DE2242345B2 - Gleichdruckvergaser für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Gleichdruckvergaser für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Gleichdruckvergaser für Brennkraftmaschinen mit einer Brennstoffkammer
konstanten Niveaus, deren Luftraum über zwei Belüftungskanäle mit steuerbarem Querschnitt an Bereiche
unterschiedlichen Druckes an den Ansaugkanal des Vergasers angeschlossen ist, wobei der eine Belüftungskanal
an einen Bereich angeschlossen ist, in dem etwa Atmosphären druck herrscht und der Brennstoffraum
der Brennstoffkammer mit einer Brennstoffcustrittsdüse
verbunden ist, deren Austrittsquerschnitt von einer Düsennadel gesteuert ist, die mit einem Luftdrosselorean
verbunden ist welches den Steuerquerschnitt des Ansaugkanals so einregelt, daß in diesem Querschnitt, in
den die Brennstoffaustrittsdüse mündet, konstanter Druck herrscht
Ein derartiger Vergaser ist in der französischen Patentschrift 14 93 167 offenbart Dort mündet der eine
Belüftungskanal .rJes Luftraumes stromaufwärts des
Luftdrosselorgans eines Gleichdruckvergasers in Form eines Staurohres in den Ansaugkanal. Auch der zweite
Belüftungskanal mündet stromaufwärts des Luftdrosselorgans am Beginn der Ansaugkanal-Durchmesserverengung.
In beiden Kanälen sind komplementär zueinander betätigbare Klappen angeordnet, die mit der
willkürlich betätigbaren Drosselklappe verbunden sind oder durch einen Stellmotor in Abhängigkeit vom
Unterdruck der Brennkraftmaschine betätigt werden.
Diese Einrichtung dient zur Steuerung der Anreicherung des Kraftstoff-Luftgemisches mit Kraftstoff bei
ausgewählten Betriebsbereichen der Brennkraftmaschine.
Die Einrichtung hat den Nachteil, daß die zur Verfügung stehenden Drücke, mit denen der Druck im
Luftraum der Brennstoffkammer variiert werden soll, sich ständig und insbesondere in Abhängigkeit vom
Luftdurchsatz ändern. Mit dieser Einrichtung ist kein genaues Einhalten eines bestimmten Kraftstoff-Luft-Verhältnisses
zur Verminderung der schädlichen Bestandteile im Abgas unabhängig von dem Betriebsbereich
der Brennkraftmaschine möglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den eingangs genannten Gleichdruckvergaser so zu verbessern,
daß ein genaues Einhalten einer im Sinne der Verminderung der schädlichen Anteile im Abgas
optimalen Zusammensetzung des Kraftstoff/Luftgemisches erzielbar ist und Störgrößen schnell und mit
geringem Aufwand ausregelbar sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der zweite Belüftungskanal in einen Bereich des
Ansaugkanals ausmündet, der zwischen Luftdrosselorgan und dem willkürlich betätigbaren Drosselorgan der
Vergaser liegt und daß der Querschnitt der Belüftungskanäle in Abhängigkeit vom Ausgangssignal einer dem
Abgas der Brennkraftmaschine ausgesetzten Meßsonde derart gesteuert ist, daß bei Sauerstoffüberschuß im
Abgas der Druck im Luftraum der Brennstoffkammer konstanten Niveaus erhöht wird und umgekehrt.
Der Druck in diesem Luftraum stellt sich dann je nach Abgaszusammensetzung auf einen Druck ein, der ein
Mischdruck aus atmosphärischem Druck und dem Druck ist, der am Luftdrosselorgan bzw. zwischen
diesem und dem willkürlich verstellbaren Drosselorgan des Vergasers vorherrscht Durch die im wesentlichen
konstanten, für die Änderung des Schwimmerkammerdrucks zur Verfügung stehenden Betätigungsdrücke
kann ferner eine in allen Betriebsbereichen der Brennkraftmaschine gleichermaßen genau und in jede
Ausregelrichtung gleich schnell reagierende Regelung erzielt werden
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen und werden in
der rachfolgenden Beschreibung näher erläutert
Zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der
Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 das erste Ausführungsbeispiel mit. einem Umschaltventil zur Steuerung der Querschnitte der
Belüftungskanäle,
P i g. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel, das zwei Magnetventile anstatt des Umschaltventils gemäß dem
Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 aufweist und
Fig.3—5 Diagramme für mehrere 'Orteilhafte
Ansteuerungen der Magnetventile.
In einem Ansaugkanal 1 der Brennkraftmaschine sind ein Luftdrosselorgan 2 und ein willkürlich betätigbares
Drosselorgan 3 hintereinander angeordnet Das Luftdrosselorgan 2 ist Teil eines Luftmengenmessers eines
Gleichdruckvergasers und regelt den Querschnitt des Ansaugkanals so ein, daß in diesem Querschnitt in der.
eine Brennstoffaustrittsdüse 5 mündet, konstanter Druck herrscht Das Luftdrosselorgan 2, das sowohl ein
Schieber als auch eine Klappe sein kann, steuert mit einer Düsennadel 4 den Austrittsquerschnitt der
Brennstoffaustrittsdüse 5, an der eine Leitung 6 endet. Diese ragt in eine Brennstoffkammer 7 hinein und
taucht mit ihrem, der Brennstoffaustrittsdüse 5 abgewandten Ende in den Brennstoff ein. Der Luftraum 8
oberhalb des Brennstoffniveaus ist über einen Belüftungskanal 9 und ein Ventil 10 mit Belüftungskanälen 11
und 12 verbindbar. Der Kanal 11 führt von dem Ventil
10 zu einer stromaufwärts des Luftdrosseiorgans liegenden Stelle des Ansaugkanals und der Kanal 12 zu
einer stromabwärts des Luftdrosselorgans liegenden Stelle, die jedoch stromaufwärts des willkürlich
betätigbaren Drosselorgans 3 liegt. Es stehen somit als Druckquollen sowohl etwa atmosphärischer Druck als
auch ein ebenfalls konstanter diesem Druck gegenüber reduzierter Druck für die Beeinflussung des Drucks im
Luftraum der Brennstoffkammer zur Verfügung.
Das Ventil 10 ist a!.* Umschaltventil in Form eines
Membranmagnetventils ausgebildet, bei dem über eine Magnetspule 13 ein Anker 14 betätigt wird, der
zumindestens ein Teil der Membran 15 ist Diese ist zwischen zwei Sitzen 16 und 17 angeordnet, die sich an
den Enden der Bilüftungskanäle U und 12 befinden. In
der Membran 15 sind öffnungen 18 vorgesehen, über die die Luft aus dem Kanal 11 ungehindert zum Kanal 9
strömen kann. Wie in F i g. 1 nicht näher dargestellt, wird die Magnetspule 13 entsprechend dem Ausgangssignal
einer im Auspuffsystem des Kraftfahrzeuges angeordneten Meßsonde gesteuert. Je nach Stärke der
Erregung wird der Anker 14, der im Ruhebetrieb den Sitz 17 verschließt gegen den Sitz 16 gezogen, wobei
der Kanal U geöffnet und der Kanal 12 mehr oder weniger geschlossen wird.
Zur Verminderung des Aufwandes bei der Regeleinrichtung
ist auch eine petaktete Betätigung des Ankers 14 möglich, das bedeutet, daß das bewegliche Ventilteil
abwechselnd einen der Sitze 16 oder 17 völlig verschließt In jedem Fall wird der Luftraum 8 der
Brennstoffkammer 7 mehr oder weniger dem im Ansaugkanal 1 herrschenden Druck stromaufwärts oder
stromabwärts des Luftdrosselorgans 2 ausgesetzt
Bei dem in F i g. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind von der Ausführung nach F i g. 1 nur der zur Brennstoffkammer führende Belüftungskanal 9 sowie die im Ansaugkanal endenden Belüftungskanäle 11 und 12 dargestellt Bei diesem Ausführungsbeispiel werden
Bei dem in F i g. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind von der Ausführung nach F i g. 1 nur der zur Brennstoffkammer führende Belüftungskanal 9 sowie die im Ansaugkanal endenden Belüftungskanäle 11 und 12 dargestellt Bei diesem Ausführungsbeispiel werden
ίο die Kanäle 11 und 12 durch Magnetventile 20 und 21
gesteuert die alternativ gleichzeitig geöffnet und geschlossen werden können. Desweiteren sind in den
Kanälen 11,12 willkürlich änderbare Drosselstellen 30,
31 vorgesehen.
is In einem Abgasrohr 22 ist die Meßsonde 23 angeordnet bei der es sich um eine an sich bekannte
Sauerstoffmeßsonde handeln kann, wie sie z. B. in der
amerikanischen Patentschrift 35 97 345 beschrieben ist Diese Meßsonde besteht aus einem einseitig verschlossenen
Röhrchen 24, das aus eii><rm Festelektrolyten
Zirkondioxyd besteht und beiderseits iwit mikroporösen
Platinschichten 25 beschichtet ist Das Röhrchen ist einerseits von der Außenluft und andererseits von den
Abgasen des Kraftfahrzeugs berührt Wenn der Sauerstoff- Partialdruck im Abgas von dem in de;·
Außenluft abweicht dann tritt zwischen den beiden Platinschichten eine Potentialdifferenz auf, die logarithmisch
vom Quotienten dieser Sauerstoff-Partialdrücke abhängt Deshalb ändert sich die Ausgangsspannung der
jo Sauerstoffmeßsonde in dem näheren Bereich der Luftzahl λ = 1 sprungartig zwischen einer hohen und
einer niedrigen Ausgangsspannung.
Erfindungsgemäß werden das Magnetventil 21 nur beim Überschreiten eines oberen Schwellwertes und
is das Magnetventil 20 beim Unterschreiten eines unteren
Schwellwertes der Meßsondenausgangsspannung aufgesteuert Bei der Aufsteuerung des Ventils 20 steigt
also der Druck im Brennstoffbehälter 7 und der Brennstoffanteil des der Brennkraftmaschine zugeführ-
4« ten Betriebsgemisches nimmt zu. Dagegen nimmt beim
Aufsteuern des Magnetventils 21 dieser Brennstoffanteil ab.
Durch die Verwendung von zwei Magnetventilen, die getaktet arbeiten, wird verhindert, dnß aufgrund der
Belüftungskanäle ein Bypaß entsteht, der das Regelverhalten der Anlage stören könnte. Grundsätzlich ist
jedoch der Querschnitt der Belüftungskanäle so klein gewählt, daß die im Bypaß durchströmende Luftmenge
kleiner als 5—10% der Leerlauf-Luftmenge der Brennkraftmaschine ist und damit durch die Steuerung
entsprechend dem Ausgangssignal der Meßsonde beherrschbar ist.
I·/ den F i g. 3—5 sind Diagramme dargestellt, die die Funktion der Regelung besser veranschaulichen und bei
denen Meßsondtn-Ausgangsspannungen bzw. daraus gebildete Steuerspannungen zur Ansteuerung der
Magnetventile 20, 21 über der Zeit dargestellt sind. In F i g. 3 ist im oberen Diagramm die Sondenausgangsspannung
mit ihrem sprungartigen Verlauf dargestellt.
Die waagerechten Linien 51 und 52 stellen den oberen
und unteren Schwellwert dar. Sobald die Spannung über die Linie 51 steigt oder unter die Linie 52 sinkt, wird je
eines der Magnetventile betätigt, wie es auf den beiden unteren Impulsfolrediagrammen der Fig.3 gezeigt ist.
Während die Impulse beim mittleren Diagramm für das Magnetventil 20 gelten, gelten die im untersten
Diagramm für das Magnetventil 21. Die Einschaltzeiten von den Magnetventilen 20 und 21 können auch wie
dargestellt ζ. B. mit Hilfe einer Kippstufe konstant entweder auf ti oder /2 gehalten werden, d.h. der
Einschaltezeitpunkt erfolgt nach der Zeit M bzw. ti.
Dies kann von Vorteil sein, wenn schnelle, aber gleichmäßige Schaltzeiten erwünscht sind.
Wie in F i g. 2 dargestellt, sind in den Schaltkreis zwischen Meßsonde 23 und Magnetventilen 20, 21 zur
Erfassung des oberen und unteren Schwellwertes Schwellwertschalter 26 und 27 angeordnet. Es kann
jedoch auch von Vorteil sein, den Schwellwertschaltern eine Impulsformerstufe z. B. in Form eines !Comparators
28 vorzuschalten, durch den aus dem sprunghaften Verlauf der Ausgangsspannung der Meßsonde eine
reine Rechteckspannung erzeugt wird, die dann über Integrator 29 in eine Spannung mit gleichmäßig
steigenden und fallenden Kurvenabschnitten, also eine Rechteckspannung umgeformt wird, die dann von den
Schwellwertschaltern abgetastet wird.
In Fig.4 ist im zweiten Diagramm der Spannungsverlauf nach dem Komparator 28 gezeigt und im dritten
Diagramm der Verlauf der Ausgangsspannung des Integrators 29. Darunter sind die beiden Impulsfolgen
angegeben, die in gleicher Weise wie bei F i g. 3 gezeigt, durch die Schwellwertschalter gebildet werden.
in Baustein so ausbilden, daß er bei Umkehr der
Integrationsrichtung einen steilen Spannungssprung definierter Größe aufweist, womit eine vorhandene
Hysterese der Schwellwertschalter übersprungen werden kann. In Fig. 5 ist im ersten Diagramm die
Γ) solchermaßen gebildete Ausgangsspannung des Integrators
dargestellt.
Claims (9)
1. Gleichdruckvergaser für Brennkraftmaschinen mit einer Brennstoffkammer konstanten Niveaus,
deren Luftraum über zwei Belüftungskanäle mit steuerbarem Querschnitt an Bereiche unterschiedlichen
Druckes an den Ansaugkanal des Vergasers angeschlossen ist, wobei der eine Belüftungskanal an
einen Bereich angeschlossen ist, in dem etwa Atmosphärendruck herrscht und der Brennstoffraum
der Brennstoffkammer mit einer Brennstoffaustrittsdüse verbunden ist, deren Austrittsquerschnitt
von einer Düsennadel gesteuert ist, die mit einem Luftdrosselorgan verbunden ist, welches den
Steuerquerschnitt des Ansaugkanals so einregelt, daß in diesem Querschnitt, in den die Brennstoffaustrittsdüse
mündet, konstanter Druck herrscht, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite
Belüftunjskanal (12) in einen Bereich des Ansaugkanals
(1) aasmündet, der zwischen Luftdrosselorgan
(2) und dem willkürlich betätigbaren Drosselorgan
(3) des Vergasers liegt, und daß der Querschnitt der
Belüftungskanäle (11, 12) in Abhängigkeit vom Ausgangssignal einer dem Abgas der Brennkraftmaschine
ausgesetzten Meßsonde (23) derart gesteuert ist, daß bei Sauerstoffübersaiuß im Abgas der Druck
im Luftraum (8) der Brennstoffkammer (7) konstanten Niveaus erhöht wird und umgekehrt
2. Gleichdruckvergaser für Brennkraftmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Steuerung des Querschnittes der Belüftungskanäle (U, 12) über ein elektromagnetisch betätigtes
Umschaltventil (10) ei folgt.
3. Gleichdruckvergaser fü> Brennkraftmaschinen nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in Ruhestellung des Umschaltventils (10) der Belüftungskanal (11) verschlossen ist, der an einem
Bereich des Ansaugkanals (1) des Vergasers anschließt, in dem etwa Atmosphärendruck herrscht.
4. Gleichdruckvergaser nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Meßsonde zwei Schwellwertschalter (26, 27) nachgeschaltet sind, die mit dem Umschaltventil (10)
verbunden sind und durch die ein oberer Grenzwert ('S 1) und ein unterer Grenzwert (S 2) des Ausgangssignals
der Meßsonde erfaßbar sind.
5. Gleichdruckvergaser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Umschaltventil durch zwei
Magnetventile (20,21) ersetzt ist, von denen je eines in einem der Belüftungskanäle (11,12) angeordnet ist
und mit einem der Schwellwertschalter (26, 27) verbunden ist.
6. Gleichdruckvergaser nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Meßsonde (23) und
den Schwellwertschaltern (26,27) ein integrator (29) geschaltet ist.
7. Gleichdruckvergaser nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Integrator (29) und
Meßsonde (23) zur Signalformung ein Komparator (28) geschaltet ist.
8. Gleichdruckvergaser nach einem der vorstehenden Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
den Schwellwertschaltern (26, 27) jeweils ein Zeitglied mit einer konstanten Schaltzeit zur
Ansteuerung der Magnetventile nachgeschaltet ist.
9. Gleichdruckvergaser nach einem der vorstehenden Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Integrator (29) so ausgebildet ist, daß die
Ausgangsspannung des Integrators bei einem Wechsef der Integrationsrichtung sich sprunghaft
um einen festgelegten Betrag im Sinne der neuen Integrationsrichtung ändert
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