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DE228316C - - Google Patents

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Publication number
DE228316C
DE228316C DENDAT228316D DE228316DA DE228316C DE 228316 C DE228316 C DE 228316C DE NDAT228316 D DENDAT228316 D DE NDAT228316D DE 228316D A DE228316D A DE 228316DA DE 228316 C DE228316 C DE 228316C
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DE
Germany
Prior art keywords
card
pins
switches
rods
movement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
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Application number
DENDAT228316D
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English (en)
Publication of DE228316C publication Critical patent/DE228316C/de
Active legal-status Critical Current

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Description

DEUTSCHES REICH
R EIC H S PATE NTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 43«. GRUPPE
zurückgehalten werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. September 1909 ab.
Der vorliegenden statistischen Maschine liegt die Anwendung eines H olle r it h sehen Tabellierverfahrens zugrunde. Die zu registrierenden, d. h. entsprechend ihren Benennungen getrennt zu addierenden Posten, sind dabei bekanntlich durch Lochungen dargestellt, xlie in einer Karte an bestimmten Stellen reihenweise erzeugt werden.
Die nachfolgend beschriebene Maschine ist
ίο hauptsächlich zur Verwendung für solche Tabellen oder Karten bestimmt, in denen der Wert oder Betrag der Posten durch die jeweilige Höhenlage der Lochungen dargestellt wird, und jede lotrechte Reihe zehn solche Höhenlagen im Zifferwert von 0 bis 9 besitzt. Die Maschine enthält Gruppen von Registrierelementen (Rädern), die verschiedenen Benennungen (z. B. Lohnbetrag, Materialkosten usw.) entsprechen, und innerhalb jeder solchen Gruppe haben die Registrierelemente verschiedenen Stellenwert. Die Maschine ist also nicht nur zur Addition von einstelligen Ziffern verwendbar, wozu sie allerdings auch benützt werden kann, sondern im allgemeinen zur gruppenweisen Addition mehrstelliger Angaben. Jedoch ist die Gruppierung der Registrierelemente nicht Gegenstand der Erfindung.
Von anderen mit- Stiftkasten versehenen statistischen Maschinen, in denen z. B. elekirische oder pneumatische Einrichtungen durch die Kartenlochungen betätigt werden, unterscheidet sich die vorliegende durch ihren mechanischen Betrieb. Ein Teil der zur Anwendung gelangenden mechanischen Hilfsmittel ist bereits bekannt. Eine ältere Vorrichtung enthält nämlich ebenfalls einen senkrecht beweglichen Stiftkasten und mehrere (zwei) Schalter, die eine Einstellung der Zahlenräder bedingen und von den Stiften des Kastens in ihrer Bewegung begrenzt werden. Die Eigenart der vorliegenden Maschine besteht darin, daß nicht nur die Einstellung, sondern auch die Schaltung der Zahlenräder und die Zurückführung der gesamten Einrichtung in die Bereitschaftsstellung ausschließlich auf mechanischem Wege erfolgt, und zwar durch Vermittlung von Zwischenorganen, deren Verstellungsweg durch je einen der Stifte bestimmt wird.
In den Zeichnungen ist Fig. ι eine teilweise geschnittene Ansicht,
Fig. 2 eine Oberansicht der Maschine.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht des Registriermechanismus.
Fig. 4 und 5 sind Hinter- und Oberansicht der sogenannten Zehnerübertragung.
Fig. 6 ist eine Endansicht der Maschine, die besonders diejenigen Teile des Mechanismus zur Darstellung bringt, welche in Fig. 1 nicht klar ersichtlich sind. .
Fig. 7 ist ein Querschnitt einer gänderten Ausführungsform der Maschine.
Fig. 8 ist die Oberansicht einer Einzelheit der in Fig. 7 dargestellten Maschine.
Fig. 9 ist die Oberansicht einer Karte oder Tabelle.
Fig. io ist ein Querschnitt einer Ausführungsänderung.
Bei der Ausführungsform nach Fig. ι bis 6 stellt ι die bekannte Auflege- oder Tragplatte für die Karten dar, die mit Löchern 2 versehen ist und außerdem die. Anschläge 3 und 4 trägt, um die einzulegenden Karten
ίο immer in dieselbe genaue Lage bringen zu können. . Durch einen Schenkel 6 ist, ebenfalls in der bekannten Art, ein beweglicher Stiftkasten 5 beweglich an einem Handhebel 7 angehängt, welcher bei 8 an Pfosten 9 drehbar befestigt ist. Das. hintere Ende dieses Handhebels trägt ein Gegengewicht 10, welches dazu bestimmt ist, den Handhebel nebst dem an ihm befestigten Stiftkasten in der Ruhelage stets in gehobener Stellung zu er-
ao halten. Ein Lenker 11 dient zur Führung des Stiftkastens während seiner Auf- und Abwärtsbewegung.
Der Stiftkasten tragt die "bekannten Querreihen von federbelasteten Stiften 14, welche in Zahl und Anordnung mit den in der Tragplatte ι befindlichen Durchlochungen übereinstimmen. In jeder Reihe befinden sich 10 Stifte, die einem Wert von 0 bis 9 entsprechen (Fig. 1).
Die Karte 15, wie sie in Fig. 9 dargestellt ist, trägt auf ihrer Oberfläche eine Gruppe markierter oder gedruckter, in Querreihen angeordneter Registrierpunkte, die in Zahl und Anordnung mit den auf der Tragplatte 1 angeordneten Lochreihen übereinstimmen und einen Wert von 0 bis 9 darstellen. Zur Vorbereitung der Karte wird ein Registnerpunkt in jeder dieser "Reihen durchfocht, so daß: wenn die Karte auf die Tragplatte der Maschine gebracht wird und mit ihren Kanten an den Anschlägen 3 und 4 ruht, alle Löcher in den verschiedenen Reihen der Karten sich mit den entsprechenden Löchern der Tragplatte decken. Wird nun der Stiftkasten 5 abwärts und gegen die Karte bewegt, so durchdringen einzelne federnde Stifte 14, ganz wie bei den älteren Maschinen des Erfinders, die Löcher der Karte sowohl, wie auch die. mit diesen übereinstimmenden Löcher der Tragplatte und ragen unterhalb der letzteren hervor. Alle übrigen mit dem undurchlochten Teil der ' Karte in Berührung kommenden Stifte werden dagegen in den Stiftkasten zurückgedrückt und bleiben, soweit die Karte unverletzt ist, unwirksam.
Unterhalb der Tragplatte — und hiermit beginnt das Neue —■ ist eine Anzahl federnd ineinander schiebbarer Stäbe 'angeordnet. Jeder dieser Stäbe besteht aus zwei Teilen, nämlich einer Hohlstange 17 und einer Führung 18. Durch je eine zwischengeschaltete Feder 19- werden die Stäbe in ihrer ausgestreckten Lage gehalten. Im weiteren sollen diese Stäbe, die als Addierwerkschalter dienen, kurz als Schalter bezeichnet werden. Ihre Anzahl entspricht der Anzahl der im Stiftkasten vorhandenen Stiftreihen, d. h. einer jeden Stiftreihe des Stiftkastens entspricht ein Schalter.
Jede Stange 17 ist entweder selbst als Zahnstange 20 ausgebildet oder mit einer solchen verbunden und befindet sich mit den Zähnen eines beweglichen Sektors. 21 in Eingriff. Dieser Sektor ist so gelagert, daß er sich frei um eine Achse 22 drehen kann. Außerdem trägt jeder dieser Sektoren eine Schaltklinke 23, die sich mit den Zähnen eines Schaltrades
24 in Eingriff befindet. Jedes dieser· Schalträder ist entweder mit einer Zahlentrommel
25 verbunden oder besteht mit ihr aus einem Stück. Auf dem Mantel jeder dieser Zahlentrommeln sind zweimal hintereinander die Zahlen von 0 bis 9 angeordnet. Die vorderen Enden der Stäbe 17 sind verschiebbar in geeigneten Führungen 27 gelagert, welche sich unterhalb der Tragplatte befinden (Fig. 1 und 3). Ihre hinteren Enden gleiten dagegen teleskopartig in Muffen 18, die durch einen Querbalken 28 getragen werden. Die hinteren freien Enden dieser Stäbe tragen Gewinde, auf die die Muttern 29 aufgeschraubt sind (Fig. ι und 2).
Der Querbalken 28 erstreckt sich über die ganze Breite der Maschine und trägt an seinen Enden schlittenartig ausgebildete Führungen 30, die auf entsprechenden Führungsschienen 31 vor- und rückwärts beweglich sind (Fig. 1 und -2). Diese Führungen 30 des Querbalkens 28 sind durch Stangen 33 beweglich mit einem Handhebel 32 verbunden.·
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
Ist die durchlbchte Registrierkarte auf die Tragplatte der Maschine gebracht, und wird nun der Stiftkasten nach abwärts bewegt, so gelangen diejenigen Stifte, welche die Karte durchdringen, in die Bahn der beweglichen Stäbe 1.7. Durch Anziehen des Hebels 32 werden nun alle Stäbe 17 übereinstimmend vorwärts bewegt, bis diejenigen Stäbe, in deren Bewegungsbahn die durch die Tragplatte getretenen Stifte ragen, gehemmt werden. Der Betrag der Vorwärtsbewegung der einzelnen Stäbe verhält sich proportional zu dem 'Standort des ihn sperrenden Stiftes, dessen Standort bestimmt 'ist, durch den Wert der jeweiligen Lochung in der gegebenen Reihe der'Registrierkarte. Es wird sich dabei ereignen, daß einige der Stäbe 17 früher als die anderen festgehalten werden, jedoch wer- iao den dadurch die anderen nicht daran gehindert, ihre Vorwärtsbewegung fortzusetzen, bis auch
sie ihre Stifte erreicht haben, da das Anhalten einzelner Stäbe, bevor die Bewegung des Querbalkens 28 beendet ist, nur die teleskopärtige Verschiebung dieser Stäbe in ihren Buchsen 18 und die Zusammehpressung der Feder 19 im Gefolge hat.
Durch die Vorwärtsbewegung eines Stabes 17 wird der damit in Eingriff befindliche gezahnte Sektor 21 so gedreht, daß seine Schaltklinke 23 über die Zähne des zugehörigen Schaltrades 24 gleitet. Die "Anzahl der von der Schaltklinke passierten Zähne wird durch die Größe der Bewegung des Stabes 17 bestimmt.
Sobald nun die Handhabe 32 zurück bewegt \vird, bewegt sich unter ihrem Einfluß auch der Querbalken 28 zurück, bis er die auf den Enden der Stäbe 17 befindlichen Muttern berührt. Durch die Bewegung des Querbalkens werden die Stäbe 17 zurückbewegt, und die in die Zahnstangen der Stäbe 17 eingreifenden Zahnsektoren 21 drehen hierbei vermöge der an ihnen befindlichen Schaltklinken 23 die zugehörigen Schalträder 24 zusammen mit ihren betreffenden Registrierräderri 25. Der Betrag der Drehung der einzelnen Räder entspricht dabei dem jeweiligen Bewegungsbetrag der dazugehörigen Stäbe 17. Es ist ersichtlich, daß, da jede Karte in die Maschine- eingelegt wird und auf diese Stäbe einwirkt, die Zahnsegmente sich wechselweise vor- und rückwärts drehen, während die Schalträder und ihre mit ihnen verbundenen zählenden' und addierenden Räder sich nur vorwärts bewegen. Die Ausdehnung der Bewegung hängt von dem Wert des in der Karte befindlichen Loches ab.
Der zur Übertragung der Bewegung eines Registrierrades auf ein Rad nächsthöherer
40' sowie auf ein Rad niedrigerer Ordnung angewandte Mechanismus bewegt sich von 9 bis 0. Er besteht je aus einer für jedes Registrierrad besonders und über dem Einheitsrad angeordneten Sperrklinke 40, die je an einem Traghebel 41 angeordnet ist. Die Traghebel 41 sind wiederum drehbar auf einer Stange 42 angeordnet. Sie besitzen Erhöhungen (Nasen) 43, welche auf Doppeldaumen 44 ruhen, die ihrerseits von den Schalträdern 24 getragen werden oder, in anderen Worten, den verbundenen Registrierrädern des nächsthöheren Wertes entsprechen.
Ein Registrierrad niederer Ordnung bewegt sich jederzeit von 9 bis 0. Ein Daumen des Doppeldaumens 44 wird niit der Nase 43 in Berührung kommen, den Traghebel 41 heben, bis dessen Sperrklinke 40 in den nächsten Zahn des mit dem Registrierrad der nächsthöheren Ordnung verbundenen Schaltrades
greift, und wird ihn dann abfallen lassen, so daß er im Fallen durch seine Sperrklinke, 40 das Registrierrad der nächsthöheren Ordnung um eine Einheit weiterbewegt. In der Zeichnung ist ein Doppeldaumen zu dem Zweck dargestellt, weil die Registrierräder bestimmt sind, zwei einander folgende Zahlengruppen von ο bis 9 zu tragen.
Um die auf den Registrierrädern befindlichen fahlen bequem lesen zu können, ist oberhalb der Registrierräder am hinteren Ende der Tragplatte eine mit öffnungen 47 versehene Platte 46 angeordnet, in deren Öffnungen die Zahlen der Registrierräder erscheinen.
Anstatt der geteilten, teleskopisch wirkenden Schalter und der zwei Handhaben, von denen eine zur Bewegung des Stiftkastens und die andere zur Beeinflussung der Schalter dient, können auch federbelastete, nicht teleskopisch ausgebildete Schalter; angewendet werden. Diese werden in ihrer gewöhnlichen Lage durch Sperrklinken festgehalten, welche freigegeben werden, sobald der Stiftkasten sich gesenkt hat. Eine derartige Einrichtung kann zwischen dem Stiftkasten und den Schaltern so angebracht werden, daß nur ein einfacher Handhebel erforderlich ist, um alle nötigen Bewegungen auszuführen.
Eine derartige geänderte Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. 7 und 8 zur Anschauung gebracht, welche den Stiftkasten mit seinen Federstiften 14 und die mit Löchern 2 versehene Tragplatte 1 erkennet läßt. Unter der Tragplatte ist eine Gruppe von Stäben 50 angeordnet, deren „vorderes Ende oben mit Sperr- oder Sägezähnen 51 ausgerüstet ist, während es unten Kämmzähne 52 trägt. Die vorderen Enden dieser Stäbe sind in geeigneten Führungen 53 gelagert, während ihre hinteren Enden durch eine feste Führung 54 gehen. Jeder Stab trägt außerdem einen Bund 55, zwischen dem und der festen Führung 54 eine den Stab umgebende Feder 56 eingeschaltet ist. Diese Federn haben das Bestreben, "die einzelnen Stäbe stets nach vorn zu drücken. An einer Kante "der Tragplatte sind außerdem drehbar gelagerte Sperrklinken 58 angeordnet, deren Zahl mit der Anzahl der vorhandenen Stäbe übereinstimmt und von denen sich je eine mit dem dazugehörigen .Stab in Eingriff befindet. Das hintere Ende dieser Sperrklinken weist eine Erhöhung 59 auf, die, sobald der Stiftkasten abwärts bewegt wird, von diesem in seiner tiefsten Stellung getroffen wird, wodurch sich alsdann das vordere Ende der Sperrklinke hebt. Unter der Tragplatte der Maschine sind zu beiden Seiten Führungen 60 angeordnet, auf welchen sich Gleitschlitten 61 bewegen, die durch sich über die ganze Maschinenbreite erstreckende Querschienen miteinander verbunden sind (Fig. 7). Diese Querschienen sind in ihrer "Höhe, so bemessen, daß
sie sich bis in die Bewegungsbähn der an den Stäben 50 befindlichen Vorsprünge 63 erstrecken. Mit dem Gleitschlitten 61 ist ein bei 66 drehbar gelagerter Winkelhebel 65 verbunden, dessen unterer Arm durch eine Verbindungsstange 67' mit dem hinteren Arm eines drehbar gelagerten Handhebels 7 verbunden ist. Die Zahnleisten auf der Unterseite der Stäbe 50 sind zum Eingriff in die bei der vorbeschriebenen Ausführungsform erwähnten Zahnsektoren 21 bestimmt.
Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform der Maschine ist folgende:
Wenn der Stiftkasten vermittels des Hand-
t5 hebeis auf die Registrierkarte niedergedrückt worden ist, haben sich inzwischen die Schlitten 61 und die Querbalken 62 nach vorn bewegt, wie aus den punktierten Linien der Fig. 7 ersichtlich. Nachdem die entsprechen-
ao den Stifte des Stiftkastens sowohl die 'Löcher der Karte als auch die der Tragplatte durchdrungen haben, so daß siö unterhalb der Tragplatte hervortreten, setzt der Stiftkasten seine Abwärtsbewegung fort, bis er die Vorspränge 59 der Sperrklinken 58 trifft und alle dazugehörigen Stäbe freigibt. Diese werden alsdann unter dem Einfluß ihrer Federn nach vorn geschnellt, und' zwar richtet sich der Bewegungsbetrag, welcher bei einem oder dem anderen Stab größer oder kleiner sein wird, ganz nach der durch die vorstehenden Stifte des Stiftkastens bewirkten Begrenzung der Stabbewegung. Wenn nun der Handhebel gehoben wird, bewegen sich die Schlitten 61 und der mit ihnen verbundene Querbalken 62 rückwärts. Der Querbalken gelangt dabei mit den an den Schaltern befindlichen Vorsprüngen 63 in Berührung, so daß einer nach dem anderen durch den Querbalken in seine An-
fangsstellung zurückgezogen wird. Diese Rückwärtsbewegung der Stäbe veranlaßt eine Vorwärtsbewegung jedes mit den Stäben verbundenen Registriermechanismus, wobei jeder sich proportional zu dem Weg bewegt, den der betreffende Stab durchläuft.
Diese Rückwärtsbewegung der Stäbe in ihre Anfangsstellung hat zugleich den Zweck, die die Stäbe beeinflussenden Federn wieder zu spannen und die Stäbe wieder mit ihren entsprechenden Sperrklinken in Eingriff zu bringen.
Wie aus der Fig. 7 ersichtlich, ist der erste
der Sperrzähne jedes Schalters niedriger als die folgenden Zähne. Sobald also der erste die Null darstellende Stift der Stiftreihe des Stiftkastens nach unten durch das entsprechende erste Loch in der Tragplatte dringt, wird der Stab, der mit demselben in Berührung kommen soll, sobald er von seiner Sperrklinke freigegeben ist, sich nur um die Länge des kurzen Zahnes vorwärts bewegen. Dieser Bewegungsbetrag genügt aber nicht, um die von dem Zahnsektor 21 getragene Schaltklinke 23 zum Eingriff mit dem nächstfolgenden Zahn des Schaltrades 24 zu bringen. Der Erfolg ist also der, daß, wenn sich durch die Rückwärtsbewegung des Querbalkens 62 der betreffende Schalter nach rückwärts in seine Anfangsstellung bewegt, die genannte Schaltklinke 23 einen toten Hub macht, so daß keine Änderung in der Stellung der Registrierräder Platz greifen wird.
In den oben beschriebenen beiden Ausführungen der Zahlmaschine wirken die Stifte 14 als Anschläge, um die wirksame Bewegung der Schalter zu begrenzen. Ersichtlich ist jedoch, daß es nicht wesentlich ist, ob die Stifte 14 selbst in Berührung mit den Schaltern 17 gelangen oder ihre Bewegung hemmen, bis dazwischen geschaltete Elemente mechanisch durch die Stifte in Tätigkeit gesetzt werden.
In Fig. 10 ist in einem vergrößerten Maßstäbe eine Konstruktion dargestellt, in wel-' eher zwischengeschaltete Elemente angewendet werden. Sie dienen z. B. dazu, um die Bewegung der Schalter zu sperren. Bei dieser geänderten Ausführungsform sind die Löcher in der Tragplatte vergrößert, und in jedem Loche ist, von einer Spiralfeder 70 getragen, ein Kolben 71' angeordnet. Wenn sich der Stiftkasten abwärts bewegt, werden die Stifte 14 mit den unter den Löchern der Registrierkarte liegenden Kolben 71 in Berührung kommen und die betreffenden Kolben nach abwärts in die Bahn der Schalter bewegen, so daß diese von den Kolben in ihrer Bewegung gehemmt werden, wie dies durch die punktierten Linien in Fig. 10 zur Anschauung gebracht ist. Wenn der Stiftkasten gehoben wird und die Schalter aus dem Bereich der Kolben gelangen, werden die Kolben durch ihre Federn. nach oben bewegt und aus der Bewegungsbahn der Schalter entfernt. Diese Zeichnungsfigur ist nur dargestellt, um eines der Mittel zu zeigen, durch welches das Ergebnis erreicht wird.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Statistische Maschine mit Stiftkasten, dessen bewegliche Stifte bei der Bearbeitung der Angaben durch Lochungen einer Angabenkarte hindurchtreten oder von der Karte zurückgehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Schaltung der Zahlenräder (25) zwischen diese und die Stiftkastenvorrichtung Zwischenglieder (20) eingeschaltet sind, die von einer bestimmten Anfangsstellung aus bewegt werden und deren Weg je durch einen der durch die Karte hindurchgetretenen Stifte (14) begrenzt wird. lao
  2. 2. Statistische Maschine nach Anspruch i, gekennzeichnet durch federbelastete KoI-
    ben (71), welche durch die Stifte (14) verschoben werden, um statt dieser die Bewegung der Schalter zu begrenzen.
  3. 3. Statistische Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalter unter Federdruck (56) stehen und je mit einem Gesperre (58, 51) versehen sind, das durch den Stiftkasten (3) bei seinem Niedergang ausgelöst wird, so daß sich alsdann die Schalter, getrieben durch ihre Federn, bis zum Anschlag an den Stift der zugehörigen Stiftreihe vorwärts und in eine Lage bewegen, aus der sie von einem handbewegten Schlitten (61,62) unter Schaltung der Addiervorrichtung in ihre ursprüngliche Lage zurückgeführt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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