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DE2244965C3 - Vorrichtung zum Dosieren und Mischen mehrerer Stoffe in einem vorbestimmten Mengenverhältnis - Google Patents

Vorrichtung zum Dosieren und Mischen mehrerer Stoffe in einem vorbestimmten Mengenverhältnis

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Publication number
DE2244965C3
DE2244965C3 DE19722244965 DE2244965A DE2244965C3 DE 2244965 C3 DE2244965 C3 DE 2244965C3 DE 19722244965 DE19722244965 DE 19722244965 DE 2244965 A DE2244965 A DE 2244965A DE 2244965 C3 DE2244965 C3 DE 2244965C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
screw
mixing
section
components
conveyor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19722244965
Other languages
English (en)
Other versions
DE2244965A1 (de
DE2244965B2 (de
Inventor
Max Edison N.J. Skobel (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Silicones Corp
Original Assignee
Dow Corning Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dow Corning Corp filed Critical Dow Corning Corp
Publication of DE2244965A1 publication Critical patent/DE2244965A1/de
Publication of DE2244965B2 publication Critical patent/DE2244965B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2244965C3 publication Critical patent/DE2244965C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Aus dem DT-Ghm 17K4 444 geht eine Vorrichtung zur Konstanthaltung eines Dosierverhaltnisses zweier Substanzen, insbesondere einer l'eslsubstanz mit einer Flüssigkeit, hervor, die iiadurch gekennzeichnet ist. daß
die Pumpe der einen Substanz mit einem Zählwerk gekoppelt is·, welches nach einer bestimmten Umdrehungs- bzw. Hubzahl einen kontakt schließt, der im Strumkreis der Auswurfvorrichtung der Waage für die zweite Substanz liegt. Auch hieraus läßt sich lediglich wiederum die Verwendung von Schnecken für Förderzwecke entnehmen, wobei die jeweils zu mischenden beiden Stoffe einer Mischschnecke unter anderem über eine Zahnradpumpe zugeführt werden.
In der DT-PS 8 46 021 wird eine Vorrichtung zum mengenvei-hältnisgleichen Zuspeisen von Chemikalien zu strömenden Flüssigkeiten mit einem Durchflußmengenmesser und einer durch denselben gesteuerten intermittierend arbeitenden Dosierungseinrichtung für die den Flüssigkeiten zuzusetzenden Chemikalien beschrieben, die darin besteht, daß in der Hauptstromleitung der mit Chemikalien zu versetzenden Flüssigkeit, in der Strömungsrichtung gesehen, nach dem Durchflußmengenmesser eine Drosselungsvorrichtung angeordnet ist, sowie ein geschlossener Mischbehälter, der vor und nach dieser Drosselvorrichtung mit der Hauptstromleitung verbunden ist, und ferner ein Verdünnungsbehälter vorgesehen ist, der durch eine Förderleitung mil dem Mischbehälter verbunden ist und in den aus dem Mischbehälter eine durch ein Schwimmerventil betätigte Rücklcitung führt und dem das Chemikal durch die Dosierungseinrichtung zugeführt wird.
Auch hieraus geht im wesentlichen lediglich hervor, daß die Verwendung von Schnecken für Förderzwecke bekannt ist.
Die DT-PS 9 07 021 beschreibt ein Meß- und Dosiergerät für mehrere zu mischende Flüssigkeiten, das sich dadurch auszeichnet, daß die Meßgeräte für die einzelnen Flüssigkeiten mechanisch miteinander gekuppelt und vorzugsweise je mit besonderer Anzeigevorrich-Hing ausgerüstet und die Meßgeräte für die Flüssigkeiten, deren Menge veränderlich ist, als sogenannte Verdrängerzcllen mit veränderlicher Exzentrizität ausgebildet sind. Die Meßgeräte für die einzelnen Flüssigkeiten sind dabei durch Übersetzungsgetriebe miteinander verbunden. Im wesentlichen wird hierin somit ein Antrieb für Drehkolbenpumpen beschrieben, wobei die jeweiligen Drehzahlen in einem vorbestimmten Verhältnis zueinander stehen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, kontinuierlich und automatisch mehrere Komponenten nach Bedarf bei minimaler Vergeudung zuzumessen und zu mischen. Ferner werden gemäß der Erfindung Maßnahmen getroffen, um möglichst weitgeherd den Arbcitsaufwand zu verringern, der sich beim Mischen von Kunststoffen und synthetischem Kautschuk im Zusammennang mit der Herstellung von Fertigerzeugnissen aus solchen Materialien ergibt.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß eine erste Förderschnecke, eine /weite Förderschnecke und eine Mischschnecke vorhanden sind, welch letztere einen Aufnahmeabschniit zum Aufnehmen eines ersten Stoffs und einen Mischabschniil aufweist, daß die Tiele der .Schneckengänge dieses Aufnahmcabschnitts geringer isi als die 'liefe der Schnekkcngange des Misehabschnitis. daß das zylindrische Rohr der Mischschnecke nahe ihrem Aufnahmeende durch einen axialen Abstand getrennte Öffnungen aufweist, von denen eine dem Aufnahmeabschnitt und die <lS andere dem Aufnahmeende des Mischabschnitts zugeordnet sind, daß flexible Leitungen vorhanden sind. Jic die Abgabeenden der Förderschnecken mit den zugehörigen Öffnungen verbinden, und daß ein Antrieb vorgesehen ist. der alle drei Schnecken im Verhältnis zueinander mit vorbestimmten Drehzahlen antreibt, wobei flexible Wellen für die Förderschnecken vorgesehen sind.
Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung werden Förderschnecken benutzt, um die zu mischenden Komponenten den betreffenden Behältern in abgemessenen Mengen zu entnehmen und sie einem Schneckenmischer zuzuführen, in dem sie dem Bedarf entsprechend gründlich gemischt werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es praktisch, Stoffe von beliebiger Viskosität zu verarbeiten und sie in jedem gewünschten Mengenverhältnis zu mischen. Die Vorrichtung läßt sich in jedem beliebigen Augenblick in Gang setzen bzw. zum Stillstand bringen, und ihre Benutzung bedingt nur minimale Materialverluste sowie einen minimalen Arbeitsaufwand für die Reinigung. Ferner läßt sich die Reinigung ohne eine Verwendung von Lösungsmitteln durchführen, so daß die bis jetzt bezüglich der Beseitigung der Lösungsmittel auftretenden Schwierigkeiten vermieden werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung stellt somit eine Kombination von zwei Förderschnecken, einer Mischschnecke, biegsamen Wellen und biegsamen Leitungen, sowie eines gemeinsamen Antriebs dar. die es ermöglicht, in besonders einfacher und vorteilhafter Weise die jeweiligen Stoffe aus ihren Behältern zu entnehmen, wobei diese Behälter ohne weiteres direkt Transportbehälter sein können, die einfach geöffnet werden und in die man dann eine der Förderschnecken einhängt. Der Behälterinhalt muß daher hierbei somit nicht erst in Lagerbehälter umgefüllt weiden, die Förderungseinrichtungen enthalten. Die Schnecken sind ferner speziell ausgestaltet, wodurch sie unabhängig von ihrer Lage im jeweiligen Behälter bzw. in der zu fördernden Substanz einwandfrei und effektiv arbeiten können. Die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorhandene besondere funktioneile Verschmelzung zweier Förderschnecken mit einer Mischschnecke, die besondere Form der Einleitung der beiden zu mischenden Medien, die Verwendung biegsamer Wellen und biegsamer Zuleitungen und die besondere Ausgestaltung der Mischschnecken mit verschiedenen Aufnahme- und Mischabschnilten sowie die verschiedenartige Ausbildung der Schneckengänge in diesen Mischabschnitten können dem oben abgehandelten Stand der Technik nicht entnommen werden und sind aus diesem auch nicht herleitbar. Im Unterschied zu dem DT C>bm 17 84 444 werden bei der vorliegenden Dosiervorrichtung darüber hinaus sämtliche Mischfunktionen von der Mischschnecke übernommen, während bei der hieraus bekannten Vorrichtung die Schnecke lediglich die Funktion eines Endmischers hat, während das Vormischen in einer separaten Vorrichtung erfolgt. Die erlindungsgemäße Vorrichtung ist gegenüber den bekannten Vorrichtungen viel einfacher ausgestaltet und ermöglicht, wie bereits erwähnt, ein optimales Dosieren und Mischen mehrerer Stoffe ohne wesentliche Materialverluste.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im folgenden an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Ls zeigt
Fig. I eine Zumeß-, Misch- und Abgabevorrichtung für mehrere Komponenten in einer schematischen Seitenansicht,
F i g. 2 in einer vergrößerten und teilweise geschnittenen, verkürzten Seitenansicht eine der Bestandteile
22 44 96"$
der Vorrichtung nach F i g. 1 bildenden Förderschnekkcnbaugruppen,
F i g. 2A die Förderschneckenbaugruppe nach F i g. 2 in einer weiter vergrößerten Stirnansicht,
F i g. 3 einen in einem noch größeren Maßstab gezeichneten Teil eines Längsschnitts der Förderschnekkenbaugruppe nach F i g. 2, die der in einer kleineren Menge zu verwendenden Komponente zugeordnet ist,
F i g. 4 in einem Teilschnitt weitere Einzelheiten der auch in F i g. 1 dargestellten Förderschnecke, die der in einer größeren Menge zu verwendenden Komponente zugeordnet ist,
F i g. 5 in einer Seitenansicht eine einen Bestandteil der Vorrichtung nach F i g. 1 bildende Mischschnecke und
F i g. 6 in einem Teilschnitt weitere Einzelheiten der Mischschneckenbaugruppe der Vorrichtung nach Fig- I.
In den Figuren sind ähnliche oder einander entsprechende Teile jeweils mit gleichen Bezugszahlen bezeichnet; in F i g. 1 ist eine Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt. Zu der Vorrichtung gehört ein Motor 11 zum Antreiben der Vorrichtung, der ein Zahnradgetriebe 12 mit drei Abtriebswellen antreibt. Eine vorzugsweise als biegsame Welle ausgebildete erste Abtriebswelle 13 treibt eine einer ersten Komponente zugeordnete Fördereinrichtung 14 an, die senkrecht in einen Behälter 15 einführbar ist, bei dem es sich um den ursprünglichen Versandbehälter für eine Komponente A handeln kann. Eine mit dem Getriebe 12 gekuppelte zweite biegsame Welle 16 treibt eine zweite Fördereinrichtung 17 an, die senkrecht in einen zweiten Behälter 18 einführbar ist, bei dem es sich ebenfalls um den ursprünglichen Versandbehälter für eine zweite Komponente B handeln kann. Beispielsweise kann der Behälter 15 als die Komponente A einen Silikonkautschukgrundstoff enthalten, während es sich bei der Komponente B in dem Behälter 18 um ein Härtungsmittel für den Silikonkautschukgrundstoff handeln kann.
Die Fördereinrichtung 14 entnimmt dem Behälter 15 die Komponente A in abgemessenen Mengen, um sie über eine z. B. als verstärkter Gummischlauch ausgebildete Leitung 19 einem Einlaß einer Mischeinrichtung
21 zuzuführen. Entsprechend wird die von der Fördereinrichtung 17 abgegebene Komponente B der Mischeinrichtung 21 über eine Leitung bzw. einen Schlauch
22 zugeführt.
Gemäß F i g. 2 enthält die Fördereinrichtung 17 eine Förderschnecke 23, die von dem Getriebe 12 aus über die biegsame Welle 16 angetrieben wird und eng von einem zylindrischen Rohr 24 umschlossen ist, dessen Innendurchmesser im wesentlichen gleich dem äußeren Gangdurchmesser der Schnecke 23 ist, so daß eine enge Passung zwischen der Förderschnecke und dem Rohr aufrechterhalten wird. Diese enge Passung gewährleistet, daß das von der Schnecke erfaßte und durch die Schneckengänge 26 in das Rohr 24 hinein geförderte Material selbst dann, wenn es senkrecht nach oben gefördert wird und eine Flüssigkeit mit einer sehr niedrigen Viskosität ist. nicht längs der Umfangsfläche der Schneckengänge nach unten entweicht. Das Rohr 24 kann aus einem einen relativ niedrigen Reibungsbeiwert aufweisenden Werkstoff, z. B. Nylon, bestehen.
Damit die Schnecke 23 Material in solchen Mengen aufnehmen kann, daß die durch die Schncckcngängc 26 abgegrenzten Räume gefüllt bleiben, ist die zylindrische Wand des Rohrs 24 am Eintrittsende gemäß F i g. 2A mit einem Schlitz 27 versehen, der in axialer Richtung in das Eintrittsende des Rohrs eingeschnitten ist und sich in axialer Richtung mindestens durch den Raum zwischen zwei benachbarten Schneckengängen erstreckt. Wie aus F i g. 3 ersichtlich, haben außerdem die Schneckengänge längs des Eintrittsabschnitts 28 eine größere Tiefe als die übrigen Schneckengänge, so daß eine ausreichende Materialmenge in die Schnecke ein-
tritt, damit ein geringer Materialüberschuß bis zu einer Schulter 29 gefördert wird, die einen Übergang zu Schneckengängen von geringerer Tiefe bildet. Dadurch, daß die Räume zwischen den Schneckengängen 26 über einen erheblichen Teil der Länge des Rohrs 24
'5 mit dem Material gefüllt wird, wird sichergestellt, daß sich die durch die Schnecke geförderte Materialmenge als Funktion des axialen Querschnitts zwischen benachbarten Schneckengängen, der Ganghöhe der Schnecke und der Schneckendrehzahl genau vorherbestimmen
*> läßt. Dadurch, daß der Eintrittsabschnitt 28 der Schnekke 23 z.wischen den Schneckengängen eine größere Raummenge des Materials aufnehmen kann als der Schneckenabschnitt jenseits der Schulter 29, ist ein ständiges vollständiges Füllen der Räume zwischen den
2S auf die Schulter 29 folgenden Schneckengängen gewährleistet.
Fig.4 zeigt einen Teil der Schnecke 31, die einen Bestandteil der Fördereinrichtung 14 für die Komponente A bildet. Die Schnecke 31 ist in einem zylindri-
sehen Rohr auf ähnliche Weise gelagert, wie es vorstehend bezüglich der Schnecke 23 beschrieben ist, jedoch ist die Schnecke 31 so ausgebildet, daß sie es im Vergleich zu der beschriebenen Schnecke 23 ermöglicht, eine größere Materiaimenge zu fördern. Zu diesem
Zweck weist die Schnecke 31 mehrere in Winkclabständen von 120° um ihre Achse verteilte Schneckengänge 32. 33 und 34 auf. so daß alle Schneckengänge unter einem größeren Winkel geneigt sind und daher eine schnellere Förderung des Materials bewirken.
Ein aus F i g. 3 und 4 ersichtlicher Faktor, der für die Leistung bzw. das Betriebsverhalten der Förderschnekken 23 und 31 von Bedeutung ist. besieht darin, daß der Übergang 37 an der Basis der vorderen Stirnfläche jedes Schneckengangs bei beiden Förderschnecken einen erheblich größeren Radius hat als der Basisübergang 38 bzw. 30 an der hinteren Stirnfläche jedes Gangs der beiden Förderschnecken. Der scharf ausgeprägte Übergang 38 bzw. 40 an der hinteren Stirnfläche jedes Schneckenganges führt dazu, daß das Material bestrebt
ist, durch die Räume zwischen benachbarten Schnekkengängen zu fließen und in diesen Räumen zu verbleiben, daß jedoch nach dem Erreichen des Kompressionspunktes an der Schulter 29 der große Radius an der Basis der vorderen Stirnfläche jedes Schnecken-
gangs dazu führt, daß das Material bestrebt ist. radial nach außen zu fließen, so daß das Material gegen das die betreffende Fläche umschließende Rohr. z. B. das Rohr 24. gedrückt wird, um zusätzlich zu gewährleisten. daß die Räume zwischen benachbarten Schneckengän-
gen vollständig gefüll! werden.
Die Komponenten A und R. die über die Leitungen 19 und 22 zugeführt werden, deren Öffnungen in F i g. b durch gestrichelte Kreise angedeutet sind, werden dem Eintrittsendc einer insgesamt mit 2) bezeichneten
^ Mischeinrichtung zugeführt, die eine Förderschnecke 41 enthält. Gemäß Γ i p. b wird die Schnecke 41 von dem Getriebe 12 aus ubcr cmc mit der Schnecke / B. durch Keile 4i gekuppelte Welk· 42 iinrrinrhrn Hn
der bevorzugten Ausführungsform ist die Mischeinrichtung 21 mit dem Getriebe 12 direkt durch ein Gehäuse 44 verbunden, in dem ein Wellenlager 46 und eine Dichtung 47 zum Verhindern des Entweichens von Material zwischen der Mischeinrichtung und dem Getriebe angeordnet sind. An das Gehäuse 44 schließt sich eine Buchse 48 an, die Eimrittsanschlüsse für das Eintrittsende der Mischschnecke 41 aufweist, welche den Leitungen 19 und 22 entsprechen, die in F i g. 5 und 6 durch gestrichelte Kreise angedeutet sind. Zweckmäßig ist außerdem ein O-Ring 49 zwischen den Gehäuse 44 und der Buchse 48 angeordnet, um das Auftreten von Leckverlusten zu verhindern.
Das Abgabeende und der Hauptabschnitt des Mischteils der Schnecke 41 sind von einem zylindrischen Rohr 51 umschlossen, das an seinem inneren Ende einen Flansch 52 aufweist und an seinem äußeren Ende bzw. dem Abgabeendc mit einer Düse 53 oder einer anderen Abgabeeinrichtung versehen ist. Die Düse 53 ist so gestaltet, daß sie zur Einlaßöffnung einer Spritzmaschine paßt. Natürlich könnte man an dem Rohr 51 nach Bedarf auch anders ausgebildete Abgabeeinrichtungen anbringen. Der Innendurchmesser des Rohrs 51 ist im wesentlichen gleich dem Außendurchmesser der Gänge der Mischschnecke 41, damit kein Material an den Gängen vorbei entweichen kann, wenn die Schnekke in dem Rohr gedreht wird. Der Flansch 52 des Rohrs 51 wird mit dem äußeren Ende der Buchse 48 mit Hilfe leicht lösbarer Einrichtungen, z. B. Federn 53, verspannt, die mit Halteteilen 54 verbunden sind, welche an dem Gehäuse 44 oder dem Getriebe 12 mittels Schrauben befestigt sind. Die Spannfedern 53 ermöglichen ein schnelles Abnehmen des Rohrs 51 und das Ausbauen der Mischschnecke 41, so daß die Schnecke leicht gereinigt werden kann.
Gemäß F i g. 5 ist die Mischschnecke 41 in drei Hauptabschnitte unterteilt, und zwar einen Zuführungsabschnitt 56 für die erste Komponente, bei dem die Schneckengänge eine relativ geringe Tiefe haben, einen die zweite Komponente aufnehmenden Mischabschnitt 57. bei dem die Tiefe der Schneckengänge erheblich größer ist als bei dem Abschnitt 56 zum Zuführen der ersten Komponente, sowie einen Kompressions- und Abgabeabschnitt 58. bei dem die Schneckengänge eine geringere Tiefe haben als bei dem Mischabschnitt 57. Nimmt man an, daß die Ganghöhe der Schneckengänge über die ganze Länge der Schnecke 41 konstant ist, dient der in axialer Richtung gemessene Querschnitt zwischen benachbarten Gängen dazu, die Menge des Materials zu begrenzen, das durch die Schnecke von ihrem einen Ende zum anderen Ende gefördert werden kann.
Dadurch, daß der die erste Komponente aufnehmende Abschnitt 56 vorhanden ist. bei dem der Querschnitt zwischen benachbarten Schneckengängen der anteiligen Menge der ersten Komponente entspricht, die in dem fertigen Erzeugnis vorhanden sein soll, und daß ein plötzlicher Übergang zwischen den Abschnitten 56 und 57 vorhanden ist, wird sichergestellt, daß die über die Leitung 19 zugeführte zweite Komponente nicht nach hinten zu der Leitung 22 zum Zuführen der ersten Komponente fließen kann. Wenn dies möglich wäre, wenn es sich bei der ersten Komponente um einen Härter für die zweite Komponente handelte, würde die Gefahr bestehen, daß sich gehärtetes Material in der Leitung zum Zuführen der ersten Komponente bildet und daß dieses Material die Vorrichtung verstopfen
ίο würde.
Bei dem Mischabschnitt 57 sind die Schneckengänge so ausgebildet, daß eine maximale Turbulenz in dem Material hervorgerufen wird, das durch die Mischeinrichtung gefördert wird. Zu diesem Zweck hat der Übergang 61 an der Basis der vorderen Stirnfläche jedes Gangs 59 der Mischschnecke 41 einen erheblich größeren Radius als der Übergang an der Basis der hinteren Stirnfläche jedes Gangs der Mischschnecke. Daher sind die Schneckengänge 59 bestrebt, das Material so in Richtung auf das Austrittsende zu fördern, daß während des Vorschiebens des Materials ein Zurückfließen mehr in einem minimalen Ausmaß stattfindet, da die Krümmung an der nachfolgenden Stirnfläche des nächsten Schneckengangs dem Material das Bestreben verleiht, in seitlicher Richtung zu fließen. Die an den vorderen Stirnflächen vorhandene Krümmung führt natürlich dazu, daß ein Druck auf die Außenwand der Mischeinrichtung 21 ausgeübt wird, wodurch sich der Wirkungsgrad der Mischschnecke erhöht. Die Schulter zwischen dem Mischabschnitt 57 und dem Kompressionsabschnitt 58 bewirkt eine Steigerung der Turbulenz des Materials, und der Kompressionsabschnitt verhindert, daß sich ein Unterdruck aufbaut, wenn die Schnecke zu schnell gedreht wird; ferner bewirkt der Kompressionsabschnitt eine gewisse Erwärmung des Materials, bevor das Material über die Düse 53 abgegeben wird, und hierdurch verkürzt sich die zum Härten des Materials in der Form benötigte Zeit. Beim Gebrauch der Vorrichtung kann man die Zahnradübersetzungsverhällnisse des Getriebes 12 unter Berücksichtigung der jeweiligen Kombination von zu mischenden Komponenten wählen. Die Vorrichtung ist so ausgebildet, daß sich bei den Zuführungsschnecken 31 und 23 die Förderleistung in Abhängigkeit von der Drehzahl im wesentlichen linear ändert. Natürlich ist es auch möglich, an Stelle auswechselbarer Zahnräder mit variabler Drehzahl arbeitende Motoren zu benutzen, um die Zusammensetzung des Gemisches aus den Komponenten zu variieren. Gegebenenfalls kann man auch Zahnradgetriebe zwischen den biegsamen Wellen und den Zuführungsschnecken vorsehen. Da diese Maßnahmen für jeden Fachmann naheliegend sind dürfte sich eine nähere Beschreibung erübrigen. Weiterhin ist es möglich, Zuführungs- und/oder Mischschnecken mit anderer Ganghöhe zu verwenden, urr die Zusammensetzung des Gemisches aus den Kompo nenten zu variieren, ohne daß es erforderlich ist, di< Übersetzungsverhältnisse zu ändern.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Dosieren und Mischen mehrerer Stoffe in einem vorbestimmten Mengenverhältnis, unter Verwendung einer Schnecke, die in ein zylindrisches Rohr eingeschlossen ist, dessen Innendurchmesser im wesentlichen gleich dem Außendurchmesser der Schneckengänge ist, und das in seiner zylindrischen Wand nahe dem Ein-Irittsende der Schnecke eine Eintrittsöffnung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß eine erste Förderschnecke (31), eine zweite Förderschnecke (23) und eine Mischschnecke (41) vorhanden sind, welch letztere einen Aufnahmeabschnitt '5 (56) zum Aufnehmen eines ersten Stoffs und einen Mischabschnitt (57) aufweist, daß die Tiefe der Schneckengänge (59) dieses Aufnahmeabschnitts (56) geringer ist als die Tiefe der Schneckengänge des Mischabschnitts (57), daß das zylindrische Rohr ^o (51) der Mischschnecke nahe ihrem Aufnahmeende durch einen axialen Abstand getrennte Öffnungen aufweist, von denen eine dem Aufnahmeabschnitt (56) und die andere dem Aufnahmeende des Mischabschnitts zugeordnet sind, daß flexible Leitungen 2S (19, 22) vorhanden sind, die die Abgabeenden der Förderschnecken (31, 33) mit den zugehörigen Öffnungen verbinden, und daß ein Antrieb (11. 12) vorgesehen ist, der alle drei Schnecken im Verhältnis zueinander mit vorbestimmten Drehzahlen antreibt. wobei flexible Wellen für die Förderschnecken vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die öffnungen in den zylindrischen Wänden der die erste Förderschnecke (31) und die zweite Förderschnecke (23) umschließende Rohre (24) als Schlitze (27) ausgebildet sind, die in axialer Richtung in die Eintrittsenden der Rohre eingeschnitten sind und sich mindestens durch den axialen Raum zwischen zwei benachbarten Schneckengangen erstrecken.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Gange der ersten Förderschnecke (31) und der zweiten Fördersehnekke (23) zumindest innerhalb der den FJntrittsöffnungen (27) bzw. Schlitzen benachbarten Abschnitte jeder Schnecke erheblich größer ist als die Tiefe der Gange innerhalb des dem Austritisende jeder Schnecke benachbarten Abschnitte.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang (37, 61) an der Basis der vorderen Stirnfläche jedes Gangs (26, 32, 33, 34, 59) jeder Schnecke (31, 23, 41) einen erheblich größeren Radius hat als der Übergang (30. 38)
an der Basis der hinteren Stirnfläche jedes Gangs jeder Schnecke.
5. Vorrichtung mich Anspruch 1 oder 4. dadurch gekennzeichnet, daß die Mischschnecke (41) außer dem einen ihrem Austritisende benachbarten Koni pressionsdbschnitt (58) aufweist und daß die Quer- fto schnittsfläche des Raums zwischen einander axial benachbarten Gängen des Kompressionsabschnitis kleiner isi als die Qiicrschiiitisfläche des Raums /wischen einander avial benachbarten Gängen des Mischabsrhintts (57). fl5
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Dosieren und Mischen mehrerer Stoffe in einem vorbestimmten Mengenverhältnis, unter Verwendung einer Schnecke, die in ein zylindrisches Rohr eingeschlossen ist, dessen Innendurchmesser im wesentlichen gleich dem Außendurchmesse! der Schneckengänge ist. und das in seiner zylindrischen Wand nahe dem Eintrittsende der Schnecke eine Eintrittsöffnung aufweist.
Bekanntlich müssen bei zahlreichen Kunststoff- und Synthesekautschukarten verschiedene Bestandteile getrennt verpackt werden. Dies kann unter anderem auf Grund einer unterschiedlichen Lagerbeständigkeit, auf der Verwendung eines Härtungskatalysators oder auf dem Wunsch des Verbrauchers nach Variationsmöglichkeit der Bestandteile beruhen. In jedem Fall müssen die Einzelbestandteile kurz vor ihrer Verwendung in einem vorbestimmten Mengenverhältnis gemischt werden. Gewöhnlich werden vorbestimmte Raum- oder Gewichtsmengen der Komponenten nach einem Char-.-envsrfahren miteinander vermischt, d. h. die beiden Komponenten werden in einen Behälter geschüttet und in diesem Behälter vor ihrer Verwendung gemischt. Falls eine der Komponenten ein Härtungsmittel für die ändert Komponente ist, dann verfügt ein derartiges Gemisch über eine begrenzte Topfzeit, und bei manchen Stoffen ändern sich die Eigenschaften in Abhängigkeit von der Zeit ziemlich schnell. Beim Herstellen von Formteilen oder Strangpreßerzeugnissen kann den Fließeigenschaften des Gemisches bezüglich Erzielung der gewünschten Ergebnisse eine ziemlich kritische Bedeutung zukommen. Während der Verarbeitung kann man nämlich die Gestalt von Formen. Matrizen Strangpreßwerkzeugen od. dgl. nicht verändern, um Unterschiede bezüglich der Viskosität und anderer Faktoren auszugleichen. Diese Schwierigkeiten macher sich insbesondere bei der Verarbeitung flüssiger Werkstoffe bemerkbar. Um zu den gewünschten Ergebnissen zu gelangen, muß man daher in kurzen Zeitabständen zahlreiche kleine Chargen mischen. Dies führt zu erheblichen Werkstoffverlustcn, wenn die Größe dei Chargen nicht genau der zum Formen oder Strangpressen eines Erzeugnisses benötigten Werkstoffinengc entspricht. Außerdem sind arbeitsintensive Reinigungen erforderlich. Es sind bereits Vorrichtungen vorgeschlagen worden, die eine automatische Eindosieriing miteinander zu mischender Komponenten ermöglichen. Diese Vorrichtungen haben sich in der Praxi> jedoch nicht in jeder Beziehung bewährt.
Aus dem DT-Gbm 17 54 213 ist bereits eine kontinuierlich arbeitende Mischvorrichtung zur Herstellung von Mischungen mit gleichbleibendem aber regelbarem Mischungsverhältnis aus die einzelnen Mischungsbestandteile über Zumeßeinrichtungen dem Mischer zuführenden Fördermitteln bekannt, die darin besteht daß jede Zündeinrichtung mit einem die jeweilige lördermenge anzeigenden Gerät gekuppelt und von einem stufenlos regelbaren Getriebe auf eine vorbestimmbare Förderleistung einstellbar ist. Im wesentlichen läßt sich hieraus jedoch lediglich entnehmen, daß die Verwendung von Schnecken liir Förderzwecke bekannt ist. Das zu fördernde Gut wird hierbei durch eine Schnecke in eine Rührvorrichtung gefördert, der über entsprechende Bandwagen weitere Stoffe zugeführt werden.
DE19722244965 1971-09-15 1972-09-13 Vorrichtung zum Dosieren und Mischen mehrerer Stoffe in einem vorbestimmten Mengenverhältnis Expired DE2244965C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US18059571A 1971-09-15 1971-09-15
US18059571 1971-09-15

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2244965A1 DE2244965A1 (de) 1973-03-29
DE2244965B2 DE2244965B2 (de) 1975-06-05
DE2244965C3 true DE2244965C3 (de) 1976-01-22

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