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Schiebedach für Kraftfthrzeuge Die Erfindung betrifft eine Verbesserung
des im Hauptpatent ................(Patentanmeldung P 16 05 960.2-21) behandelten
Schiebedaches für Kraftfahrzeuge mit einem starren Schiebedeckel, der mit vorderen
und hinteren Gleitschuhen an Fuhrungsschienen seitlich im Dachausschnltt geführt,
durch an die hinteren Gleitschuhe angreifende drucksteife Kabel angetrieben und
wahlweise entweder nach Art vorn scharnierter Lüftungsklappen durch Anheben seiner
hinteren Kante ausstellbar oder -wie bekannt- unter die hintere feste Dachfläche
verschiebbar ist.
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Für die Ausstellbewegung des Schiebedeckels ist gemäss einer Ausbildung
der Erfindung nach dem Hauptpatent die Anordnung so getroffen, das der Schiebedeckel
an seinen vorderen Gleitschuhen um eine waagerechte, quer zur Schieberichtung verlaufende
Achse schwenkbar gelagert ist. Um sicherzustellen, dass der Schiebedeckel beim Absenken
seiner hinteren Kante von seinen Antriebsmitteln noch nicht in Schieberichtung mitgenommen
wird, ist gemäss einem Merkmal des Hauptpatents mindestens auf einer Seite des Schiebedeckels
vor der Schwenkachse ein Anschlag am Deckel befestigt, welcher derart an einen ortsfesten
Anschlag angreift, dass die Anschläge am Ende der Absenkbewegung der hinteren Deckelkante
ausser Eingriff kommen. Der Arbeitseingriff der beiden Anschläge vollzieht sich
dabei im wesentlichen in einer zum Schiebedeckel etwa senkrechten Ebene. Diese Anschläge
bewirken zugleich, dass die vorderen Gleitschuhe bei der Einschwenkbewegung sich
nicht verschieben, so dass die Schwenkachse scharnierartig stationär bleibt.
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Diese Anschlagausbildung hat sich in Verbindung mit dem im Hauptpatent
angegebenen AusführuAugsbeispiel für die Anordnung der Schwenkachse durchaus bewährt.
Wird jedoch mit Rücksicht auf eine 900-Abkantung auch der vorderen Dachausschnittskanten
und der dementsprechend vorzusehenden anstossfreien Schwenkwege für die vorderen
Deckelquerkanten der Schiebedeckel mit den vorderen Gleitschuhen jeweils durch eine
Lenkeranordnung nach Art eines Gelenkvierecks mit einem kürzeren vorderen Lenker
und einem längeren hinteren Lenker verbunden (DT-OS 1 809 332), so besitzt der Schebedeckel
keine ihm gegenüber ortsunver
Snderliche Schwenkachse meh-, weil
er sich bei der Ausstellbewegung b . beim Einschwenken gleichzeitig relativ zu den
vorderen Gleitschuhen und ortsfesten Teilen nach hinten bzw. nach vorn verlagert
Die Verwendung von einerseits ortsfesten und anderersests as Deckel befestigten
Anschlagmitteln bei dieser Ausführungsform der vcrderen Schiebedeckellagerung sitzt
daher au: Schwierigkeiten.
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Demgemäss besteht die der vorliegenden Zusatzerfindung zugrundeliegende
Auf gabe darin, die Anschlagmittel so auszubilden, dass diese unabhängig von der
Ausbildung und möglichen Verlagerungen der Schwenkachse vol wirksam bleiben. Erfindungsgemäss
wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass mindestens an einem der beiden vorderen
Gleitschuhe oder einem damit verbundenen Teil eine Rastvertiefung vorhanden ist,
in welche in der vorderen Anschlagstellung des Schiebedeckels eine entsprechende
ortsfeste Nase federnd eingerastet ist. Bei dieser Ausführungsform wird also auf
die Anbringung von am Schiobedeckel befestigten Anschlägen verzichtet. Die eingerastete
Stellung kann daher unabhangig von beim Austellen oder Einschwenken des Schiebedeckels
erfolgenden Deckelverlagerungen nach hinten bzw. vorn aufrechterhalten werden. Ist
der Schiebedeckel nach dem Einschwenken in seine Schliesslage und dem Absenken seiner
hinteren Kante in die für eine Verschiebung unter die hintere feste Dachfläche geeignete
Lage, kann die Einraststellung durch Überwindung der die Nase in die Rastvertiefung
eindrückenden Federkraft mittels der Betätigungsvorrichtung für den Schiebedeckel
überwunden werden. Umgekehrt bewirkt eine Verschiebung des Schiebedeckels in Richtung
seiner den Dachausschnitt schliessenden Lage ein Einrasten der Nase in die Rastvertiefung
beim Erreichen des vorderen Anschlages für den Schiebedeckel,
Vorzugsweise
ist die Nase am freien Ende einer Blattfeder vorgesehen, deren anderes Ende an der
Führungsschiene ausserhalb der Bewegungsbahn des Gleitschuhs befestigt ist, und
die mit dem Schenkel der Führungsschiene, an dem sie befestigt ist, einen spitzen
Winkel einschliesst.
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Die Blattfeder ist daher von der Führungsschiene geringfügig ausgestellt,
so dass für die Nase ein hinreichender Federweg verbleibt.
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Eine besonders einfache und zweckmässige Ausbildung sieht vor, dass
die Nase aus der Blattfeder selbst geformt ist, Die Blatt feder kann auch an dem
an die Führungsschiene anschliessenden vorderen Eckstückoberteil der Kabelführung
befestigt sein und an ihrem Befestigungsende mit seitlich abgekanteten Klemmflanschen
zwischen die Schenkel des Eckstückoberteils greifen, wobei die der Führungsschiene
zugekehrten Kanten der Klemmflansche zugleich wegbegrenzende Anschläge für den vorderen
Gleitschuh und damit für den Schiebedeckel sind. Diese Ausbildung erlaubt eine besonders
einfache und sichere Befestigung der Blattfeder ausserhalb der Bewegungsbahn des
Gleitschuhs.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Darin zeigt: Fig,
1 eine abgebrochene Innenansicht einer Führungsschiene mit einem in seiner vorderen
Anschlaglage befindlichen vorderen Gleitschuh, Fig. 2 die Draufsicht auf die Anordnung
gemäss Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in
Fig. 1, Fig. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 1, und Fig. 5 die Blattfederanordnung
mit Nase in perspektivischer Darstellung.
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In den Zeichnungen sind die hinteren Gleitschuhe, die die Deckelbewegung
bewirkenden Mittel und der den Dachausschnitt verstärkende Rahmen zur Vereinfachung
nicht dargestellt.
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Das feste Fahrzeugdach 3, der Schiebedeckel 6, und~die.Lenker 46,
47 der Schwenklageranordnung für den Deckel 6 sind strichpunktiert eingezeichnet.
Da die Anordnung der Teile entlang der Fahrzeuglängsachse spiegelbildlich ist, wird
nachfolgend nur auf einen Gleitschuh 10 und die damit erfindungsgemäss zusammenwirkenden
Teile Bezug genommen.
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Der mit einem eingesetzten Kunststoff-Gleitstück 77 versehene Gleitschuh
10 ist auf der Führungsschiene 12 lingsverschieblich geführt (Fig. 4). Die an ihm
befestigten Bolzen 44 und 45 lagern die Lenker 46 und 47, die andererseits schwenkbar
an den Schiebedeckel 6 angreifen. Diese Schwenklageranordnung, die mit Rücksicht
auf die 900-Abkantung 3' der vorderen Dachausschnittskante getroffen wurde, ist
nicht Gegenstand der vorliegenden Zusatzerfindung.
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Die nachfolgend beschriebene erfindungsgemässe Verbesserung ist auch
bei einer wie im Hauptpatent beschriebenen Schwenklageranordnung anwendbar, bei
welcher eine definierte und relativ zum Gleitschuh 10 ortsfeste Schwenkachse vorgesehen
ist.
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Der für Rechts- und Linksverwendung symmetrisch ausgebildete Gleitschuh
10 ist an seiner Unterseite mit der Rastvertiefung 78 ausgestattet. Zweckmässig
sind die die Rastvertiefung 78 seitlich begrenzenden Kanten 79 verhältnismässig
scharfkantig ausgebildet. Die mit der Rastvertiefung 78 zusammenwirkende Nase 80
befindet sich am freien Ende der Blattfeder 81, die an ihrem anderen Ende mit einer
seitlich abgekantete Klemmflansche 82 tragenden Befestigungsplatte 83 versehen ist
(Fig. 5). Die Blattfeder 81 ist gegenüber ihrer Befestigungsplatte 83 um eine Kante
84 geringfügig nach oben ausgestellt, so dass die Blattfeder 81 mit dem ihr zugeordneten
Schenkel der Führungsschiene 12 einen spitzen Winkel einschliesst, wie am besten
aus Fig. 1 ersichtlioh ist. Diese Ausstellung der Blattfeder nach oben sichert der
Nase 80 einen für ihre Funktion ausreichenden Federweg. Die aus der Blattfeder 81
selbst geformte Nase 80 setzt sich aus einer Rastfläche 85 und einer Einlauf fläche
86 zusammen. Die Flächen 85 und 86 schliessen einen stumpfen Winkel ein. Im gezeichneten
Beispiel ist die Blattfeder 81 mittels ihrer Befestigungsplatte 83 und der Klemmflansche
82 zwischen die Schenkel 87 und 88 des Eckstückoberteils 89 der Kabelführung passend
eingeführt und mit Hilfe eines Spannstiftes 90 befestigt. Der Spannstift, der durch
eine Bohrung 91 im unteren Schenkel 92 des Eckstückoberteils hindurch eingesetzt
wird, ruht mit seinen Enden in entsprechend angebrachten Bohrungen in den Schenkeln
87 und 88 (Fig. 3) und durchsetzt dabei eine entsprechende in der Befestigungsplatte
83 vorgesehene Bohrung 93 (Fig. 5).
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Auch die Blattfeder 81 ist für Rechts- und Linksverwendung ausgestaltet,
indem ihre Klemmflansche 82 syetrisch ;u
einander angeordnet sind.
Die Klemmflansche 82 sind ausserdem zur Anpassung an den gekrunruten Verlauf der
inneren Wandfläche 94 (Fig. 23 des Sc.sstuckobert.eils schräggestellt.
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Die Führungsschiene 12 ist in diesem Ausführungsbeispiel in an sich
bekannter Weite mit übereinander angeordneten Kabelführungskanälen 95 und 96 ausgestattet,
wie aus Fig.
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4 hervorgeht. Entsprechend sind auch die Kabelfuhrungskanäle 95',
9S' im Eckstückunterteil 97 (Fig. 3) übereinander angeordnet. Die Erfindung lässt
sich jedoch gleichermassen auch bei Führungsschienen verwenden, bei welchen die
Kabel nebeneinanderliegend geführt sind, wie das beispielsweise bei der im Hauptpatent
gezeigten Ausführungsform der Fall ist.
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Zur Erläuterung der Funktion der erfindungsgemässen Verbesserung wird
nachfolgend auf die Fig. 1 und 2 Bezug genommen. Bei der Schliessverschiebung des
Schiebedeckels 6 aus seiner unter der hinteren festen Dachfläche befindlichen Lage
läuft der Gleitschuh 10 kurz vor Erreichen seiner vorderen Anschlagstellung mit
einer zwischen seiner Vorderseite und seiner Unterseite angebrachten Abschrägung
98 auf die Einlauffläche 86 der Nase 80 auf und drückt die Nase gegen den Widerstand
der Blattfeder 81 nach unten. Im folgenden gleitet die Nase an der Unterseite des
Gleitschuhs, bis sie die Kante 79 erreicht und in die Rastvertiefung 78 eintreten
kann. Dabei schwenkt die Nase 80 durch die Wirkung der Blattfeder 81 nach obeni
so dass der Gleitschuh 10 federnd verriegelt wird. Hierbei ruht die Kante 79 auf
der Rastfläche 85. Die Rastverbindung und damit die vordere Anschlaglage wird solange
aufrechterhalten, bis im Falle einer gewünschten Öffnungsver schiebung die hintere
Deckelkante abgesenkt wurde. Wird
danach die Öffnungsbetätigung
des Kabelantriebs fortgesetzt, verschiebt sich die Kante 79 auf der Rastfläche 85,
bis die Nase 80 aus der Rastvertiefung 78 austreten kann.
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Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte vordere Anschlaglage wird von
der Rastverbindung selbstverständlich auch beim Einschwenken des Schiebedeckels
6 aus einer ausgestellten Öffnungsstellung sicher aufrechterhalten, so dass es während
des Einschwenkens des Deckels nicht zu einer unerwünschten gleichzeitigen Verschiebung
des Deckels kommt.
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Anstelle der ortsfesten Anbringung der Blattfeder 81 mit Nase 80 und
einer mit dem Gleitschuh 10 verschiebbaren Rastvertiefung 78, könnte die Anordnung
auch bei gleicher Wirksamkeit vertauscht werden. Hierbei wäre die federnde Nase
am Gleitschuh 10 zu befestigen und die Rastvertiefung an der Führungsschiene 12
anzubringen.
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Wie aus den Fig. 1 und 2 in Verbindung mit Fig. 5 hervorgeht, dienen
die Klemmflansche 82 mit ihren Kanten 99 gleichzeitig als wegbegrenzender vorderer
Anschlag für den Gleitschuh 10 und damit für den Schiebedeckel 6.
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- Ansprüche -