DE2264202A1 - Verfahren zur herstellung von schleifmaterial - Google Patents
Verfahren zur herstellung von schleifmaterialInfo
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Description
1 BERLIN 33 8MÜNCHEN27
τι*«.: «mg»« Dipl.-lng. HEINZ AGULAR Ti^em/ggä
N 695
Norton Company, Worcester, Massachusetts, V.St.A.
Verfahren zur Herstellung von Schleifmaterial
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schleifmaterial.
Es ist bekannt, daß zur Erzeugung einer feinkristallinen Mikrostruktur
im Schleifkorn das geschmolzene Material schnell erstarren soll. Üblicherweise ist bisher das geschmolzene
Schleifmaterial auf eine wärmebeständige Oberfläche in der Form einer dünnen Platte, in kleine Formen und auf eine gekühlte
sich drehende zylindrische Oberfläche gegossen worden. Bei diesen bekannten Verfahren wird eine Oberfläche der Atmosphäre
ausgesetzt, was zu einem Produkt führt, das an diesen Oberflächen und in der Nähe dieser Oberflächen einen hohen Porositätsgrad
aufweist.
Nach der Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von Schleifkörnern aus geschmolzenem Schleif material zur Verfügung
gestellt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß das geschmolzene Schleifmaterial in mehrere Zwischenräume gegossen wird, die
durch mehrere relativ kalte, im Abstand voneinander parallel angeordnete Graphit- oder Metallplatten gebildet werden, und
das Schleifmaterial schnell ohne Schmelzen dieser Platten verfestigt und das verfestigte Schleifmaterial von den Platten
getrennt und feinzerkleinert wird.
309828/0884
Durch die Erfindung wird erreicht,daß für die Feinzerkleinerung
zu Teilchen mit Schleifkorngröße dünne Platten aus als Schleifmaterial geeignetem Oxidmaterial gebildet werden, die
im allgemeinen eine äußerst kleine Kristallstruktur haben, · und daß im allgemeinen die Bildung von porösem Material auf
ein Kleinstmaß zurückgeführt wird.
Nach der Erfindung wird so das geschmolzene Schleifmaterial zwischen mehrere im Abstand voneinander angeordnete Metalloder
Graphitplatten gegossen, die vorzugsweise 1,27 bis 0,16 cm voneinander entfernt sind, wobei das Verhältnis von dem Plattenvolumen
zu dem Volumen des Raums zwischen den Platten am besten vorzugsweise mindestens 3 zu 1 ausmacht, und zwar je
nach dem Material, das vergossen wird und dem Material der Platten. Niedrigere Verhältnisse können benutzt werden, wenn
ein zusätzliches Kühlverfahren, wie z.B. eine Innenkühlung
oder ein elektrostatisches Kühlen, angewendet wird oder wenn die Platten nicht erneut verwendet werden sollen.
Am geeignetsten ist es, wenn die Platten mit dem geschmolzenen Schleif material praktisch nicht reaktionsfähig sind und einen
Schmelzpunkt über 65O°C haben. Eine sehr geeignete Platte besteht
aus Stahl mit einer Dicke von mindestens 1,27 cm.
Die Zwischenräume, in die das geschmolzene Schleifmaterial gegossen wird, sollen eine eingestellte maximale und bequemerweise
eine gleichmäßige Dicke haben, müssen aber keine ebene oder gleichmäßige Gestalt aufweisen. Eine bequeme und einfache
Anordnung weist mehrere flache Platten auf, die in bezug aufeinander in einem Rahmen mechanisch befestigt sind und durch
Zwischenstücke gleichmäßiger Dicke getrennt gehalten werden und so den gewünschten Abstand zwischen den Platten bilden.
Weil das Erstarren des geschmolzenen Schleifmaterials von der Fläche jeder Platte, zwischen die das Material gegossen worden
ist, fortschreitet, befindet sich in dem Material offensicht-
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lieh eine, Trennungslinie, und zwar in dessen Mittelpunkt, an
dem sich die Verfestigungsfronten treffen. Dieses ist normalerweise eine schwache Ebene in dem Material, und daher sollen
die Platten voneinander in einem geeigneten Abstand angeordnet sein, um eine maximale Ausbeute an besonders erwünschter Korngrößenverteilung
zu erzielen.
Die Erfindung ist besonders für neue Schleifkörner vom legierungstyp
geeignet, bei dem Zirkoniumdioxid oder andere feuerfeste Oxide gemeinsam mit Aluminiumoxid verschmolzen werden,
wie es in den USA-Patentschriften 3 181 939 und 3 498 761
erläutert ist.
Bei einer typischen Durchführung der Erfindung werden die im Abstand angeordneten Platten unter der Gießöffnung eines Ofens
aufgestellt und dann die Zwischenräume zwischen den Platten gefüllt. Die Platten werden dann ausreichend abkühlengelassen,
um eine sichere Handhabung und ein Trennen des verfestigten Schleifmaterials zu ermöglichen, und das verfestigte Schleifmaterial
wird dann entfernt und durch ein Zerkleinern mittels Schlag oder Walzen oder anderen üblichen Zerkleinerungstechniken,
je nach dem besonderen Schleifanwendungsgebiet, für das
das Material hergestellt wird, in Teilchen zerlegt. Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß eine große
Ausbeute an homogenem, feinkristallinem, brauchbarem Schleifmaterial nach dem Feinzerkleinern erhalten wird, und zwar im
Gegensatz zu den bekannten Abkühlungsverfahren, weil vorzugsweise
95 % oder mehr von der Oberfläche des Schleifmaterials in der Form durch benachbarte Formoberflächen vor der Atmosphäre
geschützt sind, und weil das sehr schnelle Abkühlen zu einem äußerst zähen feinkristallinen Material führt.
Eine Ausführungsform der Erfindung soll nun unter Bezugnahme auf die Zeichnung und in dem nachfolgenden Beispiel erläutert
werden.
Die Figur 1 ist eine Seitenansicht einer Form (nicht maßstab-
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gerecht), die aus mehreren Platten 11 besteht, die von einem
Wagen 21 durch Stifte 22 getragen werden, die in vorspringenden Kanten 25 ruhen.
Die Figur 2 ist eine Aufsicht auf die Platten 11, die die
Zwischenstücke bzw. Abstandshalter 12 zeigt, die nur an einer Seite an die Platten angeschweißt sind, um ein Zerlegen der
Form zur Entfernung des Schleifmaterials zu ermöglichen. Die Figur 3 stellt einen Aufriß dar, der in dem Schnitt 3-3
von der Figur 2 genommen worden ist. Die Platten 11 können aus
Graphit oder Metall, wie z.B. aus Stahl, duktilem Eisen, Kupfer oder Aluminium, bestehen, das über 650 C schmilzt und
mit dem Schleifmaterial unter den Gießbedingungen praktisch nicht-reaktionsfähig ist. Obwohl der Schmelzpunkt der Platten
unter der Temperatur des geschmolzenen Schleifmaterials liegen kann, findet aufgrund der schnellen Wärmeabsorption durch die
Platten ein Schmelzen der letzteren nicht statt.
Eine Aluminiumoxidschmelze, enthaltend 25 Gew.-# Zirkondioxid,
wurde in einem Gießofen nach der bekannten, üblichen Elektroschmelztechnik hergestellt.
Das Produkt wurde zwischen Stahlplatten mit einer Dicke von 1,9 cm gegossen, die in einem Abstand von 0,5 cm voneinander
entfernt waren. Das verfestigte Produkt zwischen den Platten wurde gesammelt, bis zu Stücken mit einer Größe von 1,27 cm und
feiner vorzerkleinert und dann durch Schlag zerkleinert. Bei der Schlagzerkleinerungsoperation wurde ein Material gewonnen,
das vollständig ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 2,38 mm (Tyler-Sieb: 8 Maschen je geradlinige 2,5^+ cm) passierte
und von einem Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,74 mm zurückgehalten wurde; gröberes Material wurde zurückgeführt
und feinere Körner wurden abgetrennt. Die Ausbeute an Material mit einer Teilchengröße von 2,38 bis 0,74 mm betrug
67 %t im Vergleich mit einer 45 %igen Ausbeute nach den früher
bekannten Gießverfahren, während die gleiche Kornfestigkeit erhalten wurde.
Patentansprüche
2 8/0884
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Schleifkörnern aus geschmolzenem
Schleifmaterial unter Gießen desselben in eine kühlende Umgebung, dadurch gekennzeichnet, daß das geschmolzene
Schleifmaterial in mehrere Zwischenräume gegossen wird, die durch mehrere relativ kalte, im Abstand voneinander parallel angeordnete Graphit- oder Metallplatten gebildet werden, und das Schleifmaterial schnell ohne Schmelzen der Platten verfestigt und das verfestigte Schleifmaterial von den Platten getrennt und fein zerkleinert wird.
Schleifmaterial in mehrere Zwischenräume gegossen wird, die durch mehrere relativ kalte, im Abstand voneinander parallel angeordnete Graphit- oder Metallplatten gebildet werden, und das Schleifmaterial schnell ohne Schmelzen der Platten verfestigt und das verfestigte Schleifmaterial von den Platten getrennt und fein zerkleinert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Platten in einem Abstand von 1,27 bis 0,16 cm angeordnet sind.
Platten in einem Abstand von 1,27 bis 0,16 cm angeordnet sind.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten mit dem geschmolzenen Schleifmaterial praktisch
nicht-reaktionsfähig sind und einen Schmelzpunkt über 65O°C haben.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet,
daß die Platten aus Stahl sind und eine Dicke von mindestens 1,27 cm haben.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die räumliche Beschaffenheit der Zwischenräume derart ist, daß mindestens 95 % des Oberflächenbereichs des
vergossenen Schleifmaterials in der Form vor der Atmosphäre durch eine angrenzende Formoberfläche während des Verfestigens
geschützt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet,
daß das Volumen der Platten mindestens dreimal so groß ist wie das Volumen der Zwischenräume zwischen den
Platten.
Platten.
N 695
Dr. Ve/Wr
Dr. Ve/Wr
/ η ο ο /.
L e e r s e i t e
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/212,614 US4070796A (en) | 1971-12-27 | 1971-12-27 | Method of producing abrasive grits |
| US21261471 | 1971-12-27 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2264202A1 true DE2264202A1 (de) | 1973-07-12 |
| DE2264202B2 DE2264202B2 (de) | 1976-05-13 |
| DE2264202C3 DE2264202C3 (de) | 1977-01-13 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4306965C1 (de) * | 1992-10-19 | 1994-04-28 | Starck H C Gmbh Co Kg | Verfahren zur Herstellung von Schleifkörnern |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4306965C1 (de) * | 1992-10-19 | 1994-04-28 | Starck H C Gmbh Co Kg | Verfahren zur Herstellung von Schleifkörnern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1358620A (en) | 1974-07-03 |
| BR7209138D0 (pt) | 1973-08-30 |
| NO131505C (de) | 1975-06-11 |
| FR2166082B1 (de) | 1976-10-29 |
| IN138632B (de) | 1976-03-06 |
| US4070796A (en) | 1978-01-31 |
| ATA1107672A (de) | 1975-08-15 |
| AU5031772A (en) | 1974-02-21 |
| DE2264202B2 (de) | 1976-05-13 |
| FR2166082A1 (de) | 1973-08-10 |
| IT988087B (it) | 1975-04-10 |
| NO131505B (de) | 1975-03-03 |
| SE400274B (sv) | 1978-03-20 |
| AU445338B2 (en) | 1974-02-21 |
| AT330007B (de) | 1976-06-10 |
| ZA728975B (en) | 1973-09-26 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |