DE2226609A1 - Verfahren zum Herstellen einer dichten Verbindung zwischen einem rohrförmigen Bauteil und einem darin eingesetzten Bauteil - Google Patents
Verfahren zum Herstellen einer dichten Verbindung zwischen einem rohrförmigen Bauteil und einem darin eingesetzten BauteilInfo
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Description
betreffend
Verfahren zum Herstellen einer dichten Verbindung zwischen einem rohrförmigen Bauteil und einem darin eingesetzten Bauteil.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer dichten Verbindung zwischen zwei ineinander gesetzten Bauteilen,
insbesondere zwischen einem zylindrischen, rohrförmigen Bauteil und einem darin eingesetzten Bauteil, vor allem zwischen
einem Hauptdichtungsgehäuse und einem Vorratsrohr bzw. Vorratszylinder eines Teleskopstoßdämpfers in Form eines Zweirohrdämpfers
.
Das Vorratsrohr eines Zweirohrdämpfers weist im allgemeinen ein zylindrisches Bauteil mit einer sich in Längsrichtung
erstreckenden Schweißnaht auf. In einem Ende dieses Vorratszylinders ist ein Dichtungsgehäuse aus Aluminium angeordnet,
in dem eine Dichtung aufgenommen ist, durch die sich eine Kolbenstange erstreckt. Um zu verhindern, daß Fluid zwischen
dem Dichtungsgehäuse und dem Vorratszylinder aus -
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tritt, ist ein O-Ring in einer in das Dichtungsgehäuse
eingearbeiteten Aussparung angeordnet und liegt am Vorratszylinder an» Das Ende des Vorratszylinders ist umgebogen
bzw, umgewalzt, um das Dichtungsgehäuse in seiner Lage zu halten.» Hierdurch entsteht zwar eine zufriedenstellende
Dichtung, aber es muß zur Aufnahme des Dichtungsringes eine Aussparung oder Ausnehmung eingearbeitet
werden«
Aufgabe der Erfindung ist es, den .Nachteilen dieser
bekannten Anordnung weitgehendet entgegenzuwirken und ein
Verfahren zum Abdichten eines Gehäuses in einem zylindrischen Bauteil zu schaffen, bei dem die Verwendung einer O-Ringdichtung
unnötig ist.
Zur Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe
wird insbesondere ein Verfahren zum Abdichten öines in ein zylindrisches, rohrförmiges Bauteil eingesetzten
Bauteils geschaffen, bei dem das eingesetzte Bauteil so in dem rohrförmigen Bauteil angeordnet wird, daß sich ein
axialer Endbereich des rohrförmigen Bauteils über das eingesetzte Bauteil hinaus erstreckt, und daß dieser Endbereich
des rohrförmigen Bauteils mit Hilfe einer Walze, die zur Achse des rohrförmigen Bauteils radial bewegt wird aber
auf das rohrförmige Bauteil eine.n schräg zu dieser Achse
gerichteten erheblichen Verformungsdruck aufbringt, in verformenden und abdichtenden Eingriff mit dem Umfang des
eingesetzten Bauteils gewalzt wird.
Die Erfindung betrifft auch eine nach/diesem Verfahren
hergestellte abgedichtete Anordnung„
Vorzugsweise ist das eingesetzte Bauteil von einem kalt verformbaren, hitzehärtbaren Kunststoff gebildet,
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beispielsweise einem im Teigpreßverfaliren hergestellten Polyesterο
Die Erfindung wird nachfolgend mit vorteilhaften Einzelheiten anhand von schematischen Zeichnungen, die die
Verwirklichung des erfindungsgemäßen Verfahrens zeigen, näher erläuterte
1 zeigt einen Teil eines bekannten Zweirohrdämpfers im Axialschnitt;
Figo 2 zeigt eine schematische Einzelheit des in
Pig. 1 gezeigten Zweirohrdämpfers;
Pigο 3 ist eine Ansicht ähnlich Figo 2, zeigt aber
ein in seiner Lage nach einem "bevorzugten Verfahren gemäß der Erfindung abgedichtetes Dichtungsgehäuseo
Wie Figo 1 und 2 zeigen weist ein bekannter Zweirohrdämpfer
ein Vorratsrohr bzw., einen Vorratszylinder 1 auf,
in dessen einem Ende ein Dichtungsgehäuse 2 aus Aluminium abdichtend angeordnet ist«, Durch eine in dem Dichtungsgehäuse
2 angeordnete Stangendichtung 4 erstreckt sich eine Kolbenstange 3 c Innerhalb des Vorratszylinders 1 ist ein
Arbeits- oder Druckrohr bzw«, ein Arbeits- oder Druckzylinder 5 angeordnet und mit einer Stangenführung 8 versehen, an der
das Dichtungsgehäuse 2 aus Aluminium anliegt.
Y/ie aus Fig«, 2 deutlicher hervorgeht, ist eine Aussparung
6 in die Ecke des Dichtungsgehäuses 2 aus Aluminium eingearbeitet und stützt einen O-Ring 7 ab, der an der
Innenseite des Vorrats Zylinders 1 anliegt«, Das Ende des
VorratsZylinders 1 ist über die freiliegende Fläche des
Dichtungsgehäuses 2 umgebogen oder umgewalzt, um das
Dichtungsgehäuse 2 in seiner lage zu halten,,
Das in ]?igo 3 gezeigte verbesserte Dichtungsgehäuse
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ist aus einem hitzehärtbaren, im Teigpreßverfahren hergestellten
Polyesterkunststoff hergestellt und ohne Nut für ein getrenntes Dichtungselement gebildet» Stattdessen ist
dieses Bauelement' mit einer scharfkantigen Ecke zwischen dem zylindrischen Außenumfang des Gehäuses und seiner benachbarten,
nach außen v/eisenden Stirnfläche 12A versehen,
und eine enge Abdichtung mit dem Arbeitszylinder wird durch das anschließende Umwälzen des Arbeitszylinderendes in verformenden
Eingriff mit der Ecke erzielt.
Beim Zusammensetzen der Bauteile wird das Gehäuse 12 durch das offene äußere Ende des Vorratszylinders eingeschoben,
bis es an die in !"ige 3 nicht gezeigte Stangenführung
anstößt, und bei dieser Stellung ragt der äußere Endbereich 13 des Rohres über die äußere Stirnfläche 12A
des Gehäuses hinaus, wie rechts in Figo 3 zu sehen ist.
Eine Y/alze E1 mit abgewinkelter bzw, kegelförmiger
Fläche wird radial zum Vorratszylinder 11 zugestellt und
walzt den äußeren Endbereich 13 des Vorratszylinders zu einem 45 Winkel um, wie links in Figo 3 gezeigt ist. Durch
diesen Y/alzvorgang wird die Zylinderwand unter Verformung
in Eingriff mit der benachbarten scharfen Kante des Gehäuses gebracht, so daß· eine enge Abdichtung mit demselben
erzielt wirdo Der Walzvorgang wird vervollständigt durch
eine axial zugestellte Walze R2, die das äußerste Ende 13 des Vorratszylinders über die Fläche 12A des Dichtungsgehäuses
walzt, um einen ebenen Anschlag für das Stoßgummi der Stoßdämpferanordnung zu schaffen»
Der oben erwähnte, im Teigpreßverfahren geformte, hitzehärtbare Polyesterkunststoff ist besonders geeignet
für das Dichtungsgehäuse, da er stark und sowohl bei
hohen Temperaturen (180 ) als auch bei niedrigen Temperaturen
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(-40 C) stabil ist«, Es sei jedoch darauf hingewiesen,
daß auch andere Stoffe, die nicht übermäßig stark zum "Kriechen" neigen, ebenso geeignet sind für Dichtungsgehäuse,
wenn auch härtere Stoffe zum Erzielen der gewünschten Verformung einen höheren Vialzdruck erfordern«,
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Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen einer dichten Verbindung
zwischen einem rohrförmigen, insbesondere zylindrischen Bauteil und einem darin eingesetzten Bauteil insbesondere
einem Hauptdichtungsgehäuse für eine Teleskopfederungsanordnung
aus einem kaltverformbaren Kunstharz, vorzugsweise einem Polyesterteig, wobei dieses Bauteil so in das rohrförmige
Bauteil eingesetzt wird, daß ein axialer Endbereich des rohrförmigen Bauteils über das eingesetzte Bauteil
hinaus ragt und das hinausragende Ende anschließend über das eingesetzte Bauteil gewalzt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Umwälzen mit Hilfe einer Walze (R1) durchgeführt wird, die radial zum rohrförmigen Bauteil (11)
bewegt wird aber auf den Endbereich (13) einen schräg zur Achse des rohrförmigen Bauteils (11) gerichteten, erheblichen
Verformungsdruck ausübt und den Endbereich (13) in verformenden und abdichtenden Eingriff mit dem Umfang des eingesetzten
Bauteils (12) preßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den vorstehenden Bereich (13)
anschließend mit Hilfe einer zweiten Walze (R2), die axial im Verhältnis zum rohrförmigen Bauteil (11) bewegt wird,
ein Axialdruck ausgeübt wird.
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ORtQtNAL INSPECTED
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