DE2218296A1 - Vorrichtung zum fortlaufenden entziehen von loesefaehigen bestandteilen aus koernigem gut mittels loesemitteln - Google Patents
Vorrichtung zum fortlaufenden entziehen von loesefaehigen bestandteilen aus koernigem gut mittels loesemittelnInfo
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Description
- Vorrichtung zum fortlaufenden Entziehen von lösefähigen Bestandteilen aus körnigem Gut mittels Lösemitteln Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum fortlaufenden Entziehen von lösefähigen Bestandteilen, zum-Beispiel Oel, aus körnigem Gut, zum Beispiel gemahlenen Kbrnerfrüchten, mittels Lösemitteln, zum Beispiel Benzin.
- Vorrichtungen, die dem genannten Zwecke dienen, sind in vielfältiger Form bekanntgeworden. Dabei werden vornehmlich mechanisch sehr aufwendige Geräte benutzt, die eine Menge bewegter, zum Teil gelenkig miteinander verbundener Glieder aufweisen, komplizierte Bin- und &uaschleuaevorrichtungen benötigen und einen großen räumlichen Aufwand erfordern. So ißt durch die DT-PS 877 939 ein sogenannter Korbband-Extrakteur bekanntgeworden, bei dem zwischen zwei in vertikalen ebenen umlaufenden endlosen Ketten Behälter mit perforierten Böden angeordnet sind, in die das Gut aufgegeben wird. An bestimmten Stellen wird das Lösemittel auf die Behälter aufgerognet, wonach beim Durchlaufen der Behälter das Lösemittel &ä zu zu extrahierenden Stoff, zum Beispiel Oel, auslöst und mit iba zusammen die Korbbecher verläßt, um sich dann as Boden des Gerätes zu sammeln.
- An dieser Stelle wird mithin ein Niszella-Suipf gebildet, durch den die Becher mindestens teilweise nochmals hindurchgeführt werden. Wenn auch der Extraktionseffekt recht gut ist, erfordert die Einrichtung einen erheblichen technischen Aufwand mit der Folge hoher Anschaffungskosten, einer aufwendigen Wartung und einer beträchtlichen Störungsanfälligkeit. Vor allen die Schleusen zur Ein- und Ausapeisung des Gutes verlangen eine große technische Vollkoeoenheit, weil sie praktisch absolut dicht gegen leicht flüchtige und hoch explosive Lösemittel, zum Beispiel Benzin, arbeiten müssen.
- Andere Extrakteure mit ähnlich hohem Aufwand sind bekanntgeworden durch die DT-PS 650 884, in der eine Vorrichtung nach Art eines vertikalen Endlos-Förderers beschrieben worden ist. Nach der D§-P8 955 627 wird das zu extrahierende Gut auf einem in vertikalen Ebenen umlaufenden Band aufgegeben und sowohl auf dem Obertrum als auch auf dem Untertrum mit Lösemittel berieseit.
- Eine etwas abweichende Bauart zeigt dann noch die DT-PS 576 209, in Form einer ringförmigen Auslaugekammer und einen zellenradartigen, um eine zentral zur Ringkammer liegende Achse drehbaren Fördermittel. Die mechanisch etwas einfachere Vorrichtung besitzt Jedoch den Nachteil unzufriedenstellenden Ertraktionseffektes.
- Hiernach lag der Erfindung die rufgabe zugrunde, eine baulich einfache Vorrichtung zu finden, die bei hohen Extraktionswirkungsgraden vielfältige Möglichkeiten zur Modifizierung der Einrichtung bietet, zum Beispiel durch Erweiterung und/oder Änderung der Abnessungen, um speziellen, durch die Eigenart der verschiedenen Extraktionagüter bedingten Anforderungen Rechnung tragen zu können.
- Diese Bedingungen werden gemäß der Erfindung erfüllt durch einen seitlich von stehenden Wänden begrenzten Füllraum, der oben einen Guteinlaß und unten einen Gutauslaß, von den mindestens ein für Flüssigkeiten durchlässiger Schrägboden ausgeht, besitzt, wobei unter diesem Einrich@ungen zum Sammeln und Abfördern von Miszella und in Raum über dem Schüttkegel der Gutfüllung Zuleitungen für Lösemittel angeordnet sind. Die Vorrichtung besteht somit im wesentlichen aus einem Behälter, in dem die Extruktion ohne alle bewegten flittel durchzuführen ist.
- Das Gut sinkt von oben nach unten kontinuierlich in einer durch ein ibzugsmittel bestinten Geschwindigkeit ab und wird dabei ii Gleichstrom von Lösemittel durchlaufen. Durch Veränderung der Abeinkgeschwindigkeit des Gutes hat man bei einer bestimmten Veränderungsmöglichkeit der Lösemittelzufuhr die Relativgeschwindigkeit der beiden Medien unter Kontrolle und kann damit auch Einfluß auf die Extraktionswirkung nehmen. Die Vorrichtung ist sowohl in waagerechter als auch in vertikaler Richtung durch Vervielfältigung erweiterbar und kann somit allen Anforderungen entsprechend ausgebildet werden, wobei unter Zuhilfenahme des Baukasten-Prinzips gleiche Elemente verwendet werden können.
- Die Erfindung und Ausgestaltungagedanken dazu werden in folgenden an Ausführungsbeispielen erläutert, die in der Zeichnung dargestellt sind. Dabei zeigen Fig. 1 einen vertikalen Querschnitt durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Extrakteur, Fig. 2 eine Extrakteurgruppe in schematischer Darstellung und Fig. 3 eine weitere Ausfübrungsform eines Extral Der Extrakteur besteht aus ein rechteckien Querschnitt aufweisenden Fassraum 7, der oben durch einen den Guteinlauf 1 tragenden Deckel 2 und unten durch zwei einen Auslaufschlitz 12 freilassenden Schrägböden 8 abgeschlossen ist, die flüssig keitsdurchlässig sind. Die Räume unter den Schrägböden sind einerseits durch die vertikalen sande 9 und andererseits durch die Böden 2' abgeschlossen, die den oberen D6den 2 gleichen können. An den Auslaufschlitz 12 kann entweder ein Gutauslauf 12' angeschlossen werden oder aber es kann an die vertikalen Wände 9 des Raumes unter den Schrägböden 8 ein neuer Fassraum 7' angeschlossen werden. Der erstgen te Fall ist im rechten Teil der Fig. 1, unten, dargestellt, der zweitgenannte im linken Teil.
- In den über den durch freie ibbösohung sich bildenden Flächen der Gutfüllung 6 befindlichen Räumen 5 sind Rohre 3 angebracht, durch die das Lösungsmittel in beliebig gestaltbarer Verteilung der Strahlen 4 auf das zu extrahierend Gut aufgesp t werden kann. Das schneller als die Gutfüllung absinkende Lösemittel läuft also im Gleichstrom mit dem Gut nach unten bei Ausübung der gewünschten Extraktionswirkung. Nach erreichen der flüssigkeitadurchlässigen Schrägböden 8 dringt die aus Lösemittel und Oel bestehende Missella durch den Schrägboden und sammelt sich auf dem unteren Boden 2', der mit einer Vertiefung 2" ausgestattet sein kann, um die Absaugung der Miszella durch die Leitung 11 zu vereinfachen. Zur Unterstützung der Absaugewirkung kann der Raum unter den 8chrägboden 8 durch eine Absaugleitung 10 unter Unterdruck gehalten werden.
- Um zu verhindern, daß Niszella durch den Auslaufschlitz 12 entweicht, wird über diesen ein Einbaukörper angeordnet, der von einen wannenartigen Boden 20 ausgehende Seitenwände 9' besitzt, die in flüssigkeitsdurchlässige Dachflächen 8' übergehen. In den wannenartigen Boden 20 angeschlossen sind Absaugrohre 11', und der ganze Hohlraum des linbaukörpers kann durch eine Absaugleitung 10' ebenfalls unter Unterdruck gesetzt werden.
- Das in Pfeilrichtung 21 aus der Vorrichtung austretende Gut kann Je nach Extraktionseffekt einer iufbereitung oder aber einer weiteren Irtraktion zugeführt werden, wie dies in Fig. 2 schenatisch angedeutet ist. Hier sind drei im wesentlichen gleiche Extrakteurstufen übereinander angeordnet, wobei in der untersten Stufe den Spruhrohren 3 frisches Extrittionsmittel in Pfeilrichtung 14 zugeführt wird. Die in dieser Extrakionsstufe gewonnene Miszella wird durch eine Pumpe 13 der Mittelatufe zugeführt, deren Piiszella durch die Pumpe 13' der obersten Stufe aufgegeben wird. Das hier in Pfeilrichtung 22 eintretende Frischgut besitzt noch seinen vollen Oelgehalt und kann daher durch bereits schon erheblich angereicherte flissella sozusagen vorextrahiert werden. In dieser Stufe fällt gesättigtes Lösenittel an und wird durch die Anschlüsse 11, 11' in Pfeilrichtung 15 abgezogen und der Verarbeitung der 8att-Missella zugeführt. Die Einrichtung zur Erzeugung des Unterdurcke ist, wie bereits in Fig. 1, mit 10 beseichnet.
- Denkt man sich in der vertikalen Mittelebene der Vorrichtung nach Fig. 1 eine Wand gezogen, so entsteht bei entsprechender Vergrößerung des halben Einbaukörpers eine Einrichtung nach Fig. 3. Hier läuft das Gut kaskadenförmig von einem flüssigkeitsdurchlässigen Schrägboden auf einen solchen darunter befindlichen entgegengesetzter leigung, wobei der Ertraktionsvorgang genauso verläuft wie zu Fig. 1 beschrieben. In Fig. 3 sind für gleiche Teile dieselben Bezugszeichen verwendet worden wie in Fig. 1.
- Anstelle von Fasiräumen 7 mit rechteckigem querschnitt können auch solche mit runden, insbesondere kreisrundem oder polzgonalem Querschnitt verwendet werden. Hierbei sinken die eins nen Partikel in wesentlichen mit gleicher Geschwindigkeit nach unten ab. Es können aber auch Fassräume mit Ring-, insbesondere Kreisring-Querschnitt verwendet werden, wobei zur Zerstörung der Schichtung gegensinnig geneigte Flächen, wie in Fig. 3 dargestellt, Jedoch mit unterschiedlicher Winkelerstrecktrn, verwendet werden, so daß etwas ähnliches wie ein Pilgerschritt-Durchlauf verwirklicht wird.
- Ale Schrägböden können in bekannter Weise auf einem Rahmenwerk liegende Lochbleche verwendet werden, die durch ein Siebgewebe abgedeckt sind.
- Die Zuführrohre 3 für das Extraktionsmittel können groß bemessen und mit Düsen bestückt sein, die entweder Kreis- oder Langlöcher besitzen, es können geschlitzte Rohre verwendet werden oder auch solche, die um ihre Längsachse drehbar sind. Schließlich ist es auch denkbar, des lösungsmittel durch einen perrorierten Boden zulaufen zu lassen oder auch - in Falle eines Silos mit Kreis-Querschnitt - einen in einer vertikalen Ebene rotierenden Rohrarn zu benutzen, wobei ein solcher noch zusätzlich als Verteil- oder Planiermittel verwendet werden kann.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum fortlaufenden Entziehen von lösefähigen Bestandteilen
aus körnigen Gut durch Lösemittel, g.knnzeichnet durch einen seitlich von stehenden
Wänden (7) b.grenzten Füllraum, der oben einen Gut einlaß (1) und unten einen Gutauslaß
(12), von den mindestens ein für Flüssigkeiten durchlässiger Schrägboden (8) ausgeht,
besitzt, wobei unter diesem Einrichtungen (2, 2', 11) zum Sammeln und Abfördern
von Missella und im Raum (5) über dem Schüttkegel der Gutfüllung (6) Mittel (3)
zum Zuteilen von Lösemittel (4) angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, in kennzeichnender Weise bestehend
ans einem durch eine obere Decke (2) abgedeckten, Rechteck-Querschnitt aufweisenden
Füllraum (7), der unter Zwischenfügung mindestens eines porösen Schrägbodens (8)
in einen durch eine untere DEcke (2') und Seitenwände (9) abgeschlossenen Sammelraum
übergeht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, mit einen über den Gutauslaß
angeordneten und diesen in bekannter Weise entlastenden Körper, d a d u r c h g
e k e n n z e i c h n e t, daß der Körper (9') hohl ist, eine perforierte Bedachung
(8') trägt und Absaugmittel (11') für Flüssigkeit enthält.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z
e i c h n e t, daß die Riwso unter den porösen Schrägflächen (8, 8') Anschlüsse
(10, 10') haben, die mit einen Erzenger von Unterdruck verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine in der b.oke
(2') angeordnete Sammelrinne (2").
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch übereinanderliegende
Schrägböden
gegensinniger Neigung (Fig. 3).
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 6, gekennzeichnet durch einen
ringförmigen Querschnitt des Fassraumes, der flüssigkeitsdurchlässige Schrägböden
in Wendelform aufweist, wobei die Schrägböden unterschiedlich lang sein können.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0437295A1 (de) * | 1990-01-11 | 1991-07-17 | Stork LPI B.V. | Fass zur Behandlung von fein verteilten Materialien mit einem Fluid |
-
1972
- 1972-04-15 DE DE19722218296 patent/DE2218296A1/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
| EP0437295A1 (de) * | 1990-01-11 | 1991-07-17 | Stork LPI B.V. | Fass zur Behandlung von fein verteilten Materialien mit einem Fluid |
| US5131321A (en) * | 1990-01-11 | 1992-07-21 | Stork Lpi B.V. | Vessel for treating a finely-divided material with a fluid |
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