DE2206792A1 - Korrosionsbestaendige dichtung - Google Patents
Korrosionsbestaendige dichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine korrosionsbeständige, elastische, in Bohrungen von Halteplatten einsetzbare Dichtung zur Aufnahme
von in den Bohrungen gehaltenen, korrionsbeständigen Rohren, vorzugsweise in Rohrbünde!wärmetauschern.
Es sind Metallrohrbündel-Wärmetauseher bekannt, bei denen
eine bestimmte Anzahl von parallel zueinander angeordneten Rohren in zwei oder mehr Rohrhalteplatten zur Bildung von
Gaskammern eingespannt sind. Solche Wärmetauscher werden in den verschiedensten Anlagen, wie Kraftwerken, Chemieanlagen,
Müllverbrennungsani igen usw., z.B. als Luftvorwärmer und ähnliche
Wärmetauscher eingesetzt. In ihnen erfolgt je nach Gasführung die Aufwärmung eines durch die Rohre oder um diese
streichenden Gases durch ein heißes, um die Rohre oder durch diese strömendes aggressives Prozeßgas. Dieses kondensiert
. den durch das Abkühlen beim Wärmeaustausch an den Rohren und/ilohr-
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PostsdicA: Frankfurt/Main 6763
Bank: Dresdner Bank AG, Wiesbaden, Konto-Nr. 276 807
halteplatten, bildet eine Säure und zerstört im Laufe der Zeit die Stahlrohre, und zwar stärker als die iohrhalteplatten,
da letztere aus konstruktiven Gründen dicker und daher widerstandsfähiger sind.
Um die Wirtschaftlichkeit solcher Wärmetauscher zu erhöhen,
ist man deshalb dazu übergegangen, statt Stahlrohren korrosionsfeste
Rohre, z.B. aus Glas,zu verwenden. Hierdurch hat man zwar die Korrosion der Rohre ausgeschaltet, jedoch
sind die bis zu 30 mm starken Rohrhalteplatten weiterhin der korrodierenden Wirkung der Säure ausgesetzt.
Hinzu kommt das Dichtungsproblem. Die ibdichtung der in
den Bohrungen der Halteplatten sitzenden korrosionsfesten
Rohre gegenüber dieser Halteplatte geschah bisher mittels
üblicher Dichtungsmaterialien, wie z.B. Blauasbest, der in Form einer Manschette um das Rohr liegt. In diese wie ein
Docht wirkende Dichtung dringt nicht nur die sich beim Kondensieren der aggressiven Prozeßgase bildende Säre, andern
auch, das beim Angriff der Säure auf die Halteplatten entstehende Korrosionsprodukt ein. Die Blauasbestmanschette
verhärtet sich unter Volumenzunahme. Es bildet sieh nämlich in der Bohrung ein sehr voluminöses Korrosionsprodkt,
das sich in und um die Dichtung anlagert, wodurch diese ihre Elastizität verliert und dadurch die Rohre Schaden nehmen.
Der Einsatz teurer korrosionsfester ttohre, z.B. Glasrohre,
gegenüber Stahlrohren, wird dadurch wieder unwirtschaftlich.
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Es sind zwar Dichtungen in Form von Muffen bekannt, die
im Axialschnitt eine solche bogenförmige Gestalt haben, daß die Enden des Bogens von dem korrosionsfesten liohr
entfernt, in einen Flansch auslaufend an der Halteplatte anliegen, während im mittleren Bereich zwischen den Enden
des Bogens zwischen der Dichtungsmuffe und der Innenwand
der Bohrung in der Halteplatte ein Dichtungsring eingeklemmt wird, der die eigentliche Dichtfläche dem Rohr
gegenüber erzeugt. Der besagte Dichtungsring besteht aus einem Werkstoff, der leichter verformbar ist als der die
Muffe bildende Werkstoff. Die vorbeschriebene bekannte Dichtung hat jedoch den Nachteil, daß einerseits nur eine
einzige Dichtlippe zwischen dem Rohr und der Dichtung gebildet wird und andererseits infolge der sich vom Rohr zu
den Flanschen hin entfernenden Krümmung des Bogens dieser beim Einstecken der korrosionsfesten üohre entgegen seiner
Krümmung so durch den Druck gerade gebogen wird, daß die Itandflansche, die gegen die Halteplatte ebenfalls abdichten
müssen, von dieser abgehoben weilen. Darunter leidet die Dichtung erheblich, so daß die Funktionsweise dieser
bekannten Dichtung nicht in zufriedenstellender Weise gewährleistet ist.
Es besteht daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine korrosionsbeständige Dichtng der eingangs genannten Art zu schaffen, die trotz Verformung der Dichtung beim
Einstecken der Rohre in die Bohrung der Halteplatte in zuverläss^r Weise dichtend bleibt, die unter Wahrung
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ihrer Elastizität nicht von den korrosiven Medien angegriffen
wird und Ausdehnungsräume für etwa auftretende Korrosionsprodukte freiläßt, wodurch eine absolute Funktionssicherheit
fast unbegrenzt sichergestellt ist, wobei die Dichtung leicht zu montieren ist.
Erfindungsgemä.i wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die
Dichtung im Axialschnitt eine solche bogenförmige Gestalt hat, daß die Enden des Bogens unter Bildung von
Dichtlippen am Rohr anliegen und daß an den Enden des Bogens sich radial nach außen erstreckende Flansche vorgesehen
sind, von denen mindestens der an der korrosionsgefährdeten Seite der Halteplatte anzubringende Dichtflansch
eine plane, zur Abdichtung gegenüber der Halteplatte bestimmte Dichtfläche aufweist, während der andere
Halteflansch mindestens teilweise eine kegelige Außenfläche aufweist.
Durch die letztgenannte Außenfläche ist bei der Montage die Dichtung leicht in die Bohrungen der Halteplatte hineinzuschieben,
weil die kegelige Fläche gleichzeitig ein Zentrieren und ein leichtes Zusammendrücken des Halteflansches
ermöglicht, so daß dieser durch die Bohrung in der Halteplatte hindurchgedrückt werden kann, bis er auf der anderen
Seite herausschnappt. Die Gestalt des Bogens gemäß
der Erfindung ist gerade entgegengesetzt der der bekannten Dichtungen, wodurch die Flansche beim Hindurchschieben
des Rohres während der Montage in vorteilhafter Weise
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an die Halteplatte angedrückt werden, anstatt von dieser
abgebogen zu werden. Der Bogen sorgt in weiterer vorteilhafte-r
Weise für eine hervorragende Elastizität der Dichtung und läßt gleichzeitig durch seine geschickt gewählte
Gestalt Bäume frei, insbesondere zwischen der in
der Hegel aus Stahl bestehenden Halteplatte und der Dichtung selbst, in die möglicherweise sich bildende Korrosionsprodukte
eindringen und in denen sie sich ablagern können, ohne die Elastizität der Dichtung zu vermindern.
Erstmals ist es erfindungsgemäß erkantt worden, daß die
Anordnung einer Dichtfläche, nämlich zwischen dem DichtjLansch und der Halteplatte, ausreicht. In überraschender
Weise hat sich als weiterer Vorteil jedoch gezeigt, daß durch die Berührungsstelle des Bogens an der Halteplatte
und bei geeigneter Ausbildung auch die Berührung zwischen dem Halteflansch und der Halteplatte zusätzliche Dichtungen
zwischen der Halteplatte und der Dichtung gegeben sind. Die Abdichtung zwischen dem einzusetzenden Rohr und der
erfindungsgemäßen Dichtung ist durch die beiden oben beschriebenen
Dichtlippen an den Enden des Bogens in jedem Falle eine hervorragende und betriebssichere Dichtung, zumal
sie sogar als Doppeldichtung wirkt.
Der Bogen der erfindungsgemäßen Dichtung läuft über etwa
60 - 100°, wobei die an den Bogenenden angeordneten Plansche unter einem spitzen Winkel angesetzt sein können, der dannimmer
im Axialschnitt gesehen - die Dichtlippe bilden kann. Durch die beiden Flansche werden die Rohre in der Halte-
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platte aufgenommen und gehaltert.
Die Dimensionierung der erfindungsgemäßen Dichtung kann so gewählt sein, daß Tolerizen der Rohre und/oder Bohrungsdurchmesser ohne Beeinträchtigung der Abdichtwirkung aufgenommen
werden,. Die Toleranz des Rohraußendurchmessers kann ± 1 mm oder mehr betragen, ohne daß - durch Wärmespannungei
verursachte Maßänderungen - die Rohre Schaden nehmen oder der Dichtungseffekt verloren ginge.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weist der
Halteflansch an seiner Stirnseite eine kegelige und zylindrische
Außenfläche auf, wobei die zylindrische Außenfläche auf der Außenseite liegt. Hierdurch wird die Montage noch
weiter erleichtert. Beim Einsetzen der erfindungsgemäßen
Dichtung kann diese nämlich zunächst längs der zylindris chen Außenfläche in die Bohrung der Halteplatte hineingesteckt
werden und danach bis zum Endsitz hineingeschlagen werden. Dieses Merkmal spielt in der Großmontage eine entscheidende
Rolle.
Die Dichtung kann aus jedem säurebeständigen, verformbaren,
elastischen Material bestehen. Bevorzugt ist erfindungsgemäß Polytetrafluoräthylen.
Weiterhin ist es erfindungsgemäß besonders zweckmäßig, wenn zwischen der Innenseite des Dichtflansches und der korrosionsgefährdeten
Seite der Halteplatte eine Folie aus korro-309833/0735 _ 7 _
sionsbestLoidigem Material eingeklemmt ist. Das Material
für diese Folie kann das gleiche wie das der Dichtung sein, insbesondere Polytetrafluoräthylen. Die JHLie dient
dem Schutz der Rohrhalteplatte gegen Korrosion und wird auf diese aufgelegt. Somit besitzt die Schutzfolie kreis*-
runde Öffnungen, die bei einem weiteren bevorzugten Auslhrungsbeis
pie 1 der Erfindung kleiner als die Durchmesser der Rohre bzw. Durchmesser der Bohrungen in den Rohrhalteplatten
sein können. Bei der Montage legt sich dann der innere 5land der Folie längs des Umfangs der Öffnung etwas
um und schützt in noch wirksamerer Weis e die aus Stahl bestehende Halteplatte gegen Korrosionswirkungen der aggresiven
Wärmeprodukte.
Weitere Vorteile , Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der beiliegenden
Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 den Axialschnitt durch die Rohrhalteplatte, die erfindungsgemäße
Dichtung und das Rohr,
Fig. 2 die Korrosionsschutzfolie, die vom Dichtflansch der erfindungsgemäßen Dichtung eingeklemmt ist und
Fig. 3 einen ähnlichen Schnitt, wobei der Halteflanseh der
erfindungsgemäßen Dichtung anders ausgebildet ist.
Die Dichtung 17 ist gemäß allen Figuren in der nicht näher 309833/0735 ' a
bezeichneten Bohrung der Halteplatte 3 eingesetzt gezeichnet, wobei angedeutet ein^lasrohr 5 in die Dichtung 17 eingeschoben
gezeigt ist. Die Dichtung hat einen Dicht flansch 4 und einen Halteflansch 1. Der Bogen 8 verbindet die beiden
Flansche 1, 4 und bildet an seinen beiden Enden Dichtlippen 9 und 10. Hierdurch wird zwischen dem Glasrohr 5
und der Dichtung 17 von dem Bogen 8 ein Raum 2 eingeschlossen.
Auf der Seite zwischen der Halteplatte 3 und der Dichtung wird im wesentlichen durch die plane Dichtfläche 11 eine
Abdichtung gegen das Eindringen korrosiver Gase oder Flüssigkeiten in die gebildeten Räume 6 gebildet. Sollte im
Laufe der Zeit dennoch durch die aggressiven Medien die Halteplatte 3 abgetragen werden und Korrosionsprodukte an
der Dichtfläche Ii entlangkriechen, so können diese in den freigelassenen Räumen 6 gesammelt werden, ohne daß die Elastizität
der Dichtung hierdurch beeinträchtigt würde. Eine zusätzliche Dichtwirkung tritt noch durch die Ringfläche 12
und die Dichtfläche 13 am Halteflansch auf.
Die AusfUhrungsform der erfindungsgemäßen Dichtung nach
Fig. 1 weist eine kegelige Außenfläche 14 auf. Außerdem besitzt der Halteflansoh 1 einen kleineren Außendurchmesser
als der Dichtflansch 4. Hierdurch kann das Einschieben der Dichtung bei der Montage in die Bohrung de Halt eplatte 3
hinein leichter vorgenommen werden, da nur ein geringeres
Sindrücken mit Hilfe des Konus bzw. der Kegelfläche 14 notwendig ist. Der Außendurchmesser des Halteflaisches 1 kann
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noch weiter verringert werden als in den. Ausführung sbeispielen gezeigt ist.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausfiihrungsform ist zwischen
der Innenseite des Dichtflansches k und der korrosionsgefährdeten
Seite der Halteplatte 3 eine Folie 7 aus PoIytetrafluoräthylen
eingeklemmt. Die Außenfläche des Halteflansches 1 ist bei dieser Ausfiihrungsform ebenfalls nur
kegelig .
Dagegen ist nach Fig. 3 der Halteflansch mit einer Außenfläche versehen, die von außen her mit einem zylindrischen
platte hin. Teil 15 beginnt und siehzur Halte in den kegeligen Teil
Ik fortsetzt. Somit kann vor der Montage die Dichtung 17 längs der Höhe der zylindris chen Außenfläche 15 in die Bohrung
der Halteplatte 3 eingesetzt werden. Durch ein oder zwei kräftige Schläge kann die Dichtung dann leicht in den Endsitz
gemäß den Figuren 1-3 gebracht werden. Aus Fig. 3 ist außerdem noch deutlicher als den vorhergehenden figuren
zu erkennen, daß der Außendurchmesser des Halteflansches
geringer als der des Dichtflansches 4 ist.
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- ίο -
Claims (4)
- PatentansprücheKorrosionsbeständige, elastische, in Bohrungen von Halteplatten einsetzbare Dichtung zur Aufnahme von in den Bohrungen gehaltenen, korrosionsbeständigen Rohren, vorzugsweise in Rohrbündelwärmetauschern, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung (17) im Axialschnitt eine solche bogenförmige Gestalt hat, daß die Enden des Bogens unter Bildung von Dichtlippen (9, 10) am Rohr (5) anliegen und daß an den Enden des Bogens (8) sich radial nach außen erstreckende Flansche (l, 4) vorgesehen sind, von denen mindestens der an der korrosionsgefährdeteiyäeite der Halteplatte (3) anzubringende Dichtflansch (4) eine plane, zur Abdichtung gegenüber der Halteplatte (3) bestimmte Dichtfläche (ll) aufweist, während der andere Halteflansch (1) mindestens teilweis e eine kegelige Außenfläfee (lh) aufweist.
- 2. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Halt eflansch (l) an seiner Stirnseit e eine kegelige und zylindrische Außenfläche (15) aufweist.
- 3. Dichtung nach. Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus Polytetrafluoräthylen/besteht.
- 4. Dichtung nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Innenseite des Dichtflansches (h) und- 11 309833/0735der korrosionsgefährdeten Seite der Halteplatte (3) eine Folie (7) aus korrosionsbeständigem Material eingeklemmt309833/0735Leerseite
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Cited By (3)
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Families Citing this family (2)
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| BE795188A (fr) | 1973-08-09 |
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