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Beschreibung Endstück für Schalungs-Abstandsstangen (Priorität: 23.
Februar 1971, Tschechoslowakei, Nr. PV 1340-71) Die Erfindung betrifft ein Endstück
für Schalungs-Abstandsstangen, insbesondere für Wandschalungen, mit einer vorübergehenc
auf die Endgewinde der Abstandsstangen geschraubten, an der Innenseite der Schalung
anliegenden Endmutter nit einem Stützflansch, mit einer durch die Schalung hindurchgehenden,
vorübergehend in die Endmutter eingreifenden Abziehschraube, und mit einem auf die
zylindrische Außenfläche der Endmutter aufgesetzten, innen zylindrischen, verformbaren
Hohlkegel, dessen kleinere Grundfläche an dem Stützring der Endmutter anliegt, und
dessen Höhe größer ist als die Höhe der zylindrischen Außenfläche der Endmutter.
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Die bisher bekannten Endstücke dieser Art sind derart ausgebildet,
daß an der zylindrischen Außenwandung der Endmutter dauernd ein hohler stumpfer
Kegel aus einem verformbaren Material befestigt ist, dessen Mantelfläche sich nach
außen öffnet.
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Seine Axiallänge ist so bemessen, daß seine äußere, d. h. die größere
Grundfläche die Außenfläche der Endmutter etwas überragt.
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Beim Anziehen der Abziehschrauben dehnt sich infolgedessen der hohle
stuw£e Kegel in eine glockenförmige Gestalt. Wenn nach dem Abbinden der Betonfüllung
die Schalung beseitigt und die den hohlen stumpfen Regel tragende Endmutter abgeschraubt
wird, so verbleibt in der Betonfüllung eine sich nach außen öffnende Grube.
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Diese wird dann zum Ausgleich der Oberfläche mit einer aushärtenden
Füllung gef'i1lt. Da die Grube die Form eines Kegels bzw. einer Glocke hat, die
sich nach außen öffnet, ist die Füllung nicht zuverlässig gegen eine eventuelle
Lockerung gesichert. Dies bedeutet einen wesentlichen Nachteil, da hierdurch der
auf die Wand aufgetragene Putz beschädigt oder die unverputzte Wand unansehnlich
wird. Ein weiterer Nachteil der bekannten Endstücke besteht darin, daß bei Beschädigung
des hohlen stwnpfen Kegels das ganze Endstück wertlos wird, weil der Kegel mit der
Endmutter fest verbunden ist.
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Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Endstück für Schalungs-Abstandsstangen zu schaffen, mit dem die oben enrähnten Nachteile
beseitigt werden können, d. h. mit dem eine eine kraftschZüssige Verbindung ergebende
Grube gebildet wird, und das bei Beschädigung des hohlen stumpfen Kegels nicht insgesamt
wertlos wird.
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Das erfindungsgemäße Endstück besteht aus einer Endmutter und einem
hohlen stumpfen Kegel aus verformbarem Material, beispielsweise Gummi, der frei
auf die zylindrische Wandung der Endmutter aufgeschoben ist J)ie Endmutter ist an
ihrem inneren Ende mit einem Stützflansch versehen. Die Axiallänge des hohlen stumpfen
Gummikegels ist größer als die Axiallänge der zylindrischen Wandung der Endnutter.
Der Kegel ist derart auf der zylindrischen Wandung der Endmutter gelagert, daß seine
kleinere Ginndfläche auf dem Stützflansch ruht, wahrend sich seine größere Grundfläche
auf der Außenseite des Endstückes befindet.
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Ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen Endstückes besteht
darin, daß die Abmessungen des hohlen stumpfen Gummlkegels und die Elastizität des
Materials so gewählt sind, daß der Neigungswinkel seiner elastischen Verbreiterung
im Bereich der kleineren Grundfläche infolge seiner elastischen Axialdeformation
gegenüber dem Scheitelwinkel des in axialer Richtung nicht belasteten hohlen stumpfen
Gummikegels negativ ist.
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Anhand des in der Zeichnung dargestellten bekannten Endstücks und
des ebenfalls in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Endstücks wird die Erfindung im folgenden näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine
Gesamtanordnung einer befestigten Schalung mit der Betonfüllung, den Abstandsstangen
und bekannten Endstükken im Schnitt;
Fig. 2 ein Fig. 1 entsprechendes
Schnittbild der fertigen Betonwand nach Abnahme der Schalung und der Endstücke;
Fig. 3 ein Schnittbild eines zur Befestigung der Schalung vorbereiteten erfindungsgemäßen
Endstücks; Fig. 4 das Endstück der Fig. 3 nach der Befestigung und dem Nachziehen
der Schalung; Fig. 5 die Form der fertigen Grube nach Abnahme der Schalung und Abschrauben
des gesamten Endstücks im Schnitt; Fig. 6 ein der Fig. 5 ähnliches Schnittbild einer
mit einer Ansgleichsfüllung gefüllten Grube; und Fig. 7 ein Ausführungsbeispiel
eines Manipulierschlüssels.
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Die Schalungsbretter 10 (Fig. 1) werden mit Hilfe von Abstandsstangen
11 und Endstücken, die auf die Endgewinde 12 der Abstandsstangen geschraubt sind,
in einer gegenseitigen Entfernung "D" gehalten, die gleich der Dicke der zukünftigen
Wand ist.
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Gegen die Drucke "P", die durch die Betonfüllung 50 hervorgerufen
werden, sind die Schalungsbretter 10 mittels Abziehmuftern 17 und Abziehschrauben
15, die durch die Muttern führen, gesichert. Die Abziehschrauben 15 sind mittels
ihrer Gewinde 16 während der Füllung und des Aushärtens der Betonfüllung von der
außenseite in die Endstücke eingeschraubt.
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Fig. 2 zeigt die kegelförmige, sich nach außen verbreiternde Gestalt
der Gruben, die nach der Verwendung der bekannten Endstücke in der Betenwand verbleiben,
und deren Nachteil oben geschildert wurden.
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Das erfindungsgemäße Endstück (siehe insb. Fig. 3) besteht aus einer
Endmutter 20 mit einem durchlaufenden Gewinde, die an ihrem unteren, zur Betonfüllung
hin liegenden Ende einen Stützflansch 21 aufweist, an den sich eine glatte zylindrische
Wand 23 anschließt. Etwa in der Mitte der Endmutter 20 ist ein senkrecht zu ihrer
Achse liegender Stift 22 vorgesehen. Auf die glatte zylindrische Wand 23 ist mit
seiner zylindrischen Öffnung 35 ein hohler sturnpfer Gummikegel 30 derart frei aufgeschoben,
daß seine kleinere Grundfläche 32 auf dem Stützflansch 21 aufsitzt. Die Axiallänge
K des hohlen stumpfen Gummikegels 30 ist größer als die Axiallänge M der zylindrischen
Wandung 23 der Endmutter 20.
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Das auf diese Weise zusammengesetzte Endstück wird auf die Endgewinde
12 der Abstandsstangen 11 aufgeschraubt, und zwar soweit, bis ihr Ende von unten
an dem Stift 22 anliegt. Hierdurch kann die genaue Stärke D der Wandschalung festgelegt
werden, da die Schalungsbretter 10 (Fig. 4) mit Hilfe der Abziehschraube 15 bzw.
der Abziehmutter 17 bis zum Anschlag mit der oberen Fläche der Endmutter 20 angezogen
wird. Bei diesem Nachziehen sitzt die in Fig. 4 untere Fläche des Schalbrettes 10
auf der größeren Grundfläche 31 des Gummikegels 30 auf, der beim weiteren Nachziehen
unter dem auf ihn wirkenden Axialdruck in die in Fig. 4 gezeigte Endform gedruckt
wird.
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Infolge des Axialdrucks dehnt sich der äußere Kegelmantel elastisch
derart, daß er vorübergehend, d. h. für die Einwirkungsdauer des Axialdrucks die
in Fig. 4 gezeigte Form bekommt. In der Nähe der kleineren Grundfläche, wo auch
die Wandstärke des Gummikegels 30 geringer ist, tritt eine größere radiale Dehnung
ein, so daß dort eine elastische Verbreiterung 34 entsteht. Die elastiche Verbreiterung
34 zeichnet sich dadurch aus, daß sie in einer bestimmten Entfernung vom Stützflansch
21 unter einem llinkel ß geneigt ist, der gegenüber dem Scheitelwinkel α des
unbelasteten Gummikegels 30 negativ ist.
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Nach der Aushärtung der Beton füllung und der Beseitigung des erfindungsgemäßen
Endstückes verbleibt in der fertigen Betonwand eine Grube 51 mit einer kreisförmigen
Vertiefung 52, die den Formabdruck der elastischen Verbreiterung 94 des Gummikegels
90 darstellt. Die kreisförmige Vertiefung 52 weist ebenfalls das obige wichtige
Merkmal auf, nämlich den negativen Winkel ß . Wenn nun die Grube 51 in der ausgehärteten
Betonwand mit einer Ausgleichs füllung 60 (Fig. 6) gefüllt wird, so bildet sich
an dieser ein Ansatz in Form eines kreisförmigen Vorsprungs 61. Dieser bildet dann
zusammen mit der kreisförmigen Vertiefung 52 eine kra£tschlüssige Verbindung der
Ausgleichsfüllung 60 mit der Betonfüllung 50.
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Fig. 7 zeigt einen zur Handhabung des erfindungsgemäßen Endstückes
geeigneten Manipulierschlüssel 40 mit einer Maulöffnung 41.
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Außer den bereits angeführten Vorteilen hat das erfindungsgemäße
Endstück noch den Vorteil, daß es mehrmals benutzt werden kann, da der hohle stumpfe
Gummikegel sehr widerstandsfähig gegen mechanische Beschädigungen ist. Sollte es
dennoch zu einer Beschädigung oder Vernichtung des Gummikegels kommen, so ist die
eigentliche Endmutter weiterhin verwendbar und es kann auf sie ein anderer Gummikegel
aufgeschoben werden.
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Abschließend sei bemerkt, daß statt des Gummis auch jedes andere
Haterial für den Kegel verwendet werden kann, das hinsichtlich seiner Elastizität
und Verformung dem Gummi analoge higenschaften hat.
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Patentansprüche