DE2212063A1 - Verfahren zur Behandlung von Metalloberflächen - Google Patents
Verfahren zur Behandlung von MetalloberflächenInfo
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Description
Verfahren zur Behandlung von Metalloberflächen
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren, um Metalloberflächen zu behandeln, und insbesondere, um .
die Korrosionsbeständigkeit und das Haftvermögen von Anstrichen von gebildeten Filmen zu. verbessern, die auf
Metalloberflächen angebracht sind „ Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren wird mit ionisierend wirkenden, radioaktiven Strahlen bestrahlt.
Beim Beschichten von Metalloberflächen wird seit langem ein Verfahren verwendet, bei dem die
Beschichtungen oder Überzüge mit ionisierender Bestrahlung hoher Energie bestrahlt werden, um Polymerisation zu bewirken.
Beispielsweise soll das Elektrobeschichten und Polymerisationsverfahren, das als Ford-Verfahren bekannt
ist und das in den US-Patentschriften 3 501 390 und
3 501 391 beschrieben ist, erwähnt werden. Nach de® obigen
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Verfahren wird ein filmbildendes polymerisierbares organisches Beschichtungsmaterial auf einen elektrisch leitfähigen
Gegenstand elektrolytisch oder organisch abgeschieden und durch Ionisationsbestrahlung auf dem Gegenstand polymerisiert.
Es ist gut bekannt, daß wesentliche Merkmale der bekannten Verfahren darin bestehen, ein wasserdispergierbares,
elektrolytisch abscheidbares Überzugsmaterial bzw» Beschichtungsmaterial zu verwenden, und daß man als Dispersionshilfsmittel
eine wasserlösliche Aminoverbindung einsetzen kann. Das erfindungsgemäße Verfahren unterscheidet
sich von dem bekannten Verfahren dadurch, daß filmbildendes Material eingesetzt wird und daß man außerdem
eine wäßrige Lösung der Zusammensetzung, die das verwendete Material enthält, einsetzt. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren verwendet man ein filmbildendes Material wie ein wasserlösliches Vinylmonomeres, eine wasserlösliche
Verbindung rait hohem Molekulargewicht und/oder eine wäßrige Emulsion eines Hochpolymeren und setzt eine
Lösung des obigen Materials ein. Die genannten Materialien können einzeln oder zusammen vermischt verwendet werden.
Fügt man zu der obigen wäßrigen Lösung ein Kation und/oder
ein Anion, so werden die Eigenschaften des erhaltenen Films möglicherweise stark verbessert. Der Film wird
dann mit ionisierender radioaktiver Bestrahlung bestrahlt. Der Film wird dabei polymerisiert und vernetzt und in
unlöslichen Zustand überführt, d.h. er ist gegenüber Wasser und organischen Lösungsmitteln beständig.
Gegenstand der- vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren,
um Metalloberflächen zu behandeln, wobei . diese Überlegene Korrosionsbeständigkeit erhalten und gegenüber Farben
ein verbessertes Haftvermögen bzw. eine ausgezeichnete Klebefestigksit besitzen.
Der Ausdruck Wasserlösliches Vinylmonomeres", wie er in
der vorliegenden Anmeldung verwendet wird, umfaßt ungesättigte Säuren wie Maleinsäure, Crotonsäure, Itaconsäure,
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Acrylsäure» Methacrylsäure u.a., Metallsalze der oben erwähnten
ungesättigten Säuren mit zweiwertigen Atomen, ungesättigte Verbindungen wie Acrylamid, Methacrylamid,
Acrylnitril u.a. und Vinylesterphosphat wie 2-Hydrogenphosphooxyäthylmethacrylat
(2-acid phosphoxiethyl methacrylate) und J-Chlor-Z-hydrogenphosphooxypropylmethacrylat
(3-chlor-2-acid phosphoxipropyl methacrylate) t^L*'-u ±.
Propenylcarboxyäthylphosphat und ^-Chlor-propenylcarboxyätliyl-Z
Der Ausdruck "wasserlösliche Verbindung mit hohem Mole-
kulargewicht", wie er in der vorliegenden Anmeldung verwendet
wird, umfaßt Polymere oder Mischpolymere von Acrylsäure- oder Methacrylsäureester^ Polyvinylalkohol,
Polyvinylalkohol-Maleinsäure-Mischpolymerisate, Polyäthylenoxyd,
Polyvinyläther-Maleinsäure-Mischpolymerisate, Polyäthyien-Maleinsäure-Mischpolymerisate, Itaconsäure-Acrylnitril-Mischpolymerisate,
wasserlösliche organische Sulfonatverbindungen mit hohem Molekulargewicht, Harze
der Methylolmelamin-Art, Methylolharnstoff-Art oder
Methylolphenol-Art, carboxylische, denaturierte, wasserlösliche synthetische Kautschuke, wasserlösliche Polymerisate
mit Vinylgruppen wie carboxylische, denaturiert® Epoxydiacrylate oder Polyäthyienglykoldiacrylate,
wasserlösliche natürliche Kautschuke oder andere wasserlösliche synthetische Verbindungen mit hohem Molekulargewicht.
Der Ausdruck "wäßrige Emulsion von Verbindungen mit hohem
Molekulargewicht", wie er in der vorliegenden Anmeldung verwendet wird, umfaßt Emulsionen von Vinylacetatpolymerisat
oder -mischpolymerisaten, Emulsionen von Acrylsäure- oder Methacrylsäureesterpolymerisäten oder -mischpolymerisaten
oder andere organische Emulsionen mit hohem Molekulargewicht, und die . Emulsionen der oben erwähnten
wasserlöslichen Verbindungen mit hohem Molekulargewicht»
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Der Ausdruck "eine Art von metallischem Kation mit divalentem Atom", wie er hierin verwendet wird, bedeutet
Ca, Mg, Zn, Cr, Al, Fe und" Ni. Eine Verbindung, die ein solches Kation enthält, wird zu der wäßrigen Behandlungslösung, die wasserlösliche Verbindungen enthält, zugefügt.
Der Ausdruck "eine Art von Anion", wie er in der vorliegenden
Anmeldung verwendet wird, umfaßt Chromsäure, Bichromsäure,
Phosphorsäure, Borsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure, Titansäure, Permangansäure (Permanganationen),Siliciumfluorwasserstoffsäure,
Borfluorsäure u.a. Insbesondere sind die
Anionen von Chromsäure, Bichromsäure und Phosphorsäure unter den oben erwähnten Anionen wirksam.
Der Ausdruck "ionisierende radioaktive Strahlen", wie er hierin verwendet wird, umfaßt Proton-, α-, β-, γ-, Röntgenstrahlen
oder einen beschleunigten Elektronenstrahl bzw. einen Beschleunigungs-Elektronenstrahl. Von den oben
erwähnten radioaktiven Ionisationsstrahlen ist der Beschleunigungselektronenstrahl
am besten geeignet, da er für große industrielle Anlagen am geeignetsten ist.
Das erfindungsgemäße- Verfahren wird durchgeführt, wobei die
oben erwähnten Filmmaterialien auf die Metalloberfläche aufgebracht werden, und dann wird dieser Film mit radioaktiven
Ionisationsstrahlen bzw. ionisierend wirkenden radioaktiven Strahlen bestrahlt. Das erfindungsgemäße Verfahren
kann auf Stahlplatten oder Stahlfolien bzw. Stahlblechen , galvanisierten Stahlblechen , Aluminium enthaltenden
bzw. mit Aluminium behandelten Stahlblechen, Aluminiumplatten oder anderen metallischen Materialien
verwendet werden.
Die oben erwähnten metallischen Materialien werden auf folgende Weise behandelt: Zuerst wird das filmbildende
Material, das ausgewählt wird aus der Gruppe, die enthält
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wasserlösliche Vinylmonomere, wasserlösliche Verbindungen
mit hohem Molekulargewicht und wäßrige Emulsionen mit hohem Molekulargewicht, entweder allein oder zusammen
vermischt auf das metallische Material durch bekannte Aufstreich- bzw. Beschichtungsmethoden aufgebracht. Man
kann beispielsweise durch Eintauchen, unter Verwendung von Walzen, durch galvanisches Abscheiden oder auf ähnliche
Weise beschichten. Der auf die Oberfläche aufgebrachte oder umgewandelte Film ist wasserlöslich. Anschließend wird
der Film durch bekannte Verfahren, beispielsweise durch Blasen mit heißer Luft, oder durch andere geeignete Maßnahmen
fastgetrocknet und dann wird der Film mit den oben erwähnten radioaktiven Ionisationsstrahlen bestrahlt. Durch
eine solche Bestrahlung wird der wasserlösliche Film in wasserunlöslichen und in organischen Lösungsmitteln unlöslichen
Zustand überführt. Gleichzeitig findet die bekannte Polymerisationsreaktion statt und zwischen den
Polymerisatketten tritt Vernetzung auf. Ein solches Verfahren ist, selbst wenn jedes der oben erwähnten filmbildenden
Materialien einzeln verwendet wird, sehr wirksam, und man erhält eine verbesserte Korrosionswiderstandsfähigkeit,
und die Adhäsion von Anstrichen der Filme wird verbessert. Verwendet man eine Mischung aus verschiedenen
filmbildenden Materialien, so werden die Filmeigenschaften stärker verbessert als wenn man nur ein einzelnes Material
verwendet. ....
Fügt man bei einem solchen Verfahren ein Kation und/oder ein Anion zu der wäßrigen Lösung der filmbildenden Materialien,
so wurde gefunden, daß die Filmeigenschaften noch wesentlich verbessert werden. Man kann annehmen, daß
die Verbesserung darauf zurückzuführen ist, daß durch Zugabe der Kationen und/oder Anionen Salze mit Doppelbindungen
gebildet werden und daß diese dann durch die Bestrahlung mit den radioaktiven Ionisationsstrahlen
in Netzpolymerisate mit dreidimensionaler Struktur überführt werden.
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Verwendet man Monomere oder Polymere, die nicht stabil sind und die Neigung besitzen, sich durch Zugabe der Anionen
zu zersetzen, so wird die folgende Behandlung empfohlen: Zuerst findet eine Umwandlungsbehandlung mit der anorganischen
Verbindung statt und dann mit dem Monomeren oder Polymeren, wobei man leicht die gleichen Filmeigenschaften
erhält, als wenn man mit einer wäßrigen Lösungsmittel-mischung behandelt, die das filmbildende Material und das
Anion enthält.
Mit anderen Worten es wird man zuerst die Metalloberfläche
mit einer Lösung der anorganischen Verbindung behandelt und dann wird die Lösung aus dem filmbildenden Material auf
die behandelte Metalloberfläche aufgebracht.
Die Bestrahlung mit den ionisierend wirkenden radioaktiven Strahlen wird durch bekannte Verfahren durchgeführt. Es
soll jedoch bemerkt werden, daß es wünschenswert ist, als Bestrahlungsmedium für die ionisierend wirkenden
radioaktiven Strahlen ein inertes Gas wie N^t CO„ oder
He2» das kein O2 enthält, zu verwenden, wobei man natürlich
auch die Strahlen in Atmosphäre oder im Vakuum verwenden kann. Verwendet man ein inertes Gas, so ist es
möglich, die erforderliche Menge an dem Strahlstrom zu erniedrigen.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie jedoch zu beschränken.
In diesem Beispiel wird das Metall mit einem in Wasser löslichen Vinylmonomeren behandelt. Man verwendet eine
wäßrige Lösung der folgenden Zusammensetzung:
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Calciumacrylat 10 Teile Wasser 90 Teile
Zu behandelndes Metall galvanisiertes Stahlblech Trocknen mit heißer Luft
verwendete ionisierende Bestrahlung
verwendete ionisierende Bestrahlung
beschleunigter Elektronenstrahl 300 kV, 25 mA Bestrahlungsmedium Luft, Zimmertemperatur
Bestrahlungszeit 2 Sekunden
Untersuchungsverfahren ,
Es wird mit Salzlösung versprüht, ein Untersuchungsverfahren,
das dem japanischen Industrial Standard entspricht.
Ergebnisse kein weiße*Fleck, nach 5 Stunden.
Wurde das galvanisierte Stahlblech nicht mit dem Strahl bestrahlt, so war es nach 30 Minuten vollständig mit
einem weißen Schleier bedeckt.
In diesem Beispiel wird Metall mit einer in Wasser löslichen Verbindung mit hohem Molekulargewicht behandelt.
Zusammensetzung der verwendeten wäßrigen Lösung:
Polyacrylsäureammonium 5 Teile
Dzw.Ammoniumpolyacrylat
Wasser 95 Teile j
behandeltes Metallmaterial galvanisiertes Stahlblech j Trockenverfahren heiße Luft
verwendete lonisationsbe- die gleiche wie in Beispiel 1, f
strahlung aber das Bestrahlungsmedium
war N2
Untersuchungsverfahren: Es wurde das gleiche Badverfahren verwendet wie in Beispiel 1 und man erhielt ebenfalls
die gleichen Ergebnisse.
Wurde keine Bestrahlung mit dem Strahl durchgeführt, so war
das galvanisierte Stahlblech vollständig nach 1 Stunde mit einem Schleier bedeckt.
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In diesem Beispiel wird ein Metall mit einer Mischung aus
einem wasserlöslichen Yinylmonomeren und einer anorganischen Verbindung behandelt.
Zusammensetzung der wäßrigen Lösung
monomere Acrylsäure bzw. Acrylverbindung 3,35 Teile
Zinkoxyd 1,65 Teile
Chromtrioxyd 1,00 Teile Wasser 94,00 Teile
geprüftes Metallmaterial galvanisiertes Stahlblech Trocken heiße Luft
verwendete Bestrahlung
beschleunigter Elektronenstrahl, 300 kV
unter einem Absorptionsstrahlungsstrom 5 M, Rad
Bestrahlungsmedium N2
Untersuchungsverfahren das gleiche wie in Bsp. Ergebnisse kein Schleier nach 96Std.
Wurde die Bestrahlung mit dem Strahl nicht durchgeführt,
so war das galvanisierte Stahlblech mit einem Schleier nach 24 Stunden vollständig bedeckt.
Bei diesem Beispiel wird Metall mit einer Mischung aus wasserlöslichem Vinylmonomeren und einer anorganischen
Verbindungen wie in Beispiel 3 behandelt. Als ungesättigtes carboxylisches Monomeres verwendet man Crotonsäure, Maleinsäure
oder Itaconsäure anstelle von Acrylsäure wie in Beispiel 3 und zur gleichen Zeit fügt man zu der wäßrigen
Lösung Zinkoxyd in äquivalenter Menge, bezogen auf den Wasserstoff in den Carboxylgruppen. Man erhält die gleichen
Versuchsergebnisse wie in Beispiel 3·
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In diesem Beispiel verwendet man eine Mischung aus einer wasserlöslichen Verbindung mit hohem Molekulargewicht und
einer anorganischen Verbindung.
Zusammensetzung der wäßrigen Lösungs
Mischpolymerisatharz aus Acrylnitril und Itaconsäure 7 Teile
Ammoniumbichromat , 0,5 Teile
Wasser der Rest
untersuchtes Material galvanisiertes Stahlblech verwendete ionisierend wirkende
Bestrahlung nach dem Trocknen
beschleunigter Elektronenstrahl 300 kV, N2 Menge an Absorptionsstrahlstrom 10 M, Rad (absorption beam current)
Bestrahlung nach dem Trocknen
beschleunigter Elektronenstrahl 300 kV, N2 Menge an Absorptionsstrahlstrom 10 M, Rad (absorption beam current)
Untersuchungsverfahren das gleiche wie in den
obigen Beispielen
Ergebnisse kein weißer Flecken
nach 120 Std.(während 120 Std.)
Untersuchungsverfahren, um die
Haftfähigkeit von Anstrich zu prüfen
Haftfähigkeit von Anstrich zu prüfen
verwendeter .Anstrich melaminärtiges Harz zum
Einbrennen
Verfahren gemäß Japanese Industrial
Standards
Ergebnisse keine Friktion
Bei diesem Beispiel wird Metall mit einer Mischung aus wasserlöslichem Vinylmonomerem, einer wasserlöslichen
Verbindung mit hohem Molekulargewicht und einer anorganischen Verbindung behandelt.
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| 10 - 2212063 | |
| Zusammensetzung der wäßrigen | Lösung: |
| Acrylsäureamid | 1 Teil |
| Itaconsäure | 2 Teile |
| Maleinsäure-poly- | |
| butadien | 5 Teile |
| Chromsulfat | 2 Teile |
| Ammoniumbichromat | 8 Teile |
| Wasser | der Rest |
| untersuchtes Metallmaterial | kalt-reduziertes Metallblech |
verwendete Ionisationsstrahlung nach dem Trocknen
beschleunigter Elektronenstrahl
Menge an Absorptionsstrahlungs strom
Untersuchungsverfahren Ergebnisse
150 kV, 300 kV und 500 kV, N2
0,5 bis 20 M.Rad
das gleiche wie in Beispiel 1 kein weißer Fleck nach
96 Stunden (während 96 Std.)
Der gemäß dem oben erwähnten Verfahren erhaltene Film zeigte gegenüber Melamin-, Alkyd-, acrylischen und Epoxydartigen
Farben ausgezeichnetes Haftvermögen, wenn er gemäß den Japanese Industrial Standards-Methoden geprüft
wurde. Dann wurden Versuche durchgeführt, wobei mit dem Elektronenstrahl im Bereich von 60 bis -10°c bestrahlt
wurde. Man fand, da0 die Filmeigenschaften die Neigung besitzen, sich in gewissem Maße bei der Temperaturerhöhung
des Mediums zu verbessern» Es soll jedoch bemerkt werden, daß die Filmeigenschaften bei unterschiedlichen Temperaturen
praktisch unverändert bleiben.
Dieses Beispiel wird auf gleiche Weise wie das Beispiel 6 durchgeführt, wobei man eine wäßrige Lösung verwendete,
die die folgende Zusammensetzung besaß:
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Magnesiumacrylat 2 Teile wasserlösliches
Epoxydharz 1 Teil
Ammoniumbichromat 835 Teile
Phosphorsäure 0,5 Teile
Wasser Rest
untersuchtes Metall kalt-reduzierte Stahlblech
verwendete ionisierend wirkende Bestrahlung nach dem Trocknen beschleunigter Elektronenstrahl
300 kV, M2
Menge an Absorptionsstrahlungsstrom 5 M'.Rad
Untersuchungsverfahren das gleiche wie in Beispiel Ergebnisse kein Schleier nach 120 Std.
Der Film zeigt gegenüber Anstrichen eint ausgzeichnetes
Haftvermögen, wenn er auf gleiche Weise wie in den obigen Beispielen beschrieben untersucht wurde.
In diesem Beispiel wird Metall mit einer Mischung aus einem wasserlöslichen Vinylmonomeren9 einer wäßriges Emulsion
einer Verbindung mit hohem Molekulargewicht wad einer anorganischen Verbindung behandelt.
Zusammensetzung der verwendeten wäßrigen Lösung!
| wäßrige Emulsion aus | 5 Teile |
| Polyvinylacetat | 1 Teil |
| Polyäthylenoxyd | 4 Teile |
| Chromsäureanhydrid | |
| Ammoniumsilicium- | 0,3 Teile |
| fluorid | Rest |
| Wasser | Aluminiumplatte |
| untersuchtes Material | |
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verwendete ionisierend wirkende
Bestrahlung nach dem Trocknen
Bestrahlung nach dem Trocknen
beschleunigter Elektronenstrahl 300 kV, N2
Menge an Absorptionsstrahlungsstrom 5 M.Rad Testverfahren das gleiche wie in Beispiel 1
Ergebnisse kein weißer Fleck . nach
120 Stunden.
Der gebildete Film zeigt außerdem eine gute Kratzfestigkeit bzw. Ritzhärte. Die obige Behandlung wurde dann an aluminiumhaltigen
Stahlblechen anstelle von Aluminiumplatten durchgeführt. Der gebildete Film zeigte die gleichen Eigenschaften
wie der auf Aluminiumplatten.
Gemäß diesem Beispiel wird ein Material mit einer Mischung aus einer wasserlöslichen Verbindung mit hohem Molekulargewicht
und einer anorganischen Verbindung behandelt.
Zusammensetzung der wäßrigen Reaktionslösung:
Mischpolymerisat aus Acrylsäureester und Acrylsäureammonium bzw. 0,1 Teile
Ammoniumacrylat
Ammoniumbichromat 0,9 Teile Wasser Rest
untersuchtes Material galvanisiertes Stahlblech verwendete Ionisationsbestrahlung
nach dem Trocknen
nach dem Trocknen
beschleunigter Elektronenstrahl 300 kV, Np
Menge an Absorptionsstrahlungsstrom 10 M.Rad Untersuchungsverfahren das gleiche wie in Beispiel 1
Ergebnisse kein weißer Fleck. . nach
72 Stunden
In diesem Beispiel wird Metall mit einer Mischung aus einem wasserlöslichen Vinylmonomeren, einem anderen Vinylmono-
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meren und einer anorganischen Verbindung behandelt.
Zusammensetzung der wäßrigen Lösungϊ carboxylisches*denaturiertes
Epoxydiacrylat 3,5 Teile
2-Hydrogenphosphooxyäthylmethacrylat 1,5 Teile
Zinkbichromat 1,4 Teile
Wasser Rest
untersuchtes Metall galvanisiertes Stahlblech und.
Zink-elektroplattiertes • Stahlblech
verwendete Ionisationsbestrahlung
nach dem Trocknen
nach dem Trocknen
beschleunigter Elektronenstrahl 300 kV Menge an Absorptionsstrahlungsstrom 20 M»Rad.
Untersuchungsverfahren das gleiche wie in Beispiel 1
Ergebnisse kein weißer Flecke während
200 Std.
Der gebildete Film zeigte außerdem ein ausgezeichnetes Haftvermögen gegenüber Anstrichen.
In diesem Beispiel arbeitete man auf gleiche Weise wie in Beispiel 10 beschrieben, wobei die Metallbehandlungsstufen
jedoch unterschiedlich waren. Zuerst wurden die untersuchten Metallmaterialien bekannten Chromatbehandlungsverfahren
unterworfen und dann wurden .diese in eine
wäßrige Lösung der Vinylmonomeren eingetaucht. Als Ergebnis dieses Versuchs zeigte der gebildete Film die gleichen
Eigenschaften wie der Film von Beispiel 10.
Bei diesem Beispiel wird das Metall mit dem elektrolytischen Chromatverfahren und nicht ansteile des Chromatverfahrens
behandelt. Der entstehende Film hatte die gleichen guten Eigenschaften wie der von Beispiel 11*
2Ο984Ο/Ϊ0'25
In diesem Beispiel wird Metall mit einer wäßrigen Emulsion einer Verbindung mit hohem Molekulargewicht behandelt.
Zusammensetzung der wäßrigen Lösung:
Emulsion von denaturiertem earboxylischem
1,2-Polybutadien 5 Teile als feste
Verbindung
Wasser 95 Teile
untersuchtes Material kalt-reduziertes Stahlblech
verwendete Ionisierungsbestrahlung
beschleunigter Elektronenstrom 300 kV Menge an Absorptionsstrahlungsstrom 6 M.Rad, CO2
Untersuchungsverfahren das gleiche wie in Beispiel 1
Ergebnisse kein weiße· Flecken nach 48 Std.
(kein weißer Flecken während 48 Std,)
Der. gebildete Film geigte außerdem ein ausgezeichnetes
Haftvermögen gegenüber Farbe«
Untersucht man die Filmeigenschaften der bei den oben erwähnten Beispielen erhaltenen Filme, so sind die wesentlichsten
Merkmale der vorliegenden Erfindung erkennbar. Der gebildete und hergestellte Film ist zuerst wasserlöslich,
da er nur aus wasserlöslichem Material hergestellt wurde. Um diesen Film in passiven Zustand zu überführen, Verwendet
man bekannte, ionisierend wirkende, radioaktive Strahlen zum Härten. Auf diese Weise wird der Film in
Wasser und organischen Lösungsmitteln unlöslich,und dementsprechend
wird die Korrosionsbeständigkeit und das Haftvermögen gegenüber Anstrichen wesentlich verbessert.
Fügt man außerdem ein Kation und/oder ein Anion zu der wäßrigen Lösung der obigen filmbildenden Materialien, so
wird durch diese Zugabe ein Salz mit zwei Doppelbindungen in dem Film gebildet, und bei der anschließend durchge-
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führten Bestrahlung mit den Strahlen erhält man ein Netzpolymerisat
mit dreidimensionaler Struktur. Die Eigenschaften des endgültig gebildeten Films können so in sehr
starkem Maße verbessert werden.
Es wurde festgestellt, daß bei einem solchen Verfahren ein geeignetes und wünschenswertes Mischverhältnis von
organischer Verbindung zu anorganischer Verbindung im Bereich von 10:0 bis 1:9» vorzugsweise 9:1 bis 4:6 liegt,
und daß es vorteilhaft ist, Elektronenstrahlt-Volt Von
150 kV bis 500 kV, vorzugsweise weniger als 300 kV, zu verwenden, und daß ein Strahlungsstrom in industriellem
Maßstab empfohlen wird, der höher als 25 mA ist , wie aus den obigen Beispielen ersichtlich ist. Die Menge an
filmbildendem Material, die man zum Überziehen verwendet, wird entsprechend dem Gegenstands der beschichtet wird,
ausgewählt.
Das erfindungsgemäße Verfahren ergibt Filme mit überlegenen
Eigenschaften. Das Beschichten kann mit hoher Produktionswirtschaftlichkeit durchgeführt werden, wobei
man nicht nur gewöhnliche Metallgegenstände beschichten kann, sondern ebenfalls Metallstreifen, die mit sehr
hoher Geschwindigkeit beschichtet werden können.
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Claims (10)
- PatentansprücheVerfahren zur Behandlung von Metalloberflächen, dadurch gekennzeichnet, daß die folgenden Stufen durchgeführt werden!auf der Metalloberfläche wird ein Film gebildet, wobei man eine wäßrige Lösung verwendet, die eine oder mehrere der folgenden Materialien enthält: wasserlösliche Vinylmonomere, wasserlösliche Verbindungen mit hohem Molekulargewicht und wäßrige Emulsionen von Verbindungen mit hohem Molekulargewicht,der Film getrocknet wirdund der Film dann mit ionisierenden radioaktiven Strahlen bestrahlt wird.
- 2. Verfahren zur Behandlung von Metalloberflächen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zu der wäßrigen Lösung ein Kation und/oder ein Anion fügt.
- 3. Verfahren zur Behandlung einer Metalloberfläche gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als wasserlösliche Vinylmonomere ungesättigte Säuren wie Maleinsäure, Crotonsäure, Itaconsäure, Acrylsäure und Methacrylsäure, metallische Salze der obigen ungesättigten Säuren mit zweiwertigen Atomen, ungesättigte Verbindungen wie Acrylsäureamid, Methacrylsäureamid und Acrylnitril und Vinylesterphosphate wie 2-Hydrogenphosphoroxyäthylmethacrylat und 3-Chlor~2-hydrogenphosphoroxypropylmethacrylat verwendet.
- 4. Verfahren zur Behandlung einer Metalloberfläche gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als wasserlösliche Verbindung mit hohem Molekulargewicht eine oder mehrere der folgenden Verbindungen verwendet: ein Polymerisat oder Mischpolymerisat won Acrylsäure-oder Methacrylsäureestern, Polyvinylalkohol, ein Mischpoly-209840/ 1025merisat aus Polyvinylalkohol und Maleinsäure, Polyäthylenoxyd. , ein Mischpolymerisat aus Polyvinyläther und Maleinsäure, ein Mischpolymerisat aus Polyäthylen und Maleinsäure, ein Mischpolymerisat aus Polyäthylen und Maleinsäure, ein Mischpolymerisat aus Vinylacetat und Maleinsäure, ein Mischpolymerisat aus Itaconsäure und Acrylnitril, ein SuIfonat aus wasserlöslichen organischen Verbindungen mit hohem Molekulargewicht, Harze der Methylol-Melaminart, Methylolharnstoff-Art oder Methylol» phenol-Art, carboxylisehen denaturierten wasserlöslichen synthetischen Kautschuk, wasserlösliche Polymerisate mit Vinylgruppen wie carboxylisches denaturiertes Epoxydiacrylat und Polyäthylenglykoldiacrylat, wasserlöslichen naturierteji Kautschuk bzw. wasserlöslichen denaturierten Kautschuk und andere wasserlösliche synthetische Verbindungen mit hohem Molekulargewicht.
- 5. Verfahren zur Behandlung einer Metalloberfläche gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als wäßrige Emulsion der Verbindung mit hohem Molekulargewicht eine Emulsion aus einem Polymerisat oder Mischpolymerisat aus Vinylacetat, eine Emulsion aus einem Polymerisat oder Mischpolymerisat aus Acrylsäure- oder Methacrylsäureester,, eine Emulsion aus wasserlöslichen Verbindungen mit hohem Molekulargewicht, die in Anspruch angegeben sind, und einer anderen organischen Verbindung mit hohem Molekulargewicht verwendet.
- 6. , Verfahren zur Behandlung einer Metalloberfläche gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Kation ein zweiwertiges Metallkation wie Ca, Mg, Zn, Cr, Al, Fe und Ni verwendet.
- 7. Verfahren zur Behandlung einer Metalloberfläche gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als209 840/1025Anion ein Auisn d«r folgenden Säuren verwendet: Chromsäure, Bichromsäure^ Phosphorsäure, Borsäure, Salpetersäure, Schwefelsäura, Tltansäure, Permangansäure, Siliciumfluorwasserstoffsäure und Borfluorsäure.
- 8. Verfahren zur Behandlung einer Metalloberfläche gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als ionisierende radioaktive Strahlen Proton-, α-, β-, γ-, Röntgenstrahlen und beschleunigte Elektronenstrahlen verwendet.
- 9. Verfahren zur Behandlung einer Metalloberfläche gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischverhältnis von organischem Material zu anorganischem Material im Bereich von 10:0 bis 1:9f vorzugsweise von 9:1 bis 4:6, liegt.
- 10. Verfahren zur Behandlung einer Metalloberfläche gemäß Anspruch 8,dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete beschleunigte Elektronenstrahl eine Strahlungsspannung von 150 bis 500 kV, vorzugsweise weniger als 300 kV, und einen Strahlstrom von mehr als 25 mA besitzt.209840/1025
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| DE2212063A1 true DE2212063A1 (de) | 1972-09-28 |
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