DE2242547A1 - Rufstromanordnung fuer eine fernmeldevermittlungsanlage - Google Patents
Rufstromanordnung fuer eine fernmeldevermittlungsanlageInfo
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Description
Western Electric Company Incorporated . H.R.Hofmann-2
New York, N.Y., 10007, USA
>/-21 eingegangen om ft- 9
Rufstromanordnung für eine Femmeldevermittlungsanlage
Die Erfindung betrifft eine Rufstromanordnung für eine Fernmeldevermitflungsanlage
zur Anfworffestsfellung während des
Rufens mit einer Schaltungsanordnung zum Zuführen von Rufwechselstrom während eines ersteh Zeifinfervah's an ein Ende
einer Teilnehmerleitungsschalfung und mit einer Abtasteinrichtung
zur Bestimmung des Teilnehmerschaltungszustandes.
In einer typischen elektronischen Fernsprechvermitflungsanlage,
beschrieben in The Bell System Journal (BSTJ), Band 48, Oktober 1969, ist der Rufstrom, der an einen gerufenen Teilnehmer
ein Signal gibt, an individuelle Teilnehmerleitungen über eine Hilfsschalfung über das Vermitfiungsnetzwerk angelegt.
Ein Wechselstrom aus einer Quelle in der Hilfsschaltung betreibt das Läufewerk des gerufenen Teilnehmers mit einer relativ großen,
niederfrequenten Spannung. Im vorliegenden Falle sind es typischerweise
20 Hz bei annähernd 86 Volt "effektiv. Rufstromunterbrechungen sind regelmäßig über die Rufsfromperiode unter
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Mitwirkung eines Zeitrelais verteilt, das die Rufstromquelle von der Leitung des gerufenen Teilnehmers trennt, um hintereinander
zwei Sekunden währende Weck- und vier Sekunden währende Pausenintervalle zu erzeugen. Solche Intervalle können auch
durch andere Rufstrommaschinen bekannter Art erzeugt werden. Das Abtasten der gerufenen Teilnehmerleitung zur Feststellung
einer Antwort wird sowohl während des Weck- als auch des Pausenintervalls der Rufstromperiode durchgeführt. Das Abtasten
einer Teilnehmetantwort kann in bekannter Weise durch ein Leitungsrelais, das mit der Teilnehmerleitung verbunden ist,
durchgeführt werden. Eine Aushängeantwort wird auf diese Weise durch Ansprechen des Relais auf Gleichstrom und nicht
auf Wechselstrom ermittelt, und zwar während der 4 Sekunden währenden Unterbrechung im Rufstrom. Die Erregung des letzteren
Relais vervollständigt über dessen Kontakte Abtastschaltungsverbindungen,
um die zentrale Steuerung der Fernsprechanlage über die Antwort des gerufenen Teilnehmers zu informieren.
Die Verbindung mit der Rufstromhilfsleitung wird dann getrennt, und es wird eine Verbindung zwischen rufendem und
gerufenem Teilnehmer durch das Vermittlungsnetzwerk aufgebaut.
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Bisher benutzten Fernsprechvermittlungsanlagen einschließlich der vorhergehend erwähnten elektronischen Anlagen allgemein Raummultiplexnetzweike,
durch die die Vermittlungswege mittels metallischer Kreuzpunkte aufgebaut sind. Bisher haben sich diese Kreuzpunkte
im Hinblick auf ihre Betriebssicherheit und ihren niedrigen Kontakwiderstand als den Erwartungen entsprechend erwiesen.
Eine solche Vorrichtung, die in dem vorher erwähnten elektronischen System benutzt wird, nämlich das sogenannte Schutzrohrankerkontaktrelais
(Ferreed) bietet besondere Vorteile durch die Pufferwirkung zwischen den relativ langsam beweglichen Kontakten
und den Betätigungsimpulsen im Mikrosekundenbereich. Metallische Kreuzpunkte können außerdem ohne Schwierigkeiten ,.
die relativ hohe und niederfrequente Spannung des Rufstromsignals durch das Vermittlungsnetzwerk zu den Teilnehmerleitungen
übertragen. In den letzten Jahren jedoch hat sich die Forderung nach schnelleren Ansprechzeiten für Netzwerkkreuzpunkte
sowie einer Schaltungsintegration die Aufmerksamkeit im Grundsatz von Metaflkontaktrelais auf Halbleiterschaltvorrichtungen
als mögliche Kreuzpunkte gelenkt. Diese Halbleiterschaltvorrichtungen, wie z.B. der pnpn-Transisfor, haben beachtliche
Aussichten und bieten signifikante Vorteile gegenüber metallischen Kreuzpunkten, und zwar unter dem Gesichtspunkt von Abmessung,
Arbeitsgeschwindigkeit und Kosten, Andere Eigen-
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schäften haben ihre Anwendung aber begrenzt, und es müssen beim
gegenwärtigen Stand der Halbleitertechnik erst spezifische Probleme gelöst werden, ehe Halbleiterkreuzpunkfe allgemeine Aufnahme
in großen Fernsprechvermittlungsanlagen finden. Ein besonderes Problem ist, wie bereits vorher erwähnt, die mangelnde Eignung
der Halbleiterbauelemente zur Übertragung der hohen Spannungen von niederfrequenten Rufstromsignalen. Weil diese Rufstromsignale
nicht durch das Vermittlungsnetzwerk übertragen werden können, sind andere Anordnungen für die Rufstromversorgung
entwickelt worden, um ein Halbleitervermittlungsnetzwerk verwirklichen zu können. Eine technische Lösung umgeht einfach
das Halbleitervermittlungsnetzwerk, indem für jede Teilnehmer-^
leitung eine besondere Rufstrom- und Rufaus I öse scha I tu ng vorgesehen
wird, die sich zwischen dem Teilnehmerapparat und dem Vermittlungsnetzwerk befindet. Jedoch ist das eine teure Maßnahme,
die die Anlage wesentlich verwickelter macht und zu zusätzlichen Schaltungsanforderungen führt. Außerdem müssen
für jede Teilnehmerleitung Einrichtungen vorgesehen werden, um eine Bedienungsanforderung festzustellen.
Zweckmäßig kann eine Relaiseinrichtung verwendet werden, um die Teilnehmerleitung mit der Abtasteinrichtung, die ein
Abfühlgerät, z.B. ein Ferritstab, sein kann, und mit dem Ver-
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mittlungsnetzwerk zu verbinden, und zwar zum Zwecke der
Überwachung der Bedienungsanforderung von Teilnehmern und
Antworten der Teilnehm er auf Rufvorgänge sowie um einen Sprechpfad zum Vermittlungsnetzwerk herzustellen. Es würde
einen nicht tolerierbaren Abreißfunken verursachen, würden die Relaiskontakte während des Anliegens von Rufstrom geöffnet.
Das könnte durch eine Zeitsteuerung des Reiäis minimalisiert
werden, derart, daß es nur anzieht, wenn die Sinuswelle des Rufwechselstromes die Nullachse durchquert*'
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Nachteile der bekannten Anordnungen zu beseitigen. Zur Lösung geht
die Erfindung von einer Anordnung der einleitend beschriebenen Art aus und ist dadurch gekennzeichnet, daß die
Schaltungsanordnung eine Einrichtung aufweist, die eine '" ".
vorherbestimmte Zeit lang einen Teil jederRufwecfiselstromperiode
innerhalb des ersten Zeitintervalls unterbricht, und daß eine Schalteinrichtung die Teilnehmerleitungsschaltung wähi3nd des unterbrochenen Teils einer jeden Rufwechselstromperiode
mit der Abtasteinrichtung verbindet, um den Teilnehmerleitungszustand während dieses Teils der Periode
durch die Abtasteinrichtung festzustellen.
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In der verbesserten Rufstromanlage ist der Rufwechselstrom
in einem Teilnehmerrufstromkreis so in seiner sinusförmigen Wellenform abgewandelt, daß die Stromamplitude vorzugsweise
beim Durchlaufen der Zeitachse der Sinuswelle periodisch auf Null verringert ist. Folglich ist deshalb während
eines Intervalles jeder Rufwechselstromperiode der Rufstrom Null, so daß die Rufstromquelle wirkungsmäßig von der Teilnehmerleitung
abgetrennt ist. Während dieses Intervalles, das bei einem Ausführungsbeispiel etwa 10 Millisekunden
beträgt, wird dieselbe Schaltung, die zur Feststellung eines Aushängezustandes oder einer Bedienungsanforderung eines
Teilnehmers dient, an die gerufene Teilnehmerleitung angeschlossen, um auf die Antwort des Teilnehmers auf das Rufstromsignal
zu prüfen.
Gemäß einem Merkmal der Erfindung kann eine einzelne Rufstromquelle
eine Anzahl von Teilnehmerleitungen innerhalb eines Amtes bedienen, und zu diesem kann gleichzeitig unter
der Überwachung der zentralen Steuerung ein Signal gegeben
werden, und die Teilnehmerantworten können während der aktiven Rufstrpmperioden ohne Störung zwischen den Leitungen
oder hörbare Unterbrechungen in den Rufsignalen festgestellt werden. In der Praxis wurde ermittelt, daß der Rufstrom für
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mindestens 15 Millisekunden unterbrochen werden kann, beginnend bei ungefähr dem Punkt, bei dem die Sinuswelle des
Rufwechselstromes durch ihre Nullachse verläuft. Dabei tritt keine für den Teilnehmer hörbare Unterbrechung im Läutevorgang
des Teiinehmerapparates auf.
Das durch den Aushängezustand dargestellte Antworten eines Teilnehmers führt auf übliche Weise zur Trennung der antwortenden
Leitung von der Rufstromquelle. Auch das geschieht unter der Regie der zentralen Steuerung. Ein weiteres Merkmal
dieser Erfindung besteht darin, daß eine Teilnehmerüberwachungsschaltung nach der Erfindung in Verbindung mit be-'
reits bestehenden Leitungsabfasteinrichtungen einer Fernsprechanlage
ohne Abänderung verwendet v/erden kann, wodurch das übliche Rufauslöserelais vorteilhaft weggelassen
werden kann.
Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben. Es zeigen :
Fig. 1 teilweise in Blockform ein Ausführungs
beispiel einer Rufstrom-und Uberwachungsschaltungsanordnung
für Femsprechteilnehmerleitungenj ■ '
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Fig, 2 ein Zeitdiagramm, das die Arbeitsfolge der
einzelnen Einrichtungen der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 in Beziehung zu der
neuen Rufstromwellenform darstellt»
Eine Femsprechreilnehmer-Rufstromschaltung und Schaltungsmittel
zur Feststellung einer Teilnehmerantwort sind in Fig. 1 als Ausführungsbeispiel der Erfindung in Verbindung mit einem
konventionellen Teilnehmerapparat 100 gezeigt. Diejenigen
Elemente des letzteren, mit welchem sich die Erfindung vor allem befaßt, umfassen ein Läutewerk 101 in Reihe mit einem
gleichstromsperrenden Kondensator 102, die mit den a- und b-Adern R103 und Tl04 verbunden sind, und einem Gabelschalter
105 (gezeigt in eingehängtem Zustand) in Reihe mit einem Nummernschalter 106, die gleichfalls *nit den a- und b-Adern ;
verbunden sind. Die a- und b-Adern führen von der Teilnehmerstelle, die den Teilnehmerapparat 100 einschließt, zum Amt#
wo der Rest der Einrichtungen, die in Fig. 1 dargestellt sind, angeordnet ist. Dort verbindet ein Sprech- und Steuerpfad
mit dem Adernpaar 110 und 11 die a- und b-Adern mit dem
Vermittlungsnetzwerk der Anlage, an die die Schaltungen nach der Erfindung vorteilhaft angepaßt werden können. Weil das
Vermittlungsnetzwerk kein wichtiges Element der Erfindung
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bildet, ist es weder dargestellt noch weiter beschrieben. Doch
nützt gemäß einem Aspekt dieser Erfindung ein Vermittlungsnetzwerk mit Halbleiterkreuzpunkten voll die Vorteile und
günstigen Merkmale aus, die durch diese Erfindung geboten werden. Die Adern 110 und 111 sind mit den a- und b- Rl03
und T104 über die Ruhekontakte 121 bzw. 122 eines Umschaltreiais
120 verbunden. Die Erregerschalfung wird später betrachtet
werden. Parallel zu den Adern 110 und Ul liegt
ein Überwachungsrelais 130 mit einem Arbeitskontakt 131. Das Relais 130 besitzt eine erste Spule, die zwischen der
Ader 110 und einer Gleichstromquelle 132 mit negativem Potential
liegt, femer eine zweite Spule zwisehen der Ader und Erde. Der Arbeitskontakt 131 wird bei der Steuerung beliebiger
Abtastschaltungsanordnung wirksam, die gegenwärtig in elektronischen Vermittlungsanlagen zum Zwecke der Erzeugung
von Signalen eingesetzt werden, welche der zentralen Steuerung Bedienungsanforderungen von Teilnehmerleitungen anzeigen. Weil Einzelheiten der konkreten Abtastanordnung
nicht für ein Verständnis dieser Erfindung nötig sein, brauchen sie hier nur anhand der Eingangssteuerung, wie
sie in der Zeichnung dargestellt fet, betrachtet zu werden.
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Ein zweites Kontaktpaar 123 und 124 des Relais 120 wird wirksam,
um die Teilnehmerleitung mit den Adern R103 und T104 vom Sprechpfad mit den Adern 110 und 111 auf ein Adernpaar
133 und 134, das zu einem Rufstromgenerator 140 führt, umzuschalten.
Organisation und Einzelheiten der letzteren Schaltung werden am besten durch die Beschreibung einer typischen
Betriebsweise der Rufstrom- und Überwachungsschaltung verstanden, und zwar unter teilweisem Bezug auf das Zeitdiagramm
in Fig. 2.
Im normalen Freizustand der Leitung ist das Umschaltrelais
in Ruhestellung und seine Kontakte nehmen die in der Zeichnung dargestellte Lage ein. Das bedeutet die Herstellung von
Überwachungsstromkreisen für die Teilnehmerleitungsschleife über die Kontakte 121 und 122 zum Überwachungsrelais 130,
wodurch das Relais zum Ansprechen auf Bedienungsanforderungen, die sich als Schließen des Gabelschalters 105 des Teil —
nehmerapparates 100 darstellen, vorbereitet ist. Das Relais 120 liegt in einem Stromkreis, der von Erde über die Ader
zur zentralen Steuerung 150 führt. Auf Anweisung von der zentralen Steuerung hin, daß der Teilnehmerleitung mit dem
Teilnehmerapparat 100 ein Signal gegeben werden soll, wird das Relais 120 durch Strom betätigt, der über die Ader 125
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angelegt ist, um die Relqiskontakfel23 und 124 zu schließen
und die Relaiskontakte 121 und 122 zu öffnen. Folglich wer- *
den die a- und b-Adern Rl03 und Tl04 von den Sprechadern
110 und 111 auf die Rufstromadern 133 und 134 umgeschaltet.
Gemäß der Erfindung hat die Wellenform des Stromes, der von der zentralen Steuerung 150 an das Relais 120 angelegt wird,,
eine besondere Art, die nachstehend erläutert werden soll.
Der Teilnehmerapparat 100 ist nun mit dem Rufstromgenerator
140 verbunden, der einen konstanten Rufwechselstrom erzeugt, der jetzt im Detail diskutiert werden soll. Der Generator 140
umfaßt eine Wechselstromquelle 141, die einen sinusförmigen Wechselstrom mit einer Frequenz 20 Hz liefert, zusammen mit
einer Schaltung, die diesem Rufwechselstrom gemäß der Erfin*- dung abwandelt, um eine Wellenform zu erzeugen, wie sie
in Fig. 2 unter α dargestellt ist. Weil ein Anschluß der Quelle 141 geerdet ist, läßt eine Diode 142, die zwischen
diesem Anschluß und der Ader 134 liegt, die negativen Halbwellen des erzeugten Wechselstromes durch. Während der positiven
Halbwellen legt die Wechselstromquelle 141 ebenfalls eine Spannung an die Adern 133 und 134. Jedoch führt beim
Einsetzen dieser Halbwellen gerade beim Nulldurchgang durch die Achse der Sinuswelle der einzige Weg für den Wechsel-
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strom zur Erde durch einen noch unaktivierten pnpn-Transistor 143. Der Zeitpunkt, zu dem der Transistor 143 durchgeschaltet
wird, wird durch ein Phasenschiebernetzwerk mit dem Widerstand 144 und dem Kondensator 145 bestimmt. Diese
Elemente liegen zwischen der Basis des Transistors 143 und Erde bzw. zwischen Basis und einem Abgriff eines Spannungsteilers.
Der Spannungsteiler liegt zwischen den Anschlüssen der Wechselstromquelle 141 und besteht aus den beiden Widerständen
146 und 147, die eine Reduzierung der Spannung, die an das Phasenschiebernetzwerk angelegt wird, bewirken.
Die Daten der Widerstände 144, 146 und 147 und die Größe
der Kapazität 145 bestimmen also die Verzögerung im positiv gerichteten Teil der positiven Halbwellen der Wechselstromquelle
141. In einer speziellen Rufstrom sch a I tu ng nach der Erfindung
wurden die Werte dieser Elemente so gewählt, daß der Transistor 143 mit einer Verzögerung von 10 Millisekunden
durchschaltete. Wenn der Transistor 143 durch die Spannung, die vom Phasenschiebernetzwerk an seine Basis angelegt wird,
nach der vorherbestimmten Verzögerung in den leitenden Zustand überführt worden ist, ist für die positiven Halbwellen
des erzeugten Stromes ein Stromkreis nach Erde geschlossen, der vom oberen Anschluß die Quelle 141 über die Ader 133,
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den geschlossenen Kontakt 123, die Ader R103, den Kondensator
102, das Läutewerk 101, die Ader T104, den geschlosse- (
nen Kontakt 124, die Ader 134 und die Elektroden des Transistors , 143 verläuft. Auf diese Weise wird ein Rufwechselstrom, der aus
einer modifizierten und durch die Wellenform 201 in Fig. 2 idealisiert dargestellten Sinuswelle besteht, erzeugt. In jeder
Periode, angezeigt durch abwechselnde NuIIdurchlaufe der
Sinuswelle bei ti, tll und tl2, sind die positiven Halbwellen
an der Vorderflanke jeweils für ein Zeitintervall tl-t2 auf Null reduziert. Diese Unterbrechungen des Rufstromes, deren Dauer
im vorhergehenden dargestellt wurde, und die sich daraus ergebende Unterbrechung des Läutevorganges haben sich in der
Praxis als zu kurz erwiesen, um für einen Teilnehmer wahrnehmbar zu sein. Es dürfte klar sein, daß bei einer bestimmten
Verwirklichung der Erfindung Intervalle, die kürzer oder länger als die hier vorausgesetzten TO Millisekunden-Intervalle sind,
angegeben werden können, wobei die Unterbrechungen im Läutevorgang innerhalb des unhörbaren Bereiches bleiben.
Die aktive Rufstromperiode der Schaltung in Fig. 1 ist auf normal aufeinanderfolgende Serien .von 2 Sekunden Läute- und 4
Sekunden Pausenintervalle zugeschnitten. Während dieser Pausenintervalle wird normalerweise -48 Volt Gleichspannung
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über ein Rufauslöserelais an die Teilnehmerleitung gelegt, so daß das Rufauslöserelais anziehen kann, wenn der Teilnehmer aushängt.
Gemäß der Erfindung wird während des 4 Sekunden währenden Pausenintervalls das Überwachungsrelais 130, das normalerweise
dazu benutzt wird, eine Bedienungsabfrage festzustellen, mit
der Teilnehmerleitung verbunden, um die Antwort des,Teilnehmers
auf die vorausgegangene aktive Rufstromperiode festzustellen. Zu
diesem Zweck wird während des Pausenintervalls das Umschaitrelais
120 nicht betätigt. Während der aktiven Rufstromperiode (normal 2 Sekunden) steht jedoch das Relais 120 unter Steuerung
von Befehlssignalen, die von der zentralen Steuerung 150 kommen.
Eines von diesen Befehlssignalen ist in Fig. 2 unter b als ein positiver Gleichstrom 202 dargestellt, der zur Zeit t0 beginnt
und sich über das zwei Sekunden währende Rufstrom interval I erstreckt.
Der Beginn und das Ende des Signals 202 werden durch bekannte Zeitschaltungen, die sich in der zentralen Steuerung
150 befinden, gesteuert. Diese Schaltungen brauchen daher nicht über die Art und Zeitsteuerung der benötigten Signale hinaus betrachtet
zu werden. Der Gleichstrom 202 fließt von seiner Quelle in der zentralen Steuerung 150 über die Ader 125 zur Spule des
Relais 120. Wenn dieses Relais anzieht, trennen seine Kontakte 121 und 122 die Adern R103 und Tl04 der Teilnehmerleitung
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vom Sprechpfad, und seine Kontakte 123 und 124 verbinden die
Adern R103 und Tl04 der Teilnehmerleitung mit den Adern 133
und 134 der Rufwechselstromschaltung. Folglich ist der Rufwechselstrom gemäß Fig. 2 an das Läutewerk des Teilnehmerapparates
100 über die a- und b-Teilnehmeradem angelegt, um den Teilnehmer
zu rufen. Wie zuvor erwähnt, bleiben die periodisch erfolgenden Unterbrechungen des Rufwechse!stromes 201 für
den gerufenen Teilnehmer oder für'jeden anderen der Amtsteünehmer,
die sich in die gemeinsame Rufstromquelle 140 teilen, unbemerkt. Nach einem Aspekt der Erfindung liefern diese Un-.
terbrechungen Null-Volt-Intervalle, während derer die gerufene
Teilnehmerleitung auf eine Antwort abgetastet wird. Die Öffnung der Kontakte 121 und 122 des Relais 120 kann im NuII-voltzustand
ohne Abreißfunken bewerkstelligt werden. Femer
ist der Zeitpunkt für das Anziehen des Relais 120 nicht kritisch, weil die Intervalle tl-r2 für einen genügenden Arbeitsspielraum
sorgen. Um eine solche Arbeitsweise zu ermöglichen, hat der Steuerstrom für das Relais 120, der von der zentralen Steuerung
150 kommt, entsprechende Unterbrechungen 203, die periodisch durch die zugeordnete Quelle erzeugt werden. Wie in Fig. 2
erläutert, sind die Unterbrechungen zeitlich so gesetzt, daß
sie gleichzeitig mit den Intervallen tl-t2 auftreten, wenn auch nicht notwendig für die ganze Dauer der Intervalle tl-r2.
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In der Zeichnung sind nur drei stellvertretende Unterbrechungen gezeigt, die erste tritt zur Zeit tll auf, und zwar ein
wenig später als der Nulldurchlauf des Rufwechselstromes 201 zur Zeit ti, und endet zum Zeitpunkt tl2, etwas vor der Vorderflanke
des Rufwechselstromes 201. Die verbleibenden Unterbrechungen
203 sind zeitlich ebenfalls so gesetzt, daß sie in Bezug auf die Nulldurchläufe des Wechselstromes 201 auftreten. Dadurch, daß die Grenzen der Unterbrechungen 203
innerhalb der Zeitgrenzen des Intervalls ti - t2 liegen, wird
gewährleistet, daß der Rufwechselstrom 201 für die volle nicht unterbrochene Dauer anliegt.
Die Gleichschaltung der Frequenz des Rufwechselstromes 201 und der Zdtsetzung der Unterbrechungen 203 ist vorteilhaft zu
erhalten durch das Abgreifen eines Zeitsignales, das vom Ruf-stromgenerator
140 stammt. An einer Ausgangsstufe des Generators dienen ein Widerstand 148 und ein dazu in Reihe geschalteter
Variator 149, die mit den Anschlüssen der^Wechselstromquelle
141 verbunden sind, zur Begrenzung der Wechselspannung und demzufolge zur Reduzierung der Ausgangsspannung,
die an einem Abgriff zwischen diesen Elementen anliegt. Dieses Ausgangssignal liegt über einem Kondensator 148'an einem Lastwiderstand 149' an und wird über die Ader 151 als Zeitsignal
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an die zentrale Steuerung übertragen. Das auf diese Weise erhaltene
Zeitsignal steuert dann in der zentralen Steuerung das Auf-
I.
treten der Unterbrechungen 203 im Steuerstrom 202 für das Relais
120. Wenn während einer Unterbrechung 203 des Relaissteuerstromes 202 der Gabelschalter am Teilnehmergerät 100 eingehängt
bleibt, dann bleibt der Erregerstromkreis für das Relais
130 offen und der Gleichstrom 202 kehrt auf seinen normalen
Rufstromwert zurück, wobei sich die Kontakte 123 und 124 wieder schließen und eine Verbindung zwischen Teilnehmerapparat
100 und dem Rufstromgenerator 140 herstellen. Sollte der gerufene
Teilnehmer jedoch geantwortet haben und der Teilnehmerapparat 100 ausgehängt worden sein, dann wird der Erregerstromkreis
für das Relais 130 über den Gabelschalter 105 geschlossen: Quelle 132, Relaisspule, Ader 110, Kontakt 121,
Ader R103, Gabelschalter 105, den Nummerhschalterkontakt 106, Ader T104, Kontakt 122, Ader 111, zweite Relaisspule,
Erde. Wenn das Relais 130 dann anzieht, schließt sein Kontakt
131 über eine Leitung 135 einen Signalstromkreis zur zentralen.
Steuerung 150. Ein solcher Stromkreis kann eine bekannte Abtasteinrichtung
enthalten, um die zentrale Steuerung von der Teilnehmerantwort zu unterrichten. Nach dem Eingang dieser
Antwort veranlaßt die zentrale Steuerung 150 das Abfallen des Relais 120, wobei die Adern Rl03 und T104 der Teilnehmer-
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!ίίΐ'Ι
leitung in die normale Verbindung mit den Adern MO und 111
des Sprechpfades zurückkehren. Diese Umschaltung wird nicht bis zum Ende des Zweisekunden-Rufstromintervalles verzögert,
sondern kann jederzeit während des Intervalles ti - t2 des Rufwechselstromes
201 und der entsprechenden Unterbrechung 203 des Gleichstromes 202 für das Relais 120 auftreten.
Augenscheinlich kann ein Teilnehmerantwortzustand auch während eines Viersekunden-Pausenintervalls der Rufstromperiode
festgestellt werden. Die Pausenintervalle sind ebenfalls von der zentralen Steuerung 150 über die Adern 125 gesteuert,
um die Teilnehmerschleife und die Sprechpfadverbindungen zur selben Zeit, zu der Rufstromgenerator 140 abgetrennt wird,
wieder herzustellen.
Es dürfte klar sein, daß andere Betriebsarten für die Überwachungsschaltung
nach der Erfindung möglich sind. Da z.B· während des Intervalles ti - t2 in Fig. 2 die Ausgangsspannung
des Rufstromgenerators 140 auf Null reduziert wird, ist der Generator effektiv von der Teilnehmerleitung getrennt,
selbst wenn die Kontakte 123 und 124 geschlossen bleiben. Es fließt während dieses Intervalles kein Strom vom Rufstromgenerator 140 in die Teilnehmerleitung, der a'ie Feststellung
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eines Aushängezustandes stören könnte. Folglich kann gemäß einem anderen spez. Ausführungsbeispiel der, Erfindung der Rufstromgenerator
140 dauernd mit der Teilnehmerleitung verbunden bleiben, und zwar während des gesamten Zweisekunden-Rufintervalles
der aktiven Rufstromperiode. Die Funktionen des Umschaltrelais 120 sind in diesem FaIIe--getrennt; zwei Relais
sind erforderlich, um die Ruhekontakte 121 und 122 und die Arbeitskontakte 123 und 124 zu betätigen. Der Betätigungsstrom
für das Arbeitskontaktrelais, das den Generator 140 mit der Teilnehmerleitung verbindet, würde nur die Wellenform 202
ohne die Unterbrechungen 203 gemäß Fig. 2 benötigen. Der Betätigungsstrom
für das Ruhekontaktrelais, das die Adern 110 und 111 des Sprechpfades abtrennt, hätte im wesentlichen die Wellenform
des Stromes 202 in Fig. 2. Es läßt sich auch einsehen, daß die Teilnehmerleitung nicht während jeder Periode des
Rufwechselstromes 201 überwacht zu werden braucht. So können die Unterbrechungen 203 zeitlich derart gesetzt werden,
daß sie während bestimmter Perioden des Rufwechselstromes auftreten, und zwar entsprechend der jeweiligen Anlage. .
309817/0609. ,..,.-
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE/l.) Rufstrom anordnung für eine Fernmeldevermittlungsanlage zur Antwortfeststellung während des Rufens mit einer Schaltungsanordnung (140) zum Zuführen von Rufwechselstrom während eines ersten Zeitintervalls an ein Ende einer Teilnehmerleitungsschaltung (R103, T104) und mit einer Abtast- ' einrichtung (130) zur Bestimmung des Teilnehmerschaltungszustandes,dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung (140) eine Einrichtung (142, 143, 144, 145, 146, 147) aufweist, die eine vorherbestimmte Zeit lang ein Teil jeder Rufwechselstromperiode innerhalb des ersten Ze it Intervalls unterbricht, und daß eine Schalteinrichtung (120) die Teilnehmerleitungsschaltung (R103, T104) wählend des unterbrochenen Teils einer jeden Wechselstromperiode mit der Abtasteinrichtung (130) verbindet, um den Teilnehmerleitungszustand während dieses Teils der Periode durch die Abtasteinrichtung festzustellen.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung (140) dafür ausgelegt ist, den Rufwechselstrom zu unterbrechen, wenn dessen momentane Amplitude nahezu Null ist.309817/0669
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung (140) dafür ausgelegt ist, während einer vorherbestimmten Zeit die Vorderflanke der Rufwechselstromhalbwelle des einen Vorzeichens auf die Nullachse des Wechselstromes zu begrenzen.
- 4. , Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltungsanordnung (140) ein zweites Zeitintervall bereitstellt, während dem der Teilnehmerleitung kein Rufstrom zugeführt wird, und daß die Schalteinrichtung (120) die Abtasteinrichtung (130) während des zweiten Intervalls mit der Teilnehmerleitung verbindendet, und daß die Abtasteinrichtung (130) den Teilnehmerleitungszustand während des zweiten Zeitintervalls feststellt.3 0 9 8 17/0669L e e r s e i t e
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US17682871A | 1971-09-01 | 1971-09-01 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE2549469A1 (de) * | 1974-11-07 | 1976-05-13 | Western Electric Co | Schaltungsanordnung zum anlegen und feststellen von rufstromsignalen |
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- 1972-08-31 ES ES406574A patent/ES406574A1/es not_active Expired
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| CA944878A (en) | 1974-04-02 |
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| IT965154B (it) | 1974-01-31 |
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| BE788119A (fr) | 1972-12-18 |
| GB1398170A (en) | 1975-06-18 |
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