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DE2200061A1 - Verfahren zur Herstellung eines photoleitfaehigen Pulvers - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines photoleitfaehigen Pulvers

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DE2200061A1
DE2200061A1 DE19722200061 DE2200061A DE2200061A1 DE 2200061 A1 DE2200061 A1 DE 2200061A1 DE 19722200061 DE19722200061 DE 19722200061 DE 2200061 A DE2200061 A DE 2200061A DE 2200061 A1 DE2200061 A1 DE 2200061A1
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cadmium
powder
chloride
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photoconductor
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Behringer Arthur Joseph
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Xerox Corp
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G5/00Recording members for original recording by exposure, e.g. to light, to heat, to electrons; Manufacture thereof; Selection of materials therefor
    • G03G5/02Charge-receiving layers
    • G03G5/04Photoconductive layers; Charge-generation layers or charge-transporting layers; Additives therefor; Binders therefor
    • G03G5/08Photoconductive layers; Charge-generation layers or charge-transporting layers; Additives therefor; Binders therefor characterised by the photoconductive material being inorganic

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photoreceptors In Electrophotography (AREA)

Description

Patentanwälte Dipl.-Ing. F. Weickmann,
Dipl.-Ing. H. Weickmann, Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke Dipl.-Ing. F. A.Weickmann, Dipl.-Chem. B. .Huber
8 MÜNCHEN 86, DEN
POSTFACH 860 820
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 48 39 21/22
Kn
CASE: Z.76O(XD/3O11)~CLC
XEROX CORPORATIOIi, Rochester, N.Y.I46O3/USA
Xerox Square
"Verfahren zur Herstellung eines photoleitfähigen Pulvers"
Die Erfindung betrifft ganz allgemein ein Verfahren zur Herstellung von photoleitfähigein Cadmiumsulfid, Cadmiumselenid und Cadmiumsulfoselenid, insbesondere ein Verfahren zur Herstellung derartiger Pulver mit verbesserten Eigenschaften.
Die photosensitiven Eigenschaften von Cadmiumsulfid sind eeit einiger Zeit bekannt und es sind beträchtliche Anstrengungen unternommen worden, seine Eigenschaften für die Verwendung in speziellen Vorrichtungen zu modifizieren und zu verbessern.
l% M A A A
Pur viele Anwendungen ist die ideale photoleitfähige Vorrichtung eine solche, die einen perfekten Isolator darstellt, * wenn sie nicht der Einwirkung von aktivierender Strahlung, wie Licht, ausgesetzt ist unddie, einen perfekten Leiter darstellt, wenn sie der Einwirkung einer aktivierenden Strahlung hoher Intensität ausgesetzt wird. Die große Mehrheit photoleitfähiger Vorrichtungen jedoch verhält sich in Wirklichkeit in Abwesenheit von aktivierender Strahlung, wie Leiter mit ziemlich hohem Widerstand und in Anwesenheit von aktivierender Strahlung wie Leiter mit niedrigerem Widerstand. Je nach dem Anwendungsgebiet kann eine photoleitfähige Vorrichtung einen hohen oder niedrigen spezifischen Widerstand besitzen. Wichtig ist das Verhältnis von Signal zu Rauschen. Relativ niedrige spezifische Dunkelwiderstände, in der Größenordnung von 10 bis 10 Ohm-cm, können toleriert werden, solange ein ausreichendes Verhältnis Signal zu Rauschen verbunden mit adäquater Photoempfindlichkeit gegeben ist, für die spezifische "Bildanwendung, die den Photorezeptor benutzt. Der zulässige Mindestdunkelwiderstand (spezifischer Widerstand) wird dann für diese spezifische Anwendung kennzeichnend sein. Die Erfordernisse bezüglich des Verhältnisses Signal zu Rauschen sind für die meisten Photoleiteranwendungen derart, daß das Material im allgemeinen so gemacht ist, daß es eine Quantenausbeute von 1 gewährleistet. Das heißt, für jedes einfallende Photon ist die Zahl der Ladungsträger, die fließen, gleich 1. Im speziellen Fall der Xerographie ist die maximal mögliche Ausbeute 1. Der Wirkungsgrad für die Erzeugung von Ladungsträger ist daher das Schlüsselmerkmal eines Photoleiters für die xerographische Anwendung.
Mit Bindemittelschichten ist es möglich, photoleitfähige Pigmente mit relativ niedrigen spezifischen Widerständen zu verwenden, wenn das Matrixmaterial zwischen die Pigmentpartikel tritt. Die Schicht bietet keine wirkungsvollen Durchlaufeigenschaften, sie kann jedoch in der Einzelmethode verwendet wer-
den, wie z.B. das Phthalozyaninpapier. Mit einem Photoleiter vom Typ des Einfach.-Ladungsträgers ("single carrier"), wie CdS, ist es möglich, mit relativ niedrigen spezifischen Widerständen su arbeitenβ Während der Aufladung werden die beweglichen Ladungsträger herausgetrieben, so daß eine Sperrschicht gebildet wird. Solange die Ladungsdichte der Sperrschicht nicht zu hoch ist, kann die xerοgraphische Arbeitsweise noch äußerst wirkungsvoll sein«
Der Grund, weswegen ein Photoleiter mit diesen Eigenschaften nötig ist, wird nach einer kurzen Erklärung des am häufigsten verwendeten xerographischen Verfahrens klar. In dem Verfahren, wie es zuerst in der U.S.-Patentschrift 2 297 691 beschrieben worden ist, erhält ein Photoleiter zuerst eine gleichmäßige elektrostatische Ladung auf seiner Oberfläche, dann wird er mit einem Bild aus aktivierender elektromagnetischer Strahlung belichtet. Ein latentes elektrostatisches Bild bildet sich dann auf dem Photoleiter, da die belichteten Gebiete des Photoleiters relativ leitfähig iverden und daher die Auflösung der Ladung in jenen Gebieten gestatten, wohingegen die Ladung in den nicht-belichteten Gebieten aufrechterhalten wird. Dieses latente elektrostatische Bild wird dann entwickelt oder sichtbar gemacht durch die Abscheidung von feinverteiltem elektroskopischem Markierungsmaterial auf der Oberfläche des Photoleiters, die mit dem Motiv des latenten elektrostatischen Bildes übereinstimmt. Das sichtbare Bild kann dann betrachtet werden oder in situ auf dem Photoleiter verwendet werden oder es kann auf eine zweite Oberfläche, z.B. ein Kopierpapier, übertragen werden. Somit wird klar, daß der photoleitfähige PiIm einen genügend hohen spezifischen Dunkelwiderstand besitzen muß, damit er seine Anfangsladung in den Gebieten, die nicht belichtet worden sind, wenigstens so lange aufrechterhält, wie für die Belichtung und- Entwicklung des Photoleiters erforderlich ist. In Abhängigkeit von der Ausgabemethode und der maschinellen Anwendung fand man, daß Photoreseptoren mit spezifischen Min-
destdunkelwiderständen in der Größenordnung von 10 Ohin-cm für diesen Zweck benötigt werden.
Obgleich photoleitfähige Isolatoren aus glasartigem Selen mit sehr zufriedenstellenden Ergebnissen im xerographischen Verfahren verwendet worden sind, wird ständig nach verbesserten Materialien gesucht, welche den erforderlichen spezifischen Dunkelwiderstand zusammen mit erhöhter Sensitiv!- tat, breiterer Spektralempfindlichkeit und anderen wünschenswerten Eigenschaften besitzen.
Cadmiumsulfid, Cadmiumselenid und Cadmiumsulfoselenide sind Materialien, die für die Verwendung in Photozellen, z.B. in Meßinstrumenten, Relais etc. und auch als praktische Alternativen für glasartiges Selen untersucht worden sind. In einem in der II.S.-Patentschrift 2 876 202 beschriebenen Verfahren beschreiben die Patentinhaber ein dreistufiges Verfahren, das zu Cadmiumsulfidpulver mit einer Teilchengröße im Bereich zwischen 5 und 40/um führt. Pur die Verwendung in einer xerographischen Methode müssen die Cadmiumsulfid- in einem transparenten Bindemittel oder einer Matrix mit sehr hohem elektrischem spezifischem Widerstand - in
15
der Größenordnung von 10 Ohm-cm - dispergiert werden. Man stellte fest, daß Partikel in diesem Größenbereich schon an sich Hindernisse darstellen für die Fabrikation von glatten Oberflächenschichten mit optimalen xerographischen Entwicklungseigenschaften. Partikel in diesem Bereich haben notwendigerweise schlechte Packungsdichte mit Beschränkungen bezüglich der Schichtdicke, was zu ungenügender Lichtausnutzung und einem erhöhten Gewichtsquantuia Photoleiter pro Flächeneinheit Photorezeptor führt. Eine mechanische Zerkleinerung der Partikel zu Teilchen mit einer Größe im Mikron- und Submikron-Bereich, beispielsweise durch Mahlen, löst nicht das Problem, da das Mahlen die Photoleitfähigkeit· des liaierials drastisch verringert.
!partikel
In einem in der U.S.-Patentschrift 2 995 4-74 beschriebenen ^ Verfahren wird Cadmiumsulfidpulver in der Größenordnung von 1 /um erhalten, indem man mit Kupfer gedoptes Cadmiumsulfid mit einem sorgfältig kontrollierten Milieu aus Wasserstoffs, Chlorwasserstoff und Schwefelwasserstoff behandelt. Die für diese Technik erforderliche spezielle Einrichtimg und die entscheidende Bedeutung, die der Aufrechterhaltung der richtigen Strömungsgeschwindigkeiten, Proportionen und Temperatüren zukommt, mag den Grund dafür abgeben, weswegen eine technische Anwendung dieses Verfahrens nicht stattgefunden hat.
Die Technik der Herstellung von Pigment-Photorezeptoren des Typs mit imprägnierter Matrix würde einen wesentlichen !Fortschritt erfahren 9 wenn Cu-Cl-aktiviertes Cadmiumsulfid, Cadmiumselenid oder Cadraiumsulfoselenid in diskreten Partikeln von weniger als 5/um mittleren Durchmessers »bezogen auf die"Oberfläche,hergestellt werden könnte,, ohne die oben genannte Milieusteuerung.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines verbesserten Verfahrens zur Herstellung von photo« leitfähigen Pulvern und zur Herstellung von photoleitfähigen Pulvern mit einer Teilchengröße, die der Verwendung ±n einer xerographisehen Methode angepaßt ist und die einen mittleren Durchmesser oberflächenbezogen :von weniger als 5/Ue besitzen»
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von photoleitfähigem Pulver, das dadurch gekennzeichnet ist, daß bei einer Temperatur zwischen 7000C ein Mitglied der Gruppe, die aus Cadmiumsulfid, Cadmiumselenid und Cadmiumsulfoselenid besteht, mifc einem Aktivatoranteil einer Vorstufe9 die .ein Mitglied der Gruppe, bestehend aus Kupfer und Silber, enthält \m& mit 0,01 bis =$ dar Zusammensetzung eines Mitglieds der G-xmpps,- foe=·
stehend aus Cadmiumchlorid und Zinkchlorid, gebrannt wird. ■
Mit Hilfe der vorstehenden Technik ist es möglich, gepulvertes photoleitfähiges Cadmiumsulfid, Cadmiumselenid und Cadmiuffisulfoselenid mit einer Teilchengröße von weniger als 5/um zu erhalten, das für xerographische Zwecke gut geeignet ist.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird auf die beiliegende Zeichnung verwiesen, darin stellt die einzige Abbildung eine Kurve dar, welche die Analyse der spektralen Empfindlichkeit eines Materials zeigt, das nach der vorliegenden Erfindung hergestellt worden ist.
Unter Anwendung des folgenden Grundverfahrens wurde eine Reihe von aktivierten Cadmiumsulfidzusammensetzungen hergestellt, wobei jede Zusammensetzung sich im Gewichtsprozentsatz an verwendetem Cadmiumchlorid unterschied»
Beispiele 1 bis 5
Ein Cadraiumsulfidpulver, im Handel erhältlich von General Electric Phosphor Division (Cleveland, Ohio) als "Electronic Grade 118-8-2" mit einem mittleren Durchmesser ,bezogen auf dieOberfläche, d —— (/um) von 2,6, wird mit einer wäßri-
v—s /
gen CuClg-Lösung so gemischt, daß etwa 0,01 % Cu, bezogen auf das Gewicht des CdS, eingeführt werden. Die Aufschlämmung wird getrocknet und das System wird zu einem feinen Pulver zerkleinert. Das Pulver wird in fünf gleiche Portionen aufgeteilt und jede wird mit einer separaten wäßrigen Lösung von CdCl2 so befeuchtet, daß 0,03; 0,09; 0,16; 0,28 und 0,53 Gew.-0Jo CdCIp in die entsprechenden Portionen eingeführt v/erden. Jede Portion wird 3 Stunden lang bei HO0C getrocknet und in kleine Stücke zerbrochen. Eine 45 g Menge von jeder Portion wird 5 Minuten lang in Quartaröhren bei 600°C kal-
,-.-Ιν,-t -_J- T-J- T> J--!
schreckt und die zerfallenen Beschickungen v/erden frei von Chlorldionen gewaschen. Jede Portion wird filtriert und bei HO0C getrocknet. Das erhaltene Pulver wird ohne weitere Behandlung auf Teilchengröße und elektrische Eigenschaften analysiert.
Beispiel 6
Zum Vergleich wurde ein aktiviertes Cadmiumsulfidpulver nach der Methode des Beispiels 1 der U.S.-Patentschrift 2 876 202 hergestellt.
Eine Mischung aus 90 Gew.-$ CdS (gleichen Ursprungs wie das CdS der Beispiele 1 bis 5), 9 Gew.-# GdCl2J, QS9 Gewo-# MH4-Cl und 0,02 Gew.-$ CuCIg wird bei 6OQ0G aa der- luft 20 Minuten lang erhitzt. Das erhaltene Pulver wird frei von wasserlöslichen Salzen gewaschen, filtrier'»; und. mit wäßriges 1,0 m 1IHAC1 und wäßrigem 0,1 a OaCl9 befeuchtet0 Das getrocknete Pulver wird durch ein Sieb mit einer lichten Masenem-zeite von 0,044 mm (325 mesh) gesiebt iraö bei 600°ö 20 Minutea lang kalziniert. Das Pulver aus der zn^X'i'i'a Kaiginiery;«g ΐ/irä mit 0,08 bis 0,3 Gew.-# Schwefel bei 5000C 10 Min«tea laug mitei? atmosphärischen Bedingungen und dann unter reduziertem !Druck
2
in der Größenordnung von 10 /um Hg behandelt» Das erhaltene Pulver wird bezüglich der Teilchengröße und der elektrischen Eigenschaften analysiert*
Pur die Analyse der Teilchengröße wird folgende Technik angewendet:
Jedes Pulversystem wurde bei einer Vergrößerung ύοώ 500Χ unter Benutzung eines Leitz-Mikroskopes mikroskopisch untersucht. Dies stellte ein Aussiebverfahren darP um flie allgemeine G-rös- ;se ωΏά' Gestalt eier Teilchen zu untersuchen und um der iraaeri-.■öli^H Analyst® nach äsr "Coulter Coimter-Hethode" visuelle
Unterstützung zu gewähren. Da viele der Partikel unter der Mindestgröße lagen, die im Coulter Counter (das ist < 1 /um) ; gefunden wird, wurde der Zahlenwert auf eine log-Normalverteilung programmiert, die - wie man fand - das Pulversysteia nachahmte und erlaubte, den mittleren Durchmesser,bezogen auf die Oberfläche (d—-)CC aus den resultierenden Vierten des geometrischen Mittels und der Standardabweichung über die folgende Relation abzuleiten:
(1) log (d—) = log (dp - 1,151 (log crg)2
In Gleichung (1) ist d' der geometrische Mittelwerts-
durchmesser der Gewichtsverteilung entsprechend dem 50 Niveau auf dem log-Wahrscheinlichkeitsverlauf; cT · ist die Standardabweichung definiert alc das Durchmesserverhältnis das den 84 und 50 # Niveaus auf der log-V/ahrscheinlichkeitskurve entspricht:
ι =
d (80 °/o Niveau)
e d (50 $> Niveau)
Der abgeleitete mittlere Durchmesser,oberflächenbezo^enj d—— erklärt dann die Gesamtpartikelzahl:("όοtal particulate population")
Partikel-Charakterisierung
Beispiel Ur* # CdCl2 d / um)
"Coulter Counter11
(Coulter-Zähler)
1 0,03 2,88
2 0,09 2,77
3 0,16 2,74
4 0,28 2,63
5 0,53 2,97
6 9,0 15,0
*G.E.CdS 0,00 2,60
*Ausgangsmaterial
Aus der Tabelle ist ersichtlich., daß das Verfahren der Beispiele 1 bis 5» in welchen vergleichsweise kleine Anteile
CdCIp verwendet wurden, kein signifikantes Partikelwachstum gegenüber den Abmessungen des ursprünglichen Ausgangsmateriales zur Folge hatte. Dagegen führte das Verfahren des
Beispiels 6, welches die vergleichsweise großen Anteile von 9 fo CdCIg verwendete, zu einem beträchtlichen Par tike !wachstum, verglichen mit dem Ausgangsmaterial.
TJm ein nach dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestelltes typisches Pulver auf seine Brauchbarkeit in einem
xerographischen Verfahren zu bewerten, wurde eine xerographische Platte v/ie folgt hergestellt:
Eine Mischung aus dem photoleitfähigen Pulver des Beispiels und Polyurethan, ein wärmehärtendes Harzprodukt, das im Handel
als Zar von "United Gilsonite Laboratory, Scranton,
u
Pennsylvania, erhältlich Ia1U3 wird in einem 1:1-Volum«iiiver-
- ίο -
hältnis hergestellt. Ein geeignetes organisches Lösungsmittel; wird als Medium für das Polyurethan verwendet. Eine 25 bis 35/u dicke Schicht dieser Zusammensetzung wird durch Siebdruck auf ein "Nesa"-Glassubstrat aufgebracht (Glas, das mit einer dünnen, transparenten, leitfähigen Zinnoxydschicht beschichtet ist), welches die Gelegenheit zu einer visuellen Untersuchung der Pulververteilung im organischen Kunststoff schafft. Der PiIm ist extrem glatt und die Partikel sind im gesamten Kunststoff gleichmäßig verteilt und in guter Packung.
Diese Platte erhielt eine Korona-Aufladung auf -300 Volt und wurde dann dunkel entladen. Die Geschwindigkeit wurde mit ungefähr 5 Volt/Sek. ermittelt. Bei der Belichtung mit Spektrallicht von 2 χ 1012 hv/cm2-Sek. Flußintensität entsprach ihre Spektralempfindlichkeit derjenigen, die durch die Kurve der Zeichnung dargestellt ist. Diese Kurve zeigt die anfänglichen photoinduzierten Entladungsgeschwindigkeiten und zeigt, daß die Platte die für die xerographische Verwendung erforderlichen passenden photoelektrischen Eigenschaften besitzt. Die Restplattenspannung nach Belichtung schwankte von wenigen Volt bis sum Null-Potential,
An Materialien der Beispiele 1 bis 5 und an dem photöleitfähigen CdS-Produkt, das nach der bevorziigten "Busanovich-Methode" hergestellt worden war, wurden Dauerzustandsdunkel- und Photostrom-Messunfren (λ 5850 a, 2 χ 10 hv/cm -Sek.) vorgenommen, in einer vergleichbaren, von Busanovich beschriebenen Weise. Die Ergebnisse vervollständigten in allen Beispielen die in der Xerographie bekannte spektrale Photosensitivität, indem sie anzeigten, daß der spezifische Widerstand wenig-
1?
stens 10 Ohm-cni ist, das Verhältnis von Signal zu Rauschen
4 6
im Bereich von 10 bis 10 liegt und die Photoempfindlichkeit vergleichbar mit derjenigen ist, die bei dem "Busanovich-Pulver" gefunden wurde. Diese elektrischen Eigenschaften ge-
nügen den für einen brauchbaren Photoleiter erforderlichen VorT aussetzungen mehr für die allgemeine Anwendung als für den speziellen Gebrauch in der Xerographie.
Häufig wurde gefunden, daß bei der Kalzinierung bei 60O0C im oberen Bereich der Plußmittel-Konzentration von 1 Gew.-#, die bevorzugten elektrischen Eigenschaften in der Xerographie nicht vollkommen verwirklicht wurden, wegen dem niedrigen elektrischen Dunkelv/ider stand, einer Verringerung des Verhältnisses Signal zu Rauschen und einer trägen Photoreaktion. Es wurde gezeigt, daß eine Schwefelbehandlung gemäß dem Stand der Technik (Busanovich, TJ.S.-Patentschrift 2 876 202) dieses Verhalten kompensiert, wobei man ein Materia,! mit den bevorzugten elektrischen Eigenschaften erhält:
1"*>
elektrischer Dunkelwiderstand, 10 Ohin-cin; Verhältnis von Signal zu Rauschen, 10 bis 10 ; Ansprache von Dunkel auf Photobedingungen innerhalb 1 bis 2 Sekunden bei der lateralen Leitfähigkeitsanalyse.
Es ist klar, daß anstelle von Cadmiumsulfid als Grundmaterial Cadmiumselenid und Gemische von Cadmiumsulfid und Cadmiumselenid verwendet werden können. Anstelle von Cadmiumchlorid kann Zinkchlorid verwendet werden«, Obwohl diese Materialien im Bereich von 0,01 bis 1 Gew.-$ des photoleitfähigen Pulvers verwendet werden können, liegt ein bevorzugter Bereich bei 0,03 bis 0,5 #« Ein Silberaktivator kann als Äquivalent für Kupfer verwendet werden. Diese können in Porm ihrer Salze, z.B. als Kupferchlorid, Kupfernitrat, Silbernitrat, Silberchlorid etc. eingeführt werden. Der. Aktivatoranteil von Kupfer oder Silber und Chlor wird während des Brennens in das Grundmaterial eingebracht. Diese Menge ist extrem gering und liegt
1 2
im allgemeinen in der Größenordnung von 10 bis etwa 10 ppm (Teile pro Million) Aktivator*, bezogen auf das Gewicht des Grundmaterials.
Die Brenntemperatur liegt im allgemeinen im Bereich, von 500 bis 70O0C, vorzugsweise bei etwa 6000C. Die Brennzeit sollte wenigstens so lange sein, daß die Aktivatorionen in das Grundmaterial einverleibt werden. Bei 6000C kann dies gewöhnlich in 1 bis 10 Hinuten erreicht werden. Wenn man daher von photoleitfähigem Pulver mit einer Teilchengröße von weniger als 5/um ausgeht, kann es nach dem vorliegenden Verfahren ohne ein bedeutungsvolles Kornwachstum aktiviert werden.
Es ist klar, daß anstelle der Verwendung von Cadmiumsulfid, Selenid oder Sulfoselenid als Ausgangsmaterial bis zu 50 Gew.-i» Zink in diesen Verbindungen vorliegen können.

Claims (5)

  1. PAfEITAISPEUCHE :
    Verfahren zur Herstellung von photoleitfähigem Pulver, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Temperatur zwischen 500 bis 70O0C Cadmiumsulfid, Cadmiumselenid und/oder Cadmiumsulfoselenid mit einem Aktivatoranteil einer Vorstufe, die Kupfer und/oder Silber enthält, und mit etwa 0,01 bis 1 Gew.-$ des zu brennenden Materials an Cadmiumchlorid und/oder Zinkchlorid gebrannt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gesamtgewichtsprozentsatz an Cadmiumchlorid und Zinkchlorid in dem Material, das gebrannt wird, etwa 0,03 bis 0,5 beträgt.
  3. 3. Verfahren· nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Material, welches gebranntes Pulver darstellt, Cadmiumsulfid ist, das die Vorstufe und Cadmiumchlorid und/oder Zinkchlorid enthält.
  4. 4 ο Verfahren nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß die Vorstufe Kupfer enthält und das Material mit Cadmiumchlorid gebrannt wird0
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4} dadurch gekennzeichnet,, daß das Material bei etwa 6000C gebrannt wird.
    Leerseite
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