DE2227169A1 - Maschine zur bearbeitung von haeuten - Google Patents
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Description
John Nicholas Kokoras
10 Martinack Avenue ' Peabody, Mass. OI96O / USA
10 Martinack Avenue ' Peabody, Mass. OI96O / USA
und
William Nicholas Kokoras
kk Linden Road
Peabody, Mass. OI96O / USA
Maschine zur Bearbeitung von Häuten
Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Bearbeiten von Häuten und insbesondere eine Maschine zum sogenannten automatischen
"Nasswalzen" von Häuten.
Vor dem Gerbprozess werden Ziegen- und Schafhäute, die zu Wildleder
verarbeitet werden, zuerst entfleischt, d.h. von einer Maschine bearbeitet, die ein Drehmesser zur Entfernung von
Fettgewebe von der Fleischseite der Haut aufweist. Der Entfleischungsprozess
eignet sich nicht zur Entfernung des gesamten Fettgewebes von der Haut. Um die restliche Haut nach den
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Entfleischungsprozess zu entfernen, erfolgt üblicherweise
ein Nasswalzen, das durch Abschleifen der Fleischseite der Haut auf einem grossen Drehzylinder erreicht wird, wobei
von Hand an bestimmten Stellen Druck auf die Haut ausgeübt
wird. Dieser Nasswalzprozess entfernt nicht nur Fettgewebe, sondern ist auch der erste Schritt zur Bildung einer aufgerauhten
Oberfläche, die ein Merkmal von Wildleder ist. Der Nasswalzprozess ist jedoch langwierig und zeitraubend, wenn
er von Hand durchgeführt wird und führt auch zu Unregelmässigkeiten
im Wildleder, die häufig nicht vor Beendigung der Bearbeitung festgestellt werden. Dies führt dazu, dass
erhebliche Produktmengen wegen Fehler infolge unvollständiger
Gewebeentfernung ausgeschieden werden müssen. Insgesamt
gesehen ist das übliche Nasswalzverfahren ein langwieriger und zeitraubender Vorgang, der zusätzlich zu einem Produkt
führt, das nicht gleichmässig ist und oft solche Fehler aufweist, dass es zu niedrigerem Preis verkauft werden muss.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Maschine
zur Durchführung eines Nasswalzvorgangs zu schaffen, bei dem das Abschleifen der Haut völlig unabhängig von der Steuerung
durch eine Bedienungsperson erfolgt.
Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, die Produktivität der Bedienungsperson beim Naeswalzen zu erhöhen und die Qualität
und Gleichmässigkeit des Produkts zu verbessern.-
Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, die Fleischseite von Häuten, die zu Wildleder verarbeitet werden, als ersten
Produktionsschritt einer typischen Wildlederaufrauhung
gleichmässig abzuschleifen und dies ohne Gefahr der Verbrennung
oder anderweitigen Beschädigung der mit dem Schleifgerät oder -werkzeug in Berührung stehenden Haut.
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Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass die Maschine einen
Schleifzylinder und Werkstücktransportwalzen aufweist. Gemäss
einem Merkmal der Erfindung weist der Schleifzylinder ein fischgrätenartiges Muster von Rippen auf, die die Haut
während des Schleifprozesses seitlich ausbreiten. Anschläge sind vorgesehen, um die Transportwalzen in einem Abstand von
dem Zylinder anzuordnen, der grosser als die dickste zu bearbeitende Haut ist. Unter diesen Bedingungen kann die Haut
von den Transportwalzen nicht gegen den Zylinder gedrückt werden, sondern es wird ein Hautband zwischen den Mittellinien
des Zylinders und jeder Transportwalze durch Reibkontakt der unteren Walze mit der Haut fest in Berührung
mit dem Zylinder gehalten. Um die Spannungsbeaufschlagung
der dem Zylinder zugeführten Haut zu unterstützen, sind die
beiden Transportwalzen gekuppelt, so dass sie sich miteinander drehen, jedoch dreht sich die untere Wälze langsamer
als die obere.
Weitere Merkmale der Erfindung beziehen sich auf die Konstruktion
des Zylinders und das Material, aus dem er hergestellt ist. Auf den Zylinder wirken während des Betriebs
starke Kräfte ein, da er mit hoher Geschwindigkeit gedreht und axial hin- und herbewegt wird, um die Möglichkeit der
Bildung von Kratzern in der Hautoberfläche zu beseitigen.
Ausserdem hat der Zylinder tiefe Nuten, die spiralförmige,
von der Mitte des Zylinders in entgegengesetzte Richtungen divergierende Rippen aufweist, ura die Haut seitlich auszubreiten,
wenn die Aussenseite der Rippen den Schleifprozess durchführt. Der Zylinder ist als einheitlicher Schleifblock
auf einer Welle gegossen und ausgewuchtet, die mehrere, im gleichen Abstand angeordnete Keile hat, um die Auswuchtung
aufrechtzuerhalten und ein Lösen des Körpers von der Welle
zu verhindern. Ausserdem ist der Schleifkörper innen ver-
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stärkt, um die Zentrifugalkräfte auszuhalten. Ein Epoxyharz,
in dem ein fein verteiltes, natürliches Schleifmittel eingebettet ist, bildet «las notwendige Bindemittel, um die
starken Kräfte auezuhalten, denen der Zylinder ausgesetzt ist, und um auch Schutz gegen eine schnelle Erosion zu
bilden, so dass der Zylinder eine lange Lebensdauer und lange Arbeitsperioden zwischen erforderlichen Nachbearbeitungen
hat.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand
der Figuren 1 bis 8 erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung von der rechten Seite einer Maschine geaiäss der Erfindung,
Fig. 2 eine Fig, 1 ähnliche Darstellung, wobei jedoch Teile
an der Vorderseite der Maschine entfernt sind, um die innere Konstruktion der Maschine deutlicher zu
zeigen,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung der Befestigung des
SchleifZylinders der Maschine zusammen mit einer Vorrichtung
zur Nachbearbeitung der Arbeitskontaktoberfläche des Zylinders, um diese zu erneuern,
Fig. k eine perspektivische Darstellung der Zylindernachbearbeitungsvorrichtung
in Fig. 3 in vergrössertem
Maßstab,
Fig. 5 eine Ansicht der rechten Seite der Maschine der Fig.
und 2,
Fig, 6 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Zuführung
:>l5<3«p Werkstücks zu dem Schleifzylindar,
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Fig. 7 in rergrössertem Maßstab einen Querschnitt des
SchleifZylinders, aus dem dessen innerer Aufbau '
hervorgeht, und
Fig. 8 in vergrössertem Maßstab die Aussenform einer einen
Teil des Schleifzylinders bildenden Rippe und stark vergrössert die Schleifmittelpartikel des Zylinders.
Wie Fig. 1 und 2 zeigen, besteht die Maschine aus einem Rahmen mit Sockelschienen 10, auf denen vertikale Seitenrahmenteile
12 und 14 aufmontiert sind, die sich parallel zu einer vorderen Streckvorrichtung 16 erstreoken. Fig. 3 und 5 zeigen auch,
dass vertikale Stützen 20 und 22 vorgesehen sind, die sich von den oberen, hinteren Enden der Seitenteile 12 und l4 erstrekken.
Die Stützen 20 und 22 tragen Lager für einen Schleifzylinder
24, der in Lagerböcken Z6 und 28 drehbar gelagert ist, die an den Stützen 20 und 22 befestigt sind.
Der Zylinder 24 hat Abschnitte 32 und 34 mit vermindertem
Durchmesser, die über die Lagerböcke 26 und 23 hinausragen. Der Zylinder 24 wird durch eine mehrfach genutete Riemenscheibe
36 gedreht, die am rechten Ende des Abschnitts 34
sitzt und an der mehrere V-förmige Riemen 38 angreifen. Zusätzlich
zu der Drehung wird der Zylinder auch axial um eine Strecke von etwa 6,3 mm hin-und herbewegt. Die Drehung erfolgt
mit etwa 2600 U/mln, die Hin- und Herbewegung mit einer Geschwindigkeit
von etwa 26O Hz mittels eines Mechanismus, der
später im einzelnen beschrieben wird.
Die Auasenfläche de· Zylinders 24 besteht aus spiralförmigen Rippen 44, die durch Nuten 46 begrenzt werden. Die Rippen verlaufen
linke von einer den Zylinder 24 tdbierenden imaginären
Radialebene rechtsgängig und rechts vi»n dieser Ebene links-
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gängig, so dass eine Haut 42, wie Fig. 6 zeigt, von der" Mitte zu den finden des Zylinders durch die Wirkung der
spiralförmigen Rippen gespannt wird. Es ist auch ersichtlich,
dass die Kippen 44, von denen sechs vorhanden sind, wie Fig. 4 zeigt, an ihrer Basis dicker sind als an ihrem
Umfang. Diese Dickenzunahme ist derart berechnet, dass eine gleich grosse Schleifläche die Haut während jeder
Umdrehung des Zylinders berührt, wenn der Zylinder durch wiederholte Bearbeitungen zur Erneuerung der Oberfläche
kleiner wird, wie später ersichtlich ist. Da die Schleifwirkung unabhängig von dem Zylinderdurchmesser konstant
bleibt, ist es nicht notwendig, die Geschwindigkeit des Zylinders zu verstellen, um die Schleifwirkung des Zylinders
aufrechtzuerhalten, wenn die Grösse des Zylinders abnimmt.
Der Zylinder 24 ist aus einem Gemisch .einstiiclqggegossen,
das Schleifkörner, vorzugsweise natürlichen türkischen Schmirgel mit einer Grösse von 100 mesh, der in Fig. ö bei
48 stark vergrössert gezeigt ist und der in einem Epoxyharzbindemittel 50 enthalten ist, aufweist. Der Schleifkörper,
bestehend aus den Schleifkörnern und dem Epoxybindemittel, ist um eine Welle 52 mit vergrössertem Durch-messer
gegossen, die mit vier Keilen 54 versehen ist, um eine relative Drehung des Schleifkörpers gegenüber der
Welle zu verhindern. Um den Zylinder 24 gegen eine Expolsion durch Zentrifugalkräfte zu verstärken, ist in den Körper ein
Verstärkungskäfig 56 eingebettet, der aus Längsstäben und
geschlossenen Ringen besteht, die über die Keile 54 greifen und dadurch zentriert werden.
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Die Riemen 38» die die Riemenscheibe 36 antreiben, werden
von einem Motor 62 angetrieben. Die Längshin- und -Herbewegung des Zylinders Zk wird durch einen Mechanismus verursacht,
der eine Hülse 6k aufweist, die auf dem Wellenabschnitt 32 drehbar ist. Von der Hülse 64 hängen zwei im
Abstand befindliche Arme 66 nach unten, die an einer Betätigungsstange
68 angreifen und schwenkbar mit dieser verbunden sind, die parallel zu der Achse des Zylinders
24 verläuft. Die Stange 68 wird, um dem Zylinder Zk eine entsprechende Bewegung zu verleihen, von einer Welle 70
hin- und herbewegt, die einen Exzenter aufweist, der im Inneren des verdickten rechten Endes der Stange 68 sitzt.
Die Welle 70 wird mit einer geeigneten Geschwindigkeit
durch ihre eigene Motoruntersetzungsgetriebekombination 72 angetrieben. Die Anordnung zur Hin- und Herbewegung
des Zylinders Zk hat eine optimale Flexibilität darin, dass, wenn immer es erwünscht ist, den Zylinder ohne Hin-
und Herbewegung zu drehen, dies in einfacher Weise dadurch erreicht wird, dass der Getriebemotor 72 abgeschaltet
wird, während der Motor 62 erregt wird, um z.B. zum Bearbeiten des Zylinders nur eine Drehung zu bewirken.
Während längerer Betriebsperioden wird der zentrale Teil des Zylinders Zk abgenützt und. die Vorderkante der Rippen
kk rundet sich ab. Wenn die Wirksamkeit des Zylinders Zk dadurch vermindert wird, wird er durch Bearbeitung mit
einer Diamantkrone 76 wieder hergestellt, die längs des
Zylinders bewegt wird, während der Zylinder mit seiner normalen Geschwindigkeit gedreht, vorzugsweise jedoch nicht
hin- und herbewegt wird. Zu diesem Zweck ist ein Bearbeitungsmechanismus
vorgesehen, der Stützplatten 78 und 80 aufweist, die auf den Seitenrahmenteilen 12 und 14 befestigt
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sind. Parallele Führung«stangen 82 erstrecken sich zwischen
den Platten 78 und 80, an denen sie befestigt sind, und eine
Querspindel 8k ist zwischen den Führungsstangen angeordnet.
Ein Schlitten 86 ist auf den Stangen 82 geführt und weist eine Mutter auf, die mit der Spindel 84 in Eingriff steht,
um den Schlitten längs des Zylinders 24 zu bewegen. Ein
Schlitten 88 ist auf dem Schlitten 86 angeordnet und trägt die Diamantkrone 76 an seinem vorderen Ende, die gegenüber
der Achse des Zylinders witteis einer Spindel 90 verstellbar
ist, die dann durch eine Gegenmutter 92 festgelegt wird. Die
Spindel 84 wird durch eine abnehmbare Kurbel $k gedreht, um
die Diamantkrone 76 längs des Zylinders 2k zu bewegen. Die
Diamantkrone 76 besteht vorzugsweise aus einem Metallbindemittel,
in dem mehrere Diamantsplitter eingebettet sind. Eine Bearbeitung kann jedoch auch durch Verwendung eines
einzigen Diamanten erreicht werden, jedoch wäre die unterbrochene Art des Schnitts wahrscheinlich für einen solchen
einzigen Diamanten schädlich.
Wie Fig. 6 zeigt, wird die Haut 42 durch eine kontinuierlich
angetriebene Zugwalze 98, die einen erneuerbaren Reibbelag
aufweist, in Berührung mit dem Zylinder 2k gebracht und nach vorne aus der Maschine gezogen. Die Zugwalze 98 wird von
unter Federdruck stehenden Stangen 100 getragen, von denen eine an jedem Ende einen Lagerbock 102 trägt, in dem die
Walze 98 drehbar gelagert ist. Am rechten Ende trägt die
Welle der Walze 98 ein Kettenzahnrad 104, an de» eine Rollenkette
106 angreift, die auch über ein Antriebskettenzahnrad 108 läuft und die durch ein Leerlaufkettenzahnrad 110 gespannt
wird. Das Zahnrad 108 ist auf der Welle eines Elektromotors 112 montiert und wird von dieser angetrieben.
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Die Zugwalze 98 wird durch, zwei Federn 113 nach unten gedrückt,
von denen eine auf jede der Tragstangen 100 nach unten drückt. Jede Feder 113 ist auf einer Gewindestange
1 14 geführt, die an einer Stütze 115 befestigt ist, die an jedem der Seitenrahmenteile 12 und 14 befestigt ist und
sich nachoben erstreckt. Die Abwärtsbewegung der Stangen 100 ist durch zwei Anschlagmuttern II6 begrenzt und die
Feder 113 wird durch eine Mutter II7 zusammengedrückt, um
die Grosse der auf die Walze 98 ausgeübten Kraft zu regulieren.
Wie Fig. 6 zeigt, wird die Haut 42 dem Zylinder 24 durch eine obere und eine untere Transportwalze 118 und 120 zugeführt,
von denen jede an jedem Ende in Lagerböcken 122 drehbar gelagert ist, die am linken Ende von einem Arm 124
und. am rechten Ende von einem Arm 126 getragen werden.,Die Walzen 118 und 120 sind gekuppelt, so dass sie sich zusammen
drehen. Kettenzahnräder 128 und 130 sind an jedem Ende der Walzen 118 und 120 angeordnet. Eine Rollenkette 132 greift
an jedem Zahnradpaar 128 und 130 an und die Anzahl der Zähne der Zahnräder ist derart, dass sich die Walze 120 um
10 $ langsamer als die Walze 118 dreht* Im Betrieb werden
die Walzen 118 und 120 in die in Fig. 6 gezeigte Stellung
vorgerückt, in der sie die Haut zuführen und in der sie von dem Zylinder 2k um eine Strecke entfernt sind, die
etwas grosser als die Dicke der dicksten, zu verarbeitenden Haut 42 ist. Bein Vorrücken 4er Walzen 118 und 120 aus der
gestrichelt gezeichneten Stellung in die durchgehend gezeichnete
Arbeitsstellung in Fiff. 6 wird die Haut 42
zwischen der «baren Transportwalze 118 und der sich konebant
drehenden Walze 98 gequetscht. Wie Fig. 6 zeigt, drehen sich die Transportwagen 118 und 120 und 4er Zylinder 24 v*m
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rechten Ende der Maschine gesehen im Gegenuhrzeigersinn, wobei die Transportwalzen durch Angriff der >Zugwalze 9&
an der Haut k2 angetrieben werden. Jede Haut k2 läuft zweimal durch die Maschine, wobei sie nach jedem Durchgang
seitenvertauscht bzw. um 18O gedreht wird. Eine erste
Kante wird an der Walze 118 angeordnet, so dass, wenn die
Walzen 118 und 120 in die Arbeitsstellung vorgerückt werden, die Kante etwas links von der Mittellinie der
Zugwalze 98 und der Transportwalze 118, gesehen in Fig. 6,
liegt. Die Haut wird dann nach oben und aussen weg von dem Zylinder Zk gezogen, wobei der Schleifvorgang in einer
Schleifzone stattfindet, der auf den Zylinder Zk zwischen einer imaginären Linie, die die Mitte des Zylinders Zk mit
der Walze 118 und einer weiteren, die die Mitte des Zylinders mit der der Walze 120 verbindet, begrenzt ist. Die
Haut wird dann in die Schleifzone unter Spannung von der Walze 120 gebracht, die sich langsamer dreht als die Walze
118, so dass ein Zug auf die Haut ausgeübt wird. Nach dem ersten Durchgang durch die Schleifzone werden die Transportwalzen
118 und 120 in die in Fig. 6 gestrichelt gezeichnete
Ladestellung gebracht und die erste Kante wird umgekehrt und unter der Walze 120 angeordnet, bevor die Haut wieder dem
Zylinder Zk zugeführt wird.
Zum Verrücken der Walzen 118 und 120 gegen den Zylinder Zk
und zum Zurückziehen der Walzen in die Ladestellung werden die Arme 124 und 126 je auf einer umgekehrt V-förmigen
Stütze 136, die sich ven den Schienen 10 nach oben erstreckt,
geschwenkt, wie bei 13^ in Fig. 1 gezeigt ist.
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Ein Arm 138 bildet einen Hebel mit dem Arm 124 und ebenso
bildet ein Arm 14O einen Hebel mit dem Arm 126, um die
Walzen 118 und 120 in die und aus der Arbeitsstellung zu
bewegen» Der Mechanismus für diesen Zweck weist einen Luftzylinder 142 auf, der eine Kolbenstange 144 hat, auf
der ein Kolben (nicht gezeigt) befestigt ist, der das Innere des Zylinders in eine obere und eine untere Kammer
teilt. Der Zylinder ist in Fig. 1 gezeigt. Der Mechanismus zur Verbindung der Kolbenstange 144 mit den Armen I38 und
i4o weist eine Welle 145 auf, die in dem Rahmen drehbar
gelagert ist und einen Betätigungsarm 146 aufweist, der mit ihr verkeilt ist und der schwenkbar mit der Kolbenstange 144 verbunden ist, wie Fig. 1 und 5 zeigen. An der
!felle 145 ist ein weiterer Arm 147 befestigt, der mit einer
Gewindestange 148 schwenkbar verbunden ist, die einen Teil einer Totgangverbindung mit einer Hülse 152, die bei 156
an dem Arm 14O angelenkt ist, bildet. Zwischen einer Mutter auf der Stange 148 und einer Schulter der Hülse 152 wird
eine schwere Feder 154 gehalten. Wenn die Kolbenstange
von der durchgehend gezeichneten Stellung in die gestrichelt gezeichnete Stellung in Fig. 5 nach aussen bewegt wird,
wird der Hebel 126, i4o im Uhrzeigersinn geschwenkt und
bringt die Transportwalzen 118 und 120 in ihre Arbeitsstellung. Hierbei gleitet die Stange 148 in der Hülse 152
und die Feder 154 wird weiter zusammengedrückt, wenn der
Arm 126 einen Anschlag erreicht. Der Hebel 124, 138 ist in
gleicher Weise mit einem Arm 162 verbunden, der am linken
Ende der Welle 145 befestigt ist. Öle Stellung der Walzen
118 und 120 wird durch Anschläge an den Armen 124 und 126 bestimmt, die an Widerlagern wie dem bei 164 in Fig. 2 und
5 gezeigten angreifen. Der Anschlag hat die Form einer Schraube, die in einer Gewindebohrung in dem Arm 124, 126
verstellbar und durch eine Gegenmutter 168 feststellbar
ist.
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In die obere Kammer des Zylinders 142 wird Luft eingeführt,
um die Stange 144 mittels eines Ventils nach aussen zu bewegen, das durch Verbindungen, die ein Pedal 172 aufweisen,
betätigt wird. Eine Schwingwelle 17^» an deren Ende das
Pedal 172 befestigt ist, ist drehbar in Lagerböcken 176 gelagert,
die an dem Maschinenrahmen befestigt sind. Am anderen Ende der Schwingwelle 174 ist ein kurzer Arm I78 befestigt,
der mit einer Verbindungsstange I80 zur Betätigung
eines Ventils 182 durch Verbindung mit dem Ventilschieber angelenkt ist. Angeschlossen an das Ventil 182 ist eine
Zuleitung 184 und Leitungen 186 und 188, die an die obere
und untere Kammer des Zylinders 142 angeschlossen sind. Wenn das Pedal 172 gedrückt wird, d.h. im Uhrzeigersinn
in Fig. 5 gedreht wird, wird der Schieber des Ventils 182 nach aussen gezogen, wodurch die Zuleitung 184 mit der
oberen Kammer des Zylinders 142 durch die Leitung I86 verbunden
wird, so dass die Arme 124 und 126 geschwenkt werden, um die Walzen 118 und 120 in ihre Arbeitsstellung
zu bringen. Wenn das Pedal 172 im Gegenuhrzeigersinn zum
Ende seiner Bewegungsbahn zurückgebracht wird, wird der Schieber des Ventils 182 nach innen gedrückt, wodurch die
Zuleitung 184 mit der oberen Kammer des Zylinders über die Leitung 1fa8 verbunden wird, so dass die Arme 124 und 126
zurückbewegt und die Walzen 118 und 120 in ihre Ladestellung
gebracht werden.
Vor der Luftzuleitung 184 befindet sich eine Luftleitung mit
einer Anzahl von Steuerelementen. Eine Leitung 194 soll an
die Zuleitung angeschlossen werden und ist mit einem von Hand betätigbaren Sperrventil 196 versehen. In der Leitung
19^ ist ein solenoidbetätigtes Ventil I98 mit einem zweiten
solenoidbetätigten Ventil 200 verbunden. Das Ventil 193 wird
automatisch betätigt, um der Zuleitung 184 Luft zuzuführen,
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wenn der Motor 62 erregt wird, um den Zylinder 2k anzutreiben.
Die Funktion des Solenoidventils 200 bestellt darin, die Druckluft aus der Zuleitung 184 abzuführen, um eine Bewegung
der Arme 124 und 126 zu verhindern, nachdem die
Motoren 62 und 112 abgeschaltet wurden. Zwischen den SoIenoidventilen
198 und 200 und der Zuleitung 184 sind ein
Filter 202, ein Drucksteuerventil 2O4 und eine Schmiervorrichtung
206 angeordnet.
209804/0819
Claims (10)
1. Maschine zur Bearbeitung von nassen Häuten, gekennzeichnet
durch einen Schleifzylinder (24). eiue Vorrichtung
zum Drehen des Zylinders» zwei Transportwalze!! ( MS, 120)
in einem Abstand von dem Zylinder, der grosser als die Dicke einer Haut Ist, um die flaut unter Spannung zu einer
Schleifzone zwischen den Walzen, zu transportieren, und
eine Vorrichtung, um die Haut durch die Schieifzone zu
ziehen.
2. Maschine nach Anspruch I, gekennzeichnet durch eine Kupplungseinrichtung
der Waiaen. ( 1 18, 120) ,
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Walzen (118,12O) iiber-einander angeordnet sind und
dass die Kupplungseinrichtung bewirkt, dass die untere
Walze (12O) sich langsamer dreht als die obere (118).
4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung, um eine Haut durch die Schleifzone zu ziehen, eine Zugwalze (9&) aufweist, eine Vorrichtung
zum kontinuierliciien Antrieb der Zugwalze, um die Haut von dem Schleifzylinder (24) wegzubewegen, und eine Vorrichtung, um die Zugwalze (98) gegen eine der Transportwalzen (118,12O) zu drücken und die Haut zwischen der
Transportwalze und der Zug-walze zu ergreifen.
zum kontinuierliciien Antrieb der Zugwalze, um die Haut von dem Schleifzylinder (24) wegzubewegen, und eine Vorrichtung, um die Zugwalze (98) gegen eine der Transportwalzen (118,12O) zu drücken und die Haut zwischen der
Transportwalze und der Zug-walze zu ergreifen.
5· Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Zylinder (24) mehrere spiralförmige, von der Mitte
der Walze aus entgegengesetzt gerichtete Rippen (44)
2 0 9-ü ü Λ / ü 8 1 ü
aufweist, und dass eine Antriebsvorrichtung zum schnellen
Drehen des Zylinders (2^) und eine Vorrichtung zum Hin-
und Herbewe^en des Zylinders mit einer Geschwindigkeit,
die im Vergleich zu der Drehgeschwindigkeit gering ist,
vorgesehen sind.
6. Maschine nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, dass jede Rippe (kk) an ihrer Basis dicker als an ihrem Umfang
ist,
7· Maschine nach Anspruch 6, dadurclr gekennzeichnet, dass der Unterschied der Breite einer jeden Rippe an ihrer
Basis und an ihrem Umfang· derart ist, dass die Breite der Schleiffläche, die eine Haut während einer Umdrehung
des Zylinders berührt, relativ konstant bleibt, wenn der Durchmesser des Zylinders durch Abnutzung abnimmt*
8. Maschine nach Anspruch 7» gekennzeichnet durch einen einheitlichen
Schleifkörper und einen Verstärkungskäfig (56),
der in dem Schleifkörper eingebettet ist,
9· Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass der Schleifzylinder {2h) aus einer
zentralen Welle, einem an der Welle befestigten Epoxy™ harzkörper und einem in dem Harzkörper gleichmässig
fein verteilten Schleifmittel besteht.
10. Maschine nach Anspruch 9» dadurch gekennzeichnet, dass
das Schleifmittel natürlicher Schmirgel ist.
/U ■ · Ci I ν J
Al .
Leerseite
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US00149536A US3813819A (en) | 1971-06-03 | 1971-06-03 | Hide treating machines |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2227169A1 true DE2227169A1 (de) | 1973-01-25 |
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ID=22530738
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE2227169A1 (de) |
| FR (1) | FR2141738B1 (de) |
| GB (1) | GB1393029A (de) |
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