DE2245564A1 - Kunststoffverarbeitungsmaschine mit einer einrichtung zur steuerung von einstellgroessen an regelventilen - Google Patents
Kunststoffverarbeitungsmaschine mit einer einrichtung zur steuerung von einstellgroessen an regelventilenInfo
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Description
DEMAG Aktiengesellschaft, 41 Duisburg
Kunststoffverarbeitungsinas chine mit einer Einrichtung zur
Steuerung von Einstellgrößen an Regelventilen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kunststoffverarbeitungsmaschine
mit einer Einrichtung zur Steuerung von Einstellgrößen an Regelventilen, bestehend aus einem feststehend angeordneten
Gehäuse und einem darin bewegbaren Teil, wobei Steuersignale in eine mechanische Bewegung bestimmter Länge umgesetzt werden.
Unter Kunststoffverarbeitungsmaschinen werden Maschinen verstanden,
die sich mit der Verarbeitung von Kunststoffen zu Kunststofferzeugnissen befassen. Bei derartigen Maschinen müssen während
eines Funktionsablaufes, d. h. Plastifizieren, Formschließon,
Düsenvorlauf, Einspritzen, eine Vielzahl von Steuervorgängen autsgeführt
werden, wobei es auch auf eine exakte Einstellung von Regelventilen ankommt. Mit derartigen Regelventilen v/erden vorwiegend
Hydraulikdrücke und Hydraulikrnengen den jeweils entsprechenden Erfordernissen eingestellt. Wurden derartige Werte, die
man für den jeweils zu verarbeitenden Kunststoff und das entsprechend herzustellende KunststofferZeugnis empirisch ermittelte,
bisher von Hand eingestellt und nachgeregelt, so geht man im Zuge der fortschreitenden Automatisierung von Kunststoffverarbei·-
tungsmaschinen immer mehr dazu über den Funktionsablauf zu programmieren.
Hierzu v/erden die einmal empirisch ermittelten Be-
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triebsgrößen, zu denen auch - wie erwähnt - Drücke und Mengen
zählen, als Solldaten in einem Datenträger gespeichert. Dies kann z. B. über eine logische Schaltung vorgenommen werden, mittels
der diese Betriebsgrößen über einen Funktionsarten-Wahlschalter in Speicherplätze eines digitalen Speichers, der aus integrierten
Schaltkreisen aufgebaut ist, festgehalten werden. Diese eingegebenen Solldaten, die auch jederzeit von Hand entsprechend dem
Funktionsablauf der Maschine im Speicher korrigierbar sind, können von der Maschine abgefragt oder von Hand eingegeben werden. Mittels
dieser Werte wird die Maschine optimal eingestellt bzw. gesteuert. Die erwähnte Speicherung von Betriebsgrößen zum Programmieren
einer Maschine wurde nur zum allgemeinen Verständnis angesprochen, ist also nicht Gegenstand der Erfindung und braucht
daher auch nicht näher erläutert werden.
Die jeweils an die Maschine gelangenden Solldaten, auf deren Werte die Regelventile eingestellt werden sollen, müssen in Hübe
umgesetzt werden, damit sie von den Regelventilen verarbeitet v/erden können. Hierbei kann es sich bei einer Kunststoffverarbeitungsmaschine
z. B. um die Einstellung eines Ventils zur Druckregulierung beim Plastifiziervorgang handeln, um entsprechend
dem zu verarbeitenden Kunststoffmaterial, den richtigen Staudruck
einzustellen. Dieser exakt einzustellende Staudruck hat einen wesentlichen Einfluß auf die Einzugs- und Aufschmelzbedingungen
des jeweils zu verarbeitenden Kunststoffes und der Qualität des daraus hergestellten Kunststofferzeugnisses. Die hier angesprochenen
Ventile, z. B. zur Druckeinstellung und Nachregulierung
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auf einen geforderten Wert, lassen sich in der Weise einstellen,
daß - schematisch veranschaulicht - ein im Ventilgehäuse verschiebbares, unter veränderbarer Federkraft stehendes konisch ausgebildetes
Element einen im Zuflußbereich definierten Durchströmquerschnitt freigibt. Ist es erforderlich, die eingestellten Werte zu
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verändern, so wird über einen im Ventilgehäuse angeordneten Kolben
durch eine Hubverstellung die Federvorspannung geändert. Diese Hubverstellung muß sehr genau erfolgen, damit die geforderten Werte
exakt eingehalten v/erden. Zur Steuerung derartiger Regelventile sind spezielle Stellmagnete bekannt, bei denen der Anker in Abhängigkeit
der Größe der angelegten Spannung einen entsprechenden Hub ausführt. Hierbei handelt es sich um eine analoge Stelleinrichtung,
da der jeweiligen Spannungsgröße entsprechend eine Bewegung erfolgt. Derartige Einrichtungen besitzen beachtliche Nachteile,
da zum einen die angelegten Spannungswerte nicht immer reproduzierbar in die geforderten Hublängen umgesetzt werden und
andererseits, daß diese Einrichtungen von der Gegenkraft des einzustellenden Regelventils abhängig sind. Weiterhin dürfen bei den
angelegten Spannungswerten keine Schwankungen auftreten, denn sind diese Spannungswerte nicht exakt konstant, so hat dies sofort
eine Abweichung von der geforderten einzustellenden Hublänge zur Folge. Mit zunehmender geforderter Hublänge muß sich das
bewegliche Teil immer weiter aus der Magnetspule heraüsbewegen',
wodurch ein erhöhter Schlupf zwischen der Stärke des Magnetfeldes und der daraus resultierenden mechanischen Bewegung auftritt und
somit in den einzuhaltenden Werten immer größer werdende Toleranzen zu verzeichnen sind. Da die Einstellgenauigkeit der Einrichtung
auch weitgehend von der Gegenkraft des einzustellenden Regelventil^
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abhängig ist, muß der Stellmagnet auf das einzustellende Regelventil
kräftemäßig abgestimmt werden, wobei wiederum üngenauigkeiten in der Hubeinstellung auftreten, wenn das Ventil einmal
etwas schwergängiger zu bedienen ist. Auch auftretende Temperatur-Schwankungen haben Abweichungen im gewünschten Endergebnis zur
Folge. Um diese Nachteile bei den bekannten Einrichtungen zu kompensieren, ist man bereits dazu übergegangen über eine spezielle
Zusatzeinrichtung, einer sogenannten Wegrückmeldeeinrichtung, ständig den Istwert mit dem Sollwert zu vergleichen und Abweichungen
durch eine Nachregeleinrichtung auszugleichen. Hierdurch ist ein beachtlicher Mehraufwand erforderlich, der neben hohen Kosten
dem Stellmagneten eine zusätzliche Trägheit verleiht.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine Einrichtung
zu schaffen, durch die Regelventile zur Steuerung von Kunst-Stoffverarbeitungsmaschinen
mit der geforderten Präzision und Reproduzierbarkeit, unter Ausschaltung der vorgenannten Nachteile,
eingestellt werden können, wobei auch ein wesentliches Merkmal der Aufgabenstellung die Eliminierung des Einflusses der Gegenkraft
des Regelventils auf den Steuervorgang ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in einem Gehäuse entgegen einer Rückstellkraft bewegbare, ineinander angeordnete,
gegeneinander verschiebbare Elemente vorgesehen sind, denen elektrisch betätigbare Magnete zugeordnet sind, die jeweils
einen Abstand zueinander haben sowie magnetisch und über die
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verschiebbaren Elemente in Verbindung stehen, wobei diese Abstände
vorgegebenen und veränderbaren Hüben entsprechen, die durch Ansteuern eines oder mehrerer Magnete mit elektrischen Steuersignalen
über das innerste der verschiebbaren Elemente als Summe nach außen
übertragbar sind.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung zeichnet sich besonders durch eine problemlose Funktionsweise mit hoher Zuverlässigkeit und Genauigkeit
aus, die zur Steuerung von Regelventilen an Kunststoffverarbeitungsmaschinen gefordert wird, damit nicht zuletzt hierdurch
unzulässig hohe Belastungen der Maschine mit Sicherheit vermieden werden, weiterhin der einwandfreie Funktiönsablauf gewährleistet
ist und man somit Kunststofferzeugnisse hoher Qualität erhält. Die zur präzisen Steuerung und Einstellung der Regelventile jeweils
verschiedenen erforderlichen Einstellhübe sind in Anpassung'
hieran durch die jeweils definierten Abstände der Magnete zueinander bereits exakt vorgegeben und brauchen lediglich entsprechend
angesteuert zu werden, um den geforderten Hub auf das Regelventil zu übertragen. Diese erwähnte Anpassung wird in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung-dadurch erreicht, daß die Hübe durch Auswechseln
der Magnete gegen solche mit abweichender Größe veränderbar sind.
Durch die Erfindung ergibt sich ein weiterer wesentlicher Vorteil,
der darin besteht, daß die Einstelleinrichtung die geforderten Hübe unabhängig von der jeweilig unterschiedlichen Kraft, mit der
ein Regelventil je nach Fabrikat und zu erfüllender Funktion dem Einstellvorgang entgegen wirkt, reproduzierbar einstellt. Die-
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ser in dem funktioneilen Aufbau der Einstelleinrichtung begründete
Vorteil wird dadurch erzielt, daß die Hübe in der Einrichtung fest vorgegeben sind und die Spannung für die Ansteuerung
der Magnete so groß gewählt v/erden kann, daß die aus dem Magnetismus
resultierende Gegenkraft mit Sicherheit die als Störgröße auftretende Gegenkraft des jeweiligen Regelventils übersteigt, wobei
die Höhe der zu wählenden Steuerspannung für die Magnete sowie Spannungsschv/ankungen die Genauigkeit des Einstellvorganges
ebenfalls nicht beeinflussen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung
Fig. 2 einen der Fig. 1 entsprechenden Längsschnitt, aus dem als Ausführungsbeispiel eine Hubverstellung durch Ansteuern
zweier Magnete hervorgeht und
Fig. 3 eine nach der Erfindung arbeitende Spritzgießmaschine, bei der entsprechend der Hubverstellung in Fig. 2 ein Anwendungsfall
dargestellt ist.
Aus Fig. 1 ist ein Gehäuse 1 ersichtlich, in dem vier Elektromagnete
2, 3, 4, 5, bestehend aus jeweils einem Ringkern aus Weich-
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eisen und dazugehöriger Spule, mit entsprechend unterschiedlichem Abstand hintereinander angeordnet sind. Hierbei ist der Magnet 2
am GehMuseschild 13, welches mit dem Gehäuse 1 eine lösbare Einheit
bildet, mittels Schrauben 19 befestigt. Die weiteren sich mit entsprechenden Abständen anschließenden Magnete 3, 4, 5 stehen jeweils
mit einem der verschiebbaren Elemente 6, 7, 8 lösbar in Verbindung. Vorzugsweise ist das innerste verschiebbare Element ein
Stößel 9 und die um diesen ebenfalls verschiebbar angeordneten Elemente sind als Hülsen 6, 7, 8 ausgebildet. In dem Gehäuseschild
13 ist der Stößel 9 mit seinem vorderen nach außen bewegbaren Ende gleitend gelagert, wobei in diesem Bereich um den Stößel 9 eine
als Rückstellkraft wirkende Feder 18 angeordnet ist, die wiederum in einer im Gehäuseschild 13 vorgesehenen Ausnehmung 17 positioniert
i'st und am anderen Ende durch eine Profilscheibe 16, die sich gegen
eine zur Justierung auf den Stößel 9 aufgeschraubte Mutter 15 anlegt, begrenzt wird. Die Hülsen 6, 7, 8 sind an ihrem einen Ende
mit je einem Anschlag 11 versehen,, wobei diese Anschläge in der
Ruhestellung in unmittelbarem Kontakt stehen und sich insgesamt auf der Mutter 15 abstützen. Im einzelnen bildet die Hülse 8, die
direkt auf dem Stößel 9 gleiten kann und von der Hülse 7 zum Teil umfaßt wird, mit dem Magneten 5 eine in Richtung des Stößels verschiebbare
Einheit. Die Hülse 7, die teilweise von der Hülse 6 umfaßt wird, bildet wiederum mit dem Magneten 4 eine verschiebbare
Einheit und die Hülse 6, die zum Teil von dem am Gehäuseschild 13 befestigten Magneten 2 umschlossen ist, bildet mit dem Magneten 3
eine verschiebbare Einheit. Der Stößel 9 wird an seinem, dem nach außen bewegbaren Teil, entgegengesetzten Ende durch ein Joch 10
begrenzt, welches über ein Gewinde 27 auf den Stößel 9 geschraubt
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ist und durch eine Kontermutter 28 gegen unbeabsichtigtes Drehen gesichert wird. Das Joch ist hierbei in einem definierten Abstand,
der einem vorgegebenen Hub entspricht, zum Magneten 5 angeordnet. Dor Magnet 5 ist wiederum zu dem sich anschließenden Magneten 4
in einem vorgegebenen Abstand angeordnet und in der Weise entsprechend der Anzahl der Magnete fortlaufend. An der Seite des Joches
10 ist das Gehäuse 1 durch einen lösbaren Deckel abgeschlossen.
Die zur Ansteuerung erforderlichen Steuersignale werden den einein
zelnen Magneten über/Kabel 20, dessen elektrische Leiter über eirr Klemmbrett 22 mit den Anschlüssen 23, 24, 25, 26 der Magnete 2, 3,4, 5 verbunden sind, zugeführt. Das Klemmbrett 22 ist durch einen entsprechenden Deckel 21 abgeschlossen. ,
zelnen Magneten über/Kabel 20, dessen elektrische Leiter über eirr Klemmbrett 22 mit den Anschlüssen 23, 24, 25, 26 der Magnete 2, 3,4, 5 verbunden sind, zugeführt. Das Klemmbrett 22 ist durch einen entsprechenden Deckel 21 abgeschlossen. ,
Wie aus Fig. 2 näher hervorgeht, sind in diesem Ausführungsbeispiel
die Magnete 2 und 4 angesteuert worden, wodurch sich der Stößel 9 um den geforderten Gesamthub, der der Summe der beiden genau
vorgegebenen Einzelhübe entspricht, nach außen bewegt hat. Mit dieser geforderten Hubverstellung wird entsprechend dem Anwendungsfall
in Fig. 3 ein Druckeinstellventil 44 zur Staudruckregulierung einer Spritzgießmaschine 31 eingestellt.
Durch die an die Magnete 2 und 4 gelangenden Steuersignale baut sich in diesen ein Magnetismus auf, der bewirkt, daß die jeweils
zugeordneten Magnete 3 und 5 sich auf die Magnete 2 und 4 zu bewegen und sich kraftschlüssig an diese anlegen. Gleichzeitig wird
mit der Hubverstellung des Magneten 5 die zugehörige Hülse 8 verschoben
und weiterhin durch die Hubverstellung des Magneten 3 die zugehörige Hülse 6, wobei mit dem Verschieben der Hülse 6 über
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die Anschläge 11 auch die Hülse 7 mit dem zugehörigen Magneten verschoben wird. Die beiden sich addierenden Hübe der Magnete
3 und 5 v/erden über die Hülsen 6 und 8 auf den nach außen bewegbaren Stößel 9 übertragen, worauf die zur Erzeugung der Rückstellkraft
angeordnete Feder 18 entsprechend vorgespannt wird. Der Stößel 9 hat sich somit um den geforderten Gesamthub, der gleich
der Summe der beiden Einzelhübe ist; nach außen bewegt. Bei der Einstellung des Gesamthubes hat sich das Joch 10 und der Hagnet
zwangsläufig mit bewegt, jedoch sind hierbei die Abstände des ihnen jeweils vorgegebenen Hubes bestehen geblieben. Diese können
z. B. nachträglich zur weiteren Einstellung des Druckeinstellventils 44 angesteuert werden. Entsprechend der nach dem Ausführungsbeispiel im Gehäuse 1 angeordneten vier Magneten 2, 3, 4, 5 ist
es durch deren Ansteuerung einzeln oder in Summe nach der hier vorliegenden Gesetzmäßigkeit von 2n - 1 möglich, 15 Verstellhübe
zu erreichen, wobei η = der Anzahl der Magnete ist. Durch die Anordnung weiterer Magnete können die Verstellmöglichkeiten beachtlich
erweitert werden. Vorteilhaft können die Hübe in der Weise vorgesehen v/erden, daß der entsprechend vorgegebene Hub der einzelnen
Magnete vorzugsweise das Doppelte des jeweils vorhergehenden Magneten beträgt, wobei der Magnet 2 mit dem größten vorgegebenen
Hub dem nach außen bewegbaren Teil des Elementes 19 zugekehrt ist. Soll der um einen definierten Hub nach außen gefahrene
Stößel 9 nun wieder in die Ausgangsposition gebracht werden, so werden die Steuersignale an den Magneten 2 und 4 weggenommen, worauf
die als Rückstellkraft wirkende Feder 18 die Magnete mit en zugehörigen Hülsen und den Stößel 9 wieder in die Ausgangs™
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position verschiebt.
Die in Fig. 3 dargestellte Spritzgießinaschine, an der nach der
Erfindung ein Druckeinstellventil 44 zur Regulierung des Staudruckes gesteuert wird, ist in diesem Ausführungsbeispiel auf
das Spritzaggregat 31 mit teilweise dargestellter Spritzgießform 32 beschränkt worden. Das in den Materialtrichter 33 eingegebene
Kunststoffmaterial wird von der Plastifizierschnecke 34, die
im Plastifizierzylinder 35 drehbar und axial verschiebbar gelagert
ist, eingezogen und in Richtung Spritzdüse 36 gefördert. Die Rotationsbewegung der Plastifizierschnecke 34 wird über
einen entsprechenden Antriebsmotor, der in dem Gehäuse 37 angeordnet ist, vorgenommen. Die axiale Verschiebung der Schnecke
v/ird durch Druckmittelbeaufschlagung des Kolbens 38, der im Spritzzylinder 39 angeordnet ist, erzielt. Auf die Ausführung des
Antriebsmotors und seine Ankupplung an die Plastifizierschnecke 34, sowie auf die Funktionsweise der Axialverschiebung der Schnecke
durch aktive Druckbeaufschlagung des Kolbens 38, soll hier nicht näher eingegangen werden.
Die Schnecke 34 hat das Bestreben sich aufgrund der stetig von
ihr nach vorne zu fördernden Kunststoffmasse - entsprechend der Rotationsbewegung ~ kontinuierlich axial nach hinten zu verschieben.
Die auf diese V/eise in den Sammelraum vor den Schneckenkopf gelangende Kunststoffmasse ist neben anderen Erfordernissen
nicht genügend komprimiert und homogenisiert, was sich auf die Qualität des zu fertigenden Kunststoffteils nachteilig auswirkt.
Bei dem angesprochenen Plastifiziervorgang ist man bestrebt, die
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Einzugs- und Aufschmelzbedingungen für das Kunststoffmaterial
weitgehend zu optimieren. Hierzu ist es erforderlich, der Plastifizierschnecke 34, die sich zu Beginn des Plastifiziervorganges
in vorderer Stellung im Plastifizierzylinder 35 befindet, einen einstellbaren Widerstand entgegenzusetzen. Dieser einstellbare
Widerstand, der den verschiedenen zu verarbeitenden Kunststoffmassen
und den entsprechenden spritzgießtechnischen Erfordernissen präzis angepaßt und eingestellt werden muß, wird durch einen sogenannten
passiven Gegendruck erzielt. Hierzu wird das in dem kolbenseitigen Raum 40 des Spritzzylinders 39 befindliche Druckmedium,
mit welchem der Kolben 38 über die Pumpe 41, die Leitung 42, dem Dreiwegeventil 43 und die Leitung 45 beim Einspritzvorgang
beaufschlagt wurde, eingeschlossen. Das Dreiwegeventil 43 gibt hierzu nur die Verbindung der Leitung 45 zum Druckeinstellventil
44, dem sogenannten Staudruckventil, frei. Dieses Druckeinstellventil 44 wird, wie bereits auch unter Fig. 2 beschrieben,
mittels der Einstelleinrichtung 1', in die gespeicherte Steuersignale eines Programmes eingegeben werden, exakt auf die eingespeisten
Werte eingestellt. Das Hydraulikmedium, das von der sich fortlaufend zurückbewegenden, plastifizierenden Schnecke
34 aus dem Raum 40 des Spritzzylinders 39 über die Leitung 45 zum Staudruckventil 44 und von dort aus zur Tankleitung 50 in
den Tank 51 gedrückt wird, setzt der axialen Bewegung der Schnecke den erforderlichen Widerstand entgegen. Aufgrund des einströmenden
Hydraulikmediums in das Staudruckventil 44, hat der Ventilkegel sich um einen definierten Betrag, entgegen der Feiderkraft der
Feder 47, von seinem Ventilsitz abgehoben, um den Durchströmquerschnitt freizugeben, der dem eingestellten Staudruck entspricht»
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Soll der Staudruck variiert werden, so werden entsprechende Signale
an die Einstelleinrichtung I1 gegeben, die in eine Längsverschiebung
des Stößels 9 umgesetzt werden und über den Stößel 9 die Steuerstange 49 am Verstellkolben 48 des Staudruckventils 44
entsprechend verschieben. Nach Ablauf des Plastifiziervorgangs befindet sich die Plastifizierschnecke 34 mit dem Spritzkolben
in hinterer Stellung, worauf die Steuersignale von der Einstelleinrichtung 1' weggenommen werden und sowohl der Stößel 9 als
auch das Druckeinstellventil 44 in seine Ausgangslage zurückkehrt. Gleichzeitig wird das Dreiwegeventil umgeschaltet, worauf die
Pumpe 41 Druckmedium in den Raum 40 zur Beaufschlagung der Schnecke 34 fördern kann und der plastifizierte Kunststoff hierdurch in
die Form 32 eingespritzt wird.
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Claims (7)
1.) Kunststoff Verarbeitungsmaschine mit einer Einrichtung zur
Steuerung von Einstellgrößen an Regelventilen, bestehend aus einem feststehend angeordneten Gehäuse und einem darin bewegbaren
Teil, wobei Steuersignale in eine mechanische Bewegung bestimmter Länge umgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Gehäuse (1) entgegen einer Rückstellkraft bewegbare, ineinander angeordnete, gegeneinander verschiebbare
Elemente (6, 7, 8, 9) vorgesehen sind, denen elektrisch betätigbare Magnete (2, 3, 4, 5) zugeordnet sind, die jeweils
einen Abstand zueinander haben sowie magnetisch und über die verschiebbaren Elemente (6, 7, 8, 9) in Verbindung stehen,
wobei diese Abstände vorgegebenen und veränderbaren Hüben entsprechen, die durch Ansteuern eines oder mehrerer Magnete
mit elektrischen Steuersignalen über das innerste (9) der verschiebbaren Elemente als. Summe nach außen übertragbar sind.
2. Kunststoffmaschine mit einer Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hübe durch Auswechseln der
Magnete (2, 3, 4, 5) gegen solche mit abweichender Größe, veränderbar sind.
3. KunststoffVerarbeitungsmaschine mit einer Einrichtung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der entsprechend vorgegebene Hub der einzelnen Magnete (2, 3, 4, 5) Vorzugs-
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4Ö.98 12/07S0
weise das Doppelte des jeweils vorhergehenden Magnetes beträgt,
wobei der Magnet (2) mit dem größten vorgegebenen Hub dem nach
außen bewegbaren Teil des Elementes (9) zugekehrt ist.
4. KunststoffVerarbeitungsmaschine mit einer Einrichtung nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Magnete (3, 4, 5) ,
welche sich an den am Gehäuseschild (13) mittels Schrauben (19) befestigten Magnet (2) anschließen, mit den das innerste
Element (9) umfassenden verschiebbaren Elementen (6f 7, 8)
lösbar in Verbindung stehen.
5. Kunststoffverarbeitungsmaschine mit einer Einrichtung nach Anspruch 1 oder 4 dadurch gekennzeichnet, daß das innerste
verschiebbare Element ein teilweise nach außen bewegbarer Stößel (9) ist und die diesen umfassenden bewegbaren Elemente
als Hülsen (6, 7, 8) ausgebildet sind.
6. KunststoffVerarbeitungsmaschine mit einer Einrichtung nach
einem oder beiden der Ansprüche 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Hülse (6) von Magnet (3), die sich anschließende
Hülse (7) von Magnet (4) und die den Stößel (9) direkt umfassende Hülse (8) von Magnet (5) bewegbar ist.
7. KunststoffVerarbeitungsmaschine mit einer Einrichtung nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstellkraft zum Bewegen der Magnete (2, 3, 4, 5) in die Ausgangsposition
mittels einer Feder (18) erzeugt wird.
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