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DE2248279A1 - Verfahren und vorrichtung zur rueckgewinnung von halogenkohlenstoffverbindungen aus oel-halogenkohlenstoffverbindungsmischungen - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur rueckgewinnung von halogenkohlenstoffverbindungen aus oel-halogenkohlenstoffverbindungsmischungen

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Publication number
DE2248279A1
DE2248279A1 DE19722248279 DE2248279A DE2248279A1 DE 2248279 A1 DE2248279 A1 DE 2248279A1 DE 19722248279 DE19722248279 DE 19722248279 DE 2248279 A DE2248279 A DE 2248279A DE 2248279 A1 DE2248279 A1 DE 2248279A1
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DE
Germany
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vapor
liquid
column
stream
section
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19722248279
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English (en)
Inventor
John G Miserlis
Arthur Petrou
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Pending legal-status Critical Current

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    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G5/00Cleaning or de-greasing metallic material by other methods; Apparatus for cleaning or de-greasing metallic material with organic solvents
    • C23G5/02Cleaning or de-greasing metallic material by other methods; Apparatus for cleaning or de-greasing metallic material with organic solvents using organic solvents
    • C23G5/04Apparatus
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/32Other features of fractionating columns ; Constructional details of fractionating columns not provided for in groups B01D3/16 - B01D3/30
    • B01D3/322Reboiler specifications
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
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    • B01D3/4211Regulation; Control of columns
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/38Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives

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  • Metallurgy (AREA)
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  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

Λ ;-
Dipi.-lnri. F?. η .-T.'ι TZ sen
N V!PRUCH
Pla. ¥1. B EETZ Jr.
§ München 22, 8ta!Mdor!rtr. 10 065-19. 466P(19.'467H) 2.1Ö.1972
John G. Miseriis, Lowell, Massachusetts (V.St.A.)
und
Arthur Fetrou, Haverhill, Massachusetts (V.St.A.)
Verfahren und Vorrichtung zur Rückgewinnung von Halogenkohlenstoffverbindungen aus .Öl-Halogenkohlenstoffverbindung amisehungen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Rückgewinnung von Halogenkohlenatoffverbindungen und insbesondere von Trichloräthylen aus Mischungen von Halogenkohlenstoffverbindungen und ölen sowie auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
iSs gibt zahlreiche industrielle Verfahren, bei denen halogenierte Verbindungen als reinigende oder entfettende Lösungsmittel angewandt oder auf andere Weise mit hochsiedenden flussigen Verbindungen wie ölen gemischt werden. So werden beispielsweise in der Metallindustrie häufig mit öl verschmutzte Metallteile unter Verwendung halogenierter Verbindungen wie
065-C72-38 B) NoHe
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Trichloräthylen, Perchloräthylen, Tetrachlorkohlenstoff oder Fluorkohlenatoffverbindungen, Ghlorkohlenstoffverbindungen bzw. chlorierter oder fluorierter Kohlenwaaaerstoffβ entfettet. Nach ihrer Verwendung sind die halogenierten Verbindungen dann mit den von den entfetteten Teilen stammenden unverwertbaren bzw. Abfallprodukten und industriellen ölen kontaminiert und bilden eine Schlammichung aus Öl und halogenierten Verbindungen, die oft 40 bis 90 Vol.'/S Halogenkohlenatoffverbindungen enthält. Außerdem werden Halogenkohlenstoffverbindungen auch bei der Trockenreinigung bzw. chemischen Reinigung verwendet, wo solche Halogenkohlenstoffverbindungen auch mit einer breiten Vielzahl von Abfallprodukten und Ölen verunreinigt werden können sowie auch bei anderen industriellen Lösungsmittel- oder Dampfextraktionsprozessen.
Die Öl-Halogenkohlenstoffmiachungen wurden bislang als Abfall beseitigt, was jedoch zu einer Verschmutzung der Wasserwege des Landes führt.
Die Entwicklung eines Verfahrens zur Abtrennung von Halogenkohlenstoffverbindungen von den kontaminierenden Ölen und Abfallprodukten erschien daher wünschenswert. Die Rückgewinnung von beispielsweise Trichloräthylen aus Kohlenwasserstoffölen war jedoch bislang nicht wirksam genug, um daa anfallende bzw. abgegebene öl trichloräthylenfrei zu machen. Die Hauptschwierigkeit der derzeitigen Rückgewinnung und Abtrennverfahren inabesondere von Trichloräthylen rührt zum Teil von der Wärmeempfindlichkeit der Halogenkohlenstoffverbindungen bei erhöhten Temperaturen her.
So hat beispielsweise Trichloräthylen eine kritische Zersetzungstemperatur, deren Überschreitung bei Anwesenheit von Luft oder Wasserdampf zu heftigen Explosionen oder zur
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Abgabe von toxischen G-asen führen kann. Die kritische Zersetzungstemperatur von Trichloräthylen hängt vom Druck, von anwesenden Sauerstoff- und Feuchtigkeitsmengen sowie auch von der Art und Lenge der Stabilisatoren, Inhibitoren und anderen anwesenden Zusätzen ab. Typischerweise liegt die kritische Zersetzungstemperatur von Trichloräthylen bei -"-tmosphärendruck bei etwa 129,40C Ein ähnliches die Wärmeempfindlichkeit und Zersetzungstemperaturen betreffendes Problem spielt auch bei anderen Halogenkohlenstoffverbindungen eine Holle. .
In Anbetracht derartiger Zersetzungstemperaturen muß also irgendein Verfahren zur Abtrennung und Rückgewinnung der Halogenkohlenstoffverbindungen aus solchen Liisehungen unter Einhaltung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen und bei relativ niedrigen Temperaturen durchgeführt werden.
Die bislang üblichen Beschränkungen des Betriebes führten nun zur Anwendung so niedriger Temperaturen, daß die Trennung von Halogenkohlenstoffverbindungen und Ölen sowohl in Einfachais auch in Llehrfachverdampfungssystemen nicht wirksam genug war, um das öl oder die Halogenkohlenstoffverbindung in ausreichender LIenge und Keinheit wiedergewinnen oder entfernen zu können, um derartige Verfahren wirtschaftlich tragbar oder für die Wiederverwendung der Halogenkohlenstoffverbindung oder des Öls geeignet zu machen. Es besteht mithin ein Bedarf, an einen. Verfahren, nach dem Abfallschlammischungen aus Trichloräthylen und !kohlenwasserstoffölen einfach, wirtschaftlich und wirksam aufgetrennt und die Komponente(n) rü-ckgewonnen werden können.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher ein Verfahren
(und eine Vorrichtung) zur Abtrennung und Wiedergewinnung von Halogenkohlenstoffverbindungen aus Flüssigkeiten mit hohem Siedepunkt wie industrielle und Prozeßöle enthaltenden Mischungen.
Die Erfindung umfaßt mithin ein Verfahren und eine Vorrichtung für die Zuführung bzw. Abgabe thermischer Energie an einen Flüssigkeitsstrom, aus dem das Lösungsmittel entfernt werden soll und die gleichzeitige Kontaktierung des Flüssigkeitsstroms mit einem Trägerfluid» das mit dem zu entfernenden Lösungsmittel nicht mischbar ist zur Herabsetzung des Partialdruckes bzw. Teildruckes des Lösungsmittels, so daß es wesentlich von den Flüssigkeitsstrom ohne thermischen Abbau oder Zerfall entfernt werden kann.
Gemäß einer besonders bevorzugten Auaführungsart der Erfindung wird ein Teil eines abgereicherten bzw. von Lösungsmittel befreiten Flüssigkeitsstroms abgezogen bzw. abgetrennt, thermische Energie dem Flüssigkeitsstrom zugeführt, der dann rückgeführt und mit dem zutretenden, das zu entfernende Lösungsmittel enthaltenden Flüssigkeitsstrom in Kontakt gebracht wird; gleichzeitig wird der zutretende Flüssigkeitastrom mit einem Trägerfluid wie Wasserdampf in Kontakt gebracht zur Herabsetzung des Partialdruckes und auf diese Weise Entfernung des Lösungsmittels vom zutretenden Flüssigkeitsstrom durch V/asserdampf destillation.
Insbesondere betrifft das vorliegende Verfahren die Rückgewinnung einer Halogenkohlenstoffverbindung wie Trichloräthylen aus der Olsen laimniachung einer iäntfettungsanlage für die wirksame und wirtschaftliche Rückgewinnung und Abtrennung des weniger als beispielsweise 100 ppm der Halogenkohlenatoifver-
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bindung enthaltenden Öls, ohne daß die Zersetzungstemperatur derartiger Halogenkohlenstoffverbindungen überschritten wird.
Spezieller ist die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zur Abtrennung und Rückgewinnung von Trichloräthylen aus einer den Zulauf oder 'Speisestrom bildenden Öl-Erichehloräthylenlösungsmittelmischung des "Abfallschlamms" einer Bntfettungsanlage gerichtet; dabei wird aus dem Speisestrom ein Dampf- und ein Flüssigkeitsstrom gebildet und ein Anteil des Flüssigkeitsstroms innerhalb der gleichen Destillationsstufe mit einer Geschwindigkeit und in einer Menge rückgeführt, die dem zutretenden Speisestrom eine Wärmemenge erteilt, die eine Verdampfung der Masse (Hauptmenge) des Iriehloräthylenlösungsmittels innerhalb der ersten Verdampfungsstufe herbeiführt, was eine wirksame Abtrennung des Trichloräthylens bei einer Temperatur von weniger als etwa 115,60G gestattet.
Gemäß dieser Erfindung wird eine erste Destillationsstufe mit einem normalerweise hochkonzentrierten Lösungsmittel-Öl-Speisestrom bei Atmosphärendruck und Gleichgewichtstemperatur beliefert, der vor der Einführung in die Expansions- oder Zerstrahlungskammer (flash chamber) der ersten Stufe einer Verdampfung unterworfen wird. Ein von dem Boden bzw. Böden der ersten Stufe abgenommener bzw. abgezogener Rückführungs-Flüseigkeitsstrom, der in die erate Stufe rückgeführt wird, besitzt eine (ihm erteilte) thermische Energie, die für eine ausreichende Wärmezufuhr zur Herbeiführung der Abtrennung der Masse des Lösungsmittels sorgt bzw. ausreicht. Auf diese Weise ist die für die Partial-Destillation der Masse des Lösungsmittels aus dem Speisestrom erforderliche Wärmezufuhr als Wärmeinhalt in den in die erste Stufe eintretenden großen Mischstrom enthalten.
Die vorliegende Erfindung umfaßt ala eine bevorzugte Ausführungsart ein Verfahren zur Abtrennung und Gewinnung von Halogenkohlenatoffverbindung und Öl aus einer konzentrierten Abfallsohlammisehung von Öl und Halogenkohlenstoffverbindung, die bei erhöhten Temperaturen der Zersetzung unterliegt. Dieses Verfahren umfaßt eine Verdampfung der Mischung zur Bildung eines Dampf-Flüssigkeitatromes; die Einführung dieses Dampf-Plüssigkeitstromea in eine Destillationskolonne erster Stufe, die in einen oberen Dampfteil oder Dampfabschnitt und einen unteren Flüssigkeitsteil oder -abschnitt unterteilt ist, wobei der Dampf-Flüssigkeitstrom in den oberen Dampfteil der Kolonne eingeführt wird zur Bildung oder Bereitstellung eines ersten Dampfstroms und ersten Flüssigkeitsstroms; die Einführung eines Anteils des ersten Flüssigkeitsstroms in eine zweite Destillationskolonne mit einem oberen Dampfteil bzw. -abschnitt und einem unteren Flüssigkeitsteil bzw. -abschnitt zur Bildung eines zweiten Dampfstromes und eines zweiten Flüssigkeitsstroms; Rückgewinnung des Öls als flüssiger Bodenstrom von der zweiten Kolonne bzw. als Flüssigkeit am Boden der zweiten Kolonne; Einführung des zweiten Dampfstromes in den unteren Dampfabschnitt der ersten Destillationskolonne unter Zumischung dieses Stromes zu dem ersten Flüssigkeitsstrom in besagtem unteren Flüssigkeitsabschnitt; Abtrennung eines den ersten und zweiten Dampfstrom umfassenden Dampfstromes von dem oberen Dampfabschnitt der ersten Destillationskolonne, wobei der Strom im wesentlichen Wasser und Halogenkohlenet off verbindung enthält; Kondensation des Wasser und Halogenkohlenstoffverbindung enthaltenden Dampfströme, der vom oberen Dampfabschnitt der ersten Kolonne entfernt wurde; Rückgewinnung der Halogenkohlenstoffverbindung aus besagter kondensierter Mischung; Abtrennung und Aufheizung eines Anteils des ersten Flüssigkeitsatromes und Rückführung vom Flüesigkeitsabschnitt der ersten Deatil-
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lationskolonne zum Dampfabschnitt der ersten Destillationskolonne, wobei die Geschwindigkeit und Menge der Rückführung für die (erforderliche) Wärmezufuhr zu einem Hauptteil der in den oberen Dampfabschnitt der ersten Destillationskolonne eingeführten Halogenkohlenstoffverbindung ausreichen, ohne daß die Zersetzungstemperatur des Kohlenwasserstoffs (bzw. der Halogenkohlenstoffverbindung) in einem derartigen Dampfabschnitt überschritten wird.
Bei der praktischen Durchführung der Erfindung ist es wesentlich, daß eine ausreichende Rückführung des KLüsaigkeitsstroms von der Destillation der ersten Stufe aufrechterhalten wird, um eine geeignete' Wärmezufuhr zu der oberen Dampf stufe zu erreichen, so daß ein Hauptteil der Halogenkohlenstoffverbindung in dieser Stufe destilliert, wobei jedoch gleichzeitig die Halogenkohlenstoffverbindung unterhalb ihrer kritischen . Zersetzungstemperatur bleibt.
Typischerweise wird das vorliegende Verfahren unter Anwendung einer Liehrzahl von Destillationsstufen ausgeführt wie z.B. mit Destillationskolonnen der ersten und der zweiten Stufe und unter Einführung eines Dampf-Flüssigkeitstroms der Halogenkohlenstoff-Ölmischung in die erste Kolonne. Wenn der Halogenkohlenstoffgehalt des in die Destillationskolonne der ersten Stufe eingeführten Flüssigkeit-Dampfspeisestroms hoch ist, wird die Rückführungsrate des Flüssigkeitsstroms derselben Kolonne proportional erhöht, um eine höhere Wärmezufuhr zum oberen Abschnitt der Kolonne zu erreichen, so daß der Halogenkohlenstoff bzw. die Halogenkohlenstoffverbindung aus-, reichend verdampft wird. Ähnlich kann bei niedrigem Halogenkohlenstoffgehalt des in die Kolonne der ersten Stufe eintretenden Speisestroms die Rückführungsrate entsprechend herabgesetzt werden.
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Beim vorliegenden Verfahren wird die Rückführungsrate wie sie abhängig von der speziellen zu trennenden und rückzugewinnenden Halogenkohlenstoffölmischung erforderlich ist, eingestellt» um den Wärnezufuhrerforderniseen zur Herbeiführung einer ausreichenden Destillation in der Kolonne der ersten Stufe bei (trotzdem) gleichzeitiger Vermeidung einer Überschreitung der speziellen kritischen Zeraetzungsteoperatur der rückzugewinnenden Halogenkohlenstoffverbindung zu genügen.
Die kritischen Zersetzungstemperaturen von Halogenkohlenstoffverbindungen, die sich auf die anzuwendende spezielle Ilüekführungsrate auswirken, werden abhängig von der rüclczugewinnenden Halogenkohlenstoffverbindung variieren. So sollte beispielsweise die Rückführungsrate im Falle von Trichloräthylen so ausreichend sein, daß die Maximaltemperatur irgendeiner erhitzten Oberfläche bei dem Verfahren nicht über beispielsweise 115)60C hinausgehen kann, welche Temperatur unterhalb der Temperatur von 129i4 C liegt, bei der eine wesentliche Zersetzungsreaktion stattfinden würde.
Ferner ermöglicht das vorliegende Verfahren zur Abtrennung und Rückgewinnung von Trichloräthylen die Betriebstemperaturen der liasse von Flüssigkeiten und Dämpfen bei den Verdampf ungs-, Destillations- und "Abstreif"-Operationen, abhängig vom Abs
halten.
vom Absolutdruck des Systems, zwischen 26,7 und 115,6 G zu
Das vorliegende Verfahren wird besonders unter Bezugnahme auf Trichloräthylen und dessen Rückgewinnung aus ölschlammischungen von Entfettungsanlagen beschrieben, die Wasser enthalten können oder auch nicht. JSs ist jedoch zu bemerken, daß das vorliegende Verfahren für die Rückgewinnung und/oder Ab-
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trennung einer Vielzahl von wärmeempfindlichen Materialien angewandt werden kann} d.h. für Mischungen, die bei erhöhten Temperaturen zeraetzungsanfällige Bestandteile enthalten und . insbesondere für die wirksame und wirtschaftliche Rückgewinnung von Halogenkohlenstoffverbindungen» die als lösungsmittel, Entfettungsmittel, Trockenreinigungsflüssigkeiten, Extraktionslösungsmittel u.dgl. angewandt werden, wobei die Mischungen Wasser enthalten oder wasserfrei sein können.
Zu typischen Halogenkohlenstoffverbindungen können ohne mit dieser Aufzählung einschränkend sein zu wollen Tetrachlorkohlenstoff, Perchloräthylen, Perfluoräthylen, Perchlorpropylen und andere chlorierte und fluorierte Cp- bzw. CU-Verbindungen, wie auch Pluorkohlenstoff- und Chlorkohlenstoffverbindungen wie Trichlormonofluormethan, Dichlordifluormethan, Monobromtrifluormethan, Trichlortrifluoräthan, Dichlortetrafluoräthan, Octofluorcyclobutan gehören, sowie auch andere fluorierte, bromierte und chlorierte Cp- bis CQ-Verbindungen. Zu weiteren Halogenkohlenstoffverbindungen gehören Chlor-, Fluor- und Bromkohlenwasserstoffe, wie Trifluoräthylen, Trichloräthylen, Dichloräthylen u. dgl. und andere Verbindungen, welche beispielsweise bei Temperaturen über 176,7°C in Gegenwart von Metall oder anderen Materialien unter Abgabe toxischer Säuren oder allein oder zusammen mit anderen Verbindungen zersetzt werden.
Zu den Halogenkohlenstoff-Ölmischungen, die gemäß der Erfindung getrennt werden können, gehören solche Mischungen, bei denen der Halogenkohlenstoff bzw. die Halogenkohlenstoffverbindung in Mengen von 10 bis 90 c/o, beispielsweise 50 bis 90 VoI.^ der Mischung anwesend sein können. Solche Mischungen sollten für die Aufbereitung geeignete Pluide oder "Semifluide"
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sein, und wenn das nicht der i'all ist, können geeignete Lösungsmittel oder dergl. zugesetzt werden, um die gewünschte Viskosität für die Aufbereitung herbeizuführen.
Bei Bedarf kann eine Vorbehandlung vor der Aufbereitung erfolgen, wie eine Filtration oder Operationen zur Beseitigung von Schlamm, zur Abtrennung von lletallflittern, von "Grieü" oder Grobkorn oder von festen oder gelierten Teilchen etc., bevor die Behandlung der Halogenkohlenstoff-Ölmischung nach dem vorliegenden Verfahren vorgenommen wird.
Der Halogenkohlenstoffverbindung kann irgendeine Art von Ol beigemischt sein, das typischerweise einen um beispielsweise 28 bis 560G höheren Siedepunkt hat als die Halogenkohlenstoffverbindung in der Mischung. Zu solchen Ölen gehören Petroleum, Mineral- oder Kohlenwasserstofföle, die sich vom Petroleum ableiten und häufig mit unterschiedlichen Zusätzen als Schneid bzw. Kühl- oder Schmieröle auf Metallteilen verwendet werden, lösliche Öle, durch von pflanzlichen oder tierischen Fetten abgeleitete Glycerinester gebildete fettige Öle oder dergleichen Materialien wie Kokuanußöl, Olivenöl, Erdnußöl, Muschelöl (shell oil), Specköl (lard oil) u.dgl. sowie auch öle, die sich von Pflanzen ableiten und zu denen Ester und ierpenartige. Kohlenwasserstoffe gehören können. Solche öle können auch ölmischungen von sulfurierten fettigen ölen und Mineralölen umfassen, die ein Holekulargewicht im Bereich von 400 bis 600 und einen Siedepunkt im Bereich von 315,6 bis 371,10G haben und lösliche Öle oder Kuulgieröle wie Kalium- und liatriumpetrolsulfonate. Beispielsweise kann das vorliegende Verfahren bei der Abtrennung von Halogenkohlenstoffverbindunfien von Ölen wie Katern wie Phthalat, Adipaten, Sebacaten und dergl., die als Weichmacher dienen, angewandt werden.
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Nachfolgend wird "die Erfindung anhand eines speziellen Ausführungsbeispiels beschrieben. Dabei wird auf die angefügte Zeichnung Bezug genommen, die ein Fließbild für eine bevorzugte Ausführungsart der Erfindung zeigt.
In dieser Zeichnung sind 10 und 12 Destillationskolonnen der ersten und zweiten Stufe. Die erste Stufe ,ist in einen oberen und unteren Abschnitt 14 und 16 unterteilt. Der obere Abschnitt umfaßt einen gepackten bzw. Püllkörper-Wärmeaustauschabschnitt und der untere Abschnitt enthält einen Boden oder Auffänger (tray) 18 und einen Abschnitt 20 zur Aufnahme von Flüssigkeit. Der Zulauf vom Speichertank 22 her gelangt in einen Vorverdampfer 24 unter kontrollierter (26) Strömungsförderung mit Pumpe 28 und verläßt den Vorverdampfer 24 als gemischter Flüssigkeit-Dampfstrom, Die Y/asserdampfzufuhr zum Verdampfer wird durch das Druckkontrollventil 30 gesteuert und das Kondensat verläßt den Verdampfer über eine Dampffalle 32.
Der Flüssigdarapfstrom gelangt in die Destillationskolonne 10 der ersten Stufe, wo er in einen Flüssigkeitsstrom und einem Dampfstrom aufgetrennt wird. Der Lösungsmitteldampf mischt sich mit dem wasserdampf und Trichloräthylendampf, der vom Bodenabschnitt 16 herkommt und durch den gepackten bzw, Füllkörperabschnitt 14 der ersten Destillationskolonne 10 aufwärts wandert. Der Vasser- und Trichloräthylendampf gelangt mantelseiti^ in einen mit Vasser gekühlten Mantel- und Böhrenkondensator'34 und das zweiphasige flüssige Trichloräthylen-V/assersysten gelangt in die Dekantiervorrichtung 36. Die schwerere Srichloräthylerii-hase verläßt den Fuß oder Schacht 38 der Dekantiervorrichtung als mehr als 99 ^iges Irichloräthylenend-
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produkt, und die leichtere wässrige Phase verläßt das obere Ende bzw. den Kopf der Dekantlervorrichtung.
Die von der in den Abschnitt 14 gelangenden Dampf-Flüssigkeit ami schung getrennte Flüssigkeit tropft auf den Destillationstrog oder -boden 18, wo sie sich mit einem llückfUhrungsstrora mischt, der vom darüber befindlichen fUllkörperabachnitt nach unten abgelaufen ist· und wird dabei auf eine geeignete Temperatur gebracht. Der austreibend wirkende Wasserdampf perl'c durch die Flüssigkeit und nimmt eine wesentliche lienge des gelösten Trichloräthylens daraus mit. Die Flüssigkeit tropft dann durch die AbwärtsfUhrung in den Flüasiglceitsaufnahmeabschnitt 20 der ersten Destillationekolonne 10. Die Flüssigkeit im Abschnitt 20 wird dann durch einen Hantel- und Röhrenwärmeaustauscher 40 mittels einer Pumpe 42 gepumpt, wo sie eine ausreichende Wärmemenge zur Versorgung der ersten Destillationskolonne 10 mit Wärme empfängt. Die erforderliche V/asserdampfmenge wird durch die Temperaturanzeigesteuerung kontrolliert bzw. eingestellt. Die !.lasse der erhitzten Flüssigkeit, deren Strömung von einem Strömungsschreiber bei 46 registriert wird, fließt durch ein Handsteuerventil 48 in einen DUsenkopfteil oder Verteiler 50, wo sie auf das obere Ende des Füllkörperabschnitts 14 der ersten Destillationskolonne 10 gesprüht wird.
Ein Zapf- oder Nebenstrom wird von dieser Kolonne 10 über eine Flüssigkeitsspiegelkontrollvorrichtung 52 abgetrennt und dient als Zufuhr für die Destillationskolonne 12 der zweiten Stufe. Diese Zufuhr gelangt in die Destillationskolonne der zweiten Stufe und tropft über eine geeignete Anzahl von Destillationsböden 54 oder eine geeignete Packung abwärts. Die am Boden dieser Kolonne angesammelte Flüssigkeit ist nun
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praktisch frei von jeglichem Trichloräthylenlösungsmittel und wird durch die Pumpe 56 durch einen Mantel- und Röhrenwärmeaustauscher 58 zur Lieferung der Wärme für die destillationskolonne 12 der zweiten Stufe rückgeführt. Die Henge der überführten V/arme wird durch eine Teinperaturkontrollvorrichtung kontrolliert. Von Trichloräthylen im erforderlichen Ausmaß befreites Öl wird von System über eine Flüssigkeitsspiegelkontrollvorrichtung 62 abgetrennt bzw. abgegeben.
Der'austreibend wirkende Wasserdampf, der durch den Strömungsanzeiger 64 strömt, gelangt zum Boden oder unteren iCnde der Destillationskolonne 12 der zweiten Stufe durch ein "Sprinkler"- oder Sprühsystem 66 und bewirkt die notwendige Austreibung (der Triehloräthylenreste). Der Wasserdampf und erzeugte Trichloräthylendampf wandern im G-egenstrom zur Flüssigkeit aufwärts durch die Destillationskolonne 12 der zweiten Stufe. Der Viasserdampf und erzeugte Trichloräthylendampf verlassen den Kopf der Destillationskolonne 12 der zweiten Stufe und gelangen in den Abschnitt 16 der Destillationskolonne 10 der ersten Stufe. Dampf und Trichloräthylendampf perlen durch den Destillationstrog oder -boden 18 der ersten Destillationskolonne 10 unter "Abrufung" bzw. Erzeugung von weiterem 'frichloräthylendanpf und treffen mit den Trichloräthylendampfen zusammen, die im Verdampfer 24 erzeugt und in der Destillationskolonne der ersten Stufe von der Flüssigkeit getrennt wurden. Diese Dämpfe umfassen somit den vom Kopf dieser Kolonne abgehenden Strom.
Zu anderen Abwandlungen, die zusammen mit der Erfindung
erfolgreich vorgesehen werden können, gehören der Fortfall des Vorverdampfer8 24 vor der Einführung des Speisestroms in den Verdampfer der ersten Stufe; oder bei Bedarf kann eher ein
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Vorwärmer ala ein Vorverdampfer angewandt werden, wodurch keine Verdampfung dea Speiaeatroms vor aeiner Abgabe in den Verdampfer der ersten Stufe erfolgt, wo die Temperatur dea Speisestroms oder die diesem verliehene fühlbare Wärme unmittelbar (;}uat) unter der kritiachen Temperatur des abzutrennenden Lösungsmittels liegen kann. Ferner kann die Kolonne der ersten Stufe bei Bedarf unter Vakuum bzw. vermindertem Druck betrieben werden, wodurch der Speiseatrom unabhängig von Vorverdampfung und/oder Vorwärmung oder irgendeiner Kombination dieser bei der Abgabe in die erate Kolonne zeratäubt bzw. zerstrahlt (flashed) v/erden kann.
Die die erste und zweite Deatillationastufe umfassende Apparatur für die Abtrennung des Trichloräthylens kann überlagert gebaut werden mit einer "Hückführung" der Böden (bzw. Bodenprodukte) der ersten Stufe zur zv/eiten Stufe als deren Einspeisung und der Dampfweg führt von der zweiten Stufe direkt in die erste Stufe entweder über einen äußeren Dampfweg oder direkt durch das Kopfdampfende der zweiten Stufe in die erste Stufe.
Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf Destillationsböden und/oder Füllkörper beschrieben und ea ist klar, daß irgendwelche Arten von Böden oder Packungsmaterialien bzw. Füllkörpern, die dem i'achmann allgemein bekannt sind, verwendet werden können, die die Zwecke der Erfindung erfüllen; d.h. Glockenboden, Siebboden, Ventilboden usw. können ebenso verwendet v/erden wie unterschiedliche Arten von verfügbaren Füllkörpern wie Sattelkörper, Hinge usw. Ferner können die angewandten Verdampfer und wärmeaustauscher von irgendeiner herkömmlichen für die Zwecke der Srfindung geeigneten Bauart sein und der Vorverdampfer 24 kann aui3er durch einen Röhrenverdampfer durch Wischfilmverdampfer, Steig- oder ü'allfilmverdampfer, Verdampfer mit i..ehrfachwirlcun^ usw. gebildet werden.
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Der Boden 18 der Kolonne 10 kann von irgendeinem Typ von gewünschtem Stütz- oder Halteboden sein oder eine Mehrzahl von Böden bzw. Auflagerungen umfassen. Der die Flüssigkeit aufnehmende Abschnitt 20 der Kolonne 10 kann auch ein './lederverdampf er (reboiler) sein und ein solcher Wiederverdampfer kann *allein oder in Kombination mit dem Wärmeaustauscher 40 betrieben werden. Ferner kann nach Wunsch zusätzlich zum Dampfstrom von der Kolonne 12 der zweiten Stufe, der in die Zone 16 der ersten Kolonne 10 gelangt, ein separater Strom von überhitztem Wasserdampf oder Wasserdampf von irgendeiner Temperatur solange die äußerste oder letztliche Temperatur geringer ist als die kritische Temperatur des abzutrennenden Lösungsmittels in die Kolonne 10 an irgendeinem Punkt eingeführt werden, vorzugsweise jedoch an näherungsweise dem gleichen Bereich, wo der Dampfstrom von der zweiten Stufe eingeführt wird. Er kann in die gleiche Leitung eingeführt werden wie der Dampfstrom von der Kolonne 12, jedoch wird er vorzugsweise getrennt in die Zone 16 eingeführt. Ferner kann der Dampfstrom von der Kolonne 12 der zweiten Stufe erhitzt werden; jedoch würde dann natürlich die Temperatur, bis zu der aufgeheizt wird, auf irgendeine Temperatur unterhalb der kritischen Temperatur des Lösungsmittels begrenzt, das von dem Dampfstrom mitgenommen wird der die Dämpfe des rückgewonnenen bzw. rückzugewinnenden Lösungsmittels und den ursprünglich in die Kolonne 10 der ersten Stufe eingeführten Wasserdampf umfaßt« liit Zusatz eines separaten Wasserdampfweges in die Kolonne 10 der ersten Stufe abhängig von der kenge und Temperatur, mit denen der Dampf eingeführt werden kann, wird dann natürlich die Lienge der der rückgeführten Flüssigkeit zu verleihenden thermischen Energie und die kenge der Rückführungsflüssigkeit, die rückzuführen wäre, geringstnöglich gehalten, natürlich wäre, wenn genügend Frischdampf in die erste Kolonne 10 eingeführt wird, eine Rückführung von Flüssigkeit nicht notwendigerweise vorzusehen.
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Wenn die Trennung der trockenen Zerstrahlungadämpfe (flash vapors) von den feuchten Zerstrahlungsdämpfen gewünscht wird, kann ein separater Ausstoßtopf angewandt werden, der den Dampf von der Flüssigkeit trennt, die den Verdampfer 24 verläßt. Der Dampf kann zu einem separaten Trockenkondensator mit nachfolgendem TrockensaniEieltank geleitet werden und die Plüaaigkeit, die im Ausstoßtopf vom Dampf getrennt wird, kann zu der Destillationskolonne 10 der ersten Stufe geleitet und wie oben beschrieben, weiter verarbeitet werden.
Alternativ kann dem frischen Speisestrom Wasserdampf unter Druck bzw. Frischdampf während der Verdampfung für ein vollständiges feuchtes Zeratrahlungssystem zugeführt werden und zusätzlicher Wasserdampf für die Austreiboperation in der Destillationskolonne der zweiten Stufe sowie eine geringere RUckführungsrate in der Destillationskolonne der ersten Stufe vorgesehen werden. Die kombinierten Dampf und Flüssigkeit würden dann in die Destillationskolonne der eraten Stufe eingeführt und der weitere Betrieb wie oben beschrieben erfolgen.
Auch könnte der kalte Speisestrom direkt vom Speisetank in die Destillationskolonne der eraten Stufe eingeführt und wie oben beschrieben verarbeitet werden mit dann erhöhter Rück·»· führung, wie sie für die Zulieferung der notwendigen Wärme für die Peuchtzerstrahlung erforderlich ist.
Das rückgewonnene Trichlorethylen kann abhängig von seiner letztlichen Verwendung zugeaetzte Stabilisatoren und/oder Inhibitoren in !!engen von beispielsweise 0,001 bis 1,0 Gew.>i enthalten.
Die Strömungsgeschwindigkeiten, Temperaturen und Drucke
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der verarbeiteten Fluidströme stehen natürlich miteinander in Beziehung und werden mit den Betriebsbedingungen variieren. Beim Betrieb bei Atmosphärendruck mit einem Trichloräthylen-Volumanteil im Öl von etwa 40 bis 90 °/o kann die Zufuhrtemperatur des in die erste Stufe gelangenden Stroms von etwa 21,1 bis 1100C reichen bei einer Flüssigkeitsrückführungstemperatur von etwa 115»6 CJ mit einer Volumen- oder Strömungsgeschwindigkeit, die vorzugsweise ausreicht, um die Temperatur des Speisestroms in der ersten Stufe auf etwa 114»40G anzuheben.
Die Zersetzungstemperatur des Trichloräthylens bei Betrieb bei Atmosphärendruck liegt bei etwa 129,40C. Bei der früheren Beschreibung und dem folgenden Beispiel liegen die Kolonnenbetriebatemperaturen um näherungsweise 140O unter dieser Temperatur zur Gewährleistung, daf3 keine Zersetzungsreaktion erfolgt.
Nach Wunsch könnten die Betriebstemperaturen näher an die Zersetzungstemperatur von 129,40O heranreichen. Die Zersetzungstemperatur ist diejenige Temperatur des Trichloräthylens bei Atmosphärendruck, oberhalb derer Explosionen stattfinden und giftige bzw. schädliche Gase in Gegenwart von Sauerstoff und Wasser gebildet werden.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Aufarbeitung von 757,1 l/Std (200 gallons per hour) Metallentfettungsschlamm in einer bei Atmosphärendruck betriebenen kombinierten Verdampfungs-Destillations-Einheit zur Trichloräthylenrückgewinnung beschrieben.
970 kg/std Entfettungsanlagenschlamm mit 70 Vol.# Trichloräthylen in "Specköl" mit einem Gehalt an freier Fettsäure von 10 bis 25 VoI.^ mit gesättigten Säuren von Og- bis Op4-
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_ -Io _
Kettenlängen und ungesättigten Säuren mit C..^- bis C22*"K längen wurden vom Schlammtank: 22 abgepumpt. Dieser Schlamm gelangt mit Umgebungstemperatur in den langröhrenverdaapfer 24 mit Zwangszirkulation und 594 kg/std der Zufuhr bzw, Einspeisung werden als im wesentlichen reines Trichlorethylen verdampft, während der ergänzende Rest aus öl und Trichlorethylen als Flüssigkeit durchläuft.
Der i'lüssigkeits- und Dampf strom von etwa 110 C gelangt in die .Destillationskolonne 10 der ersten Stufe von 30,5 cm Durchmesser und die etwa 35 Vol.',» Trichlorethylen enthaltende Flüssigkeit (376 kg/std) tropft auf den üestillationstrog bzw. -boden durch das Wärmeaustauschsystem 14· mit direktem Kontakt, wo 3ie auf etwa 6 Vol.^i Trichloräthylen feucht zerstrahlt wird durch die 125 kg/std des Wasserdampfes, der von der Destillationskolonne 12 der zweiten Stufe herkommt.
Die zur Herbeiführung der Feuchtzerstrahlung erforderliche Wärme wird durch etwa 4 536 kg/std von einer 6 '/* Trichloräthylen und 94 'fr öl enthaltenden Lösung beigetragen, die auch Eiit 111,10O auf den Trog bzw. Boden fällt. Die Gleichgewichtstemperatur dieser Flüssigkeit, die durch die Abwärtsführung (downcomer) herabfällt, beträgt etwa 111,10G und sie fällt herab zum Flüssigkeitsaufnahmeabschnitt 20 der Destillationskolonne 10 der ersten Stufe. Diese Flüssigkeit wird dann durch den Wärmeaustauscher 40 gepumpt, wo sie auf 114,4 O wiedererwärmt wird und zum Düsenkopfotück 50 der Destillationskolonne 10 der ersten Stufe zurückgeführt. Sie fällt durch einen 122 cn gepackton bzw. Füllkörperabschnitt 14 der Destillationskolonne der ersten Stufe, der für eine gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeit, zur Abtrennung irgendwelcher im durchgehenden Dampf enthaltenen Fllis3igkeitströpfchen und zur iirzielung der für den Wärmeaustausch erforderlichen Kontaktzeit eingerichtet iat.
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227 kg/std werden über die Flüssigkeitsspiegelkontrollvorrichtung 52 entfernt und gelangen in die Destillationskolonne 12 der zweiten Stufe von 30,5 cm Durchmesser< Die Kolonne 12 ist je nach verwendetem Typ mit 12 Glockenboden oder 10 bis 20 Destillationsböden ausgestattet. Diese Kolonne kann auch je nach Art des angewandten Füllkörpers-bzw. i?ackungsnaterials mit 4,57 bis 6,1 m 1-üllkörper versehen sein.
Die ilüssigkeit sammelt sich im Flüssigkeitsaufnähmeabschnitt 21 der Destillationskolonne der zweiten Stufe und die Pumpe 56 führt etwa 227 kg/Std Flüssigkeit durch den Wärmeaustauscher ljb zurück, wo sie auf 114,4 CJ erwurnt wird, um Strahlungsverluate auszubleichen. 204 kg/ütd "gereinigtes" (stripped) öl mit weniger alo 50 ppm -Trichlorethylen werden aus Ül-Endprodukt über die . lüssigkeitsspiegelkontrolle 62 entfernt. 11o biß 136 kg/utd austreibender Dampf (Wasserdampf) gelangen sum Boden der Austreibkolonne 12 der zweiten Stufe durch das Sprinklersysteu 66 über die Strömungskontrolle 64.
Aller im System erzeugter 'irichloräthylendampf, d.h. die 594 kg/ütd vom Verdampfer 24, die 151 kg/ötd der ITaßzerstrah-1 uiifT in der Destillationskolonne 10 der ersten Jtufe und die 20,9 kg/ütd, die in der Destillationskolonne 12 der zweiten Gtufe ausgetrieben werden, verlassen zusammen mit den 125 kg/ötd Wasserdampf, der über den am Boden bzw. Fuß der Destillationskolonne 12 der zweiten Stufe angeordneten Sprinkler 66 in das System zugelassen wird, den Kopf bzw. das obere Ende der Destillationskolonne der ersten Stufe. Die insgesamt 766 kg/std Trichloräthylendampf zusammen mit den 125 kg/Std verlassen diese Kolonne nit 112,80C und gelangen mantelseitig zum Hantel" und Röhrenkondensator 34. LIit 21,1 bis 32,20G zutretendes Kühlwasser, das durch die Rohre strömt, kühlt die irichloräthylen- und
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,/asserdämpfe, kondensiert sie und kühlt dann die gebildete Flüssigkeit auf 37,8 bis 48,9°C herunter. 651 l/Std des kondensierten und abgekühlten Zweiphasenflüssigkeitssystems mit 526 1 Trichlorethylen und 125 1 V/aaser gelangen in die Dekantiervorrichtung 56 mit 37 f 8 bis 48,90C. Das schwerere TrichlorUthylen tropft zum Boden der Dekantiervorrichtung herab in den Schacht 38, während das leichtere Wasser über das eingebaute Wehr übertritt und vom oberen Ende der Dekantiervorrichtung abströmt. 526 l/Std 99+ ySiges Trichloräthylen von 37,8 bis 48,9°C verlassen das System als Produkt-Trichloräthylen und 125 1 der wässrigen Schicht mit Stabilisatoren, Inhibitoren und etwas Trichloräthylen fließen zum Wasserspeicher. Das rückgewonnene Trichloräthylen hat einen Siedepunkt von 86,5 bis 87,9°CJ und ein spezifisches Gewicht von 1,455 bis 1,462 (25/250C).
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Claims (24)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Bückgewinnung einer Halogenkohlenstoffverbindung aus einer Halogenkohlenstoff-Ölmischung, gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) inniges Inberührungbringen der Mischung mit;
i) einem rückgeführten erhitzten Flüssigkeitsstrom·, und ii) einem separaten Wärmeaustauschträgerfluid, das mit der Halogenkohlenstoffverbindung nicht mischbar ist, zur Herabsetzung des (erforderlichen) Partialdrucks derselben, so daß diese verflüchtigt wird;
b) Bildung eines die Halogenkohlenstoffverbindung und das Trägerfluid enthaltenden Dampfstromes und eines abgereicherten Flüssigkeitsstroniesj
c) Abtrennung des Dampfstromes;
d) Aufsammelung des Flüssigkeitsstromes}
e) Abtrennung eines Anteils des Flüssigkeitsstromes}
f) Zuführung von thermischer Energie zur ürwärmung besagten Flüssigkeitsstromesj
ß) Rückführung des besagten erhitzten Flüssigkeitsstromes j und
h) Herbeiführung eines innigen Kontaktes zwischen besagtem Flüssigkeitsstrom und der Mischung.
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2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Irägerfluid Wasserdampf ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Trägerfluid Wasserdampf und eine Halogenkohljensto ff verbindung umfaßt.
4. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Halogenkohlenstoffverbindung ein chlorierter Kohlenwasserstoff ist und insbesondere durch Trichlorethylen gebildet wird,
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den Dampfstrom von Schritt (b) aufsammelt und das unmiachbare Trägerfluid von der Halogenkohlenstoffverbindung abtrennt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Mischung vor den Zusammenbringen derselben mit dem Trägerfluid und dem rückgeführten erhitzten Flüssigkeitsstrom zur Verflüchtigung von zumindest einem Anteil der Halogenkohlenstof!'verbindung unter Bildung eines Dampfanteils mit einem Wärmeaustauschmedium in Kontakt bringt.
7» Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man den Dampfanteil vor dem Zusammenbringen dea !Speisestroms mit dem erhitzten Flüssigkeitsstrom und dem irägerfluid abtrennt.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Anteil des Flüasigkeitsstroms von Schritt (d) mit einem separaten Wärmeauatauachmediuui in Kontakt gebracht wird zur
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Bildung eines in wesentlichen die Öle enthaltenden Flüssigkeitsstrom und eines die Halcgenkohlenstoffverbindung enthaltenden Dampfstromes.
9. Verfahren nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch die Bildung des die Halogenkohlenstoffverbindung enthaltenden Dampfötromes durch Wasserdampfdestillation..
10. Verfahren zur Abtrennung und Rückgewinnung einer Halogen-Kohlenstoffverbindung und von Öl von einer konzentrierten Abfallschlarnmischung von 01 und einer solchen Halogenkohlenstoffverbindung, die bei erhöhten Temperaturen einer Zersetzung unterliegt, gekennzeichnet durch die folgenden Schrittes
a) Verdampfung von einer konzentrierten Halogenkohlenstoff-Ölschlamraischung zur Bildung eines Dampf-Flüssigkeitsstromes;
b) Einführung des Dampf-Flüssigkeitsstroms in eine Destillationskolonne der ersten Stufe, die in einen oberen Dampfabschnitt und einem unteren Flüsaigkeitsabechnitt unterteilt iat, wobei der Dampf-Flüssigkeitsstrom in den oberen Dampfabschnitt der Kolonne eingeführt wird zur Erzielung eines ersten Dampfstromes und eines ersten Flüssigkeitsstrones;
c) Einführung eines Anteils des ersten Flüssigkeitsstromes in eine zweite Destillationskolonne mit einem oberen Dampfabschnitt und einem unteren Flüssigkeitsabachnitt ' zur Erzielung eines zweiten Dampfstromes und eines zweiten Flüssigkeitsstromes;
d) Rückgewinnung des Öls als ein flüssiger jöodenstroin von der zy/eiten Kolonne;
e) Einführung des zweiten Dampfstromes in den unteren Flüssig-
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keitsabschnitt der ersten Destillationskolonne zur Zumischung dieses Stromes zum Flüssigkeitsstrom;
f) Entfernung eines Dampfstromes, der die ersten und zweiten Dampfströme umfaßt vom oberen Dampfab schnitt der ersten Destillationskolonne, wobei der Strom im wesentlichen V/asser und die Halogenkohlenstoffverbindung enthält;
g) Kondensation des vom oberen Dampfabschnitt der ersten Kolonne entfernten, V/asser und Halogenkohlenstoff verbindung enthaltenden Dampfstromes und Rückgewinnung der Halogenkohlenstoffverbindung aus besagter kondensierter Mischung; und
h) Rückführung eines Anteils des ersten Flüssigkeitsstrom^ von dem Flüssigkeitsabschnitt der ersten Destillationskolonne zum Dampfabschnitt der ersten Destillationskolonne, wobei Geschwindigkeit und Menge der Rückführung ausreichen, um eine Wärmezufuhr zu einem Hauptteil der in den oberen Dampfabschnitt der ersten Destillationskolonne eingeführten Halogenkohlenstoffverbindung vorzusehen, ohne die Zersetzungstemperatur der Halogenkohlenstoffverbindung in einem solchen Dampfabschnitt zu überschreiten.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Halogenkohlenstoffverbindung durch Trichloräthylen gebildet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß alle erhitzten Oberflächen in der ersten und der zweiten Destillationskolonne bei einer nicht über 129,40C hinausgehenden Temperatur gehalten v/erden.
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13. Verfahren nach Anspruch 1O3 dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur in den Destillationskolonnen der ersten und zweiten Stufe zwischen 26,7 und 115 s 60C gehalten wird0
14. Verfahren nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch (Teil-) Verdampfung der in die Destillationskolonne der aweiten Stufe eingeführten Flüssigkeit durch v/asserdampfdestillationo
15. Verfahren nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch Einführung des rückgeführten ersten KLüssigkeitsstromes in den oberen Dampfabschnitt der ersten Kolonne durch Aufsprühen besagten jPlüssigkeitsstromes auf ein,en Hillköspurabschnitt besagter Kolonne.
16. Verfahren nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch die Verarbeitung einer konzentrierten Halogenkohlenstoff-Ölmischung mit etwa 10 bis 90 Vol„c/£ Halogenkohlenstoffverbindung.
17. Verfahren nach. Anspruch 1O9 dadurch gekennzeichnet 9 daß die Halogenkohlenstoffverbindung Trichlpräthylen und das Öl "Specköl" ist. -
18. Verfahren nach Anspruch 17S dadurch gekennzeichnets daß die Trichloräthylen-Speckölmischung in die Destillationskolonne der ersten Stufe mit einer Temperatur zwischen 21 s 1 und 1100G und der rückgeführte erste Flüssigkeitsstrom in den oberen Dampfabschnitt der Destillationskolonne der ersten Stufe mit einer Temperatur nicht über 115ί>6°0 eingeführt wird«,
19. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halogenkohlenstoffverbindung eine Zersetzungstemperatur von etwa 129,40G bei Atmosphärendruck besitzt und daß der
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?6 -
erste Flüssigkeitsstrom vom unteren i'lüssigkeitsabschnitt zum oberen Dampfabschnitt der Destillationskolonne der ersten Stufe bei einer Temperatur vom nicht mehr als 115,6 C in einer ausreichenden Menge rückgeführt wird, um die Temperatur der Mischung im oberen Dampfabschnitt der Destillationskolonne der ersten Stu;
anzuheben.
ersten Stufe auf eine Temperatur zwischen 111,1 bis 114,4 G
20. Verfahren zur Abtrennung von Trichloräthylen aus einer Trichloräthylen-Ölmischung, gekennzeichnet durch folgende Schritte!
a) inniges Inkontaktbringen der Mischung mit einem flüssigen Wärmeaustauschmedium mit einer Temperatur unterhalb der thermischen Zersetsungstemperatur des Trlchloräthylens; und mit einem separaten Wärmeaustauschträgerfluid, das Wasserdampf und Trichloräthylen umfaßt zur Herabsetzung des (erforderlichen) Partialdrucka des Trichloräthylensj
b) Bildung eines das Trichloräthylen und den V/asserdampf enthaltenden Dampfstromes und eines Trichloräthylen und Öl enthaltenden Plüssigkeitsstromesj
c) Abtrennung eines ersten Anteils von besagten Flüssigkeitsstrom}
d) Zulieferung von thermischer Energie zu besagtem Flüssigkeitsstrom bei einer Temperatur unterhalb der thermischen Zeraetzungstemperatur des Trichloräthylensf
e) inniges Inkontaktbringen des aufgeheizten ilüssigkeitsstromes mit der iüschungj
f) Abtrennung eines zweiten Anteils von besagten Flüssigkeitsstrom;
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g) Abdampfung von Srichloräthylen von besagtem Flüssigkeitsstronr durch ',Vasserdampfdestillation zur Bildung eines Trichlorethylen- und Y/asserdampf enthaltenden Dampfstroms}
h) Bildung eines im wesentlichen die Öle enthaltenden Flüssigkeit sstroms; und
i) Inkontaktbringen der Mischung mit besagtem Srichloräthylen und Wasserdampf enthaltenden Dampfstrom zur Herabsetzung des Partialdrueks des Trichloräthylens.
21. Verfahren nach Anspruch 20, gekennzeichnet durch ein Abdampfen aus der Mischung zur Abtrennung eines Anteils des Trichlqräthylens vor dem Eontakt des besagten Speisestroms mit dem flüssigen Uärmeaustauschmedium und dem Tragerfluid.
22. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
zumindest eine erste und eine zweite Destillationskolonne (10 und 12) in ggf. kombinierter Bauweise mit ggf. vorgeschalteten Vorwärmer und/oder "Vorver dampf er (24)ί
eine Einspeisung (22 bis 28) für ggf. vorgewärmte und/oder vorverdampfte sowie ggf. Wasserdampf Qdei' separates Wärmeaustauschträgerfluid enthaltende Ausgangsmischung im oberen Abschnitt (H) der ersten Destillationskolonne (10);
eine über eine ',iärmeaustauschvorrichtung (40) mit Temperaturkontrolle vom Sumpf (20) der ersten Kolonne (10) zu deren oberem Ende führende Rückführungsleitung mit Strömungskontrolle (42 bis 46);
eine vom Sumpf (20) der ersten Kolonne (10) zum oberen Ende der zweiten Kolonne (12) führende Flüssigkeitsleitung, die
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ggf. hinter der Wärmeaustauschvorrichtung (40) abzweigt;
eine kontrollierte Einspeisung von Wasserdampf oder Warmeaustauschträgerfluid an Vorwärmer bzw. Vorverdampfer (24) und/ oder unterhalb des Dampfabschnitte (14) der ersten Kolonne (10) und/oder im unteren Bereich der zweiten Kolonne (I2)j
eine vom oberen Ende der zweiten Kolonne (12) zum unteren Abschnitt der ersten Kolonne (10) führende Verbindung zur Überführung des Dampfstroms vom Kopf der zweiten Kolonne zur ersten Kolonne;
Mittel zum Abziehen bzw. zur Gewinnung eines im wesentlichen ölhaltigen Endproduktes vom Boden der zweiten Kolonne; und
LIittel zum Abziehen bzw. zur Gewinnung der Halogenkohlenstoffverbindun£ vom Kopf der ersten Kolonne.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, gekennzeichnet durch einen Kondensator (34) und nachfolgende Dekantiervorrichtung (36 bis 3ö) in der vom Kopf der ersten Kolonne (10) herkommenden l'roduktleitung.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22, gekennzeichnet durch einen Nacherhitzungskreis (56 bis 60) mit Temperaturkontrolle am Boden bzw. Flüssigkeitssumpf (21) der zweiten Kolonne (12).
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