DE2206309A1 - Vorrichtung zum zufuehren von energie zu einem auf einer fahrbahn beweglichen stromverbraucher, insbesondere einer kranlaufkatze - Google Patents
Vorrichtung zum zufuehren von energie zu einem auf einer fahrbahn beweglichen stromverbraucher, insbesondere einer kranlaufkatzeInfo
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Description
- ried. Krupp Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Essen Vorrichtung zum Zuführen von Energie zu einem auf einer Fahrbahn beweglichen Stromverbraucher, insbesondere einer Kran-Laufkatze Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Zuführen von Energie zu einem auf einer Fahrbahn bejeglichen Stromverbraucher, insbesondere einer Eran-Laufkatze, durch ein Kabel mit Kabel-Stützmitteln, von denen einen am Stromverbraucher, ein weiteres nahe dem dem Kabel-Festpunkt zugewandten Ende der Fahrbahn sitzt und wenigstens ein weiteres dazwischen parallel zu dem Stromverbraucher fahrbar ist, wobei durch Zugmittel die Abstände der Kabel-Stützmittel voneinander aut Strecken beschrankt sind, die kleiner sind als die Längen der zwischen den Kabel-Stützmitteln befindlichen Kabel-Absechnitte. wenn bei einer solchen Vorrichtung beispielsweise eine Laufkatze aus ihrer Endstellung in der Nähe des Kabel-Festpunktes heraus verfahren wird, werden die fahrbaren T!abelStiitzmittel, die zunächst mit dem girlandenartig durchhängenden Kabel dicht nebeneinander angeordnet waren, nacheinander jeweils dann in Bewegung gesetzt, wenn durch die Bewegung des jeweils vorlaufenden Kabel-Stützmittels das betreffende Zugmittel, z.B. ein Seil, straff gespannt worden ist, Das ist jedesmal mit einer großen :Beschleuniung des betreffenden Kabel-Stützmittels verbunden, da dieses aus dem Stillstand heraus plötzlich die Geschwindigkeit der Laufkatze annchmen muß.
- Die hierbei auftretenden Beschleunigungen sind bei den heute angestrebten hohen Xatzfahrgeschwindigkeiten u.U. ein Vielfaches der Erdbeschleunigung0 Die damit verbundenen Stöße verursachen störende, schlagartige geräusche und führen zu raschem Verschleiß oder gar zum Bruch der Zugseile oder der Befestigung.smittel oder auch der Kabel.
- Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der genannten Art so zu gestalten, daß auch bei großen i'ahrgeschwindigkeiten der Stromverbraucher, insbesondere bei hohen Katzfahrgeschwindigkeiten, Schäden an den Zugmitteln und den Befestigungsmitteln sowie an den Kabeln weitgehend vermieden werden.
- Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Zugmittel über Pufferkörper aus Zellkunststoff an den Kabel-Stützmitteln befestigt sind. Zweckmäßig werden die Zugmittel durch Hohlräume der Pufferkörper hindurchgesteckt und stützen sie sich mit ihren aus den Hohlräumen herausragenden Enden über Kolben gegen die Pufferkörper, die sich ihrerseits gegen an den Kabel-Stützmitteln befestigte Widerlager stützen.
- Durch die Erfindung wird der Fortschritt erzielt, daß dank der Zusammendrückung der aus Zellkunststoff bestehenden Pufferkörper schädliche Beschleunigungs-Spitzen vermieden und überdies dank der dämpfenden Wirkung des Zellkunststoffes achschwi-ngungen nach der jeweiligen Beschleunigung eines Kabel-Stützwagens sehr rasch verebben. Folglich ist für die Bemessung der Pufferkörper nur das Verhalten der Vorrichtung während der Zusammendrückung der Pufferkörper von Bedeutung.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt; und zwar zeigen Fig. 1 bis 4 schematisch eine Laufkatze mit ihrer Fahrbahn und einem von Kabel-Wagen gestützten Kabel in Seitenansicht bei verschiedenen Stellungen, Fig. 5 in größerem ISaßstab einen Kabel-Wagen in Seitenansicht und Fig. 6 eine Vorrichtung zum Befestigen eines Seiles an einem Kabel-Wagen in einem Axialschnitt.
- Die Laufkatze 1 läuft auf Schienen 2. In der Nähe des einen Endes der Katzfahrbahn befindet sich der Festpunkt 3 des 7bels 4, durch das den Motoren der Laufkatze 1 Strom zugeführt wird0 Es ist an dem von dem Festpunkt 3 abgewandten Ende der Laufkatze 1 in diese eingeführt.
- Das Kabel 4 wird durch mehrere sattelartige Auflager gestützt, auf denen es festgeklemmt ist. Eines der Auflager, das mit 5 bezeichnet ist, ist unterhalb der Schienen 2 in der Nähe des Festpunktes 3 ortsfest angebracht 0 Ein weiteres Auflager 6 sitzt an einen Arm 7, der an dem von dem Festpunkt 3 abgewandten Ende der Laufkatze 1 von dieser aus nach unten ragtO Zwei weitere Auflager 8,9 sitzen an Kabel-wagen 10 bzw. 11, die mit zwei Paaren von ollen 13 auf einer unterhalb der Schienen 2 verlegten Schiene 14 laufen, E ist aber auch möglich, das die Fahrbahn für die Kabel-Wagen höher liegt als die Katzfahrschienen, um z.B. bei Gießkranen die Kabel vor der Strahlungswärme zu schützen, die von unten aufsteigt. Hierbei ragt von der Laufkatze ein Arm nach oben, der Auflager für die Kabel trägt.
- Die Xabelwagen 10,11 sind miteinander sowie mit einer das Auflager 5 tragenden Halterung 15 und mit dem Arm 7 durch Seile 16,17,18 verbundene Deren Länge ist etwas geringer als die Länge jedes Kabel-Abschnittes zwischen den Befestigungsstellen auf den Auflagern 5,8,9,6.
- Vienn sich die Laufkatze 1 in der aus Fig. 1 ersichtlichen Endstellung in der Nähe des Festpunktes 3 des Kabels 4 befindet,sind die Kabel-Wagen 10 und 11 sowie der Arm 7 dicht hintereinander und hinter der ortsfesten Halterung 15 aufgefahren. Babei hängt das Kabel zwischen den Auflagern 5,8,9,6 girlandenartig durch, es bildet also nach unten gerichtete Schleifen. Innerhalb dieter Schleifen hängen die Seile 16, 17, 18.
- Statt eines Kabels 4 können auch zwei cder mehr kabel an die Laufkatze 1 od. dglo angeschlossen werden, die dann an den Kabel-Wagen, der ortsfesten Halterung und dem an der Laufkatze sitzenden Arm in zwei bzw. mehr übereinander angeordneten sattelartigen Auflagern befestigt sind, Fig. 5 zeigt beispielsweise, daß an dem Eabel-Wagen 10 zwei sattelartige Auflager 8,8t für wei Kabel 4,41 übereinander befestigt sind.
- Zur Befestigung der Seile 16,17,18 an den Kabel-Stützmitteln, d.h. an der ortsfesten Halterung 15, den Kabel-Wagen 10,11 und dem Arm 7 dienen die im folgenden beschriebenen Mittel.
- Wie insbesondere Fig. 5 und 6 zeigen, sind die Enden jedes Seiles, z.B. 16, in je ein Rohr 19 eingeführt und dort von je einem Pufferkörper 20 aus Zellkunststoff gehalten, Der Pufferkörper 20 hat zylindrische Gestalt und liegt, wenn er nicht belastet ist, innerhalb des Rohres 19 mit einem radialen Spiel. Er hat einen zylinderförmigen Hohlraum 21, der sich durch den Pufferkörper 20 hindurch mittig in Längsrichtung erstreckt. Durch den Hohlraum 21 ist das Seil 16 hindurchgeführt. Es hat, wenn der Pufferkörper 20 nicht belastet ist, gegenüber diesem ein radiales Spiel.
- Das aus dem Hohlraum 21 herausragende Ende ist mit einer Scheibe 22, die an der einen Stirnfläche des Pufferkörpers 20 anliegt, in bekannter Weise durch Verguß fest verbunden. Es ist fächerartig erweitert und in einer trichterförmigen Öffnung eines Ansatzes 23 der Scheibe 22 vergossen. Naturgemäß kann das Ende des Seiles auch in irgendeiner anderen Weise, z030 durch eine Klemmverbindung, an der Scheibe 22 befestigt sein.
- Der Pufferkörper 20 stützt sich mit seiner der Scheibe 22 gegenüberliegenden Stirnfläche gegen eine ringförmige Scheibe 24, die an dem einen Ende des Rohres 19 in diesem durch Gewinde oder mittels eines Sprengringes befestigt ist. In die Scheibe 24 ist achsmittig eine Buchse 25 eingesetzt, durch welche das Seil 16 mit Spiel hindurchtritt. Diese Buchse besteht aus verschleißfestem Werkstoff.
- Das Rohr 19 ist an dem der Scheibe 24 gegenüberliegenden Ende zusammengequetscht. Die so gebildete Lasche 26 hat eine Bohrung 27. Durch diese wird ein Gelenkbolzen 28 (Fig. 5) hindurchgestec'rt, mittels dessen das Rohr 19 gelenkig z.B. an dem Kabel-Wagen 10, befestigt wird.
- Wenn die Laufkatze 1 aus der Endstellung nach Fig. 1 auf den Schienen 2 gefahren wird, wird das Seil 18, nachdem die Laufkatze in die aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung gelangt ist, straff gespannt, wobei das Kabel 4 zwischen den Auflagern 9 und 6 noch etwas durchnängt. Beim Weiterfahren der Laufkatze 1 wird der Kabel-Wagen 11 mitgenommen. Doch wird er nicht in schädlicher Weise beschleunigt, weil die Pufferkörper 20, über welche sich das Seil 18 an seinen beiden Enden mit den Rohren 19 auf den Arm 7 und den Kabel-Wagen 11 stützt, zusammengebrückt werden. Da hierbei die Pufferkörper 20 sich in radialer Richtung ausdehnen, verschwindet sowohl das Spiel gegen über dem Rohr 19 als auch das Spiel gegenüber dem Seil 18. Infolgedessen wirken Reibungskräfte zwischen den Rohren 16, den Pufferkörpern 20 und dem Seil 18.
- Hierdurch wird die Pufferwirkung bei der Belastung des Seiles 18 erhöht und bei dem darauffolgenden Rückgang der in dem Seil 18 herrschenden Zugspannung eine Dämpfung erreicht, u.z.w. zusätzlich zu der Eigendämpfung in dem Zellkunststoff der Puffer0 Entsprechende Wirkungen treten auf, wenn die Laufkatze 1 in die Stellungen nach Fig.3 und 4 gelangt, also auch der Kabel-Wagen 10 durch das plbtzlich straff gespannte Seil 17 mitgenommen cowie schließlich das Seil 16 straff gespannt wird0 In jedem Fall werden hohe Beschleunigungslmäfte und - dank der erwähnten Dämpfung - schädliche Nachschwingungen vermieden.
- Der Zellkunststoff der Pufferkörper 20 kann beispielsweise ein geschäumtes Elastomer, beispielsweise Polyurethan, sein. Vorzugsweise haben die Zellkunststoff-Pufferkörper geschlossene Gasbläschen derart, daß die Pufferkräfte um so höher sind, je größer die Geschwindigkeit ist, mit der die Pufferkörper zusammengedrückt werden0
Claims (2)
- P a t e n t a n s p r ü c h e : Vorrichtung zum Zuführen von Energie zu einem auf einer Fahrbahn beweglichen Stromverbraucher, insbesondere einer Kranlaufkatze, durch ein Kabel mit @ubel-Stützmitteln, von denen eines am Stromverbraucher, ein weiteres nahe dem dem Kabelfestpunkt zugewandten Ende der Fahrbahn sitzt und wenigstens ein weiteres dazwischen parallel zu dem Stromverbraucher fahrbar ist, wobei durch Zugmittel die Abstände der Kabel-Stützmittel voneinander auf Strecren beschränkt sind, die kleiner sind als die Längen der zwischen den Kabel-Stützmitteln befindlichen Kabel-Abschnitte, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Zugmittel (16, 17, 18) über Pufferkörper (20) aus Zellkunststoff an den Kabel-Stützmitteln (15, 10, ii, 7) befestigt sind.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Zugmittel (16, 17, is) durch Hohlräume (21) der Pufferkörper (20) hindurchgesteckt sind und sich mit ihren aus den Hohlräumen herausragenden Enden über Scheiben (22) gegen die Pufferkörper (20) stützen, die sich ihrerseits gegen an den Kabel-Stützmitteln befestigte Widerlager (24) stützen, 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pufferkörper (20) in Rohren (19), welche die Widerlager (2T) aufweisen, derart untergebracht sind, daß sie im unbelasteten Zustand gegenüber der Rhhrwandung Spiel haben und bei Belastung durch die Zugmittel der Zellkunststoff gegen die Rohrwandung gepreßt wird0 40 Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugmittel (16, 17, 18) im unbelasteten Zustand innerhalb der Hohlräume (21) der Pufferkörper (20) radiales Spiel aufweisen, aber bei Belastung die Hohlräume (21) so verengt werden, daß der Zellkunststoff gegen die Zugmittel gepreßt wird0 5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Widerlagern (24) abgewandten Enden der Rohre (19) zasammengequetscht sind und Bohrungen (27) für kittel (-28) zum Befestigen der Rohre an den Kabel-Stützmitteln (15, 10, 11, 7) haben 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlager an den Rohren (19) befestigte Scheiben (24) sind und in diese verschleiB-feste Buchsen (25) zum Durchleiten der Zugmittel ( 16, 17, 18) eingesetzt sind.L e e r s e i t e
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1972
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