DE20019725U1 - Pflanzanordnung zum Anlegen von Reihen- und Gruppenkulturen - Google Patents
Pflanzanordnung zum Anlegen von Reihen- und GruppenkulturenInfo
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Classifications
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Description
Pflanzanordnung zum Anlegen von Reihen- und Gruppenkulturen
Die Erfindung betrifft eine Pflanzanordnung zum Anlegen von Reihen- und Gruppenkulturen, wie z.B. Balkonkästenbepflanzungen oder Hecken.
Gruppenkulturen, bei denen es wie z.B. bei Hecken auf einen möglichst dichten Bewuchs, d.h. gegenseitiges Berühren und Durchdringen sowohl des Wurzelwerks als auch der aufstrebenden Pflanzen ankommt, werden derzeit immer noch durch das Nebeneinandersetzen einzelner Pflanzen vor Ort hergestellt. Diese Vorgehensweise ist zeitaufwendig und teuer. Ferner ist jede Umsetzung einzelner Pflanzen vom Anzuchtzum Pflanzort mit einer Schädigung zumindest des äußeren Wurzelwerks verbunden und birgt daher die Gefahr, dass durch nicht ausreichende Sorgfalt bei der Umsetzung einzelne Pflanzen nicht anwachsen. An solchen Stellen muß dann zur Vermeidung von Lücken nachgepflanzt werden.
Ausfalle können aber auch durch eine mangelnde nachfolgende Pflege der frisch gepflanzten Gehölze oder auch durch zu schwach entwickeltes Pflanzmaterial entstehen. Fehlende Sorgfalt oder auch mangelnde Erfahrung im Umgang mit Pflanzen führen besonders dann zu wirtschaftlichen Nachteilen, wenn es sich um teuere Pflanzen handelt. Das Pflanzen bestimmter Gehölze, die ein spezielles fachliches Können und Erfahrung verlangen, sowie die Anlage von besonders geformten Hecken kann von Laien ohnehin nicht ohne weiteres durchgeführt werden.
Die Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Anlegen von Reihen- und Gruppenkulturen zu schaffen, mit der Reihen- und Gruppenkulturen in kürzerer Zeit und auch ohne besondere gärtnerische Fähigkeiten mit hoher Erfolgssicherheit ausgeführt werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des ersten Anspruchs gelöst. Die folgenden Ansprüche 2 bis 4 betreffen die zweckmäßige Ausführung von Behältnissen zur Herstellung von Pflanzanordnungen.
Durch die erfindungsgemäße Pflanzanordnung entstehen Reihen- und Gruppenkulturen nicht mehr durch die Aneinanderreihung von einzelnen Pflanzen vor Ort, sondern durch das Nutzen der erfindungsgemäßen Behältnisse, in die zu einer Gruppe formierte Pflanzen eingesetzt werden. Das hat den Vorteil, dass den Kunden bereits gut entwickelte Pflanzungen als laufende Meter angeboten werden können. Diese brauchen dann nur noch an der vorgesehenen Stelle in das Erdreich gebracht zu werden. Hierzu wird entweder ein spatentiefer Graben gezogen und die Reihen- und Gruppenkultur samt Behältnis hineingelegt, oder das Behältnis auf den Boden aufgesetzt und angehäufelt. Diese Arbeiten sind ohne besondere gärtnerische Kenntnisse möglich, Wurzelverletzungen werden ohne weiteres vermieden. Für den Kunden ist diese Verfahrensweise auch mit einer wesentlichen Zeiteinsparung verbunden. Außerdem gewinnt der Kunde bereits beim Kauf einen Eindruck von dem Zustand der zukünftigen Hecke.
Als zusätzlicher Vorteil der Erfindung ergibt sich für den Fachbetrieb die Möglichkeit, bereits bei der Anzucht sowohl über die Länge als auch im Querschnitt der Pflanzanordnung und der zugehörigen Behältnisse spezielle Formen zu erzeugen. Derartig vorkonfektionierte Kulturen sind für Ungeübte eine wesentliche Erleichterung bei der Gestaltung von Hecken.
Aus gärtnerischer Sicht bietet die Erfindung weitere Vorteile. Gehölze, die von Haus aus gerne frei stehen, wie z.B. bestimmte Koniferen, können von Anfang an an Reihenwuchs, bei dem sie sich gegenseitig berühren, gewöhnt werden, die Reihenoder Gruppenkultur in den Behältnissen bewirkt auch eine gute gegenseitige Verwurzelung der Pflanzen, wodurch Ausfälle von Pflanzen vermieden werden. Das ist gerade bei Hecken besonders wichtig.
Aber auch für die Balkonkästenbepflanzung bietet die Erfindung die genannten Vorteile. Hier kann der Balkonkasteneinsatz bereits vom Fachbetrieb fertig arrangiert und mit ausreichend Substrat, Depotdünger sowie präventiven Pflanzenschutzmitteln
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versorgt werden. Für den Kunden bleibt lediglich das Einsetzen in seinen Balkonkasten sowie das Gießen.
Für alle Anwendungsbereiche vereinfacht sich der Transport. Anstelle von einzeln eingetopften bzw. in Ballen gewickelten Kulturen werden nunmehr leicht handhabbare längliche Pflanzbehältnisse angeboten, für den Einzelhandel sind Längen zwischen 1 bis 2 Meter sicher ausreichend, während für mit Technik ausgerüstete Gärtnereien und Landschaftsgestalter aus Gründen einer schnelleren Arbeitsweise sicher auch längere Reihen- und Gruppenkulturen angeboten werden können.
Zur Anzucht sind im wesentlichen alle im Garten- und Landschaftsbau bisher üblichen Behältnisse und Materialien einsetzbar. Als Behältnisse für die Pflanzanordnung können z.B. für Balkonkästen oben für den Pflanzendurchtritt mit Öffnungen versehene Folienschläuche verwendet werden. Bei Gehölzen werden wiederum formstabilere Behältnisse, aus denen Wasser auch nach unten ablaufen kann, zum Einsatz kommen. Selbst engmaschige Gitterkörper sind möglich. Durch die Materialwahl kann auch die Richtung des Wurzelwachstums beeinflusst werden. Praktischerweise werden die Behältnisse aus biologisch abbaubaren Materialien bestehen, wie sie auch zur Verpackung von Wurzelballen verwendet werden.
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Beispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1 eine Gruppenpflanzung in einem Pflanzschlauch, Fig. 2 eine Gruppenpflanzung unterschiedlich hoher Gehölze in einem Balliertuch
und
Fig. 3 eine Mischbepflanzung in einem Pflanzschlauch aus verrottbarem Material für Beete und Balkonkästen.
Fig. 3 eine Mischbepflanzung in einem Pflanzschlauch aus verrottbarem Material für Beete und Balkonkästen.
Die in Fig. 1 dargestellte anwenderfertig geformte, homogene Gruppenpflanzung weist als Behältnis eine Trägerhülle 1 auf, die im vorliegenden Beispiel aus einer mit einem Substrat 2 gefüllten nicht verrottbaren Kunststofffolie besteht. An ihrer Ober- und
Unterseite besitzt die Trägerhülle 1 Öffnungen 3, wobei durch die oberen Öffnungen Heckenpflanzen 4 durchtreten und Wasser zu deren Wurzeln 5 gelangt. Überschüssiges Wasser kann durch die unteren Öffnungen 3 entweichen. Die an ihren Enden verschlossene Trägerhülle 1 dient nur zur Stabilisierung bei der Anzucht der Heckenpflanzen 4 sowie dem späteren Transport zum Bestimmungsort und wird dort vor dem Einsetzen in das Erdreich entfernt. Erkennbar ist die gute gegenseitige Verwurzelung der Heckenpflanzen 4 als eine Voraussetzung für eine stabiles Heckenwachstum.
Eine anwenderfertig geformte multible Pflanzengruppierung mit unterschiedlichen Gehölzen ist in Fig. 2 dargestellt. In bestimmten Anwendungsfällen der gärtnerischen bzw. Landschaftsgestaltung kann es gewünscht sein, höherwachsende Gehölze durch eine niedrige Unterpflanzung zu ergänzen. Hier können bereits durch den Gartenbaubetrieb größere vorkultivierte Gehölze 6 im Wechsel mit den niederwüchsigeren Heckenpflanzen 4 kombiniert werden. In diesem Beispiel wurde als Pflanzgefäß ein Balliernetz 7 aus Draht zur Stabilisierung eines die Wurzelballen umfassenden wasserdurchlässigen Tuches verwendet. Die Enden des Tuches sind verschlossen.
Die in Fig. 3 gezeigte anwenderfertige Pflanzengruppierung stellt ein modisches Arrangement einer Balkonkastenbepflanzung dar. Hängend blühende Pflanzen 8 wechseln sich mit aufrecht blühenden Pflanzen 9 ab. Für diese kurzlebigen Kulturen wurde als Behältnis eine verrottbare Anzucht- und Transporthülle 10 verwendet, die aus den an sich bekannten Materialien wie Jute-Tuch, Kokosmatte, Papierflies, Pappoder Torfpressmaterialien bestehen kann und ebenfalls an ihren Enden verschlossen ist.
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| 1 | Trägerhülle |
| 2 | Substrat |
| 3 | Öffnungen |
| 4 | Heckenpflanzen |
| 5 | Wurzeln |
| 6 | vorkultivierte Gehölze |
| 7 | Balliernetz |
| 8 | hängend blühende Pflanzen |
| 9 | aufrecht blühende Pflanzen |
| 10 | Anzucht- und Transporthülle |
Claims (4)
1. Pflanzanordnung zum Anlegen von Reihen- und Gruppenkulturen, bei der gleichartige oder in ihrer Art verschiedene Pflanzen oder Sämlinge, eine Reihe bildend, z. B. zum Anlegen einer Hecke, in den Boden eingesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Pflanzen (4, 6, 8, 9) oder Sämlinge in einem länglichen Behältnis (1, 7, 10) angeordnet sind, in diesen zum Zweck der Pflege bis zum Erreichen einer zum Verpflanzen geeigneten Größe verbleiben und danach das gesamte Behältnis mit seinen aufgereihten Pflanzen an seinen Bestimmungsort in den Boden eingesetzt wird.
2. Pflanzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis aus einer biologisch abbaubaren flexiblen Hülle (1) besteht, die zumindest an ihrer Oberfläche Öffnungen (3) aufweist.
3. Pflanzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis aus einer biologisch abbaubaren formstabilen Hülle (10) besteht, die zumindest an ihrer Oberfläche Öffnungen (3) aufweist.
4. Pflanzanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle aus einem Gitternetzwerk (7) besteht.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE20019725U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN103250533A (zh) * | 2013-04-18 | 2013-08-21 | 浙江森禾种业股份有限公司 | 一种植物绿篱墙的培育方法 |
| CN107873325A (zh) * | 2017-11-30 | 2018-04-06 | 陈敏梅 | 沙漠植物种植袋 |
| CN113080049A (zh) * | 2021-04-30 | 2021-07-09 | 深圳市蔬心宝科技有限公司 | 新型基质育苗盘、育苗系统及育苗方法 |
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2000
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| CN103250533A (zh) * | 2013-04-18 | 2013-08-21 | 浙江森禾种业股份有限公司 | 一种植物绿篱墙的培育方法 |
| CN103250533B (zh) * | 2013-04-18 | 2014-07-23 | 浙江森禾种业股份有限公司 | 一种植物绿篱墙的培育方法 |
| CN107873325A (zh) * | 2017-11-30 | 2018-04-06 | 陈敏梅 | 沙漠植物种植袋 |
| CN107873325B (zh) * | 2017-11-30 | 2020-11-20 | 张官明 | 沙漠植物种植袋 |
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