DE228377C - - Google Patents
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- DE228377C DE228377C DENDAT228377D DE228377DA DE228377C DE 228377 C DE228377 C DE 228377C DE NDAT228377 D DENDAT228377 D DE NDAT228377D DE 228377D A DE228377D A DE 228377DA DE 228377 C DE228377 C DE 228377C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A45—HAND OR TRAVELLING ARTICLES
- A45F—TRAVELLING OR CAMP EQUIPMENT: SACKS OR PACKS CARRIED ON THE BODY
- A45F3/00—Travelling or camp articles; Sacks or packs carried on the body
- A45F3/04—Sacks or packs carried on the body by means of two straps passing over the two shoulders
- A45F3/06—Sacks or packs carried on the body by means of two straps passing over the two shoulders specially adapted for military purposes
Landscapes
- Portable Outdoor Equipment (AREA)
Description
KAISERLICHES
Af
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE-33 A GRUPPE.
in WITKOWITZ, Mähren.
Tornister mit eingebauter Panzerung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. März 1909 ab.
Es sind bereits Versuche gemacht worden, den Infanteriesoldaten vor der Wirkung der
Gewehrgeschosse und Sprengstücke der Artilleriegeschosse zu schützen, welchem Zwecke
ein Panzer oder ein mit einer Panzerwand versehener Tornister diente, der vor dem Schützen
auf den Boden gestellt wurde und derart, insbesondere dem liegenden Soldaten, eine Deckung
bot. Die erste Art der Deckung ist für die Infanterie aus dem Grunde unbrauchbar, weil der
Panzer, der nur dem einen Zwecke dient, das Traggewicht des Mannes sehr erhöht, die zweite
deshalb, weil die schädliche Wirkung von Gellschüssen oder Absplitterungen nicht oder nicht
immer und sicher verhindert wird.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein
Tornister, bei welchem die Panzerung derart im Innern angeordnet ist, daß sich zu beiden
Seiten der Panzerung der Packraum befindet, so daß die Panzerung bei gepacktem Behältnis
von beiden Seiten von Ausrüstungsgegenständen bedeckt ist, zu dem Zwecke, in jeder der beiden
wirksamen Stellungen des Tornisters die Wirkung von Gellschüssen und Geschoßabsplitterungen
zu verhindern.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Tornisters dargestellt. Fig. 1 stellt
einen gewöhnlichen Tornister mit der neuen Panzerung im Querschnitt, Fig. 2 denselben in
der Ansicht dar. Fig. 3 zeigt einen Tornister in perspektivischer Ansicht, Fig. 4 denselben im
lotrechten Querschnitt und Fig. 5 den oberen Teil dieses Tornisters in perspektivischer Ansicht
mit Schnitt.
Fig. ι stellt einen Tornister der heute allgemein
eingeführten Form dar, welcher zwischen den beiden Wänden 1, 3 innerhalb des Packungsraumes mit einem Panzer 2 von beliebiger Art
und beliebigem Material versehen ist, so zwar, daß die Panzerung beiderseits von Ausrüstungsgegenständen
eingeschlossen ist. Insbesondere kommen für diesen Zweck volle Panzerplatten, etwa aus Stahl oder Kettenpanzer, in Betracht.
Der in den Fig. 3, 4 und 5 dargestellte Tornister kann gleich gut zur Verpackung der Ausrüstungsgegenstände,
gegebenenfalls sogar der Munition, und als gepanzerte Deckung und eventuell überdies in bekannter Weise als Gewehrauflage
nutzbar gemacht werden. Dieser Tornister besteht aus einer starren, Vorzugsweise
rechteckigen Grundplatte 4 und aus einer genau oder ungefähr in der Mitte derselben angeordneten
und zu derselben im wesentlichen senkrecht stehenden Panzerwand 2. Diese beiden starren oder versteiften, d. h. aus einem
starren Gerippe bestehenden Wände bilden im Verein mit den übrigen Teilen einen Tornister
von ungefähr keilförmiger Gestalt. Von den Längsseiten der Grundplatte 4 bis auf ungefähr
zwei Drittel zur oberen. Kante der Wand 2 führen die aus Segeltuch u. dgl. bestehenden
Wände 6, 7, welche seitlich an den starren Stirnwänden 17 befestigt sind, während von der
oberen Kante der Wand 2 lappenartige Streifen 8, 9 nach abwärts gehen, welche durch irgendeinen
Verschluß, ζ. B. Schnalle 10, mit dem Überzug 6, 7 verbunden werden können. Die
beiden Wände 4, 2 bilden im Verein mit dem
(2. Auflage, ausgegeben am 24. Februar igii.)
Überzug zwei keilartige Räume ii, 12, in welche
die Ausrüstungsgegenstände von oben eingepackt werden können. In dem einen Raum 12
ist in entsprechender Höhe oberhalb der Grundplatte 4 eine horizontale Wand 13 eingebaut,
wodurch ein Raum 14 entsteht, welcher zur Aufnahme der Munition (Reservemunition) gedacht
ist. Dieser Raum ist entsprechend der Breite der Patronenmagazine durch Wände 15 in Abteilungen
geteilt, von denen jede durch eine Klappe 16 für sich verschlossen oder geöffnet
werden kann. Der Munitionsraum 14 ist also für sich abgeschlossen und, unabhängig von den
Packräumen des Tornisters, frei von außen zugänglich. An den beiden starren Stirnwänden 17
können in bekannter Weise Taschen 18 zur Aufnahme von Nahrungsmitteln oder Utensilien
angebracht werden. Die Traggurte 19 sind oben an der Wand 2 befestigt und können
an der Unterseite der Grundplatte 4 eingehängt werden. Die Panzerwand 2 besitzt an der oberen
Kante einen Ausschnitt 20, welcher bei Benutzung des Tornisters als Deckung in bekannter
Weise als Gewehrauflage dient.
Die Verwendungsart des Tornisters ist in der Weise gedacht, daß derselbe im Bedarfsfalle
von dem Rücken nach vorn gebracht und derart auf den Boden gestellt wird, daß die Öffnung
der Munitionskammern 14 gegen den auf dem Boden liegenden Schützen gerichtet
ist. In dieser Stellung bietet der Tornister einen Panzer, welcher den Schützen nicht nur wirksam
gegen feindliche Geschosse und Geschoßsplitter schützt, sondern auch die Wirkung von
auf den Panzer auftreffenden Gellschüssen oder Absplitterungen aufhebt, weil der eigentliche
Panzer 2 im Innern des Tornisters angeordnet ist, daher eine Zersplitterung des Geschosses
nur im Innern des Tornisters möglich ist; hierbei verhindern jedoch die umliegenden Ausrüstungsgegenstände
ein Zerstreuen der Splitter, wobei es ganz gleichgültig ist, ob der Tornister die eine oder andere Seite nach vorn
kehrt. Der Tornister ermöglicht bei zugekehrtem Patronenmagazin eine leichte Zugänglichkeit
zu den Patronen und bietet endlich eine sichere, die erforderliche Bewegungsfreiheit des
Gewehres nicht behindernde Auflage für dasselbe. An dem Tornister ist ferner ein Riemen
29 mit Ring 30 (Fig. 3 und 4) angebracht, in welch letzteren der Haken einer um den Hals
gelegten Schleife eingehakt wird. Dadurch kann der Tornister leicht an der Brust und am Rücken
getragen, aus der einen in die andere Stellung leicht herumgeworfen und aus der Deckungs-Stellung
am Boden leicht angehoben werden. Fig. 5 zeigt die Bildung einer schärferen Keilspitze am Tornister samt einem Ausschnitt 20.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι. Tornister mit eingebauter Panzerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Panzerung (2) im Innern des Tornisters derart angeordnet ist, daß sich zu beiden Seiten derselben ein Packraum befindet, so daß die Panzerung bei gepacktem Tornister von beiden Seiten von Ausrüstungsgegenständen bedeckt ist.
- 2. Tornister nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die starre Panzerplatte(2) den von einer starren Grundfläche (4) und einem Überzug (6, 7) gebildeten keilförmigen Innenraum in zwei keilförmige Packräume teilt.
- 3. Tornister nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der eine der zu beiden Seiten der Panzerung befindlichen Packräume in seinem unteren Teile ein nach außen für sich abgeschlossenes und daher unabhängig vom übrigen Tornisterraum zugängliches Patronenmagazin (14) bildet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE228377C true DE228377C (de) |
Family
ID=488775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT228377D Active DE228377C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE228377C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE893999C (de) * | 1951-05-30 | 1953-10-22 | Emil Dipl-Berging Wehmeier | Vorrichtung zum Mitfuehren der Ausruestungsgegenstaende fuer Bergleute unter Tage |
| US2792980A (en) * | 1955-05-24 | 1957-05-21 | Ronald O Brown | Shoulder pack |
-
0
- DE DENDAT228377D patent/DE228377C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE893999C (de) * | 1951-05-30 | 1953-10-22 | Emil Dipl-Berging Wehmeier | Vorrichtung zum Mitfuehren der Ausruestungsgegenstaende fuer Bergleute unter Tage |
| US2792980A (en) * | 1955-05-24 | 1957-05-21 | Ronald O Brown | Shoulder pack |
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