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Spaltvorrichtung für Rechenmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf
Vorrichtungen, mit deren Hilfe der Druckmechanismus zum Drucken von Posten bzw.
Zahlen in verschiedene Kolonnen an jeder beliebigen Stelle geteilt und die Summe
nach Wahl in jede Kolonne eingetragen werden kann.
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Gegenüber den bekannten Vorschlägen dieser Art löst die Erfindung
in erster Linie die Aufgabe, das Rechenwerk in eine beliebige, lediglich durch Größe
der Maschine bzw. die Zahl der Ziffernreihe begrenzte Zahl von Kolonnen zu zerlegen,
und zwar an jeder beliebigen Stelle des Rechenwerkes; .in zweiter Linie wird dann
durch die Erfindung die Aufgabe gelöst, die sich hierbei ergebenden Kolonnen in
jeder beliebigen Zusammenstellung und Zahl zum Summendrucken auszuwählen.
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Die Erfindung geht von der bekannten Einrichtung aus, gemäß welcher
zum Nullendrukken die nebeneinanderliegenden Auslösevorrichtungen für die Druckhämmer
oder die Druckhämmer selbst miteinander gekuppelt sind. Zur Lösung der vorhin geschilderten
Aufgabe werden gemäß der Erfindung Entkupplungshebel angeordnet, die diese an sich
bekannte Kupplung, die zum Zweck des Nullendruckens notwendig ,ist, an jeder beliebigen
Stelle unterbrechen,wenn sie einzeln mitHilfe von mit Nocken versehenen Einstellschiebern
derart verstellt werden, daß sie an der betreffenden Stelle auf die Nullendruckkupplung
selbsttätig einwirken können. Um dann in den so entstehenden, nach Zahl und Größe
vollkommen willkürlichen Kolonnen an beliebiger Stelle, und zwar in einer Kolonne
oder gleichzeitig in mehreren, Summen zu drucken, also die betreffenden Kolonnen
für das Suminendrucken auszuwählen, wird gemäß der Erfindung eine der Zahl der Druckhämmer
entsprechende Anzahl von Abfangschiebern angeordnet, die einzeln oder in Gruppen
.in jeder beliebigen Weise derart eingestellt werden können, daß sie beim Umlegen
des Summender Zwischensummenhebels mit Abbiegungen in die Bahn der Druckhämmer gelangen
und diese auffangen. Das Auffangen oder Sperren der Druckhämmer bzw. deren Antriebsvorrichtung
zum Wählen der Summen ist an sich bekannT. Die lrfin<lung besteht insoweit nur
in der Ausbildung der zum Abfangen der Druckhärniner notwendigen Teile, nämlich
der hier genannten Abfangschieber, die jede beliebige Zusainmenstellung ermöglichen.
Des weiteren ergibt diese Anordnung noch den besonderen Vorteil, diaß die \"orrichtung
zum wahlweisen Summendrucken und diejenige zum Teilen des Nullendruckens voneinander
vollkommen unabhängig sind und voneinander so getrennt sind, daß die Einstellvorrichtung
für den Summendruck an höchster Stelle in Nähe des Druckwerkes angebracht ist, damit
dem Schreiber stets Gelegenheit gegeben ist, eine Kontrolle über gemachte Einstellungen
ausüben zu können, während. zur. Bestimmung der Nullendruckteilung die hierzu dienende
Vorrichtung an dem rückwärtigen Teil dies Druckwerkes vorgesehen ist, so daß irgendwelche
unliebsame Verwechslungen wie bei dien bisher bekannten, unübersichtlichen Einstellvorrichtungen
ausgeschlossen sind.
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Die Erfindung ist auf den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i eine Ansicht, von der Seite gesehen, Abb. a
eine Ansicht der Summendruckvorrichtung, von oben gesehen, Abb. 3 eine Ansicht der
Einstellschieber für die Kolonnenteilung, von oben gesehen, in vergrößertem Maßstabe,
Abb. q. und 5 lassen Arbeitsstellungen erkennen, Abb. 6 einen Teil der Vorrichtung
in Ausführung eines Rechenbeispieles, von vorn gesehen, und Abb. 7 stellt die diesem
Rechenbeispiel entsprechende Einstellung der Summendruckvorrichtung, von oben gesehen,
dar.
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Abb. $ zeigt Einzelheiten.
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Bekanntlich erhält das Druckwerk entsprechend den am Tastenbrett vorgesehenen
Tastenreihen ebensoviel nebeneinander angeordnete Typenträger i, in deren Verzahnung
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hier nicht mit dargestellte Zahnsektoren eingreifen, die während
des Ganges der Maschine die Typenträger in die jeweilige Druckhöhe heben. Auf der
Welle 3 lagern schwingbar die Auslösehebel4, deren nach aufwärts gerichteter Fortsatz
5 in eine Arretiernase 6 endigt, während ihr anderes Ende zwischen j e zwei Typenträgern
hindurchragt und mit einem Pendel 7 versehen ist, das mit seinem Bolzen 8 in eine
am Auslösehebel dafür vorgesehene Ausbohrung pendelnd eingehängt und durch eine
.am Pendel befestigte Blattfeder 9 (Abb. 6) gegen selbsttätiges Lösen gesichert
ist. Die Druckhämmer io lagern schwingbar auf einer gemeinsamen Welle i i und werden
an ihren Arretiernasen 12 während der Ruhestellung von den an den Auslöschebeln
4 befindlichen Nasen 6 durch den zwischen beiden aufgehängten Federzug 13 in gespannter
Stellung gehalten, wodurch auch gleichzeitig die Auslösehebel 4 gegen eine quergelagerte,
als Anschlag dienende Stange 14 zur Auflage gelangen< Eine quer über sämtliche
Druckhämmer schwingbar gelagerte Stange 15 bringt während des Ganges der Maschine
die ausgelösten Druckhämmer selbsttätig in ihre Ruhestellung zurück. .
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Die Pendel besitzen einen mit Warze 16 versehenen Fortsatz 17, welcher
bei kuhestellung sowie während des Druckens von Nullen in eine -an dem zugehörigen
Typenträger befindliche Aussparung 18 hineinragt. Beim Drucken von Zahlen stellen
sich die Typenträger in Druckhöhe ein. Diejenigen Typenträger, welche sich über
die Nulldruckstellung angehoben haben, drängen mittels ihrer schrägen Fläche i9
die zugehörigen Pendel 7 nach links heraus, so daß eine an den Pendeln befindliche
Rast 2o unter den quer über die gesamte Pendelanordnung- sich erstreckenden Alazugbügel2i
gelaugt (Abb. 5). Dieser Abzugbügel wird während des Ganges der Rechenmaschine nach
abwärts bewegt und nimmt alle darunter befindlichen Pendel sowie die an diesen angelenkten
Auslösehebel4 mit, so daß sich die mit den Arretiernasen 12 versehenen. Hebelarme
5 nach links verschwenken und die zugehörigen Druckhämmer freigeben. Diese schnellen
dann infolge des Federzuges 13 gegen die Zahlentypen und bringen dadurch die am
Tastenbrett gedrückten Zahlen zum Abdruck.
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Am unteren Ende eines jeden Pendels ist eine zweckmäßig schräg aufsteigende
Abbiegung 22 sowie eine um den Niet 23 schwingbare Kupplungsklinke 24 angebracht.
Die Kupplungsklinken besitzen jede eine Abbiegung, 25 (Abb. i, 5 und 6), welche
immer vor der Abbiegung 22 des nächstfolgenden rechts befindlichen Pendels steht,
so daß sämtliche Pendel (Abb. 6) nach rechts hin untereinander gekuppelt sind und
daher eine geschlossene Reihe bilden.
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Würde z. B. das am weitesten nach links befindliche Pendel, vorausgesetzt,
daß keine Unterbrechung bzw. Entkupplung stattgefunden hat, von dem sich einstellenden
zugehörigen Typenträger mit der Warze 16 herausgedrängt (bei Abb. i nach links),
so wird diese Bewegung mittels der Abbiegungen 22, 25 allen rechts daneben angeordneten
Pendeln mitgeteilt, und es gelangen daher alle Pendel finit ihrer Rast 2o unter
den Abzugbügel 21, so daß also alle Druckhämmer in Wirkung treten. Um die Kupplungsklinken
24 stets in angehobener Stellung zu halten, ist zwischen diesen und je einem am
Pendel vorgesehenen Fortsatz 26 je eine kleine Zugfeder 28 aufgehängt, welche die
an der Kupplungsklinke befindliche, als Anschlag dienende Abbiegung 29 stets gegen
den Pendelfortsatz zur Anlage bringt. Außerdem besitzen die Kupplungsklinken noch
einen hornartigen Fortsatz 3o, dessen Zweck später beschrieben werden soll.
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Hinter der Pendelanordnung befindet sich ein schwingbar gelagerter
Bügel 3i, in dessen Wandungen sich mit Druckfedern 32 versehene Bolzen 33 führen,
die nach beendetem Rechnungsgang auf jedes dieser Pendel einen Druck in Richtung
gegen den Typenträger ausüben, so daß die verschwenkten Pendel ihre Normalstellung
wieder einnehmen müssen. Auf der Achse 34 lagern eine Anzahl aus den Hebelarmen
35 und 36 gebildete Teil-bzw. Entkupplungshebel. Der erforderliche Abstand zwischen
j e zwei nebeneinander angeordneten Teilhebeln wird durch eine U-förmige Abbiegung
des Lappens 3611 erreicht (Abb. 3). Der nach oben gerichtete Hebclarin 35 ist mit
einer durch Umbiegung erzielten Fläche 37 versehen, welche der Breite nach eine
derartige Abmessung erhält, daß sie sich frei in dem Abstand zweier Teilhebel bewegen
kann. Ein zwischen dem oberen Ende dieses Hebelarmes und der Welle 38 gespannter
Federzug 39 bringt sämtliche Flächen 37 gegen vier übereinander angeordnete Schieber
57 bis 6o, deren Verwendungszweck später beschrieben werden soll, zur Anlage. Der
nach abwärts gerichtete Hebelarm 36 besitzt ebenfalls eine winkelartige Abbiegung
4o, welche so weit herabreicht, daß, wenn sie in Richtung gegen das Druckwerk bzw.
gegen die Pendelanordnung verschwenkt wird, der hornartige Kupplungsklinkenfortsatz
30 daran anstoßen und nach abwärts gleiten kann.
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Der Summenhebel 41 und der Zwischensutnmenhebcl42 (Abb. i) wird mittels
einer unter Federzug 43a befindlichen, um den Niet 43z schwigbaren Klinke 43, welche
ihre Lagerung auf dem Zwischensummenhebel erhält,
gekuplepelt. An
der am Zwischensunnnenliebel abgelenkten Schiene 44 ist ein Bolzen 46 befestigt,
au welchen der tun die Schraube 47 schwingbare Arm 48 eines Winkelhebels mit seiner
maulartigen Aussparung 49 -angreift, während der dazugehörige wagerechte Hebel-Prin
So und der auf Welle 51 befestigte Hebel 52 durch ein Zugstängelchen 53 gelenkig
miteinander, verbunden sind. Diese Welle 51 ist schwingbar im Rechenmaschinengestell
gelagert und wird mit einer darauf befestigten, die Welle umfassenden, auf die Zehnerschaltvorrichtung
einwirkenden Sperrschiene 54 \-ersehen (Abb. i und 2).
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Die liisher@ beschriebene Einrichtung ist bis auf die Teil- bzw. Entkupplungshebel
35, 36 Lind die dazugehörigen Einstellschieber 57 bis 6o bereits bekannt und nicht
Gegenstand der Erfindung. Sie ist nur der Deutlichkeit und des Zusammenhanges wegen
erläutert worden.
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Wie bereits erwähnt, lagern auf der Achse 34 eine Anzahl nebeneinander
angeordnete Teil- bzw. Entkupplungshebe135, 36, welche sich mit ihren Abbiegungen
37 infolge Federzuges 39 gegen vier übereinandergelagerte, mit Griffen 56 versehene
Einstellschieber 57, 58, 59, 6o anlegen. Diese Einstellschieber werden in geeigneten,
am Druckwerkseitenrahmen vorgesehenen Schlitzen geführt gehalten und besitzen je
einen aus schrägen Seitenflächen teestehenden Nocken 61. Das linke mit Griff versehene
Ende der Einstellschieber ist mit einem zugespitzten und gleichzeitig als Zeiger
dienenden Fortsatz 62 versehen, welcher in die mit Zahlen versehenen Rasten 63 der
am Rechenniaschinengestell befestigten Anzeigevorrichtung 64 arretierend eingreift.
Die im Rechenniaschinengestell gelagerte Stange 65 und die zwischen den Böckchen
66, 67 gelagerte Welle 68 dienen als Auflage für die zwei etwas nach oben gekrümmten
Trägerteile 69, 70; ihre finit Ausbohrung versehenen Enden lagern auf der Welle
68, während ihre auderen mit schlitzartigen Aussparungen 71 versehenen Enden auf
der Stange 65 aufliegen. Damit aber ein willkürliches Abheben dieser Trägeranordnung
nicht stattfinden kann, werden diese letztgenannten Enden mittels zwei auf Stange
65 geschobenen Laschen 72, 73 durch die Schrauben 74, 75 festgehalten. Beide Trägerteile
werden von Stehbolzen 76, 7 7 auf gleichen Abstand zueinander gehalten (Abb. 2).
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Entsprechend der Anzahl der im Druckwerk vorhandenen Typenträger lagern
auf einer gemeinsamen zwischen den Trägerteilen 69, 70 befestigten Achse
78 die gleiche Anzahl über den Druckhämmern angeordnete, durch Ringe 8o auf richtigem
Abstand nebeneinander angeordnete Schieber ; 9 (Alb. 5). Diese Abfangschieber
führen sich mit einer Längsaussparung 81 auf der gemeinsamen Achse; 8 und können
durch eine sich an die Längsaussparung 81 anschließende, aufwärts gerichtete kurze
Aussparung 82 bei entsprechender Einstellung arretiert werden. Die Abfangschieber
sind mit einem hakenförmig aufwärts gerichteten Griff 83 versehen und werden durch
einen zwischen diesem und der Achse 84 aufgehängten Federzug 85 (Abb. 4 und 5),
vorausgesetzt, daß keine Einstellung vorgenoniinen ist, in zurückgezogener Stellung
(Nornialstellung) gehalten, während die am anderen Ende befindliche schräg nach
abwärts gerichtete zum Abfangen der Druckhämmer bestimmte Abbiegung 86 eine derartige
Lage einnimmt, daß die Druckhämmer sich frei darunter vorüberbewegen können (Abb.
4).
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Die Abfangschieber liegen mit einer zw eilen Längsaussparung 87 auf
der Achse 88 und «-erden auch hier durch Abstandringe 89 im richtigen Abstand zueinander
gehalten. Diese Achse 88 lagert fest zwischen den zwei auf der Welle 68 befestigten,
wagerechten Hebelarmen 9o, 9i, während die Welle 68 selbst zwischen zwei am Druckwerkrahmen
befestigten Böckchen 66,67 schwingbar gelagert ist. Der Hebelarm 9o besitzt
einen nach abwärts gerichteten winkelartig gestalteten FortsatZ 92 (Abb. i), an
dessen Umbiegung 93 (Abb. i und 2) das eine Ende der Zug feiler 94' angreift, deren
anderes Ende am Trägerteil 69 aufgehängt ist. Der Federzug hat das Bestreben,
die beiden Hebelarme 9o, 9i mit der dazwischen gelagerten nach abwärts verschwenkbaren
Welle 88 und den darauf ruhenden Abfangschiebern stets in angehobener Stellung zu
halten, wodurch die beiden Hebelarme 9o, 9i gegen die an den Trägerteilen durch
Umbiegen von lappenartigenFortsätzen gebildetenAnschläge94,95 zur Anlage gelangen.
Der Hebelarm 9i besitzt ebenfalls einen nach abwärts gerichteten Fortsatz 96, an
welchen das eine Ende des Verbindungsstängelchen 97 mittels Schraube 98 angelenkt
ist, während sein anderes Ende an einem auf der Sperrschiene 54 befestigten Winkelstück
99 auf dem Schraubenbolzen ioo lagert (.,NU). i und 2). In Abb. i ist der
mittlere Teil des Stängelchen 97 weggebrochen.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Bekanntlich
geschieht das Nullendrucken bei Rechenmaschinen selbsttätig. Die Typenträger i bewegen
sich sämtlich mit ihren Nullentypen bei jedem Vorwärtskurbelzug, auch wenn keine
Zahl am Tastenbrett gedrückt ist, in Druckhöhe. Die Pendel bleiben, wenn der letztere
Fall eintritt, mit ihren Warzen 16 in der Aussparung 18 der Typenträger und der
sich
abwärts bewegende Abzughebel2i führt daher nur eine Leerbewegung aus, sp daß infolgedessen
auch kein Drucken der Nullen stattfinden kann.
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Würde nun z. B. eine Zahl am Tastenbrett in der äußersten links befindlichen
Tastenreihe gedrückt, so stellt sich gleich bei Beginn des Vorwärtskurbelzuges der
betreffende, an erster Stelle von links im Druckwerk befindliche Typenträger entsprechend
der gedrückten Zahl ein, während alle übrigen Typenträger sich, wie bereits erwähnt,
selbsttätig in die Nullendruckstellung angehoben haben. Dieser über die Nullendruckhöhe
angehobene Typenträger drückt mit der schrägen Fläche s9 der Aussparung 18 das betreffende
zugehörige Pendel mittels der Warze 16 nach links heraus. Dies Pendel nimmt, vorausgesetzt,
daß sonst keine Teilung bzw. Entkupplung in der Pendelanordnung stattgefunden hat,
mittels der an der Kupplungsklinke 24 vorgesehenen Abbiegung 25 das nächste mit
schräger Fläche 22 dahinterstehende Pendel mit und so fort, so daß auf diese Weise
alle Pendel mit ihren Rasten 2o unter den Abzugbügel2i gebracht werden. Hierauf
bewegt sich der Abzugbügel unter Mitnahme der herausgeschwenkten Pendel mit den
daran angelenkten Auslösehebelarinen 4 abwärts, wodurch der aufwärts gerichtete,
mit Nase 6 versehene Fortsatz 5 in entgegengesetzter Richtung des Uhrzeigers verschwenkt
wird, so claß sämtliche unter Federzug 13 stehende Druckhämmer ausgelöst werden
und gegen die Typen schnellen. Es gelangen somit außer der am Tastenbrett gedrückten
Zahl sämtliche im Druckwerk vorhandenen Nullen zum Abdruck.
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Um auf der Rechenmaschine Kolonnenarbeiten verrichten zu können, ist
es erforderlich, daß das Druckwerk bzw. die Pendelanordnung an jeder beliebigenStelle
geteiltbzw. die gekuppelte Pendelreihe unterbrochen wird, damit keine Nullen vor
den zu schreibenden Posten in den verschiedenen Kolonnen zum Abdruck gelangen. Es
muß daher, um das in Abb.6 dargestellte Rechenbeispiel ausführen zu können, die
Pendelanordnung an fünfter und elfter Stelle von rechts geteilt werden. Das äußere
rechts befindliche Pendel ist für den Zeichendruck bestimmt und wäre somit bei Bestimmung
der Stellenzahl nicht mitzuzählen. , Um die Unterteilung vornehmen zu können, erfaßt
man irgendeinen Griff 56 der vier übereinander angeordneten Schieber, z. B. den
des Schiebers 6o, und zieht diesen so weit nach links heraus, bis er die in Abb.
3 gestrichelt gezeichnete Stellung einnimmt, wobei der daran befindliche Fortsatz
62 in die mit Zahl 5 versehene Rast 63 einschnappt, während man den Schieber 59
in die mit Zahl i i versehene Rast einschnappen läßt. Der an den Schiebern 60, 59
vorgesehene Nocken 61 gleitet bei dieser Einstellung nach links über die an den
Hebelarmen 35 befindlichen Flächen 37 der Teil- bzw. Entkupplungshebel 36 hin, wobei
der Nocken des Schiebers 6o auf der Fläche 37 des an fünfter Stelle befindlichen
Teilhebels und der Nocken des Schiebers 59 auf der Fläche 37 des an elfter Stelle
befindlichen Teilhebels zu stehen kommt. Dadurch werden nach Abb. 5 diese beiden
Hebel mit ihren Armen 35 nach links v erschwenkt, während die zugehörigen abwärts
gerichteten Hebelarme 36 eine Verschwenkung gegen die Pendel erhalten; die an jedem
Hebelarm 36 befindliche Umbiegung 4o gelangt somit in den Bereich des hornartigen
Kupplungsklinkenfortsatze@s 3o desjenigen Pendels, an dessen Stelle eine Unterbrechung
bzw. Entkupplung während des Arbeitsganges der Rechenmaschine erfolgen soll. Nach
Beendigung des Rückwärtskurbelzuges befinden sich sämtliche Pendel in der Ruhelage,
und die Pendelreihe ist daher in dieser Stellung und bis zum nächsten Arbeitsgang
geschlossen.
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Auf dem Tastenbrett können bekanntlich diese Teilstellen durch Überdecken
der senkrechten Tastenreihen mit U-förmig gebogenen :Markierungsschienen kenntlich
gemacht werden. Jetzt kann man mit dem Postenschreiben nach dem in Abb. 6 angeführten
Beispiel beginnen. Bei jedem Vorwärtskurbelzug stellen sich die Typenträger nach
den am Tastenbrett gedrückten Zahlen ein, dabei werden die zugehörigen Pendel auf
die vorbeschriebene Weise aus der Aussparung 18 herausgedrängt. Die Rasten
20 gelangen somit unter den Abzugbügel, welcher die Freigabe der zugehörigen Druckhämmer
ermöglicht. Durch die Verschwenkung der an fünfter und elfter Stelle befindlichen
Teilhebel 35, 36 sind an den zugehörigen Pendeln 7 die Kupplungsklinken 24
mit Hilfe der gegen ihren hornartigen Fortsatz 3o drückenden Flächen 4o der Hebelarme
36 verschwenkt (Abb. 5) ; dadurch sind die an diesen beiden verschwenkbaren Kleinken
24 befindlichen Abbiegungen 25 so weit abwärts bewegt (Abb. 6), daß sie unterhalb
der Abbiegungen 2= der beiden nächstfolgenden rechts befindlichen Pendel liegen.
Infolgedessen ist an diesen beiden Stellen die ursprünglich vorhandene Verben-Jung
in dem gesamten Pendelsatz unterbrochen. Aus dein dargestellten Rechenbeispiel ist
deutlich zu ersehen, daß rechts von den Teilstellen keine Nullen vor den Zahlen
zum Abdruck gelangen.
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Soll nun unter irgendeiner oder mehreren senkrechten Kolonnenreihen
keine Summe Iaesetzt werden, so muß außerdem noch eine dementsprechende Einstellung
an der Sumniendruckwählvorrichtung
vorgenommen werden. Nach dem
gegebenen Beispiel soll die Summe der mittleren Kolonnenreihe gezogen und gedrückt
werden. Um dieses auszuführen, läßt man, da der Zeichendruck erscheinen soll (Abt.
7), den ersten rechts befindlichen Abfangschieber 836 in seiner Ruhestellung, die
nächsten fünf Abfangschieber erfaßt man am Griff 83 und drückt diese in Richtung
gegen die Schreibwalze so weit nach rückwärts, bis die Arretieraussparung 82 auf
der Achse 78 infolge des an jeden Abfangschieber angebrachten Federzuges 85 einschnappt.
Die nächsten sechs Abfangschieber läßt man, da diese das Drucken der Summe nicht
beeinflussen dürfen, in ihrer Ruhestellung, während man die restlichen ebenfalls
nach rückwärts einstellt. Diese Einstellung der Abfangschieber entspricht der an
der fünften und elften Teilstelle durch die Schieber 6o, 59 erzielten Druckwerkteilung.
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Wird nun, nachdem der letzte Posten zur Eintragung gelangt ist, zwecks
Bildung der Summe bzw. Zwischensumme der Summenhebel in Richtung gegen das Druckwerk
umgelegt, so bewegt sich die daran angelenkte Schiene 44 nach rechts. Der an der
Schiene .ld befestigte Stift q.6 verschwenkt dabei den ihn mit der Aussparung 49
umfassenden, auf der Schraube 47 gelagerten Hebelarm 48 in gleicher Richtung, während
der Hebelarm 5o den Hebel 52 durch das _Verbindungsstängelchen 53 nach abwärts bewegt.
Dadurch wird die auf der Welle 51 befestigte Sperrschiene 54 abwärts verschwenkt.
Durch die Ver-Schwenkung der Sperrschiene werden die I Zehnerschalthebel beim Drucken
der Summe gesperrt.
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Diese Bewegung bzw. 'Verschwenkung der j Schiene 5¢ wird auch auf
das darauf befestigte Winkelstück 99 sowie den auf Welle 08 befestigten Hebel
96 durch das zwischen beiden Teilen angelenkte Verbindungsstängelchen 97 übertragen.
Dadurch werden die ebenfalls auf der Welle 68 befestigten Hebel 9o, 9i mit der dazwischen
gelagerten Achse 88 so verschwenkt, daß die auf dieser Achse gelagerten Abfangschieber
um ein Stück nach abwärts bewegt werden (Abt. 5).
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Es gelangt somit die Abbiegung 86 der eingestellten Abfangschieber
in die Bahn der Druckhämmer io, während bei den anderen nicht eingestellten Abfangschiebern
die Druckhämmer die Zahlentypen zum Abdruck bringen können. Erfolgt jetzt ein Vorwärtskurbelzug,
so stellen sich bekanntlich die Typenträger den im Zählwerk befindlichen Zahlen
gemäß ein, während die übrigen sich nur bis in Nulldruckhöhe bewegen; es gelangen
aber alle Druckhämmer zur Auslösung. Die zum Drucken der Summen erforderlichen Druckhämmer
können frei unter den nicht eingestellten Abfangschiebern ausschwingen und bringen
die Summe zum Abdruck, während alle übrigen Druckhämmer durch die eingestellten
Abfangschieber in ihrer Bewegung gehindert bzw. durch die Umbiegungen 86 abgefangen
werden, und es unterbleibt daher in diesen Kolonnen der Summendruck.
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Diese Anordnung der Summendruckwählvorrichtung ermöglicht vorteilhaft,
daß noch während der Arbeit mit der Maschine die Abfangschieber eingestellt werden
können, ohne daß diese irgendwelchen Einfluß auf die Druckhämmer während des Schreibens
von Posten ausüben.