DE2243052A1 - Elektrisch gesteuerte, intermittierend arbeitende kraftstoffeinspritzanlage fuer brennkraftmaschinen - Google Patents
Elektrisch gesteuerte, intermittierend arbeitende kraftstoffeinspritzanlage fuer brennkraftmaschinenInfo
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Description
R.I 060
7.8.1972 Lr/Dr
Anlage zur
Patentanmeldung
Elektrisch gesteuerte, intermittierend arbeitende Kraftstoffeinspritzanlage für Brennkraftmaschinen
__s_
Die Erfindung betrifft eine elektrisch gesteuerte, intermittierend
arbeitende Kraftstoffeinspritzanlage für Brennkraftmaschinen mit wenigstens einem elektromagnetisch
betätigbaren Einspritzventil und mit einem zur Magnetisierungswicklung des Ventils in Reihe liegenden Leistungstransistor
sowie mit einer diesem vorgeschalteten Transistorschalteinrichtung,
die synchron zu den Kurbelwellenumdrehungen der Brennkraftmaschine zur Abgabe eines Öffnungsimpulses für
das Einspritzventil eingeschaltet und für eine die jeweilige Einspritzmenge bestimmende Öffnungsdauer eingeschaltet
gehalten wird, wobei die Öffnungsdauer selbsttätig wenigstens einer beim Betrieb der Brennkraftmaschine sich ändernden
physikalischen Größe, insbesondere der Ansaugluftmenge angepaßt
wird, und ferner mit einer den Betriebsstrom für die Transistorschalteinrichtung liefernden Gleichstromquelle.
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— ρ _
Robert Bosch GmbH R, 1 06 0 Lr/Dr
Stuttgart
Bei den seither in großer Zahl benützten Magnetventilen
ist die Genauigkeit bei den kleinsten, von den Ventilen bei einem einzelnen Einspritzvorgang eingespritzten Kraftstoffmengen
dadurch begrenzt, daß die elektromagnetisch erregten Einspritzventile eine gewisse, bis zu einigen
Millisekunden betragende Zeit benötigen, bis ihr Magnetisierungszustand
weit genug abgeklungen ist. Diese Schwierigkeiten treten vor allem bei solchen Magnetventilen auf, die
zur Direkteinspritzung des Kraftstoffs in die Brennkraftmaschine, insbesondere für Diesel-Brennkraftmaschinen vorgesehen
sind und die wegen der dort erforderlichen, gegenüber Saugrohr-Einspritzung wesentlich höheren Einspritzdrücke
entsprechend kräftige Elektromagnete benötigen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die seither bei derartigen
Magnetventilen beobachtete hohe Abfallzeit durch schaltungstechnische Maßnahmen stark zu reduzieren.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß mit der an den Leistungstransistor angeschlossenen
Magnetisierungswicklung des Einspritzventiles ein Widerstand und eine für den Erregerstrom durchlässige
Diode in Reihe geschaltet sind und daß parallel zu dem Widerstand und der Diode die Reihenschaltung aus einer
mit der Magnetisierungswicklung verbundenen zweiten Diode und einer Selbstinduktionsspule liegt, an deren Verbindungspunkt
ein Hilfstransistor mit seinem Kollektor angeschlossen ist, daß ferner in einem die Kollektoren der beiden Transistoren
verbindenden Strompfad eine mit dem Kollektor des Hilfstransistors
verbundene dritte Diode in Reihe mit einem an den Kollektor des Leistungstransistors angeschlossenen
Halbleiterschalter, insbesondere einem Thyristor angeordnet ist, der am Ende eines Öffnungsimpulses in den stromleitenden
Zustand gesteuert wird und dabei die Entladung eines Speicherkpndensators
bewirkt, der an einer seiner Elektroden mit
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Robert Bosch GmbH· R. ί ° 6 Ö Lr /Dr
Stuttgart
der gleichen Stromzuführungsleitung wie die Induktivität verbunden und mit seiner anderen Elektrode an den Verbindungspunkt der dritten Diode und des Halbleiterschalters angeschlossen
ist. Mit der auf dem Speicherkondensator sitzenden Ladung wird am Ende eines Öffnungsimpulses ein zu dem seither
fließenden Erregerstrom entgegengesetzt gerichteter Entmagnetisierungsstrom
über den Halbleiterschalter bzw. Thyristor bereitgestellt. Dies hat zur Folge, daß die
Abfallzeit des Magnetventils auf weniger als die Hälfte reduziert werden kann. Der Hilfstransistor hat in der
erfindungsgemäßen Anordnung die Aufgabe, einen bis möglichst
nahe an den Sättigungswert ansteigenden Magnetisierungsstrom über die Selbstinduktionsspule zu führen und diesen
Magnetisierungsstrom schlagartig zu unterbrechen, so daß ein über die dritte Diode fließender und den Speicher in positiver
Richtung aufladender Ausgleichsstrom entsteht. Hierzu kann der Hilfstransistor in weiterer Ausgestaltung der Erfindung zweckmäßig
jeweils am Ende eines Öffnungsimpulses für eine kürze
- vorzugsweise wenigstens eine, vorteilhaft zwei Millisekunden betragende Zeitdauer in den stromleitenden Zustand gesteuert
werden. Die Dauer des stromleitenden Zustands des Hilfstransistors kann zweckmäßig mit einem monostabilen Multivibrator bestimmt
werd'en, der am Ende der Öffnungsimpulse in seine instabile Kipplage gebracht wird und dabei den Hilfstransistor stromleitend
hält.
Weitere Ausgestaltungen und zweckmäßige Weiterbildungen . ergeben sich aus den nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt sind. Obwohl
die Erfindung bevorzugt für die Direkteinspritzung bei Dieselmotoren vorgesehen ist, bei denen die Steuerung der
Einspritzventile taktgenau und jeweils bei einer festgelegten . Kurbelwellenstellung erfolgen muß, ist der einfacheren
Darstellung halber für die Ausführungsbeis.piele eine Saugrohr-Einspritzanlage gewählt worden.
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Robert Bosch GmbH R. ' °6 ° Lr/Dr
Stuttgart
Es zeigen:
Pig. 1 eine Vier-Zylinder-Viertakt-Brennkraftmas chine mit einer Einspritzanlage,
Fig. 2 die zum Betrieb ihrer Einspritzventile dienende
Leistungsstufe in ihrem Schaltbild und
Fig. 3 ein Zeitdiagramm zur Erklärung der Wirkungsweise
bei der Verkürzung der Abfallzeiten der Einspritzventile,
Fig. 4 eine andere Ausführungsform einer Leistungsstufe,
bei welcher nicht nur die Abfallzeiten der Einspritzventile, sondern auch deren Anzugszeiten
verkürzt sind, und
Fig. 5 ein Zeitschaubild zur Erklärung der Wirkungsweise
der Leistungsstufe nach Fig. Ί.
Die für den Betrieb der Brennkraftmaschine 10 bestimmte Einspritzanlage umfaßt als wesentliche Bestandteile vier
elektromagnetisch betätigbare Einspritzventile 11 mit je einer zu einem Verteiler 12 führenden Benzinleitung 13, eine
elektromotorisch angetriebene Kraftstoff-Förderpurnpe 15,
einen Druckregler 16 sowie eine im folgenden näher beschriebene Steuereinrichtung, die durch einen mit der Kurbelwelle
der Brennkraftmaschine gekuppelten Signalgeber 18 bei jeder Kurbelwellenumdrehung einmal ausgelöst wird und dann je
einen rechteckfertigen, elektrischen Öffnungsimpuls 19 für die
Einspritzventile 11 liefert. Die in der Zeichnung angedeutete zeitliche Dauer ti der Öffnungsimpulse bestimmt die Öffnungsdauer der Einspritzventile und demzufolge diejenige Kraftstoffmenge,
welche während der jeweiligen Öffnungsdauer aus dem Innenraum der unter einem praktisch konstanten Kraftstoffdruck
von 2 atü stehenden Einspritzventile 11 austritt.
Zur Erzeugung der Öffnungsimpulse 19 ist in der Steuerein-
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Robert Bosch GmbH R1! 0 6 0 Lr/Dr
Stuttgart
richtung ein monostabiler Steuermultivibrator 20 vorgesehen,
der einen im Ruhezustand s'tromleitenden. Eingangs transistor 21 und einen an dessen Kollektor über einen Widerstand 22 mit
seiner Basis angeschlossenen, im Ruhezustand gesperrten Ausgangstransistor 23 und außerdem ein die jeweilige Impulsdauer
ti bestimmendes Zeitglied enthält. Dieses besteht bei dem lediglich als Ausführungsbeispiel zu wertenden
Steuernmltivibrator 20 aus einem Transformator, dessen Primärwicklung 24 in Reihe mit einem Widerstand 2 5 zwischen
dem Kollektor und der für die elektronische Steuereinrichtung gemeinsamen Minusleitung 26 liegt. Die Sekundärwicklung 27 ist
induktiv mit der Primärwicklung über ein verstellbares Kraftlinienleitstück 28 gekoppelt, das von einer an das Ansaugrohr
30 der Brennkraftmaschine angeschlossenen Druckdose
'31 in Richtung des eingezeichneten Pfeiles von dem nicht dargestellten Eisenkern des Transformators abgehoben wird, wenn
der absolute Luftdruck im Ansaugrohr 30, beispielsweise durch
Schließen der Drosselklappe 32, verringert wird. Bei steigendem Druck im Ansaugrohr 30 wird das Kraftlinienleitstück
28 unter der Wirkung nicht dargestellter Federn in der Gegenrichtung bewegt und vergrößert dann die Induktivität des
als Zeitglied wirkenden Transformators. Die Sekundärwicklung
27 ist in der für Steuermultivibratoren dieser Art bekannten Weise einerseits an den Verbindungspunkt P zweier Widerstände
33 und 3*4 angeschlossen, die als Spannungsteiler zwischen
der mit Masse verbundenen Minusleitung 26 und einer gemeinsamen
Plus leitung 35 angeordnet sind. Mit ihrem anderen Wicklungsende ist die Sekundärwicklung 27 über eine Diode
36 an die Basis des Eingangstransistors 21 angeschlossen, welcher ebenso wie der Ausgangstransistor 23 zum pnp-Typ gehört und
daher mit seinem Emitter an die Plusleitung 35 angeschlossen
ist.
Der zum Auslösen des Steuermultivibrators 20 dienende Signalgeben
Io ist im Gehäuse eines nicht dargestellten, zur Hoch-
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ft Γ".
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Robert Bosch GmbH R.) Qg q Lr/Dr
Stuttgart
spannungszündanlge der Brennkraftmaschine gehörenden Zündvorteilers
untergebracht und enthält im einzelnen einen zweihöckrigen Nocken 37, welcher auf der bei 38 angedeuteten
Verteilerwelle sitzt und mit einem Kontakthebel 39 zusammenarbeitet.
Der Kontakthebel ist über einen V/i de rs t and ^O
an die Minusleitung 26 angeschlossen und mit einer der Elektroden eines Differenzierkondensators ^i verbunden. Er
wird vom Schaltnocken 37 gegen einen feststehenden, mit der
PluGleitung 35 verbundenen Schaltkontakt l\2 gedruckt und
in dieser Schließstellung während einer Viertel-Umdrehung der Verteilervelle 38 gehalten.
Bei jedem Sch lic^Vorgang wird der Steuermultivibrator 20 in
seinen instabilen Kippzustand gebracht,· dessen Dauer die Impulslänge
ti ergibt und von der jeweils vom Kraftlinienleitstück eingestellten Induktivität abhängt. Um im Auslösezeitpunkt
den Eingangstransistor 21 sperren zu können, ist der Kondensator 4l über eine Diode J)3 mit der Basis des Eingangstransistors und außerdem über einen Ladewiderstand ^4 mit
der Plusleitung 35 verbunden. Solange der Kontakthebel 39
sich in der Offenstellung befindet, kann sich der Differenzierkondensator
1H jeweils aufladen und seine Ladung in den Schlieiv
zeitpunkten des Kontakthebels zur Sperrung des Eingangstransistors 21 abgeben. Sobald der Eingangstransistor 21 in den
Sperrsustand übergeht, wird der Ausgangstransistor 23 in seinen
strorleiter.deη Zustand gebracht. Sein die Primärwicklung 2k
durchfließender, exponentiell ansteigender Kollektorstrom erzeugt in der Sekundärwicklung 27 eine Rückkopplungsspannung,
welche den Eingangstransistor 21 über den jeweiligen Schließzeitpunkt
hinaus noch solange gesperrt hält, bis die Rückkopplungsspannung unter einen durch das Potential des Spannungsteilerabgriffs
P festgelegten Wert absinkt, bei welchem der Eingangstransistor wieder in seinen ursprünglichen leitenden
Zustand zurückkehren kann. Während des stromleitenden Zustandes des Ausgangstransistors 23 entsteht .der bei 19 angedeutete
Öffnungsimpuls für die Einspritzventile.
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Robert Eosch GmbH R. 1 0 6 C '» Lr/Kb
Stuttgart
Zur Stromversorgung der Ventile 11 ist eine Leistungsstufe 45 vorgesehen, Vielehe über einen nicht dargestellten Zwischenverstärker
an den Kollektor des Ausgangstransistors 23 des Steuerimltivibrators 20 angeschlossen ist und von diesem
zur Abgabe.der Öffnungsimpulse 19 für die Einspritzventile
11 veranlaßt wird.
Wie das Schaltbild nach Fig. 2 erkennen läßt, umfaßt die
Leistungsstufe einen Leistungstransistor 46, an dessen Kollektor jeweils die Magnetisierungswicklung 47 der einzelnen
Einspritzventile 11 mit einem ihrer Wicklungsenden angeschlossen sind. In Fig. 2 ist nur eine dieser Hagnetisierungswicklungen
47 wiedergegeben. Mit ihrem anderen Wicklungsende sind die einzelnen Magnetisierungswicklungen über einen gemeinsamen
Widerstand 48 und eine Diode 49 an die gemeinsame Plusleitung 35 angeschlossen, welche zum Pluspol der bei 51 angedeuteten
Starterbatterie 51 führt.
Um den Abbau des Magnetfeldes in den zur Wicklung 47 der
Einspritzventile 11 gehörenden Eisenteilen zu beschleunigen und dadurch die Abfallzeit der Ventile erheblich zu reduzieren
ist vorgesehen, daß am Ende eines öffnungsinpulses kurzzeitig
ein zum seither fließenden Magnetisierungsstrom entgegengesetzter Entmagnetisierungsstrom durch die Magnetisierungswicklung
fließen k'ann. Hierzu ist eine mit einem Eisenkern 53 versehene Selbstinduktionsspule 54, die eine große Induktivität
hat, in Reihe mit der Emitter-Kollektor-Strecke eines Hilfstransistors 55 an die Plusleitung 35 angeschlossen.
Von dem mit dem Widerstand 48 verbundenen Wicklungsende der Magnetisierungswicklung 47 führt zur Selbstinduktionsspule
54 und zum Kollektor des Transistors 55 eine zweite Diode 56, während in einem den Kollektor des Hilfstransistors
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Stuttgart
55 mit dem Kollektor des Leistungstransistors 46 verbindenden
Strompfad eine dritte Diode 57 und die Anoden-Kathoden-Strecke eines Thyristors 58 liegt. An den Verbindungspunkt der Diode 57 und
des Thyristors 58 ist mit einer seiner beiden Elektroden ein Speicherkondensator 60 angeschlossen, dessen zweite
Elektrode an der Plusleitung 35 liegt, an die auch die Selbstinduktionsspule 5'4 und die Diode ^S angeschlossen ist.
Wenn der Hilfstransistor in der weiter unten näher beschriebenen Weise stromleitend gemacht wird, kann sich ein kräftiger, die
Wicklung der Selbstinduktionspule durchfließender Magnetisierungsstrom einstellen, der innerhalb von 1 .bis 2 Millisekunden
seinen Maximalwert erreicht. Sobald der Hilfstransistor 55 in seinen Sperrzustand übergeführt wird, bildet sich an dem
mit dem Kollektor des Transistors 55 verbundenen V.'ick lungs ende
der Selbstinduktionsspule 5^ eine hohe positive Selbstinduktionsspannung aus, die bewirkt, daß über die dann stromleitend
werdende Diode 57 der mit dieser Diode verbundenen Elektrode des Kondensators 60 starke positive Ladungen zufließen können.
Diese Ladung wird dazu benützt, im Ausschaltaugenblick des Leistungstransistors kS über die Magnetisierungswicklung
^7 des zugehörigen Einspritzventils einen Entmagnetisierungsstrom
zu führen, der dann die zweite Diode 56 durchfließt und über den leitend gewordenen Transistor 55 nach Masse geht. Damit
dieser Entmagnetisierungsstrom im richtigen Augenblick einsetzt, wird im Sperrzeitpunkt des Leistungstransistors
*J6 der Thyristor 58 eingeschaltet. Dann kann der in Fig.
3 im untersten Kurvenzug sich als Stromstoß darstellende Entladestrom Ie fließen.
In Fig. 3 ist mit einem Kurvenzug 6l die zeitliche Zuordnung der Einschaltvorgänge an der Selbstinduktionsspule in Bezug
auf die Öffnungsimpulse 19 der Einspritzventile dargestellt. Zur Vereinfachung der Schaltung wird nämlich der Hilfstransistor
55 gleichzeitig mit dem Thyristor 58 eingeschaltet und für eine zur Erreichung des Sättigungsstromes in der Selbstinduktionsspule 5*4 ausreichende Zeitspanne ta stromleitend gehalten.
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Robe'rt Bosch GmbH ' R. I 0 6 0 .Lr/Kb
Stuttgart
Die Einschaltdauer ta des Hilfstransistors 55 kann auf einfache
V/eise durch einen in seiner Kippdauer auf diese Zeit eingestellten, in der Zeichnung nicht dargestellten monostabilen Multivibrator
sichergestellt werden.
Beim Ausfuhrungsbeispiel nach Fig. k sind zur Verkürzung der
Abfallzeit des bzw. der Einspritzventile die gleichen Bauelemente wie in Pig. 2 verwendet und mit den gleichen Bezugszeichen wie
dort versehen.
Zusätzlich zu diesen der Verkürzung der Abfallzeit dienenden
Maßnahmen sind weitere Baüglieder vorgesehen, welche dazu dienen, die Anzugszeit des Einspritzventils bzw. der Einspritzventile
zu verkürzen. Hierzu ist ein zweiter Speicherkondensator 65 vorgesehen, der über eine weitere., mit dem Kollektor des
Transistors 55'verbundene Diode 67 parallel zum Speicherkondensator 60 aufgeladen wird, wenn der Transistor 55 nach einer
in Fig. 5 angedeuteten Einschaltdauer tb ausgeschaltet wird.
Der zweite Speicherkondensator 65 wird hierbei an seiner mit der Magnetisierungswicklung 47 verbundenen Elektrode auf ein
Potential aufgeladen, das um mehr als das Doppelte, über dem Potential der Plusleitung 35 liegt. Wenn daher beim nächstfolgenden
Öffnungsimpuls 19 der Leistungstransistor 46 stromleitend
wird, steht als treibende Spannung eine um die Spannung des geladenen zweiten Speicherkonensators 65 erhöhte Spannung zur
Verfügung, so daß im Einschaltaugenblick der die Magnetisierungswicklung 47 durchfließende Strom beträchtlich erhöht ist und
demzufolge in einer um das erhöhte Spannungsverhältnis verkürzten Zeit der zum öffnen des Ventils erforderliche Stromwert
erreicht wird.
Anstelle der in Fig« 2 vorgesehene Diode 56 ist ein zusätzlicher
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Robert Bosch GmbH R. J 0 6 0 Lr/Kb
Stuttgart
Transistor 66 vorgesehen, der nach dem vierten, in Fig. 5 dargestellten Kurvenzug 68 im gleichen Augenblick stromleitend
wird, wie der Thyristor 58 und dann den vom Kondensator
60 gelieferten Entmagnetisierungsstrom übernimmt und über Masse durch die Batterie hindurch zur Plusleitung-35
und von dort zur negativ geladenen Elektrode des Kondensators 65 zurückführt. Gemäß Fig. 5 endigt der stromleitende
Zustand des Transistors 66 gleichzeitig mit dem stromleitungen
Zustand des Hilfstransistors 55, was die Ansteuerung der beiden Transistoren 55 und 66 erheblich vereinfacht.
Bei einem praktisch erorobten Ausführungsbeispiel nach Fig.
konnte die Anzugszeit eines Einspritzventils von ursprünglich 2,5 Millisekunden auf 0,5 Millisekunden verkürzt und die
Abfallzeit von 5 Millisekunden auf 1 Millisekunde reduziert v/erden.
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BAD ORIGINAL
4098 10/0295
Claims (3)
- Robert Bosch GmbH R. 1 ° 6 . Lr/KbStuttgartAnsprüchel.\Elektrisch gesteuerte, intermittierend arbeitende Kraftstoffeinsprit zanlage für Brennkraftmaschinen mit wenigstens einem elektromagnetisch betätigbaren Einspritzventil und mit einem zur Magnetisierungswicklung des Ventils in Reihe liegenden Leistungstransistor sowie mit einer diesem vorgeschalteten Transistorschalteinrichtung, die synchron zu den .Kurbelwellenumdrehungen der Brennkraftmaschine zur Abgabe eines Öffnungsimpulses für das Einspritzventil eingeschaltet und für eine die jeweilige Einspritzmenge bestimmende Öffnungsdauer eingeschaltet gehalten wird, wobei die Öffnungsdauer selbsttätig wenigstens einer beim Betrieb der Brennkraftmaschine sich ändernden physikalischen Größe, insbesondere der Ansaugluftmenge angepaßt wird, und ferner mit einer den Betriebsstrom für die Transistorschalteinrichtung liefernden Gleichstromquelle, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Magnetisierungswicklung (47) des Einspritzventils (11) ein Widerstand (4 8) und eine für den Erregerstrom durchlässige Diode (49) in Reihe geschaltet sind und daß parallel zu dem Widerstand und der Diode die Reihenschaltung aus einer mit der Magnetisierungswicklung verbundenen zweiten Diode (56) und einer Selbstinduktionsspule (54) liegt, an deren Verbindungspunkt ein Hilfstransistor (55) mit seinem Kollektor angeschlossen ist, und daß in einem die Kollektoren der beiden Transistoren (46, 55) verbindenden Strompfad eine mit dem-12-409810/0295224305?Robert Bosch GmbH R. 10 6 0 Lr/KbStuttgartKollektor des Hilfstransistor verbundene dritte Diode (57) in Reihe mit einem an den Kollektor des Leistungstransistors angeschlossenen Halbleiterschalter, insbesondere einem Thyristor(58) angeordnet ist, der am Ende eines Öffnungsimpulses (19) in den stromleitenden Zustand gesteuert wird und dabei die Entladung eines Speicherkondensators (6O) bewirkt, der an einer seiner Elektroden mit der gleichen Stromzuführungsleitung(35) wie die Selbstinduktionsspule verbunden und mit seiner anderen Elektrode an den Verbindungspunkt der dritten Diode und des Halbleiterschalters angeschlossen ist.
- 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfstransistor (55) jeweils am Ende eines Öffnungsimpulses (19) für eine kurze - vorzugsweise wenigstens 1 Millisekunde betragende - Zeitdauer in stromleitenden Zustand gesteuert wird.
- 3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle der zweiten Diode (56) ein zweiter Hilfstransistor (66) vorgesehen ist, der mit seinem Kollektor an das mit der Reihenschaltung aus Widerstand (4 8) und Diode (49) verbundene Wicklungsende der Magnetisierungswicklung (47) angeschlossen ist und am Ende der Öffnungsimpulse stromleitend gemacht wird.4·. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,4098 1 0/0295-13- BAD ORIGINALRobert Bosch GmbH R° 2 0 6 0Stuttgartdaß parallel zu der Selbstinduktionsspule (51O die Reihenschaltung aus einer weiteren Diode (67) und einem zweiten, mit einer gemeinsamen Stromzuführungsleitung (35) verbundenen Speicherkondensator (65) liegt»4ÖS8-1Q/Ö2SS
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