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Vorrichtung mit einem von Magnetlagern gehaltenen Rotationskörper.
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem von IEagnet-Lagern
gehaltenen Rotationskörper, die den Rotationskörper ohne Verwendung konventioneller
Lager in einer geeigneten Lage festhalten können.
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Ein Gerätetyp, für den die erfiniungsgemäße Vorrichtung-besonders
geeignet ist, ist ein Gyroskop, das bei Bernmeldesatelliten verwandt werden kann.
Sie kann jedoch auch bei anderen Anlagen, und insbesondere dann verwandt werden,
wenn eine Präzision der Punktion, eine Freiheit von Reibungseinflüssen und eine
Rotation mit hoher Drehzahl erforderlich sind, beispielsweise bei Turbo-Molekularpumpen
und bei Ultrazentrifugen zur Isotopentrennung.
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Die Vorteile von lwIagnetlagern gegenüber konventionellen Lagern in
besonderen Umgebungen sind bekannt. FIagnetlager. sind
stabil, einfach
im Auf bau, zuverlässig und reibungsfrei. Sie sind für den Betrieb im Vakuum geeignet,
was einen klaren Vorteil im Weltraum darstellt. Jedoch haben die bekannten Nagnetlager
einige sie begleitende Nachteile gezeigt. Wenn die Rotationsgeschwindigkeit und
das Gewicht des Rotationskörpers relativ geringe Werte übersteigen, bildet der Rotationskörper
ein Gyroskop.
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Dann kann der Rotationskörper Präzessions-und/oder Nutationsbewegungen
entwickeln. Die Amplitude solcher Bewegungen kann so groß sein, daß ein positiver
Kontakt zwischen den rotierenden Teilen und den stationären Teilen der Magnetlager
die Folge ist, was zu einem schnellen Verschleiß und dem Bruch der Lager führt.
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Die Regelkreise der bekannten "aktiven"Magnetlager haben bei der passenden
Inangriffnahme dieses Problems versagt.Die meisten der bekannten Regelkreise liefern
eine individuelle Rückkopplung: bei jedem Lager erfaßt eine Anzahl von Detektoren
eine Verlagerung der Achse des Rotationskörpers in einer bestimmten radialen Richtung
und erregt entsprechende Spulen desselben Lagers, um eine zentralisierende Kraft
auszuüben, wobei ein Phasenschieber mit geeignetem Frequenzbereich vorgesehen ist,
oder jeder Detektor eine Spule steuert, die eine Winkelversetzung vom Detektor aufweist,
um eine Stabilität zu erzielen. Tatsächlich treten jedoch deswegen Probleme auf,
weil eine große Phasenverschiebung bei hohen Drehzahlen notwendig ist, und die Frequenz
der zu hemmenden Nutationsbewegung beträchtlich ansteigt, wenn die Geschwindigkeit
von Null auf den Betriebswert steigt.
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Es ist das Ziel der Erfindung, eine Vorrichtung zu liefern, bei der
die oben beschriebenen Nachteile der bekannten itagnetlager überwunden sind. Durch
geeignete Rückkopplungsregelkreise sollen diePräzessions- und Nutationsbewegungen
des Rotationskörpers wirkungsvoll gedämpft werden. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
werden voneinander unabhängige Regelkreise verwandt, um Bewegungen zu hemmen, die
ihrer Natur nach Schwingungen (bei niedriger Drehzahl) undPräzessionen (bei hoher
Drehzahl) sind,
und um Pendelbewegungen des Rotationskörpers um
seinen Schwerpunkt und Nutattonsbewegungen zu hemmen.
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Im folgenden werden anhand der zugehörigen Zeichnung beiwplelsweise,
bevorzugte Ausführungsformen der Brfindung näher erläutert.
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Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einiger Bauteile
einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
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Fig. 2 ist ein Blockschaltbild der elektronischen Schaltung des Regelkreises
der in Fig.1 dargestellten Vorrichtung.
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Fig. 3 ist ein Blockschaltbild eines Rückkopplungskreises für die
in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung, der für einen Betrieb bei niedriger Drehzahl
bis zu relativ hohen Drehzahlen geeignet ist.
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Fig. 4 zeigt den Verlauf der Nutations- und Präzessionsfrequenzen,
aufgetragen gegenüber der Drehzahl.
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Fig. 5 zeigt ein Schaltbild eines Teiles des in Fig. 3 dargestellten
Rückkopplungskreises.
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Fig. 6 zeigt ähnlich wie Fig. 3 ein Blockschaltbild, allerdings einer
geänderten Ausführungsform der Erfindung, die für einen Betrieb bei sehr hohen Drehzahlen
geeignet ist.
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Fig. 7 ist ein Schaltblid eines Teiles des in Fig. 6 dargestellten
Rückkopplungskreises.
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Fig. 8 ist eine Seitenschnittansicht längs einer axialen Ebene eines
Schwungrades, das von Magnetlagern gehalten wird, die mit einem Regelkreis der in
den Fig. 3 oder 6 dargestellten Art verbunden sind.
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Fig. 9 ist eine Seitenschnittansicht eines Gyroskops, dessen Rad
von Nagnetlagern gehalten wird, die mit einem Regelkreis ausgerüstet sind, der den
in den Fig. 3 oder 6 dargestellten Ausführungsformen entspricht.
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Fig. 10 ist eine axiale Schnittansicht einer weiteren Ausführungsforn.
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In Fig. 1 ist ein Rotationskörper 1 einer Vorrichtung dargestellt,
die
ein Gyroskop sein kann. Zwei Endabschnitte des Rotationskörpers 1 werden von zwei
Magnetlagern P1 und P2 gehalten. Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
sind diese Magnetlager so ausgelegt, daß sie Bewegungen des Rotationskörpers 1 aus
seiner normalen axialen und radialen Lage entgegenwirken können.
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Zur größeren Übersichtlichkeit wird jedoch nicht auf die Erscheinung
der axialen Bewegung und darauf, wie diese Axialbewegungen zu hemmen sind, eingegangen.
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Jedes Magnetlager P1 oder P2 weist Elektromagnete auf, die in der
Fig. 1 schematisch durch Pfeile angedeutet sind, deren Richtungen die Richtungen
der Kräfte anzeigen, die sie auf den Rotor des entsprechenden Lagers ausüben können.
Jedes Lager weist vorzugsweise vier Elektromagnete auf. Die Elektromagnete des Lagers
P1 sind mit A1, A1 n beze5. chnet. Die Elektromagnete des Lagers P2 sind mit A2,
A2 ,B2,B2 bezeichnet.
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Zur größeren Übersichtlichkeit wird angenommen, daß die Elektromagnete
A1,A1 ,A2,A2 so angeordnet sind, daß sie vertikal gerichtete Kräfte ausüben, während
die Elektromagnete B1, Bi B2 B2, so angeordnet sind, daß sie horizontal gerichtete
Kräfte ausüben. Jeder Elektromagnet kann nur eine Kraft ausüben, die die Neigung
hat, den Rotor gegen den Magneten zu drücken, oder mit anderen Worten, nur eine
Zugkraft.
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Obwohl es nicht wesentlich ist, kann jedes Lager P1 oder P2 acht Spulen
2 aufweisen, die vier Spulenpaare bilden, die in Reihe (Fig. 2) miteinander verbunden
sind, wobei jedes Paar einen Elektromagneten bildet.
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Jedes Lager P1 oder P2 weist ebenfalls wenigstens ein Paar von Detektoren
auf, um radiale Versetzungen der Achse des Rotationskörpers in zwei Richtungen von
einer normalen, im entsprechenden Lager zentrierten Lage aufzunehmen. Es sind jedoch
zwei
diametral gegenüberliegende Detektoren vorgesehen, da eine
geeignete Kopplung der diametral gegenüberliegenden Detektoren es möglich macht,
Signale auszuschalten, die geometrischen Fehlern des Rotors entsprechen. Das Lager
P1 enthält zwei Devektoren X1sX1 , die längs eines vertikalen Durchmessers des Lagers
diametral .gegenüber angeordnet sind, und zwei Detektoren Y1, Y1 , die ähnlich entlang
eines horizontalen Durchmessersdes Lagers diametral gegenüberliegen. Ähnlich enthält
das, Lager P2 vier Detektoren.X2,X2,',X2,Y21 Als letztes sind -zwei Detektoren vorgesehen,
die ein Signal liefern können, das den Betrag der axialen Ablenkung des Rotaticinskörpers
von seiner normalen Lage, in der er zwischen den Lagern zentriert ist, anzeigt Die
zwei axialen Detektoren sind mit Z1,Z2 bezeichnet und den Lagern-r1,F2 jeweils zugeordnet.
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Jedes Paar von Elektromagneten ist mit einem Steuerverstärker 4 der
in der Fig. 2 dargestellten Art verbunden. Jeder Verstärker 4 enthält eine Wählschaltung
5, die ein Ausgangssignal an ihren beiden Ausgängen liefert, das von der Polarität
des Eingang signals abhängt. Einer der Ausgänge, der beispielsweise dann angesprochen
wird, wenn positive Signale empfangen werden, ist mit einem Linearisierungskreis
6 und einer Leistungsstufe 7 verbunden. Der Linearisierungskreis ist dazu bestimmt
die Steifigkeit des Lagers für geringe Ablenkungen zu verstärken.
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Er kann aus einem Verstärker bestehen, der mit einer Diode in einem
Gegenrückkopplungskreis versehen ist Die quadratische Form des Anfangsteils der
Arbeitskennlinie der Diode gleicht das quadratische Ansprechvermögen der Elektromagneten
aus Die Leistungsstuf kann aus einem Gegentaktvertstärker bestehen und einen Ausgangsstrom
liefern, der dirakt proportional der Steudrspannung -ist, die an seinen Eingang
gelegt ist. Der von der Leistungsstufe 7 abgegebene Strom fließt durch einen der
Elektromagnete Al ,B1 ,A2 ,B2.
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Ähnlich bewirken negative Signale, daß die Wählachaltung den Zweig
erregt, der aus dem Erregerkreis 8, der Leistungsstufe 9 und einem der Elektromagnete
A1,,B11,A2',32' besteht.
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Aus der obigen Beschreibung ergibt sich, daß jeder Verstärker 4 und
der zugehörige Elektromagnet ein lineares System bilden, das irgendein Signal oder
eine Kombination von Signalen empfangen kann, ohne auf eine anderes System rückzuwirken.
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Bevor eine Beschreibung der Regelkreise gegeben wird, werden zum leichteren
Verständnis der Funktionsweise kurz die möglichen zu hemmenden Bewegungen beschrieben.
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Unter der Annahme, daß der Rotationskörper vom Ruhezustand bis zur
Drehzahl r des Hochdrehgeschwindigkeitsbetriebes beachleunigt wird, können folgende
Bewegungen auftreten: 1) bei niedriger Drehzahl während des Anfahrens verhält sich
der Drehkörper wie ein Gewicht, dessen Enden Paaren gekreuzter Federn festgehalten
werden.
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Der Rotationskörper kann Schwingbewegungen mit der Drehachse durchführen,
indem er sich im Wechsel zu beiden Seiten der gemeinsamen Achse der Lager bewegt,
während er parallel zur gemeinsamen Achse der Lager bleibt. Die Resonanzfrequenz
solcher Bewegungen, die als Schwingungsbewegungen bezeichnet werden, ist von der
Drehzahl unabhängig.
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Der Rotationskörper kann um eine Achse schwingen, die quer zur Rotationsachse
und quer durch den Schwerpunkt des Körpers führt.
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Wenn der Körper vollständig symmetrisch ist, dann ist die Resonanzfrequenz
X O solcher Bewegungen dieselbe, um welche Querachse auch immer erschwingt. Solche
Bewegungen, die als Pendelbewegungen bezeichnet werden, führen zu von den Detektoren
in den Lagern P1 und P2 gelieferten Signalen, die dieselben Amplituben afweisen,
jedoch um 1800 versetzt sind.
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2) Wenn die Drehzahl über einen Wert steigt, der von dem Gewicht und
dem Trägheitsmoment des Rotationskörpers abhängt, treten Nutations- undpräzessionsbewegungen
auf. Wie in Fig.. 4 dargestellt, fällt die Resonanzfrequenz der Präzessionsbewegung
stetig bis auf einen Wert Xp bei der Drehzahl Q O des normalen Betriebs, während
die Nutationsfrequenz bis zu einem Wert # n bei der Drehzahl a O ansteigt.
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0 Die Detektoren in beiden Lagern werden aus die Translationsbewegungen
ansprechend Signale in Phase und auf die Nutations-und Präzessionsbewegungen ansprechend
um 1800 phasenverschobene Signale abgeben.
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In Fig. 3 ist ein Regelsystem 3 dargestellt, das getrennte Rückkopplungskreise
aufweist, um die Schwingbewegungen und die Pendel- oder konischen Bewegungen zu
hemmen.
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Zum Erfüllen des zuerst genannten Zweckes sind zwei identische Kreise
vorgesehen. Ein erster Kreis wirkt gegenüber Bewegungen in der X1X2-X11X2, - Ebene.
Er umfaßt aßt zwei Summierungsschaltungen 20 und 20a, von denen jede einem Detektorpaar
X1X1' oder X2X2' jeweils zugeordnet und damit so verbunden ist, daß die Summierungsschaltung
ein Signal liefert, dessen Amplitude mit der Ablenkung ansteigt und dessen Polarität
die Richtung der Ablenkung anzeigt. Die Summierungsschaltung kann aus einem Verstarker
bestehen, dessen Eingang die Signale von den Detektoren über Widerstände gleicher
Größe empfängt.
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Die Signale von beiden Summierungsschaltungen 20 und 20a werden an
eine Summierungsschaltung 21 gelegt. Der Ausgang von 21 liefert eine Kennzeichnung
der Größe der mittleren radialen Versetzung in den zwei Lagern, d.h. ein Signal,
das im wesentlichen nur für die Amplitude der Schwingungs- oder Präzessisbewegungen
repräsentativ ist; Das Signal wird einem Phasenschieber
22 zugeleitet,
der aus einem Integrier-Differenzierverstärker bestehen kann, dessen Zeitkonstante
so gewählt sind, daß die Phasenverschiebung in einem Frequenzband auftritt, das
den wahrscheinlich auftretenden Resonanzfrequenzen entspricht.
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In Gyroskopen zur Verwendung in Satelliten, bei denen die Masse des
Rotationskörpers etwa 10 kg beträgt, kann das Frequenzband 20 bis 80 Hz mit einer
maximalen Bhasenverschiebung von etwa 300 betragen. Das Signal vom Phasenschieber
wird gleichzeitig durch die Summierungsschaltungen 23.und 28, deren Zweck später
dargestellt wird, an die Steuerverstärker 4 der Elektromagnete A1A1'und A2A2, gelegt,
um eine parallele Wirkung der zwei Lager in der X1X1,X2X2,-Ebene auf den Rotationskörper
zu erreichen.
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Ein ähnlicher Regelkreis, der den Detektoren Y1Y1'Y2Y2' zugeordnet
ist, besteht aus den Summierungs3chaltungen 30,30a und 31, dem Phasenschieber 32
und den Summierungsschaltungen 33 und 38, um die Verstärker zu betätigen, die den
Elektrom gneten B1 B1,B2B2, zugeordnet sind.
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Die untere Grenze des Frequenzbandes der Phasenverschiebung sollte
niedrig genug, um Mp einzuschließen und hoch genug liegen, um U0 einzuschließen.
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Zusätzlich ist für denVerstärkungsfaktor- der Regelkreise bei sehr
niedrigen Frequenzen vorzugsweise ein beträchtlicher Wert gewählt, um das Auftreten
einer langsamen Abweichung, die zu einer Verlagerung führen würde, zu vermeiden.
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Folglich sind einige Schaltkreise mit unterschiedlichen RC Zeitkonstanten
vorzugsweise in Serie geschaltet, um ein erstes enges Phasenverschiebungsband bei
sehr niedrigen Frequenzen und ein zweites enges Band im Bereich der Schwingungs-
undPräzessionsfrequenzen zu liefern.
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Zwei Rückkopplungskreise sind zum Bremsen der -Pendel- und Nutationsbewegungen
vorgesehen. Der Kreis, der dazu bestimmt ist, Dämpfungskräfte in der X X1X1'X2X2'-Ebene
auszuüben, umfaßt eine Summierungsschaltung 25, die die Signale von der Summierungsschaltung
20a der Detektoren X2X2' direkt und die Signale von der Summierungsschaltung 20
der Detektoren X1X1' über einen Inverter 24 empfängt. Das Ausgangssignal der Summierungsschaltung
25 wird an eine Breftbandphasenverschiebungsschaltung 26 gelegt, die von einem in
der Fig. 5 dargestellten lyp sein kann und später beschrieben wird. Die Phasenverschiebungsschaltung
26 sollte von der Frequenz cO bis zur Resonanzfrequenz # n stabilisierend wirken.
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n Das Ausgangssignal von der Schaltung 26 wird dem Elektromagneten
A1 oder A1' und nach einer Phasenverschiebung um 1800 dem Blektromagneten A2 oder
A2, geliefert, um Bewegungen zu bremsen,- die aus in den zwei Lagern um 1800 versetzten
Verlagerungen resultieren. Zu diesem Zweck ist der Ausgang der Schaltung 26 mit
einem Eingang von 23 direkt und mit einem Eingang von 28 über einen Inverter 27
verbunden.
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Ähnlich enthält der zum Entgegenwirken gegen Bewegungen in der y1Y11
Y2Y2'-Ebene bestimmte Rückkopplungskreis eine Summierungsschaltung 35, die von 30a
direkt und von 30 über einen Inverter 34 gespeist wird, einen Phasenschieber 36
und einen Inverter 37 im Ausgangszweig zur Summierungsschaltung 38.
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Die Phasenschieber 26 und 36 sind vorzugsweise eher aktive als passive
Netzwerke und können wie in Fig. 5 dargestellt aufgebaut sein. Die in Fig. 5 dargestellte
Schaltung soll aus einem RC-Eingangsnetz 40 und einem Integrier-Differenzier Ausgangsverstärker
44 bestehen. Bei einer Ausführungsform der Erfindung, die für die Verhältnisse repräsentativ
ist, die tatsächlich bei der Gyroskoptechnik für den Welteraum gefunden werden,
mit Q = 200 bis 250 Hz, sollten RC-Netswerke vorgesehen
werden,
um eine Phasenverschiebung zwischen 20 und 300 im gesamten Bereich zwischen 10 Hz
bis 300 Hz zu verursachen, ein Bereich, der sich von der untersten Präzessionsfrequenz
bis zur höchsten Nutationsfrequenz, die gefunden werden kann, erstreckt.
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Zu diesem Zweck besteht das Eingangsnetzwerk 40 aus zwei parallelen
Zweigen, von denen einer aus einem Widerstand 41 und der andere aus einem Widerstand
42 und einem Kondensator 43 besteht, die in Serie geschaltet sind. Die Ausgangsschaltung
44 besteht aus einem Verstärker 45 und einem Rückkopplungskreis, der ein T-Glied
aus zwei Widerständen 46,47 aufweist, deren Verbindungspunkt durch einen Kondensator
48 geerdet ist.
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Abhängig davon, ob die Magnetlager eine axiale Gegenkraft ausüben
können oder nicht, können unterschiedliche Regelkreise verwandt werden, um axiale
Bewegungen des Rotationskörpers von einer Lage, die zwischen den Lagern zentriert
ist, zu bremsen.
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Wenn konische Lagerrotoren der in Fig. 1 schematisch dargestellten
Art verwandt werden, ist es ausreichend, einen Summierungsverstärker 13 zum Empfang
der Signale von den Detektoren Z1 und Z2 und einen Phasenschieber 14 mit einem engen
Band vorzusehen. Der Ausgang von 14 ist mit den Summierungsschaltungen 23 und 33
direkt und mit den Summierungsschaltungen 28 und 38 über einen Inverter 15 verbunden,
wie es innerhalb der unterbrochenen Linien in Fig. 3 dargestellt ist.
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Wenn im Gegensatz dazu die Lagerotoren zylindrisch sind, sollten getrennte
Elektromagnete C1 und C2 die axial gerichtete Gegenkräfte ausüben, vorgesehen und
von getrennten Verstärkern 4' mit Energie versorgt werden, die wechselweise, wie
in Fig. 3 durch die strichpunktierten Linien dargestellt, versorgt werden.
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In Fig. 6 ist ein Regelsystem dargestellt, das zusätzliche Kreise
enthält, die die Vorrichtung zur Verwendung bei sehr hohen Drehzahlen geeignet machen.
Bei so hohen Drehzahlen, wie beispielsweise einer Drehzahl # 1 in Fig. 4, liegt
die Niitationsfrequenz bei weitem höher als die Pendelfrequenz im Ruhezustand #o.
Um bei dem in Fig. 3 dargestellten System bei so hohen Drehzahlen die Stabilität
beizubehalten, müßte sich das Frequenzband der Phasenschieber 26 und 36 bis zu so
hohen Frequenzen erstrecken, was zur Folge hätte, daß es sehr rauschempfindlich
würde.
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Zusätzlich können Instabilitäten bei hohen Drehzahlen infolge der
Gatsachç auftreten, daß der Rotationskörpvr und die stationären Teile der Lager
nicht vollständig starr sind.
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Um die Schwierigkeiten zu überwinden, enthält die in Fig. 6 dargestellte
Schaltung zu denen von Fig. 4-zasätzliche Element te.
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In Fig. 6 ist ein Regelsystem 3 dargestellt, das alle in Fig.4 dargestellten
Komponenten lediglich mit dem Unterschied enthält, daß die Phasenschieber 26 und
36 enge Bänder aufweisen.
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Beispielswe-ise ist in Fig. 4 ein Frequenzband b1 dargestellt, das
sämtliche Frequenzen enthält, für die die Phasenverschiebung, die vom Kreis 22 oder
32 geliefert wird, 200 übertrifft.
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Es ist ebenfalls ein Frequenzband b2 dargestellt, das dasjenige Band
ist, für das die Kreise 26 und 36 eine Phasenverschiebung von wenigstens 200 liefern,
wenn die Drehzahlnahe 0 ist.
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Es ist anzumerken, daß zwischen den zwei Bändern eine geringe Überlappung
besteht.
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Die in Sig. 6 dargestellte Schaltung enthält zusätzliche Schaltungseinrichtungen,
die dazu bestimmt sind, das Band b2 fortschreftend zu verschieben, wenn die Drehzahl
ansteigt, damit die Ilutationsfrequenz bei jeder Drehzahl bis zur maximalen Betriebsdrehzahl
1
in dem Band enthalten ist. Mit anderen Worten, sollte das Frequenzband von b2 nach
b2t in Fig. 4 fortschreitend verschoben werden.
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Dieses Ergebnis wird dadurch erreicht, daß ein Kreuznetzwerk 54 vorgesehen
wird. Das Netzwerk 54 umfaßt eine Anpaßschaltung 50, die ein Signal mit einer Frequenz
'4 vom Ausgang der Summierungsschaltung 25 und ein Signal mit der Frequenz Qvon
einem Drehzahlmeßkreis 53 empfängt. Das Netzwerk 54 enthält ebenfalls einen Umschalter
51, der zwei Eingang und zwei Ausgangsklemmen aufweist. Einer der Eingänge ist mit
einem Singang der Summierungsschaltung 33 verbunden, während die andere Ausgangsklemme
mit einem Eingang der Summierungsschaltung 38 verbunden ist. Einer der Eingänge
des Umschalters 51 ist direkt und der andere über einen Umpoler 52 mit dem Ausgang
der Schaltung 50 verbunden. Die Verbindungen zwischen den Eingängen und den Ausgängen
werden von der Polarität eines Signals gesteuert, das in der Leitung: 55 von der
Meßeinrichtung 53 empfangen wird und die Drehrichtung des Körpers 1 anzeigt.
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Die Anpaßschaltung 15 kann von der in Fig. 7 dargestellten Art sein,
obwohl das keineswegs ausschließlich der Fall sein muß.
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Die in Fig. 7 dargestellte Schaltung 50 enthält ein Tiefpaßfilter
60 zweiter Ordnung und einen Differenzierverstärker 64.
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Das Tiefpaßfilter 60 besteht aus einem Verstärker 63, einem Widerstand
61 - Kondensator 62 Eingangsnetz und Rückkopplungswiderständen. Der Differenzierverstärker
umfaßt einen Verstärker 65 hoher Verstärkung, der mit einem Widerstandsrückkopplungskreis
und einer Eingangsschaltung verbunden ist, die einen Kondensator 67 und einen Widerstand
66 aufweist.
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Da ein Eingang mit einer Frequenz 2 dem Eingang mit einer Frequenz
60 überlagert wird, dämpft das Ausgangssignal, das nit einer geeigneten Polarität
den Blektronagnetpaaren geliefert
wird, die in einer Ebene angeordnet
sind, die um 900 von der Ebene der Detektoren X1 X1' versetzt ist, wirkungsvoll
die Nutation und macht es möglich davon abzusehen, einen mechanischen Dämpfer hinzuzufügen.
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In Fig. 8 ist ein Schwungrad zur Verwendung mit einer Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Regelkreises dargestellt. Das Schwungrad umfaßt einen Rotationskörper,
der aus einem äußeren Rotor 90 besteht, der von zwei Nagnetlagern P1 und P2 auf
einem inneren Stator 71 getragen wird. Die Luftspalte 72 der Magnetlager sind für
diejenigen Elektromagnete konisch, die zum Bremsen des Rotors gegenüber sowohl radialen
als auch axialen Bewegungen verwandt werden. Der äußere Rotor 70 wird durch einen
herkömmlichen Blektromotor 73 in Drehungen versetzt. Der Rotor ist nicht drehbar
mit zwei Licht abdeckenden Scheiben 74 und 75 verbunden, von denen jede einen radial
nach iuinen-gerichteten Flansch 76 und einen axial nach Innen- gerichteten Flansch
77 aufweist. Der radiale Flansch 76 arbeitet mit einem ersten Satz von Lichtquellen,
die Laserdioden sein können, und einem ersten Satz von Licht sensoren 79 zusammen,
die Phototransistoren sein können. Jeder Lichtsensor 79 und die entsprechende Lichtauelle
bilden einen der acht radial angeordneten Detektoren. Der axiale Flansch 77 arbeitet
mit einem zweiten Satz von Lichtquellen 80 und Lichtsensoren 81 zusammen, die die
Detektoren Z1 oder Z2 des Lagers bilden.
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In Fig. 9 ist ein Gyroskop dargestellt, das auch zusammen mit einem
erfilldungsgemäßen Regelsystem verwandt werden kann. Das Gyroskop weist einen Gyroskopmotor
90 auf, der von zwei Magnetlagern P1, P2 zur Rotation um eine stationäre Achse 91
gehalten wird. Die Luftspalte 92 der Lager sind vorzugsweise zur simultanen, radialen
und axialen Wirkung auf den Rotor 90 konisch ausgebildet. Ein luftdichtes Gehäuse
93 umgibt das Gyrosop und macht die Aufrechterhaltung eines Vakuum möglich, das
die Reibung und die Erwärmung des Rotors 90 infolge aerodynamischer
Effekte
verringert. Der Rotor 90 wird von einem Elektromotor 94 angetrieben. Acht Detektoren
zur Aufnahme von Signalen, die für die radiale Lage des Rotors repräsentativ sind,und
zwei Detektoren zur Erzeugung von Signalen, die für die axiale Lage repräsentativ
sind, sind in Form von kapazitiven Sensoren vorgesehen, wobei jeder Kondensator
Elektrodenplatten aufweist, die aus Metallüberzügen auf keramischen Platten gebildet
werden.
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In Fig. 10 ist ein Gyroskop zur Verwendung bei Satelliten dargestellt.
Das Rotationsrad 96 des Gyroskops wird von einer Welle 97 getragen, deren Achse
während der Tests auf der Erde und beim Abschuß vertikal liegt. Folglich sind die
axialen Bremskräfte, die auf das Rad während der Tests ausgeübt werden, weit größer
als die während des Betriebes und größsr als die radialen Bremskräfte. Es ist dann
vorteilhaft,nicht konische Magnetlager des in den Fig. 8 und 9 dargestellten Typs
zu verwenden, sondern eher zylindrische Lager zur radialen Aufhängung und ebene
Lager zur axialen Aufhängung. Die ebenen Lager umfassen ein Spulenpaar 98, das von
der welle 97 getragen wird und eine einstellbare Kraft auf einen radialen Flansch
99 des Rades ausübt, das auf ein Signal, das von einem Magnetdetektor 100 abgegeben
wird, einstellbar ist. Ähnlich weisen die radialen Lager 101 und 102 jeweils vier
Spulenpaare, beispielsweise 103 und 104 auf. Jedes Lager ist ebenfalls mit zwei
Paaren von diametral gegenüberliegenden Magnetdetektoren 105 und 106 ausgerüstet.
Das Rad wird von einem von der Achse 97 getragenen Motor 107 angetrieben. Das Regelsystem
kann dann dasjenige sein, das in strichpunktierten Linien in Fig. 3 dargestellt
ist.