[go: up one dir, main page]

DE229364C - - Google Patents

Info

Publication number
DE229364C
DE229364C DENDAT229364D DE229364DA DE229364C DE 229364 C DE229364 C DE 229364C DE NDAT229364 D DENDAT229364 D DE NDAT229364D DE 229364D A DE229364D A DE 229364DA DE 229364 C DE229364 C DE 229364C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threads
carbon
hydrochloric acid
solution
heated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT229364D
Other languages
English (en)
Publication of DE229364C publication Critical patent/DE229364C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 229364 KLASSE 21/. GRUPPE
ELECTRISCHE GLÜHLAMPENFABRIK „WATT" SCHARF, LÖTI & LATZKO in WIEN.
an Kohlenstoff.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. März 1909 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren' zur Herstellung von Glühlampenfäden aus Wolfram mit einem geringen Gehalte an Kohlenstoff.
Wenn man eine wässerige Gelatinelösung mit einer Lösung von wolframsaurem Natrium oder Ammonium versetzt und die klare Lösung mit Salzsäure behandelt, so bildet sich, wie Professor Sonnenschein nachgewiesen hat, ein weißer Niederschlag, der beim Erwärmen eine teigartige plastische Beschaffenheit annimmt. (Vide amtlicher Bericht über die Wiener Weltausstellung im Jahre 1873. Erstattet von der Zentralkommission des deutsehen Reiches für die Wiener Weltausstellung, 21. Heft [Bd. Ill, Abteilung I, Heft 3], III. Gruppe: Chemische Industrie. Von A.W. Hoffmann, Seite 753, i. Absatz.) Diese Masse erhärtet an der Luft schon nach kurzer Zeit, behält aber unter Wasser ihre ursprüngliche Plastizität, die sie zur Herstellung beliebig dünner Fäden ungemein geeignet macht.
Die Fällung, die man aus einer Wolframatlösung allein mit Salzsäure erhält, ist bekanntlich gelblich weiß, setzt sich beim Erhitzen zu großen Flocken zusammen und besteht aus amorpher Wolframsäure. Man hätte erwarten können, daß die Gelatine als Schutzkolloid die Wolframsäure in kolloidaler Form in Lösung hält; dies trifft bei der geschilderten Reaktion jedoch nicht zu.
Der Niederschlag ist rein weiß, färbt sich aber, dem Lichte ausgesetzt, blau. Beim Erhitzen tritt Verkohlung und Verbrennung mit sichtbarer Flamme unter Verbreitung des charakteristisehen Leimgeruches und Hinterlassung von Wolframsäure ein. Der chemische Charakter dieser Verbindung konnte noch nicht ermittelt werden; daß man es hier mit einem chemischen Körper zu tun habe, dafür spricht der Umstand, daß die Zusammensetzung merkliche Konstanz zeigt.
Die nach dem Erwärmen· des Niederschlages erhaltene Masse läßt sich ungefähr so wie roher Kautschuk in lange, dünne Fäden ausziehen oder mit Anwendung hohen Druckes durch Düsen pressen. Die nach dem einen oder anderen Verfahren hergestellten Fäden werden hierauf bei Luftabschluß oder im Wasserstoffstrome zur hellen Rotglut erhitzt, wobei kohlenstoffhaltige Wolframfäden resultieren. Die Hauptmenge des Kohlenstoffes ist hierbei gasförmig ausgeschieden worden. Bei dem weiteren Prozesse des Sinterns der Fäden durch den elektrischen Strom wird noch ein Teil des Kohlenstoffes durch Zerstäubung ausgeschieden, so daß nur Spuren davon noch im Faden verbleiben, die sich für die Verwendung solcher Fäden in elektrischen Glühlampen als unschädlich erwiesen. Der Kohlenstoffgehalt läßt sich noch weiter herabdrücken, wenn man. der zu Fäden zu verarbeitenden
Masse pulverförmiges Wolfram oder ein Oxyd desselben zusetzt. Die Masse verträgt solche Zusätze in erheblicher Menge, ohne dabei ihre Plastizität einzubüßen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Glühlampenfäden mit einem geringen Gehalte an Kohlenstoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohfäden aus einer in bekannter Weise durch Zusatz von Salzsäure zu einer Gelatinelösung und einem wasserlöslichen Wolframat erhaltenen Verbindung unmittelbar oder nach Zusatz von pulverförmigem Wolfram oder eines seiner Oxyde zu Fäden gezogen oder gepreßt und dann in üblicher Weise karbonisiert und formiert werden.
DENDAT229364D Active DE229364C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE229364C true DE229364C (de)

Family

ID=489679

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT229364D Active DE229364C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE229364C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE229364C (de)
AT38741B (de) Verfahren zur Herstellung elektrischer Glühkörper.
DE178465C (de)
DE948632C (de) Verfahren zur Herstellung eines Leuchtstoffes
DE140143C (de)
DE674298C (de) Herstellung von Chromoxydhydratgruen
DE829626C (de) Leuchtstoff, insbesondere fuer elektrische Leuchtstofflampen mit Quecksilberniederdruckentladung, und Verfahren zu seiner Herstellung
AT36206B (de) Glühfaden für elektrische Glühlampen und Verfahren zur Herstellung.
DE2127135A1 (de) Verbesserungen bei partikelförmigem Indiumoxid
DE207163C (de)
DE647665C (de) Verfahren zur Darstellung von an sich in Wasser schwer loeslichen Metallverbindungen in wasserloeslicher Zubereitung
DE904658C (de) Schwefelfarbstoffdruckpasten
DE496847C (de) Verfahren zur Herstellung von Gluehkoerpern, beispielsweise fuer elektrische Lampen
DE253517C (de)
AT145131B (de) Verfahren zur Herstellung von Preßkörpern.
DE120562C (de)
DE504486C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln
DE2101564A1 (de) Verfahren zur Herstellung von mit Seltenerdmetallen aktiviertem Yttrium Orthovanadat Orthophosphat
DE430712C (de) Verfahren zur Herstellung von Schaedlingsbekaempfungsmitteln
DE102020121225A1 (de) Schmuckkörper
DE271730C (de)
AT164806B (de) Verfahren zur Darstellung eines im wesentlichen einbasischen Bleisalzes des 2,4-Dinitroresorzins
DE635844C (de) Verfahren zur Herstellung von hochplastischen Wolframverbindungen
DE272347C (de)
DE1028261B (de) Verfahren zur Verbesserung der Rieselfaehigkeit von Leuchtstoffen