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DE2220912A1 - Verfahren zum spritzgiessen von formteilen - Google Patents

Verfahren zum spritzgiessen von formteilen

Info

Publication number
DE2220912A1
DE2220912A1 DE19722220912 DE2220912A DE2220912A1 DE 2220912 A1 DE2220912 A1 DE 2220912A1 DE 19722220912 DE19722220912 DE 19722220912 DE 2220912 A DE2220912 A DE 2220912A DE 2220912 A1 DE2220912 A1 DE 2220912A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plastic
mold
coated
lacquer
wall
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19722220912
Other languages
English (en)
Other versions
DE2220912B2 (de
Inventor
Lothar Trier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Plastic Werk AUG Scherer and Trier OHG
Original Assignee
Plastic Werk AUG Scherer and Trier OHG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Plastic Werk AUG Scherer and Trier OHG filed Critical Plastic Werk AUG Scherer and Trier OHG
Priority to DE19722220912 priority Critical patent/DE2220912B2/de
Publication of DE2220912A1 publication Critical patent/DE2220912A1/de
Publication of DE2220912B2 publication Critical patent/DE2220912B2/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C44/00Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles
    • B29C44/02Shaping by internal pressure generated in the material, e.g. swelling or foaming ; Producing porous or cellular expanded plastics articles for articles of definite length, i.e. discrete articles
    • B29C44/12Incorporating or moulding on preformed parts, e.g. inserts or reinforcements
    • B29C44/14Incorporating or moulding on preformed parts, e.g. inserts or reinforcements the preformed part being a lining

Landscapes

  • Injection Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zum Spritzgießen von Formteilen" Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zum Spritzgießen von Formteilen aus geschäumten Kunststoffen mit geschlossener, glatter Außenfläche.
  • Die Verarbeitung von schäumbaren Kunststoffen zu Formteilen führt, werden nicht besondere Vorkehrungen getroffen, zu einer ungleichen, rauhen und teilweise offenen Oberfläche. Schon deshalb hat sich dieses Verfahren trotz seiner aus der Natur des Werkstoffs bedingten Vorteile bisher nicht in der Praxis durchsetzen können. An Versuchen zur Lösung dieses Problems hat es freilich nicht gefehlt. Ein Weg ist das druckgesteuerte Aufschäumen des Kunststoffs in der Form unter Freisetzen von Treibmittel innerhalb der Form. Die Schwierigkeiten dieses Verfahrens liegen vor allem in dem Abdichten der Form und dem nachträgichen Glätten der Oberfläche.
  • Ein hiervon abweichender Weg zur Lösung des Problems besteht darin, den Randbereich der Formteile aus einem anderen, in sich geschlossenen Material auszubilden als den zu schäumenden Kern. Dies kann beispielsweise in der Art realisiert werden, daß zunächst das Randzoneninateriai in die Form eingespritzt wird und anschließend der den er bildende Werkstoff. Dabei besteht allerdings die Gefahr daß das Kernmaterial den Werkstoff der Randzonen durchbrlcht, Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Randzone, z.B. durch Schlitzdüsen, zu fertigen und sich soweit verfestigen zu lassen, daß dann in dem Innenhohlraum der schäumbare Kunststoff aufgeschäumt werden kann. Dies kann mit gleichen oder unterschiedlichen Werkstoffen erfolgen, Der apparative Aufwand ist ein nicht unbeträchtlichter.
  • Angesíohts dieses Standes der Technik sucht die Erfindung einen neuen und gegenüber den bekannten Verfahren vorteilhaften Weg sur Fertigung von Formteilen aus geschäumtem Kunststoff mit geschlossener, glatter ßußenfläche. Diese Aufgabe wirderfindungsgemäß in der Weise gelöst, daß die orminnenwand bei einer Temperatur, die erheblich unter der Schäumtemperatur des Kunststoffs liegt, mit einem lösungsmittelfreien und an der Luft polymerisierenden oder oxidierenden Lack beschichtet und darauf der Kunststoff in die Form eingespritzt wird.
  • Es handelt sich bei diesem Verfahren im engsten Sinne des Wortes um ein Zweikomponentenverfahren, von dem jedoch die die Oberflä che bildende Schicht nicht eingespritzt wird, sondern zuvor die Forminnenwand auskleidet. Diese Lacke sind bekannte Sie erhärten an der Luft, wobei dieser Vorgang jedoch nur so weit abläuft, bzw. so lange dauert, daß die Lackpartikel eine hinreichend feste geschlossene Schicht ergeben, die von dem Kernwerkstoff nicht mehr durchbrochen werden kann. Die Temperatur der Form kann erfindungsgemäß bis etwa Raumtemperatur herabgesetzt werden as in üblicher Weise geschieht. Die jeweilige Verarbeitungstemperatur ist weitgehend abhängig von der Art des verwendeten Lackes.
  • Die Abwesenheit von Lösungsmitteln in den Lacken gewährleistet durch das Fehlen jeglicher Blasenbildung eine vollkommen geschlossene, glatte Oberfläche des herzustellenden Formteiles.
  • Als Lacke kommen insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, Reaktionslacke, z.B. auf der Basis Desmsdsr-Desmsphea, weiter Acrylatlacke oder auch Polymerisationslacke in Betracht. Im allgemeInen werden diese Lacke in die Form eingespritzt.
  • Eine andere ALternative besteht in der Verwendung von pulverförmigen Sinterlacken, die aus einem aus feinsten Teilchen bestehenden thermoplastischen Kunststoff bestehen und ebenfalls im allgemeinen in die Form eingespritzt werden. Diese Sinterlacke können z.B. durch ein Haftmittel an die Forminnenwand gebunden werden, sich aber auch durch statische Aufladung an die Forminnenwand anlagern. In diesem, wie in den Fällen flüssiger Lacke kann erfindungsgemäß die Lackschicht vor dem Einspritzen des Kunststoffs ein surzzeitigen Wärmebehandlung ausgesetzt werden. um der In flüssiger oder fester Form eingebrachten LacK, der gegebenaufalls noch eine Flüssigkeitsphase durchläuft, in einer geschlossenen schicht auszuhärten.
  • Als besonders vortellhaft hat es sich erwiesen, den die Außenfläche bildenden Lack und den die Kernfläche ergebenden Kunststoff etwa glei cliniäi g einzufärben. Der Formteil erscheint dann praktisch -völlig gleichmäßig durchgefärbt als einheitlicher Körper.
  • Weitere Memale, Elnzenheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung. Hierbei zeigen grob schematisiert: Figur 1 das Einbringen des Lackes bei geöffneter Form; Figur 2 eine sich anschließende fakultative Wärmebehandlung der mit dem Lack beschichteten Form; Figur 3 das Aufspritzen des aufschäumbaren Kunststoffs und Figur 4 einen Schnitt durch ein fertiggestelltes Formteile Von den beiden Formhälften 1 und 2 sei die eine Formhälfte 1 in Pfeilrichtung 3 zum Öffnen und Schließen der Form bewegbar angeordnet. In der wiedergegebenen Öffnungsstellung wird eine Spritzdüse 4 zwischen die geöffneten Formhälften 1,2 eingefahren und die Forminnenwand 5 mit einer Lackschicht 6 versehen, die sich sogleich zu einer geschlossenen Schicht verfestigt.
  • Hieran kann sich gegebenenfalls der in ir Figur 2 wiedergegebene Vorgang einer Wärmebehandlung anschließen, die z.B. mittels durch eine Düse 7 zugeführter Heißluft, aber auch auf elektrischem Wege erfolgen kann. Diese Wärmebehandlung kann auch bei geschlossenen Formhälften 1,2, erfolgen.
  • Nach ausreichender Verfestigung der Lackschicht 6 wird dann bei geschlossenen Formgälften 1,2 der aufschäumbare Kunststoff durch den Zuführungskanal 8 in die Formöffnung 9 eingespritzt, wo er infolge des dabei wirksam werdenden Treibmittels aufschäumt.
  • Das fertige Formteil,das in Figur 4 ix Schnitt wiedergegeben ist, weist eine geschlossene Außenfläche 10 in Form der Lackschicht 6 af, während der Kern 11 aus dem mehr oder weniger stark aufgeschäumten Kunststoff besteht.

Claims (5)

P a t e n t a n s p r ü c h e
1. Verfahren zum Spritzgießen von Formteilen aus geschäumten Kunststoffen mit geschlossener, glatter Außenfläche, da durch gekennzeichnet, daß die Formirmenwand (5) bei einer Temperatur, die erheblich unter der Aufschäumtemperatur des Kunststoffes liegt, mit einem lösungsmittelfreien und an der Luft polymerisierenden oder oxidierenden Lack beschichtet und darauf der Kunststoff in die Form eingespritzt wird
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Forminnenwand (5) mit einem Reaktionslack, z.B. auf der Basis Desmoder-Desmophen, einem Aeryllsck oder einem Polymeri sationslack beschichtet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Forminnenwand (5) mit einem pulverförmigen Sinterlack b schichtet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, @ dadurch gemein zeichnet, daß die Lackschicht (6) vor dem FÄnspritzen des Kunststoffes einer kurzzeitigen Wärmebehandlung ausgesetzt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, daß der Lack und der Kunststoff etwa gleichmäßig eingefärbt sind. L e e r s e i t e
DE19722220912 1972-04-28 1972-04-28 Verfahren zum Spritzgießen von Formteilen Withdrawn DE2220912B2 (de)

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DE2220912A1 true DE2220912A1 (de) 1973-11-08
DE2220912B2 DE2220912B2 (de) 1980-11-13

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DE102010025958A1 (de) * 2010-07-02 2012-01-05 Leibniz-Institut Für Polymerforschung Dresden E.V. Verfahren zur Modifizierung von Kunststoffoberflächen

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