DE2200749B2 - Induktormaschine - Google Patents
InduktormaschineInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K19/00—Synchronous motors or generators
- H02K19/16—Synchronous generators
- H02K19/22—Synchronous generators having windings each turn of which co-operates alternately with poles of opposite polarity, e.g. heteropolar generators
- H02K19/24—Synchronous generators having windings each turn of which co-operates alternately with poles of opposite polarity, e.g. heteropolar generators with variable-reluctance soft-iron rotors without winding
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Induktormaschine mit einem wicklungslosen, gezahnten
Läufer und mit einem Ständer mit einer in dessen Nuten angeordneten Mehrphasenerregerwicklung, die an eine
Mehrphasenstromquelle mit veränderbarer Frequenz angeschlossen ist, und mit einer Ein- oder Mehrphasenankerwicklung,
deren jede Phase aus mindestens zwei in Reihe geschalteten Strängen besteht, die aus einzelnen
Spulen gebildet sind. Eine Maschine dieser Art ist aus der DT-PS 7 00 931 bekannt und kann überall dort
Verwendung finden, wo die Ausgangsfrequenz eines Generators wählbar sein soll und an ihre Stabilität hohe
Anforderungen gestellt werden.
Bei dieser bekannten Maschine ist eine Gleichstromerregung oder eine Erregung durch Wechselstrom
konstanter und niedriger Frequenz vorgesehen, wobei die Zahl der Erregerpolpaare ein Vielfaches der
Phasenzahl ist und die Ausgangsfrequenz ausschließlich durch die magnetische Flußverkettung aufgrund des
sich drehenden gezahnten Läufers erhalten wird.
Gleiches gilt für eine noch aus der US-PS 34 52 229 bekannten Maschine, bei der jedoch nur eine Gleichstromerregung
Anwendung findet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine konstruktiv einfache lnduktormaschine zu schaffen, bei
der die Ausgangsfrequenz außer durch die Drehzahl des Läufers auch noch durch die Frequenz des Erregungsstroms beeinflußbar ist, und zwar bei beliebiger
Phasenzahl am Ausgang.
Ausgehend von einer Maschine der eingangs beschriebenen Art wird zur Lösung dieser Aufgabe
erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die .Strängezahl jeder Phase der Ankerwicklung der Phasenzahl der
Erregerwicklung entspricht, jeder Strang von seiner Erregerwicklungsphase erregt wird und die Spulen
eines Strangs gegenüber entsprechenden Spulen des anderen Strangs um einen elektrischen Winkel versetz!
sind, der dem Winkel zwischen zwei benachbarten Vektoren des Erregerspannungssystems gleich ist.
Eine solche Induklormaschine kann als Ein- oder Mehrphasengenerator stabiler Frequenz, als Generator
veränderlicher Frequenz, Drehzahlgeber od. dgl. verwendel werden. Sie kann ohne jeden Umbau auch ais
übliche Induktormaschine mit Gleichstromspeisung der Erregerwicklung eingesetzt werden.
Ein Versuchsmuster der vorgeschlagenen lnduktormaschine hatte bei einer konstanten Drehzahl von
3000 U/min folgende Daten:
Leistung 25 kVA
Phasenzahl der Ankerwicklung 1
Phasenzahl der Erregerwicklung 2
Leistungsfaktor (cos ψ) 0,35 (kap.)
Frequenz des Erregerstroms 0-400 Hz
Frequenz am Ausgang 1850-2650Hz Frequenz der EMK. der Rotation
(bei der Erregung mil Gleichstrom) 2250 Hz
Gewicht 240 kp
Nachstehend wird die Erfindung durch Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen
weiter erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Induktormaschine mit Einphasenankerwicklung und Zweiphasenerregerwicklung,
Fig. 2 eine Induktormaschine mit Dreiphasenankerwicklung
und Dreiphasenerregerwickking.
Die !nduktormaschine gemäß Fig. 1 besteht aus einem wicklungslosen, gezahnten Läufer 1 und einem
Ständer 2 mit vier Polschuhen 3, die Ständerzähne 4 haben, die mit Nuten wechseln. Die Zahnzone jeden
Polschuhes 3 und die auf ihren Zähnen 4 angeordneter, Spulen 5 der Ankerwicklung sind nach dem Typ der
klassischen Einphaseninduktormaschine mit einer Zahnteilung der Ständerzähne ausgeführt, welche die Hälfte
der der Läuferzähne ausmacht, wobei benachbarte Zähne 4 gegenläufig bewickelt sind. Jeder der Polschuhe
3 hat eine eigene Erregerspule 6. Dieses Zweiphasenerregungssystem besteht aus zwei Erregerspulen 6 für
jede Phase, die sich an diametral entgegengesetzten Polschuhen befinden. Die eine Erregungsphase wird
durch die Erregerwicklung A\-X\ gebildet und die zweite Phase durch die Wicklung A2 - X2.
Eine erste Besonderheit der nach F i g. 1 ausgeführten lnduktormaschine besteht darin, daß die Raumversetzung
zwischen den benachbarten Polschuhen 3 oder, genauer gesagt, zwischen der Spule 5 der Ankerwicklung
des einen Polschuhes 3 und der entsprechenden Spule 5 der Ankerwicklung des benachbarten Polschuhes
90° el. beträgt und der zeitlichen Phasenverschiebung des hier zur Anwendung kommenden Zweiphasenerregungssystems
genau entspricht.
Die zweite Besonderheit besteht darin, daß eine Gruppe oder ein Zweig der Spulen 5 der Ankerwicklung,
die von der Erregerwicklung Α,-ΛΊ der ersten
Erregungsphase umfaßt wird, mit dem Strang in Reihe verbunden werden muß, der aus den Spulen 5 der
Ankerwicklung besteht, die von der Erregerwicklung Ai-X-2 der zweiten Erregungsphase umfaßt sind.
Nachstehend wird die Wirkungsweise der lnduktormaschine nach F i g. 1 beim Leerlauf betrachtet.
Bei der Speisung der Erregerwicklung A\ — X\ mit sinusförmig mit der Winkelfrequen/. co\ zeitveränderlichem
Wechselstrom und bei einer Änderung der magnetischen Leitfähigkeit der Ständerzähne 4 mit der
Winkelfrequenz ω2, die durch die Rotation des
verzahnten Läufers 1 bedingt ist, werden die Flußverkettung ψι der ersten Gruppe der Spulen der
Ankerwicklung, welche von der Erregerwicklung A\ — X\ umfaßt sind, und die in diesen induzierte EMK
ZTi zeitlich wie folgt verlaufen:
22 OO 749
,Λ =, k sin c, / ■ sin C2 /
= k j cos (c, - ci) / c<
>\ ι.·., · c I ' ] :
P t
,2)sin
Dabei ist k ein Proportionalilätsfaktor, i der laufende
Zeitparameter und 'Ί die Ableitung nach der Zeit.
Physikalisch entspricht das dem bekannten Umstand, daß die mit der Frequenz dj, amplitudenmodulierten
Schwingungen einer Trägerfrequenz ω2 a'.s Überlagerung
der zwei Schwingungen dargestellt werden können, von denen jede amplitudenkonstant ist, wobei
ihre Frequenzen der Summe und der Differenz der Frequenzen ü>i und ω2 gleich sind.
Durch die zweite Erregerwicklung A2-X2 fließt ein
Wechselstrom der gleichen Größe mit der Winkelfrequenz Wi der zweiten Phase des Zweiphasenerregungssystems
mit einer Zeitverschiebung von 90° el. in bezug auf die erste Phase. Der Ausdruck für die Flußverkettung
ψ: der Spulengruppe der Ankerwicklung, die von der Wicklung A2-X2 umfaßt ist, und für die in dieser
induzierte EMK E2 wird unter Berücksichtigung ihrer Raumversetzung von 90° el. bei gleichem laufendem
Zeitparameter /folgende Form haben:
ι,.j = k: sin (C1/ + 90 )sin(c2/ t 90 )
= ^ /·: [cos (ο, -C2) / ί cos(c, ΐπ,ιι]:
rl
.(O
= Μ*
E =■ E\ ± E2 = k (o)\ ±
sin
± id2) ι
sind an jedem Polschuh Zähne vorhanden, die einander gegenüber elektrisch um 60" el. versetzt sind, was bei
den sechs Zähnen 10 an einem Polschuh eine symmetrische Dreiphasenzahnzone zu bilden gestat'et.
Die Erregerspulen LA - LA, LJj- LJ, und Lh- Uh umfassen
je einen Polschuh 9 und sind an die einzelnen Phasen der Drermromspeisequelie des Ln egerstromkreises
angeschlossen.
Eine kennzeichnende Besonderheit dieser Induktormaschine besteht darin, daß die Raumversetzung
zwischen der Spule 11 der Ankerwicklung des einen Polschuhes 9 und der entsprechenden Ankerspule 11
der Ankerwicklung des benachbarten Polschuhes 120° el. ist und also der zeitlichen Phasenverschiebung
des hier zur Anwendung kommenden Dreiphasenerregersystems entsprechen muß.
Die zweite Besonderheit besteht darin, daß die Spulen 11, welche ein und derselben Phase der Ankerwicklung
angehören und auf verschiedenen Polschuhen 9 angeordnet sind, untereinander in Reihe geschaltet sind.
Die zu der ersten Phase gehörenden Spulen 11 bilden
also die Ankerwicklung G-G;, die zu der /weiten
Phase gehörenden Spulen 11 bilden die Ankerwicklung Cj - C\, und die zu der dritten Phase gehörenden Spulen
bilden die Ankerwicklung Gj-G. Diese drei Ankerwicklungen stellen die Ausgangsphasen des Dreiphasensystems
dar.
Betrachten wir jetzt die Arbeit der vorliegenden Induktormaschine beim Leerlauf:
Bei der Speisung der Erregerspulen (A - LA. LJ2- LJ-,.
Ui-Ub von den einzelnen Phasen einer Dreiphascnstromquelle
mit der Winkelfrequenz oji und bei der Änderung der magnetischen Leitfähigkeit des Spaltes
mit der Winkelfrequenz o>_> ist der Verketiungsfluß ijm
der Ankerwicklung G — C* zu ermitteln.
Der Verkettungsfluß ijij der Ankerwicklung G — G·
wird sich unter Berücksichtigung der Verbindung und der Versetzung der Spulen 11 der Ankerwicklung an
den verschiedenen Polschuhen 9 und der Phasenverschiebung des F.rregerstroms (beide Verschiebungen
sind einander gleich und betragen 120° el.) zeitlich nach
folgendem Gesetz verändern:
Bei der Reihenschaltung der beiden Zweige der Ankerwicklung wird an den Klemmen A-X die
resultierende EMK
Das Vorzeichen ± ist hier deshalb genommen, weil die Reihenschaltung der zwei Zweige entweder gleich-
oder gegensinnig ausgeführt werden kann.
Daraus ist ersichtlich, daß die EMK.-Frequ.enz der
Ankerwicklung A-Xdurch die Änderung der F.rregerstromfrequenz
geändert werden kann.
Ein ähnlicher Ausdruck kann auch bei der belasteten Maschine erhalten werden.
Die in F i g. 2 gezeigte Induktormaschine besteht aus einem Zahnläufer 7 und einem Ständer 8 mit drei
Polschuhen 9, welche Ständerzähne 10 naht-n. die mit
den Nuten wechseln. Die Zahnzone eines jeden Polschuhes 9 ist mit auf ihren Zähnen 10 angeordneten
Spulen 11 der Ankerwicklung nach dem Typ der Oreinhasen-Induktormaschine ausgeführt. In Fig. 2
/\ ■ sin c, / ■ sin
L ■ sin (c, / · 120 )■ sin
(.·,,; , 120 ) ' k -sin Ic, / · 240
sin (c2/ ; 240 )
sin (c2/ ; 240 )
\ k ■ sin (.·,, c,) ι.
Die in der Ankerwicklung G - C, induzierte IiMK Et
wird entsprechend
( I
I, ι,
sin
Analog dazu werden die EMK E1 in der Ankerwicklung
Cj-Ca und die EMK E-, in der Ankerwicklung
22 OO 749
ι - C., in der Induktormaschine
Ι-Λ ■■= \ A (·■', -■ ■■<;>) ■ sin ((-■.,
Ι-Λ ■■= \ A (·■', -■ ■■<;>) ■ sin ((-■.,
t 120 ].
sin [(<·,, - ,·.,} 1 + 240
In den Ankerwicklungen Ci-G, C2-Q und Ci-C+,
hai: also das Dreiphasensystem die EMK E3, E4, £5 mit
der Frequenz, die der Differenz zwischen der Winkelfrequenz des Erregerstroms und der Frequenz gleich ist,
die durch die Rotation des Zahnläufers 7 in bezug auf die Zähne 10 des Ständers 8 bedingt ist.
Es liegt auf der Hand, daß beim Anschließen der Erregerwicklungen Ci - Ua, U2 — Us und U3 - LZ6 an ein
gegenläufiges Dreiphasensystem (d. h., der Verschiebungswinkel der Ströme in den Ericgerwicklungen wird
minus 120° sein) und bei der Beibehaltung derselben
Drehrichtung des Läufers 7 die in den Ankerwicklungen Ci - Ca, C2 - C und Ci - G erzeugten EM K Ei, E1 und E5
die Summenfrequenz haben werden.
Analog zu den beschriebenen Varianten (Fig. I und
2) der Induktormaschinen können Formeln für die EMK der vorgeschlagenen lnduklormaschine bei beliebiger
anderer Phasenzahl der Erregerwicklung (außer Einphasenwicklung) und mit beliebiger Phasenzahl der
Ankerwicklung erhalten werden.
Es ist abschließend hervorzuheben, daß die in Fig, I
gezeigte Induktormaschine auch für ein Vierphasenerregersystem geeignet sein kann, wenn man in jeder der
vier Erregerspulen 6 einzelne Herausführungen macht und sie an die einzelnen Phasen des Vierphasensysterns
der Erregerspeisung anschließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- si22 OOPatentanspruch:lnduktormaschine mit einem wicklungslosen, gezahnten Läufer und mit einem Ständer mit einer in > dessen Nuten angeordneten Mehrphasenerregerwicklung, die an eine Mehrphasenstromquelle mit veränderbarer Frequenz angeschlossen ist, und mit einer Ein- oder Mehrphasenankerwicklung, deren jede Phase aus mindestens zwei in Reihe geschalteten Strängen besteht, die aus einzelnen Spulen gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Strängezahl jeder Pha:.;e der Ankerwicklung (5; 11) der Phasenzahl der Erregerwicklung (6) entspricht, jeder Strang von seiner Erregerwick- is lungsphase (-4,-Xi, A2-X1; U\ - ίΛ. U1-U-,, Ui-Ub) erregt wird und die Spulen des einen Stranges gegenüber entsprechenden Spulen des anderen Stranges um einen elektrischen Winkel versetzt sind, der dem Winkel zwischen zwei :o benachbarten Vektoren des Erregerspannungsystems gleich ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722200749 DE2200749C3 (de) | 1972-01-07 | 1972-01-07 | Induktormaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722200749 DE2200749C3 (de) | 1972-01-07 | 1972-01-07 | Induktormaschine |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2200749A1 DE2200749A1 (de) | 1973-07-12 |
| DE2200749B2 true DE2200749B2 (de) | 1977-10-27 |
| DE2200749C3 DE2200749C3 (de) | 1978-06-15 |
Family
ID=5832543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722200749 Expired DE2200749C3 (de) | 1972-01-07 | 1972-01-07 | Induktormaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2200749C3 (de) |
-
1972
- 1972-01-07 DE DE19722200749 patent/DE2200749C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2200749C3 (de) | 1978-06-15 |
| DE2200749A1 (de) | 1973-07-12 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
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