DE2200560A1 - Mehrfachpflanzensockel - Google Patents
MehrfachpflanzensockelInfo
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Description
David Rack in Salzburg (Österreich)
Mehrfa chpflan zen s ο cke1
Die Erfindung betrifft einen Mehrfachpflanzensockel,
der aus einem dünnwandigen, mehrere mit erdigem T^flanzensubstrat gefüllte Kammern bildenden Formkörper
besteht.
Um möglichst rationell die Anzucht einer großen Anzahl von Pflanzen durchführen zu können, sind bereits
Plastiktöpfe bekannt geworden, die eine Mehrzahl von Kammern bilden, in die Pflanzensubstrat eingefüllt wird.
In diese mit Einheitserde oder torfhaltiger Erde gefüllten Kammern wird jeweils eine Pflanze als Samen oder Setzling
eingesetzt, wo sie bis zum Auspflanzen verbleibt. Vor dem Auspflanzen, beispielsweise in das Preiland, müssen die
Pflanzen jedoch aus diesen Plastiktöpfen herausgenommen werden, da die Plactikwönde der Kammern für den Wurzelstock
nicht durchwachsbar sind. Dabei muß darauf geachtet werden, daß der Wurzelballen nicht beschädigt wird, damit
ein ungestörtes Weiterwachsen der Pflanze gewährleistet ist,
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Diese Nachteile können durch den Vorteil einer mehrfachen Verwendung der Plastiktöpfe nicht aufgehoben werden, da
die mehrfache Verwendung der Plastiktöpfe mit der Gefahr verbunden ist, daß sich in den Plastiktöpfen Schimmelpilze
einnisten, die eine Infektionsgefahr fUr die nächsten
Pflanzen bedeuten. Abgesehen davon eignen sich diese Plastiktöpfe auch kaum für den Versand der Pflanzen, da
bei einem Umfallen oder Kippen des Plastiktopfes die in die Kammern gefüllte Erde herausfällt.
TJm vor allem die Nachteile zu beseitigen, die sich aus der Notwendigkeit des Herausnehmens der Pflanzen
aus den Plastiktöpfen vor dem Aussetzen in den Mutterboden ergeben, wurden Pflanzentöpfe entwickelt, die aus einer
Vielzahl von neben- und hintereinander angeordneten, nach oben und unten offenen Papierkammern bestehen. Diese
Pflanzentöpfe müssen auf eine entsprechende Unterlage, beispielsweise ein Aluminiumblech, aufgelegt werden, bevor
sie mit Erde gefüllt werden, wobei darauf geachtet werden muß, daß ein inniger Kontakt zwischen der Erde und der
Topfwand hergestellt wird, damit ein fester, transportfähiger Ballen entstehen kann. Die in diese mit Erde gefüllten
-fapierkammern eingesetzten Pflanzen können nun, ohne aus
dem Topf herausgenommen werden zu müssen, in den Mutterboden ausgesetzt werden, da der Wurzelstock nach unten ohne
Behinderung in den Mutterboden einwachsen kann und das den Wurzeltopf bildende Papier mit der Zeit verrottet. Dieser
Vorteil, der ein ungehindertes Weiterwachsen des Wurzelstockes in alle Richtungen beim Aussetzen der Pflanze
jedoch nicht gewährleisten kann, wird aber durch den Nachteil aufgehoben, daß diese Pflanzentöpfe für den Versand
in eigene Behälter verpackt werden müssen, da die Wurzelballen in der Papierkammer keinen genügend festen Zusammen-
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— 2 —
halt "besitzen und zerstört werden wurden. TJm das Zerteilen
dieser PflanzehtÖpfe zu vereinfachen, sind.die einzelnen
Papierkammern mit einem wasserlöslichen Leim zusammengeklebt, so daß sich die einzelnen Kammern nach dem Angießen
voneinander lösen, was wiederum den Nachteil mit sich bringt, daß jede einzelne Kammer für sich vor dem Transport
verpackt werden muß. Abgesehen davon ist ein sauberes Lagern von Pflanzen in diesen Topfen nicht möglich, da aus den
unten offenen Kammern immer Erde herausbröseln wird.
Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, diese Mangel zu beseitigen und einen Pflanzensockel zu
schaffen, der als Hauptbestandteil des Pflanzensubstrates Erde, Torf u.dgl. enthält, ohne besondere Verpackung verschickt
werden kann, eine saubere Lagerung gewährleistet und direkt in den Mutterboden ausgesetzt werden kann.
Ausgehend von einem Mehrfachpflanzensockel der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die gestellte
Aufgabe dadurch, daß der zugleich als Verpackung dienende Formkörper aus einem elastischen, porösen, durchwachsbaren
Schaummaterial, beispielsweise aus Polyäther-Polyurethanschaumstoff mit niedrigem Raumgewicht, besteht,
daß die einzelnen Kammern krümeldicht abgedeckt sind und daß der !Formkörper entsprechend den einzelnen Kammern
gegebenenfalls in Einzelpflanzensockel zerteilbar ist. Je nach dem Zeitpunkt, zu welchem der Pflänzling (Same,
Setzling, Triebling, Knolle od.dgl.) in den Sockel eingesetzt wird, verbleibt für den Gärtnereibetrieb entweder
nur die Abdeckung des Sockels oder lediglich die Einbringung des Pflänzlings in den allflächig verschlossenen
, Sockel, wobei im ersteren Pail der Pflänzling mit dem
erdigen Pflanzensubstrat in den Formkörper und im zweiten Fall der Pflänzling durch Einstecken in den allflächig
verschlossenen Sockel eingebracht wird.
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Die Abdeckung des erfindungsgemäßen Pflanzensockels
kann ein feines Gitter, Netz, Gewebe oder Vlies aus natürlichen oder synthetischen Pasern oder Metall sein
und mit dem Formkörper durch Verklebung, Verschweißung oder mechanischer Befestigung mittels Klammern krümeldicht
verbunden werden. Besonders günstige Verhältnisse ergeben sich aber, wenn die Abdeckung für die einzelnen Kammern,
wie der Formkörper selbst, aus Polyurethanschaumstoff auf Polyester- oder Polyätherbasis besteht, da dann jeder
Wurzelballen von einer einheitlichen Hülle umgeben ist.
Eine derartige allflächige Umhüllung des erdigen Pflanzensubstratsockels hat gegenüber den bereits bekannten
Pflanzensockeln den großen Vorteil einer rationellen und sauberen Arbeitsweise, wobei die Pflanzensockel stoßgesichert
und bestens wärmeisoliert sind sowie eine gute Formstabilität besitzen, so daß eine eigene Verpackung
zum Versenden der Pflanzen überflüssig wird. Die Umhüllung aus Polyurethanschaumstoff auf Polyester- oder Polyätherbasis
gewährleistet dabei eine gute Durchwachsbarkeit, wobei durch Einbettung von Pflanzennährstoffen in den
Schaumstoff gleiche Ernährungsbedingungen für die Pflanze beim Durchwachsen der Umhüllung erreicht werden können,
so daß ein ungehindertes Wachstum der Pflanze sowie eine gute Durchlüftung und Regelung des Wasserhaushaltes auch
nach dem Aussetzen in den Mutterboden gewährleistet ist.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel schematisch in einem teilweise
geschnittenen Schaubild dargestellt.
Der erfindungsgemäße Mehrfachpflanzensockel besteht aus einem dünnwandigen, mehrere Kammern 1 bildenden
Formkörper 2 aus Polyurethanschaumstoff auf Polyesteroder Polyätherbasis mit niedrigem Raumgewicht von etwa
18 bis 50 kg/cm . Die Kammern 1 des Formkörpers sind mit erdigem Substrat 3, das alle für die Ernährung der Pflanze
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wesentlichen Stoffe enthält* gefüllt und mit einer Abdeckung
4 krümeldicht verschlossen, so daß eine allflächige Umhüllung des erdigen Pflanzensubstratsockels
entsteht, der stoßgesichert und bestens wärmeisoliert ist sowie gute Formstabilität besitzt.
Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Mehrfachpflanzensockels
brauchen lediglich die serienmäßig vorgefertigten Formkörper mit erdigem Pflanzensubstrat, das
entsprechende Düngemittel enthält, gefüllt und mit Hilfe der Abdeckung krümeldicht verschlossen zu werden, wobei
der Pflänzling entweder vor dem Verschließen oder nach dem Verschließen eingesetzt werden kann.
Besonders einfache Verhältnisse ergeben sich, wenn die Abdeckung 4 für die einzelnen Kammern 3 mit dem
Formkörper 2 an einer Kante schwenkbar verbunden ist, da dann lediglich die Abdeckung über den Formkörper geklappt
und mit diesem verbunden werden muß. Besteht die Abdeckung, wie in der Zeichnung dargestellt, aus dem gleichen porösen
Schaumstoff wie der Formkörper 2, so kann die Abdeckung beispielsweise längs der Kante 5 an den Formkörper angeformt
sein, was weitere Vorteile mit sich bringt.
Um den Pflänzling in den bereits verschlossenen Pflanzensockel einsetzen zu können, wird entweder in die
Abdeckung oder in den Boden des Fonnkörpers eine kleine Öffnung geschnitten. Wird der Pflanzensocke Mimgedreht, so
daß er auf der Abdeckung aufliegt, und durch den Boden des Formkörpers der Pflänzling eingesetzt, so ergibt sich der
Vorteil, daß für den Wurzelstock der Pflanze auf Grund der sich erweiternden Kammern 1 mehr Pflanssensubstrat zur Verfügung
steht.
Vor dem Verschicken der Pflanzen bzw. vor dem Aussetzen der Pflanzen in den Mutterboden kann der Pflanzensockel
je nach Bedarf in Einzelpflanzensockel zerschnitten
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werden, wobei auch jeder Einzelpflanzensockel krümeldicht verschlossen ist und die gleichen Vorteile wie der Mehrfachpflanzensockel
aufweist.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel
beschränkt. So könnte beispielsweise, wie bereits ausgeführt, die Abdeckung für den Formkörper ein feines Gitternetz,
Gewebe oder Vlies sein und durch Heftung, Verklebung oder Verschweißung mit dem Formkörper verbunden sein. Zu
diesem Zweck kann der Formkörper an seinen Oberkanten auch mit Absätzen zur Paßeinlage der Abdeckung versehen sein.
An Stelle einer solchen krümeldichten Abdeckung kann der mit einem Pflanzensubstrat und den Pflänzlingen bereits
gefüllte Formkörper auch durch eine Kunststoffolie gegebenenfalls in einem Schrumpfungsprozeß verschlossen
werden, wobei vor der Einpflanzung des Sockels in den jeweiligen Mutterboden die Deckfolie durch Messerschnitte
an den Keimstellen der Pflänzlinge aufgeschlitzt wird, um dem entstehenden Pflanzenkeim den Durchtritt durch die
Abdeckung zu ermöglichen.
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Claims (3)
1. Mehrfachpflanzensockel, bestehend aus einem dünnwandigen, mehrere mit erdigem Pflanzensubstrat gefüllte
Kammern bildenden Formkörper, dadurch gekennzeichnet, daß der zugleich als Verpackung dienende
Formkörper (2) aus einem elastischen, porösen, durchwaehsbaren Schaummaterial, beispielsweise aus Polyäther-Polyurethanschaumstoff
mit niedrigem Raumgewicht, besteht, daß die einzelnen Kammern (1) krümeldicht abgedeckt
sind und daß der Formkörper (2) entsprechend den einzelnen Kammern (1) gegebenenfalls in Einzelpflanzensockel
zerteilbar ist.
2. Mehrfachpflanzensockel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung füi/die einzelnen Kammern
(1), wie der Formkörper (2) selbst, aus Polyurethanschaumstoff auf Polyester- oder Polyätherbasis besteht.
3. Mehrfachpflanzensockel nach Anspruch 1 oder 2;
dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (4) für die einzelnen Kammern (1) mit dem Formkörper (2) an einer
Kante (5) schwenkbar verbunden ist.
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