DE2241888A1 - Verfahren zum aufbringen eines lagerwerkstoffes auf einen stuetzkoerper - Google Patents
Verfahren zum aufbringen eines lagerwerkstoffes auf einen stuetzkoerperInfo
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Description
Verfahren zum Aufbringen eines Lagerwerkstoffes auf einen Stützkörper
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen eines Lagerwerkstoffes aus einer Al-Legierung auf einen Stützkörper,
mit glatter Lagerstützfläche, die im weitesten Sinne flach,
konkav oder konvex gekrümmt sein kann, und bezieht sich insbesondere auf ein Verfahren, mit dem ein Lagerwerkstoff aus
einer Al-Legierung in die Kur&ellagerbohrung am Lagerende von
Pleuelstangen aufgebracht und mit diesem verbunden werden
kann.
Bisher wurde ein Babbitt- bzw. Weißmetall-Lagerwerkstoff in
die zylindrische Lagerbohrung von Pleuelstangen eingegossen und anschließend zur Erzielung der verlangten Gestalt bearbeitet.
An die Stelle dieser Technik trat die Verwendung von Lagerschalen, zu deren Herstellung eine Al-Legierung mit Stahlblechstreifen
verbunden wurde, die dann geschnitten und in die verlangte Gestalt gebracht in die Pleuelstangen eingesetzt
wurden.
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ώϋ ist schwierig, eine zufriedenstellende Bindung zv/isoheri
einem Lagerwerks tof f aus Al-Legierung und einer Stützfläche
zu erzieLen, weil ;;.n der Oberfläche der Lagerwerics to ffes D to to Aluminiumoxid vorhanden ist, das das Zustandekommen
einer guten molekularen Bindung stört.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln
ein wirtschaftlich durchführbares Verfahren zu schaffen, mit dem ein Lagerwerkstoff aus Al-Legierung unmittelbar auf die
konkave, im wesentlichen zylindrische Innenfläche des Lagerendes einer Pleuelstange aufbringbar und mit dieser zuverlässig
verbindbar ist, und dem die vorgenannten und weitere Nachteile nicht anhaften.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Lagerwerkstoff auf eine zuvor auf eine Temperatur zwischen
etwa 260 0C und etwa 370 0G erhitzte Stützfläche aufgebracht
wird. Der Lagerwerkstoff wird in Platten- bzw. Tafelforra
bereitgestellt und hat eine Dicke, die wesentlich größer ist
als die verlangte Fertigdicke des auf die Stützfläche aufgebrachten und mit dieser verbundenen Lagerwerks to ff er·, ucü
Maß der Länge bzw. Breite des in Platten- bzw. Tafel form verwendeten Lagerwerkstoffes wird von einer Kante aus gemessen
und entsprechend dem Verhältnis zwischen einer anfänglichen Dicke des Lagerwerkstoffes und der verlangten Fertigdicke
festgelegt. Meistens ist die anfängliche Dicke des plattenförmigen Lagerwerkstoffes im wesentlichen zweimal so groß
wie die verlangte Pertigdicke des Lagerwerkstoffes. In diesem
Fall beträgt die Länge bzw. Breite des Lagerwerkstoffen etwa
die Hälfte der Länge bzw. Breite der Stützfläche, auf die er aufgebracht v/erden soll. Der Lagerwerkstoff wird auf die
Stützfläche so aufgelegt, daß er einen Teil der Stütz fläche
überdeckt und mit einer Kante an einer entsprechenden Kante der Stützfläche im wesentlichen bündig abschließt.
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Das Aufbringen und Verbinden des X-agerwerkstoffes auf bzw, mit
der Stützfläche"wird dadurch erzielt, daß man eine begrenzte
liruckzone errichtet, in der der Druck auf ein Maximum ansteigt,
und im Bereich des Maximalwertes eine Verringerung der Dicke des Lagerwerkstoffes auf die verlangte l?ertigdicke oder, wenn
eine anschließende Bearbeitung ■vorgesehen ist, auf ein gewisses
Übermaß vornimmt. Diese Druckauftragszone wird allmählich
über die Stützfläche geführt und verursacht ein Strecken bzw.
Dehnen und fließen des Lagerwerkstoffes q.n seiner der Stützfläche
zugewandten Oberfläche. Dadurch wird im Bereich des maximalen Dxmckaufträges frische, nicht oxidierte Legierung
zur Erzielung einer wirksamen Bindung freigelegt. Mit anderen Worten, die fortschreitende Verlagerung der Druckauftragszone
verteilt den Lagerwerkstoff über die Stützfläche, mit der er durch Einwirkung von Druck bei erhöhter Temperatur metallurgisch
oder molekular verbunden wird. Die Bindung ist besonders wirksam, da'sie zwischen der Stützfläche und frischer, nicht
oxidierter Lagerlegierung stattfindet.
Kin Verfahren der eingangs beschrieben Art zeichnet sich erfindungsgemäß
dadurch aus, daß man die Lagerstützfläche auf etwa 260 0G bis etwa 370 0G erhitzt, Lagerwerkstoff in Plattenbzw.
Tafelform auf diese Lagerstützflache auflegt, auf den
Lagerwerkstoff Druck fortschreitend in einer Richtung parallel
zur Lagerstützfläche aufträgt, um den Lagerwerkstoff gegen
die Lagerstützfläche zu pressen, seine Dicke zu verringern
und ihn vom Punkt des Beginns des Druckauftrages.ausgehend
über die LagerStützfläche zu dehnen,und daß man die Druckauftragszone
über die Lagerstützflache führt, um'durch Strecken
und Dehnen der der Lagerstützfläche zugewandten Oberfläche des Lagerwerkstoffes dort nicht oxidiertes frisches.Metall
freizulegen, das bei höherer Temperatur und unter Druck stetig und gleichmäßig von einer Kante der? LagerStützfläche ausgehend
bis sui1 entgegengesetzten. Kante mit der Lagerstützfläche
verbindbar ist.
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In einer bevorzugten Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Lagerwerkstoff auf die Innenfläche des
Lagerendes einer Pleuelstange aufgetragen. Der Lagerwerkstoff
hat anfänglich die Gestalt eines Rohrkörpers, der in die Eager--7 ·
der Pleuelstange eingeführt wird. Der Druckauftrag erfolgt dadurch, daß man ein Werkzeug von kreisrundem Querschnitt mit
einer im Längsschnitt gerundeten,Umfangsflache so bewegt,
daß es den Rohrkörper aus Lagerwerkstoff aufspreizt bzw. dehnt,
seine Dicke verringert und bei damit einhergehendem Strecken seiner Innenfläche und Fließen des Werkstoffes so dehnt, daß
es sich über die Stützfläche ausbreitet. Der7Vorschub des
Werkzeuges durch das Lager erfolgt mit mäßiger Geschwindigkeit. Die Vorschubgeschwindigkeit des Werkzeuges ist nicht
besonders kritisch, jedoch kann der Auftragshub in einer Zeitspanne von einer Sekunde oder weniger ausgeführt sein.
♦Insbesondere balligen
Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen
eines Ausführungsbeispiels mit weiteren Einzelheiten erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Pig. 1 eine vereinfachte Darstellung in vergrößertem Maßstab zur Verdeutlichung des Zusammenwirkens zwischen Werkzeug,
Lagerwerkstoff -Batte und Stützfläche,
Fig. 2 eine vereinfachte Darstellung der anfänglichen Arbeitsschritte, mit denen der rohrförmige Lagerwerkstoff
aufgebracht und das Werkzeug zum Aufbringen und Verbinden des Lagerwerkßtoffes herangeführt wird, .
Fig. ? und 4 eine Fig. 2 ähnliche Ansicht zur Verdeutlichung der Bedingungen während des Vorschubes des Werkzeuges
<. durch das Lager,
Fig. 5 eine Seitenansicht eines Teils des Lagerendes einer Pleuelstange mit aufgebrachtem Lagerwerkstoff und
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Fig. 6 eine Teilansicht eines Werkzeuges in abgewandelter
AusMldungsf orm.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, eine wirksame metallurgische oder molekulare Bindung zwischen einem
Lagerwerkstoff aus Al-Legierung und einer metallischen Stützfläche zu erzielen. Eine Bindung zwischen einer aluminiumreichen
Legierung und einer metallischen Stützfläche war bisher infolge der Gegenwart von Oxiden, insbesondere von Aluminiumoxid,
an der mit der Stützfläche zu verbindenden Oberfläche
des Lagerwerkstoffes sehr schwierig zu erzielen.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Stützkörper und damit seine Stützfläche auf eine erhöhte Temperatur von
beispielsweise zwischen etwa 260 0G und etwa 370 0O gebracht '
und der Lagerwerkstoff in Platten- bzw. Tafelform mit einer Dicke bereitgestellt, die wesentlich größer ist als die für
den aufgebrachten Lagerwerkstoff verlangte Dicke. Die Querbzw. Längsabmessung der Lagerwerkstoffplatte ist entsprechend
verringert, da sich der Lagerwerkstoff infolge der Verringerung seiner Dicke dehnt bzw. streckt.
Wie am deutlichsten aus Fig. 1 zu erkennen, weist der Stützkörper 10 eine Lagerstützfläche 12 auf, die sich zwischen einer
Kante 14 und einer entgegengesetzten Kante 16 erstreckt. Der plattenförmige Lagerwerkstoff 20 hat eine anfängliche Dicke
D-j. Der Lagerwerkstoff wird so angelegt, daß eine seiner Kanten
mit der Kante 14 des Stützkörpers im wesentlichen bündig abschließt.
Unter der Annahme, daß die anfängliche Dicke des Lagerwerkstoffes etwa zweimal so groß ist wie die verlangte
Fertigdicke, wird die anfängliche Breite bzw. Länge der Lagerwerkstoffplatte etwa halb so groß wie die Breite bzw. Länge
des Stützkörpers zwischen seinen Kanten 14 und 16 gewählt. .;
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Sobald der Lagerwerkstoff an der Lagerstützfläche 12 anliegt
oder dieser unmittelbar benachbart ist, wird ein Formwerkzeug 22 in Querrichtung bzw. Längsrichtung entsprechend den eingezeichneten Pfeilen über den Stützkörper hinweg geführt. Das
Formwerkzeug weist eine Kante oder Umfangsflache 24 auf, die
in der Längsschnittdarstellung wenigstens in ihrem voreilenden bzw. vorderen Abschnitt die dargestellte Krümmung aufweist.
Die Krümmung dieser vorderen Kante des Werkzeuges ist kritisch, da mit ihr ein allmählich zunehmender Druck auf den Lagerwerkstoff
ausgeübt, seine Dicke verringert und sein vor dem Werkzeug liegender Teil über die Stützfläche so vorgetrieben
wird, daß im Bereich des maximalen Druckauftrages, in dem
die metallurgische oder molekulare Bindung hergestellt wird, ständig frischer, nicht oxidierter Lagerwerkstoff freigelegt
wird. Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, die in Längsrichtung verlaufende Krümmung des Werkzeuges mit einem
Krümmungsradius im Bereich zwischen etwa 25,4 mm und etwa 100 mm auszuführen.
In der Darstellung der Fig. 1 ist der Lagerwerkstoff im Bereich eines Punktes 26 dauerhaft mit der Stützfläche 12 verbunden und
weist dort eine Dicke auf, die etwa die Hälfte seiner anfänglichen
Dicke beträgt. .
Wenngleich, entsprechend Fig. 1, die Lagerstützfläche 12 flach
ausgebildet/if&iPder Lagerwerkstoff 20 die Gestalt einer flachen
Platte bzw. Tafel haben kann, läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren mit besonderem Vorteil beim Auskleiden der Innenfläche
einer zylindrischen Stützfläche mit Lagerwerkstoff in Gestalt einer Lagerhülse oder Lagerbüchse anwenden. In
einer speziellen Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die zylindrische Stützfläche am Lagerende einer
Pleuelstange ausgekleidet. Nach Aufbringen und Verbinden des Lagerwerkatoffes mit den Stützflächen der Pleuelstange wird
er längs der Trennflächen zwischen dem konkaven Ende der Pleuelstange und dem wegnehmbar angeordneten Lagerdeckel
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gespalten oder in anderer Weise getrennt bzw. geteilt..
Fig. 5 zeigt eine Pleuelstange 30 mit einer konkav-zylindrischen
Lagerstützfläche 32 und einem wegnehmbar angeordneten Lagerdeckel 34 mit einer konkav-zylindrischen Lager stütz fläche
Die eigentliche Pleuelstange und der Lagerdeckel sind miteinander durch Befestigungsschrauben 38 verbunden, so daß sich
eine aus den Lagerstützflächen 32 und 36 zusammengesetzte und in Fig. 2 bis 4 mit 39 bezeichnete zylindrische Lagerstützfläche
ergibt. In Fig."5 ist der Lagerwerkstoff mit 40 bezeichnet.
Ein Lagerstützkörper ist in Fig. 2 bis 4 mit 41 bezeichnet. Entsprechend Fig. 2 nimmt die Lagerstützfläche 39 einen aus
Lagerwerkstoff bestehenden rohrförmigen Körper 42 auf. Bei diesem Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist angenommen,
daß der Rohrkörper 42 aus Lagerwerkstoff eine anfängliche Dicke aufweist, die zweimal so groß ist wie die Fertigdicke
des auf die Stützfläche aufgebrachten und mit dieser verbundenen Lagerwerkstoffes. Dementsprechend ist die in Fig. 2 mit W-bezeichnete
Länge oder Breite des Rohrkörpers 42 etwa die Hälfte der Länge oder Querabmessung Wp des Lagerstützkörpers.
Daraus folgt, daß bei Verringerung der Dicke des Lagerwerkstoffes auf etwa die Hälfte der anfänglichen Dicke die
Länge oder Breite des Lagerwerkstoffes etwa verdoppelt und dadurch so gestreckt wird, daß sie der Länge oder Querabmessung
W2 des Stützkörpers entspricht. Zu einem in Fig. 2 mit T
bezeichneten Werkzeug gehört ein Werkzeugkopf 44, der wenigstens an einem vor eilenden bzw. vorderen Umfangsabschnitt 46 im
Längsschnitt eine Krümmung wie dargestellt aufweist. Die Krümmung des Werkzeugkopfes ist zweckmäßig bogenförmig im
Längsschnitt ausgebildet, wobei der Krümmungsradius etwa im Bereich zwischen etwa 25,4 mm und etwa 100 mm liegt, um das
Fließen und die Verdrängung des Werkstoffes beim Vorschub des Werkzeuges durch das aus dem Lagerstützkörper und dem aus
Lagerwerkstoff bestehenden Rohrkörper gebildete Aggregat beherrschen zu können.
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Pig. 3 zeigt den Zustand bei teilweise in den Lagerstützkörper eingedrungenem Werkzeug T, wobei der größte Durchmesser 48
des Werkzeuges T die Kante 50 des Lagerstützkörpers bereits passiert hat. In einem der Kante 50 des Lagerstützkörpers
benachbarten Bereich 52 ist daher die Dicke des Lagerwerkstoffes verringert, während die hier mit 54 bezeichnete entgegengesetzte
Kante des Lagerwerkstoffes aus der in Pig. 2 dargestellten Anfangsstellung nach links vorgedrungen ist. In der Druckauftragszone,
die nahe der vorderen Kante des Werkzeugkopfes 44 beginnt, steigt der Druck bis in den durch den größten Durchmesser
des Werkzeugkopfes bestimmten Bereich an und bewirkt das Ausbreiten des Lagerwerkstoffes über die Oberfläche des
Lagerstützkörpers, wobei an der Außenfläche des LAgerwerkstoffes
ein Dehnen und Fließen des Werkstoffes hervorgerufen wird. Da der Lagerstützkörper erhitzt ist und infolge des Druckauftrages,
kommt zwischen dem Lagerwerkstoff und der Stützfläche des Lagerstützkörpers 41 eine bleibende metallurgische oder
molekulare Bindung zustande.
In der Darstellung entsprechend Fig. 4 hat der Werkzeugkopf die Kante des Lagerstützkörpers 41 passiert, während der in
dieser Figur mit 56 bezeichnete Lagerwerkstoff mit gleichmäßiger Dicke den Lagerstützkörper von Kante zu Kante bedeckt.
Fig. 6 zeigt ein Werkzeug T1 in abgewandelter Ausbildungsform,
bei der der voreilende bzw. vordere Teil des hier mit 58 bezeichneten Werkzeugkopfes im Längsschnitt eine konvexe Krümmung
aufweist, die bis zu einem mit 60 bezeichneten Bereich sich erstreckt, in dem die Zone des größten Durchmessers beginnt.
Die Fläche 62 der Druckauftragszone ist zweckmäßig im Längsschnitt bogenförmig ausgebildet, mit einem Krümmungsradius
zwischen etwa 25,4 mm und etwa 100 mm. Ein hinterer Teil 64 des Werkzeugkopfes 58 ist zylindrisch. Diese Fläche greift
an der Innenfläche des durch den vorderen Umfangsabschnitt des Werkzeugkopfes geformten und unter Druck verbundenen Lagerwerkstoffes
an. Diese zylindrische Fläche des Werkzeugkopfes
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dient zur "führung des Werkzeugkopfes und zur Erzielung einer exakten Rundheit der Innenfläche des Lagers und einer gleichmäßigen
Dicke des aufgebrachten Lagerwerkstoffes.
Zur erfolgreichen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens muß auf die G-lattheit bzw* Rauheit der Lagerstützfläche und
auf den Neigungswinkel oder den ungefähren Krümmungsbogen der
Druckauftragsfläche des Werkzeuges geachtet werden.
Damit der Lagerwerkstoff bei gleichseitiger Verringerung seiner
Dicke so vor dem Werkzeug nach vorn geschoben werden kann? daß
zum Verbinden mit der Lagerstützfläche ständig frischer, nicht oxidierter Lagerwerkstoff freigelegt wird, muß die
Lagerstützfläche hinreichend glatt sein und einen quadratischen
Rauheits-Mittelwert von etwa 2,54 um nicht wesentlich übersteigen.
Es leuchtet ein, daß in der Druckauftragszone auf den Lagerwerkstoff
bzw. das Lagermetall Kräfte einwirken, die das Metall vor dem Werkzeug herschieben und infolge der Gestalt und der
Neigung der vorderen Kante des Werkzeuges im wesentlichen in radialer Richtung wirken, wodurch die Bindung bewirkt wird.
Infolge der Glattheit der Lagerstütζfläche wird der Lagerwerkstoff
vom Werkzeug in solcher Weise bewegt, daß die die Lagerstützfläche ^berührende Fläche gestreckt und gedehnt wird,
wobei sie beim Gleiten längs der Lagerstützfläche vor dem durch den minimalen Abstand zwischen der Umfangsflache des
Werkzeuges und dem Lagerwerkstoff bestimmten Bereich maximalen Druckauftrags der Lagerstutζfläche ständig freiliegenden
frischen, nicht oxidierten Lagerwerkstoff zuwendet. Auf diese Weise kommt bereits an der Kante der Lagerstützfläche eine
wirksame molekulare oder metallurgische Bindung zustande, die sich gleichmäßig und stetig bis zur gegenüberliegenden Kante
fortsetzt.
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In einigen Fällen kann es aufgrund der anfänglichen Dicke des Lagerwerkstoffes und der Ausbildung/zusseinem Auftrag verwendeten
Werkzeuges erforderlich sein, den Lagerwerkstoff anschließend
zu bearbeiten. Wird jedoch sorgfältig auf eine hinreichende Ausbildung des Lagerstützkörpers geachtet, ist
es möglich, Lager durch eine Bewegung des Werkzeuges, wie hier beschrieben, durch das Lager zu erzielen, ohne daß eine
nachträgliche Bearbeitung erforderlich wäre.
In einigen fällen ist es zweckmäßig, vor dem Aufbringen des
Lagerwerkstoffes die Lagerstütefläche mit Nickel zu plattieren.
In anderen Fällen kann es zweckmäßig sein, den Lagerwerkstoff nach dem Aufbringen auf den Lagerstützkörper an der Oberfläche
beispielsweise mit einem Bleizinnmetall zu plattieren.
Während das erfindungsgemäße Verfahren normalerweise durch Vorschub des Werkzeuges ohne Drehbewegung durch das Lager
durchgeführt wird, kann unter bestimmten Umständen eine Drehbewegung des Werkzeuges angewendet werden.
In einem speziellen praktischen Anwendungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Verfahrens wurde rohrförmiger Lagerwerkstoff mit einer Wanddicke von etwa 1,016 mm verwendet. Die Abmessungen
des liohrkörpers waren so gewählt, daß er eng in die zylindrische
Stützfläche des zusammengebauten Lagerendes einer Pleuelstango
paßte.
Der Innendurchmesser der Lagerstützfläche betrug etwa 100 nun.
Der Krümmungsradius der im Längsschnitt bogenförmig gekrümmten
Umfangsflache des Werkzeugkopfes betrug etwa 25,4 mm. Der
maximale Durchmesser des Werkzeugkopfes war so bemesaem, daß
die Dicke des Lagerwerkstoffes auf etwa 0,508 mm'verringert
wurde.
Die Pleuelstange wurde auf eine Temperatur zwischen ofcwa 2bü C
und etwa 370 0O vorerhitzt und der aus Lagerwerkstoff bestehende
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Rohrkörper so in den Lagerstützkörper eingeführt, daß
Rohrkörper und Lagerstützkörper kantenbündig abschlössen.
Als Lagerwerkstofi wurde in diesem Fall 3.A.E. 780 verwendet,
Durch den Vorschub des Werkzeuges durch das Lager wurde die Dicke des Lagerwerkstoffes auf etwa 0,508 mm verringert. Die
Hubdauer betrug etwa eine Sekunde.
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Claims (8)
1. Verfahren zum Aufbringen eines Lagerwerkstoffes aus
einer Al-Legierung auf einen Stützkörper mit glatter Lagerstützfläche,
dadurch gekennzeichnet, daß man
die Lagerstützfläche (12) auf etwa 260 0G bis etwa 370 0C
erhitzt, Lagerwerkstoff (20) in Platten- bzw. Tafelform auf diese Lagerstützfläche (20) auflegt, auf den Lagerwerkstoff
(20) Druck fortschreitend in einer Richtung parallel zur Lagerstützfläche (12) aufträgt, um den Lagcrv/erkstoff
(20) gegen die Lagerstützfläche (12) zu pressen, seine Dicke (D-) zu verringern und ihn vom Punkt des Beginns des
Druckauftrages ausgehend über die Lagerstützfläche (12) zu dehnen, und daß man die Druckauftragszone über die
Lagerstützfläche (12) führt, um durch Strecken und Dehnen der der Lagerstützfläche (12) zugewandeteii Oberfläche des
Lagerwerkstoffes (20) dort nicht oxidiertes frisches Metall
freizulegen, das bei höherer Temperatur und unter Druck stetig und gleichmäßig von einer Kante (14) der Lagerstützfläche
(12) ausgehend bis zur entgegengesetzten Kante (16) mit der Lagerstützfläche (12) verbindbar ist.
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2. Verfahren nach Anspuch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckauftrag am Lagerwerkstoff (20) durch -■
Bewegen eines Druckwerkseuges (23) erzeugt wird9 und daß das
Druckwerkzeug (23) eine unter kleinem Winkel gegen die Lagerstützfläche
(12) geneigte und dem Werkzeugvorschub entgegengesetzt
gerichtete Fläche (24) aufweist»
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (23) am Lagerwerkstoff (20)
mit einer konvex gekrümmten Kante (24) anliegt.
4. Verfahren nach Anspruch 3? dadurch gekennzeichnet, daß -der mittlere, Krümmungsradius der Kante (24)
zwischen etwa 25?4 mm und etwa 100 mm beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4? dadurch
gekennzeichnet, daß die Lagerstützfläche (32,36»39)
konkav gekrümmt ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gek ennz e i c h η e t, daß die lagarstützf lache (39)
eine zylindrische Innenfläche ist9 daß der Lagerwerkstoff
(40) die Gestalt eines Rohrkörpers (42) hat, und daß der Druckauftrag
von einem Ende des Rohrkörpers (42) ausgehend zum anderen Ende hin erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch g e k e η η ζ
ο i c'h η e t, daß die Lagerstütζ fläche (39) zusammengesetzt
ist aus konkav-zylindrischen Flächen (32,36), die an einem Ende einer Pleuelstange (30) und in einem an dieser wegnehmbar
angeordneten Lagerdeckel (34) ausgebildet sind, und daß in
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einem zusätzlichen Arbeitsschritt der aufgebrachte Lagerwerkstoff (56) längs der Trennfuge zwischen Pleuelstange (30)
und Lagerdeckel (34) geteilt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennz eichnet, daß die Rauheit der glatten
Lagerstützfläche (12,32,36,39) einen quadratischen Mittelwert
von etwa 2,54 um nicht wesentlich übersteigt.
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Also Published As
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|---|---|
| US3786555A (en) | 1974-01-22 |
| JPS4829934A (de) | 1973-04-20 |
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