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DE2244282A1 - Verfahren zur herstellung eines lumineszierenden erdalkalihalophosphats - Google Patents

Verfahren zur herstellung eines lumineszierenden erdalkalihalophosphats

Info

Publication number
DE2244282A1
DE2244282A1 DE19722244282 DE2244282A DE2244282A1 DE 2244282 A1 DE2244282 A1 DE 2244282A1 DE 19722244282 DE19722244282 DE 19722244282 DE 2244282 A DE2244282 A DE 2244282A DE 2244282 A1 DE2244282 A1 DE 2244282A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
heating
antimony
luminescent
temperature
alkaline earth
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19722244282
Other languages
English (en)
Inventor
Age Hylke Hoekstra
Dragutin Radielovic
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Publication of DE2244282A1 publication Critical patent/DE2244282A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials
    • C09K11/08Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials containing inorganic luminescent materials
    • C09K11/74Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials containing inorganic luminescent materials containing arsenic, antimony or bismuth
    • C09K11/75Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials containing inorganic luminescent materials containing arsenic, antimony or bismuth containing antimony
    • C09K11/76Luminescent, e.g. electroluminescent, chemiluminescent materials containing inorganic luminescent materials containing arsenic, antimony or bismuth containing antimony also containing phosphorus and halogen, e.g. halophosphates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description

PHN.5760. BOSS/EVH.
Dipl-.-lng. HORST AUER
F-^r-n1 :.-voit
Anme!dsr:N.V.r,Ui?3iGLÜu,UMP£NFA3RIEKEN ._.■ .
Akte: PfTF- 5760 - . ": ■' · v l7.kkl.OL·
Anraeldune vomi 8. Sept. 1972
Verfahren zur Herstellung eines lumineszierenden Erdalkalihalophosphats.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines lumineszierenden, mit dreiwertigem Antimon und gegebenenfalls auch mit zweiwertigem Mangan aktivierten Erdalkalihalophosphats mit Apatitkristallstruktur, und ein nach diesem Verfahren hergestelltes lumineszierendes Halophosphat.
Solche Halophosphate werden häufig zum Umwandeln kurzwelliger Ultraviolettstrahlung in sichtbares Licht, etwa in Gasentladungslampen, insbesondere in Niederdruckquecksilberdampf entladungslampen, angewendet.
Das Grundgitter der genannten Halophosphate kann durch die allgemeine Formel M^Q(POji, )^X2 dargestellt werden, worin M zumindest eines der Erdalkalimetalle und X zumindest eines
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- 2 ■· PHN.5760.
der Halogene Chlor und Fluor darstellt.
Verbindungen, die nur dreiwertiges Antimon als Aktivator enthalten, senden bei Anregung durch kurzwellige Ultraviolettstrahlung blaues Licht aus. Da es zur Verwendung in Gasentladungslampen fUr allgemeine Beleuchtungszwecke erwünscht ist, dass der Leuchtstoff nahezu welsses Licht aussendet, wird neben dem dreiwertigen Antimon häufig zweiwertiges Mangan als Aktivator angewendet.
Um die Qualität des lumineszierenden Halophosphats zu verbessern, wird häufig noch eine kleine Kadmiummenge in das Apatitgitter eingebaut.
Die Herstellung der genannten Halophosphate ist wegen der grossen Anzahl von Komponenten, die miteinander reagieren müssen, um das Apatitgitter mit der richtigen darin aufgenommenen Aktivatormenge zu bilden, ein überaus komplizierter Vorgang. In der Literatur ist eine Vielzahl von Herstellungsverfahren beschrieben. Eines der wichtigsten Ziele bei allen diesen Herstellungsverfahren ist es, einen Leuchtstoff mit einem möglichst hohen Quantenwirkungsgrad zu erhalten.
Bei den bekannten Herstellungsverfahren wird das Antimon meistens als Antimontrioxid in das Reaktionsgemisch gebracht. Dieses Reaktionsgemisch kann ferner zum Einführen der Erdalkalimetalle, der Phosphatgruppen, der Halogene und gegebenenfalls des Manganaktivators sehr verschiedenartige Verbindungen enthalten, Ueblich ist es, die Erdalkalimetalle und die Phosphatgruppen teilweise gemeinsam als Erdalkalihydrophosphat (z.B. als CaHPO^) einzuführen. Ferner wird dem Reaktionsgemisch noch Erdalkalikarbonat beigegeben, um
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- 3 - PHN.5760*
die Erdalkalimetallmenge auf den richtigen ¥ert zu bringen. Die Halogene werden häufig als Halogenide eines oder mehrerer der Erdalkalimetalle oder des Ammoniums in das Gemisch eingebracht. Das Mangan wird häufig als Karbonat, Oxalat oder als Manganammoniumphosphat hinzugegeben. Ferner kann eine kleine Kadmiummenge als Kadmiumoxid oder Kadmiumammoniumphosphat beigefügt werden.
Ein anderes wichtiges Ziel bei der Herstellung lumineszierender Erdalkalihalophosphate ist es, Stoffe mit einem hohen Antimongehalt herzustellen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass Halophosphate mit einem hohen Äntimongehalt bei der Anwendung in Entladungslampen einen Rückgang des Lichtstroms während der Lebensdauer der Lampe aufweisen, der kleiner als der von Halophosphaten mit geringeren Antimongehalten ist. Ein hoher Antimongehalt hat ferner Zur Folge, dass die Absorption der anregenden Ultraviolettstrahlung grosser ist, wodurch es möglich ist, Halophosphate mit einer kleineren mittleren Korngrösse anzuwenden. Man kann dann in den Entladungslampen ein geringeres Bedeckungsgewicht des lumineszierenden HaIophosphats anwenden, was einen grossen wirtschaftlichen Vorteil bedeutet*
Bisher hat sich gezeigt, dass sieh die genannten Ziele, nämlich ein höher Quantenwirktingsgrad und ein hoher Antimongehalt, in der Praxis nur schwierig gleichzeitig verwirklichen lassen. Ein hoher Antimongehalt (etwa 1,30 bis 1,50 Gewichtsprozent) kann zwar erzielt werden, wenn man bei der Herstellung besondere Massnahmen trifft und ein Reaktionsgemisch anwendet, das eine grosse Menge einer Antimonverbindung, etwa Sb?0„, ent-
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■rk -
hält. Dies ist jedoch mit einer beträchtlichen Senkung des Quantenwirkungsgrads verbunden. Es hat sich gezeigt, dass die auf bekannte Weise hergestellten luraineszierenden Galciumhalophosphate die höchsten Quantenwirkungsgrade haben, wenn sie zwischen etwa 0,60 und 0,80 Gewichtsprozent Antimon enthalten. Für die auf bekannte Weise hergestellten luraineszierenden Strontiumhalophosphate liegt der optimale Gewichtsprozentsatz noch niedriger.
Die Erfindung bezweckt, ein Verfahren zu schaffen, das die Herstellung lumineszierender Erdalkalihalophosphate mit hohem Quantenwirkungsgrad und hohem Antimongehalt ermöglicht.
Das erfindungsgemSsse Verfahren zum Herstellen eines lumineszierenden, mit dreiwertigem Antimon und gegebenenfalls auch mit zweiwertigem Mangan aktivierten Erdalkalihalophosphats mit Apatitkristallstruktur, wobei ein Reaktionsgemisch angewendet wird, aus dem bei erhöhter Temperatur ein lurain.es,-zierendes Erdalkalihalophosphat mit Apatitkristallstruktur entstehen kann und das eine Verbindung von dreiwertigem Antimon enthalt, ist dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch in einer «addierenden Atmosphäre bei einer Temperatur zwischen 700 und 10000C während einer Zeit erhitzt wird, die ausreicht, um zumindest 70$ des dreiwertigen Antimons in fünfwertiges Antimon umzusetzen (erste Erhitzung), und dass das so erzielte Produkt danach bei einer Temperatur zwischen 1050 und 125O0C wfihrend einer Zeit erhitzt wird, die ausreicht um das fünfwertige Antimon grösstenteils wieder in dreiwertiges Antimon umzusetzen (zweite Erhitzung),
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Beim erfindungsgemässen Verfahren wird das Reaktionsgemisch einer ersten Erhitzung bei 700 bis 10000C in einer oxidierenden Atmosphäre unterzogen. Die Zeit, während der die erste Erhitzung durchgeführt werden muss, kann in weiten Grenzen gewählt werden und hängt von vielen Faktoren ab, wie die Menge des Reaktionsgemisches, Art und Korneigenschaften der Ausgang'sverbindungen und Form des Tiegels, in dem das Reaktionsgemisch erhitzt wird. Die Erhitzungszeit muss jedoch bei der ersten Erhitzung so gewählt werden, dass zumindest 70fo des dreiwertigen Antimons zu fünfwertigem Antimon oxidiert wird. Das dreiwertige Antimon wird dem Reaktionsgemisch vorzugsweise als Antimontrioxid (Sb20„) beigegeben. Bei der ersten Erhitzung wird dies grösstenteils in ein Antimonat eines Erdalkalimetalls oder von Mangan umgewandelt, (im Antimonat ist das Antimon ftinfwertig). Als oxidierende Atmosphäre wählt man vorzugsweise Luft, Nach der ersten Erhitzung ist eine zweite Erhitzung bei einer Temperatur zwischen 1050 und 12500C notwendig. Auch die Dauer der zweiten Erhitzung kann in weiten Grenzen gewählt werden. Eine Bedingung ist jedoch, dass das gebildete fUnfwertige Antimon grSsstenteils ( etwa zumindest zu 70$) wieder zu dreiwertigem Antimon reduziert wird. Dies ist notwendig, um einen hohen Gehalt an dreiwertigem Antimon im Endprodukt zu erzielen, und ferner, weil die Anwesenheit nicht umgesetzten fünfwertigen Antimons (meistens in Form eines Antimonate) im Endprodukt einen nachteiligen Einfluss auf den Quantenwirkungsgrad des lumineszierenden Halophosphats ausübt.
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- 6 - PIIN.5760.
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Mit dem erfindungsgemässen Verfahren wird ein lumineszierendes Erdalkalihalophosphat mit einem hohen Quantenwirkungsgrad und einem hohen Antimongehalt erzielt. Dies ist wahrscheinlich eine Folge der Bildung eines sehr reaktiven Antimonate während der ersten Erhitzung. Bei der zweiten Erhitzung werden diese Antimonate unter Bildung von Sb3O- umgesetzt, das zu einem Zeitpunkt frei wird, bei dem der Einbau von dreiwertigem Antimon in das Halophosphatgitter oder in das sich bildende Hälophosphatgitter ausgezeichnet möglich ist.
Bei Anwendung eines mit dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten lumineszierenden Halophosphats in einer Niederdruckquecksilberdampfentladungslampe erzielt man im Vergleich zu den auf bekannte Art und Weise hergestellten Halophosphaten einen geringeren Rückgang des Lichtstroms der Lampe während ihrer Lebensdauer, was selbstverständlich sehr erwünscht ist.
Infolge des hohen Quantenwirkungsgrads und der hohen Absorption von Ultraviolettstrahlung können die erfindungsgemässen lumineszierenden Halophosphate beim Anbringen im Leuchtschirm einer Niederdruckquecksilberdampfentladungslampe in Mengen angewendet werden, die kleiner sind als diejenigen im Falle des bekannten Halophosphate, wobei der durch die Lampe ausgesandte Lichtstrom die gleiche Grosse hat. Das erfindungsgemässe Verfahren kann mithin eine erhebliche Einsparung ergeben.
Ein Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens ist ferner, dass der Antimonverlust im allgemeinen kleiner ist als bei Anwendung eines bekannten Verfahrens, bei dem die
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-"·■■ - 7 » PHf,57
:' . 22M282
Erhitzung des Reaktionsgemisches sofort bei hoher Temperatur erfolgt. Dies ist nicht nur ein wirtschaftlicher Vorteil, sondern führt auch zu einer geringeren Verschmutzung der zu benutzenden Oefen. und einer geringeren Abgabe von antimonhalt igen Dämpfen an die Atmosphere. -
Es ist zwar aus der britischen Patentschrift 93=6251 ein Verfahren zur Herstellung von lumineszierenden Halpphpsphaten bekannt, bei dem die Erhitzung des ReaktipnsgemisGhes während zweier Erhitzungen stattfindet. Bei diesem bekannten Verfahren wird jedoch die erste Erhitzung b.ei verhSltnismässig niedriger Temperatur durchgeführt, wobei noch kein Halpphosphat» gitter gebildet wird, Diese erste Erhitzung erfolgt in einer inerten Atmosphäre, und sie bezweckt,· fasser und KohlendiQxid aus dem Erhitzungsgemisch zu entfernen. Beim erfindungsgemässen Verfahren erfolgt die erste Erhitzung demgegenüber in einer oxidierenden Atmosphäre und bei Temperaturen^ bei denen das Haiophosphatgitter bereits vollständig oder teilweise gebildet wird.
Es wird eine Ausführungsfqrm des erfindungsgemässen Verfahrens bevorzugt, bei der die erste Erhitzung während einer Zeit durchgeführt wird, die ausreicht, um zumindest 90$ des dreiwertigen Antimons in fünfwertiges Antimon umzusetzen, weil dann die höchsten Antimongehalte im Endprodukt erzielt werden*
VarzugesceH-se findejt die zweite Erhitzung beim erfindungsgemässen Verfahren in einer inerten Atmosphäre statt. Dazu kann man etwa während der zweiten Erhitzung einen Stickstoff strom durch den Ofen ;Leiikene ©des 4iat den Vorit^eil^ dass
• $ - PHN.5760.
die Reduktion von fünfwertigem Antimon zu dreiwertigem Antimon schneller erfolgt, und ferner, dass diese Reduktion bei niedrigeren Temperaturen stattfinden kann, wodurch eine starke Aggregation und Sinterung des Endprodukts vermieden wird. Die Anwendung einer reduzierenden Atmosphäre während der zweiten Erhitzung hat noch den Vorteil, dass eine Oxidation des gegebenenfalls vorhandenen Manganaktivators verhindert wird.
Es hat sich gezeigt, dass bei der Herstellung lumineszierender Calciumhalophosphate nach dem erfindungsgemässen Verfahren die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn die erste Erhitzung bei einer Temperatur zwischen 700 und 9000C durchgeführt wird. Dieser Temperaturbereich wird daher bei der Herstellung von Calciumhalophosphaten bevorzugt. Bei der Herstellung von lumineszierenden Strontiumhalophosphaten werden während der ersten Erhitzung Temperaturen zwischen 800 und 10000C bevorzugt.
Die zweite Erhitzung beim erfindungsgemässen Verfahren erfolgt vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen 1100 und 12000C, weil dann die höchsten Quantenwirkungsgrade erzielt werden.
Bei einer vorteilhaften AusfOhrungsform des erfindungsgemässen Verfahrens folgt auf die erste Erhitzung die zweite Erhitzung ohne eine zwischenzeitliche Abkühlung, Die Erhitzung des Reaktionsgemisches kann dann in einer kontinuierlichen Arbeitsweise erfolgen, wobei der Ofen nach der ersten Erhitzung auf die Erhitzungsbedingungen (Temperatur, Atmosphäre) eingestellt wird, die für die zweite Erhitzung erforderlich sind. Es ist ebenfalls möglich, einen sogenannten Durchgangsofen
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- 9 - . PHN.576Q.
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zu verwenden, der aus einem ersten und einem zweiten Ofenteil besteht, in dem nacheinander die erste bzw. zweite Erhitzung stattfindet.
In manchen Fallen ist es vorteilhaft, beim erfindungsgemässen Verfahren das Reaktionsprodukt nach der ersten Erhitzung abkühlen zu lassen und es danach zu homogenisieren und schliesslich der zweiten Erhitzung zu unterziehen. Auf diese Weise ist es möglich, die Korngrösse des erzielten Produkts einzustellen, so dass nach der zweiten Erhitzung keine Mahlbearbeitung mehr notwendig ist.
Die Erfindung wird anhand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert.
BEISPIEL I : Man stellt ein Gemisch her von 648 g CaHPO^
227 g CaCO3
55 g CaF2
14 g NH^Cl
2k g MnNH21PO2,.
17 g CdCO3
15 g Sb2O3
Das Gemisch wird in einer offenen Schale während 1y Stunden bei einer Temperatur von 85O0C an Luft erhitzt. Das Produkt wird nach dem Abkühlen homogenisiert, und es enthält nur etwa 0,09 Gewichtsprozent dreiwertigen Antimons, was bedeutet, dass etwa 95$ des dreiwertigen Antimons in ftinfwertiges Antimon umgesetzt ist. Das Produkt wird danach während 2 Stunden in einem mit einem Deckel verschlossenen Tiegel bei 1i40°C erhitzt,, Nach dem Abkühlen und Zerkleinern ist das aus mit Antimon
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- K) - PHN. 5760.
und Mangan aktiviertem Calciumhalophosphat bestehende Produkt gebrauchsfertig.
Das beschriebene Verfahren wird mehrmals wiederholt, wobei die Zeit der ersten Erhitzung geändert wird. In allen Fällen enthält das Produkt nach der ersten Erhitzung erwiesenermassen nur etwa 5fo dreiwertiges Antimon.
Messungen an den auf solche Weise hergestellten lumineszierenden Calciumhalophosphaten sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
TABELLE I
Dauer der ersten Er
hitzung in Stunden
0,5 1 1,5 2 2,5 Bezugs
wert
Lichtstrom
UV-Absorption
Sb3+-Gehalt in
Gewichtsprozent
91,3
100
1 ,08
98,2
102,8
1,18
99,1
102,7
1,28
98,0
103,3
1,38
96,h
102,8
1,38
100
100
0,7**
Sb in Gewichtsprozent
der ursprünglichen
Menge
61 66 72 78 78 h6
Die Tabelle gxDt den Lichtstrom des Halophosphats bei Anregung mit Ultraviolettstrahlung (im wesentlichen 25h nm) sowie die Grosse der Absorption dieser Ultraviolettstrahlung an. Als Bezug ist in der letzten Spalte das Ergebnis der an einem auf bekannte Weise hergestellten Calciumhalophosphat derselben Zusammensetzung vorgenommenen Messungen aufgeführt. Lichtstrom und UV-Absorption des bekannten Halophosphats sind dabei gleich 100 gesetzt. Aus der Tabelle geht eindeutig hervor, dass die mit dem erfindungsgemässen Verfahren erzielten
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Haloph.osph.ate einen beträchtlich höheren Antimongehalt aufweisen als das bekannte Halophosphat. Demzufolge wird mit den erfindungsgemSssen Halophosphaten eine höhere UV-Absorption erzielt, wobei der Lichtstrom in derselben Grössenordnung liegt. In der Tabelle ist ferner die Antimonmenge angegeben (in % in bezug auf die dem Erhitzungsgemisch beigefügte Menge), die im Endprodukt vorhanden ist. Es zeigt sich, dass mit dem erfindungsgemässen Verfahren ein verhältnismässig geringer Antimonverlust erreicht wird.
BEISPIEL II
Man stellt ein Gemisch her von 66h g SrHPO^
252 g SrCO3
71 g SrF2
13 g Sb2O3 ■ -
Dieses Gemisch wird in einer offenen Schale während 2 Stunden bei einer Temperatur von 10000C an Luft erhitzt. Das Produkt wird nach dem Abkühlen homogenisiert und schliesslich während 3 Stunden auf 12000C erhitzt. Nach dem Abkühlen und Zerkleinern ist das aus mit Antimon aktiviertem Strontiumfluorophosphät bestehende Produkt gebrauchsfertig.
Messungen an dem so erzxelten Eluorophosphat sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Als Bezug ist das Ergebnis von Messungen an auf bekannte Art und Weise erhaltenem Strontiumfluorophoaph-at der gleichen Zusammensetzung (hergestellt durch einmalige dreistündige Erhitzung auf 1200°C) in der Tabelle angegeben.
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TABELLE II
PHN.5760.
Beispiel II Bezug
Lichtstrom
UV-Absorption
Sb -Gehalt in Gewichtsprozent
Sb in % der ursprünglichen Menge
102
102
0,65
61
100
100
0,45
44
Lichtstrom (θ Stunden) Lm/W
" (100 Stunden) Lm/W
·« (1000 Stunden) Lm/W
70,1
69,5
64
69,4
66,9
59,4
Das nach der Beschreibung in Beispiel II hergestellte lumineszierend e Strontiumfluorophosphat wurde im Leuchtschirm von Niederdruckquecksilberdampfentladungslampen angewendet. In der vorstehenden Tabelle sind die Messungen des Anfangslichtstroms (θ Stunden) und des Lichtstroms nach 100 bzw. 1000 Brennstunden dieser Lampe aufgeführt. Aus der Tabelle geht hervor, dass mit dem erfindungsgemSssen Strontiumfluorophosphat sowohl ein höherer Anfangslichtstrom als auch ein viel geringerer Rückgang dieses Lichtstroms während des Brennens der Lampen erzielt wird,
BEISPIEL III
Ein Ausgangsgemisch, das gleich demjenigen im Beispiel I ist, wird in einem Ofen angeordnet, der auf eine Temperatur von 7000C gebracht ist. Danach wird die Temperatur des Ofens langsam erhöht, bis nach 1,75 Stunden eine Temperatur von 114O°C erreicht ist. Die ErhitzungsatmosphSre ist bei dieser Erhitzung Luft. Anschliessend wird der Ofen 3 Stunden lang auf einer Temperatur von 114O°C gehalten,
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- 13 - PHN.5760.
während ein Stickstoffstrom durch den Ofen geleitet wird. Nach dem Abkühlen und Homogenisieren ist das Produkt gebrauchsfertig. Es hat dieselbe Zusammensetzung wie das nach dem Beispiel I hergestellte Calcxumhalophosphat. Messungen, die an dem Pulver und ebenfalls an den Niederdruckquecksilberdampf entladungslampen, in denen das Pulver angebracht ist, vorgenommen wurden, sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
TABELLE III
Beispiel III Bezug
Lichtstrom
UV-Absorption
Sb -Gehalt in Gewichtsprozent
102,6
103,6
1,11
100
100
0,7**
Licht strom (θ Stunden) Lm/W
" (100 Stunden) Lm/W
77,8
75,9
78,5
75,6
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Claims (1)

  1. - 14 - PHN.5760.
    PATENTANSPRÜCHE:
    1. Verfahren zur Herstellung eines lumineszierendem mit dreiwertigem Antimon und gegebenenfalls auch mit zweiwertigem Mangan aktivierten Erdalkalihalophosphats mit Apatitkristall struktur, wobei ein Tieaktionsgemisch angewendet wird, aus dem bei erhöhter Temperatur ein lumineszierendes Erdalkalihalophosphat mit Apatitstruktur entstehen kann und das eine Verbindung von dreiwertigem Antimon enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsgemisch in einer oxidierenden Atmosphäre bei einer Temperatur zwischen 700 und 10000C während einer Zeit erhitzt wird, die ausreicht, um zumindest 70/£ des dreiwertigen Antimons in fünfwertiges Antimon umzusetzen (erste Erhitzung), und dass das Produkt danach bei einer Temperatur zwischen 1050 und 12500C während einer Zeit erhitzt wird, die ausreicht, um das fOnfwertige Antimon grösstenteils wieder in dreiwertiges Antimon umzusetzen (zweite Erhitzung).
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Erhitzung während einer Zeit erfolgt, die ausreicht, um zumindest 90$ des dreiwertigen Antimons in fürifwertiges Antimon umzusetzen,
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Erhitzung in einer inerten Atmosphäre erfolgt.
    k. Verfahren nach Anspruch 1,2 oder 3, bei dem ein lumineszierendes Calciumhalophosphat hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Erhitzung bei einer Temperatur zwischen 700 und 9000C durchgeführt wird.
    3098 11/1066
    PHN.5760.
    22U282
    5. Verfahren nach. Anspruch 1,2 oder 3» bei dem
    ein lumineszierendes Strontiumhalopliosphät hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Erhitzung bei einer Temperatur zwischen 8Ö0 und 10000C durchgeführt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 1$ 2, 3, ^ oder 5 ι dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Erhitzung bei einer Temperatur zwischen 1100 und 12000C durchgeführt wird.
    7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche
    1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Erhitzung ohne zwischenzeitliche Abkühlung auf die erste Erhitzung folgt.
    8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche
    1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionsprodukt nach der ersten Erhitzung abgekühlt und homogenisiert und schliesslich der zweiten Erhitzung unterzogen wird.
    9. Lumineszierendes, mit dreiwertigem Antimon und gegebenenfalls auch mit zweiwertigem Mangan aktiviertes Erdalkalihalophosphat mit Apatiüeristalletruktur hergestellt mit einem Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
    309811/1066
DE19722244282 1971-09-11 1972-09-09 Verfahren zur herstellung eines lumineszierenden erdalkalihalophosphats Withdrawn DE2244282A1 (de)

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FR2152839A1 (de) 1973-04-27
BE788666A (fr) 1973-03-12
FR2152839B1 (de) 1976-08-13
NL7112524A (de) 1973-03-13
JPS4837392A (de) 1973-06-01
GB1371968A (en) 1974-10-30
CA1000049A (en) 1976-11-23

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