[go: up one dir, main page]

DE224863C - - Google Patents

Info

Publication number
DE224863C
DE224863C DE1905224863D DE224863DA DE224863C DE 224863 C DE224863 C DE 224863C DE 1905224863 D DE1905224863 D DE 1905224863D DE 224863D A DE224863D A DE 224863DA DE 224863 C DE224863 C DE 224863C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
formaldehyde
zinc
acid
hydrosulfite
salt
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1905224863D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE224863C publication Critical patent/DE224863C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT50326D priority Critical patent/AT50326B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C313/00Sulfinic acids; Sulfenic acids; Halides, esters or anhydrides thereof; Amides of sulfinic or sulfenic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfinic or sulfenic groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C313/02Sulfinic acids; Derivatives thereof
    • C07C313/04Sulfinic acids; Esters thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 12 ο. GRUPPE
In dem Patent 165807 ist ein Verfahren mitgeteilt, welches darin besteht, durch Behandlung der Bisulfit- oder Hydrosulfitverbindung des Formaldehyds mit einem Reduktionsmittel zu Salzen der Formaldehydsulf oxylsäure zu gelangen.
In dem Patent 202242 ist dann ein Verfahren zur Darstellung von Aldehydsulf oxylaten beansprucht, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man Zinkstaub oder andere metallische Reduktionsmittel, Aldehyde und Bisulfite, welche letztere beiden eventuell zu Aldehydbisulfiten zusammentreten können, aufeinander einwirken läßt, und gemäß Patent 199618 soll man »auf ein Gemisch äquimolekularer Mengen eines Aldehyds und Zinkstaub oder Eisen schweflige Säure bis zum Verschwinden der Metalle, d. h. die äquimoleku-
. lare Menge, einwirken lassen«.
ao Es hat sich nun gezeigt, daß die Reduktion mit Zinkstaub allein ohne Mitverwendung einer Säure weiterhin besonders gut durchgeführt werden kann, wenn man als zu reduzierende Substanzen die Ammoniumsalze der formaldehydschwefiigen Säure oder form aldehydhy drosch wenigen Säure oder die erstgenannte Säure in freier Form, ferner Formaldehydzinkhydrosulfit zur Anwendung bringt mit der Maßgabe, daß die Reduktion unter schließlichem Erwärmen vorgenommen wird, bis die Bildung des entstehenden schwerlöslichen — offenbar basischen :— Zinksalzes der Formaldehydsulfoxylsäure vollendet . ist. Bei Verwendung der Ammoniumsalze erhält man Formaldehydzinksulfoxylat in Form eines Ammoniakderivates.
Bei Anwendung von Formaldehydzinkhydrosulfit verläuft die Reaktion wahrscheinlich folgendermaßen:
(CH2O)2-ZnS2O^ + Zn = 2CH2O °S O2Zn.
Bei Verwendung freier formaldehydschlwefli- · ger Säure entspricht das Resultat der Gleichung:
H2O.
CH2O, SO3H2 + Zn=z CH2O, SO2Zn
Die auf eine der beschriebenen Arten dargestellten Zinksalze können als solche Verwendung finden oder aber durch Umsetzen mit Alkalien leicht in die bekannten Formaldehyd-Alkalisulfoxylate übergeführt werden.
Das Verfahren ist von erheblicher technischer Bedeutung. Nicht nur, daß dasselbe sehr glatt verläuft und dabei das eventuell gleichzeitige Entstehen fremder Salze (Zinkacetat, Natriumacetat u. dgl.) vermieden ist, es ist auch das beschriebene Formaldehydzinksulfoxylat wegen' seiner Schwerlöslichkeit
leicht zu isolieren (die erkalteten Laugen enthalten kaum mehr davon gelöst). Ferner gestattet es die Anwendung der billigsten, für die Darstellung überhaupt in Betracht kommenden Materialien unter deren völliger Ausr nutzung.
Beispiel I.
Eine in. beliebiger Weise hergestellte Lösung
ίο von Formaldehydzinkhydrosulfit (z. B. erhalten aus 2 Mol. Formaldehyd und ι Mol. Zinkhydrosulfit nach den Angaben des englischen Patents 5867/03) wird unter Zusatz der erforderlichen Menge Zinkstaub 1 bis 2 Stunden auf etwa ioo° unter Rühren erhitzt. Der Zinkstaub verschwindet nahezu vollständig und das schwer lösliche Zinksalz der Formaldehydsulfoxylsäure scheidet sich teilweise schon während des Erhitzens, fast vollständig aber nach dem Erkalten ab. Man filtriert dasselbe ab, wäscht mit Wasser und trocknet. Oder aber man verwandelt dasselbe durch Zusatz der berechneten Menge Natronlauge in das Natronsalz,- das in bekannter Weise gewonnen wird.. Statt Natronhydrat kann man auch Natronsalze anwenden, welche beim Umkochen das schwer lösliche Zinksalz in das leicht lösliche Natronsalz verwandeln. Als sehr geeignet hat sich hierfür' das. neutrale Natriumsulfit erwiesen, welches beim Umkochen glatt Formaldehydnatriumsulfoxylat liefert unter Ausscheidung des Zinks in Form von leicht filtrierbarem Zinksulfit. Ebenso wie das Natronsalz entfärbt auch das Zinksalz Indigocarminlösung erst beim Erhitzen.
Statt das Gemisch von Zinkformaldehyd-
hydrosulfit und Zinkstaub 1 bis 2 Stunden zum Sieden zu erhitzen, kann man dasselbe auch bei niedrigerer Temperatur entsprechend länger durchrühren, bis sich das schwer lösliche Zinksalz abgeschieden hat und das Filtrat kein oder nur noch ein geringes Reduktionsvermögen aufweist.
Beispiel II.
In eine Lösung von 150 Teilen Formaldehyd in 1000 bis 1500 Teilen Wasser leitet man Schwefeldioxyd ein, bis die Gewichtsvermehrung 320 Teile beträgt und die formaldehydschweflige Säure gebildet ist. Alsdann fügt man zur abgekühlten und gut kühl gehaltenen Lösung allmählich 355 Teile Zinkstaub. Es entsteht zunächst intermediär ein leicht lösliches Zinksalz, während etwa die Hälfte des Zinkstaubs noch unverändert vorhanden ist. Erhitzt man alsdann 1 bis 2 Stunden unter Rühren allmählich auf höhere Temperatur, schließlich bis nahe zum Sieden, so tritt die Bildung und Abscheidung des basischen Formaldehydzinksulfoxylats ein.
Unterläßt man, während des Eintragens des Zinkstaubes zu kühlen, so kann schon während dieser Operation die Bildung des letztgenannten Produkts eintreten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Das Verfahren des Patents 165807 zur Darstellung von Formaldehydsulfoxylaten dahin abgeändert, daß als Reduktionsmittel Zinkstaub unter Ausschluß einer Mineralsäure und als zu reduzierende Verbindungen die Ammoniumsalze der formaldehydschwefligen Säure oder formaldehydhydroschwefligen Säure oder auch die erstgenannte freie Säure, ferner Formaldehydzinkhydrosulfit zur Anwendung gelangen, mit der Maßgabe, daß die Reduktion zweckmäßig unter schließlichem Erwärmen vorgenommen wird, bis die Bildung des schwer löslichen Zinksalzes vollendet ist.
DE1905224863D 1905-03-18 1905-03-18 Expired - Lifetime DE224863C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT50326D AT50326B (de) 1905-03-18 1909-03-06 Verfahren zur Darstellung von Formaldehysulfoxylaten.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE224863C true DE224863C (de)

Family

ID=485562

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1905224863D Expired - Lifetime DE224863C (de) 1905-03-18 1905-03-18

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE224863C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1290535B (de) Verfahren zur Abtrennung und Wiedergewinnung von Rhodium aus Hydroformylierungsprodukten
DE566094C (de) Verfahren zur Darstellung von Hydantoinen
DE224863C (de)
DE2700851A1 (de) Verfahren zur trennung von seifen geradkettiger carbonsaeuren von seifen und saeuren mit verzweigten ketten
DE3841038C2 (de)
DE170978C (de)
DE1189973B (de) Verfahren zur Herstellung von Zinkseifen gesaettigter Fettsaeuren
DE608667C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserloeslichen Zinkverbindungen der Oxymethansulfinsaeure
DE631462C (de) Verfahren zur Herstellung von Monomethyl-p-aminophenolsulfat
DE489117C (de) Verfahren zur Darstellung von C-Alkylresorcinen
DE223306C (de)
DE515468C (de) Verfahren zur Darstellung von ª‰-Naphthylaminophenoxyfettsaeuren
DE875661C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten
DE114974C (de)
DE231325C (de)
DE507339C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Benzanthronreihe
DE689247C (de) Verfahren zur Herstellung von kapillaraktiven Carbonsaeureamiden
DE211197C (de)
DE462041C (de) Verfahren zur Herstellung der ªÏ-Methylsulfonsaeuren von Diaminoanthrachinonen
DE205450C (de)
DE233473C (de)
DE260327C (de)
DE536997C (de) Verfahren zur Darstellung der 1-Methyl-4-chlor-3-oxybenzol-2-carbonsaeure
DE210467C (de)
DE1910479A1 (de) Verfahren zum Gewinnen von Vanadium aus nickelhaltigen Vanadiumverbindungen oder vanadiumhaltigen Erdoel-Rueckstaenden