DE2229362A1 - Laeuferanordnung fuer elektromotor - Google Patents
Laeuferanordnung fuer elektromotorInfo
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Description
'27291R?
DR. E. WIEGAND. DIPL-ING. W. NIEMANN «.«.a* ova
DR. M. KÖHLER DIPL-ING. C. GERNHARDT
MÖNCHEN .HAMBURG
TELEFON: 395314 2000 HAMBURG 50, 14. Juni 1972
TELEGRAMME=KARPATENt KDNIGSTRASSE 28
W.25 260/72 Wr./bl
The Singer Company
Elizabeth, Nev/ Jersey (V.St.A.)
Läuferanordnung für Elektromotor.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Läuferanordnung für einen mit Bürsten arbeitenden Elektromotor,
Fast alle bekannten Motoren der Art, auf die
sich die vorliegende Erfindung bezieht, verwenden einfache, einspulige Anker mit Schleifenwicklungen
und, obwohl die Stromwendung dieser vorbekannten Elektromotoren bemerkenswert schlecht ist, i&t bisher
wenig unternommen worden, die Stromwendung an der Quelle durch besondere Ankerwicklungsgestalten zu
verbessern. Stattdessen ist in der Praxis versucht worden, durch Verwendung besonderen Borstenmaterial«
die Lebensdauer der Bürsten auf ein erträgliches Maß zu verlängern, wobei die Stromwendung jedoch
im wesentlichen unverändert blieb.
Wo elektromagnetische Interferenzen zu Schwierigkeiten geführt haben, hat man im allgemeinen auf
die üblichen Netzfilter und Abschirmungen zurückgegriffen, welche die Störung lediglich isolierten,
ohne daß ihre Ursache, i.e. die schlechte Stromwendung, beseitigt wurde.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
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eine verbesserte Läuferanordnung zu schaffen, die, bei Verwendung in einem mit Bürsten arbeitenden
Elektromotor, die Erzielung einer besseren Stromwendung ermöglicht.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Läufer für einen mit Bürsten arbeitenden Elektromotor
geschaffen, der einen Anker mit einer Vielzahl von über den Umfang verteilten Nuten, einen in eine
Vielzahl von gegeneinander isolierten Segmenten gleicher Bogenlänge aufgeteilten Kommutator und
einer Vielzahl von in den genannten Nuten gewickelten Spulen aufweist, wobei die Spulen mit dem Kommutator
so verbunden sind, daß sich eine erste aufgeteilte Wicklung zwischen einem ersten Paar nebeneinanderliegender
Kommutatorsegmente und eine zweite aufgeteilte Wicklung zwischen einem zweiten Paar nebeneinanderliegender
Komroutatorsegmente ergibt, wobei
bestimmte Spulenseiten dar ersten Wicklung in den gleichen
Nuten liegen, wie die Spulenseiten der zweiten Wicklung, um eine gemeinsame Verbindung zwischen den
Wicklungen zu ermöglichen, wobei im Betriebszustand, wenn sich die eine Windung im Zeitpunkt der Stromwendung
befindet und/oder die Stromwendung an einer Bürste gerade beendet, die andere bindung durch
die andere Bürste kurzgeschlossen wird.
Ausgestaltungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnung
beispielhaft erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer konventionellen, einspuligen Schleifenwicklung
entsprechend dem Stand der Technik, bei einem zweipoligen Anker mit 11 Kommutatorsegmenten
und 11 Nuten, mit einer Spulenweite von 1-5;
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Wicklurigsgestalt
zwischen nebeneinanderliegenden Kommutatorsegmenten bei einem
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11-lamelligen (bar), mit 11 Nuten ausgestatteten Anker, gemäß der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 3 eine schematische Darstellung der Lage der verschiedenen Wicklungen zueinander,
entsprechend der Ausführungsform nach Fig. 2;
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer
weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung, und zwar eine Vereinfachung
der Ausführungsform der Fig. 2;
Fig. 5 eine schematische Darstellung einer
konventionellen, einspuligen Schleifenwicklung gemäß dem Stand der Technik,
bei einem zweipoligen Anker mit 22 Kommutatorsegmenten und 11 Nuten, mit einer Spmlenweite von 1 bis 5;
Fig. 6 eine schematische Darstellung einer
Ankerwicklung eines zweipoligen Ankers mit 22 Kommutatorsegmenten und Ϊ1 Nuten,
* die eine weitere Ausgestaltung der Erfindung erläutert;
Fig. 7 eine schematische Darstellung einer
konventionellen, einspuligen Schleifenwicklung, entsprechend dem Stand der
Technik, bei einem zweipoligen Anker mit 12 Kommutatorsegmenten und 12 Nuten, mit
einer Spulenweite von 1 bis 6, und
Fig. 8 eine schematische Darstellung einer
Ankerwicklung eines zweipoligen Ankers mit 12 Kollektorsegmenten und 12 Nuten
zur Erläuterung einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung.
In Jeder der vorgenannten Figuren der Zeichnung stellt die obere Reihe von Rechtecken die Anker-
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zähne dar, so daß die Zwischenräume zwischen diesen Rechtecken die Ankernuten darstellen. Jede Figur
zeigt eine ebene Abwicklung des Ankers, und der erste Zahn auf der linken Seite wird als letzter
Zahn auf der rechten Seite wiederholt. Die unterhalb der Ankerzähne dargestellten Reihen von miteinander verbundenen Rechtecken stellen jeweils den
Kommutatorring mit seinen Lamellen oder Segmenten dar, wobei jede senkrechte Linie die Isolierung
zwischen den Segmenten darstellt.
Mit Ausnahme der Fig. 2 stellt jede Figur einen besonderen Zeitpunkt dar, zu dem eine Wicklung ihre
Stromwendung an einer Bürste gerade beendet. Es versteht sich, daß einen Augenblick später die Stromwendung
der vorher kurzgeschlossenen V/icklung an der anderen Bürste beendet ist, und daß dieser Vorgang
weiterläuft, wenn sich der Anker in Bezug auf die Bürsten dreht. Der Strom jeder Wicklung muß innerhalb
der Zeitspanne gewendet werden, die erforderlich ist, daß ein isoliertes Segment unter einer Bürste
vorbeigeht. Aus Gründen der Vereinfachung sind jeweils nur zwei oder drei Wicklungen in den Figuren
gezeigt, da lediglich diese Wicklungen zu dem jeweils
dargestellten Augenblick die Stromwendung beeinflussen und die Darstellung anderer Wicklungen das
Bild nur unnötig komplizieren würde. Es versteht sich weiter, daß ein vollständiger Anker zu den gezeigten
Wicklungen zusätzliche, identische Wicklungen aufweist, so daß alle Nuten symmetrisch mit Spulenseiten
gefüllt sind und zwei parallele Wege für den Stromfluß zwischen den Bürsten, entsprechend der üblichen Ankerwicklungstechnik
bilden. Wichtig ist also, daß die dargestellte, die vorliegende Erfindung bestimmende
Beziehung der Wicklungen zueinander nacheinander für jedje Wicklung für den Abschluß ihrer Stromwendung,
und damit für die Stromwendung als Ganzes, wirksam ist, so daß also die vorliegende Erfindung durch Herstellung
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des Kopplungsverhältnisses zwischen zwei bestimmten Wicklungen im Augenblick der Beendigung der Stromwendungen
einer Wicklung für einen vollständig gewickelten Anker bestimmt ist. .
Bezugnehmend auf Figur 1, die einer Schleifenwicklung nach dem Stand der Technik mit Einzelspulen
zwischen nebeneinanderliegenden Kommutatorsegmenten
zeigt, ist eine Wicklung 10 mit einer Spulenseite 11 in einer Nut 12 und einer Spulenseite 13 in einer
Nut 14 im Augenblick der Kurzschließung durch eine Bürste gezeigt, die die Kommutatorsegmente 16 und 17
überspannt· Zur gleichen Zeit beendet gerade eine Wicklung 18 mit Spulenseiten 19, 20 in den Nuten
21, 22 die Stromwendung, da die Bürste 13 gerade den Kontakt mit dem Segment 23 verliert. Die Spulenseiten
der die Stromwendung gerade beendeten Wicklung 18 sind in allen Figuren zur besseren Erkennung
mit doppelten Pfeilen an den Spulenseiten versehen. Es ergibt sich aus der Zeichnung, daß keine Spulenseite
der Wicklung 10 in derselben Nut liegt wie eine Spulenseite der Wicklung 18, wie dieses nach der
Lehre der vorliegenden Erfindung erforderlich ist, so daß diese Wicklungen nur eine sehr geringe wechselseitige
Kopplung miteinander haben,und der aprupte Stromwechsel in der Wicklung 18, der sich durch dem
Stromwendungsprozeß ergibt, kann nicht durch eine v/echselseitige Stromänderung in der Wicklung 10
ausgeglichen werden. Hierdurch wird an den Anschlüssen der Wicklung 18 eine Überschlagspannung erzeugt, die
zu schädlicher Lichtbogenbildung führt, wenn die Bürste 23 den Kontakt mit dem Segment 24 verliert.
Hierdurch werden außerdem elektrische Geräusche hervorgerufen, die sich, wie Ja gut bekannt ist, nachteilig
auf in der Nähe befindliche Radio- und Fernsehempfänger auswirken können.
Die Fig. 2 zeigt eine WicklungsEinordnung für einen
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Anker mit 11 Nuten und 11 Segmenten in Übereinstimmung
mit der vorliegenden Erfindung und zeigt eine einzelne, typische Wicklung zwischen nebeneinanderliegenden
Kommutatorsegmenten mit, für diese AusfUhrungsform, sechs Spulenseiten in sechs verschiedenen
Nuten. Es zeigt sich, daß diese Anordnung der Spulenverteilung eine größtmögliche Anzahl von Nuten
für eine gemeinsame Kopplung mit einer anderen, ähnlichen Wicklung ergibt, was das Grundprinzip der vorliegenden
Erfindung darstellt. Zum Vergleich mit der konventionellen Schleifenwindung der Fig. 1 ist die
einspulige Wicklung 10 nunmehr auf die drei Spulen 10a, 10b und 10c verteilt, deren jede eine Spulenweite
von 1 bis 5 aufweist. Die Spule 10a ist in Vorwärtsrichtung gewickelt, während die Spulen 10b und
10c in Rückwärtsrichtung gewickelt sind. Es zeigt sich also, daß die Wicklung der Fig. 2 im wesentlichen
den gesamten Umfang des Ankers überdeckt, wobei die relativ umgekehrten Spulen erforderlich sind, damit das
sich durch jede Spule ergebende Drehmoment additiv wirkt.
Die Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung der Koppung zwischen zv/ei Wicklungen, wobei jede
die gleiche Gestalt aufweist, v/ie die in Fig. 2 gezeigte Einzelwicklung. Die Wicklungen 10 und 18 sind
nunmehr auf 6 Nuten verteilt, statt auf 2 Nuten, wie in Fig. 1 gezeigt. Es ist ersichtlich, daß nunmehr
beiden Wicklungen gemeinsame Spulenseiten in den 5 Nuten S1, S2, S^, S^f, Sr enthalten sind. Hierdurch
ergibt sich eine erhebliche wechselseitige Kopplung zwischen den Wicklungen 10 und 18, wodurch die Stromänderung
in der Wicklung 18 mit geringerer Flußänderung als bei der nach Fig. 1 gezeigten Anordnung ermöglicht
wird. Damit wird auch die an den Anschlüssen der Wicklung 18 erzeugte Überschlagspannung reduziert
und die Stromwendung entsprechend verbessert. Außerdem
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weist die Wicklung 18 der Fig. 3» wegen ihrer Verteilung, eine geringere Selbstinduktanz auf, als die
Wicklung 18 nach Fig. 1, die in einer Spule zusammengedrängt ist. Da Selbstinduktanz ein Maß für die
Speicherfähigkeit kinetischer Energie ist, kann die Wicklung 18 der Fig. 3 dementsprechend nicht so viel
Energie speichern und später wieder abgeben, wie die Wicklung 18 der Fig. 1. Daraus folgt, daß die für die
Erzeugung einer Überschlagspannung verfügbare Energie geringer und die Stromwendung entsprechend verbessert
ist. >
Die Fig, 4 zeigt die Anwendung der, der vorliegenden
Erfindung zugrunde liegenden Lehre auf denselben Ankerkern, der in Fig. 1 gezeigt ist, wobei
die in den Fig. 2 und 3 gezeigten Rückwärtsspulen weggelassen sind. Die Wicklungen 10 und 18 sind nun
jeweils auf 4 Nuten verteilt, statt auf 2 Nuten, wie
in Fig. 1 gezeigt. Es zeigt sich, daß die Spulenseite 30 der Wicklung 10 nunmehr in der gleichen Nut liegt,
wie die Spulenseite 31 der Wicklung 18, wodurch eine
wechselseitige Kopplung zwischen den Wicklungen ge~ schaffen wird, und die Stroraänderung in der Wicklung
18 mit·geringerer Flußänderung möglich ist, als bei der Anordnung nach Fig. 1» Damit wird die Überschlagspannung,
die an den Anschlüssen aer Wicklung 18 der
Fig. 4 erzeugt wird, reduziert,und die Stromwendung ist
verbessert« Es ist ersichtlich, daß die Wicklungsanordnung der Fig. 4 eine Vereinfachung der Anordnung
nach Fig. 2. und 3 darstellt, indem die Einzelspulen
10a und 1Ba ausgelassen sind. Nach dieser Anordnung überspannen die Wicklungen etwa die Hälfte des Umfanges
do« Ankers und weisen gleiche Wicklungsrichtung auf. Während die Wicklung nach Fig. 4 leichter aufzubringen
ist, wird damit eine -geringere wechselseitige Kopplung (.!'reicht, und sie :lnt daher weniger v/irksam
bansicht.]! ich der Verbesserung dor Stromwendung als die
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Ausführung nach Fig. 3.
Die bisher gezeigten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind zwar nur anhand von Beispielen
mit 11 Nuten erläutert worden, jedoch soll diese beispielhafte Darstellung den Gegenstand der Erfindung
nicht auf eine bestimmte Zahl von Nuten, gerade oder ungerade, beschränken. Durch eine größere
Anzahl von Nuten ergeben sich natürlich mehr Nuten für eine engere Kdpplungsmöglichkeit, jedoch wird
damit auch die Wicklung komplizierter.
Es ist außerdem möglich, diese Erfindung auf einen Anker mit einer geraden Zahl von Kommutatorsegmenten
anzuwenden. Ein Beispiel dieser Anwendungsmöglichkeit ist in der Fig. 6 dargestellt, einem
Anker mit 11 Nuten und 22 Segmenten, bei einer Wicklungsweite
von 1 bis 5. Zunächst ist jedoch eine konventionelle Schleifenwicklung entsprechend dem
Stand der Technik für einen gleichen Anker in der Fig. 5 dargestellt. Bezugnehmend auf die Fig. 5 hat
die kurzgeschlossene Wicklung 10 keine Kopplungsnuten gemeinsam mit der Wicklung 18, die gerade die Stromwendung
beendet. Eine dritte Wicklung 40 ist ebenfalls kurzgeschlossen, ist jedoch nicht mit der Wicklung 18
durch eine gemeinsame Nut gekoppelt,und das Kopplungsprinzip der vorliegenden Erfindung wird nicht
angewendet.
In der Fig. 6 ist eine Wicklungsanordnung gemäß der vorliegenden Erfindung bei Verwendung des in Fig.
gezeigten Ankerkerns dargestellt. Bei dieser Anordnung ergibt sich ein sehr hoher Grad der Kopplung zwischen
der die Stromwendung gerade beendenden Wicklung 18 und der anderen, kurzgeschlossenen Wicklung 10. In diesem
Falle ist jede Wicklung im wesentlichen über fast den
ganzen Teil des Umfangs des Ankers verteilt, und zwar in 6 Spulenseiten, von denen 5 Spulenseiteri in Nuten
liegen, die beiden v/ieklungen gemeinsam: .sind.
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Wird, wie in der Fig. 6 dargestellt, eine Bürste verwendet, die breiter ist als eine Kommutatorlamelle,
so ist eine zusätzliche, kurzgeschlossene Wicklung 40 vorgesehen, die durch vier gemeinsame
Nuten mit der Wicklung 18, welche gerade die Stromwendung beendet, gekoppelt ist. Es versteht sich,
daß die breite Bürste nicht als ein die vorliegende Erfindung begrenzender Faktor aufzufassen ist, jedoch ergibt sich durch ihre Anwendung eine größere
Kopplung zwischen der die Stromwendung gerade beendenden Wicklung und den Wicklungen, die zum gleichen
Augenblick kurzgeschlossen sind, wodurch die Stromwendung im Vergleich zur Verwendung einer schmaleren
Bürste verbessert wird.
Aus der Fig. 6 ist zu ersehen, daß die Wicklung 10 aus einer vorwärtsgewickelten Spule 41 in den
Nuten 42, 43 und zwei rückwärtsgewickelten Spulen 44,
45 in den Nuten 46, 47 bzw. 48, 49 besteht. Diese Wicklung 10 ist durch die Bürste 15 kurzgeschlossen.
Die Wicklung 18 besteht aus einer vorwärtsgewickelten Spule 51 in den Nuten 49, 48, einer rückwärtsgewickelten
Spule 52 in den Nuten 43, 42, und einer rUckwärtsgewickelten Spule 53 in den Nuten 54,
46. Diese Wicklung 18 beendet gerade die Stromwendung durch die Bürste 23.
Die Wicklung 40, die bei Verwendung einer breiten Bürste als kurzschluß-gekoppelte Wicklung wirksam ist,
ist in der Fig. 6 durch überlagerte Punkte dargestellt, und man sieht, daß diese Wicklung die Nuten 42, 43,
46 und 49 mit der Wicklung 18 gemeinsam benutzt und damit die Kopplung gemäß der vorliegenden Erfindung
noch weiter verbessert. Es zeigt sich, daß die Wicklungen der Fig. 6, die miteinander zwischen nebeneinanderliegenden
Segmenten verbunden sind, dadurch gekennzeichnet s^ind, daß sie sich im wesentlichen über
den gesamten Umfang des Ankers verteilen, wobei die
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extremen Spulenseiten einen Bereich von etwa 360 elektrischen Grad überspannen. D.h. also, betrachtet
man jede der Wicklungen als eine verteilte Wicklung mit in Serie geschalteten, vorwärts- und rückwärtsgewickelten
Spulen, daß die extremen äußeren Spulenseiten der Wicklung als Ganzes die gesamte Anzahl
der Ankernuten überspannen. Es versteht sich weiter, daß für eine gegebene, vielspulige Wicklung die An~
zahl der Windungen jeder Spule nicht gleich sein braucht, jedoch vorteilhafter gleich ist.
Die Lehre der vorliegenden Erfindung kann ebenfalls angewendet werden auf Anker, bei denen sowohl
die Anzahl der Nuten als auch die der Segmente einar
geraden Zahl entsprechen. Dieses Ausführungsbeispiel ist in der Fig. 8 an einem Anker mit 12 Segmenten und
12 Nuten, bei einer Spulenweite von 1 bis 6, gezeigt. Zunächst ist jedoch in der Fig. 7 eine konventionelle
einspulige Schleifenwicklung für denselben Ankerkern gezeigt, aus welcher zu entnehmen ist, daß die durch
die Bürste 15 kurzgeschlossene Spule 10 keine Spulenseiten aufweist, und die mit den Spulenseiten der
Wicklung 18, die an der Bürste 23 gerade ihre Stromwendung beendet, durch gemeinsame Nuten verlaufen.
Zwischen den Wicklungen 10 und 18, gibt es entsprechend der Anordnung nach Fig. 7 keine wechselseitige Kopplung,
v/ie nach der vorliegenden Erfindung, so daß die Stromwendung entsprechend schlecht ist.
Bezugnehmend auf die Fig. 8 ist die Wicklung 10 jetzt, unter voller Anwendung der Lehre der vorliegenden
Erfindung, in zwei in Serie geschalteten Spulen 10s und 10b aufgeteilt. Die Spule 10a ist vorwärts
und die Spule 10b rückwärts gewickelt. In der gleichen Weise ist die Wicklung 18 jetzt in zwei in Serie geschaltete
Spulen 18a und b ausgeteilt. Die Spule 18a ist vorwärts und die Spule 18b ist rückwärts gewickelt.
Es zeigt sich, daß .iede Spulenseite der Wicklung 10
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in einer Nut liegt, die einer Spulenseite der Wicklung 18 gemeinsam ist. Diese Nuten sind als Sg, S~, SQ,
und Sq bezeichnet, eine Anordnung, durch welche, entsprechend
dem Grundprinzip der Lehre der vorliegenden Erfindung, eine größtmögliche wechselseitige Kopplung
zwischen den Wicklungen 10 und 18 hergestellt wird. Aus der Fig. 8 wird.wiederum ersichtlich, daß
die am weitesten voneinander entfernten Spulenseiten der Wicklungen 10 und 18 im wesentlichen den gesamten
Umfang des Ankers überspannen.
Aus den vorgenannten Ausführungen ergibt sich, daß die erläuterten Ausgestaltungen Wicklungsanordnungen
für die Anker kleiner Kommutatormotoren beschreiben, welche die Stromwendung dieser Motoren erheblich
verbessern. Diese Wicklungsanordnungen basieren auf dem Prinzip erhöhter wechselseitiger Kopplung
zwischen einer V/ick lung, die durch eine Bürste kurzgeschlossen wird, und einer zweiten Wicklung, die,
zur gleichen Zeit, gerade die Stromwendung durch eine andere Bürste beendet. Diese erhöhte Kopplung
wird dadurch erreicht, daß die Wicklungen zwischen nebeneinanderliegenden Kommutatorsegmenten über
mehrere Ankernuten verteilt werden und daß die Spulenseiten jeder Wicklung in beiden Wicklungen ge~
meinsamen Nuten angeordnet sind. Dies kann dadurch erreicht werden, daßfeine progressive Wicklung angewendet
wird, wie sie in.Fig. 3 dargestellt ist, die sich etwa über die Hälfte des Umfangs des Ankers erstreckt,
oder durch eine Wicklung, wie in Fig«, 5 gezeigt, die aus vorwärts- und rückwärts gewickelten
Spulen besteht, die über dem gesamten Umfang des Ankers verteilt sind.
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Claims (4)
- 2229302Patentansprüche/"Ά( 1.)Lauferanordnung für einen Bürsten aufwei-senden Elektromotor, mit einem Anker mit einer Vielzahl "von über seinen Umfang verteilten Nuten, einem in eine Vielzahl von gegeneinander isolierten Segmenten gleicher Bogenlänge aufgeteilten Kommutator, und einer Vielzahl von in den genannten Nuten gewickelten Spulen, dadurch gekennzeichnet, daß die Spulen (11, 13) mit dem Kommutator (16, 17,· 24) so verbunden sind, daß sich eine erste verteilte Wicklung (10) zwischen einem ersten Paar nebeneinanderliegender Kommutatorsegmente (16, 17) und eine zweite verteilte Wicklung (18) zwischen einem zweiten Paar nebeneinanderliegender Kornmutatorsegmente (24) ergibt, und daß bestimmte der Spulenseiten der ersten Wicklung in den gleichen Nuten (S,,, Sp, S7, S^, Sc) liegen wie die Spulenseiten der zweiten Wicklung, um wechselseitige Kopplung zwischen den Wicklungen zu ermöglichen, wodurch, wenn im Betriebszustand sich eine Wicklung (18) durch eine Bürste (23) in der Stromwendung befindet und/oder die Stromwendung gerade beendet, die andere Wicklung (10) durch die andere Bürste (15) kurzgeschlossen wird,
- 2. Lauferanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Wicklungen (10, 18) aus vorwärts- und rückwärts gev/ickelten Spulen besteht, und daß die extremen Spulenseiten jeder Wicklung etwa den gesamten Umfang des Ankers überspannen (Fig. 3).
- 3. Lauferanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Spulenseiten jeder Wicklung in Nuten (S,. bis S1-) liegen, die beiden Wicklungen gemeinsam sind«,
- 4. Lauforanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Wicklung fortschreitend in der gleichcn Richtung verteilt ist und daß die extremen.enroiten jeder Wicklung etwa die Hälfte des Umdos Ankorr- überspannen (Fi{;· 4),309818/0650
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