DE2214530A1 - Hebezeug - Google Patents
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Description
DEMAG Aktiengesellschaft 22. März 1972
4-1 Duisburg DFT 768 - Ko/ka
Wolfgang-Reuter-Platz
22U530
Hebezeug
Die in großer Anzahl verbreiteten, in den verschiedensten
Industriebetrieben eingesetzten Hebezeuge haben im allgemeinen eine Traglast von 125 kg und nsehr. Sie werden
dort eingesetzt, wo Lasten nicht mehr manuell bewegt werden können.
Nach einer Empfehlung der internationalen Arbeitsorganisation
in Genf soll jedoch die beim Heben von Lasten bei der Arbeit höchst zulässige Belastung für
Männer auf 55 kp und für Frauen auf 27,5 &p festgelegt
werden. Diese Empfehlung gilt nur für- Personent die
nicht unter das Jugendarbeitsschutsgesets und Mutterschutzgesetz fallen.
Eine Befragung von Gynäkologen auf dem Kongreß in Hamburg im Jahre 1970 hat aber ergeben, daß Frauen im
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Interesse der Erhaltung ihrer Gesundheit in Industriebetrieben nach Auffassung der genannten Fachärzte
nur wesentlich leichtere Lasten bewegen sollte, wobei auch die Häufigkeit, mit der Lasten während der Arbeitsschicht gehoben werden müssen, eine erhebliche Rolle
spielt. So gelten folgende Hebearbeiten als zulässig:
gelegentliches Heben = seltener als 6mal/Std. « 40mal/Tag = 20 kp
häufiges Heben ■ 7 - 10mal/Std. « ca. 80mal/Tag = 12,5 kp
ständiges Heben = mehr als I2mal/Std. = l60malAag - 8 kp
Hiernach wird bereits das ständige Heben einer verhältnismäßig kleinen.Last von 8 kp als noch zumutbare mittelschwere
Arbeit für eine Frau angesehen. In vielen Betrieben, in denen vorwiegend Frauen arbeiten, wird diese
mittelschwere Arbeit bezüglich der Lastspiele und bezüglich der Last noch wesentlich überschritten, z. B.
beim Heben und Einspannen von Werkstücken in Vorrichtungen. Durch die übermäßige Transport- und Hebebelastung sinkt
nicht nur de*Wirkungsgrad der Menschen bei der produktiven
Arbeit, sondern es können sich auch gesundheitliche Schäden ergeben.
Aus der Tatsache, daß jede von Menschen geleistete manuelle Arbeit grundsätzlich unökonomischer ist als eine mit
maschinellen Hilfsmitteln ausgeführte, ergibt sich ein Bedarf für ein mit einem Lastaufnahmemittel versehenes
Hebezeug, mit dem Personen auch relativ leichte Lasten heben können.
Alle bisher bekannten Hebezeuge dieser Art haben den Nachteil, daß sie über eine bewegbare Verbindung, z. B.
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einen Lasthaken, der in eine Öse eingehängt wird, an der Last angreift. Zwar wird zum Heben besonderer Teile
ein diesen Teilen angepaßtes Lastaufnahmemittel in den
Kranhaken gehängt, jedoch wird hierdurch ein sicheres Führen der Last, das bei den üblichen Hebezeugen ohnehin
nicht immer möglich ist, zusätzlich erschwert.
Es ist bereits ein elektrisch angetriebenes Kleinhebezeug bekannt, das sowohl an einer am Hebezeug selbst
angebrachten Aufhängeöse als auch an seinem mit einem Haken ausgestatteten Hubseil aufhängbar ist. Wenn das
Kleinhebezeug an der Aufhängeöse hängt, wird es mit Hilfe eines an einem Kabel vom Hebezeug herabhängenden
Schalters betätigt. Beim Arbeiten mit dem so angeordneten Kleinhebezeug hat jedoch die Bedienungsperson nur eine
Hand zum Einhängen und Führen der Last frei, weil sie mit der anderen Hand den Schalter bedienen muß. Zum
Einhängen der Last sind aber oftmals beide Hände erforderlich. Um auch in einem solchen Fall den Schalter
zum Anheben des Lasthakens betätigen zu können, z. B. dann, wenn der Lasthaken nur schwer an dem zu hebenden
Gut anzubringen ist, wird das Kleinhebezeug - wie erwähnt - an seinem Hubseil aufgehängt und der Schalter
an dem Kleinhebezeug selbst befestigt, das eine hierzu geeignete Einrichtung aufweist. Bei dieser Betriebsweise
wird jedoch das Einhängen der Last und die Sicht zum Lasthaken vom Kleinhebezeug behindert. Auch das Absetzen
der Last, z. B. in einem Regal, ist bei dieser Arbeitsweise durch das Kleinhebezeug erschwert.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Hebezeug zu schaffen, mit welchem es möglich ist, eine am Lastaufnahmemittel
angebrachte Last sicher zu führen, ohne daß das Hebezeug die Sicht behindert, wobei die Anordnung
gleichzeitig so getroffen werden soll, daß das Hebezeug bequem und Jederzeit mit Hilfe von entsprechenden
Schaltern gesteuert werden kann. Demgemäß betrifft die Erfindung ein Hebezeug mit einem heb- und
senkbaren Lastaufnahmemittel, dessen Bewegungen mittels von einer Bedienungsperson betätigten Schaltern gesteuert
werden. Die zur Lösung der genannten Aufgabe vorgeschlagene Erfindung besteht darin, daß die Schalter mit dem Lastaufnahmemittel
verbunden sind und daß am Lastaufnahmemittel mindestens ein Manipuliergriff angebracht ist.
Auf diese Weise kann die Bedienungsperson durch Bewegen des ggf. mit den Schaltern versehenen Manipuliergriffes
das zu hebende Gut in Jede gewünschte Lage bringen, wobei die die Last dirigierende Hand gleichzeitig
die Schalter betätigt. Wenn z. B. ein Werkstück in eine Drehbank eingespannt werden soll, kann
eine Hand das Hebezeug bedienen und das Werkstück dirigieren, während die andere Hand die Klemmbacken der
Drehbank bedient.
Nach weiteren Erfindungsmerkmalen können das Lastaufnahmemittel und der Schalter an einem Verbindungsteil angeschlossen
sein, wobei die Verbindung zwischen dem Lastaufnahmemittel und dem Verbindungsteil vorzugsweise
starr ist. Zweckmäßig ist es, wenn mehrere Lastaufnahmemittel gegeneinander austauschbar an dem Verbindungsteil
anschließbar sind. Die Lastaufnahmemittel können Magnete,
Saugheber, Greifklemmen und dgl. sein. An dem Verbindungsteil kann ebenfalls ein Befestigungsende für Sonder-Last-
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aufnahmemittel angeschlossen werden. Der Kunde kann sich dann die dem zu manipulierenden Gut angepaßten Lastaufnahmemittel
selbst anfertigen«
Das Verbindungsteil kann eine nach unten und mindestens nach einer Seite offene, sich nach oben erweiternde Nut
für die Lastaufnahmemittel haben. Das Verbindungste.il kann mit einer Rutschsperre versehen sein, die ein
unbeabsichtigtes Herausrutschen des Lastaufnahmemittels verhindert.
Nach weiteren Merkmalen der Erfindung ist das vom Hebezeug zum Schalter führende Kabel mit einem Abstand
schraubenförmig um ein Hubseil gelegt. Da im allgemeinen nur ein maximaler Hubweg von ca. 2 π vorgesehen ist,
sind nur wenige Windungen für das Kabel erforderlich. Das Kabel kann auch ein faltenartig geführtes Flachkabel
sein, das mit Kabelösen am Hubseil geführt ist.
Zum Aufnehmen sperriger Teile, 2. B. Blechtafeln mittels eines Elektromagneten oder Holzplatten mittels eines
Saughebers, kann der Schalter unter Zwischenschiebung einer Abstandsstange mit dem Verbindungsteil verbindbar sein.
Der Schalter ist dann über eine Steckverbindung mit der Abstandsstange und dem Verbindungsteil verbunden.
Mehrere Anwendungs- und Ausführungsbeispiele der Erfindung
sind in den Zeichnungen dargestellt und im folgenden erläutert.
Es zeigen:
Es zeigen:
Fig. 1 bis 5 verschiedene Anwendungsbeispiele, Fig. 6 ein Hebezeug mit Verbindungsteil in der
Vorderansicht,
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| Pig. | 7 |
| Fig. | 8 |
| Pig. | 9 |
| Fig. | 10 |
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die Seitenansicht des Hebezeuges gemäß Fig. 5, die Einzelheit "A" aus Fig. 7 im größeren
Maßstab,
ein Verbindungsteil mit Manipuliergriff und Schaltern in perspektivischer Darstellung,
ein Verbindungsteil mit Abstandsstange zum Manipuliergriff in perspektivischer Darstellung.
Bei dem Anwendungsbeispiel nach Fig. 1 transportiert eine Frau ein Faß, das über ein scherenfb'rmiges Lastaufnahmemittel
5 mit dem zwischen Lastaufnahmemittel und Hubseil 2 angebrachten Verbindungsteil 4 fest verbunden ist. Am
Verbindungsteil 4 sind mehrere Schalter 6 angebracht, die über ein Kabel 3 an das Hebezeug 1 angeschlossen sind.
Das Hebezeug selbst ist in einer Schiene eines Säulendrehkranes verfahrbar.
Fig. 2 zeigt das Verladen einer Säureflasche mit gefährlichem Inhalt über eine Abstandsstange 7, die am Verbindungsteil
4 befestigt ist und an ihrem Ende Schalter zur Betätigung des (nicht gezeigten) Hebezeuges trägt.
Fig. 3 zeigt den Einsatz des erfindungsgemäßen Hebezeuges bei einem Beladevorgang; hierbei sind die
Betätigungsschalter und ein Manipuliergriff am Verbindungsteil
4 angeordnet.
Beim Anwendungsbeispiel nach Fig. 4 wird ein Motor aus einem Pkw herausgehoben.
Beim Anwendungsbeispiel nach Fig. 5 wird ein Werkstück angehoben und in eine Bearbeitungsmaschine eingespannt,
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wobei das Werkstück mit der rechten Hand mit Hilfe des erfindungsgemäßen Hebezeuges einschließlich seiner
Steuerung in die gewünschte Lage dirigiert wird, während die linke Hand die Spannvorrichtung der
Bearbeitungsmaschine bedient. Nach der Bearbeitung wird das Werkstück mit Hilfe des Hebezeuges auf eine Förderbahn
gelegt. In allen Fällen nach Fig. 1 bis 5 hat die Bedienungsperson beide Hände sur Führung der Last
zur Verfügung und kann gleichzeitig elr en Steuerschalter
für das Hebezeug betätigen.
Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 bis 8 zeigt ein Hebezeug 1 mit Verbindungstell 4 und einem Befestigungsende
5a für Sonder-Lastaufnahmemittel. Das Befestigungsende 5a hat einen Bund 5d* gegen den verschiedene, nicht
gezeichnete Sonder-Lastaufnahmemittel mit Hilfe der auf dem Gewinde 5b drehbaren Mutter 5c geschraubt werden.
6 sind die Schalter zur Betätigung des Hebezeuges, 4a ist ein am Verbindungsteil 4 befestigter Manipuliergriff.
In Fig. 8 ist dargestellt, daß das Befestigungsende 5a
in eine nach oben erweiterte Nut 5b des Verbindungsteiles
4 hineinragt und mit einem Vierkant 5e gegen Verdrehen
gesichert ist. Eine Feder 9 drückt einen Bolzen 10 bei eingeschobener End-Stellung des Befestigungsendes 5a in
ein Verbindungsteil 4 in eine Vertiefung 11 und verhindert damit ein unbeabsichtigtes Herausrutschen des
Befestigungsendes 5a aus dem Verbindungsteil 4.
Als Kabel 3 wird ein Flachkabel verwendet, das nur an den Seiten Adern hat. Im mittleren Bereich sind in
Abständen von ca. 25 cm Hohlräume als Kabelösen J>& ausgebildet, deren Ränder durch längliche Kunststoffringe 5b
verstärkt sind.
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Das in Fig. 9 dargestellt^ Verbindungsteil 4 hat einen
Handgriff 4b mit einem Schalter 6 für die Steuerung des
Hebezeuges 1 und einen Schalter 6a für die Bedienung des nicht gezeichneten Lastaufnahmemittels. Außerdem
weist das Verbindungsteil 4 eine Steckverbindung 8a für die in Fig. 9 dargestellte Abstandsstange 7 und
eine Kabel-Steckverbindung 8b für den gemäß Fig. 10 an dem Griff 7a der Abstandsstange 7 angeordneten
Schalter 6 auf. Wenn das Verbindungsteil 4 mit einem nicht gezeichneten Lastaufnahmemittel, z. B. Saugheber
oder Elektromagnet für großflächige Teile, z. B. Holzplatten oder Blechtafeln ausgerüstet ist, kann das
Hebezeug über die Abstandsstange dirigiert werden. Die Abstandsstange 7 hat gegabelte Griffenden 7a für
zwei Hände, so daß das Verbindungsteil 4 mit dem daran hängenden Lastaufnahmemittl auch von einem größeren
Abstand aus bedient und in jede gewünschte Lage geschwenkt und gekippt werden kann.
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Claims (11)
1. Hebezeug mit einem heb- und senkbaren Lastaufnahmemittel, dessen Bewegungen mittels von
einer Bedienungsperson betätigten Schaltern gesteuert werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schalter (6) mit dem Lastaufnahmemittel (5) verbunden sind und daß am Lastaufnahmemittel
(5) mindestens ein Manipuliergriff angebracht ist.
2. Hebezeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Lastaufnahmemittel (5) und der Schalter (6) an einem Verbindungsteil (4) angeschlossen sind.
3.■ Hebezeug nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lastaufnahmemittel (5) starr an dem Verbindungsteil (4) befestigt ist.
4. Hebezeug nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet«;
daß mehrere Lastaufnahmemittel (5) gegeneinander austauschbar am Verbindungsteil (4) anschließbar
sind.
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5. Hebezeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Verbindungsteil (4) ein Befestigungsende (5a)
für Sonder-Lastaufnahmemittel (5) anschließbar
ist.
6. Hebezeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsteil (4) eine nach unten und mindestens nach einer Seite offene, sich nach
oben erweiternde Nut (4a) für die Lastaufnahmemittel
(5) hat.
7. Hebezeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsteil (4) mit einer Rutschsperre
(10,11) versehen ist.
8. Hebezeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vom Hebezeug (1) zum Schalter (6) führende
Kabel (5) mit einem Abstand schraubenförmig um ein
Hubseil (2) gelegt ist.
9. Hebezeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das vom Hebezeug (1) zum Schalter (6) führende Kabel (3) ein faltenartig geführtes Flachkabel ist,
das mit Kabelösen (3a) an dem Hubseil (2) geführt ist.
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10. Hebezeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schalter (6) unter ZwischenSchiebung einer
Abstandsstange (7) mit dem Verbindungsteil (4-) verbindbar ist.
11. Hebezeug nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schalter (6) über eine Steckverbindung (8)
mit der Abstandsstange (7) und dem Yer.bin düngst eil
(4) verbunden ist.
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1977
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