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DE2221135B2 - Elektrophotographisches AufzeichnungsmateriaL - Google Patents

Elektrophotographisches AufzeichnungsmateriaL

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Publication number
DE2221135B2
DE2221135B2 DE19722221135 DE2221135A DE2221135B2 DE 2221135 B2 DE2221135 B2 DE 2221135B2 DE 19722221135 DE19722221135 DE 19722221135 DE 2221135 A DE2221135 A DE 2221135A DE 2221135 B2 DE2221135 B2 DE 2221135B2
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DE
Germany
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dye
dyes
substances
sensitizing
photoconductive
Prior art date
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Granted
Application number
DE19722221135
Other languages
English (en)
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DE2221135A1 (de
DE2221135C3 (de
Inventor
Hirokazu Kyoto Tsukahara (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mitsubishi Paper Mills Ltd
Original Assignee
Mitsubishi Paper Mills Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mitsubishi Paper Mills Ltd filed Critical Mitsubishi Paper Mills Ltd
Publication of DE2221135A1 publication Critical patent/DE2221135A1/de
Publication of DE2221135B2 publication Critical patent/DE2221135B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2221135C3 publication Critical patent/DE2221135C3/de
Granted legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B23/00Methine or polymethine dyes, e.g. cyanine dyes
    • C09B23/02Methine or polymethine dyes, e.g. cyanine dyes the polymethine chain containing an odd number of >CH- or >C[alkyl]- groups
    • C09B23/04Methine or polymethine dyes, e.g. cyanine dyes the polymethine chain containing an odd number of >CH- or >C[alkyl]- groups one >CH- group, e.g. cyanines, isocyanines, pseudocyanines
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G5/00Recording members for original recording by exposure, e.g. to light, to heat, to electrons; Manufacture thereof; Selection of materials therefor
    • G03G5/02Charge-receiving layers
    • G03G5/04Photoconductive layers; Charge-generation layers or charge-transporting layers; Additives therefor; Binders therefor
    • G03G5/06Photoconductive layers; Charge-generation layers or charge-transporting layers; Additives therefor; Binders therefor characterised by the photoconductive material being organic
    • G03G5/0664Dyes
    • G03G5/0666Dyes containing a methine or polymethine group
    • G03G5/0668Dyes containing a methine or polymethine group containing only one methine or polymethine group
    • G03G5/067Dyes containing a methine or polymethine group containing only one methine or polymethine group containing hetero rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photoreceptors In Electrophotography (AREA)
  • Heterocyclic Compounds Containing Sulfur Atoms (AREA)

Description

enthält, worin R, und R2 gleich einem Wasserstoff oder Halogenatom, einer Alkylgruppe mit 1 bis 9 Kohlenstoffatomen, einer Alkoxygruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder einer Nitrogruppe, R3 gleich einem Wasserstoffatom oder einer Methylgruppe und X gleich einem Anion ist.
2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es zwischen 0,2 und 30 g Sensibilisierungsfarbstoff je 1000 g Photoleiter enthält.
35
Die Erfindung betrifft ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit einer photoleitfähigen Schicht, die einen organischen Photoleiter und einen Sensibilisierungsfarbstoff mit einem Benzthiapyryliumring enthält.
Es ist bekannt, elektrophotographische lichtempfindliche Massen herzustellen, bei welchen Substanzen verwendet werden, deren elektrische Leitfähigkeit im unbelichteten und belichteten Zustand stark schwankt, wie photoleitfähige Substanzen als lichtempfindliches Substrat, indem man feinpulverisierte anorganische photoleitfähige Materialien, wie Selen, Cadmiumsulfid, Zinkoxid, Titanoxid usw. mit Hilfe eines geeigneten Bindemittels auf einen folienartigen Träger aufbrachte. Ferner wurden Untersuchungen hinsichtlich der Anwendbarkeit von organischen photoleitfähigen Substanzen, z. B. von kondensierten aromatischen Ringsystemen, wie Naphthalin. Anthracen usw. als elektrophotographische Substanzen ausgeführt, wobei sich jedoch nur wenige dieser Substanzen als praktisch brauchbar erwiesen. Die Anwendung der organischen photoleitfähigen Substanzen konnte sich bisher nicht durchsetzen, obwohl diese Substanzen Eigenschaften aufweisen, welche die anorganischen photoleitfähigen Substanzen nicht besitzen, nämlich gewöhnlich geringe Dichte oder geringeres spezifisches Gewicht, auf Grund dessen das Gewicht der Überzugsschicht leichter gemacht werden kann, sowie die Fähigkeit zur Bildung eines stark durchscheinenden dünnen Films. Der Hauptgrund hierfür beruht auf der Tatsache, daß die Empfindlichkeit der organischen Substanzen wesentlich geringer als diejenige der anorganischen Substanzen ist. Aus diesem Grund kann man praktisch brauchbare elektrophotographische Materialien nur mit den bekannten organischen photoleitfähigen Substanzen, wie Polyvinylcarbazol, bromiertem Polyvinylcarbazol, 1,3, 5-Triphenylpyrazolin, Polyacenaphthylen, Triphenylamin, Ν,Ν,Ν',Ν' - Tetrabenzylparaphenylendiamin usw. erhalten. Es bestand daher ein Bedarf an eineia wirksamen Sensibilisierungsverfahren. Um also äußerst empfindliche elektrophotographische Materialien zu erhalten, bei denen das lichtempfindliche Substrat aus einer organischen Substanz bestand, war es nötig, bessere photoleitfähige Substanzen und ein wirksameres Sensibilisierungsverfahren zu finden.
Das chemische Sensibilisierungsverfahren und das Farbstoffsensibilisierungsverfahren (oder optisches Sensibiüsierungsverfahren) sind als Sensibilisierungsverfahren für elektrophotographische Materialien, welche organische Substanzen enthalten, bekannt Das erstgenannte Verfahren besteht in dem Zusetzen von sauren Substanzen (Br^nstedsäure oder Lewissäure). Bei diesen Verfahren sind die optischen Eigenschaften (wie die Absorptionswellenlänge) der Zusätze nicht wichtig, dagsgen sind aber die Elektronenakzeptor- und Donatoreigenschenschaften zwischen den Zusätzen und den photoleitfähigen Substanzen von Bedeutung. Diese Zusätze werden allgemein chemische Sensibilisato'en genannt. Gemäß dem letztgenannten Sensibilisierungsverfahren werden die- Substanzen, welche Licht mit längerer Wellenlänge als die photoleitfähigen Substanzen als solche absorbieren, zu den photoleitfähigen Substanzen gegeben. Der Sensibilisierungsmechanismus ist noch nicht endgültig geklärt; die bei diesem Verfahren angewendeten Zusätze absorbieren jedoch Licht von Wellenlängen, auf welche die photoleitfähigen Substanzen nicht ansprechen und übertragen die Energie auf die photoleitfähigen Substanzen. In vielen Fällen weisen diese Substanzen eine starke Absorption im sichtbaren Strahlenbereich (etwa 400 bis 700 ηΐμΐ auf und werden daher Sensibilisierungsfarbstoffe genannt.
Im Rahmen der Erfindung wurden nun ausgedehnte Versuche im Hinblick auf die Farbstoffsensibilisierung ausgeführt.
Die folgenden Farbstoffe sind als brauchbar für die Sensibilisierung von elcktrophotographtschen Materialien, welche organische photoleitfähige Substanzen enthalten, bekannt:
Triphenylmethanfarbstoffe. wie Methylviolett, Kristallviolett. Äthylviolett. Nachtblau, Viktoriablau; Xanthenfarbstoffe, wie Erythrosin, Bengalrosa, Rhodamin B usw; Thiazinfarbstoffe, wie Methylenblau, Methylengrün, Methylenviolett usw.; Oxazinfarbstoffe, wie Capriblau. Meldolasblau; Cyaninfarbstoffe, wie 2,2-Chinocyanin. Thiacyanin. Oxacyanin, Selencyanin usw.; Pyryliumsalzfarbstoffe, wie 2-Phenyl-4,6 - dianisylpyryliuinborfluorid. 2 - Phenyl - 4 - anisyl-6-(4-methoxystyryl)-pyryliumperchlorat usw.; Benzopyryliumsalzfarbstoffe, wie 2 - (o - Hydroxystyryl)-3 - methylbenzopyryliumperchlorat. 2 - (p - Methoxy-(i-isopropylstyryl)-benzopyryliumpcrchlorai usw.; sowie Triarylcarboniumsalzfarbstofie, wie Diphenylanisylcarboniumperchlorat usw.
Diese Farbstoffe weisen jedoch sowohl Nachteile wie Vorteile auf, und man kann nur wenige als hervorragende Farbstoffe für organische photoleitfähige Substanzen bezeichnen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials unter
/erwendung von Sensibilisatoren, die eine überragend asche Steigerung der Empfindlichkeit bewirken. Erindungsgemäß wird dies erreicht, daß die photoleitähige Schicht als Sensibilisierungsfarbstoff eine Verbindung der Formel
H3C CH3
Nr. 6
enthält, worin R1 und R2 gleich einem Wasserstoff oder Halogenatom, einer Alkylgruppe mit 1 bis 9 Kohlenstoffatomen, einer Alkoxygrrppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder einer Nitrogruppe, R3 gleich eineni Wasserstoffatom oder einer Methylgruppe und X gleich einem Anion ist.
Im folgenden sind einige Beispiele Tür Farbstoffe der oben beschriebenen allgemeinen Formel angegeben :
Nr. 3
Nr. 4
Nr. 5
Nr. 8
Nr. 9
CH3 45 Nr> 10
55 Nr. 11
65 Nr. 12
ClO4
OCH,
CH3O
α o;
OCH3
n-QH, O
CH,
CiO4:
Br
CH3
ClO4-
Cl
Br nach den herkömmlichen Verfahren aufweist Auf diese Weise konnten elektrophotographische Materiahen erhalten werden, mit welchen eine Reproduktion mit bisher nicht üblichen kurzen Belichtungszeiten erzielt werden kann, welche also hochempfindlich sind Wie sich aus dem folgenden Beispiel 1 ergibt, schafft die Erfindung ein Sensibilisierungsverfabxen. welches den herkömmlichen Scnsibilisierungsverfahten. bei denen Kristallviolett- oder 2-StyrylbenzopyryliumsaWarbstoff als bisher bekannte am meisten wirksame Ss.rjsibilisierungsfarbstoffe verwendet wurden, wesentlich überlegen ist.
• Bei den bisher bekannten Cyaninfarbstoffe^ welche nicht nur als wirksame Sensibilisierungsfarbstoffe für photographisches Silberhalogenidmaterialien. sondern auch fur organische elektrophotographische Materialien bekannt waren, sind Stickstoffatome, wekhc in heterocyclische Ringe eingebaut sind, an beiden Enden des konjugierten Doppelbindungssystems der Kohlenstoffkette gemäß dem folgenden Schema gebunden.
O2N
Nr. 15
CH,
/^ S ^ CH
ClO4
NO,
CH,
Nr. 16
CIQ
H3C CH,
CH,
CH,
H,C
^■ S'Λ CH''V^ , ClQ1' \
H3C-C CH3 CH, (C C=-- )„C N
(wobei η eine ganze Zahl bedeutet); das konjugierte System bildet als Ganzes ein einwertiges Kation. Andererseits entsprechen die bei der Erfindung ari-
gewendeten Sensibilisierungsfarbstoffe den gewöhnlichen Cyaninfarbstoffe^ in welchen die Stickstoffatome an beiden F.nden des konjugierten Systems durch Schwefelatome ersetzt sind, wobei das konjugierte System dem folgenden Schema entspricht:
35
40
45
55
Die wesentliche Wirkung der erfindunLsgemäßen Farbsensibflisierung bei elektropholographischcm liehteinpftndlichem Material, welches organische photoleitfähigc Substanzen enthält, wird im folgenden erläutert:
Die wesentliche Wirkung beruht auf der Tatsache. daß die erfindungsgemäße Farbstoffsensibiüsierung organische elektrophotographische Materialien liefert, "welche eine wesentlich größere Empfindlichkeit als S (C
U -S-
(wobei η eine ganze Zahl bedeutet). Die erfindungsgemäßen Sensibilisierungsfatbstoffe weisen ein mehr als lOOfach gioßeres Sensibiiisierungsvermögen als die herkömmlichen CyaninfarbstoHc auf, wie sich aus dem folgenden Beispiel 2 ergibt.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung beruht auf der Tatsache, daß die erfindungsgemäßen Sensibilisierungsfarbstoffe leicht hergestellt werden können. Man benötigt a\so keine spezifischen und teuren Ausgangsmaterialien. Das Herstellungsverfahren ist einfach Man benötigt keine speziellen Vorrichtungen zum Reinigen, und man kann reine Produkte in Form von schönen Kristallen in großer Menge und großer Ausbeute erhalten. Dies ist ein wesentlicher Vorteil im Vergleich zur Herste'iiung der üblichen Cyaninfarbstoffe u. dgl., zu deren Herstellung ein umständliche! und schwieriges Verfahren erforderlich ist.
Ferner absorbieren viele der erfindungsgemäßer Farbstoffe hauptsächlich rotes Licht und macher hierdurch die lichtempfindlichen organischen elektro photographischen Substanzen rotempfindlich. Da durch wurde es möglich, eine gegenüber rotem Licht z. B. rötlichem Laserlicht, hochempfindliche elektro photographische Schicht herzustellen. Ferner vwdi es durch Zusetzen dci trfindungsgemäß- .ihili
sierungsfarbsiofie in geeigneter Kombina·. · ..11. an deren grüner oder biauen Scpsibilisierungslri'.-'-.toffci möglich, panchromatische lichtempfindliche Mas
sen herzustellen. Auf diese Weise wurde es möglich, schwarze und weiße lichtempfindliche Schichten herzustellen, die hochempfindlich gegenüber weißem Licht sind, oder natürlich gefärbte lichtempfindliche Materialien unter Anwendung von trichromatischen Belichtungen herzustellen.
In F i g. 1 ist die unter Verwendung des Sensibilisierungsfarbstoffes Nr. 6 erhaltene Spektralempfindlichkeitskurve und in F i g. 2 ist die unter Verwendung des Sensibüisierungsfarbstoffes Nr. 11 erhaltene Spektralempfindlichkeitskurve dargestellt.
Das Verfahren zum Herstellen dei erfindungsgemäß verwendeten Sensibilisierungsfarbstoffe ist an sich bekannt und in »Tetrahedron Letters« (1963, Nr. 8, S. 487 bis 495) sowie in »Indian Journal of Chemistry« (Bd. 7, Nr. 1. S. 17 bis 20. 1969), beschrieben. Bei diesem Verfahren werden Thiophenole und Methylvinylketon oder Methylisopiopenylketon, gegebenenfalls in Gegenwart einer geringen Menge Piperidin, miteinander zu Methyl-(/i-phenylthioäthyl)-ketonen oder Methyl -1^ - phenylthionsopropyl) - ketonen umgesetzt. Dann werden 1 Mol dieser Ketone und 1 bis 1,2 Mol Triphenylchlormethan miteinander bei einer Temperatur von 55 bis 65° C 15 bis 90 Minuten in Gegenwart von überschüssiger 70%iger Perchlorsäure zu dem 4-Methyl- oder 3.4-Dimethylthianaphthaleniumsalz umgesetzt. 1 Mol dieses Salzes wird in trockenem Methanol oder Äthanol suspendiert, und die Suspension wird dann eine Zeitlang auf einem Wasserbad am Rückfluß gekocht. Dann werden Methanol oder Äthanol, in welchem 0,5 Mol Natrium aufgelöst wurden, zugegeben, und es wird weitere 30 Minuten am Rückfluß gekocht. Dabei wird der gewünschte Farbstoff in hoher Ausbeute erhalten. Ein weiteres Verfahren besteht im Zugeben von 2 Mol Triphenylchlormethan zu 1 Mol der schwefelhaltigen Ketone und Umsetzen des. Gemisches in Gegenwart von 70%iger Perchlorsäure unter 1 - bis 1,5siündigem Erhitzen auf einem siedenden Wasserbad. Die Reinigung der so erhaltenen Farbstoffe erfolgt durch Auflösen des rohen Farbstoffes in 70°oigcr Perchlorsäure und Umkristallisieren durch Zugeben einer großen Menge Äther. An Stelle von Perchlorsäure kann man auch Polyphosphorsäure anwenden.
Im folgenden wird die Herstellung des Sensibüisierungsfarbstoffes Nr. 6 im einzelnen erläutert. Dieser Farbstoff ist als solcher nicht bekannt, kann aber gemäß dem in den obengenannten Literaturstellen beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
Herstellung des Farbstoffes Nr 6
7,1 g Methyl-(/J-p-tert.-butylphenylthioäthylketon, das durch Additionsreaklion von p-tert.-Butylthiophenyl und Methylvinylketon erhalten worden war, 8,4 g Triphenylchlormethan und 13,0 g 70%ige Perchlorsäure wurden miteinander vermischt, und das Gemisch wurde auf einem Wasserbad auf 55 bis 65° C erhitzt und 30 Minuten gerührt. Dann wurde abgekühlt und eine große Menge Äther zum Ausfällen des Reaktionsproduktes zugegeben, welches dann abfiltriert wurde. Das Produkt wurde durch wiederholtes Waschen mit Äther gereinigt. Dabei wurden 8,7 g 4 - Methyl - 6 - tert. - butylthianaphthaleniumperchlorat in Form von gelben feinen Kristallen erhalten. Die gesamte Menge dieses Produktes wurde in 30 ml getrocknetem Methanol suspendiert und die Suspension wurde auf einem Ölbad 1 Stunde unter Rühren am Rückfluß gekocht. Dann wurden 13,7 ml einer Methanollösung zugegeben, in welcher 0,32 g metallisches Natrium aufgelöst worden waren und anschließend wurde weitere 30 Minuten am Rückfluß gekocht. Nach dem Abkühlen wurde der erhaltene blaue Niederschlag abfiltriert, mit Wasser und Methanol gewaschen und dann getrocknet, wobei der rohe Farbstoff in quantitativer Ausbeute erhalten wurde. Der so erhaltene rohe Farbstoff wurde dann in 50 ml 70%iger Perchlorsäure aufgelöst und unlösliche Substanzen abfiltriert. Danach wurde eine große Menge Äther zugegeben und das Gemisch gerührt, wobei der Farbstoff in Form von blauschwarzen Kristallen erhalten wurde. Der gewünschte reine Farbstoff kann durch Wiederholung des Reinigungsverfahrens erhalten werden. Dieser Farbstoff weist einen Schmelzpunkt von 2560C (Zersetzung) auf; seine maximale Absorptionswellenlänge im sichtbaren Bereich in 1,2-Dichloräthanlösung betrug 630 ιτίμ (molekularer Auslöschungekoeffizient 1,170 105cm"' MoP1I).
^o Die Elemeriaranalyse ergab die folgenden Ergebnisse:
Berechnet ... C 63.32. H 5,88, S 12,07%; gefunden .... C 63,35, H 6,06, S 11,98%.
Bei dem erfindungsgemäßen Sensibilisierungsverfahren werden die photoleitfähige organische Substanz, das Bindemittelharz, der Weichmacher, chemischer Sensibilisator usw.. welche die weiteren Bestandteile außer dem Sensibilisierungsfarbstoff darstellen, in einem Lösungsmittel aufgelöst, und der Sensibilisierungsfarbstoff wird in einem anderen, unterschiedlichen Lösungsmittel, welches mit dem ersten Lösungsmittel mischbar ist, zugesetzt. Danach werden die beiden Lösungen gut miteinander vermischt und das Gemisch auf einen geeigneten Träger aufgebracht und getrocknet. Dies stellt ein allgemeines Verfahren dar. Wahlweise kann ein Lösungsmittel, welches mit dem für die photoleitfähige organische Substanz verwendeten Lösungsmittel identisch ist. als Lösungsmittel für den Farbstoff verwendet werden.und die erhaltenen beiden Lösungen werden später miteinander vermischt, oder der Farbstoff und die photoleitfähige Substanz usw. können in festem Zustand miteinander vermischt und dann das Gemisch in einem Lösungsmittel aufgelöst werden. Ferner kann eine Lösung der photoleitfähigen Substanz und des Farbstoffes getrenn) hergestellt und nachdem eine der beiden Substanzen auf einen Träger aufgebracht wurde, die andere Substanz ebenfalls aufgebracht werden, wodurch ein Ver mischen durch Diffusion eintritt. Selbst wenn du photoleitfähige Substanz und der Farbstoff nur ii geringer Menge in der getrockneten überzugsschich vorliegen, wird die Farbstoffsensibilisierung gemäl der Erfindung erzielt. Die Menge des zuzusetzende!
Farbstoffes beträgt vorzugsweise 0,2 bis 30 g pr< Kilogramm organischer photoleitfähiger Substani Falls man eine geringere Menge Farbstoff anwende1 so erzielt man keine ausreichende Lichtempfindlicli keit; falls man dagegen eine größere Menge anwende so wird die Dunkelleitfäbigkeit erhöht, und man kan nur mit Schwierigkeiten ein Bild mit großer Dichte ei halten. In den folgenden Beispielen wird die stark Wirkung der erfindungsgemäß verwendeten Sensibil sierungsfarbstoffe erläutert:
Beispiel I
Monochlorbenzol wurde zu 1,5 g *;>-N-viny carbazol bis zum Erhalt von 15 g Gesamt menge eim
praktisch farblosen durchsichtigen Lösung zugegeben. Zu der erhaltenen Lösung wurden 3 ml jeweils von 0,5 Gewicht pro Volumprozent Acetonitrillösung der in der folgenden Tabelle aufgeführten Sensibilisierungsfarbstoffe zugegeben und diese miteinander vermischt. Jede der so erhaltenen Lösungen wurde auf ein elektroleitendes Papier (80 g/m2) aufgebracht, welches einer geeigneten Leitfähigkeitsbehandlung unterzogen worden war, so daß die Menge der aufgebrachten Lösung 5 g/m2 mach dem Trocknen betrug. Anschließend wurde dann getrocknet. In an sich bekannter Weise wurde dann eine negative statische Ladung an der Oberfläche der aufgebrachten Schicht durch Koronaentladung iingelegt, und dann wurde die Oberfläche mit weißem Licht aus einer Wolframlampe belichtet, und es wurde die Lichtabklingungsgeschwindigkeit des Oberflächenpotentials gemessen (die Belichtung der Oberfläche der Probe erfolgte mit einer Lichtstärke von 5 Lux). Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt. Zu Vergleichszwecken wurden Versuche unter Verwendung von herkömmlichen Sensibilisierungsfarbstoffen, z. B. Kristallviolett. Benzopyryliumsalzen oder Triallylcarboniumsalzen ausgeführt; die hierbei erhaltenen Ergebnisse sind ebenfalls in Tabelle 1 zusammengestellt. Bei den in Tabelle 1 aufgeführten Sensibilisierungsfarbstoffen bedeuten die Abkürzungen KV. Kristallviolett, B. P. 2,4-Methoxy-n-isopropylstyrylbenzopyryliumperchlorat und T. A. C. Diphenylanisylcarboniumperchlorat. Die Sensibilisierungsfarbstoffe Nr. 1 bis 17 sind erfindungsgemäße Farbstoffe.
Aus den jr· Tabelle 1 aufgeführten Ergebnissen ist ersichtlich, daf· nan mit den erfindungsgemäßen SensibilisieP! 5sfarbstoffen eine Erhöhung der Lichtempfindli'-'.iveit um etwa das lOOOfache gegenüber keinem Zusatz von Sensibilisierungsfarbstoffen erzielen kann und da8 die erfindungsgemäßen Sensibilisierungsfarbstoffe ein wesentlich größeres Sensibilisierungsvermögen als die bekannten Sensibilisierungsfarbstoffe aufweisen.
Die Spektrallichtempfindlichkeitskurve, welche unter Verwendung des Sensibilisierungsfarbstoffs Nr. 6 erhalten wurde, ist in F i g. 1 dargestellt. Aus dieser Kurve ergibt sich, daß die Probe eine maximale Lichtempfindlichkeit gegenüber Licht von etwa 650 ηΐμ aufweist.
Tabelle 1
Sensibihsicrungs'arbstofT
Belichtung bei welcher
das Potential um die H.ilfte
verringert wurde
I Lux Sekunden I
Fortsetzung
Sensibilisierungsfarbstoff Be Belichtung, bei welcher
das Potential um die Hälfte
verringert wurde
(Lux ■ Sekunden)
Nr. 9 20,0
Nr. 12 25,0
Nr. 13 60,0
Nr. 15 65.0
Nr. 17 ' 20.0
i spi el 2
Nr
0,5 g eines Mischpolymeren aus N-Vmylcarbazol (10 Gewichtsteile) und Stearylmethacrylat (1 Gewichtsteil) wurden in 6.4 geiner Lösungsmittelmisdn -ιμ (1 : 1) von Monochlorbenzol und Trichloräthylen augelöst. Zu jeder der so erhaltenen Lösungen wurdet- 0.5 ml
oder 1,0 ml einer 0,5%igen Acetonitrillösung zugegeben, welche jeweils einen der in Tabelle 2 aufgeführten Sensibilisierungsfarbstoffe enthielt, und es wurde eine homogene Lösung hergestellt. Jede der so erhaltenen Lösungen wurde auf ein elektroleitendes Papier (70 g/m2) aufgebracht, welches einer Leitfähigkeitsbehandlung unterworfen worden war. wobei die Menge der so aufgebrachten Lösung nach dem Trocknen 5 g/m2 betrug. Anschließend wurde mit Warmluft getrocknet. Auf die Oberfläche des so erhaltenen lichtempfindlichen Papiers wurde durch Koronaentladung eine negative statische Ladung aufgebracht. Dann wurde die Oberfläche mit weißem Licht aus einer Wolframlampe belichtet und die Lichtabklingungsgeschwindigkeit des Oberflächenpotentials gemessen Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 zusammengestellt. In dieser Tabelle entsprechen die Sensibilisierungsfarbstoffe gemäß den Proben Nr. 2-1 und 2-2 der Erfindung und diejenigen gemäß den Proben Nr. 3-1. 3-2; 4-1. 4-2; 5-1, 5-2 sind Vergleichsbeispiele unter Verwendung von üblichen Cyaninfarbstoffe^ Aus den in Tabelle 2 aufgeführten Ergebnissen ergibi sich, daß die erfindungsgemäß verwendeten Sensibilisierungsfarbstoffe, welche aus einem konjugierter System mit Schwefelatomen an beiden Enden bestehen, die Lichtempfindlichkeit um mehr als das lOOOfache gegenüber dem Zusatz von keinem Sensibilisierungsfarbstoff zu steigern vermögen. Fernei ergibt sich, daß die erfindungsgemäß verwendeter Farbstoffe ein wesentlich größeres Sensibilisierungs
vermögen als die üblichen Cyaninfarbstoffe aufweisen welche aus einem konjugierten System bestehen, wel ches Stickstoffatome an beiden Enden aufweist.
Zur praktisch Untersuchung wurde dann eine n?ga ti ve statische Ladung auf jede Probe des lichtempfind
liehen Papiers aufgebracht, und dann wurde das Pa pier mit weißem Licht von 500 Lux 0,1 Sekunden lanj durch ein durchsichtiges Original hindurch belichtet Danach wurde jede Probe mit einem flüssigen Ent wickler entwickelt. Nur bei den Proben 2-1 und 2-, wurden klare Kopien erhalten, welche genau den /Original entsprachen. Bei dsn anderen Proh<~ ' '· λ
ί iToner an der ganzen Oberfläche, und es ■ .mn »'Ä^jfcetoe Kopien erhalten werden.
Ta belle
Chemische Formol dos Sensibilisienimisfaibsioff',
Es wurde kein Farbstoff erhalten
f-CH,
C 'r -tCH=-CHk-CH=x ,■ !■> ·-
j
Sx
j
I
C2H5
r
Beispiel 3
1 g TriphenyJamin, 4 g Polystyrol und 0,1 g p-Nitrophenol wurden in Toluol bis zum Erhalt von 40 g <jesamtmenge an Lösung aufgelöst. Zu dieser Lösung wurden 2 ml einer 0,5%igen Chloroformlösung des Sensibilisienmgsfarbstoffes Nr. 6 zugegeben und vermischt. Diese Mischung wurde dann auf eine elektroleitende Papiergrundschicht aufgebracht, wobei die Stärke des Films nach dem Trockner. 6 μ betrug. Anschließend wurde getrocknet. Dann wurde eine negative statische Ladung auf den Film aufgebracht und dieser anschließend mit weißem Licht mit einer Oberflächenlichtstärke von 50 Lux belichtet, und es wurde diejenige Belichtungsmenge gemessen, bei welcher das Oberflächenpotential um die Hälfte verringert wurde. Dabei wurde ein Wert von 325 Lux · Sekunden erhalten. Aus diesem Wert ergibt sich eine Erhöhung der Lichtempfindlichkeit um das lOOfache gegenüber keinem Zusatz vGn Sensibflisierungsfarbstoffen. Zur praktischen Prüfung wurde dann die negativ geladene Probe unter ein Positivorigjnal gelegt und durch dieses mit weißem Licht in einer Menge von 1000 Lux
65 NkMIgC
;in Vuiger
Lösung des
l-';irbsloffs
ί Maximale Wellenlänge
in der sioliib.ircn
{ Reuion, wcichei durch ! die Probe des lichl-1 empiindiKhen Papiers j absorbiert wurde
S UV, ·.!
1.0
0.5
1.0
0.5
1.0
keine
652
Belichtung, bei welcher
das Poienlial um die
Hälfte verringert wurde
(Lux■Sekunden)
575
628 und 677
676
300(K) 31
2"1
12000 11 4(K)
9 300
8 550 3 600
2 330
55 Sekunden belichtet und mit schwarz gefärbtem Ent wicklungspulver bestreut. Dabei wurde eine hervor ragende Kopie erhalten. Falls dagegen kein Sensibili sieiungsfarbstoff zugegeben wird, ist die Lichtemp Endlichkeit der Probe zu gering, um eine Kopie z\ erhalten.
Beispiel 4
1.0 Gewichtsteile 9-Vinylcarbazol und 5 Gewichts teile 3,6-Dibrom-9-vinylcarbazol wurden vermisch und thermisch in einem verschlossenen Rohr poly merisiert. in welchem die Luft durch Stickstoffgas ve drängt worden war. Das so erhaltene Polymere wurd dann in Monochlorbenzol aufgelöst. Die Lösun wurde zu Methanol zugegeben, und lOGewichtstei des so erhaltenen Mischpolymeren wurden in 120 Gi wichtsteilen Monochlorbenzol aufgelöst. Zu der e haltenen Lösung wurden 5 ml einer 0,5°.·ια·"-. Chlort formlösung des erfindungscemäßer. " 'ihsatoi Nr. 11 sowie 5 m! einer 0.5"nigen (.hd. » >rr,ilosui von 4.4-Methoxystvr>!-6 lerl -butylbeji<;c>thiopyr
liumperchlorat, welches nicht innerhalb des Rahmens d "τ Erfindung liegt und 5 ml 0,5%ige Chloroformlösung von 2 - Phenyl - ρ - tolyl - 6 - tert. - butylbenzothiopyryliumperchlorat, welches nicht im Rahmen der Erfindung liegt, zugegeben und das Gemisch bis zum Erzielen einer homogenen Lösung vermischt. Die erhaltene Lösung wurde dann auf eine elektroleitende Papiergrundschicht aufgebracht, wobei die Menge der Festsubstanz nach dem Trocknen mit Heißluft 5 g/m2 betrug. Dann wurde in an sich bekannter Weise eine positive Ladung an das so erhaltene lichtempfindliche Papier angelegt, welches dann mit weißem Licht aus einer Wolfrarnlampe belichtet wurde. Diejenige Belichtungsmenge, bei welcher das Ober-Sächenpotential um die Hälfte verringert wurde, wurde > gemessen, und es wurde ein Wert von 12,5Lux -Sekunden erhalten.
Dann wurde das geladene lichtempfindliche Papier spektral mit einem Meßspektrograph belichtet und entwickelt Danach wurde die spektrale Empfindlichkeit gegenüber Licht im Bereich von 350 bis 750 πΐμ. (sichtbarer. Bereich) gemessen. Dabei ergab sich, wie aus F i g. 2 ersichtlich, daß die Probe im Bereich des sichtbaren Lichtes von 350 bis 750 πΐμ.lichtempfindlich war, mit Maximalwerten bei 450, 570 und 640 m μ. und die Probe panchromatisch war. -
Falls dagegen kein Sensibilisierungsfarbstoff Nr. 11 zugegeben wurde, die übrigen Bedingungen aber beibehalten wurden, fiel der rotempficdliche Bereich mit dem Maximum bei 640 πΐμ vollkommen weg.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit einer photoleitfähigen Schicht, die einen organischen Photoleiter und einen Sensibilisierungsfarbstoff mit einem Benzthiapyryliumring enthält, dadurch gekennzeichnet, daß die photoleitfähige Schicht als Sensibilisierungsfarbsjtoff eine Verbindung der Formel -
DE19722221135 1971-04-30 1972-04-28 Elektrophotographisches AufzeichnungsmateriaL Granted DE2221135B2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP46028653A JPS512376B1 (de) 1971-04-30 1971-04-30

Publications (3)

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