DE2213579C2 - Verfahren zur katalytischen Umsetzung von Gasen mit hohem Gehalt an SO tief 2 - Google Patents
Verfahren zur katalytischen Umsetzung von Gasen mit hohem Gehalt an SO tief 2Info
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Description
Der Strom B wird in bekannter Weise weiterverarbeitet.
Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß bei der Inaktivierung des Katalysators der Umsatz
zu SO3 praktisch konstant gehalten wird, die Gas
mengen ebenfalls praktisch konstant bleiben und dadurch ein opiimaler und einfacher Betrieb möglich
ist. Außerdem können Schwankungen in der Gaszusammensetzung des Stromes A weitgehend ausgeglichen
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1 2
Katalysatormasse als theoretisch erforderlich — wie
Patentanspruch: es bei der Verarbeitung von Gasen mit einem SO2-
Gehalt unter etwa 11 Vn üblich ist — ist bei Gasen
Verfahren zur katalytischen Umsetzung von mit hohem Gehalt an SO2 nicht möglich, da die
Gasen mit hohem Gehalt an SO2 in Kontakt- 5 Reaktion, vor Erreichung der für den Katalysator
anlagen mit mehreren hintereinandergeschalteten kritischen Temperatur und damit beträchtlich vor
Kontakthorden, wobei ein Teilstrom teilweiser Erreichung des Gleichgewichtes abgebrochen werden
umgesetzter SO3-haltiger Gase dem SO^-haltigen muß.
Gas vor dem Einsatz in die erste Kontakthorde Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
zugemischt wird und die Gase zwischen Kontakt- io Verminderung des Umsatzes zu SO3 infolge Inhorden
zwischengekühJt werden, dadurch aktivierung der Kontaktmasse zu verhindern,
gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
strom des abgezweigten Teilstromes teilweise «elöst, daß mindestens ein Teilstrom des abgezweigumgesetzter
SOj-haltiger Gase vor der Zu- ten Teilstromes teilweise umgesetzter SO3-haltiger
mischung durch einen Absorber geleitet wird 15 Gase vor der Zumischung durch einen Absorber
und die absorbierte SO3-Menge in Abhängigkeit geleitet wird und die absorbierte SO3-Menge in Abvon
der zunehmenden Inaktivierung der Kon- hängigkeit von der zunehmenden Inaktivierung der
taktmasse in der Weise vergrößert wird, daß der Kontaktmasse in der Weise vergrößert wird, daß der
Umsatz von SO2 zu SO3 in den Kontakthorden Umsatz von SO2 zu SO3 in den Kontakthorden etwa
etwa konstant bleibt. 20 konstant bleibt."
Vorzugsweise wird der gesamte abgezweigte Teilstrom durch den Absorber geleitet. Dadurch entfällt
eine regulierte Abzweigung und Zumischung.
Die Erfindung wird an Hand der Figur und eines as Beispiels näher erläutert.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kata- Der Kontaktkessel 1 enthält vier Kontakthorden 1 a
lytischen Umsetzung von Gasen mit hohem Gehalt bis 1 d. Zwischen den Kontakthorden sind Zwischenan
SO., in Kontaktanlagen mit mehreren hinter- kühler 2α bis Ic angeordnet. Mit 3 ist ein Kühler,
einandergeschaltfcien Kontakthorden, wobei ein Teil- mit 4 der Absorber und mit 5 die Mischvorrichtung
strom teilweiser umgesetzter SO?-haltiger Gase dem 30 bezeichnet. Der Strom A der Gase mit hohem Gehalt
SO2-haltigen Gas vor dem Einsatz in die erste an SO., wird in die Mischvorrichtung 5 geleitet. Der
Kontakthorde zugemischt winl u d die Gase zwi- Strom E der gemischten Gase wird in den Kontaktschen
Kontakthorden zwischengekühlt werden. kessel 1 geleitet und geht nacheinander durch die
Bei der Umsetzung von SO,-hahigen Gasen zu Kontakthorde 1 α bis 1 rf und die Zwischenkühler 2 a
SO3 mit anschließender Schwefelsäureherstellung muß 35 bis 2 c. Der den Kontaktkessel 1 verlassende Strom B
die Katalysatormasse durch das Gas zunächst auf des teilweise zu SO3 umgesetzten Gases wird im
die sogenannte Anspringtemperatur gebracht werden. Kühler 3 abgekühlt. Ein Teilstrcn C des Stromes B
Diese Anspringtemperatur liegt z. B. bei Katalysa- wird in den Absorber 4 geleitet und dort in geregeltoren
auf der Basis von Vanadinpentoxyd (V2O.) ic ter Menge von SO3 befreit. Der den Absorber 4
nach Zusammensetzung und Herstellungsart° bei 40 verlassende Strom D wird in die Mischvorrichtung 5
etwa 400 bis 450° C. Bei der Umsetzung von SO2 geleitet und dort mit dem Strom A vermischt. Ein
zu SO3 tritt eine Steigerung der Temperatur ein, da Teilstrom F des Teilstromes C kann den Absorber 4
die Reaktion exotherm verläuft. Bei Gasen mit einem umgehen (gestrichelt dargestellt).
SO.,-Gehalt bis zu etwa 11 Vo kommt die Reaktion .
SO.,-Gehalt bis zu etwa 11 Vo kommt die Reaktion .
bei'Temperaturen im Bereich von etwa 620° C zum 45 Beispiel
Stillstand, weil dann das Gleichgewicht der Reaktion Der Strom A bsträgt 50 000 NmVh und hat eine
SO2 -t- Ά O2 ^ SOS erreicht wird. Bei Gasen mit Zusammensetzung von
höherem SO2-Gehalt steigt die Temperatur weiter, ^q 0/ <jq
höherem SO2-Gehalt steigt die Temperatur weiter, ^q 0/ <jq
da die Umsetzung erst bei höheren Temperaturen 1fl0. q ■
zum Gleichgewicht kommt. Bei Temperaturen über 50 Rest°N '
etwa 620° C erfolgt jedoch eine Schädigung des -
Katalysators. Es wird ständig ein Teilstrom C von 5000 NmVh
Es ist bekannt, die Schädigung des Katalysators abgezweigt, der ganz oder teilweise durch den Abinfolge
Überhitzung dadurch zu vermeiden, daß den sorber 4 geleitet wird.
SO.,-haltigen Gasen vor dem Einsatz in die erste 55 Im ersten Jahr wird im Absorber 4 kein SO., ab-Kontakthorde
SOj-haltige Oase zugemischt werden. sorbiert. Der Strom E enthält dann 3,37 "-Ό SO;i, der
Die Zumischung des SO3 bewirkt eine Bremsung der StromS enthält 22,14"/o SO2 und 37,140O SO3.
Umsetzung von SO2 zu SO3, so daß bei entsprechen- Im zweiten Jahr werden im Absorber 4 30°/o SO3
Umsetzung von SO2 zu SO3, so daß bei entsprechen- Im zweiten Jahr werden im Absorber 4 30°/o SO3
der Zumischung und entsprechender Verweilzeit der absorbiert. Der Strom E enthält dann 2.33 °/o SO3,
Gase in den Kontakthorden eine Überhitzung ver- 60 der Strom B enthält 22,410Zo SO2 und 36,34 Vo SO3.
mieden wird (deutsche Auslegeschrift 1 054 431, Im dritten Jahr werden im Absorber 4 60Vo SO3
deutsche Patentschrift 504 635. deutsche Offen- absorbiert. Der Strömt enthält dann 1,32Vo SO3,
legungsschrift 2 026 818). Da die Kontaktmasse — der StromB enthält 22.68Vo SO2 und 35,56% SO3.
insbesondere in den ersten Kontakthorden — im Im fünften Jahr werden im Absorber 4 100 Vo SO3
Laufe der Zeit inaktiver wird, läßt die Rcaktions- 65 absorbiert. Der Strom E enthält dann kein SO3, der
geschwindigkeit der Reaktion SO2 + V2 O2 ^ SO., Strom B enthält 23,03 Vo SO2 und 34,54 Vo SO3.
entsprechend nach und der Gasumsatz zu SO3 ver- Der Gesamtumsatz der Anlage bleibt praktisch
entsprechend nach und der Gasumsatz zu SO3 ver- Der Gesamtumsatz der Anlage bleibt praktisch
ritiRert sich entsprechend. Der Einsatz von mehr konstan; bei 60Vo.
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