DE2205089A1 - Sieblose Schleuder für Flüssigkeiten - Google Patents
Sieblose Schleuder für FlüssigkeitenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine sieblose Schleuder zur Trennung zweier Flüssigkeiten von verschiedenem spezifischem Gewicht,
mit einer hohlen Trommel und Auslassen für den schweren und den leichten Anteil.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln eine wirtschaftlich herstellbare und den beschriebenen Zwecken
besonders zuverlässig entsprechende sieblose Schleuder der eingangs erwähnten Art zu schaffen, die die Trennung der
Flüssigkeiten unabhängig davon bewirkt, ob dabei auch eine Trennung von Feststoffteilchen von Flüssigkeit stattfindet.
KLne uLeb Lose Schleuder zeichnet sich nach der Erfindung
dadurch aus, daß die Trommel einen Verteilerbereich zur Aufnahme des zufließenden Flüssigkeitsgemischs mit Auslässen
·ί.\\ e iiier Atitriebakammer und zu einer Trennkammer, und die
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Trennkammer Auslässe für den schweren und den leichten Anteil aufweist.
Zweckmäßig ist einer der zuletzt genannten Auslässe zur Antriebskammer
hin geführt, so daß die Flüssigkeit zur Unterstützung des Trommelantriebes statt zu Schmier- bzw. anderen
Zwecken benutzt werden kann.
Mit Vorteil sind im Verteilerbereich sowohl Düsen zum Einleiten von Flüssigkeit in die Trennkammer als auch Düsen zum
Zuführen von Flüssigkeit in die Antriebskammer vorgesehen und so angeordnet bzw. vorwählbar und/oder einstellbar ausgebildet,
daß der Flüssigkeitsstrom auf die beiden Kammern aufteilbar ist. Ist die Drehgeschwindigkeit der durch die aus der Antriebskammer
austretende Flüssigkeit angetriebenen Trommel zu langsam, so kann diese Geschwindigkeit durch Verändern
des in die Antriebskammer gerichteten Flüssigkeitsstromes erhöht werden, während die in die Trennkammer einfließende
Flüssigkeitsmenge verringert wird. Normalerweise sind die Kenngrößen der Düsen entsprechend einer speziellen Aufgabenstellung
gewählt. Es ist jedoch möglich, eine viskositätsabhängige, selbsttätige Steuerung vorzusehen. Dadurch ist die
Verweilzeit der Flüssigkeit in der Trennkammer beeinflußbar, so daß,je nach Bedarf, durch Erhöhen bzw. Verringern des
Trennungsgrades die Flüssigkeit zur Verfügung steht, die zum Antrieb der Trommel mit der zweckmäßig gewählten Geschwindigkeit
erforderlich ist. Die aus dem Verteilerbereich in die Antriebskammer führenden Düsen sind vorzugsweise gegen
die radial äußeren Teile der Trommel gerichtet, während die in die Trennkammer führenden Düsen vorzugsweise nahe der
Drehachse angeordnet sind.
Zum Anschluß des Ver beilerbireiches an die Ausfcrittskammer
sind zweckmäßig vier im gleichwinkligen Abstand, d.h. jeweils
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von 90°, voneinander angeordnete Düsen vorgesehen, während zwei den Verteilerbereich mit der Trennkammer vebindende Düsen
zweckmäßig einander dianefcral gegenüberliegen.
Zum Abführen des schweren Anteils, der sich an einer radial außen liegenden Wand der Trommel ansammelt, dient eine Vielzahl
den Verteilerbereich durchsetzender Rohre, die den schweren Anteil aus dem Außenbereich der Trommel abführen
und in die Antriebskammer leiten. Dabei ist der Flüssigkeit der leichte Anteil bereits in großem Maße entzogen. Hierbei
können drei bzw. vier derartiger Rohre bzw., je nach Bedarf, eine ringförmige Rohrleitung vorgesehen sein. Der leichte
Anteil fließt zur weiteren Verwendung aus der Trommel von einer in radialer Richtung innen gelegenen Trommelwand ab. Es
ist daher möglich, den leichten Anteil kontinuierlich zu trennen, so daß der dex" Antriebskammer zufließende schwere
Anteil immer weniger leichten Anteil enthält. Nach dem Trennen kann sowohl der schwere als auch der leichte Anteil in einem
Prozeß bzw. zur Herstellung eines Produktes verwendet v/erden, während sie als Gemisch des einen mit dem anderen ungeeignet
waren.
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen mehrerer Ausführungsbeispiele mit weiteren Einzelheiten
erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine sieblose Schleuder und
Fig. 2 und 3 Einzelheiten zweier Ausführungsformen von Ventilen, wie sie in der Schleuder nach Fig. 1
verwendbar sind.
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-A-
Die Vorrichtung besitzt ein Gestell 1 mit einem feststehenden, eine Trommel 2 umhüllenden Gehäuse. Ein Gemisch aus Flüssigkeiten
von verschiedenem spezifischem Gewicht ist über einen Einlaß 3 im Gestell und über Durchlässe 4, 6 und 7 im Gestell
und Durchlässe 8 und 9 in der Trommel in einen Verteilerbereich 10 einleitbar, der in der Trommel von Ringplatten 41
und 42 begrenzt ist.
Die Verteilung des Flüssigkeitsgemischs erfolgt durch in
radialer Richtung innen und außen angeordnete Düsen 12 und 14 in eine über der Ringplatte 41 gelegene Trennkammer 11 und
in eine unter der Ringplatte 42 gelegene Antriebskammer 13.
Die Düsen 12 und 14, von denen jeweils nur eine gezeichnet ist, sind in längs des Umfangs verteilten Gruppen angeordnet. Der
Antriebskammer 13 sind ebenfalls zwei Antriebsdüsen 19 und 20 zugeordnet, die über den Förderdruck des Flüssigkeitsgemischs
eine tangentiale Gegenkraft erzeugen und damit der Trommel 2
eine Drehbeschleunigung erteilen.
Die Trommel 2 weist eine Innenhülse 22 auf, die um eine feststehende
Welle 21 drehbar ist. Die Innenhülse 22 befindet sich in radialem Abstand von einer Außenhülse 43» so daß
zwischen beiden ein ringförmiger Durchlaß 23 gebildet ist, der koaxial zur Welle angeordnet ist und der Rückführung des
getrennten leichten Anteils dient. Die bereits erwähnten Durchlässe 8 und 9 sind zur Zuführung von Flüssigkeitsgemisch
in den Verteilerbereich 10 durch die Hülsen 22 und 43 hindurchgeführt.
Ein weiterer, in die Hülse 43» nahe deren oberem Ende, eingearbeiteter
Durchlaß 24 dient dazu, den in der Trennkammer 11 um die Hülse 43 herum nach oben gestiegenen getrennten leichten
Anteil in den Durchlaß 23 und von dort über die Durchlässe 25 und 26 aus der Trommel heraus zu leiten. Die eingetragenen
Pfeile A bezeichnen die Strömungürichtuiiß des leichten Anteils
in die Schleuder hinein und aus dieser heraus.
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Der Strömungsweg des in der Trennkammer 11 abgeschiedenen und gegen die in radialer Richtung äußeren Wände der Trommel 2
geschleuderten schweren Anteils ist durch Pfeile B bezeichnet.
Eine Anzahl kreisförmig angeordneter Rohre 28 sind mit ihren oberen Enden längs des Umfanges einer im oberen Bereich der
Trommel vorgesehenen kreisrunden Platte 30 fest gehaltert und
durch diese Platte hindurchgeführt. Mit ihren unteren Enden sind die Rohre 28 durch die obere und die untere Ringplatte
41 bzw. 42 hindurchgeführt und mit diesen fest verbunden. Der in Richtung des Pfeiles B strömende schwere Anteil fließt
in den Rohren 28 nach unten in die Antriebskammer 13» der
über die Düsen 14 bereits Flüssigkeitsgemisch zugeführt wird. Der schwere Anteil an dem der Antriebskammer zugeleiteten
Plussigkeitsgemisch wird dadurch immer größer, obwohl aus
dem Kreislauf weiterer leichter Anteil zugesetzt wird. Bei Verwendung beispielsweise in Verbindung mit einem Ölkreislaufsystem,
in welchem sich dem Öl Kühlwasser beimischt, kann, nach einer ersten Trennung im Verteilerbereich 10, das Wasser
hauptsächlich zum Antrieb der Trommel verwendet werden, während die über den Durchlaß 26 in den Kreislauf wieder eingespeiste
Flüssigkeit sich überwiegend aus Öl zusammensetzt.
Anstelle der Rohre 28 kann ein Ringkanal bzw. eine ringförmige Rohrleitung vorgesehen sein. Den Düsen 12 und 14 kann, abweichend
von der dargestellten Ausführungsform, eine selbsttätige
Steuereinrichtung, die auf Viskositätsunterschiede anspricht, zugeordnet sein, welche, in die Düsen 12 und 14
eingebaut, durch Verlängerung der Verweilzeit in der Trennkammer in dieser, je nach Zusammensetzung des durch die
Düsen eingeführten Flüssigkeitsgemische, eine stärkere
Trennung bewirkt.
Fig. 2 zeigt, wie bei Verwendung eines Regelventils des Typs mit geteilter Hülse anstelle der Düse 12 der in die Trennkammer
11 gerichtete Flüssigkeitsstrom beinflußbar ist. Dieses
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Ventil besitzt ein einstellbares Glied 31, dessen Stellung
zur Veränderung der Öffnungsweite des Durchlasses 32 für
Plüssigkeitsgemisch mit Hilfe von Muttern 44 im voraus veränderbar ist.
Fig. 3 zeigt eine abgewandelte Ausbildungsform des Regelventils
31· Die Wirkungsweise dieses Ventils ist insofern
selbsttätig, als sehr zähflüssiges, durch den Durchlaß 23 zurückströmendes Öl dazu neigt, ein Ventilglied 34 gegen die
Kraft einer Feder 35 nach unten zu bewegen und damit durch Vergrößern der Öffnungsweite des Durchlasses 32 einen stärkeren
Zustrom von Flüssigkeitsgemisch zu bewirken. Bei dünneren Gemischen, d.h. bei größerem Wasseranteil bzw. geringerem Ölanteil,
verengt sich der Durchlaß 32 entsprechend, um sich schließlich vollständig zu schließen, wenn nur Wasser am Ventil
vorbei nach unten strömt. Im umgekehrten Fall, wenn das den Durchlaß 23 verlassende Öl geringe Wasserbeimengungen aufweist,
erweitert sich der Durchlaß 32 bis zur vollgeöffneten Stellung.
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Claims (8)
- ANSPRÜCHESieblose Schleuder zur Trennung zweier Flüssigkeiten von verschiedenem spezifischem Gewicht, mit einer hohlen Trommel und Auslassen für den schweren und den leichten Anteil, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (2) einen Verteilerbereich (10) zur Aufnahme des zufließenden Flüssigkeitsgemischs mit Auslassen (12,14) zu einer Antriebskammer (13) und zu einer Trennkammer (11), und die Trennkammer (11) Auslässe für den schweren und den leichten Anteil aufweist.
- 2. Sieblose Schleuder nach Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet, daß einer der Auslässe (14) zur Antriebskammer (13) führt.
- 3. Sieblose Schleuder nach Anspruch 2, dadurch g e k e η η zeichnet, daß ein ringförmiger Auslaß bzw. ringförmig angeordnete Auslässe (28) aus der Trennkammer (11) über die Verteilerkammer (10) in die Antriebskammer (13) führen.
- 4. Sieblose Schleuder nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß sich quer durch den Innenraum der Trommel (2) Wände (41,42) erstrecken, die die Trommel (2) in die Verteiler-, die Antriebs- und die Trennkammer unterteilen.209835/0775
- 5. Sieblose Schleuder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilerauslässe (12,14) einstellbar und/oder vorwählbar sind.
- 6. Sieblose Schleuder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennz eichnet, daß die Verteilerauslässe (12,14) in unterschiedlichem radialem Abstand von der Drehachse angeordnet sind.
- 7. Sieblose Schleuder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Verteilerauslässe (12) während des Betriebes selbsttätig einstellbar ist.
- 8. Sieblose Schleuder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung des einstellbaren Verteilerauslasses (12) eine Einrichtung (31) vorgesehen ist, die auf die Viskosität bzw. auf andere Kenngrößen der in einem der Auslässe (23) strömenden Flüssigkeit anspricht.209835/0775Leerseite
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