DE2259755C3 - Durch Nylonbeschichtung verstärkte Glasflasche - Google Patents
Durch Nylonbeschichtung verstärkte GlasflascheInfo
- Publication number
- DE2259755C3 DE2259755C3 DE19722259755 DE2259755A DE2259755C3 DE 2259755 C3 DE2259755 C3 DE 2259755C3 DE 19722259755 DE19722259755 DE 19722259755 DE 2259755 A DE2259755 A DE 2259755A DE 2259755 C3 DE2259755 C3 DE 2259755C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- glass
- nylon
- coating
- bottles
- coated
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65D—CONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
- B65D23/00—Details of bottles or jars not otherwise provided for
- B65D23/08—Coverings or external coatings
- B65D23/0807—Coatings
- B65D23/0814—Coatings characterised by the composition of the material
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
- C03C17/00—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
- C03C17/28—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with organic material
- C03C17/32—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with organic material with synthetic or natural resins
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Surface Treatment Of Glass (AREA)
- Laminated Bodies (AREA)
- Details Of Rigid Or Semi-Rigid Containers (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine durch Nylonbeschichtung auf zumindest einer ihrer Oberflächen verstärkte
Glasflasche.
Es ist bekannt, Glasflaschen auf der Innenseite und/oder auf der Außenseite mit Kunststoff zu beschichten. Als Beschichtungsmaterialien dienten
Polyäthylen, Polyvinylchlorid oder Polyester. Die bekannten Beschichtungen hatten die Aufgabe, beim
Brechen der überzogenen Glasformlinge das Verstreuen von Glassplittern zu verhindern.
Der Nachteil der bekannten Überzüge liegt aber darin, daß sie nicht allen der zahlreichen und höchst
unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden, die an solche Überzüge in der Praxis gestellt werden, und
zwar insbesondere dann, wenn es sich um Überzüge für Glasflaschen handelt, die für hohe Innendrücke
ausgelegt sein müssen, beispielsweise im Fall von Flaschen für ,unter Carbonatdruck stehende Getränke.
Aus diesen Gründen kann daher nicht stets mit Sicherheit vorausgesagt werden, ob ein bestimmter
Kunststoffüberzug im Verbund mit dem Glas eine zufriedenstellende Beschichtung ergeben wird. Zur Beschichtung und Verstärkung von Glasflaschen wurden
nach dem Stand der Technik beispielsweise Polyäthylen, Polypropylen, mit Metallchelaten kombinierte
Polyolefine, Äthylen-Propylen-Gummi, Polyvinylchlorid, Äthylcellulose, Acetylcellulose, Polybutyral,
Vinylacetat-Acryl-Copolymerisat, Äthylen- Vinylacetat-Copolymerisat, Nylon-6, Epoxide, Polyurethane, verschiedene Acrylatpolymerisate, Polyester
und Mischungen dieser Polymerisate verwendet.
Zusätzlich zu der Eigenschaft, das Umherstreuen von Glassplittern beim Zerbrechen der Flasche zu
verhindern, müssen die Beschichtungen von Glasflaschen die folgenden Herstellung- und Gebrauchserfordefnisse erfüllen:
Bei der Herstellung der Flasche müssen eine gewisse Gleitfähigkeit (ein niedriger Reibungskoeffizient) und eine Stoßfestigkeit gegeben sein. Beim
Transport der beschichteten Flasche müssen Stoßfestigkeit, Härte, Glätte, Beständigkeit gegenüber tiefen
und hohen Temperaturen und eine Witterungsbeständigkeit vorhanden sein. Der kommerzielle Wert einer
beschichteten Flasche wird sieh neben diesen Eigenschaften wesentlich auch nach der äußeren Erscheinung der Flasche richten; Transparenz und Oberflächenfinish sind in dieser Hinsicht die wichtigsten
Erfordernisse. Beim Zerbrechen der Flasche muß neben einer ausreichenden Dehnfestigkeit auch bei höheren Dehnungen und tieferen Temperaturen eine
ausreichende Haftfestigkeit der Beschichtung auf dem Glas gewährleistet sein. Außerdem muß, wenn die beschichtete Flasche wieder benutzt werden soll, die
Alkalibeständigkeit der Beschichtung garantiert sein.
Der durch Herabfallen aus einer gewissen Höhe oder durch Explosion verursachte Bruch einer Glasflasche ist ein recht komplizierter Vorgang, der nicht
ohne weiteres in ursächliche Mikrovorgänge zerlegt
to werden kann. Auf diese Weise können die einzelnen
Bruchursachen auch nicht ohne weiteres mit den speziellen internen physikalischen Eigenschaften der Beschichtung in Beziehung gesetzt werden. Im allgemeinen wird man jedoch annehmen können, daß zum
is Beginn des Bruches die durch das Brechen der Glasflasche erzeugte Energie durch die Dehnungseigenschaften und die Dehnungsfestigkeit der Beschichtung
und ebenso durch die Haftkraft zwischen der Beschichtung und der Glasoberfläche absorbiert .vird.
Wenn die Dehnungsfestigkeit und die Haftkraft der
Beschichtung nicht sorgfältig gegeneinander ausgewogen sind, werden entweder noch mit Filmbruchstücken beschichtete Glassplitter verstreut oder werden auf der anderen Seite lediglich die Glasbruch-
stücke verstreut, die sich aus dem Verbund mit der Beschichtung gelöst haben.
Wenn sowohl die Spannungs-Dehnungs-Eigenschaften und die Dehnungsfestigkeit als auch die
Haftfestigkeit der Beschichtung hoch sind, d. h. über
den normalen Werten der im Handel herkömmlicherweise erhältlichen Polymerisate liegen, und zwar obwohl die Dehnfestigkeit im allgemeinen umgekehrt
proportional zur Dehnbarkeit ist, kann der Grad der
Umherstreuung von Glasbruchstücken beim Bruch
gering sein. Aber auch in diesen Fällen können bei
den verschiedenen Versuchen oder den verschiedenen Unfällen der Praxis wesentlich voneinander abweichende Ergebnisse erhalten werden, wobei Faktoren,
wie etwa das Vorhandensein von leichten Kratzern
oder die Abwesenheit solcher Kratzer auf der Beschichtung, die beim Transport oder beim Sammeln
der Flaschen entstanden sein können, oder wie die Gleichmäßigkeit der Beschichtungsdicke eine wesentliche Rolle spielen.
Wie ausführliche Untersuchungen der Anmelderin gezeigt haben, sollte bei der Auswahl von Beschichtungsmaterialien für Glasflaschen nicht nur auf die Eigenschaften der Beschichtungen hinsichtlich der
Bruchcharakteristiken Wert gelegt werden, sondern
so sollte auch die Materialgeschichte der Flasche und der Beschichtung sorgfältig geprüft werden, <i. h. sollte
eine sorgfältige Balance der vorgenannten Eigenschaften berücksichtigt werden.
genschaften durch getrennte Grundversuche Testdaten erhalten werden können, so 1st es doch nicht möglich, die individuellen und exakten Bedingungen der
Umherstretiung der Glasbruchstücke beim tatsächlichen Bruch einer beschichteten Flasche nach irgend-
einem gängigen Prüfverfahren im voraus zu bestimmen.
Aus der US-PS 3203822 sind mit einem Polyamid
beschichtete Gegenstände, jedoch keine Glasflaschen, bekannt. Die Beschichtung, die aus Nylon-6 oder Ny
lon-66 bestehen kann, wird auf eine Grundschicht aus
einem Butadien-Styrol-Copolymerisat aufgetragen. Aus der US-PS 2972553 ist die Beschichtung von
Glas mit Nylon, z. B. Nylon-6 bekannt. Jedoch weisen
diese Beschichtungen keine gute Alkalibeständigkeit auf, sie sind opak und unterbinden das Zerstreuen von
Glassplittern nicht in zufriedenstellender Weise,
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Beschichtung für Glasflaschen zu finden, die
durchsichtig und alkalibeständig ist und ein unkontrolliertes Umherstreuen der Glasbruchstücke beim
Bruch vermeidet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Nylonbeschichtung der eingangs genannten Art gelöst,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie aus einem Terpolymerisat aus (1) Nylon-10, Nylon-ll, Nylon-12,
NyIon-610 oder Nylon-612, (2) Nylon-6 und (3)
Nylon-66 besteht, und daß die Schichtdicke 30 bis 200 μπι beträgt. '5
Aufgrund der außerordentlich gut gegeneinander abgewogenen Balance der Dehnbarkeit und der Haftfähigkeit
der aus diesem Terpolymerisat hergestellten Glasbeschichtungen wird eine optimale Unterdrükkung
des Umherschleuderns von Glasbruchstücken beim Bruch erreicht ucd das, obwohl die Dehnungsfestigkeit
auf Grund der iriternen Plastif izierung des Copolymerisate
merklich abnahm. Sie betrug nur noch ca. 70% der Dehnungsfestigkeit eines Nylon-11- oder
NyIon-12-Homopolymerisats.
Dieses Ergebnis ist ferner deshalb überraschend, weil die erfindungsgemäß verwendeten Terpolymerisate
keine überragende Haftfestigkeit auf dem Glassubstrat besitzen.
Vorzugsweise erhält dieses Terpolymerisat mindestens
30 Gew.% an Nylon-10, Nylon-ll, Nylon-12,
Nylon-610 oder Nylon-612. Das Gewichtsverhältnis
von Nylon-6 zu Nylon-b6 ist nicht kritisch und kann im Bereich von 1 : 2 bis 2 : 1 variiert werden.
Die erfindungsgemäß benutzter. Nylonterpolymerisate können unter Anwendung der an si h bekannten
Verfahren zur Pulver- oder Filmniederschlagung aufgetragen werden. Sie können auch mit Hilfe eines
der an sich bekannten Beschichtungsverfahren unter Verwendung von Lösungsmitteln auf das Glassubstrat
aufgebracht werden.
Sowohl bei der Beschichtung durch direktes Aufbringen des Beschichtungsmaterials als auch bei der
Beschichtung durch Aufbringen von Lösungen kann das Glas erforderlichenfalls zunächst mit einer vorbereiteten
Lösung grundiert werden. Die Dicke der Beschichtung beträgt geeigneterweise 30 bis 200 μπι. Bei
einer Schichtdicke von weniger als 30 μπι kann die Beschichtung das Verstreuen der Glassplitter beim
Bruch nicht mehr verhindern. Bei einer Beschichtung von über 200 μίτι werden die zur Lösung der Aufgabe
angestrebten Effekte nicht mehr verbessert.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Insbesondere sind die durch die neuen Beschichtungen unerwarteterweise
erzielten Verbesserungen durch ausführliche Vergleichsversuche belegt, die mit beschichteter
Glasware nach dem Stand der Technik durchgeführt werden.
500 ml fassende Cola-Flaschen wurden mit einem Terpolymerisat-Pulver aus Nylon-6/Nylon-66/Nylon-12
(im Gewichtsverhältnis von 36 : 32 : 32) so beschichtet, daß die erhaltenen Schichten eine Stärke es
von 80 μπι aufwiesen.
Die beschichteten Flaschen wurden so gefüllt, daß sie einem Innendruck von 4 kg/cm2 ausgesetzt waren
und wurden anschließend verschlossen. Die so gefüllten und verschlossenen beschichteten Flaschen wurden
aus einer Höhe von 2 m auf einen Betonboden fallen gelassen.
Als Ergebnis wurden Glassplitter einer Größe von weniger als 2 cm2 im Umkreis von 30 cm Radius von
der Aufschlagstelle entfernt gefunden.
Das in Beispiel 1 verwendete Terpolymerisat wurde in einem Lösungsmittelgemisch' aus Methanol
und Trichlorethylen (Gewichtsverhältnis 1 : 1) gelöst. In diese Lösung wurden 500 ml fassende Cola-Flaschen
so getaucht, daß sie mit Schichten von einer Dicke von 20, 40, 80 und 120 μπι bedeckt waren.
Die Oberfläche der Kunststoffbeschichtung war glatt und transparent. Die Beschichtungen waren erwartungsgemäß
auch gegenüber Alkali beständig. Die Alkalitests wurden durch Eintauchen für eine Dauer
von 25 h in eine 65 " C warme wäßrige 3 %ige Natronlösung
durchgeführt.
Als Ergebnis wurde keine Veränderung der Oberflächenbeschaffenheit
beobachtet. Die Bruchversuche zeigten folgende Ergebnisse:
20 μπι Schichtdicke:
Einige kleinere und mittlere Glasbruchstücke mit einer Fläche von kleiner als 5 cm2 lagen außerhalb
eines Umkreises von 50 cm Radius. Innerhalb dieses Umkreises um die Auftreffstelle lagen viele kleine und
mittlere Glasbruchstücke mit einer Fläche von weniger als 5 cm2.
40 μπι Schichtdicke:
Einige kleine Glasstücke lagen außerhalb eines Bereiches von 30 cm Radius. Innerhalb dieses Bereiches
lagen wenig mehr als 10 kleine Glasstücke.
80 μπι Schichtdicke:
Eine Verstreuung von Glasbruchstücken wurde kaum beobachtet.
120 μπι Schichtdicke:
Eine Verstreuung von Glasbruckstücken wurde ebenfalls wie bei der Schichtdicke von 80 μπι kaum
beobachtet.
Cola-Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 500 ml wurden mit einem Terpolymerisat aus Nylon-6,
Nyion-66 und Nylon-610 im Gewichtsverhältnis 36 : 34 : 30 in der gleichen Weise, wie in Beispiel 2
beschrieben, mit einer 100 μπι dicken Beschichtung überzogen. Bei den Bruchversuchen wurde praktisch
kein Verstreuen von Glassplittern beobachtet.
500 ml-Cola-Flaschen wurden mit einem Terpolymer-Pulver
aus Nylon-66/Nylon-6/Nylon-612 (in einem
Gewichtsverhältnis von 40 : 30 : 30) nach üblicher elektrostatischer Beschichtungsmethode aufgetragen,
so daß Filme von 120 μπι Dicke entstanden.
Die Oberflächenbeschaffenheit war sehr glatt und die Filme waren transparent. Es konnte nach Durchführung
des Alkalitests gemäß Beispiel 2 keine Veränderung festgestellt werden, und die Transparenz blieb
ausgezeichnet, Beim Bruchtest nach Beispiel 1 wurde im wesentlichen kein Verstreuen von Glasstücken be-
obachtet,
In allen vorstehend beschriebenen Beispielen hatten die kleineren verstreuten Glasbruchstücke Teile
der Beschichtung anhaften. Diese τ Befund zeigt, daß
die Haftung zwischen der Beschichtung und dem Glassubstrat auch nicht durch die Bruchenergie überwunden
wurde,
Vergleichsbeispiel 1
Cola-Flaschein mit einem Inhalt von 500 ml wurden
mit Polyäthyleripulver von im Handel erhältlicher
Überzugsgüte nach dem elektrostatischen Oberzugsverfahren beschichtet. Die erhaltenen Schichtdicken
betrugen 80 und 120 μπι. Die erhaltenen Schichten waren durchscheinend und milchig, die Oberfläche
war nicht glatt. Die Flaschen wurden so gefüllt, daß sie einem Innendruck von 4 kg/cm2 ausgesetzt waren.
Nach dem Füllen wurden die Flaschen unter diesem Druck verschlossen. Wie in den vorstehend beschriebenen
Bruchvei.-suchen wurden die so gefüllten und verschlossenen beschichteten Flaschen aus einer Höhe
von 2 m auf einen Betonboden fallen gelassen. Das Verstreuen der Glassplitter wurde untersucht. Dabei
wurden die folgenden Ergebnisse erhalten:
80 μπι Schichtdicke:
Eine Reihe kleinerer und mittlerer Glassplitter lagen noch außerhalb eines Umkreises von 1 m Radius
um die Aufschlagsfläche verstreut. Viele kleinere und mittlere Glassplitter lagen noch außerhalb eines Bereiches
von 50 cm Radius um den Aufschlagpunkt herum verstreut.
120 μπι Schichtdicke:
Viele kleine und mittlere Glasstücke lagen außerhalb eines Bereiches von 30 cm Radius um den Aufschlagpunkt
herum verstreut.
An den verstreuten Glassplittern hafteten keine wesentlichen Mengen des Polyäthylenfilms mehr.
Dieser Befund kann als sicherer Hinweis für die nicht ausreichende Haftfestigkeit des Polyäthylenfilms auf
dem Glassubstrat angesehen werden.
Vergleichsbeispiel 2
Cola-Flaschen mit einem Fassungsvermögen von 500 ml wurden mit einem im Handel erhältlichen Polyvinylchlorid-Pulver
in einer für elektrostatische Überzugsbildung geeigneten Qualität mit Hilfe des
elektrostatischen Überzugsverfahrens beschichtet. Die erhaltenen Schichtdicken betrugen 40, 80, 120
und 150 μπι. Dei; 150 μπι dicke Film zeigte eine leichte
milchige Trübung. Die anderen Beschichtungen waren zwar transparent, jedoch leicht gelblich. Die Flaschen
wurden dem in Beispiel 1 beschriebenen Bruch test unterzogen, wobei für die verstreuten Glassplitter
folgende Ergebnisse erhalten wurden:
40 μπι Schichtdicke:
Ein oder zwei kleinere Gla3Stücke lagen außerhalb eines Umkreiseis von 1 m Radius. Viele kleine und
mittlere Glasstücke waren außerhalb eines Umkreises von 50 cm Radius verstreut,
80 μπι Schichtdicke:
Etwas mehr als 10 kleine und mittlere Glasstücke lagen außerhalb eines Kreises von 50 cm Radius um
die Aufschlagstelle herum verstreut. Viele kleine und mittlere Glasspliltter lagen außerhalb eines Bereiches
von 30 cm Radius um die Aufschlagstelle herum verstreut,
120 μνη Schichtdicke;
Etwas mehr als zehn kleine und mittlere Glasbruchstücke fanden sich in einem Bereich außerhalb
eines Kreises von 50 cm Radius um die Aufschlagstelle herum verstreut. Etwas mehr als ebenfalls zehn kleine
und mittlere Glasstücke lagen noch außerhalb eines
Umkreises von 30 cm Radius. Viele kleine und mittlere Glasstücke lagen innerhalb des Bereiches von
30 cm Radius um die Aufschlagstelle herum verstreut.
150 μιτι Schichtdicke:
Etwas mehr als zehn kleine und mittlere Glasstücke wurden außerhalb eines Bereiches von 30 cm Radius
gefunden. Viele kleine und mittlere Glasstücke lagen innerhalb dieses Bereiches verstreut.
Vergleichsbeispiel 3
Bierflaschen mit einem Fassungsvermögen von 760 ml wurden in eine Lösung von Polyvinylchlorid
in Aceton getaucht, so daß eine Beschichtung mit ei-
ner Schichtdicke von 120 μπι erhalten wurde. Die
Qualität des verwendeten Polyvinylchlorids entsprach der im Handel erhältlichen Qualität für Beschichtungen
im Tauchverfahren. Der erhaltenen Oberflächenüberzüge waren glatt, farblos und transparent. Die
Flaschen wurden dem im Vergleichsbeispiel 1 beschriebenen Bruchtest unterzogen. Etwas mehr als 10
kleine Glasstücke fanden sich außerhalb eines Bereiches von 30 cm Radius um die Auftreffstelle herum,
während viele kleine und mittlere Glassplitter inner-
halb dieses Radius von 30 cm verstreut lagen.
Vergleichsbeispiel 4
Bierflaschen mit einem Fassungsvermögen von 760 ml wurden in eine Lösung von Äthylcellulose ge-
taucht. Die Äthylcellulose hatte einen Substitutionsgrad von 2,4. Es wurde eine methanolische Lösung
dieser Äthylcellulose verwendet. Die so hergestellten Überzüge hatten eine Dicke von 120 μΐη. Das beobachtete
Oberflächenfinish war hervorragend, jedoch
wurde bei dem im Beispiel 2 beschriebenen Alkalitest innerhalb weniger Stunden ein Anlösen der Beschichtung
beobachtet. Der Grad dieses Anlösens war so stark, daß die so beschichteten Bierflaschen dem alkalischen
Waschvorgang der Praxis nicht standgehalten
so hätten. Die Ergebnisse des Bruchtests waren relativ gut. Einige kleine und mittlere GlasbruchstUcke lagen
außerhalb eine.1) Bereiches von 30 cm Radius verstreut,
während etwas mehr als zehn Glasbruchstücke innerhalb dieses Dereiches verstreut lagen. Die
Kunststoff beschichtung haftete fest auf den Glasbruchstücken.
Vergleichsbeispicl 5
Bierflaschen mit einem Fassungsvermögen von 760 ml wurden in eine Lösung von Acetylceüulose mit
dem Substitutionsgrad von 2,6 getaucht. Als Lösungsmittel diente Aceton, Die durch das Tauchverfahren
erhaltenen Überzüge hatten eine Schichtdicke von 120 μπι. Die Beständigkeit dieser Beschichtungen gegenüber
dem Alkalitest lagen sogar noch schlechter als diejenigen der Äthylcellulose im Vergleichsbeispiel
4. Es wurde fast der gesamte Beschichtungsfilm aufgelöst.
Die Ergebnisse des Bruchtests entsprachen in allen Einzelheiten den für die Athylcellulosebeschichtung
erhaltenen Ergebnissen.
Cola-Flaschen wurden in eine Losung aus Äthylen-Vinylacetat-Copolymerisat in Toluol getaucht.
Die Komponenten des Copolymerisate lagen im Gewichtsverhältnis 82 : 18 vor. Die Schichtdicke der
durch das Tauchverfahren erhaltenen Beschichtung der Cola-Flaschen betrug 120 μπι. Beim Alkalitest
wurde fast die gesamte Beschichtung vom Glas abgelost.
Beim Bruchtest fanden sich einige kleine und mittlere Glasstücke außerhalb eines Bereiches von
50 cm Radius um die Auftreffstelle herum. Etwas mehr als zehn Glasbruchstücke lagen innerhalb eines
Bereiches von 30 cm Radius. Die Beschichtung wies nur kaum nennenswerte Haftung an den Glasbruchsiücken
auf.
Vergleichsbeispiel 7
Bierflaschen mit einem Fassungsvermögen von 760 ml wurden mit Nylon-6-Pulver mit einer Teilchengröße
von weniger als 105 μιη überzogen. Das Überziehen wurde in üblicher Weise elektrostatisch
vorgenommen, wobei auf den Flaschen Nylon-6-Filme
mit Schichtdicken von 80, 120 bzw. 180 μιη
niedergeschlagen wurden. Während des Aufbringens des Nylon-6-Pulvers auf die Bierflaschen traten beträchtliche
Schwierigkeiten hinsichtlich der Erreichung eines gleichmäßigen Überzugs auf, da das Nylons-Pulver
stark hygroskopisch ist und zum Verkleben und Verstopfen der von der Einspeisevorrichtung
zu der elektrostatischen Sprühpistole führenden Leitung neigt. Aus ähnlichen Gründen, nämlich
auf Grund der sekundären Agglomeration der Nylon-6-Pulverteilchen
war die Erzielung glatter Überzugsfilme schwierig. Weiterhin waren die so aufgebrachten
Nylon-6-Filme opak, und diese nachteilige Eigenschaft konnte selbst durch starke Kühlung der
Filme unmittelbar nach dem Aufbringen auf die Flaschen nicht verbessert werden.
Die so überzogenen Flaschen wurden dem in Beispiel 2 beschriebenen Beständigkeitstest gegen Alkali
unterworfen, wobei die überzogenen Flaschen in eine 65 C warme, wäßrige 3 gew.%ige NatronlaugeJösung
eingetaucht wurden. Nach etwa fünfstündigem Eintauchen wurden Blasen im Film auf Grund der
Ablösung des Films von den Flaschenoberflächen beobachtet.
Die beschichteten flaschen wurden dem in Beispiel 1 beschriebenen Bruchversuch unter den im Beispiel
1 angegebenen Bedingungen ausgesetzt. Bei den mit Nylon-6-Filmen mit Schichtdicken von 120 und
180 um wurde keine wesentliche Verstreuung von Glassplittern festgestellt.
Cola-Flaschen mit einem Fassungsvermögen voi 500 ml wurden in eine wäßrige Dispersion von Ny
lon-66-Pulver mit einer Teilchengröße von wenige
als 105 μηι eingetaucht. Die überzogenen Flaschet
wurden dann durch Erhitzen einer Schmelzbehand lung unterworfen, wobei Flaschen mit Nylon-66-Fil
men mit einer Schichtdicke von etwa 130 μπι erhaltet
<° wurden. Diese Flaschen wurden dem in Beispiel 2 be
schriebenen Widerstandstest gegen Alkali unterwor fen. wobei nach etwa dreistündigem Eintauchen teil
weise Blasenbildung und Abtrennung des Überzugs films von der Flaschenoberflächc eintrat.
Vergleichsbeispiel 9
SOO-ml-Cola-Flaschen wurden mit einem Homo-
SOO-ml-Cola-Flaschen wurden mit einem Homo-
nolymerpiilver von Nyjon-6 (kleiner ä!s !50 \l!Ti) P.äch
üblicher elektrostatischer Beschichtungsmethode beschichtet, so daß 130 μπι dicke Filme erhalten wurden
Im Fall des Beispiels 4 wurde eine glatte Oberfläche durch Erhitzen bei einer Temperatur von 210° C innerhalb
10 Minuten nach dem Schichtauftrag erhalv
ten. Bei Verwendung des Nylon-6-Homopolymerisats war die Oberfläche bei einer Temperatur von 250° C
nach dem Beschichten nicht glatt genug und die Filme leicht gelbli'.h und opak. Es wurde in dem Alkalitest
gemäß Beispiel 2 keine Änderung festgestellt. Beim Bruchversuch gemäß Beispiel 1 wurden jedoch verschiedene
kleine Glasstückchen in e;nem Bereich mit
2 m Radius verstreut.
Vergleichsbeispiel 10
)5 760-ml-BierfIaschen wurden mit einem Homopolymefisatpulver
aus Nylon-11 (weniger als 150 μιτι)
nach der üblichen elektrostatischen Beschichtungsmethode beschichtet, wodurch 150 μιη dicke Filme
erhalten wurden. Bei dem in Beispiel 1 beschriebenen Bruchtest wurden kaum zerstreute Glasstücke festgestellt.
Jedoch besaß die Oberfläche eine schlechte Glätte und die Filme waren milchig. Die Transparenz
war nicht zufriedenstellend.
Die Ergebnisse der Beispiele und Vergleichsbeispiele zeigen, daß mit den erfindungsgemäß verwendeten
Nylon-Terpolymerisaten weit bessere Ergebnisse erhalten werden als mit den zum Vergleich
herangezogenen Kunststoffen, denn die erfindungsgemäß verwendeten Kunststoffe führen nicht nur zu
so einer wirksamen Herabsetzung der verstreuten Glacstücke
beim Zerbrechen der Flaschen, sondern die überzogenen Filme haften auch fest auf den Flaschenoberflächen.
Die erfindungsgemäß überzogenen Glasflaschen überstehen wiederholte Waschvorgänge,
ohne daß der aufgebrachte Nylon-Film angegriffen bzw. zerstört wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Durch Nylonbeschichtung auf zumindest einer ihrer Oberflächen verstärkte Glasflasche, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung aus einem Terpolymerisat aus (1) Nylon-10, Nylon-10, Nylon-U, NyIon-12, Nylon-610 oder Nylon-612, (2) Nylon-6 und (3) Nylon-66 besteht und daß die Schichtdicke 30 bis 200 ,um beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP46100910A JPS5229239B2 (de) | 1971-12-13 | 1971-12-13 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2259755A1 DE2259755A1 (de) | 1973-06-14 |
| DE2259755B2 DE2259755B2 (de) | 1978-02-23 |
| DE2259755C3 true DE2259755C3 (de) | 1978-10-05 |
Family
ID=14286480
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722259755 Expired DE2259755C3 (de) | 1971-12-13 | 1972-12-06 | Durch Nylonbeschichtung verstärkte Glasflasche |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5229239B2 (de) |
| DE (1) | DE2259755C3 (de) |
| FR (1) | FR2165515A5 (de) |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5244825A (en) * | 1975-09-30 | 1977-04-08 | Daicel Ltd | Lighting fitting of glass reinforced by covering with synthetic resin film |
| US4172161A (en) * | 1977-07-13 | 1979-10-23 | Chemische Werke Huls Ag | Pulverulent copolyamides for the coating of glass bottles |
| JPS57175554A (en) * | 1981-04-16 | 1982-10-28 | Daicel Ltd | Coating glass bottle |
| US4940613A (en) * | 1989-02-27 | 1990-07-10 | Corning Incorporated | Protective coatings for glass and ceramic vessels |
| DE19632664B4 (de) * | 1996-08-14 | 2004-09-23 | Schott Glas | Glasfläschchen mit einem umspritzten Kunststoffüberzug, Verfahren zu seiner Herstellung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens |
| DE29919479U1 (de) * | 1999-11-05 | 2001-03-22 | Steinbeis PPL GmbH, 83098 Brannenburg | Splitterschutzmantel, insbesondere für eine Glasflasche |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| NL301175A (de) * | 1963-01-25 | 1900-01-01 | ||
| US3415673A (en) * | 1964-01-20 | 1968-12-10 | Dow Chemical Co | Coated glass article and process for making same |
-
1971
- 1971-12-13 JP JP46100910A patent/JPS5229239B2/ja not_active Expired
-
1972
- 1972-12-06 DE DE19722259755 patent/DE2259755C3/de not_active Expired
- 1972-12-13 FR FR7244379A patent/FR2165515A5/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS5229239B2 (de) | 1977-08-01 |
| FR2165515A5 (en) | 1973-08-03 |
| DE2259755A1 (de) | 1973-06-14 |
| JPS4865082A (de) | 1973-09-07 |
| DE2259755B2 (de) | 1978-02-23 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2549474C2 (de) | ||
| AT390798B (de) | Erzeugnisse aus gefuellten, synthetischen polymermaterialien und glasperlen als fuellstoff dafuer | |
| DE60102235T2 (de) | Verglasungselement und laminat zum gebrauch in diesem | |
| DE69433597T2 (de) | Orientierte, heisssiegelbare mehrschichtfolie | |
| DE1694622C3 (de) | Thermoplastische Polymermischung | |
| DE1569031A1 (de) | Gemische aus modifiziertem und unmodifiziertem Polypropylen,insbesondere zum UEberziehen von Metall | |
| DE2257031C2 (de) | Glasflaschen mit einem Überzug aus zwei übereinander aufgebrachten Kunststoffschichten | |
| DE2149219C3 (de) | Stoß, und schlagfester Glasbehälter mit einer direkt auf der Glasoberfläche haftenden Kunststoffschicht | |
| DE2259755C3 (de) | Durch Nylonbeschichtung verstärkte Glasflasche | |
| DE69029374T2 (de) | Orientierter, undurchsichtiger und heisssiegelbarer Mehrschichtfilm | |
| DE2364157C3 (de) | Verfahren zum Verhindern des Verstreuens von Glasfragmenten beim Zerspringen von Glasbehältern durch Beschichten der Oberfläche der Glasbehälter mit Polyurethan | |
| DE69819220T2 (de) | Wenigstens drei Schichten enthaltender Schlauch | |
| DE1494496A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von mit einem durchscheinenden,kratzfesten Schutzueberzug versehenen Gegenstaenden | |
| EP0000022A1 (de) | Kratz- und wetterfeste Verbundsysteme auf Polycarbonatbasis | |
| EP0199228A2 (de) | Metallisierte Verbundfolie aus zwei mit Klebstoff verbundenen Kunststoffilmen | |
| DE1921243B2 (de) | Polymer-Papier | |
| DE2326584A1 (de) | Harzbeschichtete glasflasche | |
| DE1571059B2 (de) | Verfahren zur Herstellung von leicht siegelbaren Verpackungsfilmen | |
| DE2431952A1 (de) | Verfahren zur beschichtung von glas mit kunststoff | |
| DE1257375B (de) | Glasartiger Gegenstand, insbesondere Spruehflasche aus Glas, mit einem Vinylharzueberzug | |
| DE2510734B2 (de) | Verfahren zum Beschichten von Glasflaschen mit einer transparenten Schutzschicht | |
| DE1226916B (de) | UEberziehen von Folien aus Polyaethylen-glykolterephthalat, Cellulosehydrat oder Vinyl-chloridacetatmischpolymeren zur Verbesserung ihrer Wasserdampfdichtheit und Schweissbarkeit | |
| DE2430543A1 (de) | Beschichteter glasbehaelter | |
| DE2341595B2 (de) | Verfahren zur herstellung von mit polymerisaten ueberzogenen glasgegenstaenden, die sich durch erhoehte bruchfestigkeit und bestaendigkeit gegen feuchtigkeit, insbesondere alkalische loesungen, auszeichnen | |
| DE69103529T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum korrosionsschutz von materialien. |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |