierter Natronlauge von 38 bis 50° Be mit einem
pH-Wert von 10 bis 14, vorzugsweise 11 bis 12, ist.
Arbeitet man nach dem Zweiphasen-Kaltverweilverfahren, so verwendet man zweckmäßigerweise eine
Alkalimischung aus Natronwasserglas von 48 bis 52"Be mit einem Gewichtsverhältnis Na2O: SiO2 von 1 :2,6
und Natronlauge von 48 bis 5O0Be in einem Mischungsverhältnis
von 9,5:0,5 bis 9:1. Dabei beträgt das Gewichtsverhältnis Na2O : SiO2 der fertigen Fixierlösung
1 : 1,9 bis 1 :2,3.
Bei den Zweiphasennaßfixier- bzw. Zweiphasendämpfverfahren verwendet man eine Alkalimischung
aus Natronwasserglas von 37 bis 52° Be mit einem Gewichtsverhältnis Na2O :SiO2 von 1 : 1,33 bis 1 :1,85
und Natronlauge von 38 bis 50° Be in einem Mischungsverhältnis von 9:1 bis 6:4. Das Gewichtsverhältnis
Na2O : SiO2 der fertigen Fixierlösung beträgt in diesem
Fall 1 :1,85 bis 1 :2,1. Schwankungen der Natronlaugekonzentration
von ±10% bleiben infolge der hohen Pufferwirkung von Wasserglas ohne Einfluß auf die
Farbstoffausbeute.
Als Reaktivfarbstoffe für die Fixierung auf nativer oder regenerierter Cellulose sowie dem Cellulosefaseranteil
in Mischgeweben können Vertreter der verschiedensten organischen Farbstoffklassen, beispielsweise
Azo-, Anthrachinon- und Phthalocyanin-Farbstoffe, die mindestens eine /f-Hydroxyäthylsulfonschwefelsäureestergruppe,
Vinylsulfonylgruppe, Monochlortriazingruppe, Dichlortriazingruppe, 2,2,3,3-Tetrafluorcyclobutan-1-acroylaminogruppe,
Vinylsulronylaminogruppe, /Mlydroxyäthylsulfonylaminoschwefelsäureestergruppe,
/f-Phenylsulfonylpropionylaminogruppe oder einen
Diehlorehinoxalinrest enthalten; oder zur Reaktion mit einer farblosen Verbindung befähigt sind, die mindestens
zwei reaktive Gruppen enthält, und sowohl mit der Faser als auch mit dem nucleophile Gruppen enthaltenden
Farbstoff reagieren kann, verwendet werden.
Als Verbindungen mit mindestens zwei reaktiven Gruppen, die den nucleophile Gruppen tragenden
Farbstoff als Brückenglied mit der Faser verknüpfen, kommen beispielsweise in Betracht: l,3,5-Tri-(acroyl)-hexahydro-s-triazin,
Methylenbisacrylamid oder 2,4,6-Triäthylenimino-s-triazin.
Als Farbstoffe, die über diese bifunktion^llen
Verbindungen mit der Faser reagieren, sind vorzugsweise solche Farbstoffe der Azo-Anthrachinonreihe geeignet
die als nucleophile Gruppen beispielsweise Sulfonamide N-mono-substituierte Sulfonsäureamin-,
Hydroxy-, Mercapto- und/oder Acetoacetylgruppen und/oder heterocyclische iminogruppenhaltige Ringsysteme
enthalten.
Geeignete Verdickungsmittel für die Druckpasten sind z. B. neutral, schwach alkalisch oder schwach sauer
reagierende Alginate, Gummisorten, Aikylcellulosen oder Hydroxyäthylcellulosen, sowie deren Mischungen
und daraus mit Hilfe geeigneter Emulgatoren hergestellte Emulsionen bzw. Halbemulsionen.
Durch den Zusatz geringer Mengen Natronlauge zum Wasserglas wird die Fixierlösung so weil dünnflüssiger,
daß der Flottenverbrauch geringer wird, die Flottenerwärmung überflüssig wird, der Walzenbelag vermieden
wird, die Druckware rascher benetzt wird, beim Verweilen kein Antrocknen und Verkleben der
Warenbahnen mehr erfolgt und damit das Verfahren insgesamt wirtschaftlicher wird. Bei der Verwendung
solcher Wasserglas/Natronlauge-Fixierlösungen löst sich während des Fixiervorganges wesentlich weniger
Farbstoff von der Druckware ab, und die Fixierlösung verschmutzt weit weniger, so daß auch ein höherer
Weißgrad des Fonds und brillantere, farbkräftigere und plastischere Drucke erzielt werden.
Die in den Beispielen für die eingesetzten Farbstoffe angegebenen Color-Index-Nummern wurden dessen 2.
Auflage 1956 sowie dem Ergänzungsband 1963 entnom
Man bereitet zwei Druckfarben, indem folgende Farbstoffe durch Obergießen mit 300 Gewichtsteilen
heißen Wassers gelöst, in 500 Gewichtsteile einer 4gewichlsprozentigen wäßrigen Alginatverdickung eingerührt
und mit Wasser oder Verdickung auf 1000 Gewichtsteile eingestellt werden:
(a) 40 g des durch Kupplung des diazotierten 1 -AminobenzoI-4-ß-oxäthylsulfon-schwefelsäureesters
mit 1 -(4'-Sulfophenyl)-3-carboxy-5-pyrazolon erhaltenen Reaktivfarbstoffes.
(b) 25 g l-Amino-4-[3'-(0-hydroxy-äthylsulfonylphenyl-)-amino]-anthrachinon-2-sulfonsäure.
Diese beiden Druckfarben werden auf einer Rotationsdruckmaschine auf ein mercerisiertes Baumwollgewebe
aufgebracht und nach dem Trocknen in der Mansarde nach dem Zweiphasen-Kaltverweil-Verfahren
durch Imprägnieren mit einer kalten Mischung aus 900 Gewichtsteilen Wasserglas 48 Be und 100 Gewichtsteilen
Natronlauge 50° Be und Verweilen in abgetafeltem oder aufgerolltem Zustand während 5
Stunden bei Raumtemperatur fixiert.
Anschließend wird das Gewebe bei 40°C gespült. Bei neutraler Reaktion des Spülwassers wird bei etwa 600C
mit drei Gewichtsteilen eines Komplexbildners auf Basis eines polymeren Natriummetaphosphates pro
1000 Volumteile Wasser behandelt, darauf etwa 10 Minuten mit einer 1 gewichtsprozentigen wäßrigen
Lösung eines synthetischen Waschmittels, ζ. Β. Natriumsalz des Kondensationsproduktes aus ölsäure und
N-Methyltaurin, geseift, schließlich gespült und getrocknet.
Man erhält in ausgezeichneter Farbausbeute einen brillanten zweifarbigen Druck in Gelb und Blau, an
Überfallstellen in Grün, auf reinweißen Fonds.
Zwei Druckfarben werden wie in Beispiel 1 unter ίο Verwendung der folgenden Farbstoffe in handelsüblicher
Aufmachung hergestellt:
(a) 30 g Reactive Red 9, G I. Nr. 17 910.
(b) 20 g Reactive Blue 5, C. I. Nr. 61 120.
Nach Zusatz von 10 g meta-nitrobenzolsulfosaurem
Natrium werden diese beiden Druckfarben auf einer Rouleaux-Druckmaschine auf ein gegebenenfalls laugiertes
Zellwollgewebe aufgetragen. Nach dem Trocknen wird das bedruckte Gewebe entsprechend dem
Zweiphasen-Dämpfverfahren zunächst mit einer Mischung aus 770 Gewichtsteilen Wasserglas 40° Be und
230 Gewichtsteilen Natronlauge 38° Be mit einer Flottenaufnahme von etwa 70% imprägniert und
während etwa 40 Sekunden auf einem Spiraldämpfer fixiert.
Nach der üblichen Nachbehandlung (wie in Beispiel 1)
erhält man ein zweifarbiges, rotblau-gemustertes Dessin in bester Farbausbeute auf reinweißem Fond.
Für das Drucken auf Polyesterfaser/Zeilwolle-Misch.-gewebe
67 :33 wird zunächst eine Druckfarbe unter Verwendung folgender Farbstoffmischung aus Dispersions-
und Reaktivfarbstoff zubereitet:
40 g der Farbstoffmischung aus 55 Teilen 1,4-Diamino-2,3-diphenoxy-anthrachinon
und 45 Teilen des durch Kupplung des diazotierten 1-Amino-
benzol-4-jJ-oxäthylsuIfonschwefelsäureesters
mit Acetyl-H-Säure und Überführung in den Kupferkomplex entstehenden Farbstoffes werden zunächst mit
mit Acetyl-H-Säure und Überführung in den Kupferkomplex entstehenden Farbstoffes werden zunächst mit
100 g kaltem Wasser angeteigt und sodann in
250 g heißem Wasser dispergiert.
250 g heißem Wasser dispergiert.
Diese Dispersion wird nun in
350 g einer 4%igen wäßrigen Alginatverdickung und
200 g einer 10%igen wäßrigen Lösung des Veresterungsproduktes von Polyäthylenglykol vom Molekulargewicht 2000 mit Stearinsäure eingerührt und mit
6 g einer 33%igen wäßrigen Lösung von Weinsäure
200 g einer 10%igen wäßrigen Lösung des Veresterungsproduktes von Polyäthylenglykol vom Molekulargewicht 2000 mit Stearinsäure eingerührt und mit
6 g einer 33%igen wäßrigen Lösung von Weinsäure
versetzt und mit Wasser oder Verdickung auf
1 kg eingestellt.
1 kg eingestellt.
Diese Druckfarbe wird auf einer Flachdruckmaschine auf das Polyesterfaser/Zellwolle-Mischgewebe aufgetragen,
nach dem Trocknen zur Fixierung des Dispersionsfarbstoffanteils zunächst 15 Minuten bei
1,5 atü gedämpft und anschließend zur Fixierung der Anteile an Reaktivfarbstoff nach dem Zweiphasen-Dämpfverfahren
wie in Beispiel 2 mit der dort beschriebenen Wasserglas/Natronlauge-Mischung foulardiert
und gedämpft.
Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Nachbehandlung, wobei man in den heißen Nachbehandlungsbädern
als Hilfsmittel 1 bis 2 g/l Butandiol-l,4-pentadecaglykoläther-dioleylester
oder 1 bis 2 g/l des Kondensationsproduktes aus Rizinusöl mit 32 Mol Äthylenoxyd
verwendet, erhält man in bester Farbausbeute ein
brillantes, rotstichiges Violett in einwandfreier Ton-in-Ton-Färbung
auf reinweißem Fond.
Beispiel 4 50 Teile des Farbstoffes folgender Formel
O · CH., Ο
-N=N-SO, ■ NH-, Ö
NH
'/= NH
= O
werden mit 50 Teilen Harnstoff und 25 Teilen des bifunktionellen Vernetzers l,3,5-Tri-(Acryloyl)-hexahydro-s-triazin
gemischt, in 250 Teilen heißen Wassers gelöst, danach in 500 Teile Alginatverdickung eingerührt
und mit 125 Teilen Wasser oder Verdickung auf 1000 Teile eingestellt.
Mit dieser Druckfarbe wird ein mercerisiertes Baumwollgewebe mit einer Filmdruckschablone bedruckt.
Nach dem Trocknen wird das Gewebe mit einer Mischung aus 950 Teilen Wasserglas 52° Be und 50
Teilen Natronlauge 45L'Be mit einer Flottenaufnahme
von etwa 65% kalt imprägniert und in abgetafeltem oder aufgerolltem Zustand etwa 3 Stunden bei
Raumtemperatur gelagert.
Nach der in Beispiel 1 beschriebenen Nachbehandlung erhält man in bester Farbausbeute ein klares
Muster in einem grünstichigen Gelb mit ausgezeichneten Licht- und Naßechtheiten.
Für das Bedrucken eines Polyesterfaser/Baumwolle-Mischgewebes 50 :50 werden zunächst 3 Druckfarben
unter Verwendung folgender Farbstoffmischungen aus Dispersions- und Reaktivfarbstoffen in handelsüblicher
Einstellung wie in Beispiel 3 zubereitet:
(a) 60 g einer Farbstoffmischung aus 66,7 Teilen Disperse Yellow 5, C. I. Nr. 12 790 und 33,3 Teilen
des durch Kupplung der diazotierten 6-Chlor-3-amino-4-sulfobenzolsäure
mit dem Schwefelsäureester des l-(4'-/?-oxäthylsulfonyl)-phenyl-3-methyl-5-pyrazolons
entstehenden Reaktivfarbstoffes,
(b) 50 g einer Farbstoffmischung aus 55 Teilen
l-Amino-4-oxy-2-[4'-(j>-äihoxy-propyl-amino-sulfonyl)-phenoxy]-anthrachinon
und 45 Teilen des durch Kupplung des diazotierten 2-Aminoanisol-4-ß-oxyäthylsulfon-schwefelsäureesters
mit Acetyl- so Η-Säure entstehenden Reaktivfarbstoffes,
(c) 35 g einer Farbstoffmischung aus 50 Teilen l,5-Diamino-4,8-dioxy-2-an'i5olanthrachinon und 50
Teilen 1 - Amino-4-[3'-(/9-hydroxy-äthylsulfonyI-phenyl)-amino]-anthrachinon-2-sulfonsäure.
S5
Diese 3 Druckfarben werden auf einer Rotationsdruckmaschine auf das Mischgewebe aufgetragen.
Nach dem Trocknen wird zur Farbstoffixierung zunächst 40 Sekunden bei 2000C auf einem Spannrahmen
thermofixiert und anschließend nach dem Zwei- f,0
phasen-Naßfixierverfahren während 6 Sekunden in einer Alkaliflotte aus 800 Gewichtsteilen Wasscglas
400Be, 200 Gewichtsteilen Natronlauge 38° Be bei 96°C
behandelt.
Nach der üblichen Nachbehandlung (vgl. Beispiel 3) erhält man in bester Farbausbeute ein dreifarbiges
Dessin (gelb, rot, blau) in ausgezeichneter Ton-in-Ton-Färbung auf reinweißem Grund.
Man bereitet 3 Druckfarben, indem die folgenden Farbstoffe in handelsüblicher Einstellung durch Übergießen
mit 250 g kochendem Wasser geiöst und in 500 g einer 10%igen wäßrigen Verdickung eines Kernmehläthers
eingerührt werden:
(a) 60 g des durch Kupplung der diazotierten 6-Chlor-3-amino-4-sulfoben<:oesäure
mit dem Schwefelsäureester des 1-(4'-/?-Oxäthylsulfonyl-)phenyl-3-methyl-5-pyrazolon
entstehenden Farbstoffes,
(b) 50 g des durch Kupplung des diazotierten 1-Aminobenzol-3-jJ-oxäthylsulfon-schwefelsäureesters
mit Acetyl-)'-Säure entstehenden Farbstoffes,
(c) 35 g l-Amino-4-[3'-0-hydroxy-äthyIsulfonylbenzoyl)-amino]-anthrachinon-2-sulfonsäure.
Diese 3 Druckfarben werden im Filmdruck hinterein ander auf ein mercerisiertes Baumwoilgewebe aufgebracht
und in der Mansarde getrocknet Die Fixierung der Reaktivfarbstoffe erfolgt danach im Zweiphasen-Naßfixierverfahren
durch eine Passage von 6 Sekunden durch eine auf 95°C erwärmte Alkalilösung aus 700
Gewichtsteilen Wasserglas 40° Be und 100 Gewichtsteilen Natronlauge 50° Be und 200 Gewichtsteilen Wasser.
Nach der üblichen Nachbehandlung (vgl. Beispiel 1) erhält man in bester Farbausbeute ein leuchtendes
dreifarbiges Muster (gelb, orange, blau) auf reinweißem Fond.
Für das Fixieren von Drucken auf Polyesterfaser/ Baumwolle-Mischgewebe 67:33 werden zunächst 2
Druckfarben unter Verwendung folgender Farbstoffmischungen aus Dispersions- und Reaktivfarbstoffen in
handelsüblicher Zubereitung wie in Beispiel 3 hergestellt:
(a) 60 g der Farbstoffmischung aus 59 Teilen des Dispersionsfarbsioffes folgender Konstitution:
O O
N-CH2 · CH2 · OCH.,
41 Teilen des durch Kupplung des diazotierten Schwefelsäureesters aus 3-(4'-Aminobenzolamino)-phenyl-^-oxyäthylsulfon
mit l-(4'-Sulfophenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure gebildeten Reaktivfarbstoffes,
(b) 50 g der Farbstoffmischung aus 28,6 Teilen 1-Amino-4-oxy-2-(6'-oxy-n-hexyI-oxy)-anthrachinon,
28,6 Teilen des Farbstoffes folgender Konstitution
HO
CO-NH-
N = N
· CH3
34,3 Teilen des durch Kupplung des diazotierten
l-Aminobenzol-4-ji-oxyäthylsulfon-schwefelsäureesters
mit Azetyl-H-Säure gebildeten Farbstoffes und 8,5 Teilen des durch Kupplung des diazotierten
2-Aminoanisol-4-ß-oxäthylsulfonschwefelsäureesters mit Azetyl-H-Säure entstehenden Farbstoffes.
Diese beiden Druckfarben werden auf einer Rouleauxdruckmaschine
auf das Mischgewebe aufgedruckt, anschließend getrocknet und danach etwa 15 Minuten
bei 1,5 atü gedämpft. Zur Fixierung des anteiligen Reaktivfarbstoffes wird nach dem Zweiphasen-Kaltverweilverfahren
zunächst mit einer kalten Alkalilösung
folgender Zusammensetzung geklotzt (Abquetschel etwa 65%): 900 Gewichtsteile Wasserglas 52° Be,
Gewichtsteile Natronlauge 45° Be und in abgetafel oder aufgerolltem Zustand 3 Stunden bei Räumten
ratur gelagert.
Nach der üblichen Nachbehandlung (vgl. Beispi« erhält man mit bester Farbausbeute einen kli
zweifarbigen Druck (gelb, orange) mit guter Tor Ton-Färbung auf reinweißem Fond.
«9653/2
Claims (3)
1. Verfahren zum Fixieren von Drucken mit Reaktivfarbstotfen auf Textilmaterialien aus nativen
oder regenerierten Cellulosefasern und Fasermischungen, die solche Fasern in Mischung mit
Synthesefasern enthalten, wobei man Reaktivfarbstoffe in der üblichen Drucivpastenzusammensetzung
auf das Textilmaterial aufdmckt trocknet, mit
einem Alkali imprägniert und fixiert, dadurch
gekennzeichnet, daß das Alkali eine Mischung aus flüssigem Alkaliwasserglas von 37 bis
52° Be und konzentrierter Natronlauge von 38 bis 50° Be mit einem pH-Wert von 10 bis 14,
vorzugsweise 11 bis 12, ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem Zweiphasen-Kaltverweilverfahren
mit flüssigem Natronwasserglas von 48 bis 52°Be mit einem Gewichtsverhältnis
Na2O : SiO2 von 1 :2,6 und Natronlauge von 48 bis
500Be fixiert, wobei das Gewichtsverhältnis Na2O: SiO2 der fertigen Fixierlösung 1:1,9 bis
1 :2,3 beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man nach dem Zweiphasen-Naßfixieroder
Zweiphasen-Dämpfverfahren mit flüssigem Natronwasserglas 37 bis 52° Be mit einem Gewichtsverhältnis Na2O :SiO2 von 1 : 1,33 bis 1 :1,85 und
Natronlauge 38 bis 50° Be fixiert, wobei das Gewichtsverhältnis Na2O : SiO2 der fertigen Fixierlösung
1 : 1,85 bis 1 :2,1 beträgt.
Priority Applications (13)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722231691 DE2231691C3 (de) | 1972-06-29 | Verfahren zum Fixieren von Drucken mit Reaktivfarbstoffen auf Textilmaterialien aus nativer oder regenerierter Cellulose und deren Mischungen mit Synthesefasern | |
| NL7308806A NL7308806A (de) | 1972-06-29 | 1973-06-25 | |
| CH925573D CH925573A4 (de) | 1972-06-29 | 1973-06-26 | |
| CH925573A CH572125B5 (de) | 1972-06-29 | 1973-06-26 | |
| AT563873A AT330132B (de) | 1972-06-29 | 1973-06-27 | Verfahren zum zwei-phasen-fixieren von drucken mit reaktivfarbstoffen auf textilmaterialien aus nativen oder regenerierten cellulosefasern und fasermischungen, die solche fasern zusammen mit synthesefasern enthalten |
| IT2591173A IT992590B (it) | 1972-06-29 | 1973-06-27 | Procedimento per fissare stampe con coloranti reattivi su materia li tessili di cellulosa naturale o rigenerata e sue miscele con fibre sintetiche |
| JP7233873A JPS5542191B2 (de) | 1972-06-29 | 1973-06-28 | |
| GB3072573A GB1406790A (en) | 1972-06-29 | 1973-06-28 | Fixing reactive dyestuff prints of cellulosic materials |
| SE7309094A SE392739B (sv) | 1972-06-29 | 1973-06-28 | Forfarande att med vattenglas och natronlut fixera tryck med reaktivfergemnen pa textilmaterial av nativ eller regenererad cellulosa och blandningar derav med syntesfibrer |
| BR480273A BR7304802D0 (pt) | 1972-06-29 | 1973-06-28 | Processo para a fixacao de estampagens com corantes reativos sobre materiais texteis de celulose natural ou regenerada e suas misturas com fibras sinteticas |
| BE132962A BE801722A (fr) | 1972-06-29 | 1973-06-29 | Procede de fixage d'impressions sur des matieres textiles |
| FR7323930A FR2190973B1 (de) | 1972-06-29 | 1973-06-29 | |
| US05/757,499 US4092101A (en) | 1972-06-29 | 1977-01-07 | Process for fixing prints with reactive dyestuffs on textile materials of native or regenerated cellulose and mixtures thereof with synthetic fibers |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722231691 DE2231691C3 (de) | 1972-06-29 | Verfahren zum Fixieren von Drucken mit Reaktivfarbstoffen auf Textilmaterialien aus nativer oder regenerierter Cellulose und deren Mischungen mit Synthesefasern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2231691A1 DE2231691A1 (de) | 1974-01-17 |
| DE2231691B2 DE2231691B2 (de) | 1976-05-20 |
| DE2231691C3 true DE2231691C3 (de) | 1976-12-30 |
Family
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