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ANTRIEB FÜR BECEER,WERKE Die Erfindung betrifft Gewinnungsmaschinens
bei denen als Arbeitsorgan eine Eimerkette (Becherkette) dient. Genauer genommen
betrifft die Erfindung Antriebe für Eimerketten (Becherketten) bei Gewinnungsmaschinen,
insbesondere bei Simerkettenbaggern, Naßbaggern (Eimerkettennaßbaggern) und bei
ähnlichen Maschinen.
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Diese Antriebe enthalten als Hauptglied eine Treibwelle, auf der
eine Antriebstrommel befestigt ist, die von einer Eimerkette umschlungen wird, zum
Inbetriebsetzen der Eimerkette dient und die kinematisch,Uber ein Untersetzungsgetriebe
mit dem Elektromotor verbunden ist.
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Bekanntlich entstehen beim Betrieb von Gewianungsmaschinen mit einem
als Eimerkette (Becherkette) ausgebildeten Arbeitsorgan
auf der
Welle der Trommel, die zum Antreiben der Eimerkette dient, dem Wert nach große wechselnde
periodische Störungen, die durch Massenkräfte bedingt sind, welche beim Auflauf
der Eimerkettenglieder auf die Kanten der Antriebstrommel sowie beim Eintritt der
Eimer in den Abbauort bzw. beim Auslauf derselben aus dem Abbauort entstehen.
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Diese Störungen werden über das Triebwerk von der Maschine aufgenommen
und beeinf lussen (neESativ) ihre Lebensdauer<-> Um die Größe der schädlichen
Einwirkungen dieser Störungen auf die Maschine unter dem kritischen Wert zu halten,
werden in der Praxis auf Grund von Betriebserfahrungen für aede Baugröße der Maschinen
die Betriebsgeschwindigkeiten der Eimerketten beschränkt, wobei die Leistung der
Maschine entsprechend vermindert wird.
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Es ist bekannt, daß die höchsten Betriebsgeschwindigkeiten der Eimerketten
bei Mehrgefäßbaggern den Wert von 1...1,37m/s nicht übertreffen.
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Am Anfang dieses Jahranderts wurden Versuche unternommen, eine Verminderung
dieser wechselnden Störungen, die an der Welle der Antriebstrommel für Eimerketten
im Betrieb von Eimerkettentaggern, Eimerkettennaßbaggern und ähnlichen Maschinen
entstehen, zu erreichen.
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Es ist bekannt, zu diesem Zwecke in den Getriebeplan des Antriebs
(Triebwerks) solche Einrichtungen wie Kurvenhebelgetriebe, Kurvengetriebe mit im
Gelenk geknicktem
Hebel, Exzentegetriebe mit Schwimmbebel u.a.
einzubauen.
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Als Beispiele können die Antriebe nach den deutschen Patenten Nr.
605497, 608408, 635901 dienen. di Durch diese Getriebe, die'kinematisch mit der
Welle des Antriebs und der Trommel verbunden sind, wurde die Winkelgeeine/ schwindigkeit
der Antriebstrommel geändert, um möglichst konstante Laufgeschwindigkeit der Eimerkette
zu erreichen.
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Der Hauptmangel der bekannten Antriebe besteht darin, daß sie nur
diejenigen Störungen vermindert haben, die wegen der Massenkräfte entstehen, u.zw.
dadurch, daß das Ausgleichen der Eimerkettengeschwindigkeit gewährleistet wurde,
während die durch den Eintritt der Eimer in den Abbauort bzw. Auslauf derselben
aus dem Abbauort verursachten Störungen nicht verringert wurden, da diese Störungen
von der Änderung des Abbauortprofils und den Kenndaten des abzubauenden Ge-Steins
abhängig sind.
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Ein anderer Mangel dieser - Antriebe besteht in der Kompliziertheit
ihrer Bauart infolge des Einbaues von zusätzlichen komplizierten Getriebestücken.
Dadurch sind diese Antriebe nicht zuverlässig im Betrieb.
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Infolge dieser Mängel finden die oben beschriebenen Antriebe keine
Anwendung in der Praxis.
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Auch andere Eimerkettenantriebe sind bekannt, in deren jeweils Getriebeplan
ein elastisches Glied in Gestalt eines Druckluftzylinders eingebaut ist.
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Es sind einige Arten von Antrieben mit elastischem Glied in Gestalt
eines Druckluftzylinders bekannt.
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Bei den Antrieben der einen Art verbindet der Druckluftzylinder die
Treibwelle mit einer Zahnradnabe des Untersetzungsgetriebes, wobei die Antriebstrommel
der Eimerkette starr mit der Welle verbunden ist. In diesem Falle tritt der Druckluftzylinder
in der Eigenschaft eines Puffers oder Dämpfers mit nichtlinearen Kenndaten auf,
zum Beispiel, die Antriebe für Eimerketten nach den deutschen Patenten Nr. 600532,
682902.
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Der Hauptmangel dieser Antriebe besteht darin, daß sie zwar die Eigenart
der Störungen, die durch Massenkräfte der Eimerkette und Baggerungswechselkräfte
beim Eintritt der Eimer in den Abbauort und Auslauf derselben aus dem Abbauort verursacht
sind, etwas abändern, so daß diese Störungen gleichdaß die Störungen) mäßiger auftreten,
aber nicht vermindert werden.
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In Einzelfällen werden die von der Maschine aufgenommenen Störungen
sogar etwas erhöht.
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Eine Erhöhung der von der Treibwelle auf die Maschine übertragenen
Störungen erfolgt in der Regel unter Belastung der Eimerkette bei der Zwischenbetriebsweise.
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Unter Zwischenbetriebsweise so@l eine Arbeitsweise der Eimerkette,
die zwischen Leergang und Nennbetriebsweise liegt,verstanden werden.
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Diese Antriebe fanden in der Praxis wegen des oben erwähnten Mangels
und der Kompliziertheit ihrer Bauart keine Anwendung.
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Bei den Eimerkettenantrieben einer anderen Art, die ebenfalls ein
elastisches Glied in Gestalt eines Druckluftzylinders enthalten, sitzt das Gehäuse
des Untersetzungsgetriebes drehbar auf der Welle und ist durch den Druck luft zylinder
mit dem Maschinenrahmen verbunden.
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Bei diesen Antrieben sind außerdem Bremsschuhe vorgesehen, durch
die das Gehäuse des Untersetzungsgetriebes im Betriebszustand des Antriebs gegen
Drehung festgehalten wird (zum Beispiel, die DDR-Patente Nr. 4333, 4867)* der/ Anstatt
Bremsschuhe können Druckrollen benutzt werden, die durch Hebel mit dem Druckluftzylinder
verbunden sind.
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(Zum Beispiels Eimerkettenbager, die durch die DDR-Firma deutschen
"Makraf' geliefert werden, oder nach den Patenten Nr.
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657818 und 694518 Stoßen die Eimer auf ein unüberwindliches Hindernis,
so daß ein Anhalten der Eimerkette eintritt so spricht eine automatische Einrichtung
an, die das Gehäuse des Untersetzungsgetriebes von den Bremsschuhen loslöst.
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In diesem Falle erfolgt das intermittierende Schwingen des Gehäuses
unabhängig von der Treibwelle, wodurch eine Abanderung der Art der auf die Maschine
übertragenen Störungen im Sinne ihrer Ausgleichung erreicht wird.
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Gleichzeitig weisen die oben beschriebenen Antriebe denselben liangel
wie die anderen bekannten Antriebe auf, der darin besteht, daß diese Antriebe ebenfalls
die Größe der von/ Störungen, die infolge Eimerketten-Massenkräften und Baggerungswechßelkräftenentstehen)die
durch den Eintritt der Eimer in den Abbauort und Auslauf derselben aus dem Abbauort
bedingt sind, nicht vermindern.
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Auch sind Eimerkettenantriebe bekannt, die ein elastisches Glied
Gestalt einer vor der Treibwelle eingebauten Federkuppung enthalten, während die
Sicherheitskupplung auf einer der Untersetzungsstufen sitzt zum Beispiel ff nerkettenantrieb
am Eimerkettenbagger nach dem DDR-Patent Nr. 198, 199 und nach den deutschen Patenten
582713, 645221, 645800, 652994.
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Diese Antriebe, wie auch die oben beschriebenen, vermindern nicht
die 'Wechselstbrungen, die an der Treibwelle entstehen und von der Maschine aufgenommen
werden.
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Bei Saugbaggern und Naßbaggern werden für Eimerketten (Becherketten)
Antriebe benutzt, bei denen die Elektromotorwelle über ein Untersetzungsgetriebe
mit der Treibwelle der Kettentrommel
starr verbunden wird. Bei
diesen Maschinen werden auf diese Weise die Störungen, die an der Treibwelle entstehen,
durch die Maschine aufgenommen. Als Folge einer solchen Bauart entsteht ebenfalls
eine Begrenzung der Eimerketten-Betriebsgeschwindigkeiten. Bei Maschinen der Naßbagger
- bzw. Saugbaggerart liegen die Betriebsgeschwindigkeitender Eimerketten nicht höher
als 0,5 ... 0,6 m/s.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Eimerkettenantrieb
bei Gewinnungsmaschinen zu vervollkommen.
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Diese Aufgabe wird bei einer~ Gewinnungseinem/ masdiine mit Arbeitsorgan
in Gestalt einer Eimerkette, insbesondere bei Eimerkettenbaggern, Naßbaggern und
anderen ähnlichen Maschinen, bei denen der Eimerkettenantrieb eine Treibtrommel
enthält, die zum Inbewegungsetzender Kette dient und auf einer Welle befestigt ist
und die kinematisch mit dem Elektromotor über ein Untersetzungsgetriebe verbunden
ist, dessen Gehäuse mit dem Maschinenrahmen über ein elastisches Glied so gekoppelt
ist, dals das Gehäuse beim Anhalten der dadurch gelöst,daß Eimerkettenbelastung
drehbar ist, erfindungsgemäßVa--Gehäuse des Untersetzungsgetriebes eine Schwungmasse
befestigt wird, wobei das Gewicht der Schwungmasse und die Steifigkeit des elastischen
Gliedes, durch welches das Gehäuse mit dem Maschinenrahmen
verbunden
ist, so angenommen sind, daß die Kreisfrequenz der Eigenschwingungen des mechanischen
Schwingungssystems, das durch die Schwungmasse und das elastische Glied gemeinsam
mit dem Gehäuse des Untersetzungsgetriebes gebildet wird, entweder gleich ist oder
der Kreisfrequenz der periodischen Störungen nahekommt, die an der Trommelwelle
entstehen.
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Durch eine solche Bauart des Antriebs läßt sich an der Trommelwelle
ein Moment erhalten, das 50...75» der periodischen Störungen, dämpft die an derselben
Welle infolge Zusammenwirkens der Eimer (Becher) mit dem Abbauort und Auslaufs der
Eimerkettenglieder (Becherkettenglieder) auf die Kanten der Kettentrommel entstehen.
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Es ist vorteilhaft, die Schwungmasse mit dem Gehäuse des Untersetzungsgetriebes
durch ein kinematisches s Getriebe, dessen Übersetzung mehr als eins beträgt, zu
verbinden.
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Hiermit kann das Eigengewicht der Schwungmasse durch Vergrößerung
ihrer reduzierten Masse vermindert werden.
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Damit die Möglichkeit bester. die Schwungmasse in Abhängigkeit von
den Änderungen der Kreisfrequenz der periodischen Störungen an der Treibwelle abzuänderns
was insbesondere bei Naßbaggern und Saugbaggern der Fall ist, da hier in der Regel
Gleichstrommotoren eingesetzt werden, die es ermöglichen, verschiedene Winkelgeschwindigkeiten
der
Treibwelle zu erhalten , ist es zweckmäßig, diese Masse in
einige Teile zu trennen, ;von denen. jeder mit dem kinematischen Getriebe gekoppelt
ist, das durch eine Einzelkupplungsvorrichtung mit dem Gehäuse des Untersetzungsgetriebes
verbunden wird.
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Eine Änderung der Schwungmasse ist ebenfalls durch eine solche Anordnung
derselben zu erreichen, bei der der Umlaufhalbmesser der Schwungmasse abgeändert
werden kann.
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Die Vorzüge der erfindungsgemäß ausgeführten Gewinnungsmaschinen
bestehen in der erheblichen (50...70ffi) Verminderung der an der Treibwelle entstehenden
und von der Maschine aufgenommenen Wechselstörungen, in der Erhöhung der Eimerkettengeschwindigkeiten
um mindestens 25...30F und in entsprechender Leistungserhöhung.
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Außerdem besteht die Güte der Maschine darin, daß das Gedie wicht
und die Ausmaße ihres Antriebs das Gewicht und Ausmaße der Eimerkettenantriebe bei
den bekannten Maschinen entsprechender Baugröße nicht übertreffen.
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Nachstehend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels
und der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 eine DrauSsicht des erfindungsgemäß
ausgeführten Eimerkettenantriebs (Becherkettenantriebs) bei Gewinnungsmaschinen.
Das Untersetzungsgetriebe ist im Schnitt gezeigt, die Maschine selbst ist nicht
dargestellt;
Fig. 2 einen Getriebeplan des erfindungsgemäßen Antriebs
axonometrisch dargestellt; Fig. 3 einen Getriebeplan des elastischen Gliedes am
erfindungsgemäßen Antrieb; Fig. 4 eine andere Ausführungsart des erfindungsgemäßen
Antriebs, bei dem die Schwungmasse in einige Teile getrennt ist, von denen ein jeder
mit einem Zahnradgetriebe gekoppelt wird, das durchweineEinzelkupplungsvorrichtung
mit dem Gehäuse des Untersetzungsgetriebesverbunden ist; Fig. 5 eine Baugruppe der
Einzelkopplung der Schwungmassenteile mit dem Gehäuse des Untersetzungsgetriebes
am erfindungsgemäßen Antrieb; Fig. 6 eine Baugruppe der Schwungmassenanordnung bei
einer anderen Ausführungsart des erfindungsgemäßen Antriebs für den Fall, wenn der
Umlaufradius der Schwungmasse geändert werden kann; Fig. 7 eine Ausführungsart des
erfindungsgemäßen Antriebs, bei der das Anlegen des Drehmomentes an die Trommelsellevon
zwei Seiten aus erfolgt.
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Die Maschinen-Hauptbaugruppe, die die Erfindung betrifft, ist der
Eimerkettenantrieb.
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Der Antrieb enthält: Antriebstrommel 1 (Fig. 1, 2, 3, 4 und 7), die
von der Eimerkette 2 (Fig.2 und 3) umschlungen ist; Treibwelle 3 (Fig. 1, 2, 4 und
7), auf der starr die Trommel 1 befestigt ist; Elektromotor 4Jmit den kinematisch
die
Treibwelle 3 über das Haupt-Untersetzungsgetriebe 5 (Fig. 1,2,
3,4 und 7) und Zusatz-Untersetzungsgetriebe 6 (Fig. 1,2,4 und 7) verbunden ist.
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Die Treibwelle 3 läuft in den Lagern 7 des Maschinengehäuses. Das
Gehäuse 8 (Fig, 1,2,3,4 und 7) des Haupt-Untersetzungsgetriebes 5 wird gegen. Drehung
durch ein Kurvenhebelgetriebe zurückgehalten, das als elastisches Glied 8a (Fig.
2 und 3) dient, in dem enthalten sind: Druckrollen 9 (Fig. 1,3, 4 und 7), die in
die profilierten Vertiefungen 10 (Fig. 3), welche im Gehäuse 8 des Untersetzungsgetriebes
5 vorgesehen sind, eingreifen (diese Teile des Gehäuses des Untersetzungsgetriebes
5 mit profilierten Vertiefungen 10 dienen als Kurven); Hebel 11; Druckluftzylinder
12, der mit den Hebeln 11 gekoppelt ist; Freienden der Hebel 11, die miteinander
durch das Hebelgestänge 12a und Schwengel 13 verbunden sind. Das Kurvenhebelgetriebe
dient als elastisches Glied, das das Gehäuse 8 des Untersetzungsgetriebes 5 mit
dem Rahmen der (in der Zeichnung nicht dargestellten) Maschine verbindet.
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Die Speisung des Druckluftzylinders 12 erfolgt vom Windkessel 14
durch die.Druckluftleitung 15 mit normal-geschlossenem, elektromagnetisch gesteuertem
Ventil 16 und mit normal geöffnetem elektromagnetisch gesteuertem Ventil 16a.
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Der Antrieb enthält auch eine Schwungmasse.
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Nach der einen Ausführungsart des Antriebs ist die Schwungmasse 17
(Fig. 1,2,4,7) starr auf der Welle 18 (Fig. 1,2,4,5,6,
7) befestigt,
die kinematisch mit dem Gehäuse 8 durch das Zahnradgetriebe 19 (Fig. 1,2,3,lot,6
und 7), dessen Übersetzung mehr als 1 beträgt, verbunden ist.
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In diesem Falle wird ein erheblich kleineres Gewicht der schwungmasse<angeschlossen
durch Vergrößerung ihrer reduzierten Masse proportional dem Quadrat des Ubersetzungswertes
Nach der anderen Ausführungsart des Antriebs ist die Schwungmasse 17 in einige Teile
20 (Fig. 4 und 5) getrennt, von denen ein jeder mit dem Gehäuse 8 des Untersetzungsgetriebes
5 durch eine Einzelkupplungsvorrichtung verbunden ist, die folgendes enthält: (Fig.
5) mit elastischen Wänden versehene Kammer 21, die zwischen dem Teil 20 der Schwungmasse
und der Nabe 22 sitzt, auf der der Teil 20 frei angeordnet ist. Die Ringe 23 verhindern
eine seitliche Verschiebung der Schwungmassenteile 20. Die Kammer 21 ist an der
Nabe durch Vulkanisierung befestigt.Der Hohlraum der Kammer 21 steht durch die Druckluftkanäle
24 und 25 mit dem elektromagnetisch gesteuerten Einzeldruckluftventil 26 in Verbindung,
das seinerseits mit der (in der Zeichnung nicht angedeuteten) Druckluftquelle verbunden
ist.
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Das Druckluftsteuerventil 26a ist für die Kammer der Kupplungsvorrichtung
der anderen Schwungmasse bestimmt.
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Durch Druckluftzuführung in den Hohlraum der Kammer 21 wird die Einzelkupplung
eines jeden Schwungmassentéils 20 mit der Nabe 22 gewährleistet.
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Der Vorzug einer solchen Ausführungbesteht in der Möglichkeit, die
Schwungmasse in Abhängigkeit von der Ereisfrequenz der periodischen Störungen an
der Treibwelle 34zuändern> durch das unabhängig9Inbetriebsetzen von Einzelteilen
20 der Schwungmasse 17 <^> Dieser Umstand hat eine besondere Bedeutung für
Maschinen wie Naßbagger, Saugbagger.
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Nach der anderen Ausführungsart des Antriebs (Fig. 6) wird zwecks
Änderung des reduzierten Gewichtes der Schwungmasse 27 ebenfalls in Abhängigkeit
von der Änderung der Kreisfrequenz periodischer Störungen an der Treibwelle 3 diese
Schwungmasse in radial laufenden Führungen 28, die starr mit der Welle 18 verbunden
sind, angeordnet. Die Schwungmasse 27 kann in diesen Führungen 28 durch die Vorrichtung
29 in Radialrichtung versetzt werden. Die Welle 18 ist durch ein Zahnradgetriebe
19 mit dem Gehäuse des Haupt-Untersetzungsgetriebes 5 des Antriebs verbunden.
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Das Gehäuse 8 des Untersetzungsgetriebes 5, die Schwungmasse 17 oder
27 und das elastische Glied 8a bilden ein mechanisches Schwingungssystem.
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Das Gewicht der Schwungmasse' 17 (27) sowie die dem elastischen Glied,
das durch das Kurvenhebelgetriebegebildet ist, zugehörtige Steifigkeit, die insbesondere
durch das Profil der Vertiefungen 10 und den Druck des Druckluft zylinders 12 bedingt
ist, werden so angenommen, daß die Kreisfrequenz der
Eigenschwingungen
des mechanischen Schwingungssystems, die die Schwungmasse 17 oder 27, das elastische
Glied 8a und das Gehäuse 8 des Untersetzungsgetriebes 5 enthält, der Kreisfrequenz
der periodischen Störungen an der Treibwelle entweder gleich ist oder nahekommt.
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Das Profil für die Druckrollen 9 ist bekannt und wird, z.B. an den
Baggern DS1500 (BRD), ES3150 (DDR) ausgeführt. Der Druck im Druckluftzylinder 12
ist für jeden Einzelfall in Abhängigkeit von den Kenndaten des Hebelgestanges am
Kurvenhebelgetriebe angenommen.
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Bei allen Ausführungsarten des Eimerkettenantriebes verläuft der
Betrieb der Maschine in derselben Weise.
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Im Verlaufe des Betriebs der Eimerkette 2 führt das Gehäuse 8 des
Haupt-Untersetzungsgetriebes 5 und die mit dem Gehäuse verbundene Schwungmasse 17
oder 27 Drehschwingungen aus.
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Dank dieser Schwingungen erhält die Eimerkette 2 (die ein Gewicht
von 100t und darüber aufweist) zusätzliche Schwin-9Ungsbewegungen, die zusätzliche
Massenkräfte verursachen, welche die an der Treibwelle 3 entstehenden Störungen
dämpfen, die durch Massenkräfte bedingt sind, welche beim Auflauf der Kettenglieder
auf die Kanten der Kettentrommel 1 und beim Eintritt der Eimer in den Abbauort und
Auslauf derselben aus dem Abbauort entstehen.
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Dabei steht das Untersetzungsgetriebe 5, das als Glied dient, welches
Elektromotor 4, Treibwelle 3 und mechanisches Schwingungssystem vereinigt, das Schwungmasse
17 oder 27, Gehäuse 8 des Untersetzungsgetriebes und elastisches Glied 8 enthält,
als Differentialgetriebe im Betrieb.
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Bei einer hemmenden Belastungsweise der Eimerkette 2, was insbesondere
beim Stoßen der Eimer der Kette 2 auf unüberwindliches Hindernis der Fall ist, schwenkt
das Gehäuse 8 des Untersetzungsgetriebes 5, wobei die Druckrollen 9 (Fig. 3) auf
der Oberfläche der Vertiefungen 10 rollen, und die Hebel 11 sowie die mit diesen
verbundenen Hebel 12 a und den Schwengel 13 spreizen. Erreicht der Schwengel 13
eine Lage, die dem zulässigen Gren~moent an der Treibwelle 3 entspricht, so tritt
der Geber 30 in Tätigkeit.
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Dabei wird Ventil 16a geschlossen, und Ventil 16 geöffnet.
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In diesem Falle wird die Druckluft zuführung aus dem Windkessel 14
unterbrochen und die Arbeitskammer des Druckluftzylinders 12 steht durch das Ventil
16 mit der Außenluft in Verbindung.
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In einer solchen Stellung werden die Hebel 11 noch mehr gespreizt,
die Druckrollen 9 verlassen die profilierten Vertiefungen 10 und das Gehäuse 8 kannXfrei>bei
gehemmter Treibwelle 3 rotieren.
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Das Drehmoment vom Elektromotor 4 und die kinetische Energie der
Umlaufmassen des Antriebs werden auf die Treibwelle 3
nicht übertragen,
Die Abschaltung des Elektromotors 4 erfolgt nach dem Signal desselben Gebers 30.
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Dadurch, daß der Antrieb ein erfindungsgemäßes mechanisches Schwingungssystem
enthält, wird das Dämpfen der von der Maschine aufgenommenen periodischen Störungen
um 50...70% gewährleistet.
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Es ist auch zu vermerken, daß bei der Hemmung der Treibwelle 3 die
kinetische Energie der Massen 17 oder 27 auf die Eimerkette 2 nicht übertragen wird,
da das Gehäuse 8 frei rotieren kann.
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Nach Beseitigung der Ursache der Hemmung an der Eimerkette 2 wird
das Gehäuse 8 des Untersetzungsgetriebes 5 so gedreht, daß die profilierten Vertiefungen
10 unter die Druckrollen 9 gelangen. Die Ventile 16 und 16a werden von Hand oder
automatisch in die Normalstellung eingebracht.
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Dabei wird die Druckluft aus dem Windkessel 14 der Arbeitskammer
12 zugeführt, die Hebel 11 werden zusammengeführt, die Druckrollen 9 laufen in die
Vertiefungen 10 ein und das Gehäuse 8 des Untersetzungsgetriebes 5 wird gegen Drehung
festgehalten.
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Danach wird der Elektromotor 4 eingeschaltet.
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In dieser Weise wird die Eimerkette inbetriebgesetzt.
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Es ist zweckmäßig, den erfindungsgemäßen Antrieb zweiseitig ausüfuhren,
wie es in Fig. 7 dargestellt ist, in der zwei oben beschriebene Antriebe der Eimerkette
angegeben
sind, die das Antreiben einer einzigen Kettentrommel
1 ermöglichen.
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Die Vorzüge eines Doppelantriebs bestehen erstens in der Gleichmäßigkeit
der Belastung der Treibwelle durch das Drehmoment, zweitens in der symmetrischen
Belastung der Maschine durch das Gewicht des Antriebs, drittens in der Möglichkeit,
eine installierte Antriebsleistung zu erreichen, die die von der/ maximale Leistung
einzelner Industrie gelieferten Elektromotoren übertrifft.