DE2243923C2 - Kollektorloser Gleichstrommotor - Google Patents
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen kollektorlosen Gleichstrommotor gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Ein solcher kollektorloser Gleichstrommotor ist Gegenstand des zugehörigen, nicht vorveröffentlichten deutschen Patentes 22 25 442. Dort ist ein permanentmagnetischer scheibenförmiger Rotor mit axialem Luftspalt und darin angeordneter Isolierstoff-Platte vorgesehen, die Wicklungen aus eisenlosen Flachspulen sowie ein Teil aus magnetisch leitendem Werkstoff zur Erzeugung eines zeitlich versetzten Reluktanzhilfsmoments aufweist. Wird in dieser Anordnung das Teil aus magnetisch leitendem Werkstoff, z. B. aufgrund von Fertigungstoleranzen, unsymmetrisch im Luftspalt angeordnet, so ergeben sich beim Vorbeilaufen der Pollücken des permanentmagnetischen Rotors starke axiale magnetische Kräfte, die einen unruhigen Lauf bewirken und die Lager zusätzlich belasten.
- Aus der US-PS 31 24 733 ist bereits ein Gleichstrommotor mit permanentmagnetischem Rotor bekannt, der eine Vielzahl von radial gerichteten Polen aufweist. Die mit Wicklungen versehenen Statorpole dieses Motors sind asymmetrisch ausgebildet, so daß der Luftspalt zwischen einem Statorpol und einem zugehörigen Rotorpol ungleichförmig ist. Hiermit soll erreicht werden, daß in der Ruhestellung die Rotorpole außermittig zu den Statorpolen verharren, so daß bei Anlauf des Motors eine Drehrichtung vorgegeben, der Motor also selbstanlaufend ist. Die unsymmetrische Ausgestaltung des Luftspaltes wird unter anderem dadurch erreicht, daß an jedem Statorpol seitlich anliegend ein Weicheisenteil angeordnet ist, das in radialer Richtung über den Statorpol hinaus in den Luftspalt hineinragt. Mit dieser Anordnung wird aber weder eine Verbesserung des Drehmomentes im Sinne des Hauptpatentes noch eine Beseitigung der o. g. Nachteile erreicht.
- Aus der DE-OS 20 63 111 ist ein Motor bekannt, der ein am Stator befestigtes, in eine Pollücke hineinragendes Hilfsjoch aufweist. Im Luftspalt zwischen dem Hilfsjoch und dem Rotor sind Meßsonden befestigt, die der Erzeugung läuferstellungs- oder drehzahlabhängiger Steuerimpulse dienen. Auch dieser bekannte Aufbau trägt nicht zur Verbesserung des Motordrehmoments bei.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem kollektorlosen Gleichstrommotor der eingangs genannten Art das Drehmomentverhalten und die Laufruhe weiter zu verbessern. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst.
- Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß die axialen magnetischen Kräfte, die beim Vorbeilauf der Pollücken des Rotors an dem Teil aus magnetisch leitendem Werkstoff auftreten, stark reduziert werden und daher ein deutlich ruhigerer Motorlauf erzielt wird. Zudem ergibt sich auf sehr einfache Weise die Möglichkeit, durch entsprechende Diemensionierung und Orientierung der magnetisch leitenden Teile Größe und Verlauf des gewünschten Reluktanzmomentes zu bestimmen. Ferner werden die Wirbelströme in diesen Elementen verringert.
- Vorteilhafte Ausgestalungen der Erfindungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Die Erfindung wird nachstehend an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. Es zeigt
- Fig. 1 einen Schnitt durch einen kollektorlosen Gleichstrommotor entlang der Linie I-I in Fig. 2,
- Fig. 2 einen Längsschnitt durch den Motor nach Fig. 1 entlang der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3 einen Schnitt, gesehen längs den Linien III-III der Fig. 1, in vergrößertem Maßstab,
- Fig. 4 bis 6 schematische Darstellung zum Erläutern der Wirkungsweise der Erfindung,
- Fig. 7 eine raumbildliche Darstellung einer beispielsweisen Ausführungsform eines ferromagnetischen Elements, wie es bei der Erfindung verwendet wird,
- Fig. 8 eine schematische Draufsicht auf einen Teil des Permanentmagnetrotors nach den Fig. 1 und 2, gesehen längs der Linie VIII-VIII der Fig. 2, wobei die Achse und die Tragteile des Permanentmagneten der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellt sind; Fig. 8 ist gegenüber den Fig. 1 und 2 in einem etwas verkleinerten Maßstab dargestellt, und
- Fig. 9 ein Schaubild zur Erläuterung der Wirkungsweise eines Flachmotors nach den vorhergehenden Figuren.
- Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine aus einem isolierenden Werkstoff bestehende Platte 10, welche Ausnehmungen aufweist, in denen zwei eisenlose Flachspulen 11 und 12 befestigt sind, welche sich diametral gegenüberliegen. Die Platte 10, die auch die (nicht dargestellten) Schaltungselemente des Motors trägt, weist vier Befestigungslöcher 13 auf. In ihrer Mitte befindet sich eine Ausnehmung 14, durch welche eine Welle 15 ragt, die an ihrem unterem Ende in (nicht dargestellten) Lagern gelagert ist. Wie Fig. 2 zeigt, sind auf dieser Welle, durch eine Distanzhülse 20 in einem genau vorgegebenen Abstand voneinander gehalten, zwei Weicheisenscheiben 16 und 17 befestigt, auf denen axial polarisierte Ringmagnete 18 bzw. 19 befestigt sind. Die genaue Form der Polarisierung des Ringmagnets 18, welche zu derjenigen des Ringmagnets 19 spiegelbildlich ist, geht aus Fig. 8 hervor. Danach verlaufen die Pollücken 22 hier nicht genau radial nach auswärts, sondern unter einem Winkel α zu einem gedachten Radiusvektor 23, welcher durch die jeweilige Pollücke 22 verläuft. In Fig. 8 ist die ungefähre Richtung der Längsachse einer Pollücke 22 mit 24 bezeichnet. Da sich der Rotor 26, der im wesentlichen aus den Teilen 16 bis 20 sowie der zugeordneten Welle 15 besteht, in Richtung des Pfeiles 25 (Fig. 1 und 8) bewegt, erkennt man, daß die Pollücken 22 entgegen der Drehrichtung gegenüber dem Radiusvektor 23 verdreht sind. Bei der in Fig. 8 dargestellten Ausführungsform sind die Pollücken 22 außerdem noch in einer Weise gekrümmt, welche aus der zeichnerischen Darstellung hervorgeht.
- Die Flachspule 11 und 12 haben Anschlüsse 27 bis 30, welche direkt nach außen geführt sind. Zweckmäßig wickelt man beide Spulen bifilar, wobei dann ihre Mittelanschlüsse direkt durchverbunden werden können und nicht gesondert herausgeführt werden müssen. Die Spulen sind gesehnt, also jeweils kürzer als der zugehörige Polbogen, und ihre magnetisch aktiven Abschnitte 33 und 34 bzw. 35 und 36 verlaufen jeweils etwa parallel zueinander.
- Neben der Spule 12 ist ein Hallgenerator 42 auf der Platte 10 befestigt, und zwar liegt er auf einem Radiusvektor 37, welcher einen Winkel von 45° (90° elektrisch) mit der gemeinsamen Achse der Spulen 11 und 12 einschließt.
- Ferner sind auf der der Drehrichtung entgegengesetzten Seite der Spule 11 und an sie anschließend zwei ferromagnetische Elemente 45 und 46 angeordnet, welche wie dargestellt nebeneinanderliegen, aber einen Abstand voneinander aufweisen, der von ferromagnetischen Teilen frei ist. Die Form der (identischen) Elemente 45 und 46 geht aus den Fig. 3 und 7 hervor. Sie werden zweckmäßig durch Feinstanzen (ein besonders genaues Stanzverfahren) aus Weicheisenblech hergestellt und sind zu ihrer in Fig. 3 mit 47 bezeichneten Längsachse symmetrisch. An ihrem der Drehrichtung zugewandten stumpfen Ende 48 haben sie jeweils Anfassungen 49, hieran schließt sich ein Abschnitt 50 von etwa konstanter Dicke an, und dieser Abschnitt bildet auf seinen beiden Seiten gleichgroße Luftspalte 51 und 52. Es liegt dabei auf der Hand, daß auch bei sorgfältigster Montage diese Luftspalte 51 und 52 meist nicht genau identisch sein können. Durch die Erfindung werden aber die nachteiligen Folgen solcher Aysmmetrien sehr stark gemildert, um die Laufruhe des erfindungsgemäßen Motors möglichst groß zu machen. - Anschließend an den Abschnitt 50 folgt die keilförmig sich verjüngende Spitze 53, welche ganz vorne zweckmäßig mit einer Rundung 54 (Fig. 7) abschließt, die in eine entsprechende hohle Rundung 55 der Platte 10 eingerastet ist. Zweckmäßig werden die ferromagnetischen Elemente 45 und 46 meist noch mit der Platte 10 verklebt, was gleichzeitig mit dem Verkleben der Spulen 11 und 12 erfolgen kann. Dabei läßt man zweckmäßig die Unterseite der Elemente 45, 46 mit der Unterseite der Platte 10 fluchten, wie das Fig. 3 klar zeigt.
- Fig. 6 zeigt einen Ausschnitt aus Fig. 1, wobei die Form der Ringmagnete 18 und 19 und die Lage ihrer Pollücken 22 in einer bestimmten Stellung mit strichpunktierten Linien eingetragen ist. Diese Linien zeigen also den vom magnetisch aktiven Teil des Rotors überstrichenen Bereich des Stators,
- In Fig. 6 sind die Längsachsen der Elemente 45 und 46 eingetragen. Diese Achsen schneiden sich außerhalb des Ringmagnets 18, und die Spitze 56 ihres Schnittwinkels ist der Drehrichtung 25 zugewandt. Hierdurch wird es möglich, beide Elemente innerhalb eines gedachten Dreiecks mit den Eckpunkten 57, 58 und 59 unterzubringen, wobei die Eckpunkte 57 und 58 auf dem Rand der Spule 11 und der Eckpunkt 59 auf der strichpunktierten Linie liegt, welche den äußeren Rand des Ringmagneten 18 andeutet. Auf diese Weise nimmt das Volumen der Elemente 45 und 46, das zur Speicherung magnetischer Energie dient, ausgehend von der Basislinie 57-58 des gedachten Dreiecks in Richtung zu seiner Spitze 59 hin ab, wobei das Element 45 etwa parallel zu dieser Basislinie liegt, so daß dort das größte Speichervolumen liegt. Ersichtlich ergeben sich im Rahmen dieser Überlegung vielfältige konstruktive Möglichkeiten für die Anordnung der ferromagnetischen Elemente. Zum Beispiel könnte man auch Stifte (nach Art von Nägeln ohne Köpfe) aus Weicheisen in die Platte 10 einschließen und mit diesen Stiften, die jeweils einen bestimmten Abstand voneinander aufweisen, das gedachte Dreieck zwischen den Punkten 57, 58 und 59 so ausfüllen, daß sich der gewünschte Momentlauf ergibt, wobei auch die Höhe der einzelnen Stifte variiert werden kann, z. B. so, daß diese Höhe in Richtung zum Punkt 59 hin abnimmt. Dabei müßten auch diese Stifte symmetrisch im Luftspalt angeordnet werden.
- Aus Fig. 6 erkennt man ferner, wie nach der Lehre des Hauptpatents die Pollücken 22 jeweils etwa senkrecht zu dem magnetisch aktiven Spulenabschnitt 33 verlaufen, dagegen praktisch parallel zu dem magnetisch aktiven Spulenabschnitt 34, was analog für die Spule 12 gilt. Hierdurch wird es nach der Lehre des Hauptpatents ermöglicht, die ferromagnetischen Elemente 45, 46 neben und nicht über oder unter der Flachspule 11 anzuordnen, da die Pollücken 22 hierbei beim Vorbeilaufen an den Elementen 45, 46 gleichzeitig auch mit dem benachbarten, mgnetisch aktiven Spulenteil (z. B. 33) in Wechselwirkung treten können, wie das Fig. 6 klar zeigt.
- Fig. 4 zeigt, was geschieht, wenn ein massives ferromagnetisches Element 62 unsymmetrisch in seinem Luftspalt 63 zwischen zwei miteinander verbundenen, in der Drehrichtung 25 umlaufenden Ringmagneten 18 und 19 angeordnet ist, deren Pollücken 22 gerade vorbeilaufen.
- Man erhält dann zwei ungleiche Luftspalte 64 und 65. Da der magnetische Leitwert des kleineren Luftspalts 65 wesentlich größer ist, entsteht hier ein großer Fluß, während auf der Seite des größeren Luftspalts 64 dieser Fluß wesentlich kleiner ist. Dies ist in Fig. 4 durch magnetische Feldlinien schematisch angedeutet. Diese ungleichen Flüsse haben zur Folge, daß das Element 62 in seiner die Pollücken 22 überbrückenden Stellung nicht etwa von beiden Ringmagneten 18, 19 gleich stark angezogen wird; vielmehr entsteht eine Axialkraft K in Richtung zum kleineren Luftspalt 65 hin, und zwar jedes Mal dann, wenn eine Pollücke 22 am Element 62 vorbeiläuft. Im Betrieb werden hierdurch periodische Erschütterungen des Motors erzeugt, die seine Laufruhe beeinträchtigen.
- Fig. 5 zeigt denselben Vorgang bei Verwendung von zwei getrennten ferromagnetischen Elementen 66 und 67. Die Anordnung entspricht im übrigen derjenigen nach Fig. 4, und es werden deshalb für gleiche oder gleichwirkende Teile dieselben Bezugszeichen verwendet wie dort.
- Zwischen den Elementen 66 und 67 liegt hier eine Luftstrecke 68. Diese verringert beim Vorbeilaufen einer Pollücke 22 den magnetischen Leitwert, den die Elemente 66 und 67 zwischen den beiden ungleichnamigen Polen (N, S) des Ringmagnets 18 bzw. des Ringmagnets 19 bilden. Dadurch wird der Querfluß hier weitaus geringer, und die Kräfte, welche auf die Elemente 66 und 67 in Richtung nach unten wirken, sind wesentlich kleiner. - Es kommt also darauf an, die ferromagnetischen Elemente so auszubilden und anzuordnen, daß der magnetische Leitwert in der Luftspaltebene und quer zur Pollücke möglichst klein wird. Wie Fig. 6 zeigt, überbrücken zwar die einzelnen Elemente 45 und 46 immer noch die Pollücke 22, wenn diese an ihnen vorbeiläuft, doch ist die axiale magnetische Zugkraft gegenüber einem einzigen, massiven Element, wie es das Hauptpatent zeigt, ganz wesentlich reduziert. Durch die Anfassungen 49 und das spitz zulaufende Ende 53 erreicht man zudem ein weiches Ansteigen und Abfallen dieser (verringerten) Axialkraft, was alles zum ruhigen Lauf des Motors beiträgt. Falls eine weitere Reduzierung des axialen magnetischen Zuges gewünscht wird, ist dies z. B. durch die zuvor bereits erwähnte Lösung mit Stiften möglich, doch hat es sich gezeigt, daß die im Ausführungsbeispiel dargestellte Lösung, die fertigungstechnisch außerordentlich einfach ist, in vielen Fällen sehr gute Resultate liefert.
- Fig. 1 zeigt die elektronischen Schaltelemente, die zum Betrieb des Motors an einer Gleichstromquelle dienen, welche als Batterie 70 (von z. B. 24 Volt) dargestellt ist. Zum abwechselnden Einschalten der Spulen 11 und 12 (oder von Teilwicklungen jeweils beider Spulen, falls eine bifilare Wicklung verwendet wird), dienen zwei npn-Transistoren 73, 74, deren Emitter am Minuspol 75 der Batterie 70 angeschlossen sind. Der Kollektor des Transistors 73 ist mit dem Anschluß 27, der Kollektor des Transistors 74 mit dem Anschluß 29 verbunden, während die Anschlüsse 28 und 30 an den Pluspol 76 der Batterie 70 geführt sind. Die Basis des Transistors 73 ist an den einen und die Basis des Transistors 74 an den anderen Steuerausgang des Hallgenerators 42 geführt; die beiden anderen Anschlüsse des Hallgenerators 42 sind an den Minuspol 75 bzw. - über einen Vorwiderstand 77 - an den Pluspol 76 angeschlossen.
- Im Betrieb werden die Transistoren 73 und 74 abwechselnd durch den Hallgenerator 42 eingeschaltet, wenn die entsprechenden Pole der Ringmagnete 18 und 19 an diesem vorbeilaufen, und herdurch wird das in Fig. 9 mit 80 bezeichnete elektromagnetische Antriebsmoment erzeugt, das wie dargestelllt Momentenlücken 81 aufweist, da die Wicklung nur einsträngig ist. Diese Lücken 81 sind deshalb ungünstig, weil sie den Anlauf des Motors verhindern können und ein ungleichmäßiges Drehmoment ergeben.
- Durch die ferromagnetichen Elemente 45 und 46 wird ein zusätzliches Reluktanz-Drehmoment 82 erzeugt, das in Fig. 9 in den beiden obersten Reihen dargestellt ist und das einen unsymmetrischen Verlauf bezüglich der Abszisse aufweist, d. h. daß es abwechselnd als Bremsmoment (Fläche 83) und als Antriebsmoment (Fläche 84) wirkt. Hierbei ist im Verlauf einer Periode jeweils die Fläche 83 unterhalb der Abszisse gleich groß wie die Fläche 84 oberhalb der Abzisse. Man kann sich die Wirkungsweise am besten so vorstellen, daß die Fläche 83 Energie darstellt, die durch das elektromagnetische Drehmoment 80 bereitgestellt und im magnetischen System des Motors gespeichert wird, und daß die Fläche 84 diejenige Energie darstellt, die während der Momentlücken 81 vom magnetischen Feld des Motors abgegeben wird und diesen dort antreibt. Durch die Überlagerung der Momentkurven 80 und 82 ergibt sich das in Fig. 9 mit 86 bezeichnete Summenmoment, das bei geeigneter Bemessung im Bereich des Nennmoments praktisch konstant gehalten werden kann. Die genaue Form des Reluktanzmoments 82 kann durch Formgebung, Anordnung und Orientierung der Elemente 45 und 46 exakt festgelegt werden, wobei man gewöhnlich empirisch durch Verändern dieser Parameter eine günstige Lösung ermittelt.
- Durch die Erfindung erhält man also mit einfachen und preiswerten Mitteln eine Reduzierung der im Motor beim Betrieb periodisch wirksamen axialen Zugkräfte.
- Die Erfindung kann in gleicher Weise auch bei Motoren mit höheren Polpaarzahl verwendet werden, wie man sie z. B. für den Antrieb von Plattenspielern o. dgl. benötigt. Soll die Drehzahl z. B. halbiert werden, wobei man sonst acht Spulen, vier Hallgeneratoren etc. benötigen würde, so genügen hier zwei einsträngige Wicklungen, zwei Hallgeneratoren und wenigstens an zwei Stellen vorgesehene ferromagnetische Elemente, z. B. nach Art der dargestellten Elemente 45 und 46.
Claims (16)
1. Kollektorloser Gleichstrommotor mit einem permanentmagnetischen scheibenförmigen Rotor, mit einem axialen Luftspalt, mit einem zwei Wicklungen aufweisenden Stator, der in Verbindung mit dem Rotor ein Lücken aufweisendes Drehmoment erzeugt, einem die Rotorlage erfassenden Drehstellungsdetektor, in dessen Abhängigkeit steuerbare Schalter die Statorwicklungen an eine Gleichstromquelle schalten, wobei für eine drehwinkelabhängig veränderliche Ausbildung des magnetischen Widerstandes in dem Statorteil des magnetischen Kreises im Bereich des Luftspaltes ein Teil aus magnetisch leitendem Werkstoff vorgesehen ist, zur Erzeugung eines zeitlich versetzten Reluktanzhilfsmoments, welches in die Lücken des elektromagnetischen Drehmoments wirksam ist, wobei der ebene Luftspalt mindestens durch einen Ringmagneten des Rotors begrenzt wird und wobei im Luftspalt eine Platte aus isolierendem Werkstoff als Stator eingeschlossen ist, die die aus eisenlosen Flachspulen gebildeten Wicklungen trägt, und daß das Teil aus magnetisch leitendem Werkstoff im Luftspalt angeordnet ist nach Patent 22 25 442, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Teil an mindestens einer Stelle des axialen Luftspaltbereichs (vom magnetisch aktiven Teil (18, 19) des Rotors (26 überstrichenen Bereichs) nebeneinander und mit Abstand voneinander angeordnete ferromagnetische Elemente (Weicheisenteile 45, 46) sind.
2. Motor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der ferromagnetischen Elemente (45, 46) im Bereich zwischen den Flachspulen (11, 12) angeordnet ist.
3. Motor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der magnetische Leitwert der ferromagnetischen Elemente (Weicheisenteile 45, 46) sowohl in der Ebene der Flachspulen (11, 12) als auch in einer etwa zur Längserstreckung der Pollücken senkrecht verlaufende Richtung möglichst klein ausgebildet ist.
4. Motor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den mit Abstand voneinander angeordneten ferromagnetischen Elementen (45, 46) ein von magnetischen Teilen freier Zwischenraum vorgesehen ist.
5. Motor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein erstes ferromagnetisches Element (45) länglich ausgebildet und etwa parallel zu dem benachbarten Abschnitt einer Flachspule (11, 12) angeordnet ist.
6. Motor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites längliches ferromagnetisches Element (46) zum ersten einen spitzen Winkel einschließt, dessen Spitze (56) der Drehrichtung des Motors zugewandt ist.
7. Motor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ferromagnetischen Elemente als senkrecht zur Ebene des Luftspalts angeordnete ausgestanzte Weicheisenteile (45, 46) ausgebildet sind.
8. Motor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Weicheisenteile (45, 46) nahezu gleich ausgebildet sind.
9. Motor nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Weicheisenteile (45, 46) etwa keilförmig ausgebildet sind (Fig. 7).
10. Motor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die stumpfen Enden (48) der keilförmig ausgebildeten Weicheisenteile (45, 46) der Drehrichtung des Rotors zugewandt sind.
11. Motor nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die stumpfen Enden (48) der keilförmig ausgebildeten Weicheisenteile (45, 46) angefaste Ecken (49) aufweisen.
12. Motor nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die keilförmig ausgebildeten Weicheisenteile (45, 46) jeweils symmetrisch zu ihrer Längsachse (47) ausgebildet sind (Fig. 3).
13. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Weicheisenteile (45, 46) jeweils symmetrisch zur Mittelebene (47) des Luftspalts angeordnet und ausgebildet sind (Fig. 3).
14. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Weicheisenteile (45, 46) in Ausnehmungen eines die Flachspulen (11, 12) tragenden Bauteil (10) befestigt sind (Fig. 3).
15. Motor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Weicheisenteile (45, 46) im Anschluß an die der Drehrichtung (25) des Rotors (26) abgewandte Seite (33) mindestens einer Fachspule (11) angeordnet sind und von dort ausgehend in einer der Drehrichtung (25) entgegengesetzten Richtung zusammengenommen ein abnehmendes Volumen aufweisen.
16. Motor nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Weicheisenteile (45, 46) im Anschluß an die der Drehrichtung (25) des Rotors (26) abgewandte Seite einer Flachspule (11) innerhalb eines etwa dreieckförmigen Bereichs (57, 58, 59) angeordnet sind, dessen Spitze (59) etwa entgegen der Drehrichtung (25) weist (Fig. 6).
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| Publication number | Publication date |
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| DE2243923A1 (de) | 1974-03-14 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: PAPST-MOTOREN GMBH & CO KG, 7742 ST GEORGEN, DE |
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| AF | Is addition to no. |
Ref country code: DE Ref document number: 2225442 Format of ref document f/p: P |
|
| AF | Is addition to no. |
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|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) |