DE2212872A1 - Entladungsstreckenschaltung fuer das Blitzen von Hochspannungs-Blitzlampen - Google Patents
Entladungsstreckenschaltung fuer das Blitzen von Hochspannungs-BlitzlampenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Schaltungen für Photoblitzlampen zum Blitzen von Hochspannungslampen durch Hochspannungsimpulse,
wie sie beispielsweise durch Druck oder andere mechanische Belastung (stressing) eines piezoelektrischen Elementes synchron
zu dem öffnen eines Kameraverschlusses erzeugbar sind. Die erfindungsgemäßen Schaltungen sind verwendbar für das
Blitzen einzelner Blitzlampen und auch zum selektiven oder wahllosen Blitzen einzelner Lampen einer Anordnung von Photoblitzlampen
in zeitlicher Reihenfolge.
Photoblitzlampen können allgemein in zwei Arten bezüglich ihrer Spannung eingeteilt werden: In Niederspannungslampen
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und Hochspannungslampen. Die Niederspannungslampen sind gewöhnlich
gedacht zum Blitzen durch eine Batterie oder einen augeladenen Kondensator mit einer Spannung von etwa 1,5 bis 15 Volt.
Die Hochspannungsblitzlampen sind gedacht für das Blitzen durch einen Zündimpuls von einigen hundert Volt oder darüber, wie er
beispielsweise durch ein piezoelektrisches Element erzeugt werden kann.
Niederspannnungslampen haben handelsmäßig einen gewissen Erfolg
erreicht ^nd es sind die verschiedensten Mechanismen entwickelt
worden zum Blitzen einzelner Lampen und auch zum einzelnen Blitzen der Lampen einer Viellampenanordnung nacheinander, wie beispielsweise
bei den bekannten Blitzwürfeln. Ebenso sind die verschiedensten Konstruktionen vorgeschlagen worden für eine Anordnung
von Blitzlampen, welche zugeordnete Refelktoren besitzen, um das
Licht von allen Lampen in der gleichen Richtung auszurichten.
Die verschiedensten Schaltmechanismen und Schalter-Schaltungen
sind entwickelt worden,um nacheinander ein Abblitzen der einzelnen
Lampen einer Anordnung zu bewirken jedesmal dann, wenn ein Kameraverschluß für die Aufnahme geöffnet wird. Ein Vorteil
einer solchen Anordnung besteht darin, daß sie nicht zwischen den einzelnen Blitzen bewegt oder gedreht werden muß, wie es bei
einem Blitzwürfel der Fall ist.
Hochspannungslampen haben im Gegensatz zu den Niederspannungslampen
keinen merklichen kommerziellen Erfolg gehabt trotz ihrer wichtigen vorteilhaften Fähigkeit, daß sie mit Hilfe eines kleinen
leichten piezoelektrischen Elementes langer Lebensdauer geblitzt werden können und dadurch nicht die Verwendung schwerer und unförmiger
Batterien erfordern, welche Nachteile besitzen. Diese bestehen darin, daß sie ein häufiges Wiederaufladen oder einen
Austausch erfordern und oft keine ausreichende Zündimpulsenergie liefern, weil ihre Verbindungen lose und verschmutzt, oxydiert
oder korrodiert sind. Ein Hindernis für den kommerziellen Erfolg der Hochspannungs-Blitslampe besteht darin, daß vide Schaltme-
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chanismen und Zündschaltkreise, \ielche für die Niederspannungslampen
geeignet sind, für die Verwendung von Hochspannungslampen ungeeignet oder unpraktisch sind. Außerdem neigt die Anstiegszeit
oder in anderer Betrachtungsweise die Steilheit der Vorderflanke der Zündimpulse, welche von einem piezoelektrischen Element
erzeugt werden, zu einer gewissen Langsamkeit oder geringen Steilheit, welche keine optimale Blitzbarkeit typischer Blitzlampen
gewährleistet.
Die Erfindung umfaßt in einer bevorzugten Ausführungsform eine Entladungsstrecke,
die elektrisch mit einer Hochspannungs-Blitzlampe zu einer Reihenkombination verbunden ist. Diese Reihenkombination
ist dabei so ausgestaltet, daß sie über eine Quelle für Hochspannungszündimpulse geschaltet werden kann. Eine Ausführungsform der Erfindung umfaßt eine Vielzahl von Hochspannungs-Blitzlampen
und eine Vielzahl von Entladunprsstrecken mit verschiedener
Überschlags- oder Durchbruchsspannung, die jeweils in Reihenkombinationen mit den Blitzlampen geschaltet, sind. Diese Reihenkombinationen
sind zu einer Parallelkombination schaltungsmäßig verbunden, die zur Zuschaltung über eine Quelle für Hochspannungszündimpulse
ausgebildet ist. Eine weitere Ausführungsform umfaPt
eine Vielzahl von Hochspannungsblitzlampen -und eine Vielzahl von Entladungsstrecken, die nacheinander in Reihe zwischen
die Blitzlampen geschaltet sind, so daß die Lampen über den Entladungsstrecken zu einer elektrischen Parallelkombination verbunden
sind. Dabei ist ein Ende dieser Parallelkombination zum Anschluß über eine Quelle für Hochspannungsimpulse ausgestaltet.
Ein besseres Verständnis dieser und weiterer Aufgaben und Vorteile
ergibt sich aus der nachstehenden Beschreibung beispielhafter Ausführungsformen im Zusammenhang mit den Abbildungen.
Fig. 1 zeigt eine teilweise schematische Darstellung einer bevorzugten
Ausführungform der Erfindung.
Fig. 2 ist eine Darstellung einer anderen bevorzugten Ausführungsforiri·
ÖAD ORIGINAL
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Fig. 3 gibt eine Darstellung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform.
Fig. 4 zeigt eine andere Ausgestaltung einer Entladungsstrecke,
welche bei den Anordnungen nach Fig. 2 und 3 verwendet werden kann.
Fig. 1 zeigt eine Quelle 11 für die Zündimpulsenergie. Diese umfaßt
ein piezoelektrisches Element, welches in der Form eines kleinen Zylinders ausgestaltet sein kann, der an dem oberen und
unteren Ende Elektroden 13 und 14 besitzt, die mit den Zündimpulsanschlüssen
16 bzw. 17 verbunden sind. Ein Schlagerzeugungsteil 18 ist am Ende einer länglichen Feder 19 befestigt, deren
anderes Ende durch eine Einrichtung 21 festgelegt ist, welche an einem Kameragehäuse oder in einem Verschlußmechanismus gehaltert
sein kann.
Der Schlagteil 18 kann so angeordnet sein, daß er beim Spannen
des Kameraverschlusses von dem piezoelektrischen Element 12 abgehoben wird. Er wird dann beim öffnen des Verschlusses zur Herstellung
einer Aufnahme freigegeben. Daraufhin bewegt die Feder 19 den Schlagteil 18 in Richtung des Pfeils 21, so daß er auf dem
piezoelektrischen Element 12 aufschlägt und dadurch einen Zündimpuls an den Anschlüssen 16 und 17 erzeugt. Das piezoelektrische
Element kann beispielsweise einen Durchmesser von etwa 3mm (1/8 Zoll) und eine Länge von etwa 6 mm (1/4 Zoll) besitzen und
kann beispielsweise aus Bariumtitanat, Bleimetaniobat, PZT
(Blei - Zirkon - Titanat) oder aus einem anderen geeigneten piezoelektrischen Material hergestellt sein. Weitere Einzelheiten
über piezoelektrische Einrichtungen zur Erzeugung von Zündimpulsen für Photoblitzlampen und für Kamerasynchronisierungseinrichtungen
sind in den US-Patenten 2.972.937 und 3.IO6.O8O
beschrieben.
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Eine Hochspannungsblitzlampe 26 besitzt den üblichen Glaskolben und eine zerfaserte Metallfolie 27 und ist mit einem Paar von
Elektroden 28 und 29 ausgestattet, die sich in die Lampe hinein erstrecken. Eine oder beide Elektroden 28 und 29 sind mit einem
Zündmaterial überzogen. Die Metallfolie 27 ist in Berührung mit beiden Elektroden 28 und 29 und/oder den Zündmaterialüberzügen.
Wenn daher ein Hochspannungszündimpuls an diesen Elektroden zugeführt wird, wird die Schaltung über die zerfaserte Metallfolie
27 geschlossen, wodurch zahlreiche Funken in dem Zündmaterial
auftreten und dadurch das Zündmaterial entzünden und das Blitzen der Blitzlampe bewirken. Die Zuleitungsdrähte 31 und 32
sind jeweils mit den Elektroden 28 und 29 verbunden. Weitere
Einzelheiten einer Hochspannungs-Photoblitzlampe sind in dem US-Patent 2.868.003 beschrieben. Eine soche Lampe kann geblitzt
werden durch einen Zündimpuls von etwa 500 Volt. Es können Blitzlampen mit Glühfäden verwendet werden, wenn der Glühfaden
einen hinreichend hohen Widerstand besitzt, um ein Blitzen der Lampe bei einem Zündimpuls hoher Spannung und relativ niedriger
Stromstärke zu bewirken.
Eine Entladungsstrecke 33 ist zwischen einem der Zündimpulsanschlüsse
16 und einer der Zuleitungen 31 der Lampe 26 angeordnet.
Der andere Zündimpuls ans chluß 17 ist mit dem anderen Zuleitungsrdraht
32 der Lampe 26 verbunden und auf diese Weise sind die
Elektroden der Lampe 26 in Reihe mit der Entladungsstrecke 33 über die Zündimpulsanschlüsse 16 und 17 geschaltet. Die Entladungsstrecke
33 umfaßt ein Paar im Abstand angebrachter Elektroden 34 und 35. Diese können entweder Drähte oder andere elektrisehe
Leiter sein, die in geeigneter Weise angebracht sind, um einen Luftspalt von beispielsweise etwa 0.025 mm (etwa0,01 Zoll)
.zu definieren. Alternativ dazu kann die Entladungsstrecke 33 eine dielektrische Entladungsstrecke besitzen, welche aus einem
Leiterpaar besteht, beispielsweise aus Drähten, die durch ein dünnes Stück eines dielektrischen Materials in einem Abstand
gehalten werden, beispielsweise eines polymeren Materials, so
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daß an der Entladungsstrecke ein Überschlag bei einigen hundert
Volt stattfinden wird.
Die Schaltung nach Fig. 1 arbeitet auf folgende Weise: Wenn das
piezoelektrische Element 12 durch den Schlagteil 18 einen Aufschlag synchron zum öffnen eines KameraVerschlusses erhält,
dann erhält das piezoelektrische Element 12 eine mechanische Belastung und erzeugt einen Spannungsimpuls von beispielsweise
1000 bis 2000 Volt. Die Größe des Spannungsimpulses hängt dabei zu einem gewissen Grade von der Aufschlagkraft ab. Wenn die Vorderflanke
der Zündimpulsspannung, welche über den Leitungsweg hohen Widerstandes gebildet durch die Lampe 26 an der Entladungssr-r'ecke
33 aufgeprägt wird (da zu diesem Zeitpunkt kein Strom fließt, erfolgt kein Spannungsabfall an der Lampe 26), das überschkgspotential
der Entladungsstrecke 33 erreicht, wird an der Entladungsstrecke 33 ein Überschlag erfolgen. Damit ergibt sich
ein Leitungsweg relativ geringen Widerstandes für den Hochspannangszündimpuls
zur Lair.ra 26 und der Impuls bewirkt das Blitzen
der Lampe. Da der Überschlag an der Entladungsstrecke 33 nur stattfindet, wenn die Vorderflanke des Hochspannungsimpulses
einige hundert Volt erreicht hat, gewährleistet die Entladungsstrecke, daß die Lampe 26 einen plötzlichen Stoß der Zündimpulsenergie
bekommt. Dadurch wird gewährleistet, daß sogar sogenannte "störrische" Lampen blitzen.
Gewünschtenfalls kann eine Vielzahl zusätzlicher Blit21ampen 26' parallel zur ersten Lampe 26 geschaltet werden. Diese Blitzlampen
besitzen dann relativ zueinander verschiedene Zündspannungseigenschaf
ten. Daher wird bei/jedem Auftreten eines Zündspannungsimpulses
nur das Blitzen derjenigen ungeblitzten Lampe in der
Schaltung bewirkt, welche die niedrigste Blitzspannung besitzt. Daher wird jedesmal dann, wenn eine Blitzaufnahme durchgeführt
werden soll, der Hochspannungszündimpuls das Blitzen einer Lampe der Vielzahl von Lampen der Anordnung bewirken. Die Lampen sind
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dabei alle so mit ihren Reflektoren angeordnet, daß sie ihr Licht in die gleiche vorgegebene Richtung abgeben. Zu diesem Zweck
sollte die Entladungsstrecke 33 eine Luftstrecke sein, die wiederholbare Überschlagseigenschaften besitzt, und nicht eine dielektrische
Entladungsstrecke, da diese letztere keine wiederholbare
Durchschlagseigenschaft besitzt. Die Anordnung der Blitzlampen kann mit Verbindungsteilen 36 und 37 ausgestattet sein,
welche so ausgebildet sind, daß sie durch Einstöpseln oder durch einen anderen lösbaren Eingriff mit den Hochspannungszündimpulsanschlüssen
l6 und 17 Kontakt machen können, die auf einer Kamera oder auf einem Blitzadaptor-Zubehörteil vorgesehen sind.
In Fig. 2 ist ein elektrischer Leiter 38 mit dem Leiter 36 verbunden,
welcher zum Eingriff mit dem Zündimpulsanschluß l6 gestaltet ist. Ein elektrischerJLeiter 39 ist mit dem Verbindungsteil
37 verbunden, welcher zum Eingriff mit dem Zündimpulsanschluß 17 gestaltet ist. Es ist eine Viehlzahl von Hochspannungslampen
4l, 42, 43, il4 vorgesehen, welche einzeln ähnlich der oben
beschriebenen Lampe 26 sein können. Jede Lampe ist dabei mit einem Reflektor ausgestattet, um das Licht von den Lampen in
der gleichen vorgegebenen Richtung von der Lampenanordnung weg zu richten. Ein Zuleitungsdraht 4la usw. jeder der Blitzlampen
4l bis 44 ist mit dem elektrischen Leiter 38 verbunden und die '
anderen Zuleitungsdrähte 4lb usw. sind jeweils mit dem Leiter 39 über individuelle Entladungsstrecken 46, 47, 48, 49 verbunden.
Daher liegt jede Blitzlampe in Reihe mit ihrer zugeordneten Entladungsstrecke und diese einzelnen Reihenkombinationen sind
parallel zueinander über die Leiter 38 und 39 geschaltet. Die Entladungsstrecken
M6 bis 49 sind dabei so ausgelegt, daß bei ihnen
die Entladung bei verschiedenen Spannungen erfolgt. Dies kann beispielsweise bei Luftentladungsstrecken erreicht werden, wenn
beispielsweise die Entladungsstrecke 46 einen Abstand von etwa 0,013 mm (0,5 Tausendstel Zoll), die andere Entladungsstrecke:
47 einen Abstand von etwa 0,037 mm (etwa 1,5 Tausendstel Zoll),
eine andere Entladungsstrecke 48 einen Abstand von etwa 0,075 mm
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(etwa 3 Tausendstel Zoll) und die letzte Entladungsstrecke einen Abstand von etwa 0,125 (etwa 5 Tausendstel Zoll) aufweist.
Andererseits können die Entladungsstrecken auch durch ihre Überschlagsspannungen
spezifiziert sein. So kann beispielsweise die Entladungsstrecke 46 -für einen Überschlag bei 300 Volt, die
Entladungsstrecke 47 für einen Überschlag bei 600 Volt, die
Entladungsstrecke 48 bei 900 Volt und die Entladungsstrecke 49 bei 12.^00 Volt ausgelegt sein.
Die Schaltung nach Fig. 2 arbeitet auf folgende Weise: Beim ersten
Auftreten eines Zündimpulses an den Anschlüssen l£>
und 17 erfolgt der Überschlag an der Entladungsstrecke 46 mit der niedrigsten Überschlagsspannung und die Lampe 4l wird geblitzt. Die
Zündimpulsenergie reicht nicht aus, um einen Überschlag an irgend einer anderen. Entladungsstrecke zu erzeugen und daher wird durch
den Zündimpuls nur die eine Lampe 4l geblitzt. Beim Blitzen wird die Lampe zu einem unterbrochenen elektrischen Schaltkreis. Daher
wird beim Auftreten des nächsten Impulses der Überschlag an der Entladungsstrecke mit der niedrigsten Überschlagsspannung erfolgen,
welche einer ungeblitzten Lampe zugeordnet ist; d.h. der Überschlag wird an .der Entladungsstrecke 47 erfolgen und die
zweite Lampe wird geblitzt werden. Dieser Vorgang wiederholet sich solange bis alle Lampen geblitzt sind. Es könnte zunächst
so erscheinen, daß die Durchbruchsspannung einer Entladungsstrecke von der zugehörigen Lampe zugeführten Zündspannung subtrahiert
wird, und daher die letzte Lampe 44 mit zugeordneter Entladungsstrecke 49 mit dem größten Abstand nicht zuverlässig
blitzen könnte. Dies ist jedoch nicht der Fall. Es sei beispielsweise angenommen, daß die Lampe 44 bei einer ZUndimpulsspannung
von 500 Volt blitzt, die Entladungsstrecke 49 einen Überschlag
bei 1200 Volt besitzt und der an den Anschlüssen 16 und 17 zugeführte Impuls eine Spitzenspannung von 1500 Volt aufweist.
Die Entladungsstrecke 49 wird bei 1200 Volt zünden und die Entladung
wird nur einen Spannungsabfall von wenigen Volt aufweisen.
Der tatsächlich durch die Entladungsstrecke bewirkte Spannungs-
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abfall hängt dabei zu einem gewissen Grade von dem Bogenentladungsstrom
ab. Daher wird der Lampe 44 eine Spitzenspannung von etwa 15OO Volt zugeführt, die ausreichend ist zur Gewährleistung
eines zuverlässigen Blitzens.
Gewünschtenfalls kann eine weitere Blitzlampe 51 über die Leiter
38 und 39 geschaltet werden. Diese Lampe wird dann als erste
Lampe geblitzt, da keine Entladungsstrecke in Reihe mit ihr liegt. Ebenso kann gewünschtenfalls eine weitere Entladungsstrecke 33 gemäß Fig. 4 zwischen den Punkten X und Y in dem Leiter
39 der Fig. 2 zwischen dem AnschlußteiL 37 und den Blitzlampen eingefügt werden, und arbeitet beim Blitzen jeder Lampe gemäß
der obigen Beschreibung in Zusammenhang mit Fig. 1.
Die Schaltung nach Fig. 3 umfaßt eine Vielzahl von Hochspannungsblitzlampen
56 bis 60. Bei diesen ist jeweils der Zuleitungsdraht "a" mit dem Leiter 38 verbunden, der seinerzeit mit einem
Anschlußteil 36 verbunden ist, das lösbar gemäß der Darstellung .im Zusammenhang mit Fig. 2 mit dem Zündimpulsanschluß l6 verbunden
werden kann. Der Zuleitungsdraht "b" der ersten Lampe
56 ist verbunden mit dem Anschlußteil 37, welcher zur Verbindung mit dem Zündimpulsanschluß 17 ausgestaltet ist. Eine Vielzahl
von Entladungsstrecken 6l bis 64 werden nacheinander zwischen die Zuleitungsdrähte "b" der Lampen 56 bis 60 geschaltet.
Die Schaltung nach Fig. 3 arbeitet wie folgt: Beim Auftreten
des ersten Zündimpulses wird die erste Lampe 56 blitzen, da sie die
volle Zündimpulsenergie erhält, weil die Entladungsstrecke 61
nicht zündet und damit verhindert, daß die Zündimpulsenergie irgendeine der anderen Blitzlampen erreicht. Beim Auftreten eines
zweiten Zündimpulses stellt die erste Lampe 56 jetzt eine Unterbrechung
der Schaltung darsund daher wird an der Entladungsstrecke
6l ein Überschlag erfolgen (da die Zündimpulsspannung über die Lampe 57 an dieser Entladungsstrecke gelegt.wird) und die zweite
Lampe 57 wird blitzen. Ein dritter Zündimpuls bewirkt, daß die
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erste und die zweite Entladungsstrecke 6l und 62 zündet und die dritte Lampe 58 wird geblitzt werden. Dieser Vorgang besteht
solange, bis alle Blitzlampen geblitzt worden sind, wobei jeweils weitere Entladungsstrecken zünden. Es könnte zunächst den
Anschein erwecken, daß zur Zündung der vier Entladungsstrecken 61 bis 62J zwecks Blitzen der letzten Lampe 60 die erforderliche
Gesamtdurchschlägsspannung gleichjder Summe der einzelnen Durchsch-lägsspannungen
der vier Entladungsstrecken sein muß. Daraus könnte ein Zweifel bezüglich der Zuverlässigkeit des Blitzens
der letzten Lampe 60 entstehen. Die Vielzahl von in Sihe angeordneten
Entladungsstrecken wird jedoch bei einem Spannungswert zünden, der kleiner ist als die Gesamtsumme der einzelnen Überschi0
"1Sspannungen. Dies ist zurückzuführen auf die verschiedenen
Kapazitäten der Entladungsstrecken, welche sich entweder willkürlich
einstellen oder bei der Konstruktion der Entladungsstrecken vorgegeben werden können. Die Verteilung der Zündimpulsspannung
über die verschiedenen in Reihe geschalteten Entladungsstrecken erfolgt so, daß die größte Spannung über derjenigen
Entladungsstrecke liegt, v;elche zwischen ihren Elektroden die geringste Kapazität besitzt. Wenn diese Entladungsstrecke zur
Bogenentladung zündet, dann werden die übrigen Entladungsstrecken schnell und leicht zünden. Wenn beispielsweise alle Lampen außer
der letzten Lampe 60 geblitzt worden sind, an den Anschlüssen 16 und 17 ein Zündimpuls von 1500 Volt zugeführt würde, jede
der Entladungsstrecken 61 bis 64 einzeln bei einer Spannung von etwa 500 Volt zünden würde, die Lampe 60 zum Blitzen eine Spannung
von 500 Volt benötigen würde, dann würde eine Verteilung der Spannung von 500 Volt auf die in Reihe geschalteten ladungsstrecken
in der Weise erfolgen, daß an einer der Entladungsstrecken eine Spannung von mehr als 500 Volt anliegt. Dies bewirkt
ein Zünden dieser Entladungsstrecke. Daraufhin zünden die anderen Entladungsstrecken schnell und)unter der Annahme eines niedrigen
Spannungsabfalls von wenigen Volt über jeder gezündeten Entladungsstrecke ist der gesamte Spannungsabfall über den Entladungsstrecken
geringer als 100 Volt. Daher werden mehr als 1^00 Volt des Zündimpulses über den Elektroden der Lampe 60 lie-
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gen und dadurch ein Blitzen derselben bewirken. Zur Erzielung optimaler Ergebnisse können die Entladungsstrecken 6l bis 64 für
ähnliche oder verschiedene Überschlagspannungen ausgelegt werden. Gewünschtenfalls kann eine weitere Entladungsstrecke 33 gemäß
Fig. 4 zwischen den Punkten X und Y in Fig. 3 in gleicher Weise
wie im Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben eingefügt werden. Vorzugsweise
wird die Entladungsstrecke 33 in den Leiter 39 eingeführt.
Dies führt zu einer geringeren Kapazität der Entladungsstrecke als bei der Einfügung der Entladungsstrecke in dem Leiter
38, wo diese Strecke eine höhere Kapazität infolge der Streukapazität
der Lampenverdrahtung besitzt. Die niedrigere Kapazität der Entladungsstrecke verbessert die Gleichförmigkeit der wiederholt
auftretenden Überschlagspannung. Der Anschluß 16 und der Leiter 38 können als elektrischer Massepunkt der Schaltung betrachtet
werden, und können elektrisch mit dem Kameragehäuse oder dein Verschlußmechanismus verbunden sein.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß erfindurigsgemäfi·
eine einfache, leichte, kompakte und wirtschaftliche Schaltung zum zuverlässigen Blitzen einer oder mehrerer Hochspannungs-Blitzlampen
erreicht wird. Die Entladungsstrecken können äußerst wirtschaftlich hergestellt werden, da jede Entladungsstrecke im
Abstand voneinander angebrachte Drähte umfassen kann. Bei einer noch wirtschaftlicheren Konstruktion kann eine der Elektroden
jeder Entladungsstrecke der Zuleitungsdraht der zugeordneten
Blitzlampe sein. Dieser Zuleitungsdraht ist dann in einem geeigneten
Abstand von einem anderen Draht der Schaltung oder von einem Leiter einer gedruckten Schaltung angebracht.
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Claims (8)
- - 12 PatentansprüchePhotoblitzschaltung, dadurch gekennzeichnet, daß sie mindestens eine Hochspannung.sblitzlampe (26) umfaßt und mindestens eine Bogenentladungsstrecke (33), die elektrisch in Reihe zu der Blitzlampe (26) liegt, sowie einen piezoelektrischen Zündimpulsgenerator (11) und eine Einrichtung zur Verbindung der Reihenkombination der Blitzlampe (26) und der Entladungsstrecke (33) über den Ausgang (16,17) des piezoelektrischen Zündimpulsgenerators (11).
- 2. Photoblitzschaltung nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet , daß sie mindestens eine weitere Hochspannungs-Blitzlampe enthält, die elektrisch parallel zu mindestens der einen Blitzlampe geschaltet ist und die Blitzlampen verschiedene Zündspannungen besitzen.
- 3. Photoblitzschaltung, zum Blitzen einer Vielzahl von Hochspannungs-Blitzlampen in Sequenz mit Hilfe von Sequenz-Zündimpulsen ,dadurch gekennzeichnet, daß sie umfaßt:eine Vielzahl von Bogenentladungsstrecken (46 - 49), die jeweils elektrisch in Reihe mit Blitzlampen (4l - 44) geschaltet sind und damit eine Vielzahl von Reihenkombinationen bilden, eine Einrichtung (38,39) zur Verbindung dieser Reihenkombinationen zu einer elektrisch parallel geschalteten Kombination und zum Anschluß derselben an eine Quelle der Zündimpulse, wobei die Bogenentladungsstrecken relativ zueinander verschiedene überschlagsspannungs-Eigenschaften besitzen.
- 4. Photoblitzschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß sie eine weitere Bogenentladungsstrecke (33) in Reihe zu der Parallelkombination und zwischen der Parallelkombination und der Quelle für Zündimpulse aufweist.209841/1Q48
- 5. Photoblitzschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet j daß sie eine weitere Hochspannungs-Blitzlampe (51) besitzt, die direkt elektrisch parallel zu der Parallelkombination geschaltet ist.
- 6. Photoblitzschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet , daß sie eine weitere Bogenentladungsstrecke (33) besitzt, welche elektrisch in Reihe zu der Parallelschaltung der Parallelkombination-und der zusätzlichen Blitzlampe (51) geschaltet und zwischen die Parallelschaltung und die Quelle für Impulse eingeführt ist.
- 7. Photoblitzschaltung zum Blitzen einer Vielzahl von Hochspannungsblitzlampen in Sequenz mit Hilfe von Sequenz-Zündimpulsen, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Vielzahl von Entladungsstrecken (6l - 64) aufweist, die nacheinander elektrisch- in Reihe zwischen die Blitzlampen (56 - 60)' geschaltet sind zur Verbindung der Blitzlampen in einer elektrischen Parallelkombination durch diese Entladungsstrecken und einer Einrichtung zur Verbindung eines· Endes der Parallelkombination über die Quelle für Zündimpulse.
- 8. Schaltung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet , daß sie eine weitere Bogenentladungsstrecke (33) in Reihe zu der Parallelkombination enthält, welche zwischen die Parallelkombination und die Quelle für Zündimpulse eingefügt ist.3. Photoblitzschaltung nach Anspruch 7> dadurch gekennzeichnet , daß jede Lampe mit einem Paar Zuleitungsdrähte ausgestattet ist, und eine Einrichtung enthält zur elektrischen'Verbindung einer Leitung jeder Lampe miteinander und einer Einrichtung zur elektrischen Verbindung der Bogenentladungsstrecken nacheinander 'in Reihe zwischen die übrigen Leitungen der Lampen.2 098Λ1/1048Leerseite
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- 1972-02-28 GB GB917372A patent/GB1388612A/en not_active Expired
- 1972-03-01 JP JP7220695A patent/JPS5116134B1/ja active Pending
- 1972-03-17 DE DE19722212872 patent/DE2212872A1/de active Pending
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Also Published As
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|---|---|
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| JPS5116134B1 (de) | 1976-05-21 |
| US3742298A (en) | 1973-06-26 |
| GB1388612A (en) | 1975-03-26 |
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