DE2262382C3 - Vorrichtung zum innenseitigen Ein- und Ausbau des Achterstevenlagers und gegebenenfalls der zugehörigen Dichtung der Propellerwelle eines Schiffes - Google Patents
Vorrichtung zum innenseitigen Ein- und Ausbau des Achterstevenlagers und gegebenenfalls der zugehörigen Dichtung der Propellerwelle eines SchiffesInfo
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Description
20
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum innenseitigen Ein- und Ausbau des Achterstevenlagers und
gegebenenfalls der dazugehörigen Dichtung der Propellerwelle eines Schiffes, die aus einer Abziehvorrichtung
und einem ausfahrbaren Stützglied zum Entlasten des Achterstevenlagers oder der dazugehörigen Dichtung
während des Abziehens derselben besteht.
Normalerweise erfolgen Inspektionen und Ersatz der Achterstevenlager und der zugehörigen Dichtungen
bei Schiffen dergestalt, daß das Schiff eingedockt und der Schiffspropeller sowie dessen Welle von der Außenseite
des Schiffes her demontiert werden. Die Propellerwelle muß somit von der Abtriabswelle der Maschine
gelöst werden, wonach die Dichtung und das Lager, falls erforderlich, nach auswärts abgebaut werden.
Es ist auch bereits bekannt (Zeitschrift Marine Engineer and Naval Architect, Juni 1967, S. 35), die Propellerwellenlager
von der Innenseite des Schiffes her ein- und auszubauen, ohne daß dieses dazu eingedockt
werden muß. Beim Entfernen des Lagers aus seinem Sitz werden die Propellerwelle und die Propellernabe
von einer Stützfläche abgestützt, die außerhalb des Lagersitzes angeordnet ist. Die Stützfläche kann mit
der zugehörigen Oberfläche der Nabe oder der Welle dadurch in Anlage gebracht werden, daß die Oberflächen
abgeschrägt sind und die Propellerwelle axial verlagert wird. Hierbei muß jedoch die Propellerwelle von
der Abtriebswelle der Maschine gelöst werden.
Stattdessen kann die Abstützung auch dadurch erfolgen, daß der Achtersteven außerhalb des Lagers und
der Dichtung mit einer Anzahl radial wirkender Verlagerungskolben versehen wird, dia zur Anlage gegen
die Propellerwelle oder die Propellernabe ausfahrbar sind. Hierbei ist keine Verlagerung der Propellerwelle
erforderlich, um diese bei der Entfernung des Lagers aus :>einem Sitz abzustützen. Jedoch ist diese Lösung
kompliziert, da eine Anzahl radial verschieblicher Kolben in der eigentlichen Bohrung für die Propellerwelle
für den Schiffsrumpf vorgesehen werden muß. Diese Kolben sind ebenso dem Angriff des Seewassers ausgesetzt
und müssen deshalb aus besonderem und deshalb teuerem Material bestehen.
F.s ist weiterhin bekannt (Zeitschrift »HAN-SA-Schiffahi-t-Schifrbau-Hafen«,
107. Jahrgang 1970, S. 608 und 609), die Propellerwelle zum Ein- und Aus- 6s
bau des Achterstevenlagers mit einem ausfahrbaren Stützglied zu entlasten. Um jedoch das Lager vollständig
von der Welle, beispielsweise im Fall seiner Auswechslung,
entfernen zu können, muß das Lager nach vorn über das Stützglied hinwegbewegl werden. Hierzu
muß das Stützglied entfernt werden, nachdem sich das LuVe-nichtmehr innerhalb seines Sitzes befindet. Wie
dies geschehen soll, geht weder aus dieser Verö fentlichung
noch aus der Zeitschrift »Shipping World and Shipbuilder«, März 1970, S. 397, hervor. In letzterer
Zeitschrift ist lediglich ein besonderer Tragring erwähnt welcher die Einsatzsitzfläche erfußt, um die Propellerwellenanordnung
abzustützen, wenn das Lager zurückgezogen wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine solche bekannte Vorrichtung dahingehend weiterzubilden, daß mit ihr
eine vollständige Entfernung des Achterstevenlagers von der Propellerwelle eines Schiffes im Wasser ohne
das Erfordernis besonderer, dem Seewasser ausgesetzter Stützanordnungen innerhalb des Achterstevenrohres
ermöglicht wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelost durch ein weiteres Stützglied, das zwischen der Unterseite
der Propellerwelle und der Hülse des Achterstevenlagers eingesetzt werden kann und das solche Form und
Abmessungen hat, daß es genau in diese Stellung paßt, wenn die Propellerwelle zentriert ist.
Durch das erfindungsgemäße weitere Stützglied läßt sich somit eine ständige Zentrierung der Propellerwelle
im Lagersitz erzielen, wodurch die Dichtungen keinerlei zusätzlichen Beanspruchungen unterworfen werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 ein Achterstevenlager eines Schiffes, vorbereitet für seinen Ausbau,
Fig.2 eine Darstellung ähnlich Fig. 1, wobei das
Lager fast vollständig aus seinem Sitz herausgezogen ist, und
F i g. 3 den Zustand, in welchem sowohl das Lager als auch die äußere Dichtung aus dem Achterstevenrohr
entfernt sind und die zugehörigen Sitze inspiziert werden.
In F i g. 1 ist eine Propellerwelle 1 eines Schiffes gezeigt, an welcher ein Propeller 2 befestigt ist. Die Propellerwelle
ist innerhalb des Stevenrohrs 3 in einem Wälzlager 4 gelagert, das mit losem Sitz in einer ausdehnbaren
Hülse 5 angeordnet ist, die in das Stevenrohr eingepaßt ist. Die Lagerhülse 5 besteht aus zwei
koaxialen Ringen mit konischen Berührungsflächen. Um zu verhindern, daß Seewasser in das Wälzlager 4
eintritt, ist eine Dichtung 6 hinter dem Lager vorgesehen.
Wenn das Wälzlager 4 und gegebenenfalls auch die Dichtung 6 ausgebaut werden sollen, muß das Seewasser
am Eindringen in den Schiffsrumpf durch das Stevenrohr gehindert werden, da dann die Dichtung 6 aus
ihrer Stellung in F i g. 1 entfernt ist. Zu diesem Zwecke ist eine Anzahl statischer Hilfsdichtungen 7 und 8 im
Stevenrohr in Form aufblasbarer Schläuche vorgesehen, die durch Einleitung komprimierter Luft über
(nicht dargestellte) Kanäle aufgeblasen und dabei radial ausgedehnt werden, wobei sie sich gegen eine Umfangsfläche
9 an der Propellernabe anpressen.
Auf der Propellerwelle 1 sitzt, diese umfassend, eine Abziehvorrichtung 10, deren Zugarme 11 an der Lagereinheit
ansetzen. In F i g. 2 ist veranschaulicht, wie die Zugarme 11 an einem Ring 12 angebracht sind, der auf
eine Hülse 13 mit einem konischen Abschnitt aufgeschraubt ist, an welchem in der Betriebsstellung des Lagers
der mit einer konischen Bohrung versehene La-
gerinnenring angeordnet is!.
^evor das Lager ausgebaut wird, wird es von der
Hülse 13 durch eine relative Axialverschiebung entfernt, woraufhin die Hülse und das Lager, sofern sie
unbelastet sind, längs der Propellerwellt; dadurch frei 5
bewegt werden können, daß der Außenring des Lagers mit losem Sitz in der in das Stevenrohr 3 eingesetzten
Lagerhülse 5 aufgenommen ist.
Um das Lager von der Propellerwelle 1 und dem
Schraubenpropeller 2 zu entlasten, ist ein ausfahrbares m
Stützglied 14 innerhalb des Schiffskörpers im Abstand vom Lagersitz vorgesehen. Das Stützglied 14 erfaßt die
Propellerwelle 1 und fährt aus, bis das Lager innerhalb der Lagerhülse 5 entlastet ist, woraufhin die Abziehvorrichtung
10 in Betrieb genommen wird und das Lager 4 ,5 und die Hülse 13 nach vorn auf der Propellerwelle 1
bewegt werden.
In der Stellung nach Fig. 2 ist das Lager fast vollständig
aus seinem Sitz herausgezogen. Das Stützglied 14 befindet sich in einem solchen Abstand vom Lagersitz,
daß das Lager so weit nach vorn bewegt werden kann, daß eine Stützeinrichtung in Form eines weiteren
Stützgliedes 15, das bei der Ausführung der vorgeschriebenen Arbeiten lose auf der Bodenplatte im Achtersteven
abgestellt war, in den Lagersitz zwischen der Propellerwelle 1 und der Lagerhülse 5 eingefügt werden
kann (s. Fig. 3). Das Stützglied 15 hat solche Abmessungen, daß es genau in diese Stellung paßt, wenn
die Propellerwelle zentriert ist, und die tragenden Endflächen des Stützgliedes sind zweckmäßig so geformt,
daß sie der Umfangsfläche der Propellerwelle 1 bzw. der Bohrungsfläche der Lagerhülse 5 entsprechen.
Wenn das Stützglied 15 seine Stellung im Lagersitz eingenommen hat, kann das Stützglied 14 zurückgefahren
werden, ohne daß sich die Propellerwelle absenkt. Das Stützglied kann dann entfernt oder so weit weiter eingefahren
werden, daß das Lager über das Stützglied
hinaus auf der Propellerwelle 5 bewegt werden kann.
Wenn auch die Dichtung 6 ausgebaut werden soll, wird r'as Lager bis über das Stützglied 14 hinaus bewegt,
woraufhin das Stützglied erneut gegen die Welle 1 angesetzt wird und diese nach oben drückt, so daß
das weitere Stützglied 15 aus dem Lagersilz entfernt werden kann. Hierauf wird die Abziehvorrichtung erneut
in Stellung hinter dem Lager gebracht und an die Dichtung 6 angekoppelt, die daraufhin in das Innere
des Schiffsrumpfes zurückgezogen wird. Wenn die Dichtung zurückgezogen ist, wird das Stützglied 15
wiederum in den Lagersitz eingeschoben, woraufhin das Stüzglied 14 entfernt werden kann, und die Dichtung
wird nun nach vorwärts auf der Welle in das Innere des Schiffes gezogen.
In F i g. 3 ist der Zustand gezeigt, in welchem sowohl
das Lager als auch die Dichtung aus ihren Betricbsstcllungen entfernt sind und die Lager- und Dichtungssitze
inspiziert werden. Die Propellerwelle 1 wird dabei in der vorgeschriebenen Weise durch das Stützglied 15
abgestützt. Das Lager und die Dichtung befinden sich am vorderen Ende der Propellerwelle. Falls das Lager
und/oder die Dichtung ersetzt werden sollen, muß die Propellerwelle 1 von der Abtriebswelle 16 der Antriebsanlage
des Schiffes durch die Kupplung 17 gelöst werden, die hier als Druckölkupplung dargestellt ist.
Wenn diese von der Propellerwelle entfernt ist, ist deren eines Ende frei. Dabei kann es notwendig sein, daß
die Propellerwelle 1 außer durch das Stützglied 15 durch noch eine weitere Stützeinrichtung innerhalb des
Schiffskörpers entweder oberhalb oder unterhalb der Propellerwelle 1 zusätzlich abgestützt werden muß.
Der Einbau des Lagers und der Dichtung erfolgt in entsprechender Weise wie der vorbeschriebene Ausbau,
nur in umgekehrter Reihenfolge.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorrichtung zum innenseitigen Ein- und Ausbau des Achterstevenlagers und gegebenenfalls der zugehörigen Dichtung der Propellerwelle eines Schiffes, bestehend uus einer Abziehvorrichtung und einem ausfahrbaren Stützglied zum Entlasten des Achterstevenlagers oder der zugehörigen Dichtung während des Abziehens derselben, gekennzeichnet durch ein weiteres Stützglied (15), das zwischen der Unterseite der Propellerwelle (1) und der Lagerhülse (5) des Achterstevenlagers eingesetzt werden kann und das solche Form und Abmessungen hat, daß es genau in diese Stellung paßt, wenn die Propellerwelle zentriert ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| SE1644371 | 1971-12-22 | ||
| SE7116443A SE372746B (de) | 1971-12-22 | 1971-12-22 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2262382A1 DE2262382A1 (de) | 1973-07-12 |
| DE2262382B2 DE2262382B2 (de) | 1975-03-27 |
| DE2262382C3 true DE2262382C3 (de) | 1977-08-04 |
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