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Eezeichnung: "Scllneckenpressc' Die vorliegende Erfindung betrifft
dem Verarbeiten (z.B.
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Mischen, Kneten, Weichmachen und Vorwärmen) von Kautschuk und kautschuk-ähnlichen
Kunststoffen und deren Zusammensetzungen dienende Vorrichtungen und Pressen. Die
Erfindung bezieht sich insbesondere auf Verbesserungen in der Förderschnecke solcher
Vorrichtungen wie z.B. in der Förderschnecke eines mit kalter Materialzufunr arbeitenden
Extruders.
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Auf dem betreffenden Fachgebiet ist es durchaus bekannt, die Schneckenform
eines Extruders an die Art der zu verarbeitenden Masse anzupassen. Im allgemeinen
umfassen solche Schnecken einen zu einem Knetabschnitt führenden Zufuhrabschnitt
und enden in einem vor dem Mundstück des Extruders gelegenem Ausgangsabschnitt.
Es ist bekannt, in dem Knetabschnitt, mit dem sich die vorliegende Erfindung in
erster Linie beschäftigt, ein Gewinde bzw. einen Gewindegang mit konstanter Steigung
anzuwenden, wobei jedoch der Kerndurchmesser stetig abnimmt, um die Höhe der zwischen
den mit axialem Abstand gelegenen Teile des Gewindeganges und dem umfassenden Zylinder
der Schnecke stetig herabzusetzen oder radial mit Bezug auf die Schnecke als das
Gewinde herum und axial nach vorne die Schnecke ent lang fortschreitet. sinne solche
Ausbildung gewährleistet
ein stetig zunehmendes Pressen des plastischen
Kunststoffes der Masse, sobald diese sich dem Ausgangsabschnitt nähert, wobei die
Preeswirkung in einer Richtung, drh. radial mit Bezug auf die Schnecke stattfindet.
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Nach einem weiteren bekannten Vorschlag wird eine Extruder-Schnecke
mit einem verschiedene, jedoch konstante Steigungen aufweisenden Doppelgewinde ausgestattet,
wodurch die Breite des zwischen den beiden Gewindegängen gebildeten Kanals geändert
wird und die sich axial der Schnecke entlang bewegende lasse längs des kanals gequetscht
wird. Bei einigen Ausführungen ist der Vorschlag gemacht worden, an Stellen zwischen
den doppelten Gewindegängen den Kerndurchmesser zu vergrössern und auch herabzusetzen,
wodurch eine abwechselnde Ausdehnung und Zusammenquetschung bzw. Zusammensohrumpfung
der sich wegen der Schneckendrehung längsdes Kanals bewegenden tasse stattfindet.
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Eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verbesserung
in dem Aufbau der Knetabschnitte üblicher Förderschnecken vorzusehen, wodurch der
Kanal, längs dem die Masse gefördert wird, eine solche Form aufweist, dass ein Zusammenquetschen
und Ausdehnen der Masse abwechselnd in drei rechtwinklig zueinander gelegenen Richtungen,
d.h.
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der längsrichtung, der Seitenrichtung und der Höhenrichtung mit Bezug
auf den Kanal stattfindet, wodurch die Bestandteile der Masse wirksamer vermischt,
weichgemacht, geknetet und erwärmt werden. Die in der Längsrichtung stattfindende
Zusammenquetschung d Ausdehnung ist dadurch gewährleistet, dass die Kanalwände die
Form eines, eine stetig verändernde Steigung aufweisenden Gewindes haben, so dass
die Wände sich stetig einander nähern und Qann wieder auseinandergehen.
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Um die in der Seitenrichtung stattfindende Zusammenquetschung und
Ausdehnung zu bewirken, wird an gegenüberliegenden Seiten des Kanals ein Rillenpaar
neben den Gewindewänden vorgesehen, wobei das Rillenpaar sicn in der Tiefe derart
verändert, dass die eine Rille an Tiefe zunimmt, während die andere an Tiefe abnimmt.
Dabei wird die Masse aus der weniger tiefen Rille in die tiefere Rille quer über
den Kanal gepresst. Die in der radialen Richtung stattfindende Zusammenquetschung
und Ausdehnung der Masse wird durch die
sich in der Tiefe verändernden
Wände zustandegebracht. Die Änderung der Tiefe macht die Höhe des Kanals entsprechend
unterschiedlich. Falls erwünscht, ist es zusätzlich möglich, dass der Kerndurchmesser
der Förderschnecke sich vorzugsweise in umgekehrtem Sinne mit Bezug auf die Breite
des Gewindeganges oder auf den Kanal zwischen den Gewindegängen verändert.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Förderschneckenaggregat
vorzusehen, das die obengenannten Merkmale aufweist und derart konstruiert ist,
dass es kontinuierlich die Funktionen eines intensiv wirkenden geschlossenen Mischers
bzw. einer Presse, eines Mischaggregates und eines Aufheizungsaggregates sowie eines
üblichen, mit kaltem Material gespeisten Extruders erfüllt.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindungs ist es, eine verbesserte Vorrichtung
vorzusehen, die die obengenannten Merkmale aufweist und worin der Knetabschnitt
der Förderschnecke mit einen einzigen Gewindegang ausgestattet Ist, wobei die Steigung
des Gewindeganges sich derart verändert, dass an einer beliebigen längs des Gewindes
gewählten Stelle der zwischen Gangabschnitten axial gemessene Abstand nicht konstant
ist.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Schnecke
vorzusehen, die die obigen Merkmale aufweist und worin der Knetabechnitt durch eie
Doppelgewindegang gebildet ist und mindestens eine der Gewindegänge eine sich konstant,
regelmässig, nicht-konstant oder unregelmässig verändernde Steigung aufweist.
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Gemäss einer weiteren Aufgabe der Erfindung wird eine verbesserte
Schnecke vorgesehen, die die obengenannten Merkmale aufweist und bei welcher der
Knetabschnitt mit mindestens zwei In der Steigung sich verändernden Gewindegängen
ausgestattet ist.
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Die neuen, die Erfindung kennzeichnenden Merkmale der Anmeldung werden
spezifisch in den untenstehenden Ansprüchen dargelegt. Was jedoch den allgemeinen
Aufbau und die Arbeitsverhältnisse
der Erfindung betrifft sowie
deren weitere Aufgaben und Vorteile, so stellt die folgende Beschreibung bestimmter
Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen die beste Erläuterung
dar. In den Zeichnungen werden gleiche Teile durch gleiche Bezugszeichen bezeichnet.
Es zeigen:-Figur 1 einen senkrechten axialen Längsschnitt durch den verbesserten-
Schraybenteil eines Extruders gemäss der Erfindung; Figur 2 einen teilweise abgebrochenen,
vergrösserten, dem Schnitt gemäss Figur 1 ähnlichen Schnitt; worin je-.
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doch lediglich ein Teil des Knetabsohnittes dargestellt wird; Figur
3 eine abgewickelte Darstellung eines Teiles der Gewindegänge in der Knetabschnittschraube
gemäss Figur 1; Figur 4 einen an den jeweils um 900 Winkel versetzten Stellen 1
- 10 auf den Schmittlinien 1 - 10 gemäss Figur 1 und 2 gelegenen Querschnitt, wobei
die einzelnen Teile des Querschnittes dermassen verdreht werden, dass der Gewindegang
mit Grundsteigung links und horizontal in jeder der 10 Ansichten erscheint; Figur
5 -eine teilweise Seitenansicht des Knetabsohnittes einer veränderten Förderschnecke,
die lediglich mit einem, eine stetig sich verändernde Steigung aufweisenden eingängigen
Gewinde ausgestattet ist; Figur 6 eine, der Ansicht gemäss Figur 5 ähnliche Seitenansiciit,
die eine weitere Variante zeigt, die im Knetabschnitt der Schnecke mit zwei Gewindegängen
mit veränderbarer Steigung ausgerüstet ist; Figur 7 eine, der Ansicht gemäss Figur
3 ähnlich abgewickelte Ansicht eines Teiles der Gewindegänge im Knetabechnitt der
Pörderschrcke gemäss Figur 6.
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In Figur 1 bis 4 der Zeichnungen wird eine bevorzugte Ausführungsform
der verbesserten, mit-Bezugszeichen 10 bezifferten Förderschnecke abgebildet. Die
Schraube bzw.
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Schnecke kann in einem üblichen Extruder bzw. einer Presse -mit Heiss-
oder Kaltzufuhr im Innern eines , vorzugsweise einen gleichmässigen Durchmesser
aufweisenden Zylinder 12 untergebracht werden. Um die Bestandteile der zu vermischenden
Masse in das Innere des Zylinders 12 am Anfang 11 des in Figur 1 bezifferten Zufuhrabschnittes
16 einzuspeisen, ist ein behälter 14 vorgesehen. In diesem Abschnitt ist die Förderschnecke
mit einem, eine stetige, gegebenenfalls auch unregelmässige oder sich verändernde
Steigung aufweisenden Gewindegang 18 ausgerüstet Dieses Gewinde wird durch den Knetabschnitt
20 sowie durch den Ausgangsabschnitt 23 bis zu einem nicht abgebildeten Auslass
des Extruders fortgesetzt.
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Vorzugsweise weist die Förderschnecke 10 einen Aussendurchmesser auf9
der um einen sehr kleinen Betrag die lichte Weite des Zylinders 12 unterschreitet9
so dass bei einer durch nicht abgebildete Antriebsmittel verursachten Drehung die
durch den Behälter 14 zugefuhrten nassen Bestandteile sich längs der Schraube im
Kanal C durch die nachf olgenden Zufuhr-, Knet und Ausgangsabsohnitte in bekannter
Weise bewegen.
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Im Knetabschnitt wird ein zweiter Gewindegang 24 auf der Förderschnecke
gebildet9 die vorzugsweise eine sich stetig verändernde Steigung aufweist Auf diese
Weise werden zwischen dem Zylinder 16, der Welle der Förderschnecke 10 und der axial
versetzten Teile der Gewindegänge 18p 2AD zwei spiralförmige Kammern C I 9 Cl (siehe
Figur 2) gebildet, die vom Zufuhrabschnitt bis zum Ausgangsabschnitt, durch weiche
die nassen Bestandteile sich während des Ijlschens und Weichmachens wegen des Druckes
der sich drehenden Gewindegänge bewegen müssen, um die Schnecke nerum verlauSenO
In
Figur 3 scheint der Gewindegang 18 einen geraden Verlauf aufzuweisen wie in der
abgewickelten Ansicht, wobei die Schnecke um die Abwicklungsfläche herumgerollt
wird. Die raummässige Änderung der Steigung des Gewindeganges 24, die durchlaufend
oder unterbrochen, regelmässig oder unregelmässig sein kann sowie die Form der Kurve,
die zu der Grösse und Frequenz der Steigung proportional ist, wird durch eine Sinuskurve,
die im Hinblick auf die Natur der verarbeiteten plastischen Massen und des daraus
herzustellenden Materials vorgewählt wird, dargestellt. Die den Gewindegang 24 links
auf Figur 5 darstellende Kurve ist gewählt worden, um die Vergrösserung und Heräbsetzung
der Steigung darzulegen, wobei die Vergrösserung den zwischen den Gewindegängen
18, 24 ges legenen Kanal C' erweitert, während eine herabsetzung den Kanal C' enger
macht. Der entsprechende Kanal G' wird dementsprechend schmaler oder breiter. Vorzugsweise
kommt mindestens eine Vergrosserang und mindestens eine Herabsetzung der Steigung
des Gewindeganges 24 in der Länge des Knetabschnittes zur Anwendung. Figur 3 bildet
zwei vollständige, weniger als die halbe Länge deD Schnecke im Knetabschnitt darstellende
Windungen der Schnecke ab0 Zu beiden Seiten des eine Grund steigung aufweisenden
Gewindeganges 18 bildet sich ein Rillenpaar 26, 28 (vergleiche Figuren 2 und 4),
die im Verlauf ihrer Erstreckung mit dem Gewindegang um die Schnecke herum ihre
Tiefe verändern. EDenso wird zu jeder Seite des von der Grundsteigung abweichenden
Gewindeganges 24 ein ähnliches Rillenpaar 30, 32 gebildet, dessen Rillen sich auch
in der Tiefe verändern Wie in Figur 3 durch die welligen, die Bodenfläche des Kanals
mit Abständen von jeweils ca 200 darstellenden Striche 36 dargestellt, erscheint
die eine Rille eines jeden Paares in den dem Transport der Masse dienenden Kanälen
C', C'', wobei die Rillen zu entgegengesetzten Enden eines jeden Striches erscheinen0
lie aus einer Betrachtung der Figur 3 hervorgeht,
werden die Rillen
so gebildet, dass im Verlauf der Rillen um die Schraube die eine Rille des im Kanal
C' gelegenen Rillenpaares stetig tiefer wird, während die Tiefe der anderen Rille
abnimmt und, sobald eine maximale Tiefe der einen Rille erreicht wird, die Tiefe
der Rille kleiner wird, während gleichzeitig die Tiefe der anderen Rille anfängt,
sich zu vergrössern. Auf diese Weise ändert sich die Höhe des Kanals C' auf gegenüberliegenden
Seiten stetig derart, dass die auf einer Seite gelegene Rille, die weniger tief
ist, die Tasse seitlich mit Bezug auf den Kanal gegen die andere, tiefere, auf der
anderen Seite gelegene Rille schieben muss. Gleichzeitig ueben die Tiefenänderungen
der Rillen eine Presse und vertikale Dehnungswirkung auf. die zwischen dem die Rillen
und die Decke des durch den Zylinder 12 gebildeten Kanals mit umfassenden Kanalboden
fliessende Masse aus.
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Der weiteren Erläuterung der Schneckenkonstruktion, soweit sie beschrieben
wurden ist, dienen die Ansnchten der Schnecke gemäss Figur 4. In Schnitt fr. 2 In
Figur 4 werden die Mittelpunkte der Gewinde 18, 24 um ca 2100 gegen-den Uhrzeigersinn
versetzt dargestellt. Der Gewindegang 18 mit der Grundsteigung ist verdreht, so
dass er horizontal auf der linken Seite des Schnittes erscheint. Diese Ansicht entspricht
der Schnittlinie 2 in Figur 1, wo sie das Gewinde oben in Figur 1 derart schneidet,
dass die Drehung in diesem Schnitt 900 beträgt. Der Schnitt Nr. 1 zeigt die in ähnlicher
Weise gedrehte Förderschnecke, bei der der Gewindegang mit der Grundsteigung in
dieselbe relative Tage zu liegen kommt und der Schnitt dem vor dem zweiten Schnitt
um 900 der Drehung der Schnecke liegenden Strich 1 entlang geführt wird.
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Gemass dem Schnitt sr. 1 Ist der Gewindegang 24 ledIglich um 1500
vom Gewindegang 18 gegen den Uhrzeigersinn versetzt. In ähnlicher Weise wird Schnitt
r. 3 dem Strich 3 gemäss Figur 1 entlang geführt, wobei die gegen den Uhrzeigersinn
stattfindende
Winkelversetzung zwischen den Gewindegängen 18 und
24 bis auf ca 2250 erhöht wird. Gemäss Schnitt Nr. 4 werden die zwei Gewindegänge
um ca 2000 gegen den Uhrzeigersinn versetzt. Gemäss Schnitt Nr. 5 werden die zwei
Gewindegänge um ca 2600 gegen den Uhrzeigersinn versetzt, während die Versetzung
der beiden Gewindegänge gemäss Schnitt Nr. 6 ca 1500 gegen den Uhrzeigersinn beträgt.
Die Änderung in der Winkelversetzung zwischen den Gewindegängen gemäss dem Schnitt
2 bzw. 6 stellt eine volle Umdrehung der Fördert schnecke, d.h. 3600 dar, wobei
auf Grund der Steigungsänderung im Gewindegang 24 die zwei Gewindegänge anfangs
auseinandergehen und dann im Verlauf der Umdrehung sich einander nähern. Dieses
Auseinandergehen und Sichnähern setzt sich in den Abschnitten 7 bis 10 fort, welche
eine zweite vollständige Umdrehung der Förderschnecke darstellen, und weitere Umdrehungen
bedingen eine Wiederholung der Schnitte 1 bis 10 in einer gewissen Folge. Die je
auf einer Seite des Gewindeganges 18 gelegenen Rillen des Rillenpaares 26, 28 werden
in dem tiefsten Niveau in Schnitt Nr. 1 dargestellt, während im Verlauf der nachfolgenden
Schnitte 2 bis 6 die Tiefe abnimmt. Beginnend mit Schnitt isr. 7 gewinnen diese
Rillen stetig an Tiefe im Verlauf der Schnitte 8 bis 10, wobei die grösste Tiefe
in Schnitt Wr. 1 erreicht wird. Gleichzeitig werden die das Rillenpaar 30, 33 bildenden,
je auf einer Seite des Gewindeganges 24 gelegenen Rillen mit der niedrigsten Tiefe
in Schnitt iTr. 1 dargestellt, während in Schnitt r. 2 die Tiefe zunimmt und im
Verlauf der Schnitte 3 bis 6 kontinuierlich noch grösser wird. Beim Anfang des Tieferwerdens
des einen Rillenpaares wird das Rillenpaar 30, 32 weniger tief, vergleiche Schnitt
Nr. 7, und im Verlauf der Schnitte 8, 9 und 10 wird es allmählich noch weniger tief,
wobei die minimale Tiefe in Schnitt iqr. 1 erreicht wird.
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Daraus geht hervor, dass die zwischen den Gewindegängen 18,
24
gelegenen Böden der Kanäle 0', C" einen welligen Verlauf aufweisen und durch die
Krümmung der Böden der vier Rillen und durch die Krüminung der verbindenden Wellenflächen
der Schnecke festgelegt werden. Demzufolge ändert sich die Höhe eines jeden der
zwei Kanäle zwischen den beiden Seiten derart, dass eine Drehung der Schraube die
Massenbestandteile aus einer eine geringere Tiefe aufweisenden Rille heraus in die
tiefere Partie der anderen Rille des Rillenpaares zwingt. In dieser Weise wie die
Gewindegänge 18, 24 auf den Seiten der Kanäle 0', C" sich einander nähern und sich
die Rillen 26 bis 32 auf den Seiten der Kanäle tiefenmässig ändern, wird Druck auf
die längs der Kanäle fliessende Masse ausgeübt, wobei diese Druckwirkungndie Masse
zusammeflzupressen, zu verdichten, auszudehnen oder zu ent lasten trachten in jeder
der drei Richtungen, die gegenseitig rechtwinklig versetzt sind.
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Eine dieser Winkelrichtungen wird mit der Längsachse des Kanals ausgefluchtet,
die zweite Richtung ist mit der Breitenrichtung des Kanals ausgefluchtet und die
dritte Richtung ist radial mit Bezug auf die Schnecke, oder senkrecht mit Bezug
auf den Kanal, angeordnet. Die Tiefenänderung in den Kanälen kann als eine Änderung
in den Kerndurchmessern der zwei Gewindegänge betrachtet werden, und es ist möglich,
eine beliebig ethode zu benutzen, um die Gewindegänge und die Rillen zu bilden,
z.B. durch Formen, Giessen oder Bearbeiten mittels eines Werkzeuges, wobei der Kerndurchmesser
dsz Gewindegänge verändert wird, um die Schnecke gemäss der Erfindung herzustellen.
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Wird bei Inbetriebnahme die Schnecke in Drehung versetzt, so fliessen
die Bestandteile der Masse als eine Mischung in den Knetabschnitt hinein. Die kontinuierlich
erfolgende Änderung des Profils und der Oberfläche der Kanäle zwischen
den
Gewindegängen, die weiterhin durch den Kerndurchmesser der Schneckenwelle und die
lichte Weite des Zylinders bestimmt wird, presst die Mischung den Kanälen C', C"
entlang, wodurch die Masse kontinuierlich verformt wird und ihre Bewegungsrichtung-stetig
verändert wird wegen der'abwechselnden Zusarninenpressung und Ausdehnung in jeder
der drei gegeneinander senkrechten Richtungen, die die Kanäle, wie oben erklärt,
bestimmen. Auf diese Weise wird die Masse hochwirksam geknetet, wodurch das am Ausgang
des Ausgangsabschnittes abgegebene Produkt sehr gleichmässig ist. Zusätzlich zu
dieser abwechselnden Zusammenpressung urd Ausdehnung der Masse kommen Veränderungen
in der Pliessgeachwindigkeit in Teilen der sich bevjegenden l7asse, die auf. die
Volumenveränderungen verschiedener Teile des Kanals zurückzufuhren sind, z.B. zwischen
den weit auseinandergesetzten Partien und den eng nebeneinanderliegenden Partien
der Gewindegänge und zwischen den tiefen Rillen und den Rillen geringerer Tiefe.
Demgemäss wird eine Portion der Masse durch ein abnehmendes Volumen aufweisende
Kanalpartibeschleunigt, während diejenigen Massenportionen, die zunehmende Volumina
aufweisen, gebremst werden. Dabei wird eine Scherwirkung auf die Schichten bzw.
Portionen der Masse mit Bezug aufeinander ausgeübt, die die Knetwirkung der Vorrichtung
weitgehend erhöht. Es wird daher entnommen werden, dass beim Verarbeiten von Gummi
und Kunststoffen, die einer Dauerbeanspruchung unterliegen, das nötige vollständige
Vermischen und Kneten wirksamer gewährleistet wird als bei üblichen Förderschnecken.
Der aus der Vorrichtung gelieferte Kunststoff ist homogener, was massgebend. ist,
wenn in Betracht gezogen wird, dass die Zufuhreinrichtungen solcher Vorrichtungen
so ausgelegt werden müssen, dass sie Zusätze in Form von Körnern (Pellets), Pulvern,
Flüssigkeiten, Streifen oder festen Massen, die durch Druckwirkung, Schwerkraftwirkung,
Selbstzufuhr oder Dosierungsvorrichtungen in den Behälter eingeführt werden, unterbringen
können.
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In Figur 5 ist der Knetabschnitt einer etwas abgeänderten Förderschnecke,
bei welcher lediglich ein Gewindegang 24' zur Anwendung kommt, dargestellt, Dieser
Gewindegang besitzt jedoch eine sich stetig verändernde Steigung bzw. einen sich
stetig verändernden Steigungswinkel derart, dass der zwischen längsversetzten Partien
des Gewindeganges gelegene Kanal C2 der die Masse fördert, abwechselnd in der Breite
abnimmt und z'unimmt, in derselben Weise, wie im Fall von Kanal Ct des Ausführungsbeispieles
gemäss Figur 1 erläutert wurde. Zu beide Seiten des Gewindeganges 24' werden Rillen
30', 32' gebildet, die zu gegenüberliegenden Seiten des Kanals 2 erscheinen und
derart ausgebildet sind, dass, während die eine in der Tiefe abnimmt, die andere
in der Tiefe zunimmt, genau wie vorstehend mit Bezug auf die Rillen 26, 32 bzw.
28, 30 gemäss Figur 2 erläutert wurde.
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Die sich ergebende Wirkungsweise der Förderschnecke gemäss Figur 5
ähnelt der der vorstehend beschriebenen, das Ausführungsbeispiel gemäss Figur 1
darstellenden Schnecke, obwohl ein Gewindegang mit der Grundsteigung nicht vorhanden
ist, wobei der Hauptunterschied darin liegt, dass ein einziger Kanal mit sich verändernder
Breite in dem Knetabschnitt vorhanden ist anstatt avei'solche Genvindegange vorzusehen.
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Figur 6 stellt eine weitere Ausführungsforin des Knetabschnittes der
Förderschnecke- dar, die wiederum zwei Gewindegänge 242, 243 aufweist, wobei jedoch
die beiden Gewindegänge mit einer sich stetig verändernden Steigung ausgerostet
sind. Ein Rillenpaar 262, 282 befindet sich zu jeder Seite des Gewindeganges 242
und ein ähnliches Rillenpaar 302;- 32? ist zu jeder Seite des GewLldegar.ges 243
gebildet.
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Diese zwei Rillenpaare werden genau wie bei den oben beschriebenen
entsprechenden Rillen 26, 28, 30 und 32 gemäss Figur;?ausgelegt und angeordnet.
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Figur 7 stellt eine abgewickelte Ansicht der zwei Gewindegänge 242,
243 des Ausführungsbeispieles gemäss Figur 6 dar-, wobei gezeigt wird, dass die
beiden Gewindegänge eine veränderliche Steigerung aufweisen. Demgemäss wird das
Abnehmen und Zunehmen in der Breite bei den zwei Kanälen o3, C4 zwischen den beiden
Gewindegä.ngen erhöht. Aus der sich daraus ergebenden Wirkungsweise der Förderschnecke,
deren beide Gewindegänge sich in der Steigung verändern, ergibt sich eine erhöhte
isch-, net- und Weichmachwirkung, wobei die erhöhte Reibung die Masse ernitzt.
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Obwohl bestimmte Ausführungsbeispiele der Erfindung abgebildet und
beschrieben worden sind, geht klar hervor, dass viele Abwechslungen in dem Wesen
der Erfindung mölich sind.
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Mit Ausnahme der Erfordernisse des Bekannten und des Prinzips dernachfolgenden
Ansprüche ist die Erfindung nicht einzuschränken.