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Sicherungssystem gegen das Herabstürzen von Gegengewichten, Lasten,
Personen od. dgl., bzw. zum Auffangen derselben Einrichtungen für die Sicherung
von Gebäuden, Hochbauten, Maste u. dgl. ersteigenden bzw. absteigenden Personen,
sind in vielfältiger Art bekannt.
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Durch das DT-Gbm 1.902 872 ist beispielsweise eine Sicherheitsvorrichtung
für Steigleitern bekannt, die einerseits eine in bestimmten Abständen Öffnungen
besitzende, entlang der Steigleiter befestigte Hohlstange, andererseits einen der
Form der Hohlstange angepaßten und auf der Seite des Benutzers vorgesehenen Körper
aufweist, der diese Hohlstange teilweise umfaßt und auf dieser gleitbar gelagert
ist, wobei der Körper eine der Verbindungslinie der Öffnungen in der Hohlstange
gegenberliegende längsgerichtete Au-*nehsung besitzt, in der eine in die Öffnungen
der Hohlstange einrastbare Sperrklinke drehbar gelagerbt ist. die einerseits unter
der Wirkung mindestens einer Feder steht, welche die Sperrklinke normalerweise in
Eingriff mit der Hohlstange hält, und die andererseits in aushängbarer Weise mit
einem Befestigungsgurt für den Benutzer verbunden ist.
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Entsprechend der DT-OS 1 578 553 ist eine Vorrichtung zur Sicherung
von Hochbaukonstruktionen ersteigenden Personen bekanntgeworden, die eine sich in
einer ein C-Profil aufweisenden Führungsschiene führende Bremse, bestehend aus einem
in die Führungsschiene eingreifende, die abgewinkelten Randteile der Führungsschiene
hintergreifenden Grundkörper, einer zwischen dem Grundkörper und dem Steg der Führungsschiene
mit Spiel angeordneten, senkrecht zur Lastachse der Führungsschiene beweglichen
Bremsbacke und einem im Scheitel drehbeveglich mit
dem Grundkörper
verbundenen, in der Flucht der Führungsschiene verschwenkbaren Kniehebel vorsieht,
an dessen in die Führungsschiene hineinragenden hebelarm die Bremsbacke angelenkt
ist und an dessen freiem Hebelarm ein Sicherheitsgurt od. dgl. anschließbar ist,
wobei die Verbindung zwischen dem Grundkörper und dem Kniehebel zweckmäßigerweise
oberhalb der Verbindung des Kniehebels mit der Bremsbacke liegt. So lange keine
den aus der Führungsschiene herausragenden Hebelar anhebende Kraft wirksam wird,
wird die Bremsbacke durch das Moment des Hebelarmes gegen die Führungsschiene gepreßt;
die Bremse ist in der Führungsschiene durch Reibungsschluß festgebremst. Durch Anheben
des Hebelarmes und Verschwenken des Knihebels um den den Kniehebel mit dem Grundkörper
verbindenden Bolzen, wird die Bremsbacke von der Führungsschiene abgehoben. Die
Bremse ist dann gelöst und in der Führungsschiene verschiebbar. Zum Zurückschwenken
des Kniehebels, beispielsweise beim Abrutschen der über einen Sicherheitsgurt od.
dgl. mit der Bremse verbundenen Person, geht die Bremse wieder in Bremsstellung
über und bremst sich in d.r Führungsschiene fest. Zwischen dem Kniehebel und dem
Grundkörper kann eine Zugfeder angeordnet sein, die die Bremalage der den Bremskö.rper
bildenden Einzelteile fixiert.
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Durch die Offenlegungsschrift DT-OS 1 961 757 ist eine Steigschutzvorrichtung
für Leitern bekannt, bei der, ausgehend von einem in einer Längsführung der Leiter
verschiebbaren Schieber, in einem Schieber einer unter Federwirkung in ihrer Sperrstellung
gehaltene Sperrklinke gelagert ist, deren Klinkennase in der Sperrstellung der Sperrklinke
durch eine Öffnung des in einem Längsschlitz eines U-förmig profilierten Leiterholms
geführten Fußteils des Schiebers hindurch in eine Zone des Innenprofilraums des
Leiterholms ragt, in welcher das U-Profil des Leiterholms von mit Anschlagflächen
für die Klinkennase versehenen, in gegenseitigen
Abständen übereinander
angeordneten Querstegen durchsetzt ist. Die Querstege können von den innerhalb des
U-Profils des Leiterholms liegenden Profilteilen der durch Öffnungen der Profilseitenwände
des Leiterholms hindurchgesteckten Leitersprossen gebildet werden. Falls die senkrechten
Abstände der Leitersprossen verhältnismäßig groß sind, können zusätzliche querstege
von durch Öffnungen der Profilseitenwände des Leiterholms hindurchgesteckten Profilabschnitten
gebildet werden, welche jedoch nicht mit Leitersprossenarien versehen sind. Der
Schieber ist zweckmäßig mit einem etwa schwalbenschwanzrörmigen Fußteil versehen,
der von vorspringenden Profilleisten des Leiterholms in der Längsschlitzführung
desselben verschiebbar, aber gegen Herausspringen gesichert gehalten wird. Die in
einer schlitzförmigen Durchbrechung des Schiebers auf einem Zapfen drehbar gelagerte
Sperrklinke ist an ihrer der Klinkennase gegenüberliegenden Außenseite mit einer
Öse od. dgl. zur Befestigung eines Seiles oder einer Kette versehen, das bzw. die
mit einem Sicherheitsgürtel od. dgl. verbunden ist. Zur Verdopplung der Sicherheit
der Sperrvorrichtung, werden vorzugsweise zwei auf die Sperrklinke wirkende Federn
angeordnet, von denen die eine als Druckfeder und die andere als Zugfeder, beide
Jedoch im gleichen Sinn, auf die Sperrklinke wirken.
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Weiterhin ist mit der Druckschrift Sicherheits--Steigegerät FABA"
eine aus einem Füllrungsprofil, einem Fangseil, einem Wagen mit Fangvorrichtung,
einer oberen und unteren Abspannung sowie einem Sicherheitsgurt gebildete Einrichtung
bekannt. Bei dem Führungsprofil handelt es sich um ein U-Profil mit rechtwinklig
abgebogenen Flanken, das mit Schellen in bestimmten Abständen auf den Sprossen der
Leiter befestigt wird. Dies FilhrurlgAprofil dient zur Führung eines Wagens mit
Fangvorrichtung, der frei beweglich auf dem Führungsprofi 1 mit nirnstatoffrolle,i
laufen kann. An dem Wagen ist
die eigentliche Fangvorrichtung angebracht,
die aus einer Seilspannklemme mit Feder sowie einem Sichcrhcitsgurt besteht.
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An den Enden des Wagens sind Führungen vorgesehen, in denen das Fangseil
frei gleiten kann, wobei das Fangseil immer zwischen zwei Backen einer Seilspannklemme
gehalten wird. Im Ausgangszustand snd beide Backen der Seilspannklemme fest um das
Fangseil geschlossen, wodurch die gesamte Fangvorrichtung nicht'verschoben werden
kann. Erst durch Ausüben eines waagerechten Zugs auf die Öse der äußeren Backe,
öffnet sich die Seilspannkleiniue und bleibt so lange offen, wie dieser Zug bestehen
bleibt. Es ist daher erforderlich, daß sich der Benutzer beim Besteigen der Leiter
leicht in den Sicherheitsgurt zurücklegt, damit die Klemme geöffnet bleibt. Beim
Fall läßt der waagerechte Zug des Sicherheitsgurtes rechtwinklig zur Leiter nach,
wodurch sich die Fangklemme sofort um das Fangseil schließt. Die Fangklemme und
das Fangkeil nehmen die Last auf, nicht das U-Profil, das nur zur Führung des Vagens
dient. Das Fangseil wird am oberen Lande der Leiter mit der oberen Abspannung an
einer Traverse, die an der Leiter angeklemmt oder angeschweißt ist, mittels Kausche,
Kerbverbinder oder Seilkiemme befestigt. Am unteren Ende der Leiter befindet sich
innerhalb der unteren Abspannung ein Seiischloß zum Straffen des Seils.
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Eine weitere Einrichtung zur Sicherung von an Leitern auf-und absteigenden
Personen, ist durch die Druckschrift "FABA-Steigeschutz S 71" bekannt. Bei dieser
Einrichtung wird eine U-förmige, FUhrungs- und Halteschiene auf den Leitersprossen
befestigt, wobei die den Leitersprossen zugekehrte Profilseite in besti ten Abeständen
mit ins Profilinnere gerichteten Sicken versehen ist; die offenen Schenkel des U-l>rofils
sind unter Bindung von Radien nach innen umgebogen. Der zwischen den umgebogenen
Schenkels verbleibende Spalt dient dabei als seitliche
Führung eines
in der Führungs- bzw. Italteschiene auf Rollen verschieblichen Gleitkörpers, wobei
die Rollen des Gleitkörpers den Schenkelradien abrollend zugeordnet sind. Der Gleitkörper
ist mit Langlöchern versehen, in denen die den Rollen zugeordneten Bolzen federlelastet
angeordnet sind.
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Durch die auf die Rollen einwirkende Federkraft kippt der unbelastete
Gleitkörper stets selbsttätig in Fangposition, d.h. in Richtung der den Gleitkörper
abfangenden Sicken.
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Zum Auf- oder Absteigen muß der Benutzer daher stets einen waagerechten
Zug auf den Gleitkörper ausüben, um die Fangposition aufzuheben. Läßt der waagerechte
Zug z.B. beim Fall nach, so kippt der Cleltkörper in Fangposition und wiid von den
Sicken der Führungsschiene abgefangen; wodurch ein Abstürzen des Benutzers verhindert
wird.
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Aus den gleichen Gründen, die zur Einführung und Anwendung der vorbeschriebenen
Einrichtungen führten, werden immer häufiger Forderungen dahingehend gestellt, daß
an mit Gegengewichten ausgerüsteten Bauwerken Maßnahmen getroffen werden, durch
die entweder das herabstürzende Gegengewicht so aufgefangen wird, daß weder das
Bauwerk mit den ihm zugeordneten Einrichtungen noch das Gegengewicht beschädigt
bzw. zerstört, oder das Herabstürzen des Gegengewichts verhindert wird. Diese Forderung
ist beispielsweise in Verbindung mit der Einrichtung von Großantennen bekannt.
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Wird zwischen zwei Maste eine Antenne gespannt, so ist die Antenne
in der Regel mit ihrem einen Halteseil fest mit dem dieser Antennenseite zugeordneten
Mast verbunden, das andere Halteseil steht mit einem dem anderen Mast zugeordneten
Gegenywl¢ht in Wirkverbindung. Reißt das mit dem Gegengewicht verbund-nt H*lte--il,
dann stürzt das möglicherweise tonnenschwere
Gegengewicht aus eventuell
großer Höhe ab und beschädigt bzw. zerstört den Mast, Mastteile und/oder mit dem
Mast zussammengehörige Einrichtungen.
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Um diese Gefahr zu beseitigen, wurde bereits vorgeschlagen, die Mast-Plattform
mit einer den Gegengewicht-Abmessungen entsprechenden Ausnehmung zu versehen und
unterhalb der Plattformöffnung eine Rutsche worden, atif der das Gegengewicht, ohne
Schaden anzurichten, zil Boden gleiten kann.
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Eine weitere bekannte Möglichkeit zum Auff;ngen eines herabstürzende
Gegengewichts ist darin zu sehen, daß unterhalb der Plattformausnehmung bzw. iin
Boreicll des Mastfundaments ein kastenförmiger Behälter angeordnet wird, der mit
Styropor, Sand od. dgl. zum Auffangen des Cegengewichts und Vernichtung der Energie
ausgefiillt ist.
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Die vorbeschriebenen bekannten Einrichtungen ztim Auffangen herabstürzender
Gegengewichte können nicht befriedigen, da sie einerseits in konstruktiver und finanzieller
HLnsicht sehr aufwendig und bei notwendigon Arbeiten am Bauwerk teilweise hinderlich
sind, andererseits nicht mit Sicherheit eine Beschädigung bzw. Zerstörung des Bauwerks
und/oder des Gegengewichts verhindern.
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Auch die eingangs dargestellten Einrichtungen ziir Sicherung von Hochbauten
ersteigenden Personen, können nicht zur Verhinderung des Herabstürzens von Gegengewichten
angewandt werden, da die Verwendung solcher Einrichtungen beim Reißen des Gegengewicht-llalteseils
auf das Bauwerk eine schlagartige, einseitige Belastung mit sich bringen würde,
wodurch das Bauwerk beschädigt werden könnte.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, unter Vermeidung
der vorbeschriehenerl Nachteile Einrichtungen ZU schaffen, mit deren Hilfe die durch
das Weißen des Gcgengewicht-Halteseils und den Fall des Gegengewichts ausgelöste
Energie nicht schlagartig, sondern elastisch absorbiert wird, wobei dieses Prinzip
beim Auffangen eines herabstürzenden Gegengewichts ebenso zu serwirklichen ist wie
bei der einrichtung zum Verhindern des Herabstürzens des Gegengewichts. Dabei sollen
die Einrichtungen so gestaltet sein, daß sie fiir alle mit Gegengewichten ausgeriistete
Bauwerke verwendbar sind.
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Schließlich soll das prinzip der elastischen Absorbierung der Energie
für die Sicherung von liochbauten ersteigenden Personen anwendbar sein.
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Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung darin, daß einer
der auftretenden Energie angepaßten Gegenkraft ein elastischer Bereich zugeordnet
ist, dessen Größe zum elastischen Absorbieren der auf ihn einwirkenden Energie ausreicht,
wobei die der zu absorbierenden Energie analoge Gegenkraft entweder in ständiger
Wirkverbindung mit dem Energieträger steht oder von diesen getrennt angeordnet ist.
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Die Erfindung ist nachfolgend aii Hand der Fig. 1 bis 8 näher erläutert:
Fig. 1 Das Erfindungsmerkmal, einer auftretenden Energie zu deren elastischem Absorbieren
eine einen elastischen Bereich aufweisende adäquate Gegenkraft zuzuordnen und diese
Gegenkraft getrennt von dem Energieträger anzuordnen, ist hier beispiel; haft in
einer Einrichtung dargestellt, die aus einem oberen beweglichen Träger 1, einem
unteren feststehenden Träger 2, und zwischen den Trigern 1, 2 von Stäben 3 geführten
Druckfedern 4 gei>i Idet wI r<i, wobei die iJriickfederii 4 gemeinsam eine
der
durch das Herabstürzen des Gegengewichts 5 auftretenden Energie adäquate Gegenkraft
darstellen, deren elastischer Bereich durch den Federweg bestimmt ist. Das Gegengewicht
5 ist aus einzelnen, auf einer Haltestange 6 aufgereihten Platten od. dgl. gebildet
und beidseits durch Rollenpaare 7, 8 in diesen zugeordneten Führungoprofilen 9,
10 geführt, während die Haltestange 6 mit dem Halteseil 11 verbunden ist. Am unteren
Ende des Gegengewichts 5 ist in dem gewählten Beispiel ein aus einer Druckfeder
12, einem Teleskoprohr 13 und einer Aufschlagplatte 14 gebildeter Puffer angeordnet,
wobei die Druckfeder 12 so bemessen sein kann, daß sie das Gegengewicht 5 in unbelasteten
Zustand ohne Beanspruchung des ihr zugeordneten Federwegs trägt, oder in Zusammenwirken
mit den Druckfedern 4 einen Federweg aufweist, der gemeinsam mit demjenigen der
Druckfedern 4 ausreicht, um die durch das Reißen des Halteseiln 11 und das Herabstürzen
des Gegengewichts 3 auftretende Energie elastisch zu absorbieren.
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Nach der Erfindung können die Träger 1, 2 kreuz-, stern-, plattenförmig
od. dgl. ausgebildet sein, auch kann auf die Verwendung des am unteren Ende des
Gegengewichts angeordneten Puffers verzichtet werden. Darüber hinaus ist es möglich,
am unteren Ende des trägers 2 den Stäben 3 zusätzlich Zugfedern zuzuordnen, wodurch
schwächer ausgebildete Druck- und Zugfedern verwandt werden können, die sich leichter
montieren lassen. Weiterhin ist es möglich, unter Verzicht auf die Stäbe 3, die
Drucktedern 4 und den feststehend angeordneten Träger 2, den beweglichen Träger
1 an entsprechend ausgebildeten Zugfedern aufzuhängen; zwecks Korrosionsverhütung
können den Druck- und/oder Zugfedern elastische Faltenbälge zugeordnet worden.
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Fig. 2 In Abwandlung der Einrichtung nach Fig. 1, erfolgt hier das
elastische Absorbieren der durch das Herabstürzen des geführten
Gegengewichts
5 auftretenden Energie durch einen beweglich angeordneten, teleskopierbaren Träger
15, an dessen beiden Enden Je eine federbelastete Gleitplatte, Gleitkufe 16 od.
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dgl. angeordnet ist. Die G1eitplatteX Gleitkufen 16 od. dgl.
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stützen sich unter Einwirkung der Feder 17 an den Innenflächen 18,
19 der FUhrungsprofile 9, 10 ab, deren Abstand voreinander sich im unteren Bereich
kontinuierlich verringert. Beim Auftreffen des herabstürzenden Gegengewichts auf
den Teleakoptrager, wird dieser nach unten gedrückt bei gleichzeitigem Zusammenpressen
der Druckfeder 17, wobei mit größer werdendem Veg die zwischen den Gleitplatten,
Gleitkufen 16 od. dgl.
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und den Innenflächen 18, 19 der Führungsprofile 9, 10 auftretende
Reibungskraft in einem solchen Umfang zunimmt, daß das herabstürzende Gegengewicht
5 elastisch aufgefangen wird.
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Dieser Effekt kann dadurch verbessert werden, daß die Gleitplatten,
Gleitkufen 16 od. dgl. mit Bremsbelägen versehen werden.
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Nach der Erfindung ist es ebenfalls möglich, die Gleitplatten, Gleitkufen
16 od. dgl. durch Rollen zu ersetzen; weiterhin ist eine Kombination der Einrichtungen
nach den Fig. 1 und 2 möglich.
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Darüber hinaus ist bei einer nicht dargestellten Einrichtung die Verwendung
eines federbelasteten Scherentisches vorgesehen.
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Auch ist es möglich, die Einrichtungen nach den Fig. 1 und 2 als in
ständiger Wirkverbindung mit dem Gegengewicht stehend auszubilden.
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Fit. 3 Hier ist ein mit einem Gegengewicht 5 versehener Gitter-Funkast
20 dargestellt, der oberhalb des Fundaments 21 eine Plattform 22 aufweist; dabei
ist auf die Darstellung der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Führungseinrichtung verzichtet
worden. Die Einrichtung 23 zum Auffangen des eventuell herabstürzenden
Gegengewichts
5, ist identisch mit den in den Fig. 1 und 2 dargestellten und beschriebenen Einrichtungen
und hier beispielsweise im Fundament angeordnet; dabei ist die Plattenform 22 mit
einer dem Gegengewicht 5 und der Führung entsprechenden Ausnehmung versehen. Wird
die Einrichtung 23 als in sich geschlossenes, selbständiges Bauteil ausgebildet,
dann kann sie auf das Fundament 21 aufgesetzt, direkt unter der Plattform angeordnet
bzw. als Plattf9rmteil in die Plattform 22 ein- oder auf diese aufgesetzt werden;
ihre Anwendung ist auch in einer wählbaren Masthöhe, die der untersten Stellung
des Gegengewichts 5 emtspricht, aoglich.
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Fig, 4 und 5 Das Erfindungemerkial, einer auftretenden Energie zu
deren elastischem Absorbieren eine einen elastischen Bereich aufweisende adäquate
Gegenkraft zuzuordnen und diese Gegenkraft in ständiger Wirkverbindung mit dem Energieträger
stehend so anzuordnen, daß sie in Verbindung mit einer Halteeinrichtung beim Reißen
des Halteseile das Herabstürzen eines Gegengewichts verhindert und den dabei auftretenden
Stoß elastisch abfängt und absorbiert, ist hier in einer Einrichtung beispielhaft
dargestellt, die aus einem mit Sicken 24 versehenen Führungsrohr 25, FUhrungsschiene
od. dgl., einem verschieblichen Träger 26 mit daran kippbeweglich angeordneten federbelasteten
Halteklauen 27 und einer zwischen dem Gegengewicht 5 und dem Träger 26 angeordneten,
von einem Teleskoprohr 28 umgebenen Druckfeder 29 gebildet wird.
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In Fig. 4 ist die Einrichtung im Betriebszustand dargestellt; d.h.
die Halteklauen 27 haben durch die Zugwirkung der mit ihnen verbundenen Halteseilteile
11' eine geöffnete Stellung eingenosn und dabei die mit ihnen verbundene Zugfeder
30
gespannt. Reißen die Halteseilteile bzw. das nicht dargestellte
Halteseil 11, wie in Fig. 5 gezeigt, dann rasten die Halteklauen 27 unmittelbar
unter Einwirkung der Zugfeder 30 in den ihnen zugeordneten, auf der Höhe des FUhrungsrohres
in Abständen voneinander angeordneten Sicken 24 ein und verhindern dadurch das Herabstürzen
des Gegengewichts, während die Druckfeder 29 die durch das Reißen des Halteseils
ausgelöste Stoßbelastung elastisch auffängt und absorbiert.
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Dabei können eine, zwei oder mehrere Halteklauen 27 bei entsprechender
Gestaltung des Trägers 26 angewandt werden.
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Fl. 6 und 7 Die hier gezeigte Einrichtung zum Verhindern des Herabstürzens
des Gegengewichts bei gleichzeitigem elastische Absorbieren einer auftretenden Energie,
besteht aus einem astenförmigen Fangteil 31 mit darin angeordneten Fangstäben 32,
die mit dem am unteren Ende der Haltestanoe 6 angeordneten Keilkörper 33 in Wirkverbindung
stehen, sowie aus den von Tel-koprohren 34, 35 umgebenen Druckfedern 36, 37, wobei
sowohl das Gegengewicht 5 als auch das Fangteil 31 durch Rollenpaare 7, 8 in diesen
zugeordneten Ftlhrungsprofilen 9, 10 geführt werden.
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Fig. 6 zeigt die Einrichtung im Betriebszustand, d.h. das Halteseil
11 trägt die Last des Gegengewichts und der Einrichtung. Durch die Zugwirkung des
Halteseils 11 und der damit verbundenen Haltestange 6, ist das Teleskoprohr 34 über
den Teilkörper 33 eingeschoben und die Druckfeder 36 zusammengedrückt worden, während
über die am äußeren Ende eines Jeden Fangstabes 32 angeordnete Druckfeder 38 nur
noch ein geringer Druck auf die am inneren Ende eines jeden Fangstabes 32 angeordnete
Keilfläche 39 ausgeübt wird, die mit der ihr zugekehrten Fläche des Keilkörpers
33 in ständiger Berührung steht; die Fangstäbe 32 befinden sich in entriegelter
Stellung.
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Reißt das Halteseil 11, wie in Fig. 7 dargestellt, dann schnellt die
Ha')testange 6 mit dein an ihrem unteren Ende angeordneten Keilkörper 33 infolge
der auf diesen einwirkenden Kraft der Druckfeder 36 nach unten; die Fangstäbe 32
werden über die Keilflächen 39 nach außen unter Zusammenpressen der Driickfedern
3 in ihre Verriegelungsstellung gedrückt, wobei sie in auf der Höhe der Führungsprofile
9, 10 im Abstand voneinander angeordnete, schlitzförmige Öffnungen 4o od. dgl. gleiten,
während die zwischen dem Gegengewicht 5 und dem Fangteil 31 angeordnete Druckfedor
37 die auftretende Stoßlast elastisch abfängt und absorbiert.
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Um die Einrichtungen nach den Fig. 4 bis 7 auch in der Zeit der Wintermonate
funktionstüchtig zu halten, ist das Führungsrohr 25 beheizbar ausgebildet, während
den Führungsprofilen 9, 10, Eiskrstzerpaare 41, 42 zugeordnet sind.
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Fig. 8 In Weiterbildung der Erfindung ist es möglich, die durch das
Reißen des Halteseils und das Ilerabstürzen des Gegengewichts auftretende Energie
auf hydraulischem oder pneumatischem Wege elastisch zu absorbieren. Zu diesem Zweck
kann eine Einrichtung verwandt werden, wie ate hier beispielhaft dargestellt ist.
Die Einrichtung besteht aus einem Druckbehälter 43 mit an ihn angeschlossenem Druckausgleichsbehälter
44, wobei die Druckbehälterräume über Ventile 5, 46 miteinander verbunden sind und
dem Ventil 46 eine FlUsaigkeito- bzw. Vakuumpumpe 47 zugeordnet ist.
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Beim Reißen des Halteseile fällt das Gegengewicht auf die Aufschlagplatte
48 od. dgl., die über Stäbe 49, 50 mit einem im Innern des Druckbehälters 43 angeordneten,
kegel- oder keilförmig ausgebildeten Druckkörper 51 verbunden ist. Der Druckkörper
51 übt durch die auf ihn einwirkende Energie einen adäquaten Kompresaionsdruck auf
das im Druckbehälter 43 vorhandene Druckmittel 52 aus; bei Überschreiten eines vorbestimmten
Kompressionsdrucks öffnet sich das mit dem Druckausgleiciisbehälter 44 in
Verbindung
stehende Ventil 45, wodurch die durch das Herabettirzen des Gegengewichts auftretende
Energie elastisch absorbiert wird. Nach Wiederherstellung der Verbindung Halteseil
- Gegengewicht, wird das in den Druckausgleichsbehälter 44 gelangte Druckmittel
52 über die im Druckausgleichsbehälter 44 angeordnete, und mit dem Ventil 46 verbundene
Pumpe 47 in den Druckbehälter 43 zurückgepumpt, wodurch die Aufschlagplatte in ihre
Ausgangsstellung gebracht wird. Durch Anordnung von Druckfedern 33 zwischen Aufschlagplatte
48 und Druckbehälterdeckel 54, kann einerseits das Zurückführen der Aufschlagplatte
vereinfacht, und andererseits die auf das Druckmittel einwirkende Energie verringert
werden. Es ist ohne weitere Ausführungen ersichtlich, daß die hier beschriebene
Einrichtung die in der Beschreibung der Fig. 3 dargestellte Einrichtung 23 ersetzen
kann; ebenso kann sie mit denJenigen Einrichtungen nach den Fig. 4 bis 7 kombiniert
werden.
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Neben den beschriebenen und dargestellten Ausführungabeispielen kann
das erfindungsgemäße Sicherungssystem auch in hervorragender Weise dort angewandt
werden, wo das Gegengewicht od. dgl. innerhalb eines Bauwerks angeordnet ist, wie
dies beispielsweise bei den Türmen der Wehrwacht, im Aufzugbau u. dgl. der Fall
ist.
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Dadurch, daß alle in den Fig. 1 bis 8 dargestellten und beschriebenen
Einrichtungen miteinander kombinierbar sind, kann Jedem Anwendungsfall die optimale
Lösung zugeordnet werden.
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Das vorbeschriebene, erfindungsgemäße Sicherungesystem, einer auftretenden
Energie eine, einen elastischen Bereich aufweisende, adäquate Gegenkraft zuzuordnen,
läßt sich auch in vorteilhafter Weise bei den Einrichtungon zur Sicherung von Hochbauten
ersteiwenden Personen verwirklichen.
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Abschließend ist festzustellen, daß das Sicherungssystem nach der
Erfindung bei allen mit Gegengewichteil versehenen Bauwerken, insbesondere Funkmasten,
Kranen, Personen- und/ oder Lastenaufzügen u. dgl. , vorteil verwandt werden kann.
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Patentansprüche