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DE2260535A1 - Glaszusammensetzung fuer das stirnglas einer farbfernsehroehre - Google Patents

Glaszusammensetzung fuer das stirnglas einer farbfernsehroehre

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Publication number
DE2260535A1
DE2260535A1 DE2260535A DE2260535A DE2260535A1 DE 2260535 A1 DE2260535 A1 DE 2260535A1 DE 2260535 A DE2260535 A DE 2260535A DE 2260535 A DE2260535 A DE 2260535A DE 2260535 A1 DE2260535 A1 DE 2260535A1
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DE
Germany
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glass
pbo
rays
color television
discoloration
Prior art date
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DE2260535A
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DE2260535B2 (de
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Iwao Ishida
Isamu Nakagawa
Masamichi Wada
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Nippon Electric Glass Co Ltd
Original Assignee
Nippon Electric Glass Co Ltd
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Publication date
Application filed by Nippon Electric Glass Co Ltd filed Critical Nippon Electric Glass Co Ltd
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Publication of DE2260535B2 publication Critical patent/DE2260535B2/de
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Publication of DE2260535C3 publication Critical patent/DE2260535C3/de
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    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Glaszusammensetzung, die für ein Stirnglas einer Farbfernsehröhre geeignet ist. Im allgemeinen muss die Glaszusammensetzung dieser Art notwendigerweise verschiedene Eigenschaften aufweisen, die sie vor und nach dem Bilden des Stirn- ' glases der Farbfernsehröhre besitzen muss. ■
Die Glaszusammensetzung wird in das Stirnglas für die Farbfernsehröhre mit einer hohen Genauigkeit gegossen, nachdem es während einer Wärmebehandlung geschmolzen wurde, und danach wird das Stirnglas mit dem Trichterteil durch einen Abdichtungsprozess luftdicht verbunden. Dementsprechend soll die Glaszusammensetzung vor dem Formprozess des Stirnglases solche Eigenschaften haben, dass Bläschen leicht platzen, um während des Schmelz Schrittes aus dem geschmolzenen Material auszutreten; Streifen bzw. Schlieren sollen kaum auftreten, und es soll leicht gegossen werden können. Insbesondere wird verlangt, dass die Temperatur der flüssigen Phase der Glaszusammensetzung unterhalb von 880 C liegt, damit der Formprozess gleichmässig ausgeführt werden kann.
Ferner soll die Glas zusammensetzung nach dem Formprozess des Stirnglases einen Dehnungs- bzw. Spannungspunkt (strain point) von über 450 C haben, damit eine Veränderung der Krümmung der. inneren.Oberfläche
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des Stirnglases als Folge einer Veränderung durch das Erweichen während
verrniecLen wird,
des Verbindungsprozesses/öesitzen/ denn es ist üblich, dass das Stirnglas bis zu etwa 425 - 450 C erhitzt wird während des Dichtungsprozesses zum Verschmelzen mit dem Trichter. Es ist darüber hinaus notwendig, dass die Zusammensetzung einen durchschnittlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten von 98 χ 10 bis 102 χ 10** cm/cm C innerhalb eines Temperaturbereiches von 30 - 380 C besitzt. Für den Fall, dass das Stirnglas einen gewissen Teil in der HF-Lösung während der Bearbeitung auflöst, wird das Glas undurchsichtig, und das Haftvermögen von die Glasoberfläche überziehendem Phosphor wird dadurch geschwächt.
Ferner soll die Glaszusammensetzung dieser Art ausgezeichnete optische Eigenschaften in bezug auf verschiedene Strahlungsarten haben. Da auf dem Stirnglas ein klares Bild mit einem guten Kontrast und natürlicher Farbe bei Farbfernsehen wiedergegeben werden soll, werden an das Stirnglas verschiedene Bedingungen gestellt in bezug auf das optische Durchlässigkeitsverhältnis und den Farbton. Im allgemeinen wird bei Bestrahlung mit Röntgenstrahlen, Elektronenstrahlen, ultravioletter Strahlung oder ähnlichem ein Glas verfärbt und schliessiich braun oder schwarz oder gelb. Deshalb muss das Stirnglas des Fernsehbildschirmes die Eigenschaft besitzen, sich auch bei Bestrahlung mit den verschiedenen Strahlungsarten nicht zu verfärben, d.h. es muss so wenig wie möglich verfärbt werden. Ist diese Bedingung nicht erfüllt, dann kann ein Bild nicht in seiner natürlichen Farbe auf einem Bildschirm wiedergegeben werden. Da Röntgenstrahlen auftreten als Folge von Bombardements von Elektronenstrahlen auf eine Lochmaske, eine Leuchtschicht aus Phosphor, ein Stirnglas des Bildschirmes oder ähnliches, sollte das Stirnglas der Fernsehröhre, was im weiteren einfach als Fernsehbildschirm bezeichnet wird, ein hinreichendes Absorptionsvermögen für die Absorption von Röntgenstrahlen besitzen.
Es sind bereits eine Reihe von Glaszusammensetzungen vorgeschlagen worden, die die oben genannten Bedingungen erfüllen sollen, jedoch keines
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der bekannten Gläser erfüllt all diese Bedingungen. Beispielsweise ist aus de,r US-Patentschrift 3 464 932 eine Glaszusammensetzung bekannt, die einen grossen Anteil von SrO enthält und die einen grossen Absorptionskoeffizienten bezüglich Röntgenstrahlung hat. Dieses Glas besitzt eine bessere Absorptionsfähigkeit für Röntgenstrahlung von 0. 6 A, wie 18,2 18, 6/1 /cm bei dem gemessenen Wert, aber es hat bei der Herstellung den Nachteil, dass Bläschen in dem geschmolzenen Material für eine verhältnismässig lange Zeit bleiben und seine Formbarkeit schlecht ist. Deshalb ist es schwierig, ein bläschenfreies Glas zu erhalten, und die Wärmewirtschaft wird schlecht. Es ist bekannt, dass PbO eine Glaszusammensetzung ist, die einer der guten Röntgenstrahlabsorber bildet. PbO wird jedoch bei Röntgenstrahlung verfärbt, und deshalb wird PbO im allgemeinen in Verbindung mit CeO0 verwendet.
Ll
In einem Glas für einen Fernsehbildschirm mit mehr als 1% PbO ist es jedoch selbst bei Zusatz CeO schwierig, eine Verfärbung zu verhindern, wenn Elektronenstrahlen direkt auf den Bildschirm auftreffen. Es wird daher allgemein angenommen, dass eine Glaszusammensetzung mit mehr als 1% PbO nicht für einen Fernsehbildschirm einer Farbfernsehröhre geeignet ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Glaszusammensetzung für die Verwendung eines F arbferns eh Schirmes zu schaffen, die frei von Verfärbung als Folge der Bestrahlung mit verschiedenen Strahlungsarten, etwa Röntgenstrahlung, Elektronenstrahlen und/oder Ultraviolettstrahlung sind und welches gute optische Eigenschaften besitzt.
Diese Aufgabe wird durch eine Glaszusammensetzung gelöst, die sich gemäss der Erfindung kennzeichnet durch folgende Bestandteile (Gew. -%): 58 - 66% SiO2, 1 - 4% Al3O3, 6 - 15%. K3O, 2 - 8% Na3O, O, 5 - 4% CaO, 10 - 18% BaO, O, 1 - 4% WO3, 0, 5 - 3% PbO, 0, 1 - 0, 6% CeO3, bis zu 2% MgO, bis zu 4, 5% SrO, wobei die Summe von PbO, BaO, WO3 und SrO 15% übersteigt. 309827/0737 . ' ,
Die Erfindung basiert auf der Auffassung, dass es sehr selten ist, dass Elektronenstrahlen direkt auf den Fernsehbildschirm der Farbfernsehröhre auftreffen. Bei Betrachtung des Betriebszustandes der Farbfernsehröhre wurde gefunden, dass der Fernsehbildschirm der Farbfernsehröhre einen Leuchtfilm aus auf die innere Oberfläche aufgedampftem Phosphor besitzt. Deshalb treffen die Elektronenstrahlen zuerst auf den Leuchtfilm und erreichen danach die Glasoberfläche. Dementsprechend werden grosse Teile der Elektronen durch den Leuchtfilm abgeschirmt und nur kleine Teile der Elektronenstrahlen erreichen direkt die Glasoberfläche nach Durchdringen des Filmes.
Nach ausgiebigen Untersuchungen wurde gefunden, dass die Verfärbung durch Elektronenstrahlen in dem Glas, welches PbO enthält, ungleich der Verfärbung durch Röntgenstrahlen ist. Die ersterwähnte wird hervorgerufen durch eine dünne auf der Gl äs oberfläche gebildete Schicht durch Reduktion von PbO. Bei dem Stirnglas bzw. dem Fernsehbildschirm für die Farbfernsehröhre wurde, weil der Anteil der die Glasoberfläche erreichenden Elektronenstrahlen sehr klein ist,wie oben ausgeführt wurde, gefunden, dass keine reduzierte Schicht darauf gebildet wird, und das Glas wird nicht wesentlich verfärbt durch Elektronenstrahlen, wenn bis zu 3 Gew. % PbO zugefügt werden.
Um die Absorptionsfähigkeit bezüglich Röntgenstrahlung zu vergrössern, werden bei der erfindungsgemässen Zusammensetzung BaO, WO» und, falls gewünscht, SrO zusätzlich zu dem oben genannten PbO hinzugefügt. Auf diese Weise wird ein Glas erhalten, welches ein extrem hohes Absorptionsvermögen für Röntgenstrahlung besitzt.
Die Glaszusammensetzung umfasst in Gew. -% 58 - 66% SiO0, 1 - 4% Al O0,
Δ Δ ο
6 - 15% K0O, 2 - 8% Na0O, O, 5 - 4% CaO, 10 - 18% BaO/ O, 1 - 4% WO„,
Δ Δ ο
O, 5 - 3% PbO und 0,1 - O, 6% CeO , und gewünschtenfalls können bis zu
2% MgO und bis zu 4, 5% SrO hinzugefügt werden.
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Da die oben erläuterte Glaszusammensetzung leicht schmelzbar ist
und die Temperatur der flüssigen Phase der Glaszusammensetzung unter
880°C liegt (ungefähr 810 - 830°C in vielen Fällen), kann sie leicht während des Formprozesses gegossen werden. Ferner beträgt der durchschnitt-
—7 liehe Wert des thermischen Ausdehnungskoeffizienten 98 χ 10 bis
102 χ 10 cm/cm C in einem Temperaturbereich von 80 - 380 C, und der Verformungspunkt liegt bei über 450 C, und das Glas besitzt eine ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegen Fluorwasserstoff. Weiter besitzt das Glas ausgezeichnete optische Eigenschaften, weil es eine hohe Absorptionsfähigkeit bezüglich Röntgenstrahlung hat und kaum verfärbt wird durch Bestrahlung von Elektronenstrahlen, Röntgenstrahlung und ultravioletter Strahlung.
Die Erfindung wird im weiteren unter Bezugnahme auf Tabelle 1 erläutert.
Wie bekannt ist, kann der Absorptionskoeffizient ßu/cm) für Röntgenstrahlung einer Wellenlänge 0, 6 A errechnet werden aus dem Massenabsorptionskoeffizienten der glasbildenden Oxyde und der Glasdiehte. Deshalb sind in der Tabelle sowohl die berechneten als auch die gemessenen Werte des Absorptionskoeffizienten aufgeführt.
In bezug auf den Grad der Verfärbung oder Bräunung sind die durch Röntgenstrahlung und die durch Elektronenstrahlung erhaltenen Werte angegeben. Bei der Messung der Verfärbung durch Röntgenstrahlung wird jedes Probeglas einer Bestrahlung mit Röntgenstrahlung über 20 Minuten unterzogen von einer Röntgenröhre, die 5 cm von dem Probeglas entfernt angeordnet ist und die mit einem Strom von 20 mA und einer Spannung von 35 kV arbeitet. Eine Stunde nach Beendigung der Bestrahlung wurde die prozentuale Durchlässigkeit des Glases gemessen. Der Grad der Verfärbung durch Röntgenstrahlung wird ausgedrückt durch die Differenz zwischen der prozentualen Durchlässigkeit vor der Bestrahlung und nach der Bestrahlung.
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Tabelle 1
Probe Nr. SiO2
A12°3 K Na2O
CaO MgO BaO PbO wo3
SrO CeO2
Absorptions« koeffizient ^u/cm) berechneter Wert gemessener Wert
Grad bräunlicher Verfärbung (%)
Röntgenstrahlung Elektronenstrahlung BSO+PbO+WO3+SrO
60,5 61,0
2, 8 2,
8,0 7,
7, 0 7,
2, 5 3,
62,6 2,5 9,5 6,3 1,8
60,7
O1 5
7,3
6,9
2,5
62,0 2,5 9,6 6,3 2,5
61,7
2,4
9,4
7,3
2,2
63,4
2,5
8,0
7,2
2,6
63, 1
2,5
9,1
6,2
2,2
1, 3 in Spuren in Spuren in Spuren in Spuren 0, 3 in Spuren in Spuren 12,5 13,6 14,5 18,0 13,6 12,5 12,5 12,5
3,0 2,6 1,9 0,7 1,4 0,7 1,4
1,8 0,2 0,6 1,0 1,8 3,2 0,6
in Spuren in Spuren in Spuren in Spuren in Spuren in Spuren 1, 5
0, 6 0,
0,3
0,4
0,3
0, 3 0, 3
1,4
0,2
2,5
0,3
62,6 60,1 62,9
3, 3 2, 3 3, 2 7,9 7, 2 8,0 6, 2 6, 5 7, 3 1,8 2, 5 2,9 0, 6 in Spuren- 1, 3
10,3 14,6 13,2
2,6 1,4 0,7
0,2 0,6 - «
4, 2 4, 5 0, 3 0, 3 0, 3 0, 2
25, 8 23, 7 23, 2 23, 3 23, 4 23, 0 22, 6 23, 6 26, 7 28,1 19, ,4 σ> 2
21, 9 20, 1 19, 7 19, 8 19, 9 19, 5 19, 2 20, 0 22, 8 23,8 17, ,0 ο
cn
co
αϊ
8 10 21 13 18 18 20 19 20 20 27
6 8 14 11 13 14 13 13 14 13 22
17, 3 16, 4 17, ,0 19, 7 16, 8 16, ,4 16, 0 16, 6 17, 8 21,1 14,
Für die Elektronenstrahlen wird zuerst ein Film von Phosphorpunkten oder ähnlichem auf der inneren Oberfläche eines Schirmes aufgebracht und eine Lochmaske auf dem Schirm befestigt. Dann wird unter denselben Bedingungen wie bei einer gewöhnlichen Farbfernsehröhre ein Elektronen-
strahl von 12, 5/uA/cm bei 30 kV auf die Anordnung über 240 Stunden gestrahlt. 24 Stunden nach Beendigung der Bestrahlung wird die prozentuale Durchlässigkeit des Glases bestimmt. Die Verfärbung durch Elektronenstrahlen wird ausgedrückt durch die Differenz zwischen der prozentualen Durchlässigkeit vor der Bestrahlung und nach der Bestrahlung. Die Bestimmung der prozentualen Durchlässigkeit wurde über den gesamten Bestrahlungsbereich durchgeführt, in der Tabelle sind aber die gemessenen Werte für eine Strahlung von 400 mu aufgeführt, bei der die Differenz in der prozentualen Durchlässigkeit ihr Maximum hat.
In der Tabelle sind die Proben 1 - 10 Beispiele von Glaszusammensetzungen gemäss der Erfindung, und Probe 11 ist ein typisches Beispiel einer im Handel erhältlichen Glaszusammensetzung für den Fernsehbildschirm für die Farbfernsehröhre. Bei einem Vergleich jeder der Proben 1-10 mit der Probe 11 in bezug auf den Absorptionskoeffizienten sieht man, dass beide Fälle die Tendenz aufweisen, dass der berechnete Wert höher ist als der gemessene Wert, aber in den Proben 1-10 übersteigt jeder der berechneten Werte der Absorptionskoeffizienten 20/u/cm und jeder gemessene Wert 19/u/cm, während in Probe 11 der berechnete Wert * 19,4/u/cm und der gemessene Wert 17, 0/u/cm beträgt. Daraus ist leicht verständlich, dass der Absorptionskoeffizient des im Handel befindlichen Glases niedriger ist als der der erfindungsgemässen Glaszusammensetzung sowohl bezüglich des berechneten Wertes als des gemessenen Wertes. In der Technik wird gewünscht, dass der Verfärbungsgrad durch Röntgenstrahlung oder Elektronenstrahlen 22% nicht übersteigt. Die Proben 1-10 befriedigen diese Forderung, aber die Probe 11 ist in diesem Punkt unzureichend.
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Jede der Proben 3 und 5-10 enthält die gleiche Menge von 0, 3% CeO0, aber jede von ihnen enthält eine unterschiedliche Menge von PbO, die nicht kleiner als O, 7% ist. In diesen Proben ist der Verfärbungsgrad beinahe gleich und liegt in einem Bereich von 13 - 14%. Dementsprechend erhält man ein Glas für eine Farbfernsehröhre sogar, wenn der Anteil von PbO vergrössert wird, 3% jedoch nicht übersteigt.
Vergleicht man die Probe 2 mit der Probe 9 und Probe 4-6 entsprechend, dann sieht man, dass bei gleichem PbO-Anteil der höhere Anteil von CeO0 einen hiedrigen Verfärbungsgrad in bezug auf Elektronenstrahlen ergibt. Bei Vergleich der Proben 1, 2 und 3 miteinander wird ersichtlich, dass bei einer Vergrösserung des Anteils von CeO0 wie der Vergrösserung des Anteils von PbO die Verfärbung durch Elektronenstrahlen kompensiert werden kann durch den Zusatz von CeO .
ii
Im Fall der direkten Bestrahlung der Glasoberfläche mit Elektronenstrahlen hat der CeO0-Gehalt kaum einen Einfluss auf den Verfärbungsgrad durch die verschiedenen Strahlungsarten, aber der Verfärbungsgrad durch die Elektronenstrahlen hängt vom PbO-Gehalt ab, der der Glaszusammensetzung zugesetzt ist. In dem oben aufgeführten Beispiel wird eine Lochmaske auf die Innenseite des Fernsehbildschirmes aufgebracht, ehe die Bestrahlung mit Elektronenstrahlen erfolgt. Vorher wird die innere Oberfläche jedes Fernsehbild schirme s mit einer Phosphorschicht versehen, und ein Lack und eine Aluminium schicht werden in Vakuum aufgedampft, ehe die Lochmaske darauf befestigt wird. Danach erfolgt die Bestrahlung mit Elektronenstrahlen dieser Anordnung in einem Zustand, wie er dem praktischen Gebrauch einer Farbfernsehröhre entspricht (mit Ausnahme davon, dass die anliegende Spannung auf etwa 30 kV erhöht wird und die Stromdichte pro Einheitsfläche auf 15 A/cm erhöht wird). Die Elektronenstrahlen treffen zuerst auf die Lochmaske, auf die Phosphorpunkte und ähnliches auf, um Röntgenstrahlung zu strahlen, ehe der Fernsehbildschirm beschossen wird. Es ist augenscheinlich, dass die Intensität der Röntgenstrahlen bei
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dieser Messung höher ist als bei der praktischen Verwendung einer Farbfernsehröhre. Nur ein kleiner Teil der Elektronenstrahlung geht durch die Phosphor punkte hindurch und erreicht die Glasoberfläche. Dementsprechend wird der Fernsehbildschirm einer Farbfernsehröhre im . ' wesentlichen nur der Röntgenstrahlung und kaum einer Elektronen strahlung ausgesetzt. Aus dem obigen geht hervor, dass die Verfärbung eines Glases geringer wird bei einem höheren Anteil von CeOp.
Auf diese Weise kann bei einem Fernsehbildschirm für eine Farbfernsehröhre, der mit einem Leuchtfilm aus Phosphor beschichtet ist, und auf dem eine Lochmaske befestigt ist, die Verfärbung durch Elektronenstrahlen, Röntgenstrahlung und Ultraviolettstrahlung durch Zusatz einer geeigneten Menge von CeO0 sogar dann vermieden werden, wenn dieser, ungefähr 3% PbO enthält, und auf diese Weise treten keine Nachteile auf, selbst wenn eine Farbfernsehröhre mit einem solchen Fernsehbildschirm über eine längere Zeit in üblicher Betriebsweise verwendet wird.
Die Vorteile der Erfindung werden im weiteren unter bezug auf ein in der US-Patentschrift 3 404 932 beschriebenes Glas erläutert. Das in dieser Patentschrift beschriebene Glas hat eine Zusammensetzung (in Gew. -%) von 63, 0% A1_O„, 3, 5% MgO, 3, 5% CaO, 10, 5% SrO, 7, 0% Na0O, 10, 0% K0O, 0, 6% ROO„ und 1, 9% F, CeO0 und TiO0. Das ausgewählte Glas zeigt einen
Λ ο Δ Δ
ausreichenden Wert des gemessenen Absorptionskoeffizienten von 18, 2 18, 6/u/cm für eine Röntgenstrahlung der Wellenlänge 0, 06 A für das Fernsehbildschirmglas. Wie jedoch Tabelle 2 zeigt, ist das in der US-Patentschrift beschriebene Glas gegenüber dem Glas der vorliegenden Erfindung bezüglich seiner Eigenschaften vor dem Formprozess unterlegen. Bei dem bekannten Glas bedarf es einer längeren Zeit als bei der erfindungsgemässen Zusammensetzung, ehe das flüssige Glas frei von Blasen wird, und die Temperatur der flüssigen Phase des bekannten Glases ist höher als die bei dem erfindungsgemässen Glas, wie es Tabelle 2 zeigt. Aus diesem Grunde istdas/aus der US-Patentschrift nicht frei von Problemen bezüglich der
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optischen Eigenschaften und der Formbarkeit.
Tabelle 2
Durchschnittliche Dauer bis zum blasenfreien Zustand (in Stunden) Glas gemäss
der Erfindung
Im Handel erhältliches
SrO-Glas
Zuschlag von F
(Gew. -%)
7
9
12
13
. 10
12
15
17
1,2
0,8
0,2
°
810 - 880 860 - 920
[Flüssige Phasen-
ftemperatur ( C)
Die Zeitdauer bis zum blasenfreien Zustand gemäss Tabelle 2 wurde nach folgender Methode bestimmt.
Eine zusammengesetzte Glasmasse (160 kg) wurde in einen auf etwa 1400 C gehaltenen Schmelztopf geworfen, der ein Fassungsvermögen von etwa 180 kg hatte, und geschmolzenes Glas wurde zu jedem vorbestimmten Zeitintervall entnommen. Auf diese Weise wurde das Ausmass der Verringerung bzw. des Verschwindens der Bläschen beobachtbar. Schliesslich wurde die Zeitdauer bis zu dem in Tabelle 2 gezeigten blasenfreien Zustand bestimmt.
Tabelle 2 enthält die Daten einer Glaszusammensetzung, die durch Zusatz von 0, 2%, 0, 8% oder 1, 2% F zu der Probe erhalten wurde.
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Wie aus den in Tabelle 2 enthaltenen Daten ersichtlich ist, besitzt die erfindungsgemässe Glas zusammensetzung eine niedrigere Temperatur der flüssigen Phase und geht sehr schnell in den blasenfreien Zustand über und ist ausgezeichnet formbar.
Die erfindungsgemässe Glaszusammensetzung wird im weiteren durch die folgenden Gründe begrenzt.
Ist der SiO -Gehalt kleiner als 58%, dann ist der Widerstand gegen Fluorwasser stoff säure gering und daher die Haftfähigkeit des Phosphors auf der Glasoberfläche schlecht. Ist der SiO_-Gehalt höher als 66%, dann erreicht
die Summe von BaO + WOQ + PbO + SrO nicht den Wert von 15%, der wichtig ist, um den Absorptionskoeffizienten für Röntgenstrahlung auf dem vorbestimmten gemessenen Wert von 18, 5/u/em zu halten. Weiter ist es schwierig, ein Glas zu erhalten, dessen thermischer Ausdehnungskoeffizient im Bereich von 98 χ lo" - 102 χ ΙΟ" cm/cm C besitzt und dessen Def ormationspunkt höher als 450°C liegt. Beträgt der AlnO.,-Anteil weniger als 1%, dann wird die Verwitterungsfestigkeit des Glases gering, und bei mehr als 4% Al O„ wird die Viskosität des Glases zu gross und daher werden die Schmelz- und Verformungstemperaturen zu hoch für ein Glas eines Fernsehschirmes. Um den thermischen Ausdehnungskoeffizienten des Fernsehbildschirmes in dem oben genannten Bereich zu halten und um den gewünschten Farbton zu erhalten, ist es wesentlich, dass der K^O-Gehalt zwischen 6 und 15% und der Na O-Gehalt zwischen 2 und 8% liegt.
Die prozentuale Durchlässigkeit (das Transmissionsverhältnis) und der Farbton des Fernsehbild schirme s für eine Farbfernsehröhre hängen vom BaO, WOQ, PbO und SrO ab, und daher werden diese Bestandteile als die Hauptkomponenten für Röntgenstrahlabschirmungen bezeichnet. Aber das Transmissionsverhältnis^er Farbton.werden beeinflusst durch den als Verunreinigung enthaltenen Fe O3-Gehalt. Aue diesem Grunde wird das K„O/Na O-Verhältnis in bekannter Weise angepasst durch geeigneten Zusatz von CoO und NiO. 309827/0737 ■
Der CaO-Gehalt wird deshalb auf den Bereich von 0, 5 - 4% beschränkt, damit der Deformationspunkt oberhalb von 450 C liegt. Der Zusatz von mehr als 4% CaO ist unerwünscht, weil dann der Deformationspunkt zu hoch liegt. Es ist auch möglich, den Deformationspunkt durch Zusatz von CaO zu erhöhen, jedoch wird die Temperatur der flüssigen Phase durch den Zusatz von CaO zu stark erhöht. Aus diesem Grunde ist der Zusatz von MgO von bis zu 2% vorteilhaft, um die Temperatur der flüssigen Phase auf eine geeignete herabzusetzen im Gegensatz zum Deformationspunkt und der Temperatur der flüssigen Phase des MgO-freien Glases, wodurch die Formung der Glaszusammensetzung erleichtert werden kann. Damit das Röntgenstrahlabsorptionsvermögen einen grösseren Wert annimmt als der beschriebene Wert, sollten BaO, PbO und WO„ zwischen 10 und 18%, 0, 5 und 3% bzw. 0, 1 und 4% enthalten sein. Übersteigt der BaO-Bestandteil 18%, dann neigt das Glas zum Entglasen. Übersteigt der PbO-Gehalt 3%, dann wird die Braunverfärbung während der Benutzung der Farbfernsehröhre zu gross.
Bei einem WO„-Gehalt von mehr als 4% treten leicht undurchsichtige Steinchen, sogenannte Wolframverschmierungen, auf. Wird eine hinreichende Röntgenstrahlabsorptionsfähigkeit nicht allein durch Zusätze von BaO, PbO und WO, erreicht, dann kann der gewünschte Röntgen-
Strahlabsorptionskoeffizient erzielt werden ohne Verschlechterung der charakteristischen Eigenschaften des Glases gemäss der Erfindung durch Zusatz von ungefähr 4, 5% SrO. Liegt der CeO -Gehalt unterhalb von O, 1%, dann wird die Verfärbung nicht hinreichend vermieden, und bei einem Zusatz von mehr als O, 6% CeO wird ein Fernsehbildschirm gelb.
Li
Das Glas gemäss der beschriebenen Glaszusammensetzung ist also besonders vorteilhaft bezüglich der Verarbeitung, insbesondere bezüglich seiner Schmelz- und Formeigenschaften. Gleichzeitig besitzt das Glas einen hinreichend hohen Röntgenstrahlabsorptionskoeffizienten und eine sehr niedrige Neigung zur Verfärbung durch Röntgenstrahlung oder eine ähnliche Strahlung. 3 0 9 8 2 7/0737

Claims (1)

  1. Patentanspruch
    Glaszusammensetzung, gekennzeichnet durch folgende in Gewichtsprozenten angegebenen Bestandteile: 58 - 66% SiO , 1 - 4% Al Oq,
    6 - 15% K0O, 2 - 8% Na„O, 0, 5 - 4% CaO3 10 - 18% BaO, 0, 1 - 4% WOQ, 0, 5 - 3% PbO, 0, 1 - 0, 6% CeO0, bis zu 2% MgO, bis zu 4, 5% SrO, wobei die Summe von PbO, BaO, WO„ und SrO 15% übersteigt.
    309327/0737
DE2260535A 1971-12-20 1972-12-11 Verfärbungsfreies Stirnglas einer Farbfernsehröhre Expired DE2260535C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP46102574A JPS5137659B2 (de) 1971-12-20 1971-12-20

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