DE2210280C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Imprägnieren und/oder Lackieren von Bahnmaterial in laufender Bahn - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Imprägnieren und/oder Lackieren von Bahnmaterial in laufender BahnInfo
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Description
ist, der eine gegebenenfalls regelbare Heizung zur Erhitzung des Behandlungsmittels zugeordnet ist.
Eine alternative Vorrichtung durch Durchführung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Imprä- des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß sie
gnieren und/oder Lackieren von Bahnmateria! in lau- 35 mindestens eine drehbare, gegebenenfalls motorisch
fender Bahn mit schnell reagierenden Behandlungs- angetriebene, beheizbare Walze zum Erhitzen der zu
mitteln, bei welchem das Imprägnier- und Lackie- behandelnden Bahn und in Durchlaufrichtung der
rungsmittel als beispielsweise Lösung, Dispersion Bahn nachgeschaltet mindestens eine zylindrisch ge-
oder Suspension erwärmt und in dosierter Menge mit gekrümmte, feststehende, beheizbare Heizfläche aufder
Bahn zusammengebracht wird und die Bahn an- 40 weist, die eine gegenüberliegende drehbare, gegeschließend
bei schwebender Führung getrocknet wird. benenfalls motorisch angetriebene Auftragswalze bein
einer für die Durchführung dieses Verfahrens rührt, wobei die zu behandelnde Bahn zwischen Aufbekannten Anlage wird das Behandlungsmittel nicht tragswalze und zylindrisch gekrümmter Heizfläche
ohne Überschuß auf das Bahnmaterial aufgetragen, einläuft und hier in ihrer Dicke reduziert is;, und
indem es ein Trännbecken durchläuft, aus dem es 45 ferner dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragsmehr Behandlungsmittel entnimmt, als es endlich für walze das Behandlungsmittel heranfördert und an die
die Imprägnierung und Lackierung benötigt. Um den Bahn abgibt, wobei in Durchlaufrichtung der Bahn
Überschuß an Behandlungsmittel zu entfernen, ist kurz nach der zylindrisch gekrümmten Heizfläche
dem Tränkebecken eine Dosiereinrichtung aus zwei mindestens eine Drahtrakel angeordnet ist, über wel-Quetschwalzen
nachgeordnet. Das Behandlungsmittel 5° ehe das Behandlungsmittel zum mindestens einseitiwird
im Tränkebecken insgesamt erwärmt. Damit ist gen Lackieren der Bahn heranführbar ist.
eine Verdampfung des Lösungsmittels im Behänd- Weitere Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen lungsmittel und ein dadurch bedingter Viskositäts- Verfahrens und der Vorrichtung sind in den Unteranstieg verbunden. Um die Viskosität gering zu hai- ansprächen gekennzeichnet. Im folgenden wird die ten, muß also ständig neues Lösungsmittel beige- 55 Erfindung an Hand einer ein Ausführungsbeispiel mischt werden. Besonders hohe Temperaturen lassen darstellenden schematischen Zeichnung näher erläusich ohnehin nicht anwenden, da das Behandlungs- tert. Im einzelnen zeigt
eine Verdampfung des Lösungsmittels im Behänd- Weitere Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen lungsmittel und ein dadurch bedingter Viskositäts- Verfahrens und der Vorrichtung sind in den Unteranstieg verbunden. Um die Viskosität gering zu hai- ansprächen gekennzeichnet. Im folgenden wird die ten, muß also ständig neues Lösungsmittel beige- 55 Erfindung an Hand einer ein Ausführungsbeispiel mischt werden. Besonders hohe Temperaturen lassen darstellenden schematischen Zeichnung näher erläusich ohnehin nicht anwenden, da das Behandlungs- tert. Im einzelnen zeigt
mittel nur eine kurze Zeit beständig ist (Zeitschrift F i g. 1 eine Vorrichtung zum Durchführen des er-
»Kunststoff-Rundschau«, 1959, Heft 12, S. 614 und tindur^sgemäßen Verfahrens in der Seitenansicht
615 und 1960, Heft 1, S. 36). Sound
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein F i g. 2 eine Drahtrakel gemäß der Erfindung.
Verfahren zum Imprägnieren und/oder Lackieren In der Zeichnung ist die Erfindung in Anwendung von Bahnmaterial zu schaffen, das eine schnelle Im- auf die Imprägnierung und Lackierung einer Papierprägnierung und/oder Lackierung des Bahnmaterials bahn veranschaulicht, die mit dem Bezugszeichen 1 bei niedrigem Lösungsverbrauch ermöglicht und bei 6S bezeichnet ist. Die Papierbahn 1 wird von einer Vordem die Führungswalzen durch das Imprägnier- und/ ratsrollc 2 über eine Umlenkwalze 3 an eine Heizoder Lackierniittel nicht klebrig werden. walze 4 geführt, durch welche die Papierbahn 1 auf-Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- geheizt wird. Von hier aus wird die erhitzte Papier-
Verfahren zum Imprägnieren und/oder Lackieren In der Zeichnung ist die Erfindung in Anwendung von Bahnmaterial zu schaffen, das eine schnelle Im- auf die Imprägnierung und Lackierung einer Papierprägnierung und/oder Lackierung des Bahnmaterials bahn veranschaulicht, die mit dem Bezugszeichen 1 bei niedrigem Lösungsverbrauch ermöglicht und bei 6S bezeichnet ist. Die Papierbahn 1 wird von einer Vordem die Führungswalzen durch das Imprägnier- und/ ratsrollc 2 über eine Umlenkwalze 3 an eine Heizoder Lackierniittel nicht klebrig werden. walze 4 geführt, durch welche die Papierbahn 1 auf-Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch ge- geheizt wird. Von hier aus wird die erhitzte Papier-
bahn 1 einer zylindrisch gekrümmten Heizfläche 5 zugeführt, die mit ihrer Spitze so angeordnet ist, daß
die zylindrisch gekrümmte Heizfläche 5 auf den Ablauftangentenpunkt 40 einer Auftragswalze 6 drückt.
Die Auftragswalze 6 ist mit einem elastischen Mantel aus Gummi oder einem gummiähnlichen Eigenschaften
aufweisenden Kunststoff versehen. Wie die Zeichnung erkennen läßt, ist rotationssymmetrisch zu
der in der Zeichnung oberen zylindrisch gekrümmten Heizfläche 5 eine weitere Heizfläche 5 α angeordnet,
die sich nach Lösen einer Arretierung in die Lage bringen läßt, die die zylindrisch gekrümmte Heizfläche
5 in der Zeichnung einnimml;. In dieser Lage kann die betreffende zylindrisch gekrümmte Heizfläche
bzw. der walzenförmige Körper, der die beiden zylindrisch gekrümmten Heizflächen 5 und 5 a
aufweist, arretiert werden.
Die Auftragswalze 6 läuft synchron zur Bahngeschwindigkeit. Parallel zur Drehachse der Auftragswalze
6 ist eine Dosierwalze 10 angeordnet. Der Abstand der Dosierwalze 10 von der Auftragswalze 6
bestimmt die Menge der jeweils dem Umfang der Auftragswalze 6 zugeführten Behandlungsmittelmenge
und ist vorzugsweise gleich der Menge Behandlungsmittel, die über eine Rohrleitung 7 und
eine Verteilerdüse 8 in den Zwickel 9 zwischen der /auftragswalze6 und der langsam gegeniaufenden
Dosierwalze 10 gebildet ist. Ein Badmittelbehäher entfällt somit. Die Dosierwalze 10 ist hart und weist
eine Abstreifrakel 11 auf, so daß der größte Teil der
Oberfläche der Dosierwalze 10 saubergehalten werden kann.
Hinter dem Ablauftangentenpunkt 40 der zylindrisch
gekrümmten Heizfläche entspannt sich die Papie ahn 1 und saugt gegebenenfalls auf der Auftragswalze
6 befindliches Behandlungsmittel auf. Die Imprägnierung ist damit praktisch vollzogen.
Die Aufheizung der Papierbahn 1 durch die Heizwalze 4 und durch die zylindrisch gekrümmte Heizfläche
5 kann so hoch durchgeführt werden, daß die Papierbahn 1 nach Verlassen des Ablauftangentenpunktes
40 Siedetemperatur des Lösungsmittels in dem Behandlungsmittel aufweist. Das Behandlungsmittel
dringt so an dem Ablauftangentenpunkt 40 schnell und leicht in die Papierbahn 1 ein, wobei jeweils
nur so viel Behandlungsmittel zugeführt wird, wie die Papierbahn 1 in ihren Kapillaren aufnimmt.
In geringem Abstand unmittelbar nach der Imprägnier&telle
folgen oberhalb und auch unterhalb der Papierbahn 1 (in der Zeichnungsebene gesehen)
Drahtrakel 12, die gemäß der Erfindung ausgebildet sind und deren Beschreibung noch weiter unten erfolgt.
Durch die Drahtrakel 12 wird die Papierbahn 1 auf beiden Seiten lackiert. Nach der Lackierung wird
die Papierbahn 1 schwebend und ohne Berührung mechanischer Führungselemente über einen Luftsattel
22 und Luftkissendüsen 23 einem Trockner 21 zugeführt.
Wie die Fig. 1 erkennen läßt, ist noch eine zweite Papierbahn 13 dargestellt, die von einer Vorratsrolle
14 kommt und um eine Umlenkwalzt: 15 geführt ist, die entsprechend der Umlenkwalze 3 ausgebildet ist.
Von hier aus wird die zweite Papierbahn 13 einer Heizwalze 16 zugeführt, die die Ausbildung der Heizwalze
4 der ersten Papierbahn 1 besitzen kann. Die Papierbahn 13 läuft von der Heizwalze 16 zu einer
zylindrisch gekrümmten Heizfläche 17. d:e die gleiche Ausbildung wie die zylindrisch gekrümmte
Heizfläche S, 5 α aufweist. Die zylindrisch gekrümmte Heizfläche 17 läßt sich ebenfalls wie die
Heizfläche 5, S α in ihre Arbeitsstellung drehen unc dort arretieren. Der Ablauftangentenpunkt 50 berührt
wiederum den Mantel einer Auftragswalze 18 die ebenso wie die Auftragswalze 6 mit einem elastischen
Mantel aus Gummi oder einem gummiähnlichen Kunststoff versehen ist. An der Spitze des Heizschuhes
17 (Auflauf- bzw. Ablauftangentenpunkt 5OJ ίο wird die Imprägnierung durch Auftrag des Behandlungsmittels
durch die Auftragswalze 18 durchgeführt, wie dies, bei der Auftragswalze 6 der ersten Papierbahn
1 geschieht.
Im Gegensatz zu der Imprägnierstelle der ersten Papierbahn 1 wird das Behandlungsmittel nicht über
eine Dosierwalze der Auftragswalze 18 zugeführt,
sondern die dosierte Zuführung des Behandlungsmittels zu der Auftragswalze ]I8 erfolgt über eine gemäß
der Erfindung ausgebildete Drahtrakel 19, wie es noch weiter unten beschrieben ist. Nach der Imprägnierung
der zweiten Bahn 13 folgt unmittelbar in geringem Abstand hinter der Imprägnierstelle oberhalb
der Bahn eine Drahtrakel 20, die den Auftrag bzw. die Lackierung nur auf der Oberseite der Bahn 13
vornimmt. Auf dem Weg zum Trockner 21 wird die Bahn 13 ebenfalls über den Luftsattel 22 und über
gegenüberliegende Luftkissendüsen 23 geführt, wobei der Luftsattel 22 mit dieser gegenüberliegenden
Luftkissendüsen 23 die beiden Bahnen 1 und Ii3 berührungsfrei
zusammendrückt, so daß sie gemeinsam zusammengefügt in den Trockner 21 laufen und als
Laminat den Trockner 21 verlassen können.
Die F i g. 2 aßt Einzelheiten der erfindungsgemäßen
Drahtrakcj in größerem Maßstab sowie im Schnitt erkennen.
Das Behandlungsmittel fließt über eine Zuführleitung
24 einem Verteilerstück zu, das im Innern einen sich über die Papierbahnbreite erstreckenden Verteilerraum
26 aufweist. Von diesem Verteilerraum 26 gehen Kanäle oder Bohrungen aus und durchsetzen
einen im Querschnitt keilförmig verlaufenden Auftragskörper 29 derart, da3 die Mündungsöffnuneen
28 der anderen Seite in den zwischen der Papierbahn 1 bzw. i;j und dem Auftragskörpcr 29 gebildeten
Zwickel 61) einmünden.
Das Verteilerstück 25 und der Auftragskörper 29
sind miteinander fest verschraubt, wobei eine dichtende Isolierung 30 dafür sorgt, daß keine Wärme
von dem Auitragskörper 29 auf das Verteilerstück 25 dringt und kein Behandlungsmittel zwischen diesen
beiden Teilen austritt
Der Auftragskörper 29 ist mit einer aus der Zeichnung
im einzelnen nicht ersichtlichen Heizung versehen, beispielsweise mit einem eingegossenen elektrisehen
Rohrheizkörper, der stufenlos gesteuert u=d
nach der Temperatur des Auftragskörpers 29 beheizt werden kann. In Fig. 2 ist dieser Rohrheizkörper als
Kreis dargestellt Auf dem Auftragskörper 29 ist ein Anlaufblech 31, beispielsweise aus Chroinnickel,
wärmeisoliereiid durch eine Dichtung 32 angebracht, über das die F'apierbahn 1 bzw. 13 schleifend geführt
sein kann.
Wie die Fig;.2 erkennen läßt, ist in Bahnlaufrichtung
dem Austragskörper 29 die eigentliche Drahtrakel nachgesdialtet, die aus einem Kernstab 34 und
dem darum eng spiralartig gewickelten Draht 35 besteht. D«e Diahtrakel wird klammernd gehalten.
Hierzu i5.t mit dem Auftragskörper 29 ein Gegen-
stück 36 durch eine elastische Dichtung 33 getrennt,
jedoch lösbar verbunden. Der Auftragskörper 29 und das Gegenstück 36 bilden im oberen Bereich eine
rinncnförmige, der Form und den Abmessungen der Drahtwicklung angepaßte Aussparung.
Wie die Zeichnung erkennen läßt, fließt die dosierte Behandlungsmenge, beispielsweise ein Kunstharz,
durch die Zuführleitung 24, den Verteilerraum 26, die Kanäle oder Löcher 27 und durch die konzentrisch
anschließenden Löcher 28 in den Zwickel 60, der durch das Anlaufblech 31, die Dichtung 32, die
Spitze des Auftragskörpers 29 und die Drahtwicklung 35 begrenzt wird. Erst in der letzten Phase der
Zuführung wird das Behandlungsmittel aufgeheizt, jedoch nur in der Menge, die in sehr kurzer
Zeit, beispielsweise in Bruchteilen einer Sekunde, verbraucht wird.
Es ist ersichtlich, daß die Vorteile des Verfahrens, das sich mit der dargestellten Vorrichtung durchführen
läßt, gegenüber bisherigen Verfahrensweisen in der Anwendbarkeit solcher Härter und Beschleuniger
für Kunstharze liegen, die bisher wegen der geringen Stabilität beim Imprägnieren ausgeschlossen wurden.
Bei Stops und Maschinenstillständen bleibt keine Behandlungsmittelmenge
übrig, die verdirbt und zudem noch Abfallprobleme schafft. Die sehr mühevolle Reinigung von Walzen und Becken beschränkt sich
auf sehr wenige und flächenmäßige kleine Teile. Da keine klebrigen Walzen mit der Papierbahn od. dgl.
in Berührung kommen, gibt es keine Synchronisationsprobleme wegen unterschiedlicher Quellung der
Papierfascin und damit der Bahnausdehnung. Gleiche Trocknerleistungen vorausgesetzt ergibt sich
ein sprungartiger Anstieg der Produktionsleistung bei geringem Aufwand für das Imprägnierwerk, der erheblich
geringer ist als bei den vorbekannten Vorrichtungen dieser Gattung.
Da die Aufgabe des gewünschten Produktes beim Imprägnieren und Lackieren sehr unterschiedlich
sind und Bahnen wie Behandlungsmittel eine Fülle von verschiedenen Eigenschaften aufweisen, ist die
Anpassungsfähigkeit des Verfahrens und der Vorrichtung besonders vorteilhaft. Bei minimalen Aufirägen
kann durch die zylindrisch gekrümmte Heizfläche lediglich eine Benetzung der Oberfläche bei
geringer Temperatur (sogenannter »kalter Temperatur«) durchgeführt werden, so daß dann die Drahtirakel
bei minimalen Auftragen ohne Benutzungsschwierigkeiten arbeiten kann. Umgekehrt kann Be:
sehr porösen Papieren unter Umständen auf die Vorbenetzung überhaupt verzichtet werden.
Obschon in vergangener Zeit der Vorteil der berührungslosen Trocknung erkannt und durchgeführ
wurde, ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahrer und die hierfür eingerichtete Vorrichtung es nun
mehr, die berührungslose Führung der behandelter Bahn rückwärts bis zur Auftragsstelle zu verwirkli
chen, wodurch die Schwierigkeiten, die sich durcr Bahnberührung nach dem Auftrag ergeben, beseitig
sind.
Hierzu 2 Blatt 21eichnungen
Claims (14)
- Patentansprüche:r 1. Verfahren zum Imprägnieren und/oder Lakkieren von Bahnmaterial in laufender Bahn mit schnell reagierenden Behandlungsmitteln, bei S welchem das Behandlungsmittel als beispielsweise Lösung, Dispersion oder Suspension erwärmt und in dosierter Menge mit der Bahn zusammengebracht wird und die Bahn anschließend bei schwebender Führung getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlungsmittel praktisch ohne Überschuß auf das zuvor erwärmte Bahnmaterial aufgetragen werden und die Erwärmung der Behandlungsmittel erst unmittelbar vor dessen Zuführen und in sehr geringem Abstand von dem Bahnmaterial durchgeführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Behandlungsmittel zum Imprägnieren und/oder Lackieren mit einer Temperatur zugeführt, die für die chemische Entwicklung des Behandlungsmittels unbedenklich ist, während nur die zu behandelnde Bahn (1, 13) auf eine Temperatur erhitzt wird, die vorzugsweise oberhalb des Siedepunktes des Lösungsmittels des Behandlungsmittels liegt, und daß das Behandlungsmittel auf einer örtlich eng begrenzten Fläche (5 bzw. S a) unter Druck der Bahn (1,13) zugeführt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (1 bzw. 13) an der örtlich begrenzten Fläche (z. B. 5, 40) auf eine geringere Dicke zusammengepreßt und nach dem Pressen entspannt wird, worauf sofort die Lakkierung der Bahn auf mindestens einer Seite durchgeführt wird.
- 4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn (1 bzw. 13) in zwei Stufen auf die beim Zuführen des Behandlungsmittels vorhandene Temperatur, wobei die letzte Erhitzungsstufe an der Stelle (40) der Behandlungsmittelzuführung liegt, erhitzt wird.
- 5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Härter für das Behandlungsmittel beim Imprägnieren und ein Beschleuniger beim anschließenden Lackieren eingesetzt wird.
- 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, im wesentlichen bestehend aus Umlenkwalzen für die zu behandelnde Bahn sowie Imprägnier- und Lackierstellen mit einem Trockner in Durchlauf-ichtung der Bahn hintereinandergeschaltet, dadurch gekennzeichnet, daß den Imprägnier- und Lackierstellen eine Heizung (17) für das Bahnmaterial (13) vorgeordnet ist und das Behandlungsmittel zum Imprägnieren und Lackieren der Bahn (13) über eine Drahtrakel (19) zuführbar ist, der eine gegebenenfalls regelbare Heizung zum Erhitzen des Behandlungsmittels zugeordnet ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtrakel (12 bzw. 20) mindestens eine Zuführleitung (24) für das Behandlungsmittel aufweist, die in einen Auftragskörper (29) der Drahtrakel (20) mündet und sichin diesem in Richtung auf die zu behandelnde Bahn (2), gegebenenfalls mittelbar, fortsetzt und den Auftragskörper (29) durchsetzt, wobei der Auftragskörper (29) mit der Bahn (1) einen Zwikkel (60) bildet, in das Behandlungsmittel eintritt
- 8 Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführleitung (24) in einen Verteilerraum (26) mündet, von dem aus mehrere Verteilerkanäle (27, 28) wegführen, die in den Zwickel (60) zwischen Bahn (1) und Auftragskörper (29) münden.
- 9 Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Auftragskörper (29) in Bahnlaufrichtung keilförmig ist und bis etwa auf den oberen Scheitelpunkt der Drahtwicklung (35) der Rakel (20) ansteigt und daß in Bahnlaufrichtung am vorderen Endabschnitt des Auftragskörpers (29) eine hitzebeständige Dichtung (32) angeordnet ist, auf welcher ein am vorderen Endabschnitt vor dem Auftragskörper (29) von der Bahn (1) weggekröpftes Blech (31) befestigt ist.
- 10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwickel (60) durch das Auflaufblech (31), die Dichtung (32), die Spitze des Auftragskörpers (29) und durch die Drahtwicklung (35) umgrenzt ist.
- 11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführleitung (24) in ein Verteilerstück(25) mündet, das unterhalb des Auftragskörpers (29) gegenüber diesem wärmeisoliert befestigt ist, wobei das Verteilerstück den Verteilerraum(26) aufweist.
- 12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Auftragskörper (29) die gegebenenfalls regelbare Heizung angeordnet ist.
- 13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen des Zwickels (60) nur die Behandlungsmittelmenge enthält, die beim Anhalten der gesamten Behandlungsmaschine auf dem noch auslaufend geförderten Bahnstück verbrauchbar ist.
- 14. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mindestens eine drehbare, gegebenenfalls motorisch angetriebene beheizbare Walze (4) zum Erhitzen der zu behandelnden Bahn (1) und in Durchlaufrichtung der Bahn (z. B. 1) nachgeschaltet mindestens eine zylindrisch gekrümmte, feststehende, beheizbare Heizfläche (5) aufweist, die eine gegenüberliegende drehbare, gegebenenfalls motorisch angetriebene Auftragswalze (6) berührt, wobei die zu behandelnde Bahn (1) zwischen Auftragswalze (6) und zylindrisch gekrümmter Heizfläche (5) einläuft und hier in ihrer Dicke reduzierbar ist, und daß die Auftragswalze (6) das Behandlungsmittel heranfördert und an die Bahn (1) abgibt, wobei in Durchlaufrichtung der Bahn (1) kurz nach der zylindrisch gekrümmten Heizfläche (5) mindestens eine Drahtrakel (12) angeordnet ist, über welche das Behandlungsmittel zum mindestens einseitigen Lackieren der Bahn (z. B. 1) heranführbar ist.Ii£B£Ü£ (dadBUr6) SSÄohne über-?1 ^6 "Λ** ers* unmittelbar vor dessen Zuführen und in(^vo^u^weise ^m^nr^ · Behandlungsnu«el 5 sehr geringem Abstand von dem Bahnmaterial durch-— vorzugsweise zum Imprägnieren — dosiert. geführt wird^6ϊOίϊϊ1^ntCheine^ ^iW^i4 Bei Iten* Verfahren wird von vornherein demdie.Babn Bahnmaterial nur so viel Behandlungsmittel zuge-(Pr,^Z^ ^TT 7T^V ™1SChea fÜhrt' 3^ von der Bahn aufgenommen werden kaSn. Auftragswake (6) und zylindrisch konvex ge- xo Da das Behandlungsmittel hn Vorratsbehälter nicht krummter Heizfläche (5) auf Siedetemperatur des vorerwärmt, sondern erst unmittelbar vor der Zufüh-Losungsimttels erh.tr.bar ist und daß dem Ein- rung zur Bahn oder beim Zusammenbringen mit der lauftangentenpunkt zwischen zylindrisch ge- Bahn erhitzt wird, ist der Lösungsmittelverbrauch krummter Heizflache <5) und Auftragswalze (6> minimal. Darüber hinaus bleiben die Führungswalzen durch diese Walze (6) nur so viel Behandlungs- i5 sauber, weil das Behandlungsmittel kalt und damit mittel zufuhrbar ist, wie die Bahn (1) aufnimmt. ohne erhöhte Verdunstung über Walzen der Bahn 17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der zugeführt wird. Trotzdem wird eine schnelle Trän-Anspruchel4 bis 16 dadurch gekennzeichnet, kung und Verdunstung des Lösungsmittels erreicht, daß jede der zylindrisch gekrümmten Heizflächen weil das Behandlungsmittel, wenn es mit der Bahn (5, 5 α bzw. 17) aus jeweils einer winkelförmigen *o zusammengebracht wird, erwärmt wird
Ausnehmung aus einem feststehenden, jedoch Eine zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete wahlweise drehbaren und arretierbaren Walzen- Vorrichtung besteht im wesentlichen aus Umlenkkorper besteht, derart, daß die eine Begrenzungs- walzen für die zu behandelnde Bahn sowie Impräflache der winkelförmigen Ausnehmung radial gnier-und/oder Lackierstellen und einem Trockner, verlauft, wahrend die andere Begrenzungsfläche 25 wobei diese Teile in Durchlauf richtung der Bahn auf der radialen Begrenzungsfläche senkrecht hintereinandergeschaltet sind, und ist dadurch gesteht und in die Mantelflache des Walzenkörpers kennzeichnet, daß den Imprägnier- und Lackierstelausmündet. len eme Heizung für das Bahnmaterial vorgeordnetist und das Behandlungsmittel zu Imprägnieren und, 30 Lackieren der Bahn über eine Drahtrakel zutührbar
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| DE19722210280 DE2210280C3 (de) | 1972-03-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Imprägnieren und/oder Lackieren von Bahnmaterial in laufender Bahn |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2210280A1 DE2210280A1 (de) | 1973-09-13 |
| DE2210280B2 DE2210280B2 (de) | 1974-02-14 |
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