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DE2206809A1 - Verfahren und anordnung zur nachbildung von auf stromversorgungsleitungen auftretenden abweichungen von ist- und sollspannungen (-stroemen) - Google Patents

Verfahren und anordnung zur nachbildung von auf stromversorgungsleitungen auftretenden abweichungen von ist- und sollspannungen (-stroemen)

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Publication number
DE2206809A1
DE2206809A1 DE2206809A DE2206809A DE2206809A1 DE 2206809 A1 DE2206809 A1 DE 2206809A1 DE 2206809 A DE2206809 A DE 2206809A DE 2206809 A DE2206809 A DE 2206809A DE 2206809 A1 DE2206809 A1 DE 2206809A1
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DE
Germany
Prior art keywords
disturbance
voltage
disturbance variables
pulses
substitute
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE2206809A
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Dipl Ing Dr Stoll
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DE2206809A priority Critical patent/DE2206809A1/de
Publication of DE2206809A1 publication Critical patent/DE2206809A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R31/00Arrangements for testing electric properties; Arrangements for locating electric faults; Arrangements for electrical testing characterised by what is being tested not provided for elsewhere
    • G01R31/40Testing power supplies
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06GANALOGUE COMPUTERS
    • G06G7/00Devices in which the computing operation is performed by varying electric or magnetic quantities
    • G06G7/48Analogue computers for specific processes, systems or devices, e.g. simulators
    • G06G7/62Analogue computers for specific processes, systems or devices, e.g. simulators for electric systems or apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Mathematical Physics (AREA)
  • Tests Of Electronic Circuits (AREA)

Description

  • Verfahren und Anordnung zur Nachbildung von auf Stromsersargungsleitungen auftretenden Abweichungen von Ist und Sellspannungen l-stromenb Von den verschiedenen Faktoren, die die Betriebssicherhit insbesondere digitaler Anlagen beeinflussen, ist die Sicherheit gegen Störungen eine wichtige Einlußgröße. Dies um mehr, als digitale Steuerungen und Rachner in waeEsendem Umfang in Realzeitprozessen eingesetzt werden.
  • Störungen können sowohl auf den logischen Signalen als auch auf den Versorgungsleitungen vorkommen. Als Störquellen kommen äußere Quellen, die ihren Ursprung nicht in der digitalen Elektronik haben, und innere Quellen in Betracht.
  • Außere Störquellen sind elektromagnetische Felder, wie sie z.B. durch Relais, Schaltachütze, Motoren usw. erzeugt werden, und Störungen, die über das Versorgungsnetz auf die Versorgungsleitungen durchgreifen. Innere Störquellen entstehen beispielsweise durch Übersprechen in der Verdrahtung der Anlagen.
  • Sind sowohl äußere als auch innere Störquellen vorhanden, so spricht man im allgemeinen von absoluter Störung. Können äußere Störungen durch geeignete Maßnahmen wie Absehirmung und Siebung eliminiert werden, so wird von einer relativen Störung gesprochen.
  • Die vorliegende Erfindung hat ihren Ursprung iil deren auf Versorgungsleitungen auflsnden Storungen und betrifft ein Verfahren, wie die auf den Versorgungsleitungen auftretenden Abweichungen von Ist- und Sollspannungen bzw. Ist- und Sollströmen durch diesen Abweichungen, die im weiteren als Störgrößen bezeichnet werden, äquivalente Ersatzimpulse nachgebildet werden. Die Erfindung betrifft ferner eine Anordnung zur Durchführung dieses Verfahrens.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, einem Hersteller von elektronischen Datenverarbeitungsanlagen die Möglichkeit zu geben, seinen Anlagen eine bestimmte Güteklasse hinsichtlich der gewährleisteten Sicherheit gegenüber den genannten Störgrößen zuzuschreiben. Andererseits wird ein Benutzer von elektronischen Datenverarbeitungsanlagen in die Lage versetzt, dem Einsatzort der Anlage entsprechend eine solche der unter Berücksichtigung zu erwartender Störgrößen erforderlichen Anwendungskl asse auszuwählen.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Störgrößen zeitlich und betragsmäßig quantisiert werden, dan aus den quantisierten Werten charakteristische Parameter der Störgrößen ermittelt werden und daß mit den charakteristibuchen Parametern äquivalente Ersatzimpulse erzeugt werden.
  • Die Anordnung zur Durchführung des Verfahrens weist elektronische Schaltmittel zur zeitlichen und betragsmäßigen Quantisierung, eine elektronische Recheneinheit zur Ermittlung der charakteristischen Parameter und einen Generator zur Erzeugung der Ersatzimpulse auf.
  • Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, die insbesondere auch die Anwendung zur Ermittlung der ertahnten Anwendungiklassen angeben.
  • Die Einzelheiten der Erfindung werden unter Zugrundelegung der Zeichnungen anhand der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Dabei wird ein einphasiges Versorgungsnetz zugrunde.
  • gelegt und es werden Störspannungen betrachtet.
  • Fig. 1 zeigt schematisch eine elektronische Datenverarbeitungsanlage mit den zugehörigen Versorgungsleitungen; Fig. 2 zeigt die Impulafolge einer Störspannung u(t); den oberen Teil Fig. 3 zeigt/einerpositiverHalbwelle einer Soll-Spannung u 5 mit einer überlagerten Störung, wobei die Superposition die wirksame Ist-Spannung ut ist; Fig. 4 zeigt die nach dem Subtraktionsverfahren aus Fig. 2 gewonnene Störspannung u Fig, 5 zeigt eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zu quantisierende Störspannung im Quantisierungsraster; Fig. 6 zeigt ein Beispiel eines nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erzeugten Ersatzimpulses; Fig. 7 zeigt die Anordnung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens; Fig. 8 zeigt schematisch eine Testanordnung wie sie zur Ermittlung der Anwendungsklasse einer elektronißchen Datenverarbeitungsanlage verwendet wird.
  • In Fig. 1 ist schematisch eine Datenverarbeitungsanlage DVA dargestellt, auf deren Versorgungsleitungen die Ist-Größen it (Ist-Strom) und ut (Ist-Spannung) anliegen, wobei letztere schematisch dargestellt ist.
  • In Fig. 2 ist der grundsätzliche'Verlauf einer Störspannung u (t) über der Zeitachse t aufgetragen. Der periodische oder nichtperiodische zeitliche Verlauf dieser Störspannung u (t) kann in eine alternierende Folge von positiven und negativen Störspannungsimpulsen aufgeteilt werden. Meßtechnisch ist es nun vorteilhaft, die Folge der positiven und die Folge der negativen Störimpulse getrennt zu erfassen. In der Regel ist es ausreichend, nur eine, also entweder die positive oder negative Störimpulsfolge zu betrachten, wobei als Auswahlkriterium die Energie des ersten Störiipulses einer Jeden Störiapulsfolge gilt.
  • Unter Berücksichtigung der Darstellung nach Fig. 2 wird im folgenden die positive Störinpulsfolg. betrachtet.
  • In Fig. 3 ist der Verlauf einer durch Überlagerungen von Störimpulsen über eine ideale 50 Hz Netzspannung (soll Spannung) u5 entstehenden aktuellen Ist-Spannung ut dargestellt. Diese Ist-Spannung ist somit die einfache Superposition einer periodischen Netzspannung mit einer Störimpulsfolge, wie sie beispielsweise in Fig. 2 skizziert ist.
  • Es ist leicht einzusehen, daß Spannungsspitzen der in Fig. 3 dargestellten Form ein fehlerhaftes Arbeiten einer damit gespeisten Anlage hervorrufen können.
  • Um nun gegebenenfalls eine Anlage auf Einhaltung einer bestimmten Anwendungsklasse untersuchen zu können, muß dies durch Ersatzimpulse geschehen, deren charakteristische Größen mit denen der Störgrößen übereinstimmen.
  • Als charakteristische Größen bzw. Parameter der Störgrößen werden im folgenden die Parameter zugrundegelegt, die erfahrungsgemäß den wesentlichen Einfluß haben: 1) der maximale Spannungswert yA 2) die maximale Steigung yAl 3) die Zeitdauer der maximalen Steigung p und 4) die Energie der Störgrößen Y².
  • Mit diesen vier charakteristischen Parametern können Störgrößen hinreichend definiert werden. Die Parameter können, wie noch zu beschreiben sein wird, gleichermaßen zur Klassifizierung herangezogen werden, wobei die Klassifizierung selbst durch Verwendung von Ersatzimpulsen durchgeführt wird, die durch die gleichen charakteristischen Parameter gekennzeichnet sind.
  • In Fig. 4 ist nun ein Störspannungsimpuls dargestellt, wie er sich im Subtraktionsverfahren aus der Ist-Spannung ut und der Soll-Spannung u gemäß Fig. 3 konstruieren läßt. Die Stör-5 spannung ist somit definiert zu u (t) = ut - US Gemäß der Erfindung besteht die Aufgabe darin, die Störgröße u (t) durch einen äquivalenten Ersatzimpuls nachzubilden. Zu diesem Zweck wird die Störgröße in erfindungsgemäßer Weise sowohl zeitlich als auch betragsmäßig quantisiert, d.h. in Zeit-und Spannungsbereiche eingeteilt.
  • Als Zeiteinheit wird in vorteilhafter Weise die kürzeste zu berücksichtigende Störimpulsanstiegszeit to)als als Spannungsbereich ein bestimmter Bruchteil der erwarteten maximalen Spannung Au (t) gewählt. Im speziellen Fall wird als Zeit-1 A einheit 1 »s und als Spannungseinheit W u (t) gewählt.
  • Als Ergebnis der Quantisierung erhält man eine Folge von Zeitbereichen tl ... ts ... tn welcher eine Folge von Spannungsbereichen u1 ... uw ... u zugeordnet ist, wobei n u nur eine endliche Anzahl von Werten, im Beispiel 8, y annehmen kann. Jeder Spannungsbereich soll dabei durch seinen Endwert gekennzeichnet werden.
  • In Fig. 5 ist die Darstellung einer in der geschilderten zu quantisierenden im Quantisierungsraster Weise/ . Störspannung/wiedergegeben, wie sie aus den aktuellen Werten einer Störspannung u (t) konstruiert werden kann.
  • Die Zeitachse t (Abszisse) ist dabei in jeweils gleiche Zeitabschnitte von 1 sec Länge eingeteilt. Die Spannungsachse u (Ordinate) ist der gewählten Quantisierung entsprechend in acht gleiche Spannungsbereiche eingeteilt, wobei der maximale Spannungswert-auf den Wert 8 V normiert ist. Jeder Spannungsbereich entspricht somit in Ordinatenrichtung betrachtet einem Zuwachs von 1 V.
  • Aus der quantisierten Störspannung als Funktion der Zeit kann man rein rechnerisch die maximale Steigung y' (maximale Störspannungsänderung), deren Dauer p und die Energie der Störgröße Y ermitteln.
  • Die Auswertung der erfaßten Störspannung wird folgendermaßen durchgeführt: 1) Maximaler Spannungswert u (= yA) zu erwartende Der maximal/ Spannungswert u muß vor Beginn der werden Quantisierung abgeschätzt/, um für die Spannungsbereiche einen Normierungsfaktor festlegen zu können.
  • u t Normiert man y = û und x = - to, so ergibt sich aus u = u (t) die normierte Störspannung y = y (x) Die Folgen der quantisierten Zeiten und Spannungen t = to ... tv ... tn bzw. u = u0 ... u ... un werden ersetzt durch x = O, 1, 2 ...V.... n bzw. y0 ... y# ... yn.
  • 2) Maximale Steigung y' Die maximale Steigung y' kann im Rahmen der durch die Quantisierung bedingten Genauigkeit zur Zeit x t Y als y' (x = y) = IYV+1 YM -yv | ermittelt werden.
  • Der maximale Betrag y' kann dabei zur Menge der positiven oder der negativen Steigungswerte gehören.
  • 3) Dauer der maximalen Steigung p Die Größe p ist ein Maß für die Dauer des maximalen und nahezu maximalen Impulsanstiegs. Sie wird dadurch gewonnen, daß man der Menge der positiven oder negativen Steigungawerte, in welcher der maximale Steigungsbetrag A y' auftritt, die Zahl m der voneinander verschiedenen Spannungsbereiche mit waxialor bis halber maximaler Steigung feststellt. Unter der Naximalsteigungslänge wird dann die Größe p = m verstanden.
  • 4) Störgrößen-Energie Die Energie eines Störimpulses (der positiven oder negativen Störimpulsfolge) beträgt im Rahmen der durch die Quantisierung gegebenen Genauigkeit wobei 21 die Nummer des ersten Zeitbereiches und#n die Nummer des letzten Zeitbereiches des quantisierten Störimpulses ist. Da y den jeweiligen Endwert der Spannungsbereiche charakterisiert, ergibt sich durch den Quantisierungsfehler stets eine größere Energie, als es dem effektiven Störimpuls entspricht. Für den Störimpulse mit der maximalen Energie gilt Y2 = Y2 y Dieser Wert wird ermittelt, da er als wesentliche Einflußgröße zu betrachten ist.
  • Unter Zugrundelegung der Fig. 4 soll die Auswertung der dort dargestellten Störspannung als Beispiel ausgeführt werden.
  • Die Auswertung wird anhand einer Tabelle durchgeführt, wie sie gemäß nachstehendem Muster aufgebaut und erläutert ist.
  • Die erste Spalte gibt die Zeitbereiche xw , die zweite Spalte die zu den Spannungen y ( gehörigen Spannungsbereiche yw an.
  • Die dritte Spalte gibt die normierten Steigungen wieder, die jeweils durch Subtraktion zweier aufeinanderfolgender Spannungsbereiche yy der zweiten Spalte gewonnen werden. In der vierten Spalte werden denjenigen Zeitbereichen Werte zugeordnet, in denen die Steigung den maximalen Betrag hat und bei gleichem Vorzeichen zwischen diesem maximalen Betrag und der Hälfte davon liegt. Es wird dabei für jeden Spannungsbereich nur ein Steigungsbetrag eingetragen. Gehören zu einem Spannungsbereich verschiedene Steigungen, so wird nur der höchste Betrag eingetragen. Die Summe der vierten Spalte liefert den Wert m.
  • In der fünften Spalte werden die Quadrate der Spannungen, also der in Spalte zwei eingetragenen Werte, aufgeführt, die jeweils den Betrag eines Zeitbereiches zur Störgrößenenergie darstellen. Die Gesamt energie einer Störgröße ergibt sich durch Aufsummieren der Werte der fünften Spalte. Die-sechste Spalte schließlich gibt die den einzelnen Zeitbereichen zugeordneten, den Spannungsbereichen äquivalenten Binärkombinationen an. Entsprechend den acht Spannungsbereichen genügt eine dreistellige Binärkombination zur Kennzeichnung aller möglichen Spannungsbereiche, wobei die binäre Darstellung in einem (n-1)-Dualcode erfolgt.
    1 2 3 4 5 6
    xV +1-y m/8 Y 64 Code
    T 8
    1 o 000
    2 0 000
    1 0 000
    4 0 000
    5 2 4 OOL
    6 3 1 9 OLO
    7 4 1 16 O L L
    8 4 0 16 O L L
    9 4 0 16 O L L
    10 4 0 16 O L L
    11 4 0 16 O L L
    12 4 4 16 O L L
    13 8 -4 4 64 L L L
    14 4 O 16 0 L L
    15 4 O 16 O L L
    16 4 -1 16 O L L
    17 3 -2 2 9 O L O
    18 1 O 1 o o O
    19 1 O 1 O O O
    20 1 O 1 O O O
    21 1 O 1 O O O
    22 1 O 1 O O O
    23 1 1 000
    62 6 226
    Unter Zuhilfenahme der Tabelle erhält man folgende Werte für die charakteristischen Parameter: 1) Maximale Amplitude A A y = 1 (entsprechend der Normierung u = 8) 2) Maximale Steigung 4 y = 4 = 0,5 .
  • Dieser Wert tritt sowohl in der Menge der positiven Steigungen (Y1i - y12) als auch in der Menge der negativen Steigungen (y14 - y13) auf.
  • 3) Dauer der maximalen Steigung Da vereinbarungsgemäß Steigungswerte zwischen der maximalen Steigung und der Hälfte davon berücksichtigt werden, also Werte zwischen 0,5 ... 1 y', wird auf Grund der Tabelle die Menge der negativen Steigungen gewählt. Es ergibt sich somit: 4) Maximale Störimpulsenergie Y² Die maximale Störimpulsenergie ergibt sich aus Spalte 5 der Tabelle zu Mit diesen nunmehr betragsmäßig bekannten charakteristischen Parametern y, y p und y2 lassen sich äquivalente Ersatzimpulse konstruieren, wie sie beispielsweise in Fig. 6 dargestellt sind. Der hier wiedergegebene Polygonzug ist jedoch nur eine beispielhafte Darstellung. Es liegt im Rahmen der Erfindung Ersatzimpulse etwas anders gearteter Gestalt, insbesondere mit gerundeten Übergängen zwischen den Verbindungsstrecken zu konstruieren.
  • Allgemein ist noch zu bemerken, daß die Nachblldung einer durch die genannten Parameter gekennzeichneten Störspannung durch eine alternierende Folge von gleichen positiven und negativen Ersatzimpulsen geschehen soll.
  • Die maximale Amplitude der Ersatzimpulse ist gleich dem maximalen Spannungswert yA der Störspannung, Dieser Spitzenwert y bildet den Endpunkt einer Geraden der maximalen Steigung y' und der Dauer p, wobei die Einschränkung gilt, daß diese Gerade die Nullinie nicht überschreiten darf. Der Anfangspunkt dieser Geraden ist mit dem Anfangspunkt des Ersatzimpulses durch ein Geradenstück der Dauer d verbunden. Ein Geradenstück der gleichen Dauer d verbindet den Spitzenwert des Ersatzimpulses mit dessen Endpunkt. Die Gesamtdauer der Ersatzimpulse ist so gewählt, daß die Gesamtenergie gleich ist der der Störspannung, also gleich Y .
  • Der in Fig. 6 dargestellte Ersatzimpuls wird zur Ermittlung seiner Energie quadriert und intergriert, wodurch sich ergibt. Diese Gleichung läßt sich zur Bestimmung der Geradenstücke der Dauer d nach d auflösen. Es ergibt sich Werden nunmehr die Zahlenwerte für die charakteristischen Parameter Y², p, y', y eingesetzt, so ist der äquivalente Ersatzimpuls in eindeutiger Weise bestimmt.
  • In Fig. 6 ist ein positiver Ersatzimpuls und ein kongruenter negativer Ersatzimpuls dargestellt.
  • Soll nun eine Anlage hinsichtlich ihrer Anwendungsklasse geprüft werden, so müssen diese Ersatzimpulse über die Versorgungsleitungen der Anlage zugeführt werden. Wie leicht einzusehen ist, reicht es nicht aus,auf Grund eines einzigen Ersatzimpulses eine Klassifizierung durchzuführen. Daher wird eine alternierende Folge positiver und negativer Ersatzimpulse zugeführt, deren Impulsabstand x von x = O bis x * Co variiert wird. Bei x = 0 kompensieren sich hierbei die positiven und negativen Ersatzimpulse, es wird also keine Störung simuliert. Mit zunehmendem Impulsabstand ergibt sich sodann eine divergierende Folge der Ersatzimpulse.
  • Soll eine Anlage die Forderungen einer bestimmten Anwendungsklasse erfüllen, so muß die Anlage innerhalb der Abstandsvariation 0 4 x < 0. einwandfrei arbeiten. Unter Zugrundelegung der charakteristischen Parameter läßt sich durch Kenngrößen ein Klassifizierungsschema aufbauen, in das die jeweils geprüfte Anlage einzuordnen ist. Die Kenngrößen entsprechen jeweils Grenzwerten für die charakteristischen Parameter und seien in einfacher Weise durch Buchstaben wiedergegeben. Eine Kombination aus vier Buchstaben kennzeichnet somit jeweils die erprobte und gewährleistete Anwendungsklasse.
  • In Fig. 7 ist die Anordnung zur Ermittlung der charakteristischen Parameter dargestellt. Diese Anordnung besteht aus einer Torschaltung i, die einer aktuellen Störgröße jeweils in gleichen Zeitabschnitten Proben entnimmt und somit jedem Zeitabschnitt einen bestimmten Spannungswert (Momentanwert) zuordnet. Die Torschaltung 1 wird von einem Taktgenerator angesteuert, der die Torschaltung 1 jeweils für eine Zeitspanne öffnet, die kleiner ist als die kleinste Zeiteinheit von 1 psec. Die Folgefrequenz des Taktgenerators entspricht dieser Zeiteinheit und beträgt somit 1 MHz.
  • Der Torschaltung 1 ist ein Analogspeicher 2 nachgeschaltet, der jeweils den am Ende eines Taktimpulses erreichten Momentanwert festhält. Die so mit einem Zeitraster versehenen Momentanwerte werden in einem Analog-Digital-Wandler 3 binär codiert, so daß jedem Zeitbereich eine Binärkombination zugeordnet ist.
  • Die binären Variablen werden nun in einem Digitalspeicher 4 abgespeichert und einem Digitalrechner 5 zugeführt, der die charakteristischen Parameter ermittelte In Fig. 8 ist eine Anordnung dargestellt, wie sie vorzugsweise zur Prüfung einer Anlage 6 verwendet wird. Die zu prüfende Anlage 6 wird von den Versorgungsleitungen 7, 8 über ein Tiefpaßfilter 9 abgetrennt. Das Tiefpaßfilter 9 repräsentiert einen hohen Eingangswiderstand für hohe Störfrequenzen, die somit nicht bis zur Anlage 6 selbst durchgreifen können.
  • Zwischen dem Tiefpaßfilter 9 und der Anlage 6 ist in die Versorgungsleitungen der die Ersatzimpulse erzeugende Generator 10 eingefügt, dessen Spannungsquelle 11 mit der Anwendungsklasse korrespondiert, bezüglich derer die Anlage 6 geprüft werden soll. Die Spannungsquelle 11 liegt einseitig an einer Versorgungsleitung 8', während die Ersatzimpulse selbst über einen Ausgangswiderstand 12 einem Koppel-Kondensator 13 zugeführt werden, der mit seinem zweiten Belag mit der anderen Versorgungsleitung 7' verbunden ist. Die Ersatzimpulse werden also kapazitiv in die Versorgungsleitungen eingekoppelt, wobei die Folgefrequenz der Ersatzimpulse nur langsam variiert wird, um keine Resonanzeffekte zu übergehen.
  • Das erfindungsgemaXe Verfahren sowie die zur Durchführung angegebene Anordnung kann, falls erforderlich, auch auf mehr als die vier angegebenen charakteristischen Parameter ausgedehnt werden.

Claims (11)

P a t e n t a n s P r ü c h e
1. Verfahren zur Nachbildung von auf Versorgungsleitungen auftretenden Abweichungen von Ist- und Soll-Spannungen (-strömen) durch diesen im folgenden Störgrößen genannten Abweichungen äquivalente Ersatzimpulse, dadurch gekennzeichnet, daß die Störgrößen zeitlich und betragsmäßig quantisiert werden, daß aus den quantisierten Werten charakteristische Parameter der Störgrößen ermittelt werden und daß mit den charakteristischen Parametern den Störgrößen äquivalente Ersatzimpulse erzeugt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als charakteristische Parameter der Störgrößen deren maximale Amplitude y, die maximale Steigung y' sowie deren Dauer p und der maximale Energieinhalt zwischen zwei Nulldurchgängen der Störgrößen ermittelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei pèriodischen oder nicht periodischen Folgen von Störgrößen nur die Folge der positiven oder negativen Störgrößen ausgewertet wird.
1, 2 oder 3 i. Verfahren nach Anspruch / dadurch gekennzeichnet, daß die Ersatzimpulse durch einen Polygonzug mit drei Verbindungsstrecken realisiert sind, wobei die maximale Amplitude A dem entsprechenden charakteristischen Parameter entspricht und Endpunkt einer Geraden der maximalen Steigung Ay 1 und der Dauer p ist, und der Anfangspunkt dieser Geraden sowie der Endpunkt des Ersatzimpulses jeweils mit Geradenstücken gleicher Dauer d mit der Abszisse verbunden sind.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Folge alternierender kongruenter Ersatzimpulse erzeugt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch seine Anwendung zur Ermittlung einer Anwendungsklasse einer elektronischen Datenverarbeitungsanlage.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Datenverarbeitungsanlage über ihre Versorgungsleitungen alternierende Folgen jeweils kongruenter Ersatzimpulse mit variabler Folgefrequenz eingespeist werden, und eine durch die charakteristischen Parameter charakterisierte Anwendungsklasse dann als erfüllt gilt, wenn die Datenverarbeitungsanlage über den ganzen Variationsbereich der Folgefrequenz der Ersatzimpulse fehlerfrei arbeitet.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anwendungsklassen jeweils durch Grenzwerte der charakteristischen Parameter bestimmt sind.
9. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur zeitlichen und betragsmäßigen Quantisierung der Störgrößen eine Torschaltung (1) vorgesehen ist, die von einem Taktimpulw konstanter den Zeiteinheiten entsprechender Folgefrequenz abgebenden Taktgenerator angesteuert wird, und jeweils am Ende eines Taktimpulses den Momentanwert der Störgröße abgibt, daß ein Analogspeicher (2) vorgesehen ist, der die Momentanwerte abspeichert, daß ein Analog-Digital-Wandler (3) vorgesehen ist, der die mit einem Zeitraster versehenen Momentanwerte diskriminiert und somit jeder Zeiteinheit eine dem Momentanwert entsprechende Binärkombination zuordnet, daß ein Digitalspeicher (4) vorgesehen ist, der die Binärkombinationen abspeichert, und daß ein Digitalrechner (5) vorgesehen ist, der die charakteristischen Parameter der Störgröße ermittelt.
10. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Generator (10) vorgesehen ist, der entsprechend den charakteristischen Parametern die alternierende Folge kongruenter Ersatzimpulse erzeugt und diese mit variabler Folgefrequenz in die Versorgungsleitungen der Datenverarbeitungsanlage einspeist.
11. Anordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Generator (10) in an sich bekannter Weise aus einer Spannungsquelle (11) und einem Ausgangswiderstand (12) besteht, wobei die Spannungsquelle (lot) mit ihrem einen Pol galvanisch mit der Rückleitung (8') eines einphasigen Versorgungsnetzes und mit ihrem anderen Pol über den Ausgangswiderstand (12) mit dem einen Belag eines Koppelkondensators (13) verbunden ist, dessen zweiter Belag mit der zweiten Versorgungsleitung (7') des Versorgungsnetzes verbunden ist, und daß zwischen den Polen des Versorgungsnetzes und den Anschlüssen des Generators (10) an die Versorgungsleitungen (7', 8') ein Tiefpaßfilter (9) eingefügt ist.
Leerseite
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT17278U1 (de) * 2017-04-25 2021-11-15 Tridonic Gmbh & Co Kg Elektrisches Betriebsgerät zum Erkennen von transienten Störimpulsen in einem Stromversorgungsnetz

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AT17278U1 (de) * 2017-04-25 2021-11-15 Tridonic Gmbh & Co Kg Elektrisches Betriebsgerät zum Erkennen von transienten Störimpulsen in einem Stromversorgungsnetz

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