DE2214602A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Messen eines schwachen elektrischen Gleichsignals - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Messen eines schwachen elektrischen GleichsignalsInfo
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Description
patent NWALT DIPL.-PHYS. DR VV. LANGHOFF Rechtsanwalt B. LANGHOFF*
β MÜNCHEN 8t · WtSSMANNSTRASSE T4 - TELEFON 932774 · TELEGRAMMADRESSE: IANGHOFFPAtENT MÜNCHEN
22U602
Unser Zeichen: ^5-966
München, den 25.Märζ 1972
Verfahren und Vorriehtunp zurr Messen eines schwachen
elektrischen Gleichsignals
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messan eines schwachen
elektrischen Gleichsignals3 indem das Ole:iehs:ifrnal während
eines vorgegebenen Zeitintervalls linear auf einen Integrator
pepeben und dieser unter Verwendung einer Bezupsspannunp
linear bis auf null entladen wird, v/ob ei die Fntladezeit bestimmt wird.
Es ist bereits ein Verfahren vorgeschlagen worden, percäß dem
an einem einfachen Gleichspannunpsverstärkerj vorsupsweise
eineir- Operationsverstärkers aufeinanderfolpend das 2U verstärkende
Gleichsipnal und ein Mullpotential gepeben wird, und wobei von der Gesairtspannunp während einer ersten VerstSrkunpsphase
die in einer zweiten Phase bestimmte Peiilerspannunp
subtrahiert wird und wobei diese beiden Versta'rkungsphasen,
die jeweils einen Meftzyklus bilden, periodisch mit einer solchen Frequenz wiederholt werden, daß die lüriffc der
Verstärker vernachlössigbar klein ist, und daß andererseits
die Wiederholuiipsfrequenz klein penup Et, damit industrielle
Störfrequenzen keinen Einfluß haben. Fin derareipes Meßverfahren
ist unter Verwendung von analopen Schaltunpsbau-
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' SUndlger allgemeiner Vertreter n«cn § 46 P.tAnwO. lugelassen bei den Landgerichten München I und Il
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bausteinen in einer gleichzeitig eingereichten Anmeldung
des Anmelders beschrieben.
Der Erfindung lieft die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
und eine Vorrichtung zu schaffen, welche eine digitale
Messung ermöglichen und welche mittels einer einfachen
Schaltung der vorerwähnten Analogschaltung zugeordnet
werden kann.
Die lösung dieser Aufgabe ist in· wesentlichen darin zu sehen
daß die Polarität einer in die l^essung eingehenden Fehler-Spannungen
gemessen und mittels wenigstens eines linearen, von der Fehlersrannunp gespeisten zusätzlichen Integriergliedes
invertiert v/ird, und daß das derart invertierte
FeiiLersignal auf eine invertierende Entladeschaltung gegeben
wird. Dabei wird das Verhältnis der zu /tossenden Spannung
und der 3ezursi.5pannung vorzugsweise durch Zählen der
Taktiirpulse einfs Taktgebers bestiir.r.t, und ewbp während des
Zeit Intervalls uir Zurückstellen der AuagangsBpannung des
Integrators durch Entlader; auf null.
Eint: revor^urte iusführungsforr des Verfahi'ers nach der Erfindung
ist darin zu sehen, daß in einem ersten Funktionsabachnitt
der Integrator von der Fehierspannung während
eineu vergegebenen Zeitraumes linear geladen wird, daß
während eines zweiten Funktionsabschnittea der Integrator
unter Mitwirkung einer Besugsspannung mit gegenüber der
Pehlerapannung entgegengesetztem Vorzeichen linear entladen
wird, sodann von der Bezugsspannung während eines gleichen Zeitintervalla, wie es zum Entladen deeaelben
auf null erforderlich war, wieder geladen wird, daß während eines dritf.an FunktLonsabechni.tt-.es mit einer Zeitdauer
entsprechend dem ersten Funktionsabschnitt der Integrator entladen wird unJ sodann von der Geöamtspannung linear
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geladen wird, und daP während eines vierten FunktionsebBChnittee der Integrator von der Besugsspennung linear
bis auf null entladen wirdj, wobei diese Entladezeit als
Maß für uie von Fehlerspannungen befreite Signalspannung
verwendet wird.
Die Frfindung ist irr folgenden anhand schemata scher Zeichnungen
an einem /susführungsbeispiel ergänzend beschrieben.
Figur 1 ist ein Blockschaltbild der Vorrichtung nach der Frfindung.
Figur 2 ist eine Kurvendarstellung zur Frla'uterung der Funktion der Vorrichtung.
Figur 3 zeigt ein Detailschaltbild einer Ausführungsform
der Erfindung,
Die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung umfaßt- einen Feßwend-
lev 2 irit einer Finstellein.richtunr 20 und einer Speisespannungsquelle
1. Diese spsist einen Differenzverstärker 3, welcher über eine Weiche 5* die zwei Stellungen F, und F^
einnehmen kann, η it einerr Integrator 7 verbunden ist.
Cer Wandler selbst int mittels einer '/eiche ^, die zwei Stellungen
F1 und F einnehmen kanns init elne-i^ direkt gekoppelten
Signalverstärker 6 verbunden. Dei- f-.usrvcnr des Integrators
ist xv:'t einem Nulldetektor 3 ver^nder-, dessen Ausgang zwei
logische Gatter 12 und 13 steuert,
Fas Gatter 12 steuert die TS ti nc*-ιέ eines Köhlers 10, der
die wiederkehrender. Takbimpulse eine? Taktgebers 9 sShlt.
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Der Zähler 10 ist einerseits mit einem Speicher Ik verbunden, welcher von dem Gatter 13 gesteuert wird, und mit einer Ziffernanzeigevorriehtung 15 gekuppelt ist, und andererseits mit einer Gatteranordnung 11, welche die Umschaltunf der Weichen M und 5 steuert.
Die vorhergehend beschriebene Schaltung bildet eine Meßechal·
tun? mit digitaler
Die Vorrichtung umfaßt ferner eine Analoganseigeelnrichtung,
welche die Speisespannungsquelle 1, den Meßwandler 2, die Weiche 4 und den Signalveretärker 6 umfaßt, ferner einen
Impedanzwandler 16, eine Weiche 17 mit den beiden Stellungen Ρς und Fg, eine logische Speicher- und Subtrahierechaltunf 18 und eine Meßeinrichtung 19» Die Umschaltung der
Weichen 4 und 17 wird durch die Gatteranordnung gesteuert.
Die Wirkungsweise der Schaltung nach Figur 1 1st anhand von Figur 2 näher erläutert. Die Schaltung weist Ί Funktionsabschnitte auf. Zu Beginn des ersten Funktionsabschnittes
ist die Weiche «J in der Stellung F2, die Weiche 5 in der
Stellung F, und der Zähler auf null. Der Zähler ist so beschaffen, daß er eine vorgegebene Zahl von Taktimpulsen
zÄhlt. Wenn z.B. diese Zahl erreicht ist, die etwa der
maximalen Kapazität des Zählers entspricht, wird der Zähler auf null zurückgestellt, wobei die Gatteranordnung 11 die
Weichen J* und 5 durch einen Impuls umschaltet.
Genauer gesagt erfolgt die Umschaltung der Weiche 5 in die Stellung F1, ein kurzes Zeitintervall nach der Umschaltung der Weiche ty in die Stellung F1. Dadurch werden Fehler
vermieden, welche in den Transistoren bei der Umschaltung des SignalverstSrkers 6 entstehen.
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Während des ersten Punktionsabschnittes ist der Eingang des
Signalverstärkers 6 mit Masse verbunden. Die Eingangsspannung
des Integrators 7 ist sodann gleich groß VeA, das heißt
so
dem Effektivwert der Fehlerspannungen, die von den Weichen
4 und 5 und von dein Signalverstärker 6 herrühren. Die Zeitkonstante
BC des Integrators ist so gewählt, daß dessen Ausgangsepannung während der Zeitdauer T linear als Funktion
der Zeit ansteigt. Der Integrator selbst hat eine priftspannung V. .
Nach Ablauf der Zeit T ist die Ausgangsspannung V>
des Inte
grators:
(Vso + Vio} (1)
wie aus Figur 2a hervorgeht.
Während des zweiten Funktionsabschnittes, also nacfh Ablauf
der Zeit T, liegt air Eingang des Integrators eine Spannung V , die von dem Referenzverstärker 3 herrührt. Die Schaltung
ist so getroffen, daß V eine entgegengesetzte Polarität hat wie die obengenannten Fehlerspannungen (die den
Integrator während des ersten Funktionsabschnittes auf eine negative Spannung aufgeladen haben), und daß V proportional
zur Spannung der Speisespannungsquelle 1 ist.
Daraus ergibt sich, daß die Ausgangsspannung des Integrators
nach Ablauf der Zeit T1 null wird. Wenn daher Vro der aus
dem Referenzverstärker 3 herrührende Fehler ist, so ergibt
- TO" <Vso + Vio>
« Hl· <vr + Vio + Vro>
(2)
Der Zähler zeigt sodann den Wert T1 an. Sobald die Ausgangsspannung
des Integrators durch null geht, erzeugt ein Detektor 8 einen Impuls, der über das logische Gatter
12 den Zähler auf Abwärtszählunp umschaltet. Während des
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zweiten Zeitintervalla T1, welchen zur Nullstellung des
Zählers durch Rückwärtslauf erforderlich ist, liegt an
dem Integrator noch die Spannung V_ an, so daß aw Ende
des zweiten Punktionsabschnittes von der Dauer 2 T1 die
Ausgangsspannung· des Integrators ist:
Tl
Vi2 * RC" (Vr + Vio + Vro).
Vi2 * RC" (Vr + Vio + Vro).
Wenn die Abwärtszählung des Zählers beendet ist, hat die Gatteranordnung 11 lediglich die Welche 5 umgeschaltet,
so daß während des dritten Punktionsabschnittes die Weiche 4 in der Stellung F1 ist, während die Weiche 5 in
der Stellung F, ist.
Der Zähler beginnt dann wieder zu zählen, und zwar während eines neuen Zeitabschnittes T, der dem Zeitabschnitt aus
dem ersten Punktionsabschnitt entspricht. Während des dritten Funktionsabschnittes liegt an dem Integrator die
Störspannung an, das heißt die Spannung des Meßwandlers, zu der sich die Fehlerspannungen des Verstärkers, der
Weichen und des Integrators addieren. Dessen Auegangsspannung nimmt daher entsprechend dem dritten Sägezahnabschnitt
von Figur 2a ab.
Es ist eine gewisse Zeit Tp erforderlich, bis die Ausgangsspannunp
null geworden ist, wobei gilt:
m (Vr * Vio * Vro>
" " S§- <°x * v„o + Vio>
»>
Hierin bedeuten G der Verstärkungsfaktor des Signalverstärkers und χ die von dem Meßwendler abgegebene Spannung.
Der Detektor 8 und das logische Gatter 12 sind so geschaltet, daß ein Nulldurchgang der Spannung V. von einer
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positiven zu einer negativen Spannung die Funktionsweise
dee Zählers nicht ändert. Dieser zählt daher weiter bis
iu dem Zählwert T, woraufhin der vierte Punktionsabschnitt
ausgelöst wird, indem die Gatteranordnung 11 die Weiche k
in die Stellung F2 und sodann die Weiche 5 in die Stellung
P1J bringt.
Am Integrator liegt sodann lediglich die Bezugsspannung Vr,
KU der noch die Spannungen V und V. kommen.
Die Ausgangespannung des Integrators wächst daher wieder an, und die Zeit T,, an deren Ende die Spannung null ist,
| ergibt sich aus der | Gleichung: |
T_
RC |
und | Vio + V | ro> |
|
Ip β fp
- . , , , 2 ^Q + |
Veo + Vlo> ■ - | , 3 | Ί ergibt | sich: | |
| RC χ | Gleichungen 2 | ||||
| Durch Vereinigen der | 1 | ||||
|
T, s -T G χ „
3 ^x |
i + V 4 V
io ro |
||||
Da die Driftapannung des Integrators V1 und die Fehlerepannung des Referenaverstärkers klein sind gegenüber der
Beeugespannung V , IaBt sich die Gleichung 5 vereinfachen
. . T.o.
Ee ergibt sich schließlich, daft die zu messende Spannung
χ proportional zu T, ist, also derjenigen Zelt, die in dem Zähler gespeichert ist, in dem Augenblick, wo die Ausgangespannung am Ende des vierten Funktionsabschnittes
durch null geht. In diesem Augenblick wird der Inhalt des Zählers durch das logische Gatter 13 in den Speicher 1*1
gegeben. Zur gleichen Zeit wird der Zähler durch den
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Detektor 8 auf null zurückgestellt und beginnt neu zu zählen, während die leiche 5 in die Stellung P, zurtlckgekippt
wird, so daß ein neuer Keßzykus beginnen kann.
Der Inhalt dee Speichers 1Ί wird in eine Ziffernanzeigevorrichtung 15 gegeben.
Figur 2b zeigt die Zählung η des Zählers als Funktion der Zeit. Gleichung 6 zeigt, daß der Fehler zur Zeit T, ist
T.G. 2_ (iyVro>
r r
ν
D«r Faktor V. + r ist sehr klein.
vr
Außerdem erkennt man, daß dieser Fehler eine lineare Funk -tion von G iet. Dieser Fehler läßt sich daher durch eine geeignete Einstellung der Änderung des Verstärkungsfaktors G
ausschalten.
Die obenbeschriebene Funktion läßt sich allgemein wie folgt beschreiben. Während des ersten Funktioneabschnittes wird
der Integrator während der Zeitdauer T unter der Fehlerspannunp aufgeladen, welche die Meßwandlerspannung χ beeinflußt. Während des zweiten Funktioneabschnittes wird
die Ladung umgekehrt. Während des dritten Funktionsabschnittes gelangt während der Zeitdauer T die Fehlerapannung an
den Integrator, wodurch dieser schlieÄlich eine Ladung annimiTit, die dem Produkt aus der Spannung und der Zeit T
entspricht, vorausgesetzt, daß die Ladung dee Integrators
eu Beginn dieses Funktionsabschnittes gleich dem entgegengesetzten Ladungswert aufgrund der Fehlerspannung während
desselben Zeitabschnitts T ist.
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— Q —
Der vierte Punktionsabschnitt besteht darin, die Zeit T-zu bestimmen, welche zum Entladen des Integrators auf null
unter der Einwirkung der Bezugsspannung erforderlich ist. Mit anderen Worten entsprechen die beiden letzten Funktionsabschnitte üblichen Verfahrenweisen zum Bestimmen von
Spannungen. Ss läßt sich auch sagen, daß das Verfahren nach der Erfindung während des dritten Funktionsabschnittes
eine Subtraktion der Fehlerspannung von der Gesamtspannung auf digitale Weise vollführt.
Die Wiederholungefrequenz des Meßzyklus läßt sich je nach
den Gegebenheiten und Anforderungen anpassen und kann als Funktion der Amplitude der .Signalspannungen und der Fehlerspannung
variieren.
Gemäß einem besonderen Ausführungsbeispiel ändert sich der Meßzyklus von 2T bei fehlenden Spannungen bis 5T für
die maximalen Spannungswerte. Dabei ist T beispielsweise 20 ms.
Die Ausbildung der verschiedenen Baugruppen der Schaltung nach Figur 1 ist an sich bekannt. So lassen 3ich zum Beispiel
die logischen Gatter mit Feldeffekttransistoren aufbauen.
Bei dem digital arbeitenden Teil der Verrichtung muS>
die logische Schaltung gewisse Kommutierungen beim NulldusOhgang·
der Aus gangs spannung des Integrators and des gätil»
wertes des Zählers durchführen*
In dem analog arbeitenden Teil der Schaltung ist die Aufgabe
der logischen Schaltung wesentlich einfacher, da diese nur zwei Sehaltzustände aufweist, nämlich einen Schaltzustand,
der dem Anlegen einer Fehlerspannung (Abschnitt
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der digitalen Wirkungsweise) entspricht und eine andere,
welche den Anlegen der Gesamtspannung (Abschnitt 3 der digitalen Wirkungsweise) entspricht.
Die Schaltung nach der Erfindung, die einen Meßzyklus mit vier Sägezahnspannungsabschnitten aufweist, kommt trotzdem
nur mit einem einzigen Zähler aus. Dies ist ein wesentlicher Vorteil der Schaltung nach der Erfindung. Es läßt sich jedoch
auch ein zweiter Zähler verwenden, wobei das Verfahren dann wie folgt modifiziert wird:
Im ersten Punktioneabschnitt wird der Integrator während der Zeit T mit der Gesamtspannung geladen, im zweiten Funktionsabschnitt
mit der Bezugsspannung entladen und dabei die Zeit Tfe gemessen, die hierfür erforderlich ist. Im
dritten Punktionsabschnitt wird der Integrator während einer Zeit T mit der Pehlerspannung geladen und während eines
vierten Punktionsabschnittes durch die Bezugsspannung entladen, wobei die Zeit T„ gemessen wird, die hierzu erforderlich
ist. Das Meßergebnis erhält man eodann durch die Subtraktion Tg - Tg,
Figur 3 zeigt im einzelnen die Hauptschaltungsgruppen einer Meßvorrichtung für die Ausgangsspannung einer Brückenschaltung
mit Dehnungsmeßstreifen 21 bis 2Ί. Das Brückengleichgewicht
wird durch ein Potentiometer 25 und einen Widerstand 26 eingestellt, die der Einstelleinrichtung
20 von Figur 1 entsprechen»
Die Bezugeepannung wird erzeugt aus der Speisespannung V
der Meßbrücke an den Klemmen la und Ib, die mittels der
Leitungen Ic und Id abgenommen wird. Da die Zeit T, gemäß
Gleichung 6 nur von dem Verhältnis χ abhängt, genügt es,
wenn die Ausgangespannung χ des Meßwandlers und die Bezugs-Spannung
V immer proportional zur Speisespannung der
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Meßbrücke sind, um Einflüsse aufgrund von Speisespannungs
schvankungen auszuschalten.
Die Bezugsspannung V wird wie folgt erzeugt:
Um den Zustand der Brücke nicht zu stören, werden die wenig
sich unterscheidenden Spannungen + V/2 und - V/2 mittels der Abzweigleitungen Ic und Id über die Spannungsfol
gestufen 30 und 31 an einen Summierverstärker 32 mit dem
Verstärkungsfaktor G geleitet, an dessen Ausgang 33 die gewünschte Bezugsspannung liegt:
Die an der Diagonale der Meßbrücke abgenommene Spannung χ gelangt über eine Leitung HO an die Weiche Ί. Diese umfaßt
«wei Feldeffekttransistoren P1 und F2 und einen Wider-Btand
l»l, der etwa gleichgroß ist wie die Impedanz der
Meßbrücke, so daß derselbe/ Eingangsstrom für beide Kommotierungszustände
fließt, die durch das Steuersignal an den Gateelektroden anliegen.
Wenn der Transietor P1 gesättigt ist, ist der Eingang M
des Signalverstärkers 6 auf dem Potential x. Wenn der Transistor F2 gesättigt ist, ist der Eingang M über den
Widerstand 41 an Masse gelegt.
Der Signalverstärker 6 umfaßt zwei Operationsverstärker
60 und 61, wobei letzterer insbesondere zum Einstellen des Verstärkungsfaktors Q eingerichtet ist mittels eines
Potentiometers 62 und eines Widerstandes 63.
Die verstärkte Signalspannung ohne Fehlerspannunganteil erscheint am Anschluß 6Ί und hat die Kurvenform 65.
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Da die Bezugsspannung gemäß Gleichung 7 negativ ist, muß
die Fehlerspannung, da sie immer das entgegengesetzte Vorzeichen haben muß, dauernd positiv bleiben. Außerdem muß
verhindert werden, daß sie den Signalverstärker 6 sättigt.
Diese doppelte Bedingung wird beispielsweise erreicht durch Zuführen eines passenden Stromes an den Eingang des Operationsverstärkers
60, etwa mittels eines Potentiometers und mittels Widerständen, die in den Eingangskreis eingefügt
sind.
Die Ausgangsspannung des Signalverstärkers 6 und die Bezugsspannung werden an den Integrator 7 über die Weiche 5 gegeben,
welcherFeldeffekttransietoren F3 und F11 umfaßt, die
von einem ar. den Gate-Elektroden 50 und 51 anliegenden Signal (nicht dargestellt) gesteuert werden.
Der Integrator 7 umfaßt einen Operationsverstärker 70 und zugeordnete Bauteile, etwa Kondensatoren 71 und 72
und Widerstände 73 und 74.
Der Nulldetektor 8 umfaßt einen Komparator 80 und Widerstände 81 und 82. Er wird gegebenenfalls über einen Verstärker
75 angesteuert.
Der Anschluß 83 (Figuren 1 und 3) bildet den Ausgang des Nulldetektors 8.
Der Analogechaltungsteil 16,17,18,19 von Figur 1 ist in
Figur 2 durch ein Rechteck 67 dargestellt, welches mit dem Anschluß 6*1 verbunden ist.
Die Meßvorrichtung nach der Erfindung eignet sich besonders für eine oder mehrere BrückenBchaltungen mit Dehnungsmeßstreifen.
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Claims (1)
- 2214802- 13 PatentansprücheVerfahren zum Messen eines schwachen Gleichsignales, indem das öleichsignal während eines vorgegebenen Zeitintervalle linear auf einen Integrator gegeben wird und dieser unter Verwendung einer Bezugsspannung linear bis auf null entladen wird, wobei die Zeit zum Entladen des Integrators auf null gemessen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Polarität einer in der Messung auftauchenden Fehlerspannung gemessen und invertiert wird mittels eines linearen, von der FehlerSpannung gespeisten zusätzlichen Integriergliedes, und daß das derart integrierte Fehlersignal auf eine invertierende Entladeschaltung gegeben wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß in einem ersten Funktions abschnitt der Integrator von der Fehlerspannung während eines vorgegebenen Zeitraumes linear geladen wird, daß während eines zweiten Punktionsabschnittes der Integrator unter Mitwirkung einer Bezugsspannung mit gegenüber der Fehlerspannung entgegengesetztem Vorzeichen linear entladen wird, sodann von der Bezugsspannung während eines gleichen Zeitintervalls, wie es zum Entladen desselben auf null erforderlich war, wieder geladen wird, daß während eines dritten Funktionsabachnittes mit einer Zeitdauer entsprechend dem ersten Funktionsabschnitt der Integrator entladen wird und sodann von der Gesamtspannung linear geladen wird, und daß während eines vierten Punktionsabschnittes der Integrator von der Bezugsspannung linear bis auf null entladen v/ird9 wobei diese Entladezeit als Maß für die von Fehlerapannungen befreite Signalspannung verwendet wird.209840/086122U602-IU-3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r ch gekennzeichnet , daß das Laden und Entladen dee Integrators ir.it einer bestimmten Frequenz periodisch wiederholt wird und daß die Wiederholungsfrequenz so gewählt ist, daß die aus den Schaltungseinrichtungen herrührenden Driftwerte und industriellen Stör frequenzg-eräus ehe möglichst gering sind.M. Meßvorrichtung mit einer Einrichtung «um Erzeugen einer Bezugsspannung, mit einem Operationsverstärker, mit einer ersten Weiche zum abwechselnden Verbinden des Operationsverstärkers mit einem Signaleingang und mit Masse, mit einem Integrator, mit einer zweiten Weiche zum abwechselnden Verbinden des Eingangs des Integrators mit der Bezugsspannungsquelle bzw. mit dem Ausgang dee Operationsverstärkers, mit einem Zähler für Taktimpulse,mit logischen Schaltungen zum Steuern der Umschaltung der Weichen, und mit einem Nulldetektor zum Peststellen des Nulldurchganges der Ausgangsspannung des Integrators, gekennzeichnet durch eine mit dem Nulldetektor zusammengeschaltete Umschalteinriehtung zum Umschalten des Zählers auf Aufwärtszählung bzw. Abwärtszählung beim Nulldurchganp während des zweiten Punktionsabschnittes und zum Rückstellen des Zählers auf null am Ende des vierten Punktioneabechnittes, und durch eine Einrichtung zum Pesthalten des Zählwertes des Zählers am Ende des vierten Punktione abschnitt S3.5. Vorrichtung nach Anspruch 1I, gekennzeichnet durch eine dritte Weiche zum abwechselnden Anschalten des Ausganges des Verstärkers an einen ersten bzw. einen zweiten Analogspeicher und durch eine Einrichtung zum Bilden der Differenz der beiden Analogspeicher in jedem Meßzyklus,209840/0861~ 15 -6. Vorrichtung nach Anspruch *J, dadurch gekennzeichnet , daß die logischen Schaltunpen so geschaffen sind, daß die zweite Weiche zeitlich nach der ersten Weiche umgeschaltet wird.209840/0861Le e rs e ι te
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1972
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