DE1141951B - Zentrifuge zum Trennen schlammhaltiger Fluessigkeiten mit einem in der Trennkammer angeordneten Tellersatz - Google Patents
Zentrifuge zum Trennen schlammhaltiger Fluessigkeiten mit einem in der Trennkammer angeordneten TellersatzInfo
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Landscapes
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
A37135ffl/82b
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 27. DEZEMBER 1962
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 27. DEZEMBER 1962
Beim Trennen beispielsweise von Wasserextrakten aus Kaffee oder Zitrusfruchtsäften, also schlammhaltigen
Gemischen von Flüssigkeiten, die ineinander unlöslich sind, d. h. Wasserlösungen und Öl enthalten,
ist man bisher so verfahren, daß der Schlamm von der Flüssigkeit in einer Klärzentrifuge getrennt wurde.
Sodann wurde die Flüssigkeit in einer Reinigungszentrifuge von ihrem Ölgehalt befreit. Bei diesem Verfahren
waren mithin zwei verschiedene Zentrifugen erforderlich. Diejenige Zentrifuge, welche das geringere
Leistungsvermögen aufwies, hat dabei das maximale Leistungsvermögen der Gesamtanlage beschränkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die beiden gesonderten Trennvorgänge in einer Zentrifuge
durchzuführen, was durch die Verwendung einer an sich bekannten Zentrifuge erreicht werden kann, die
mit einem in der Trennkammer angeordneten Satz von Tellern versehen ist, von denen sich einer radial
über die übrigen hinaus erstreckt und die Trennkammer in zwei getrennte Tellersatzabschnitte unterteilt,
von denen der in Durchflußrichtung zweite einen Auslaß für die abgetrennte leichte Flüssigkeit aufweist,
der sich von den Innenkanten der Einsatzteller aus erstreckt, und einen Auslaß für die abgetrennte
schwere Flüssigkeit, wobei außerdem ein Durchlaß für die Flüssigkeit zwischen den Tellersatzabschnitten
vorgesehen ist. Erfindungsgemäß ist die Zentrifuge so ausgebildet, daß der Eintritt des Durchlasses einen
größeren Radius als der am weitesten innenliegende Innenrand der Einsatzteller, jedoch einen wesentlich
kleineren Radius als der Einlaß des flüssigen Gemisches in denjenigen Teil der Trennkammer aufweist,
der in Durchflußrichtung den ersten Tellersatzabschnitt enthält.
Bei einer in der beschriebenen Weise ausgebildeten Zentrifuge dient der in Strömungsrichtung erste Tellersatzabschnitt
als Klärvorrichtung, während der andere Abschnitt als Konzentrator oder Reiniger wirkt. Die
beiden Tellersatzabschnitte weisen einen gemeinsamen Auslaß für die abgetrennte leichte Flüssigkeit auf, der
sich vom Innenrand der Einsatzteller aus erstreckt. Um den Durchtritt der Flüssigkeit aus dem einen
Tellersatzabschnitt zum anderen durch diesen Durchlaß hindurch zu ermöglichen, ist es zweckmäßig, die
Auslässe für die schwere und die leichte Flüssigkeit so anzuordnen, daß der Grenzspiegel zwischen der
schweren und der leichten Flüssigkeit, radial gesehen, von den äußeren Rändern des Durchlasses nach innen
liegt. Die Lage des Grenzspiegels kann auch dadurch geregelt werden, daß der Gegendruck im Auslaß für
die schwere Flüssigkeit mit Hilfe eines in diesem angeordneten Drosselventils verändert wird. Der DurchZentrifuge
zum Trennen schlammhaltiger
Flüssigkeiten mit einem in der Trennkammer
angeordneten Tellersatz
Anmelder:
Aktiebolaget Separator, Stockholm
Aktiebolaget Separator, Stockholm
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Patentanwalt,
Berlin-Grunewald, Auguste-Viktoria-Str. 65
Berlin-Grunewald, Auguste-Viktoria-Str. 65
Beanspruchte Priorität:
Schweden vom 22. April 1960 (Nr. 3999)
Henric Wilhelm Thylefors, Stockholm,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
laß kann dadurch geschaffen werden, daß der Innenrand des die Tellersatzabschnitte trennenden Tellers,
radial weiter nach außen verlegt wird als der Innenrand der übrigen Teller oder dadurch, daß der Teller
mit Durchtrittöffnungen versehen wird, die sich auf einem entsprechenden Radius befinden. Vorzugsweise
haben auch alle übrigen Teller solche Durchtrittöffnungen. Um sicherzustellen, daß die schwere Flüssigkeit
in ihrer Gesamtheit gezwungen wird, durch diesen Durchlaß hindurchzutreten, ist es erforderlich,
daß an der Innenseite der Trennkammer so schnell wie möglich ein Schlammkissen gebildet wird, um den
Durchlaß zwischen der Innenseite der Trennkammer und dem äußeren Rand des Tellers, der die Tellersatzabschnitte
trennt, zu verschließen. Es ist daher zweckmäßig, diesen Teller sich bis nahe zur Innenseite
der Trennkammer erstrecken zu lassen.
Die Erfindung ist in Verbindung mit der Zeichnung (Fig. 1 und 2) näher beschrieben, die in schematischer
Darstellung zwei verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemäß ausgebildeten Zentrifuge zeigt, und
zwar jeweils die linke Hälfte eines lotrechten Schnitts durch eine selbsttätig austragende Zentrifuge, obwohl
die Erfindung auch bei Düsenzentrifugen oder Schlammsammelzentrifugen angewandt werden kann.
Mit 1 ist das Unterteil der Schleudertrommel, mit 2 das Oberteil und mit 3 der Verschlußring bezeichnet,
209 749/146
der beide Teile zusammenhält. In der Wand des Unterteils
1 sind SchlammaustrittsöfEnungen 4 vorgesehen, die durch einen axial beweglichen Kolbenschieber 5 geöffnet und geschlossen werden können.
Das Schleudergut wird durch einen Kanal 6 in der Trommelwelle 7 zugeführt und tritt über den Verteiler
8 in die Trennkammer 9 ein. In dieser sind zwei Tellersatzabschnitte 10 und 11 angeordnet, die durch
einen Teller 12 voneinander getrennt sind, der einen größeren Durchmesser als die anderen Teller aufweist.
Wie die anderen Einsatzteller ist auch der Teller mit Durchflußöffnungen 13 für einen nach oben gerichteten
Durchfluß versehen. Die abgetrennte leichte Flüssigkeit wird aus den beiden Tellersatzabschnitten
Teller 12 kann nach unten oder oben verlegt werden, wodurch es möglich wird, dasjenige Verhältnis zu erzielen,
das im jeweiligen Fall zwischen dem Klärungsteil und dem Reinigerteil der Schleudertrommel am
zweckmäßigsten ist, so daß die Zentrifuge in ihrer Gesamtheit ein größtmögliches Leistungsvermögen
aufweist. Die Bezugszeichen 12 a und 12 b zeigen die verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten für den Teller
12 an.
Lo Fig. 2 zeigt eine Schleudertrommel mit einem geschlossenen
Einlaß und offenen Auslassen, während sie sonst im wesentlichen der in Fig. 1 dargestellten
entspricht. Da bei der Ausführungsform nach Fig. der Tellersatzabschnitt 10 in seiner gesamten radialen
10 und 11 in einer Mittelkammer 14 gesammelt, aus i5 Erstreckung zur Schlammabtrennung verwendet und
der sie durch einen Auslaß 15 austritt. Die abge- daher das von Schlamm befreite Flüssigkeitsgemisch
trennte schwere Flüssigkeit tritt durch einen Kanal 16 über den inneren Rand des Tellers 12 geleitet werden
und einen Auslaß 17 aus. Im letzteren ist ein nicht soll, ist letzterer nicht mit Durchtrittsöffnungen verdargesteEtes
Drosselventil angeordnet, mit dessen sehen. Ein Teller 30 mit Durchflußöffnungen dient
Hilfe der Grenzspiegel zwischen der schweren und der 20 dazu, eine radial nach außen gerichtete Strömung des
leichten Flüssigkeit so eingestellt werden kann, daß Flüssigkeitsgemisches zu erzwingen, bevor dieses in
er etwas von den Rändern der Durchflußöffnungen 13 den Tellersatzabschnitt 11 eintritt. Der Innenrand des
nach innen liegt. Die beiden Auslässe sind gegen die Tellers 30 erstreckt sich weiter nach innen als die
Schleudertrommel durch Dichtungen 18 und 19 abge- Innenränder der anderen Einsatzteller. Auf diese
dichtet. Der Kolbenschieber 5 wird geschlossen ge- 25 Weise wird nicht abgetrenntes Flüssigkeitsgemisch
halten, d. h. gegen das Oberteil 2 durch die Steuer- daran gehindert, unmittelbar zum Auslaß für die
flüssigkeit (normalerweise Wasser) angedrückt, die leichte Flüssigkeit aus der Kammer 14 a zu gelangen,
durch einen stationären Kanal 20 einer Ringkammer Die Teller 12 und 30 werden voneinander durch be-21
im Trommelboden zugeführt wird und von diesem sonders hohe Rippen 27 im Abstand gehalten, die
durch einen Kanal 22 in eine Kammer 23 der Unter- 30 auch durch einen festen konischen Ring ersetzt werseite
des Kolbenschiebers und der Innenseite der den können. Die reine leichte Flüssigkeit verläßt die
Schleudertrommel gelangt. Mittelkammer 14 b über einen Überlauf 15 α, wäh-
Die Steuerflüssigkeit wird mit einer solchen Menge rend die reine schwere Flüssigkeit die gleiche Kammer
zugeführt, daß trotz des Auslaufes durch eine kleine durch den Kanal 16 über einen Überlauf 17 a verläßt.
Bohrung 24 die Kammer 23 bis zu einem Spiegel ge- 35 Der Teller 30 trennt zwei verschiedene Flüssigkeitsfüllt
wird, der durch einen Überlauf auslaß 25 geregelt spiegel 28 und 29, welche einerseits durch die Zuwird,
aus dem überschüssige Steuerflüssigkeit austritt, sammensetzung und durch das spezifische Gewicht
Wenn die Trennkammer der Schleudertrommel ent- der Flüssigkeiten oder der Flüssigkeitsgemische in
leert werden soll, wird die Zufuhr des Schleudergutes denjenigen Abschnitten der Trennkammer, die durch
und die Zufuhr der Steuerflüssigkeit abgeschaltet, ohne 40 den Teller 30 getrennt werden, und andererseits durch
daß die Schleudertrommel stillgesetzt wird. Die noch in den Strömungswiderstand im Durchlaß zwischen den
der Kammer 23 befindliche Steuerflüssigkeit wird erwähnten Abschnitten der Trennkammer bestimmt
dann durch die Bohrung 24 abgezogen, und der KoI- werden.
benschieberS wird durch den Inhalt der Schleudertrommel nach unten gedrückt, so daß dieser durch die 45
SchlammaustrittsöfEnungen 4 ausgetragen wird. Vor
benschieberS wird durch den Inhalt der Schleudertrommel nach unten gedrückt, so daß dieser durch die 45
SchlammaustrittsöfEnungen 4 ausgetragen wird. Vor
Claims (6)
1. Zentrifuge zum Trennen schlammhaltiger Flüssigkeiten mit einem in der Trennkammer angeordneten
Tellersatz, von dem ein Teller sich radial über die anderen Einsatzteller hinaus erstreckt
und diese in zwei getrennte Tellersatzabschnitte unterteilt, wobei, in Durchflußrichtung
gesehen, der zweite Abschnitt einen Auslaß für die abgetrennte leichte Flüssigkeit, der sich von
den Innenrändem der Einsatzteller aus erstreckt, und einen Auslaß für die abgetrennte schwere
Flüssigkeit sowie zusätzlich einen Durchlaß zwischen den Tellersatzabschnitten aufweist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Eintritt des Durchlasses einen größeren Radius als der am weitesten nach
innen liegende Innenrand der Einsatzteller (10, 11, 12, 30), jedoch einen wesentlich kleineren
Radius als der Einlaß des Schleudergutes in denjenigen Teil der Trennkammer (9) aufweist, der,
in Durchflußrichtung gesehen, den ersten Tellersatzabschnitt (10) enthält.
2. Zentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Tellersatzabschnitte
(10,11) einen gemeinsamen Auslaß (14,15) für
die abgetrennte leichte Flüssigkeit aufweisen, der sich von den Innenrändern der Einsatzteller aus
erstreckt.
3. Zentrifuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Auslaßleitung für die
schwere Flüssigkeit ein Drosselventil angeordnet ist.
4. Zentrifuge nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Tellersatzabschnitte
(10,11) trennende Teller (12) einen Innenrand aufweist, der radial außerhalb der
Innenränder der anderen Einsatzteller liegt und dazu dient, Flüssigkeit von dem einen Tellersatzabschnitt
zum anderen hindurchtreten zu lassen.
5. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in allen Tellern
(10,11) Durchtrittsöffnungen (13) vorgesehen sind.
6. Zentrifuge nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die Tellersatzabschnitte
(10,11) trennende Teller (12) sich bis nahe zur Innenseite der Trennkammer (9) erstreckt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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