-
Gattersäge zum Schneiden von Gesteinsblöcken Die Erfindung bezieht
sich auf eine Gattersäge mit auf- und abschwingendem Sägerahmen zum Schneiden von
Gesteinsblöcken, wobei der Gesteinsblock auf einer etwa horizontalen Auflage von
einer Vorschubvorrichtung gegen die Sägen vorgeschoben wird.
-
Es ist bekannt, bei Steingattern der vorstehenden Bauart für den Schnitt
des Gesteinsblockes eine in dessen Vorschubrichtung unbewegliche Auflage vorzusehen
und den Gesteinsblock auf dieser beispielsweise mittles eines gleitenden Verschiebebalkens
vorzuschieben. Um ein Kippen der Gesteinsblöcke beim Sägen zu vermeiden, werden
diese vorher auf durchsägbare Unterlagen, vorzugsweise Holzbretter, aufgegipst,
wodurch man dann die nötige, auf der Auflage gleitbare, ebene Unterlage erhält.
-
Es
Es ist weiterhin bekannt, bei Steingattersägen
der eingangs genannten Bauart als Auflage einen durch das Gatter fahrbaren Tisch
vorzusehen, dessen Auflagefläche aus Längslamellen besteht, die zwischen den Sägeblättern
in der Vorschubrichtung durchgeführt sind. Das Kippen der Gesteinsblöcke beim Schneiden
wird hierbei auf die gleiche Weise vermieden, wie bei der feststehenden Auflage,
nämlich durch Aufgipsen der Blöcke auf durchsägbare Unterlagen.
-
Von den beiden vorstehenden Arten des Vorschubs der Gerste in blöcke
hat sich die erstgenannte als besonders vorteilhaft erwiesen, weil es keinerlei
Schwierigkeiten bereitet, die Auflage so massiv auszuführen, daß sie auch Gesteinsblöcken
von sehr großem Gewicht sicher standzuhalten vermag.
-
Unabhängig davon, ob eine feststehende oder eine mit dem Gesteinsblock
verfahrbare Auflage für den Blockvorschub benutzt wurde, bestand ein Nachteil beider
Vorschubarten darin, daß das Aufgipsen der Gesteinsblöcke in der vorstehend beschriebenen
Weise nur am Gatter selbst erfolgen konnte. Die hierfür erforderliche Arbeitszeit
sowie die Abbindezeit für den Gips führten zwangsläufig zu erheblichen Gatter-Stillstandszeiten.
Außerdem war es notwendig, über der Auflage am Gatter einen Kran mit hoher Tragfähigkeit
anzubringen, der bei bestehenden Werken an dieser Stelle von vornherein meist nicht
verfügbar ist.
-
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, die Notwendigkeit
eines Kranes mit hoher Tragfähigkeit am Gatter und die bisherigen langen Stillstandszeiten
zu vermeiden. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Vorschubvorrichtung
einen zwischen einer ersten und einer zweiten Betriebsstellung verschwenkbaren und
in beiden Betriebsstellungen aus einer Ausgangsposition zum Sägerahmen hin
hin
und von dort wieder zurücqbewegbaren Gesteinsblock-Mitnehmer aufweist, der sich
in der erzen Betriebsstellung in der Bewegungsbahn der Gesteinsblöcke und in der
zweiten Betriebsstellung außerhalb dieser Bewegungsbahn befindet und dessen Abstand
von dem Sägerahmen mindestens in der ersten Betriebsstellung größer ist als die
maximale Länge der Gesteinsblöcke, wenn er seine Ausgangsposition einnimmt.
-
Bei der erfindungsgemäßen Steingattersäge ist es möglich, die oben
erläuterte Art des Blockvorschubs auf während des Sägens feststehender Auflage ohne
nennenswerte Stillstandszeiten und ohne die Notwendigkeit eines Kranes am Gatter
durchzuführen, weil es der aus der normalen Bewegungsbahn der Gatter herausschwenkbare
Mitnehmer erlaubt, die Gesteinsröcke an einer von dem Gatter entfernten Stelle,
vorzugsweise auf dem Blockplatz, an dem immer die nötigen Hebezeuge zur Verfügung
stehen, auf Blocktransportwagenåeweils durch Aufgipsen auf sie unterlegende Bretter
oder dgl. für den Schnitt so herzurichten, wie dies bisher am- Gatter geschah, und
den für den Schnitt vorbereiteten Gesteinsblock auf dem Iransportwagen an das Gatter
heranzufahren und dort in die Ausgangsposition für den Schnitt zu bringen, ohne
daß die Vorschubvorrichtung im Wege ist. Erst wenn dies geschehen ist, wird der
Mitnehmer hinter dem Gesteinsblock in die erste Betriebsstellung gebracht, in der
er sich in der Bewvegungsbahn des Gesteinsblocks befindet, um diesen zu erfassen
und durch die Sägeblätter vorzuschieben, sobald er aus seiner Ausgangsposition gegen
die Säge vorwärtsbewegt wird.
-
Der Mitnehmer befindet sich in der ersten Betriebsstellung vorzugsweise
bei der vertikalen Mittelebene der Bewegungsbahn der Gesteinsblöcke.
-
Eine Weiterbildung der Erfindung besteht ferner darin, daß ein
ein
sich mit dem Mitnehmer bewegendes Schleppgestänge zum Nachziehen eines nächsten
Gesteinsblocks während des Schneidens des vorhergehenden vorgesehen ist, wobei der
Abstand der Angriffsfläche des Schleppgestänges von dem in der ersten Stellung befindlichen
Mitnehm~er größer ist als die maximale Länge der Gesteinsblöcke-. Dieses Schleppgestänge
ermöglicht es, Stillstandszeiten des Gatters nahezu völlig zu eleminieren, weil
mit ihm ein nächstfolgender Gesteinsblock bereits in die Ausgangsposition gebracht
werden kann, während der Mitnehmer den vorhergehenden noch durch das Gatter schiebt.
-
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung befindet sich
der Mitnehmer an einem unter der Auflage für die Gesteinsblöcke parallel zur Vorschubrichtung
verfahrbaren Wagen, wobei er durch einen Längsschlitz in der Auflage hindurch in
die Bewegungsbahn der Gesteinsblöcke hochschwenkbar ist.
-
Für den Gesteinsblt:ck kann am Gatter eine von dem Blocktransportwagen
unabhängige feste Auflage vorgesehen sein, auf die der jeweilige Gesteinsblock beispielsweise
mittels des Schleppgestänges bis zur Schnittausgangsposition vom Transportwagen
herunter aufschiebbar ist, die Anordnung kann aber auch so getroffen werden, daß
die Auflage für die Gesteinsblöcke am Gatter bis in die Nähe des Sägerahmens aus
dem auf Schienen verfahrbaren Transportwagen besteht, der dann an einen in Vorschubrichtung
ortsfest fortgesetzten Teil der Auflage ankoppelbar ist.
-
Gemäß einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal der Erfindung werden an
dem Mitnehmer-Wagen über die Blockauflage hochschwenkbare, mit dem Mitnehmer bewegliche
seitliche Spann-Pratzen
Pratzen für die Gesteinsblöcke vorgesehen.
-
Eine andere Weiterbildung der Erfindung besteht schließlich noch darin,
daß bei der üblichen Verwendung von Niederhaltewalzen vor und hinter dem Sägerahmen
die Anordnung so getroffen wird, daß jeweils mindestens zwei Niederhaltewalzen vor-bzw.
hinter dem Sägerahmen vorgesehen und diese Walzen unabhängig voneinander quer zur
Vorschubrichtung verstellbar sind. Dies ermöglicht es, gleichzeitig mehrere nebeneinander
angeordnete Gesteinsblöcke zu schneiden, die verschieden hoch und breit sein können
und trotzdem sicher auf der Auflage nieder gehalten werden.
-
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen: Fig.1,2 und 3 eine erste Ausführung
der Stein-Gattersäge , bei der die Blockauf lage am Gatter, auf der die Gesteinsblöcke
während des Schnitts vorgeschoben erden, zum größten Teil aus dem Transportwagen
besteht, auf dem das jeweilige vorbereitete Schnittgut an das Gatter herangefahren
wird, und zwar in Fig.1 in Ansicht von der Seite, Fig.2 in Ansicht von vorn und
Fig. 3 in Draufsicht, und Fig.4 und 5 eine Steingattersäge mit vom Transportwagen
unabhängiger ortsfester Auflage am Gatter un?ätm Mitnehmerwagen vorgesehenem Schleppgestänge
für das ueberführen eines nachfolgenden Gesteinsblockes vom Transportwagen auf die
Auflage in-die Ausgangsposition noch während des Schneidens des vorhergehenden Blockes,
u.zw. in Fig.4 in Ansicht von der Seite und Fig.5 in Ansicht von vorn.
-
Die
Die Steingattersäge nach Fig. 1 bis 3 weist einen
Gatterständer 1 auf, an dem der für eine Schwingbewegung in vertikaler Richtung
mittels Kurbel 2 und Pleuel 3 angetriebene Sägerahmen 4 in gattergestellfesten Führungen
5 gelagert und geführt ist.
-
Den Sägerahmen 4 durchsetzt ein kurzer Auflagetisch 6a, der durch
einen auf Schienen 7 verfahrbaren, an ihn anschließbaren Wagen 6b zur Blockauflage
vervollständigt wird, auf der der Gesteinsblock während des Schnitts vorgeschoben
wird.
-
Den Vorschub der Gesteinsblöce während des Schnitts besorgt ein Mitnehmer
8, der aus einer in Fig.1 mit ausgezogenen Linien dargestellten ersten Betriebsstellung,
in der er sich in der Bewegungsbahn des Schnittgutes, hier zweier Gesteinsblöcke
9a und 9b befindet, in eine zweite,in Fig.1 gestrichelt dargestellte Betriebsstellung
herabschwenkbar ist, in der er sich unter der Oberfläche der Blockauflage 6a,6b
befindet. Der Mitnehmer 8 ist an einem unterhalb der Blockauflage 6a,6b in der Vorschubrichtung
verfahrbaren Wagen 10 angeordnet und an diesem in zur Zeichenebene der Fig..1 paralleler
Ebene verschwenkbar. Der Wagen 10 erhält seinen Vorschub mittels einer von einem
Motor 11 angetriebenen Spindel 12, die eine am Wagen 10 angebrachte Spindelmutter
13 durchsetzt. Der Wagen 10 gleitet mittels Gleitschuhen 14 auf Schienen 15, wobei
durch passenden Formgebung der einen Schiene dafür gesorgt ist, daß er sich genau
parallel zur gewollten Vorschubrichtung bewegt.
-
In der ersten Betriebsstellung kann der Mitnehmer 8 durch eine nicht
dargestellte Arretiervorrichtung gegen Zurückschwenken in die zweite Betriebs stellung
verriegelt werden.
-
Der Mitnehmer 8 greift, insbesondere wenn mehrere Gesteinsblöcke gleichzeitig
geschnitten werden sollen, wie dies in der
der Zeichnung dargestellt
ist, an einem querliegenden Balken 16 an, der die Vorschubkraft vom Mitnehmer 8
gleichmäßig &uf den Gesteinsblock bzw. die Gesteinsblöcke 9a,9b überträgt.
-
Seitlich am Mitnehmerwagen sind Schwenkarme 17 vorgesehen, die parallel
zum Mitnehmer 8 verschwenkbar sind, wobei sich ihre Drehachse ebenso wie die Drehachse
des Mitnehmers 8 in der Nähe des vorderen Endes des Mitnehmer-Wagens 10 befindet.
Diese Schwenkarme tragen am freien Ende jeweils eine Spann-Pratze, so daß es möglich
ist, die Gesteinsblöcke 9a,9b von der Seite her zwischen den Schwenkarmen 17 festzuspannen.
Die Schwenkarme 17 sind ebenso wie der Mitnehmer 8 so weit bezüglich der Vorschubbahn
nach hinten abwärts schwenkbar, daß in ihrer untersten Stellung der Wagen 6b ohne
Behinderung auf den Schienen 7 weggefahren werden kann, sobald die Gesteinsblöcke
9a und 9b vom Mitnehmer 8 durch das Gatter 4 hindurchgeschoben worden sind.
-
Im Wagen 6b sind Längsschlitze 18 vorgesehen, die die vorstehenden
Scbtrenkbewegungen der Schwenkarme 17 und des Mitnehmers 8 ermöglichen.
-
Sobald der nach dem Schneiden der Gesteinsblöcke 9a und 9b abgeleerte
Wagen ob weggefahren worden ist, wird unter Beibehaltung der abgesenkten Stellung
der Schwenkarme 17 und des Mitnehmers 8 ein nächster beladener Wagen 6b' an seine
Stelle an das Gatter herangefahren und an dem feststehenden Auflagetisch 6a angeschlossen.
Dann werden der Mitnehmer 8 und die Schwenkarme 17 wieder hochgeschwenkt und das
nächste Schnittgut mittels der Spann-Pratzen 17a verspannt, woraufhin wieder mit
dem Schneiden begonnen werden kann.
-
Vor dem Hochschwensen der Schwenkarme
Schwenkarme
17 und des Mitnehmers 8 wird der Mitnehmer-Wagen 10 natürlich in seine Ausgangsposition
zurückgefahren.
-
Zum Niederhalten der Gesteinsblöcke 9a, 9b während des Sägens sind
vor und hinter dem Säge rahmen 4 jeweils zwei Niederhaltewalzen 20 vorgesehen, die
einzeln zur Seite verstellbar sind. Sie werden å jeweils über dem zugehörigen Gesteinsblock
in Stellung gebracht.
-
Die Ausführungsform gemäß Fig.4 und 5 unterscheidet sich von derjenigen
gemäß Fig.1 bis 3 im wesentlichen dadurch, daß die ganze Gesteinsblock-Auflagefläche
30 am Gatter ortsfest ist und am hinteren Ende des Mitnehmer-Wagens 10' beiderseits
von diesem Schleppstangen 31 vorgesehen sind, die aus der in Fig.4 dargestellten
hochgeschwenkten Stellung so weit nach unten schwenkbar sind, daß ihre oberen freien
Enden beim Zurückfahren des Wagens 10' unter einem Querbalken 32 vorbeikommen, der
sich hinter den Gesteinsblöcken befindet, die auf einem Transportwagen 33 für den
Schnitt vorbereitet an die Auflage 30 am Gatter herangefahrenwerden.
-
Dieser Balken 32 steht zu beiden Seiten über den Wagen 33 über und
wird von 9.en Schleppstangen 31 erfasst, wenn diese hinter dem Wagen 33 in der Ausgangsposition
des Mitnehmer Wagens 10' hochgeschwenkt worden sind.
-
Der Abstand zwischen dem hochgeschwenkten Mitnehmer 8' und den oberen
Enden der hochgeschwenkten Schleppstangen 31 ist größer als die maximale Länge der
zu schneidenMen Gesteinsblöcke.
-
durch die Scheppstangen 31 wird das auf dem Wagen 33 aufliegende Schnittgut
auf die ortsfeste Blockauflage 30 in die
die Schnittausgangsposition
geschoben, wahrend gleichzeitig der Mitnehmer 8' die Gesteinsblöcke, die vorher
von den Schleppstangen 3 in die Ausgangsposition gebracht worden sind, durch den
Sägerahmen 4' hindurch schiebt.
-
Patentansprüche